Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1918-12-13 · Heft 48 (13.12.1918) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 48 (13.12.1918)
Date
1918-12-13
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2692297-2693075-2693123--10536-2705881
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

» t Sette 2. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Nr. 4ö. K. F’ ' r„ iMni,|)Ea,JS^4cn; HHL iHechen,H HM^--GLattM,.iwAr.. Delüschlgno, ^egenWer M^kr' ftWisH, w«l ^utschlund alschas - Äild dkS'ANtisemitisnms gilt, als die Burg der 'BVÄtion, die in ihrei: gesämteuAtnwsphäre .und; DenttilWt eirüs ^er WWen Bollwerke des. Ami-: Iümüsnms "in der Welt darstellte. Dem isenen. früen Deutsckfland gegenüber wird . das! Judentum) . ruich eiüe neue sympachische und freundschaftliche -Stellung einnHmen Vnnen. Die an sich ja zweifLUosvorHandene starke Verbundenheit weiter Kreise ' des. Judentums mit der deutschen Kultur wird Ie^terst sich frei äußern nnd ocuswirven können, und sv Ist zu .Hoffen, daß. die' Splyülung, die bisher zwischen dem Judentum der Welt und Deutsch- - land.bestand, nunmehr ein Ende haben wird,- imb daß Kvischen bent neuen Deutschland und dem Judentum, sich ein Verhältnis der Empathie und .Freundschaft schr bald entwickeln wird. 7.; Im Gesamtaspelt betrachtet bleutet die Ne- -volution in Deutschland Heu ZusmnmerLruch des ^zweiten .großen Bollwerks des internationalen An- '.itiseinitisMus, der muh dem Sturze der rjh'sischen -Revolution in dm Preußischen Reaktion noch vorhanden war. Der Sieg des' demoÄatischen Gedankens' in Deutschland bedeutet auch einen bedeutsamen Forffchritt in der Entwicklung des Juden- . tums zur internationalen Anerkennung..als gleich- , berechtigtes Glied der Völkergemeinschaft, und so hat yrit dem deutschen Judentum das gesamte jüdi- . Iche Voll allen Grund, die deutsche Revolution aus . das freudigste zu begrüßen , und zu hoffen und zu "wünschen, daß e§ dem deutschen Volke gelingen, moge^ die neue gewaltige Umgestaltung seines, inne- ' ren Lebens friärlich und richig nild mit voller Kraft durchznführen. . Der Misrachi i« ervster Stunde. Die-Zeit' der theoretischen Auseinandersetzungen, ob man. sich dem Zionismus, bezw.-denr Misrachi «äs religiöser Jude «mschließen Bann, sollte heute vorbei sein. Heute darf sich Lin Jude, der nicht gleichgültig der Zukunft .des Judentums-gegenübersteht, ausschlietzen, an txx;: WiedergÄurt des jüdischen Volkes im Lande Erez . Äppel-milzuarbeiten, .und da dabei dem Misrachi in An» ', -HWacht dessen, daß. die . Mehrheit des, ILdisihen Volks «ms s-Migiöfen Juden besteht, eine wichtige Rolle zufällt,' »mll ich in kurzen' Worten wiederholen, was ich bereits in unseren. Schweizer Misrachigruppen ausführte. - Bei .der Gründung' der Misrachi-Welt-Organisatton im Fahre lÄÖ2 wurde der Zweck verfolgt, die thora- ., treuen Juden für den Zionisnnls zu gewinnen, und auf der Preßburger Konferenz 1904. wiäde die Verwirklichung des Basler Programms auf der Grundlage dS überlieferten Judentums als Programm der Misrachisten festgesetzt. Uns ist der ,Iall Jisroel"-Gedanke heilig, und wir werden nie die Hand dazu bieten, die Juden in zwei Lager zu spalten; wir weichen stets auf der Warte stehen, . daß man uns nicht iy zwei Lager keile. Auf der Fahne des kMisrachi steht: „Erez Jisroel l'Am Jisroel al Pt . ümrich Jisroel IDas jüdische Land dem jüdischen Volk - im