Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1918-11-15 · Heft 44 (15.11.1918) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 44 (15.11.1918)
Date
1918-11-15
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2692297-2693075-2693119--10508-2705849
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite 2 ergriff keiner mehr das Wort. Professor Dr. Ehrmann, welcher sich bei dieser Gelegenheit als theoretischer Nationaljude bekannte, und Dr. von' Schwarz-Killer rieten beschwichtigend von übereilten Schritten gegen einen so Hervorragenden Mann, der absolut korrekt gehandelt hat,' ab. Mit einem Male tat man so, als ob nichts.geschehen wäre, und stimmte nicht einmal ab. Präsident Dr. Alfred Stern, der Gewaltige der jüd. 'Gemeinde, ist zurückgetreten, da er der Ueberzeugüng sei, daß der dem Vorstande zur Beschlußfassung vorliegende Antrag einer Legitimierung des vor einigen Tagen konstituierten „Jüdischen Nationalrates für Deutsch- Oesterreich" beibehalten würde. Er mißbillige insbesondere die Bestrebungen des' Jüdischen Nationalrates hinsichtlich der Schaffung eines besonderen Katasters, den er für die Judenschast Wiens und Deutsch-Oesterreichs als in hohem Grade verderblich ansehe. Prag. ' 8«r jüdischen Lage Jüdischnationale Soldatenräte haben sich in Prag, Theresienstadt, Olmütz und Brünn gebildet. Die Staatsumwälzung hat sich mit bewundernswürdiger . Ruhe und Disziplin vollzogen. Bisher sind keine. Ausschreitungen gegen Juden vorgekommen. Geringfügige Uebergrifst untecgeorbneter Organe, die dem Jüdischen Nationalrat gemeldet wurden, konnten im Einvernehmen mit den führenden Mitgliedern des neuen Staats abgestellt werden. (So namentlich in der Behandlung der galizischen Flüchtlinge, deren Lage sich allerdings ziemlich schwierig gestaltet, da es an Transportmitteln fehlt.) Es ist zu hoffen, daß es den tschechischen Führern, die den besten Willen bekunden, auch weiterhin gelingen wird, die antisemitischen Regungen des Volkes selbst im Zaume zu hcklstn- Der nationckflüdischen Bewegung bringen die meisten Führer viel Verständnis' und Sympathie entgegen. Unter, den Juden gewinnt diese Bewegung von Tag zu Tag an Einfluß. Sämtliche Kultusgemeinden Mährens haben das jüdischnationale Programm angenommen. Der Jüdische Nationalrat ist trotz seines kaum lltägigen Bestehens in weitesten Kreisen des jüdischen Volkes die populärste Institution. Lemberg. Jüdische Vertretung 1» der »kratstsche« viegiernng. Massendemonstration. Der ukrainische Nationalrat richtete an die zionistische Parteileitung in Lemberg die Aufforderung, Vertreter der jüdischen nationalen Minderheit in die zu schaffende Regierung des ukrainischen Staates zu senden. . Hier fand eine gewaltige'jüdische Massendemonstration statt. Me jüdischen und viele christlichen- Geschäfte waren gesperrt. Vsthr als 30,000 Juden aller Schattierungen, beteiligten sich an den Versammlungen und am Umzug und nahmen mit stürmischer Begeisterung die nationaljüdische Resolutionan. : Rutzlaud. Aufheb«ug der jüdische« Gleichberechtiguus iu der Dou-Aepublik. - Das Jüdische Korrespondenbüro in Bern berichtet: Wie die Petrograd«: Zeitungen berichten, hat das neue Reich der Donkosaken die jüdische Gleichberechtigung aufgehoben und die alten Beschränkungen aus der Zeit Nikolais wieder hergestellt- Pole«. Judenpogrome. Das Jüdische Korrespondenbüro in Bern berichtet: Wie „Nowh Dzstnnik" meldet, haben am 28. Oktober '.in Krvsiw und Biecz (Galizien) Judenpogrome stattgefunden, an denen Studenten Und'polnische Legionäre teil- »ochmen.. Polizei schritt nichjt ein. VÄe jüdische Läden wurden ausgeplündert. Ziorttstische Nachrichten. Rom. DieJtalienischeZionistische Organisation wählte Felix Ravenna zum Präsidenten und Dante Lattes, Herausgeber der Zeitschrift „Israel", zum Sekretär. Aus ver Miörachi-Beweguug. Muucke«. Am 10. November fand sich eine Anzahl terren und Damen int Heim des „Blau-Weiß" ein, zwecks ründung einer „Misrachi-Gruppe". Privatdozent