Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1918-12-20 · Heft 49 (20.12.1918) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 49 (20.12.1918)
Date
1918-12-20
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2692297-2693075-2693124--10547-2705893
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 4. Frankfurter Islamitisches Familienblatt. Nr. 49. Kaffee Kuhlaml Xaiserstrasse 56 TSgllch erstklassige Kaiserstrasse 56 “ Unterhaltungsmusik -Einlagen. ——. . - &■ 5^' %c V’ |; f. T fordert, in total anderen Wortformen sprechen, als die zionistische Organisation dies tut, denn der Geist ist ein anderer, selbst wenn die Sache identisch ist. In Bezug auf ' die ..nationale ■ Autonomie" in den Ländern des Ostens steht die Aguda auf dem Standpunkte, daß.die Rechts-, stellung der Juden,- in diesen Ländern nach den eigenen Wünschen der jüdischen, Volksmassen in jedem Lande zu - ordnen sei. Was endlich das Zusammenwirken mit anderen .Organisationen, insbesondere mit der zionistische», betrifft, so hat die Aguda keine Ursache ihre Politik zu änderir. Si-e war immer und ist nach wie vor bereit, und hält cs auch für eine selbstverständliche Verpflichtung, überall da, wo gemeinsame politische oder wirtschaftliche Interessen der . Judenheft nach außen zu vertreten sind, mit anderen Organisationen zusammenzuwirkrn. Dabei können selbstverständlich immer wieder Meinungsverschiedenheiten darüber bestehen, imvieweft man im einzelnen Falle in irgendwelchem Entgegenkommen auf praktischem Gebiete eine Opferung von Prinzipien erblicken will oder nicht. . Rechtsanw. Dr. Breuer meinte, daß die Ehrmannsche 'Resolution dem bisherigen Programm erst den Inhalt gebe; sie sei geeignet, eure geistige Bewegung mft weft gesteckten Zielen zu schaffen. ' Leo Wreschner sprach, die Befürchtung aus, die Resolution Wune die Grenzen zwischen Aguda und Zionismus verwischen und ihre allzu stark betonte nationale Tendenz schädige das Verhältnis zu unseren Wirtsvölkern. . ■ LevFeu ch'twa» ger verteidigte die Stellung des Misrachi, der keinerlei Kompromisse schließe und eine geschlossene Organisation innerhalb der zion. Bewegung sei. Max Cohen sprach für die Annahme der Resolution, Dr. Jakob Feuchtwanger wünschte nicht „die 'an sich selbstverständliche, aber verstimmend wirkende Festlegung der Stellungnahme zu anderen Organisationen" .und sodann wuftde die Resolution mit großer Mehrheit angenommen. ' ■ > " v f ■' * < ’ Der Verein „S ina i" in Prag, hie Bereinigung der traditionell gesinnten Juden Böhmens, faßte in einer sehr zahlreich besuchten Mitgliederversammlung folgenden Beschluß: „Die Mitgliederversammlung billigt den durch den Ausschuß ' durchgeführten Zusammenschluß mit dem Jü- ' dischen Nationalrat auf Grund der getroffenen Vereinbarungen und der Anerkennung seines Programms." -- Der zweite Werbe - Abend der Berliner Misrachi gruppe war von 800 Personen' besucht. Diese Tatsache Mein beweist, welch hohes Interesse die religiösen Juden Bmlins dem Misrachi und seiner Arbeit entgegenbringen. Besonders erfteulich war, daß die Mitglieder der Aguda zahlreich vertreten wären. - .