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Neue jüdische Presse · 1918-12-13 · Heft 48 (13.12.1918) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 48 (13.12.1918)
Date
1918-12-13
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Eeite 4. Frankftirter Israelitisches Familienblatt. ddn den Jerusalemer Rabbinern' dem Zionismus "ein Shm- Pachmbewejs entgegengebracht. Auch die Schulen des Ms-- rchchi entwickeln sich in befriedigender Weise. Tie größte Schule Ist der TachKmoni, der, 10 Klassen enthält und unter der Leitung des TÄmudisten Rabbiner Josef Seliger aus Lemberg steht. Londou. Unter dem Vorsttz des Rabbiners Dr. Schbn- .^eld von, der Maß JisooelGemeiiche ist ein vorläufiges Misrachi-Zentralkomitee begründet worden." .Eure Gochbrenz der Misrachi-Vereine Englands und Gründung eines Lehrerseminars in Jerusalem sind die ersten Ausgaben. PariS. Unter der Leitung GroßrabbinerS Alfred L^v y hat sich für Frankreich eine orthodox-nationale jüdische Lereinsgung gebildet. Rew-Aork. Die Misrachi-Organlsotion in Amerika zählt heute mehr als 260 Gruppen und 1506V organisierte Mitglieder. Tie Zentrale befindet sich in Newyork unter chäc Leitung Rabbis Meyer Berlin. Weitere Arbeitsbürys befinden sich in St. Louis, Chicago' und Pittsburgh. Tie amerikanischen Misrachisten besitzen zwei Zeitschriften ,Haibri" in hebräischer und „Jewish Forum". in englischer Sprache, außerdem werden regelmäßige Beichte in „Jiddisch" herausgegeben.. — Bor einiger Zeit :fach» eine Paicheskönferenz Hitt, die einen glänzenden .Bäckauf nahm und auf der sich der-Verband der orthodoxen Rabbiner Amerikas dem Misrachi anMoß. Seitdem ist der Misrachi derart gewachsen, daß es nötig wuche, »och 20 weitere Büros einzurichten. Besondere Aufmücksammit widmet der Misrachi der Frage des Bvdenankaufs: mehrere Tausend Dollars sind für diesen Zweck gesammelt worben. Die Sammlungen werden fortgesetzt, und man hofft, die Srünme von hunderttausend Dollars Jtt Mvchchen. Es tvürde auch beschlossen, eine Mion für die B^rüydung einer Kolonie auf den Namen des verstorbenen Führers der Misrachisten, Rabbiner Reines s. A. auf dem Boden des jüdisch«! Nativnalfvnds zu veranstalten. Gemäß Uebereinstimmung zwischen der Verwaltung des I. N. F. Und dem Zentralkomitee des Misrachi sollen alle, von Misrachisten einlaufenben Dunam-Spenden vom I. N. F. zum Erwerb des Bodens der Reines-Kolonie verwendet werden. . Auch das Lehrerseminar der Misrachi- Organisation entwickelt sich erfreulich. A«s -Bk „Agudas Zisroel"-Beweg««g. Zirtck. AuS den Kreisen der „AgudaS Israel'' in der Schweiz ist das Projekt entstanden, eine Schweizer Kolonie in Palästina zu gründen. Um diesen Plan ausführen zu können, versendet das Komitee (Josef Brandeis und Max Mannes,. Zürich, Solch Guggenheim, Wschwil, und N. Sternbuch, Basel) einen Aufruf an die jüdische Bevölkerung. Gleichzeitig wird ein Fragebogen versandt, der feststellen soll, wieviel Personen die Absicht haben, sich in dieser Kolonie niÄwrzulassen und mit welchen Beträgen sie Boden .erwerben wollen. Pjerkoualie« «. kleine Mittellunge«. verli«. Professor Soberuheim, Mitgli-d deS .Komitees für den Osten", wurde zur Bearbeitung der jüdischen Fragen ins Reichsamt des Aenß e r n berufen. — Der Derb and der S Y n a g o henve re ine für Berlin und Vororte nahm