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Neue jüdische Presse · 1918-11-22 · Heft 45 (22.11.1918) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 45 (22.11.1918)
Date
1918-11-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 45. Frankfurter Israelitisches Familienblarr. Seite 5. vis Aussicht auf «inen baldigen Friedensschluss und auf die damit in greifbare N&he gerückte Demobilisierung des deutschen Heeres stellt nicht nur das deutsche Wirtschaftsleben im allgemeinen, sondern auch die jüdische Gesamtheit ▼or riesengrosse Aufgaben. Der grösste Teil der deutschen Juden ist nun einmal in den kaufmännischen Berufen tätig, und die aus dem Kriege heimkehrenden kaufmännischen Angestellten werden, ungeachtet-aller auf Berufs-Umschichtung gerichteten Bemühungen, geswungen sein, zunächst jedenfalls innerhalb ihres Berufes wiederum Stellung zu suchen. Diejenigen unter ihnen, die den Sabbath heiligen, sind dabei in besonders schwieriger Lage und bedürfen der kräftigen Mithilfe nicht nur ihrer Gesinnungsgenossen, sondern all derer, die Von der entscheidenden Bedeutung der Sabbathheiligung für den Bestand des Judentums durchdrungen sind. Der Unterzeichnete Verein, der bekanntlich neben einer rom „Kaiserlichen Aufsichtsamt für Privatversieherung“ an. erkannten, nach modernen Grundsätzen eingerichteten Yer- Sicherung gegen Stellenlosigkeit seit Jahrzehnten mit steigendem Erfolge eine kaufmännische Stellenvermittlung für eabbäthtreue Handlungsgehilfen und -Gehilfinnen betreibt, wendet sich im Hinblick auf die nahenden Friedensaufgaben an alle einsichtigen Glaubensgenossen mit der Bitte um krüftJge-Mitarbeit und Förderung. Die Mitarbeit kann darin bestehen, dass uns von jedem neu ■ gegründeten, oder zu gründenden kaufmännischen Betriebe, der am Sabbath geschlossen hält, oder der seinen Angestellten —• allen oder einzelnen — die Sabbathheiligung zu gestatten bereit ist, schleunig Mitteilung gemacht wird. Auch werden Babbinen und sonstige angesehene Persönlichkeiten von religiöser Gesinnung vielfach dahin wirken können, dass sabbathtrene Mitarbeiter in grosseren Geschäften unter Freigabe des Sabbath« im Einzelfalle .angenommen werden. .Wir bedürfen aber auch der finanziellen Förderung. Unsere Versicherungskasse ist sowohl hinsichtlich der Hohe ihrer Leistungen, wie ihrer Reserven naturgemäss auf Geldbeträge aufgebant, die infolge des Krieses und der gewaltigen Geldentwertung heute ganz unzulänglich sind. Wir bedürfen dringend grosserer Zuwendungen, um 1. unsereReservefonds möglichst rasch derart zu erhöhen, dass das Aufsichtsamt die zeitgemässe Steigerune der Leistungen von Uk 60.— monatlich auf mindestens Mk. 180 — monatlich gestattet, .2. nicht nur den bisher bei uns gegen Stellenlosigkeit versicherten, sondern allen au Um Kriege helmkehrenden sibbathtreuen kaufmännischen Angestellten die Wohltat unserer Einrichtungen zugute kommen zu lassen, auch wenn sie jetzt erst der Versicherung sich anschliessen. ls handelt sich hier nicht im Unterstützungen im landläufigen Sinne, sondern um sozialpolitische Massnahmen von wahrhaft modernen und doch nrjüdischem Charakter, die zu fördern gewiss weite Kreise als Ehren Pflicht .betrachten werden. Beiträge erbeten an Postscheckkonto No. Sät der Frankfurter Kreditanstalt, Frankfurt am Main, Frankfurt a. M., November 1918. Isr. StellenfermlUlüngs- und TersIeherungsTereln (Isr. Stellenvermittlungscentrale). Der Vorstand: Jacob Roseuhelm, I. Vors. J. Besthoff, II. Vors. J. Sulzbach Sam. Well Herrn. Kander Max Tannenbaum Dr. N E. WeUl Jos. Wolf. Der Verwaltungsrat: Jos. Wohlfahrt, I. Vors., Frankfurt a. M„ Jacob Stranss, II. Von., Frankfurt a. M., Max Bav. Goldschmidt, Frankfurt a. M , Emil Isaak, Frankfurt a. M„ Nathan Sondheimer, Frankfurt a. M, Dr. Ed. Biberfeld, Berlin, Moritz A. Loeb, Berlin, Jao. Blumenfeld, Leipzig, Jnatizrat Dr. E. Fränkel, München, Aron Kober, Breslau, Korn.-Rat Georg Marx, Königsberg, Bankier Max Meyer, Nürnberg, M» L. Munk, Köln a. Rh., H. Wollheim, Posen. Etablierter Kaufmann, Witwer, 47 Jahre alt, acböne Erscheinung, 200 000 Vermögen mit 2 Töchtern, 8 and 12 Jahre, herrliche Einrichtung. will mit vermögender, herzensguter, gebildeter womöglich musikalischer Dame zwecks Heirat in Verbindung treten. Auch Einheirat angenehm, evtl, mit junger Witwe ohne Anhang. Ort Nebensache Gr fl. Angeb. nnt A. E 1829 an Rudolf Mosse, Erfurt e beten. Fassonieren 5 von Damen-Hüten in. 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