> Äkabb. Dr Wilhelm Lewy, der erste Referent, betonte, daß heute jeder religiöse Jude sich dem Misrachi anschließen müsse/ sonst laufe die Orthodoxie Gefahr, hier die Jugend und im Osten die Massen zu verlieren. - Dr. Hermann Pick, der zwefte Redner, legte die Ziele des Misrachi klar. Ec betonte, daß dem Programm , des Misrachi und - die Zugehörigkeit so vieler Gedaulim aus dem Osten zu dieser Bereinigung, die beste Gewähr fwfüfc biete, daß die Jätereflen der religiösen Juden in jeder Beziehung-'gewehrt werden würden. So sehr der ZusammenschüH der religiösen Juden in der Aguda zu begreifen wäre, so könnte man doch daran zweifeln, ob sie die gegebene Vertretung des gesamten jüdischen Volkes _ sein könnte in diesem Augenblicke, wo es sich darum handelt, aus politischem Wege den Versuch zu machen, Palästina für das jüdische Volk zu sichern. Mit irgend welchen messiauischen Zielen habe der Zionismus nichts zu tun. Es schloß sich den Reden eine sehr interessante Aus- ' .spräche au, an bereu Schluß Hegen 200 Personen ihren Beitritt zum Misrachi erllärten. ' Atts aller Welt. Deutsches Reich/ Berit« Ein Ruudfchreiben au die jüdische« Gemeinden. Der Dentsch-Jsr-Gemeinbebünd richtete ein / Rundschreiben an die, jüdischen Gemeinden Deutschlands. In diesem Rundschreiben'heißt es:; „Die Grundlage, auf der sich seit Jahrtausenden in allen Ländern die jüdische Gemeinschaft aufgebaut hat, . die Quelle, aus der sie seit Jahrtausenden ihre Daseinsberechtigung schöpft, der Kristallisationspunkt, um den sich ihre Einrichtungen gruppieren, warxund bleibt die Religion. Auf diesem Gedanken baut sich auch der D-J. G.-B. aus, der in bOjähriger Arbeit die Werwiegende Anzahl der gewichtigeren jüdischen Gemeinden Deutschlands zusammengefaßt hat .und nun alle Gemeinden des Deutschen Reiches, unbeschadet der in ihnen vorherrschenden religiösen Richtung zum Zusammenschluß im .D-.-J. G.-B. aufftudert, wie «s in seinem Namen schon vorahnend aus-- geprägt ist. In' den jüdischen Religionsgemeindeu Deutschlands haben auch die Anhänger des jüdischen Nationalgedankens ' ihren Platz, und die Mftarbeft so vieler rüstiger Kräfte iw -ihren Reihen wird uns in .tzmfcher-'bemvkratjsthen Zeit . Ioillkommen sein. Wer die Grundlagen der jüdischen -Gemeinden Deutschlands bleibt die jüdische Religion, wie ihre Aufgaben, die Men bleiben.; ‘ Die veränderten Zeitverhältmffe werden für die jüdi- : -scheu -viehe-Mue- Äkrt.sÜH,''-btinseü.'<Mr?.:■ fnttern.mferc RuUdiÄaeuieisdM^imd auck, alle hje^M ineiiideir, die sich bisher ferngehalten hüben, auf, die Fragen, die sic bedrücke», die Wünsche, die sie bewegen,. uns vorzutragen. Auch diejenigen Vorschläge, die sich etwa auf die Ausgestaltung der Organisation des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes selbst beziehen." Berlin. Glue Antwort auf die antisemitischen Flugblätter. •' Als Antwort auf die antisemitische Flutzblattwelle, die augenblicklich über Berlin niedergeht, wurde heute folgendes Flugblatt in den Straßen Berlins verteilt:;,J u d e n h c tz e i n B c r l in! Arbeiter und Soldaten! Man hetzt gegen die Juden, weil Marx, Lassalle, Haasc, Bernstein, Rosa Luxemburg, Viktor Adler u. a. Inden'sind! Man. belügt Euch jetzt, wie mau Euch stets belogen hat. Die Juden sollen den Krieg gemacht und-verlängert haben! Wer saß zu Beginn des Krieges an der -Regierung? Wer im Auswärtigen Amt? Wer in den Gesandtschaften? Kein Jude! Wer