in einer gut besuchten Versammlung Stellung gegen die Erklärung der Berliner Leitungen der drei großen jüdischen Organisationen Deutschlands, die für den größten Teil der deutschen Jüdenheit das Bekenntnis zU einem jüdischen Bolks- ' tum ableugnen will. — < Im Mter von nur 37 Jahren verschieb Gustav Kochanowski, erster Kantor.an der Synagoge Pestalozzistratze. München. Der orthodoxe Verein „Ohel Jaco'b" und die Zionistische Ortsgruppe beantragten gemeinsam bei der ° Kultusgemeinde die Einführung des Proportionalwahlrechts. Der Verwaltungsausschuß verwies den Antrag an eine Kommission und verschob die Wahlen wiederum um ein Jahr, wozu ihm jegliches Recht fehlt. MSrztnHg Die Jsr. Lehrerbildungsanstalt berichtet über die Zeit vom 1. Novbr. 1817 bis 1. Novbr. .1818. Aus' den Einnahmen seien erwähnt JJ1428 Mark Jahres- und einmalige Beträge, 7081 Mark. Bezahlung der Schüler für Verpflegung, aus den Ausgaben 2007g Mark Gehälter der Lichrer,. 3770 Mark Pensions- und Witwen-. Pehalie, 11019 Mark Verpflegung der Zöglinge, 1877 Mark Beheizung. Das Vermögen der Anstalt beträgt Mark 154174; Die Anstalt hat ihr neues Schuljahr mit 32 '.Schillern "begönnen, von denen jedoch zur Zeit der Berichterstattung 15 im Heeresdienste standen. Für den verstorbene» Lazarus Kläu-Frankfurt ist Lehrer Simon Unna- Frankfurt in das Kuratorium gewählt worden. Wien. -Die Blätter vndffentlichen einen Aufruf - jüdischer No tadeln unter Führung der Oesterr.- I sr. Union, welche chie Berechtigung des Jüdischen Nationalrates leugnen, da sie sich nur als Deutsche jüdischen Glaubens fühlen- Die Union habe beim Staatsrat einen. PrvtHt eingelegt. Der Jüd. Nationalrat versendet eine Fqistellung, daß er nur die sich zum Mischen Volke bekennenden JWen vertritt. - . Kien. Dr. A lfred Stern hat nur wenigeWochrn seinen Rücktritt als Präsident der AUltnsgemeinbe überlebt. Er hat ein Alter von 87 Jahren erreicht. Prag. Eine Abordnung deS Jüdischen; NattonalrateS, bestehend aus dem Präsidenten Dr. Singer urch dem Sekretär Dr. Gold stein, erschien beim MlffMMisibenwn Kramarsch wegen der Judenexzesse in Hvlleschau und der in den umliegenden Städten drohenden Gefahr. . Dtt. Ministerpräsident erwiderte, daß die tschechoslowakische Regürung fosärt"eingeschritten sei/ als sie "Kenntnis von den Vorfällen erhielt und daß sie mit aller Energie sorgen werde, daß sich dieselben nicht wiederholen würden. Jaffa. Als im Jahre 4917 die Bevölkerung au» Jaffa evakuiert wurde, wurden die Thorarollen den Kolonisten in Petach Tikwah zur Aufbewahrung gegeben. Nach der Rückkehr der Bewohner von Jaffa sind sie nun in feierlichem Zug in die Stadt zurückgebracht worden. An der Nordgrenze von Tel-Awiw war ein Triumphbogen errichtet und Äle Häuser prangten in üppigstem Blumenschmuck. Die Mitglieder der zionistischen Kommission und der Militärgouverneur wohnten den Feierlichkeiten bei. Der Chacham Baschi hielt eine begeistert hebräische Ansprache. Frankfurter Berichte. Chauukafeier. Das Krankenhaus der israelit. Gemeinde vereinigte die bei ihm. liegenden jüdischen Soldaten und die Schwesternschaft zu einer Chauukafeier. Rabb. Dr. . Nobel hielt die Ansprache. Tie Soldaten wurden mit Geschenken bedacht. - Tie. Chauukafeier des Mädchen Horts erösfnete die Vorsitzende des Vereins mit einigen liebevollen Worten