Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 17 (1919)
- Issue
- Heft 6 (7.2.1919)
- Date
- 1919-02-07
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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M Sr';F*Jh4l5t*h.-Hl Baue*.Lokal fonb *»;-*. ff*Br. just wib jjtoar.tourbc ein gemiltlicher Abend ve» «nstaltet, dessen Darbietungen-.Lei dvt sehr zahlreichen' Besuchern deren großen Beifall fanden. Nach einleitendem . Bortvag Dr. Rabin's, der die Ziele und Bestrebungen 4*8 Tiftreth Bachurim darlegte, rezitierte Frl. Cilly Mopp in gewohnter Meistersl^rft Dichtungen deutscher 4Mb jüdischer Autoren. Julius P'eissachowitsch und Jos. Gands hatten durch ihre heiteren Rezitationew- Lie Lacher auf Mer Seite. Fritz Emm.el und Frl. Werda Strauß» zwei junge Frankfurter Künstler, Kwden mit Men Darbietungen reichen Beifall. Zur Ve» *rchbnerung deS Abends trugen noch Ludw. Rapp und di Schaalmann bei. Die Klavierbegleitung hatte «lins Peissachvwitsch übernommen. . AranenauSschuß »er LiouiUtschen Bereinig««,. - *vk * 'c# -.tMt- . ii*- -• * '-V j£ . FrauenmwfKrrtz -Der Zion. Bereinigung füyrte Drau Martha Wolf aus, daß es uns Frauen oft' -au Len elementarsten Kenntnissen in Staatsrecht und MolKwirtschaft fehlt. Dies trat deutlich auf dem Be» -4yier Delegiertentag hervor, wo alle Richtungen ihre Forderungen erhoben, nur die Frauen schwiegen. Die Hauptaufgabe des Frauenausschusses ist also die volkswirtschaftlichs Änd Ivlitische Schulung der jüdischen Frau im Hinblick aus Palästina. Dies soll durch Vorträge und DiSkussionSabende erreicht werden. Eine weitere Aufgabe des Frauen« Ausschusses ist die' Errichtung eines Kindergartens, d. h. JDOtt Spielkursen, in welchen die Kinder im Spiele hebräisch lernen sollen. Eine jüdische Massenversammlung. , Den Wandel der Zeiten auch im Bild der deutschen Judenheit erwies eine jüdische Massenversammlung/ im . großen Bürgersaale des Rathauses. l Ohne Propaganda, vor zwei Tagen angesagt, — und doch, weit <über zweitausend Menschen, jüdische-Menschen. 7^ Welches religiöse, wissenschaftliche oder gar die Staatsbürgerschaft der Juden berührende Thema angesehener, aller Vereine Hütte jenmls den Weckruf in der Judenheit Frankfurts erzielt, wie ihn ein politisches Thema der viel bekämpften Zionistischen Bereinigung heute ohne Werbetrommel erreicht? So war denn die Versammlung selbst der sichtbarste -Beweis für d'ie Wahrheit tzes Resonnanzbodens der Ausführungen des Redners des Abends, Nachum Goldntann, in seinem Bortrag.WeltfriedFnskongreßl u n d Palästina, baß eben' auch im Judentum während . des Krieges eine gewaltige Revolutionierung sich vollzvgen habe. . . . Diese Revobltionierung hätte auch äußere Folgen: Das Judentum ist zum ersten Male seft 2000 Jahren wieder . ein politischer Faktor aeworden, erscheint als gleichberech- Hgt rm Konzert der Völker. Die Behauptung der Zionisten vom politischen Charak« ' ter der Judenftage und. daß die Judenfrage in der Palä« stinoftage mündet, ist in diesem Kriege bestätigt