saß zu Beginn des Krieges in der Regierung? Wer im Militärkabinett? Kei n Jude! Wer hat den Krieg verlängert? Wer hat während des Krieges am. lautesten den deutschen Schwert- und Machtftieden gefordert? Wer hat jeden VcrstSndigungsfrieden als Hungcrfrieden und Judrnsrieden geschmäht? Etwa die Juden? Die Juden sollen sich aus dem Schützengraben gedrückt haben. Glaubt Ihr, daß es Frontsoldaten sind, die so etwas schreiben? Weiß nicht jeder Frontsoldat, wie unzählige Inden als Eure treuen Kameraden draußen begraben sind? Unter den Machthabern der Reaktion gab es keine Inden! Unter denen, die für Freiheit und Recht eintreten; gibt ds viele Jwd e n!,Was ist der Zweck der Hetze? .Die-Aufmerksamkeit von den Schuldigen abzulenken. Was wollen die Hetzer? Unruhen auzctteln! Sie wissen, daß die Ordnung mit allen Mitteln geschützt werben wird, für wen und gegen wen cs immer sei! Manihetzt gegen die Juden, aber man meint die Vblks Herrschaft, die Republik! Di-s Reaktion, die ihr. Spiel noch nicht verloren glaubt, versucht es noch einmal, diesmal'mit der Judenhctze! Arbeiter und Soldaten Berlins! Laßt Euch u i ch t b e t r ü - gen! Laßt Eure neue Freiheit nicht beschmutzen!" ' Berlin. Kege« die antisemitische Hetze. In der letzten Zeit sind in großem Umfange anonyme Flugblätter verbreitet worden, die in unverhüllter Form zur Inbeiihetze aufforderten.'T-ie Flugblätter sind nicht ohne Wirkung geblieben. - Wie der „Vorwärts" vom 11. 12.' meldet, wurden verschiedenen Juden und Christen, die durch ihr Aussehen nicht gegen den Verdacht geschützt waren, Juden zu sein, körperlich angegriffen. Wenn diese schamlose Flugblatthctzc fortbauert, muß mft der Möglichkeit gerechnet werden, daß wir auch in Deutschland die Schmach der Judenpogrome erleben. Ter Vollzugsrat des Arbeiter- und Svldatenrats sieht sich, daher genötigt, sich -aufs schärfste gegen bas reaktionäre antisemitische Treiben zu wenden, 'das er hiermit öffentlich und vor aller Welt brandmarkt. Ter Vollzugsrat'appelliert äu den gesunden Sinn des deutschen Volkes und ist überzeugt, daß es in seiner überwiegenden Mehrheit' der antisemitischreaktionären Hetze cntgegentrcten und keinerlei Jiüien-Verfolgungen dulden wird. . . Der Vollzugsrat des Arbeiter- Und Solbatenrats: Richard Müller. Molkenbuhr. Berit«. Rückwanderung jüdisch-polnischer Arbeiter. Nach Erkundigung bei der Regierung kann jeder bisher in Deutschland beschäftigte Arbeiter nur nach Auszahlung des ihm zustehenden Lohnes entlassen, werden. Mich hat der Unternehmer die etwa noch -erforderlichen Mittel zu seiner Heimbesörbernng zu stellen. In Fällen, in denen Bittsteller bei den jüdischen Kassen behaupten, daß dies nicht geschehen sei, ist rin Protokoll anfznnehmen, und den amtlichen Stellen einzureichen. Alle Beförderungskosten sollen von den öffentlichen Kassen getragen werden, oder, soweit sie etwa doch 'von Wohltätigkeitskassen verauslagt sind, soll -man sie bei den Kvmmunalkassen nachträglich liquidieren. Auch die Kosten des Verweilens der Arbeiter, die nicht weiter befördert werden können oder wegen der Pogrvmgefahr nicht abrciscn wollen, sind aus öffentlichen Mitteln zu bestreiten. Fahrkarten zu verabfolgen, liegt kein Anlaß vor. Jeder Mittellose ist von der Eisenbahnverwaltung gegen einen 'Ausweis irgend einer öffentlichen Stelle kostenlos zu befördern. Das gilt auch zur Zeit für die Wanderarmen'. Es empfiehlt sich, da, wo diese Einrichtungen noch nicht getroffen sind, sich an die Deutsche Zentralstelle für jüdische Wanderarmcnfürsorge, Berlin IV. 25, Steglitzcrstr. 