Geiste der jüdischen Lehre!)" Ich betonte zum Schlüsse meiner Rede noch,, daß die Misrachi - Organisation eine Brücke zwischen der Agudaß-Jisroel und den Zionisten . billen könne. . Nim stehen wir am .Wendepunkt einer neuen Zeitepoche.. Nach den vielen Leiden, die das.jüdische Volk während des Krieges durchgemacht hat Uno heute noch in erschreiknder Weise durtHnachen muß, sind alle zu ' der Einsicht gekommen, daß die Lösung der Judenfrage — sei es in den Gobisländern,. sei es. in Er^-Jisrvel — - nur geschehen kann, wenn das jüdische Volk sein Geschick selbst in die Hand nimmt, üin gdeint dazustehen und sich , zu erkämpfen, daß seine Stimme bei einer Friedens-Konferenz Gehör findet. Heute die Mitarbeit von Vorbehalten und Forderungen abhängig zu machen, wäre Verrat am jüdischen Volk, denn dasselbe hat jetzt die Probe seiner Lebensfähigkeit abzulegen und zu zeigen, ob es . reif ist, getreu sein« geschichtlichen Värgangenheit als jüdisch^ . Voll toicker auftuleben und Erez JÜroel zu einem jüdischen L«mb'zu gestalten. Die Forderung des Tagesmuß .daher sein, daß jüdische Massenansiedelungen in Palästina erstehen. Kommen dierelißiSsenElemente 'in Massen dorthin, so werden sie dort eine jüdische Atmosphäre im Geiste der Thora ' schassen .und neue Generationen in diesem Geiste hevanbkwen. Etwas'anderes gibt es nicht! Es wäre Selbstbetrug, sich vorspiegeln zw wollen, wir müffen erst Versicherungen für die Erhaltungdes Religions-Gesetzes dorten erhalten. — Wie sich der Misrachi zum. Wiederaufbau Palästinas stellt, kann folgender Fall «ms der ' Px«ixis zur Richtschnur dienen: Im Jahre 1902 verbreitete sich' pEtzlich die Nachricht, daß die Zentralleitung in Ären - mit der Pforte Wegendes Ankaufs von Palästina '.in Unterhandlung stände. Man muß sich die Aufregung, die. diese Nachrüht in sämllichen zionistischen Meisen, be- , sonders in denen Rußlands, hervorrief, vorstellen. Nun sollte Gelb aufgebracht werden, um diesen Plan in die Tat uniz»cketzen; der junge Misrachi glaubte, hier «m erster Sülle arbeiten zu sollen und hiell es für seine hei- - ligste Pflicht, Bei diesem Weüke vorangehen zu müssen. Damals vevöffenllichte Rabbinev Reinesf. Ai stzinen,bekannknrMjsMs.r^Lemvele Zion" in'ib'em »er mit Worten Höchster Begeisterung und innigster -Liebe dazuausfordcrtc- 'die" nötigen Mittel fürden Mikauf von Palästina auszu- > bringen. <'• o..-: ‘ ■ i Mr wissen heute, «S war ein 'schöner Traum; jedoch! heute ' sehen - wir' uns' vor der nahen Verwirklichung unse- ' res Ideals.! Der Misrachi sieht daher «äs seine hei- - ligste Aufgabe an, die religiösen Juden in der ganzen; Wölt «mzuspornen undsie zur Mitarbeit für Erez Jisroel" zu, gewinnen. Dich Programm der Zionisten, die Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte in - Palästina^ ist nicht mehr das Programm '.einer Partei, sondern das des ganzen jüdischen Volkes, welches die Pflicht hat, sich zur Erreichung dieses Zieles pi vereinigen. Wir wiederholen bei dieser Gelegenheit, bas was wir seir Gründung des.Misrachi nicht zw wieder-' . hokn müde gewvrden sind, nämlich: Wir erblicken - nach wie vor in der Einigung des gesamten jüdischen Volkes und seiner Konzentration auf eigenem Boven die einzige Rettung , aus aller äußerer Bedrängnis und allen inneren Nöten. Deshalb dürfen wir als thoratreue Zstcken nicht länger untätig verharren. Wir sind der Widerstände -uns wohl bewusst, die dem .Einigungswerke in unserem Sinne sich entgegenstellen, aber wir vertr«men bei unserer Arbeit auf die llnvergänglichkeit des jüdischen St«lmmes, auf die ewige Dauer und die unzerstörbareunbesiegbare Araft seines göttlichen Gesetzes.