worden. '-Was auch die Friedenskonferenz über Palästinas politisches Schicksal bestimmen wird, Palästina wird als das Land der Inden anerkannt werden. Endlich sind die Juden nicht mehr Objekt der Politik, sie sind Subjekt der Politik geworden. ' Warum war das nie früher der Fall? Die innere 11» fache hierfür ist die Politisierung des Judentums ^>urch die zionistische Bewegung, die.gelehrt hat: Wir Juden, ein -einheitliches Volk durch unsere gemeinsame vieriMisenbjckhrigr Geschichte, haben die Krästx, unsere Interessen zu /vertreten, wenn wir nur den Willen dazu haben. Treiviertel der JudenhÜt der W°lt bekennt: sich heute zum nationalen Drvgrannn. Das deutsche Judentum jckvch 'Hat durch den Krieg die Verbindung zum Gesamtiudentam mngebüßt, und deshalb hat es zum Teil, den Revölntio- . »ierungsvrozeß noch nicht mftaemacht. Ein Teil seiner -Oribvdvrie bat sich wohl inzwischen auf den Boden deS indischen DolksardankenS gestellt, hat jedoch seine Politik > in jüdischen Fragen nicht geändert nnd versucht deshalb, deM Zionismus den volitischen Ebarakler abznstreiten und Mi zu einer Weltanschauung zu stempeln, mft der eS' für "ihn keine Verbindung gebe. Unter den Nichtorthodoren -ist die wesentlichste gegnerische Strömung die. die den Patriotismus in? Feld führt. Eine solch« Einwendung ist rät der Welt heute nur noch ein Svezisikum der deutschen . Fudeitbeit. denn die Heiliokeit iedweder nationalen Eioen- ,/art lat sich im Kriege durchaesetzt. Der absolute Staats- -'begriff widerspricht.den bBchsien Drinzivien der sittlichen - Freiheit: mir die religiöse Svbäre bat das Recht, den aänzen-Menschen zu umfassen. Man kann ein guter Deutscher und ein nationaler Jude sein! ' . Der anderthalbstündioen Rede folgte eine interessante - 'Debatte, in*der Jnstjzrat Dr. Auerbach, Dr. Alerander .und.Hch. Eise mann von gegnerischer Seite sprachen. ' Kleine Notizen. *,-©r. Norbert Einstein hält iw Aufträge der Zionistischen Bereinigung Frankfurt a. M. bei fteiem Zu- - tritt für jedermann einen BorlesungSzyksiis über Die soziale Frage nnd das Judentum. Erste Do» Tefuug: .Sonntag, 16. Febr., 5% Uhr, Unterlindau 21. Der Freisinnige Verein für jüdisches Gemeindeleben veranstaltet nenn Lchrvoriräge in welchen Robb.. Dr. Seligmann, Dr. Lazarus und Dr. Salzberger übet die „Bibel" sprechen werden. ^Erster Bortrag: 9. Febr., 10V,' Uhr, Borraum btt SYna- ^lvge Königsteinerstraße: Die Erzählungen der Thora (Dr. Off« OfllllbaDli a, M. Telefon 181. (AaMhlum wltDnwttchs- Bewährteste Tapp!sliralDl0DDB (100,000 qm jährlich eewieunObartroflana Bettfodernralolgiuig mittel» Druckluft und Waaaerdampf. Woche»-Lale»der. / Samstag, 6. Febr. (8. M>ar rischaun). . "Säbbat-Avfang in Frankfurt 5 Uhr. ' Sabbat-Ausgang in Frankfurt 6 Uhr 20 Min., in I^rlin 5 Uhr 47 Min. Dochcnabschnitt: T e r u m o h. —- Die Spenden für die Stiftshütte. Die heilige Lade usw. V W o ch e n g o t t e^ i e nst i nD ra^rLf ür tch. Morgens 6/Uhr 50 MiiWten in den meisten Synagogen . Mauptsynagvge?Ve' Uhr, Käntgsteinerstraße '7Vz Uhr). Abends^ 5 Uhr in den meisten Synagogen (Königsteinerstraße 7 Uhr, Hauptsynagoge 4 Uhr). I BereiuS-Kaleuder. Verein Tiferes Bachurim. Sonntag, 8Vr Uhr, Kursaal Milani: Die neusten Erfindungen im Talmud (Jacob S. Posen). ' Jnd- Franenvereinigung. Sonntag, 5Ve Uhr/ Hörsaal Friedb. Anlage: Prophetenwört und Gesetzeslehre (Dr. Josef Breuer). Talmud Thora-Verein. Freitag Abend: Do» trag (Dr. May). V Verein Mekor Ehajim. Freitag Abend nach' Schluß der Synagoge: Mkr» (Kantor S. Steinberger). Sonntag Abend 6 Uhr: Aus der jüdischen Geschichte (Redakteur Schachnowitz). Verein Montefiore. Freitag, 8 Uhr, Bleichstraße 70: Geselliges Zusammensein. (Ansprachen: Dr. I, Heinemann, Studienassessor Simon). Sonntag, vorm. 10i/z Uhr: Führung durch das Kriegsblindenheim. Treffpunkt: Arusburgerplatz — Ecke Höhenstraße. Nachmittags 4 Uhr: Ethische Fragen der Gegenwart (Prof. Dr. Goldstein-Darmstabt). -Mittwoch, 8i/s Uhr: Von der Erneuerung des deutschen Geistes und dem Anteil des Judentums daran (Referendar! Erwin Seligmann). A'gudas Jisroel-Mädchengruppe. Dienstag, 8 Uhr: Innere Ausgaben der Mädchengruppen (Sara Cohn). Dve«de». Be! der Nationalfondsldmmissioit (I. Hermann, Zeit 31) gingen ein: ' Hilfswerk Pogrom PolenWalizien: A. Merzdach , 250.— JL ^Palästina -- Notstands - Aktion: N. N 10.—ik 40.- „ 20.- „ 10. - „ Jacob Rotschild, Gr. Friedbergerstr. 23 Jyses Rotschild jr., anl. Jahrzeit ®uflob Schtvarz __ Victor Wohlsarth u. Frau anl. der Bar Mizwoh ihres Sohnes Hans -20.— Frau Caroline Hamburger anl. der Geburt ihres Urenkels Erich Isaak Goldschmidt 1 ÜOelbaum in I. L. Goitein - Garten 6.— Geschwister jßtnbenBmim z. Jahrzeitstage ihres sed. unvergeßlichen Bruders Tr. Ernst Lindenbaum 4 Oelbäume ' 24.—. ‘ Herr u. Frau Leo M. -Goldschmidt 2 Oelbänme auf den Namen ihres SohneS Erich Isaak 12.— Siinon Bentheim anl. Jährzeit - 5.— ' Erich Rosenberg dankt U. Eisemann -für .Gefälligkeit ‘ 5.— .Buchsenleerung: Jos. L. Oppenheimer 37.—„(4 L. Tevlitzk, 4-6.06 „ Rosi Grünblatt 16.50 „ Famllie Simon 7.50 „ Konditorei.Grünrbaum 8-16 ,, m. Sulzbacher. 1.21 „ Geschw. Knlp 4.^- „ Mose Wolpe 3.— „ Frau Tr. Fiebermann 5.10"„ M. Loh n I. L. Goitein Jos. L. Oppenheimer Fritz Goitein L. Rotschild ' Salo Gittler Bertel May Salzmann F. Drmuth «. N. Würzburger M. L- Etllinger- V- 11.43 3.55 „ 5.05 „ 1.21 „ .3.— „ 6.- „ 10.40 „ 16.— „ 1.- .. 3.35 „ 1.1« „ 6.50 „ Für die "Eintragung des Blau-Weiß- Frankfurt ins Gvldene Buch:? ' . N. N. bei Rückkehr Richard Kaufmann's^ 20.— JL K. I. B. Versteigerung eine» Ringe» . 3.—",, M. WofeusüLer banft Ftl. . OppmcheiM«: 3 — « ' G e b p r e n. E- Sohn, Chr. Liverhand, Wittelsbcuher Allee 7« (z. Zt. Beerfelden). — E. Tochter, Dr/ Ansbächer (Goldschmidt), Gagernstr. 36. ' '? . - - i Bar m i z w o s. Moritz Halberg, Wallgraben 11 /Herwert Lehmann, Rappsrr. 2; Herbert Steinhauer, Vogels-" bergerstr. 13, Synagoge Börneplatz. Verlobte. Rosi Carlebach yiit Zahnarzt »Bruno Strauß. — Hermann Nußbaum mit Berta Nußbäum, Halberstadt. — Milly Baumgarten, Königsteinerstr. 