9 I., zu wenden, damit diese auf ihre Errichtung hinwirken kann. x Schließlich ist zu betonen, daß das Arbeftsloscnvcrsicherungsgesetz nach Mitteilungen des - Staatssekretärs des Rcichsarbeitsamtes in den oben angeführten Fällen auch für Me 'Ausländer gilt. Die Deutsche Zentralstelle ist dem Arbcitrrfnrsorgeamt der jüdischen Organisationen Deutschlands beigetreten und nimmt an dessen Beratungen teil. Es wäre also Verschwendung privater Mittel, die bald anderweitig notwendig gebraucht, werden, wollte man die Reserven der Deutschen Zentralstelle für eine Aufgabe verwenden, die ohne ihre Beihilfe erledigt wird. Hamburg. Dt« Kongreß der sich zum jüdischen Volke bekennenden deutsche« Juden? Zum zweiten Mal in kurzer Frist.hatte die Zionistische Ortsgruppe.Ham bürg-Alto n a eine j üd i s ch e B v lk s v e r s a m m l u n g berufen, die den Saal bis auf best letzten Platz füllte. * : . / Rechtsanw. Dr. 35'tct o tf .sprach über bas Thema: ..D ie SchicksalsstuiiLe des deutschen Ju den tu ms". Er führte aüs, daß die ungeheure-Umwälzung in - Deutschland nicht spurlos an den. iim'ereir Verhältnissen der deutschen Jüdenheit vorübergehen dürfe.. Eine grundi legende Umgestaltung der Verhältnisse in ßcri Gemeinden und in den repräsentativen Organisationen sei notwendig. Fort mit den Notablen und breiteste demokratische Basis für das gesamte jüdische Leben. Dem deutschen Judentum , müsse auch Gelegenheit gegeben werden, seine Stellung zum jüdischen Volke selbst zu bestimmen, und darum verlange der deutsche Zionismus einen K on gr'eß aller derjenigen Juden in Deutschland, die sich bewußt zgm. jüdischen Volke bekennen. . Der zweite Redner, C.'Z. Klötzel, stellte fest, daß das deutsche Judentum jetzt vor eine Frage gestellt sei, die jeder Einzelne nur mit einem glatten „Ja" oder „Nein" zu , beantworten habe: ob er sich gum jüdischen Volke bekenne oder -nicht. Dies sei die Schicksalsftage. Die Ant- ' -w.ort, welche die drei Verbände in ihrer Erklärung der. „jüdischen Deutschen" auf diese Frage gegeben haben, - könne keinen Anspruch darauf machen, die Antwort des deutschen Judentums,zn sein, denn dieses sei von den Herren überhaupt nicht gefragt worben. Die richtige 'Antwort könne nur soerfolgen, baß. jeder einzelne in freier Selbstbestimmung sein Votum abgibt. Der Zionismus werbe dieses Votum dadurch herbeizwingen, daß er die deutschen Juden aufrufen werde, zu einem Kongreß ihre Vertreter, zu entsenden, der das Parlament derjenigen Juden in Deutschland werden soll, welche ihrem jüdischen Bolkstmn ' nicht entsagen-wollen, London. Grotzbritanuieu. Die „Times" über den Zionismus' und die Pflichte« der' Jude«. sLie „Times" brachte am 2. Dezbr. einen Leitartikel, in dem es nach der Verurteilung der Pogrome heißt: l -„Die wahre Tugend des zionistischen Ideals besteht darin, daß es die jüdischen Massen mit neuer Hoffnung, erfüllt, und sie offen und nicht nur im Geheimen stolz auf - ihre Rasse macht, weiter in seiner großen Förderung, der religiösen