^ . : Nun ein Wort Wer die AgUdaß Jisroel: wir wissen all den hohen Wert, der in der Zusammenfassung der thoratreuen Juden zur gemeinsamen Arbeit liegt, zu schätzen, und wir bedauern es, daß 1914 infolge des Kriegsausbruches die. konstituierende Konferenz nicht hat stäüfinben können. Wenn nun ein kleines Häuflein sich für berufen hält, im Namen der Welt-Organisation der Agüdaß Jsroel Mtionen zu unternehmen, wozu jegliches Mandat der religiösen Massen fehlte, so muß dagegen Verwahrung .eingelegt werden. Ich will auf die Mionen, die während des Krieges namentlich in Polen, unternommen wurden und Schiffbruch erlttten,.nicht eingehen. Folgendes sei aber, ausgesprochen: Wenn die Grenzen des Ostens geöffnet werden »md wir die Führer der religiösen Massen werden hören kömren, dann wird es ihrerseits das erste sein, sich des Forhes der westeuropäischen Mhrerschast zu befreien und selbst das Geschick ihres Volles' in die Hand zu nehmen. Konsequenter Weise werden sie bei der jetzigen Weltlage bazukommen, sich dem Misrachi anzuschließen, um mit diesem gemeinsam der wichtigste Faktor im jüdischen Volksganzen zu werden. Denn ,im Programm der 'Atzuda sind nur einige Punkte des Misrachi enthalten. Unsere religiösen Massen werden sich in dieser ernsten Stunde nicht dafür hergeben- Extravaganzen mitznmachen, die dem Bolksganzen' schaden. Deshalb darf man es ruhig aussprechen: Die Zukunft gehört' dem Misrachi. Wir sehen bereits/ baß dem Misrachi täglich neue Anhänger erstehen, besonders iw Amerika, England, Polen und zräetzt auch in Deutschland. Wie es mit dem Misrachi in Rußlcmd steht, tvissen wir nicht, well uns die Informationen sehlew, aber es besteht gar kein Zweifel, daß auch dort, nw lebendiges Judentmn pulsiert, der Misrachi-Gedanke an Boden gewinnt. Im Osten kennt man das jichische Schrifttum und weiß, daß die Besiedelung Palästinas die größte MiKva der Tanroh ist. Bon diesen Juden wird sich kaum einer der Pflicht entziehen, in diesem Moment sein Mes für die Erreichung Palästinas herzugeben und dort Kulturträger des Gottesgedankens zu werden. - Unsere Großen «rller Zeiten sehnten diesen Moment herbei. Heil uns, daß Nur ihn erleben. Nutzen wir die Zeit, indem wir uns als Gdttesvvll bewähren! A. I! Ronr, Zürich. . Beweg«»ge« t« der Orthodoxie. Arnold Merzbach schreibt in der „Jüü. Presse" in einem Arttkl „Der Weg zur tvahren Agubas Jisroel": T«mn kam der Krieg . . . Was sich wesensgleich fühlte, schloß sich zusammen. "So entstand überall das nationale Sellstbewußtsein. Seinen Ausdruck fand es im Sellstbestimmungsrecht der Völler, im Schutz der nationalen Minderheiten. Ter Moment v für die Selbstbestimmung «mch des Thorajudentums tvar da. Er verstrich. Der Führer, der die' göttliche Sprache der Weltgeschichte ins menschliche Denken hätte übersetzen können, fehlte. Durch kraftvolle Unterstreichung unseres BolKtums in ihrer Innennick Außenpolitik hätte die Agudas Jisroel, als die berufene Vertreterin des -Thanrojudentums und seiner Gesamtheitsaufgaben, uns wieder die großen zeitlichen und räumlichen Zusammenhängeunseres Volkslebens in Erinnerung rufen sollen. Sie zog es vor, statt solcher Ewigkitspolittk deutsche