13. mit Dr. Ernst Mosbacher, Hohenzollernplatz 16. - Verehelichte/ Semi Rosenbaum mit Toni Golbschmidt. — Arthur Jchenhäuser mit Ada Victoria Jacobsons i Gestorben. Sara Löb geb. Meyer, 68 I..— Rosa, Schiff geb. Friedbcrg, Wwe., 75 I., Hölderlinstr. 5. Simon Heymann, 63 I., Schleiöenstr. 26. — Josef Speyer/ 62.1., Mamter.-der Jsr. Gemeinde, Ostendstx. 33. TherM sta Hirsch geb/ Eisler, 73 I., Witwe des JustizraM Dr. Naftali 'Hirsch,' Röderbergweg 41. / ' Auswärnge FamiUemlachrichte». Verlobte. Dora Fleischer mit Mchel Mahler, München. Gestorben. Sigmund Gutmann, 47 I., Stuttgart/ — Justizrat Dr. Freudenthal, 70 I., Würzburg. — Franziska Nathan geb-Mayer, 58 I., Mainz. — Lehrer Isidor. Baer,?4 I., Offenburg. — Ludwig Ettlinger, 57 I., Karlsruhe. — Friedl Mckelsberg geb. Hitz, Offenbach ■; . Zu der — e, 6. w. — 12. Fehraer 1919 am 12. Adar 1. 5679 am IV« Uhr in der Frankfurt Loge etatilndenden Trauung ihrer Tochter Hanna mit Herrn Philipp FeUt beehrt eich alle Freunde und Bekannte hiermit einzuladen. fm J. Elmau. Zu meiner—a Q.w —am. 18. Februar 1919 12, Ader I. 8679 um 1)6 Uhr in der Frank-, furt-Loge atattflndenden, Trauung mit FrBulein HanBaEiBenmanu beehre ich mich, alle Freunde und Bekannte hiermit »inzuladen. ' Plilipp Feist. Berta Kussbaum H©rniann Kussbaum Verlobte. Halbcpstadt. Prankfirt b. M. U^rnAiard ficbmfdt dankt nur auf diesem Wege Verwandten, Freunden und Bekannten fdr die ihm zu aeinem 70. fieburtetag erwiesenen Anfmcrkeemkeitenl Die glflcklTche Gchnrt einer Tochter' beehren sieh anznzrigen \ Dr ntod Fritz Anmbaohor u Frau Edith gab. Goldaohmldt. Frai kfart a. A., den 1. Februar 1919. Gagei natraeae -6. - vriefkaste«. L. M. Karl Liebknecht war ein Nachkomme Martitj Luthers. Carl von Weinberg, DorstandSmitglied der-, anttfemittschen Deutschnationalen BolkSpartei, ist ein getaufter Jude. - ' / " ■' '- F. Wie wir hören, hat sich der Aoivnoer Raw dxm -MiSrachi angeschlossen. . - r Allgemtiue Mitteilupge«. 3j,rfu5 Krone. Vergangenen Sonntag war vov Krone ein derarttgeS Gewoge, ein so ungeheures Drängen und Schieben und Stößen, daß machsich keinen Rat mehr wußte. Direktor Krone sich die einzige Möglichkeft, Ordniüm zu schaffen, in der Heranholung der Wefanten. plumpen Leiber wurden vor den Eingang zum ZiriuS. gestellt und die Menschen konnten drängen, so viel'sie. wollen. Die. Hüter der Ordnung standew fest! Ohne Elefanten wäre ein, geordneter Einlaß nicht zu schaffen gewestnt hätte man die Vieltausenden Besucher nicht richtig vläzimen können und .es wäre ein unentwirrbares Durcheinander geworden. Ergibt sich aus diesem Andrang uw» seiner richtigen Leitung die Nutzbarkett dev Elefantensollt« sich daS Publikum mich selbst nwhr in'der Gewalt habe» und selD bemüht sein/ Ordnung zu hallen. Je ruhiger?die Menge den ZirkuS, betritt, desto. schneller hat jeder Besucher Platz. - Es ist -Platz für jeden Besu^ vortzrmden.^ ZweckW ist .' demnach da»' mit äller .Gewalt zuerst in den /ZiMch ■r 7