an die Kinder, in denen sie erwähnte, daß der Vorstand gerade in diesen freudearmen Tagen den Kindern einige frohe Stunden verschaffen wollte. Sie gedachte in-ihrer Ansprache in anerkennenden Worten der bisherigen Leiterin, die aus Gesundheitsrücksichten zurückgetreten wär, und sprach der neuen Leiterin das Vertrauen des Vorstands sowie den" freundlichen Helferinnen den Tunk aus. An - hübsch und einladend gedeckten Tischen wurde .dann die muntere Kinderschar mit Tee und Kuchen bewirtet. Aufführungen,. Teklamatton und Gesang der Schülerinnen erregten den lebhaften Beifall der sichtlich interessierten Zuhörer. Nach dem Anzünden der Chanukalichter und dem Gesang des Mvaus zur wurde jedem «Kinde ein kleines Gesenk überreüht. Die'Kleinen aber bereiteten den anwesenden Vorstandsmitgliedern eine hübsche Ueberraschung durch niedliche selbst angefertigte .Gegenstände. MiSrachi-Jugeudgruppe. ■- Anmeldungen als Mitglieder sind an Bo rüste in,. Fischerfelbstr. l, Anmeldungen zur Teilnahme an Kursen An Dr. Rabin, Wittelsbacher Allee 132 (Römer 7407), bezw. an Goitein, Rückertstr. 48, bezw. an Frl. Krämer (nach Unterlindau 21) zü richten. Es sei noch einmal auf Heu Missilas-Jeschvrim-Kurs jeden SamStag, 31/» Uhr, aufmerksam gemacht. Zionistische Bereinig«»«. In der Mitgliederversammlung wurden die Wahlen znnr 15. Delegierten tag,'welcher vom 25.-27. Dezember in Berlin stattfinbet, vorgenommen. Es wurden als Delegierte gewählt: Direktor Fritz Sondheimer, Max Wolf, JakobWolff und Dr. Rabin und als Ersatz-Delegierte: Grete Krämer, Martin Levigarb, David Hamburger -und Martha Wolfs. Im Anschluß, hieran wurde aus der Versammlung der Wunsch laut, daß die gewählten Delegierten zu der Tagesordnung des Delegiertentages zunächst Stellung nehmen möchten. Jakob Wolf legte Wert darauf, daß auf dem Delegiertentag die Einrichtung von jüdischen Volksgenleinden in Deutschland anstatt der bisherigen Kultusgemeinden eine eingehende Erörterung erfahren, da bei der Trennung von Staat und Kirche die'Gefahr besteht, baß die Gemeinden nicht wie bisher ihre Tätigkeit ausüben könnten und ein langsamer Verfall leicht eintreten könne. Hierdurch würde auch das jüdisch-nationale Leben stark beeinflußt. Und es bestünde auch die 'Möglichkeit, daß durch eine solche Bildung diesen Volksgemeinden die Steuerberechtigung erhalten bliebe. Wetter bezeichnet es der Redner als eine Hauptaufgabe des Delegiertentages, sich stärker als noch bisher mit der Palästinafrage zu beschäftigen. Direktor Fritz Sondheimer ist der Ansicht, daß die Palästinafrage das A und O des ganzen Delegiertentages bilden müsse. Die Jntereffennahme an Palästina sei die Pflicht jedes Zionisten, und man müsse daher alles daran setzen, daß Palästina den Juden auf dem Friedenskongresse zugesichert und. zurückgegeben werde. Der Redner verbreitete sich dannj auch Wer die De z e n t r a l i - satio n der zionistischen Bewegung in Deutschland. Auch hier müsse mit kleinen Variattonen die Parole „Los von Berlin" sein. Die Leitung in Berlin müsse viel mehr als bisher auch die Meinung der Zionisten in der Provinz berücksichtigen und diese viel mehr zur Arbeit heranziehcn, als vas bisher geschehen sei. Max Mols schloß sich den 'Ausführungen im ganzen an und betonte, daß man heute noch nicht sich an die Fragen des Delegiertentages