Staatspvlittk zw treiben. Und der Selbstbesinnungsprvzeß der Orthodoxie unterblieb. ... Und nun sieht die Agudas Jisroel vor dem polittschen Bankerott — und vor dem Friedenskongreß. Uns «wer fällt der Schleier von den Egen. Wir gewahren, baß auch draußen jüdisches Leben pulsiert, und daß der Karren der Orthodoxie stecken geblieben ist:> Palästina, von jeher imser Sehnsüchtsziel, liegt scharf nmrissen vor unserem geistigen AUge, — aber die Wege dorthin sind uns mit polittschen Barrikaden verrammelt. - Unseren. Brüdern im Osten, denen wir die soziale und geistige Freiheit .hätten. bringen sollen, haben wir uns entfremdet. Sie fallen dem Fanatismus blindwütender Massen anheim. Eine Rettung ans .der Sackgasse ist nur. möglich, wenn die deutsche Orthodoxie die Orientterung zur räumlichen nick zettliche» Dimension des jMschen BoWlebens wiederfindet. Jene, indem sie sich als Glied der Gesamtheit begreift, und indem der.. Gedanke der Volkseinheit und der Verantwortung oller; fttr alle erweckt wird. Diese aber, indem die Herbeiführung der Zeit de? Messias als Endziel unseres VolksdaseinS erkannt wird.. Diesen..Geist ins Thaurojudentum einzuwurzeln, sei die zukünftige Msgäbe ber.Agudas Jisroel. Er' wird uns . von den Schäodn des Thauro im Derech Erez-Zeitalt'ers heilen: Der^Nätip/' nale'Wille wird unsere jüdische Eigenart rein und -unverfälscht erhalten. Und das Hinstreben -zum., messianischen Ideal wird, als unerschöpfliehe^,Kraftquelle desjüdischen ' Seins, unser religiös^' Pflichtenleben-.vertiefen und-verinnerlichen. * ‘ - - Der Erkenntnis folge die Tat. Ans dem Gedanken ,. der Volkseinheit und gegenseitigen Verantwortung resultiert' die Forderung nach nationaler Autonomie für die Länder jüdischer Massensiedelung und völliger bürgerlicher Gleichberechttgung für die Juden aller Länder. Und ist die messianische Epoche die Erfüllung unseres Volksberufes, so müssen «mch wir die Rückgabe Palästinas an tnrs jüdische Voll verlangen; denn nur die Luft von Erez Jisroel führt uns auf diejenige Höhe sittlicher und religioser Reinheit, die das Erscheinen des Messias bringt. Daher möge die Agudas Jisroel diese Forderungen übernehmen und sie in Gemeinschaft "mit den anderen auf das gleich? Ziel hinarbeitenden Organisationen vor der Völkerkonferenz pertreten. ' Noch aber hat sich. die Notwendigkeit!- solchen Geistes und solcher Forderungen im Thaurojudentum nicht durchgerungen. Nur die Jugend hat sie, wohl wieder instinktiv, sich angeeignet. - ■ Wann wird es tagen?" ‘7 - ♦ ' ". Eine von der Frankfwrter Misrachijngend-- gruppe veranstalkte Versammlung zeigte in dem Ernst und der Begeisterung ihrer Redner sowie' in ihrem Verlauf, wie tief weite Kreise der jüdischen Orthodoxie Deutsch- 7 lands von den Geschehnissen der Zeit aufgewühlt 'worden sind. Mit der krittklosen Hinnahme der jüdisch-polttischen Anschauungen der bisherigen, führenden Persönlichkeiten Ist es . vorbei. Besonders die Jugend, empfindet mit der ihreigenen ganzen Unmittelbarkeit die Schwere der Verantwortung, die die Zeit gebietet,, und sucht deshalb selbstständig klar zu werden über ihr Verhältnis zur» jüdischen Gesamtheit, zum Klall Jisroel.;. .Die Orthodoxie hatte sich in den letzten fimszig Jahren immer mehr auf sich zurückgezogen, immer loser waren die Fäden gew.orden, die sie. mit der Gesamtheit verbanden^ und das Brudergefühl zu Klall Jisroel ward ihr so allmählich zu einem inhaltsleeren Begriff. Doch das Brudergefühl ist jetzt durch die gewaltigen A-mboßschläge der Zeit aus der Urtiefe der Seele wie ein heißer Quell zum Durchbruch gekommen. Nicht bei allen. Da gibt es welche, die in einer Zeit leben, die war. Da gibt es welche, in deren behaglich warmem Heime hinter geschützten Fensterläden nichts vernommert wurde und wird von den Stürmen draußen. Aber.