und zivilisatorischen Entwickelung der Mensch-, heit, endlich darin, daß der Zionismus die Juden bessere Bürger in ihren 'Moptivvaterländern werden läßt. - Das zionistische Ideal hat schon dazu beigetra'gen und würde noch weiter die Gefahr religiöser Verfolgung vermindern, wenn es die führenden Juden in Men Ländern dazu befähigte, ofstn Front zu machen gegen diejenigen Tendenzen innerhalb des Judentums, welche den jüdischen- Namen oft in Mißkredit bringen. i Damit aber dieses Ideal erfüllt werden kann, muß den Juden Gerechtigkeit werden, unparteiische Gerechtigkeit,- die auf. den Kenntnissen ihrer Bedürfnisse beruht. Eiike Nichtlösung oder unfaire Bchandlung der Judenftage müßte, diese unbedingt überall zu einer Gefahr für eine ordentliche und ~ gute Regierung werden lassen. ' Es ist jetzt die Aufgabe der alliierten und amerikanischen Staatsmänner,' ehrliche Anstrengungen zu mache», um den Anfang einer-Lösung zu finden, und es obliegt jedem Juden, dem auch die Wohlfahrt der nichtjüdischen Welt zu. Herzen geht — und solcher gibt' es sehr viele —. diese Staatsmänner in ihrer schweren Aufgabe zu unterstützen." Rutzlaüd. Die Regierung unv die Juden. Es ist eine seit langem feststehende Tatsache, daß die. bolschewistische Regierung auf dem Wege über das jü-, bische Kommissariat — und die Gründung dieses Ktoimmissckriat deutete auf diese 'Absichten des Rates der Volksbeauftragten unverkennbar hin —, cs an nichts, weder an gutem Willen noch an Tat, an propagandistischen Mitteln fehlen läßt, um -die russische Jüdenheit für ihre Ideen zu begeistern. Sie möchte um jeden Preis die russischen Juden von der llaren Linie ihrer maßvoll gerichteten, zurückhaltenden Politik und ihrer von Erwägungen jüdischer und allgemeiner Natur cingegebenen Taktik des 'Auswcichcns und.der Zurückweisung bolschewistischer Versuchungskiinste abzichen. -. i s Das jüdische Kommissariat hat bisher ansehnliche Summen für diese Agitation unter den Juden ausg'eworsen; eine jüdische Zeitung wurde herausgegeben (wird sie.es noch?), Schriften zur „Aufllärung" wurden überallhin verstreut, Und rüstig wird das M^rk von dem jüdischen, .bolschewistisch gesinnten Leiter des Kommissariats sortgeführt, mögen die Resultate noch so dürftig und entmutigend sein. Nach einer Meldung jüngsten Datums geht das Kommissariat eben daran, eine Zeitschrift jüdischer Sprache„der proletarischen Kunst und Literatur gewidmet, zu' gründen; in einem vor kurzem ausgearbeiteten Budget ist . für diese Zeitschrift ein Posten von 41000 Rubeln bestimmt. Man. unterschiebt dem Chef des jüdischen Kommissariats keinefalschen Motive, wenii man als'bas alleinige Ziel, von dem er sicki in allem, also auch in diesem' Falle, leiten läßt,' eben die Werbung für die bolschewistischen Jbeenkreise kennzeichnet. Fruchtlos war-diese Arbeit bisher. — vergeblich wird sie nach der ganze!»' Nvitur der Tinge^ wohl auch bleiben. Die russische Jüdenheit ist mit eigenen Aiigdlegeiiheiten zu sehr beschäftigt, um den politischen Bestrebungen und Trugbildern der bolschewistischen Machthaber Aufmerksamkeit schenken zu können. Kaffee Kaisergartcn am Opernplatz _!L * ■ ■ EratUassiges FamUien-Kaffee ”? Täglich van 4 Uhr ab . Künstler - Konzert.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.