binden könne, solange man die Ausführungen ans demselben noch nicht kenne. Dr. Rabin legte das Hauptgewicht seiner 'Ausführungen auf die Besiedelung Palästinas und forderte die Evolution der deutschen Juden znm national-jüdischen Programm. Es dürfte da bei der Leitung in Berlin keinerlei Schwankungen geben, namentlich soweit es den geplanten Kongreß der deutschen Juden betreffe; halbe Programme wären nur schädlich. Alsdann ging der Redner auf den doch wohl kurz nach' dem Friedrnsschluß zusammentretenden allgemeinen zionistischen,Kongreß ein und forderte, daß man sich heute schon mit den Aufgaben dieses Kongresses bei der Leitung und auch in den Ortsgruppen beschäftige. An diese Ausführungen schloß sich dann noch eine eingehende Diskussion. Klein« Notizen. Die Ortsgruppe des Jud. Frauenbundes; veranstaltet an. den folgenden-Samstagen: 14., 21. und 28.; Dez.,,nachm. 3-AhH LaUgestr.''30, 2.Stock/ Borträge Wer Nr. 48 Wahlrecht nnd Wah-lpflicht der Frau)mit--därauf folgender freier Aussprache. Der Zweck der^Beranstäl» ■hing ist, die int Erwerb stehenden Frauen und Mädchen, über ihre staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten auf-- zuklären. Stimme« ««» dem Leserkreise. Kurz v«r Toresschluß. Nur noch wenige Minuten steht bas'Tor einer neuen Aera offen, um die noch Dranßenstehenden hereinzulässen. In einigen Tagen )vird — wenn nicht alle Zeichen trügen — vor dem Forum der Welt manifesttert werden: „Palästina den Juden!" , . ■; Fast scheint es, als ob die gemordeten. Lembxrger Juden nicht umsonst gestorben sind. Den Tod so vieler Seelen bedurfte es, um bisher geleugnete Erkenntnisse zu offenbaren. Der letzte Dampfer, der . die noch immer Säumenden abholen will, ist in See gestochen. Den Weitsichtigen unter uns war es längst klar, daß die- Ostjuden von den sie beherrschenden Potenzen nichts Gutes zu erwarten hatten, daß es nur eine Möglichkeit gäbe, die armen, gewaltsam niedergehaltenen Menschen zu befreien, starke und'stolze Thorajuden zu machen: die Gnindung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte auf dem durch eine große Vergangenheit geheiligten Boden' herbeiznführen. Freilich, den westeuropäischen Juden in ihrer Mehrzahl, denen ging es gut. Die Assimilation selbst der Frömmsten war bereits so weit vorgeschritten, daß die Forderung nach nationaler Arbeit in Bezug auf. das Mische Volk konsequent negiert wurde. Unsere Agndaß Jisroel war-— das erkennen wir heute, mit erschrecklicher Deutlichkeit — in ihrem hervorstechend-- sten Momente der Zusammenschluß separättstischer Orthodoxen. FW das jüdische Volk wurde keine positive Arbeit geleistet. Die Gesamtheitsaufgaben wurden entweder unter falschen Gesichtspunkten betrachtet, ober vernachlässigt. Und jetzt, wo sich der politische Aspekt für uns Juden — ohne unser Zutun — verschoben hat, — die Ägudäß Jisroel will keinerlei Konsequenzen daraus , ziehen. Die thoratreue Jugend aber, die — wenn es sein muß — auch ohne Zustimmung ihrer bisherigen Führer handelt, sie nimmt bas Heft in die Hand! ~ " Ihr Alten schüttelt den Kopf- Es. hilft Euch nichts. Die thoratreue Jugend läßt noch zur rechten Zeit das. Schiss vom Stapel! . - Ernst Bürnch, Leipzig. ' *■ Zur Lage der Mische« Jngendvewegnng. Innerhalb der jüdischen Jugendbewegung^ Deutschlands geht schon seit langem