-,es rüttelt an immer mehr Türen und Fen-. stern, und immer lleiner wird, der Kreis der in der Zufriedenheit mit, d« eigenen Lebensgestaltnng Unbesorgkn. „Die Welt -draußen entspricht nicht euren Idealen,- lebt deshalb in den vier Ecken eurer Häuslichkeit euren Idealen, damit sie nicht beschmutzt oder geraubt werden!" Diesem Grundsatz stellen sich jetzt die Jungen einen ande-. ren gegenüber: „Ideale, betättgt im geschützten Kreis, sind wie Treibhauspflanzen, Kpaft und eine segenspendende Fülle von Früchten wirb ihnen nur, wenn sie draußen sich von den widerstreitenden Mementen umwben lassen." So wagt es denn die orthodoxe Jugend der Stimme ihres Brudergesühls zu folgen, ohne zu fürchten, dadurch" die ihr hellige Tradition des Judentüms, das Ideal ihres Lebens, zu gefährden, im Gegenteil, sie ist überzeugt,' so ihrem Judentume sichere Bürgschaften für die Erhaltung und überdies noch Verbreitung zu geben,- . Das. Brüdergefühl fordert Verbundensein mit dem jüdischen Volksganzen, dem heute in dem einstmaligen Lande . seines freien Volkstums.' wieder ein freies.Volkstum winkt. Golusleck »md Golusnyt, jedes Blatt unsrer Golus-Ge? schichte erzählt davon. Die willkürliche Abhängigkett unseres Geschicks von unserer Außenwelt sie ist nie geringer geworden. Ob man, wie jetzt in Polen, blühende jüdische Gemeinden in Trümmerhaufen verwandelt, oder ob man in einer ganz anders gearteten Gedanken- und Sittenwell' die Eigenheit unserer Gedanken »md Sitten bedroht, es ist dasselbe, — und größere Gefahren «lls diese gibt es auch für »mser Thorajudentum nicht. Nur ein enges Zusammen-, stehen aller gewährt »ms Jicken die Möglichkeit, selber Herr unseres Geschickes zu; werben. Gegenüber diesem Ziele sind die Kämpfe, die der reine Nationalismus den Thoratreuen bringen kann, ein Kinderspiel. . - Diese Erknntnis ringt sich durch. Das zeigte, sich - ailS den Worten «rller Misrachi-Redner der Frankfurter Versammlung : sie war der Grundtenor der Redner Dr. R a din, Tr. Michael, Erich Fromm. Mer auch der 'der jüdischen Volksbewegung abwartend und prüfend gegeitüberstehenbe und-sie damtt ihrem Schicksal überlassende Aguba-Redner Joseph B.amberger verriet trotz seiner Vorbehalte, wie weit die WÄlen dieser Erkenntnis bereits vorgebrunaen sind. - - . Und in Wirklichkeit! Ter -größte Teil der Agudas Mitglieder steht heute bereits auf dem Boden des Misrachi. Bis auf die Frankfurter Ortsgruppe sind, wenn wir recht-informiert sind, heute wohl so ziemlich alle Ortsgruppen Teutschlands für ein nationales Programm gewonnen, und außerhalb Deutschlands' gibt es »rur vereinzelte Ortsgruppen. Tie Frankfurter Ortsgruppe aber sucht nach einer Form, bei dem sie dem Frankfurter Trennungsprinzip nicht. untreu wird. : Der Bernichtrmgsseldzug gegen die Jv-eu Polens. Dokumente be-r polnischen Freiheit. Zwei polnische Dokumente werden der Wiener 7,Mbeiterztg/ , in beglaubigter Abschrift zur Verfügungge-- stellt, bis wir in Uebersetzung veröffentlichen: . ':

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.