eine Diskussion vor sich zwischen dem traditionell' gesinnten Teil und den Atraditronellen. In den Mittelpunkt gestellt wurde dieser Kampf vqn neuem durch die Ausführungen Walter Moses' auf dem Jugendtag. . . ' Bor allen Dingen ist es erforderlich,, die Voraussetzungen jedes einzelnen für seinen Standpunkt, die Triebrichttmg 'zu kennen, die zu eben diesem Standpunkt Met- Mren muß. Und gerade dieses Einfühlen der einen in die Seele der anderen fehlt so ganz, und die Diskussion ist daher so unfruchtbär. Gerade hier, wo es sich um letzte Entscheidungen handelt, ist unzulänglich das Mittel des logischen, des rationell, des auf Beweis gestellten Wortkampses mir dem Ziele, den Gegner zu überzeugen. Vielmehr müssen wir versuchen, die letzten Triebe unseres Gegners zu erfassen, irgendwie zu den Quellen seines S o s e i n s hinabzusteigen. -Und wir finden — natürlich nur bei solchen Menschen, die ihrem Inneren gemäß leben —: Das Erlebnis der Tradition bezw. das' Fehlen dieses Erlebnisses macht den" Menschen gerade zu - diesen Menschen mit seinen Anschauungen. Denn nur der kann ja wahrhaft mit der Tradition leben, der sie erlebt hat, der sie als seiner' eben lebenden- Seele adaequat Mit oder der so mit seinem Gott verbunden ist und so in,ihm lebt, daß auch das, was nicht der Ausdruck seiner Seele i st, zum Ausdruck seiner Seele wirb kraft dieses in Gott Menden Gefühls. Dieses. Erlebnis kann sich (muß nicht) in dem aus« ivirken, der in einem Milieu ausgewachsen ist, das ganz von diesem Geist der inneren Verbundenheit erfüllt war; oder auch in dem, der durch äußeres Erlebnis, seltenerer Fall, zum Einswerben mit der Tradition gerissen wird. Darum finden wir ja auch unter den deutschen Juden nur so wenige die Tradition Lebende weil Erlebende. So ist es denn klar, daß viele von denen, die ein wahrhaftes Leben führen (von der Menge der Indifferenten, derer, die sich ihrer Lebensführung nicht bewußt sind, selbstverständlich abgesehen) nicht im Sinne der Traditton leben. Hat ja die Masse der deutschen Juden nicht jenes Erlebnis gehabt, ist nicht in diesem Milieu aufgewachseii. Tie also nicht gemäß der Traditton leben, sie können nicht anders; — doch sie zeigen dadurch, daß sie, Mischern Blute entsprossen. Jüdisches, wollen. Misch arbeiten und wirken,' daß sie volle Juden sind. Wissen wir denn überhaupt, wie sich die M. Kultur entwickelt hätte, , hätte sie weiter bestehen können? Wissen wir, wie bie'Form und der-Inhalt der Synthese zwischen Jüdischem und dem von außen Kommenden beschaffen ge^ wesen wäre, hätte ein jW. Volk in freiem Leben Me Stoffe,' die sich därböten, gestalten können. Me Probleme, die auftauchten, in seiner Art lösen können? Aber , gleichviel: Die Mehrzahl von uns, die verwebt und verstrickt ist in die Welt.um uns, sie leidet unter dieser Diskrepanz zwischen JWischem und nicht Jüdischem, und die Lösung dieser Diskrepanz ist ihr höchste Aufgabe, letztes Ziel. Tenn M das, mit dem wir leben, gibt uns eine solche Fülle von Gedanken, stellt uris eine, solche Menge, Fragen, die'wir nicht lösen können nur ktaft jüd. Wissens, zu deren Lösung vielmehr wir greisen inüssen ' zur Literatur, zur Philosophie , der Völker, unter -denenwir- 'leben, und sp kommt es, daß wie Max Brod von sich im-

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