Dr Adolf Fraenkel hielt ein Referat über Zweck und Ziele des Misrachi, worauf eine größere Zahl der Anwesenden sich in die aufgelegte Liste einzeichneten. Die Vorstandschaft bilden Justizrat Dr. Emil'Fraenkel, Jos. Adler und B. Stx.inlauf. Frankfurt a. M. I» der MiSrachi-Ortsgruppe sprach Student Fritz G vite in über die Ziele des Misrachi. . Redner führte u. a. aus: Die Aufgaben des Misrachi bestehen in der geistigen Vorbereitung der Judenheit für die Neubesiebelung Palästinas im Geiste der jüdischen Tradition.' Die Jugendgruppen sollen eine Vertiefung iu dcS jüdische Schrifttum aller Zeiten ermöglichen. Es ist weiter die Aufgabe des Misrachi in West-Europa, der Jugend das Bewußtsein der jüdischen Gemeinschaft beizubringen, indem die Literatur der Ostjuden der Jugend näher gebracht wird, ferner die Kenntnisse alles dessen zu vermitteln, was mit Erez Jisroel zusanpnenhängt. Besonders wichtig ist es, den wahre» jüdischen religiösen Geist zu pflegen, indem die Jugend sich selbst in Treue zur jüdischen T«ü»ition «zieht und dab« aber auch sich mit der jüdischen Morcckphllosophie (Musserliteratur) vertraut, macht, um mit gmyem Herzen und ganzem Sinn, im Judentum zu Wen. Treue für die Thorch .für das' Volk als tzäitze frankfurter Israelitisches Famitienblatt. - untrennbare Volksgemeinschaft und Streben nach dem Land der Väter muß die Losung des Misrachi sein. , ' Dem Vortrag schloß sich eine Aussprache an, die in der nächsten Versammlung fortgesetzt wird. '' Persoxatte« x. lltine Mttteilxxge». Berlin. Geh. Regiernngsrat Professor Dr. Max P e r l b a ch, früher Abteilungsdirektor an der Kgl. Bibliothek» beging den 70- Geburtstag und Prof: Dr. Ferdinand Karewski, Direktor der chir. Abt. d. Jüd. Krankenhauses, den 60. Geburtstag. Stuttgart. Rabbiner Dr. Stössel, em Zögling der Preßburger Jeschiwah, beging den 70. Geburtstag. -Breslau. Am 10. Nov. feierte Ravb. Dr Ferdinand Rosenthal seinen 80. Geburtstag. Geboren zu Kenese in Ungarn, war er ein Schüler des Maram Schick, des Kesaw Sauser und Israel Hildesheimers. Bon 1867—87 wirkte er in Beuthcn und seitdem ist er als Nachfolger des Landrabbiners Gedalje Tiktin Rabbiner in Breslau. Bon Dr. R.'s Schriften seien genannt: eine kritische Bearbeitung mittelalterlicher Tkonaus, Herausgabe der Responsen im Sefer Hajoschor des R. Jakob Tam, eine Abhandlung über D'emes omru (in der Festschrift für seinen Lehrer Jsr. Hildesheimer); „Die Erlasse Julius Cäsars zugunsten der Juden",; „Das Sikarikongesetz"; „Das l. Makkabäerbuch"; „4. apokryphische Bücher aus dem Zeitalter R. Asibas"; „Anmerkungen zum 4. Bande von Grätz' „Geschichte der Juden", den er in neuer Auflage herausgab, sowie (gemeinsam mit M. Braun) das Gedenkbuch für D. Kaufmann. Halberstuvt Der Verein ..Jsr. Heim Neweh Menuchoh" gewährte im letzten Berichtsjahre acht älteren Leuten ein Heim. Er hat für M. 38.000 das Nachbargebäude hinzugekaust, das vier Dreizimmerwohnungen und drei Vierzimmerwohnungen enthält. Wie«. Viktor Adler, der Führer der österreichischen Sozialdemokratie, ein hochgesinnter und hpchbegabter Mann, ist verschieden. Hamburg. Wenige Stunden, nachdem der Soldatenrat das' Verwaltungsgebäude der Hamburg-Ämerika-Linie zu seinem Hauptquartier umgewandelt hat, ist Aldert Ballin, der Generaldirektor dieser Gesellschaft, plötzlich gestorben. Dieser geniale Mann, der aus den kleinsten Anfängen begann und zuletzt über ein Unternehmen von 180 Millionen Kapital verfügte, ist — nur 61 Jahre alt — als ein gebrochener Mann, als ein Opstr des furchtbaren Krieges, dessen Gegner er war, gestorben. Prag. Der neu gebildete jüdische Nationalrat (Präsidium: Dr. Ludwig Singer, Karl Fischl und Dr. Max Drod) überreichte dem Nationalausschuß des tschechoslovakischen Staates die Forderungen des jüdischen Volkes in dem neuen Staatswesen. Prag. Die Stadtverordneten beschlossen, daß die galizischen Flüchtlinge, da sie .Kettenhandel und Lebensmittclwucher treiben", abzuschieben seien. Die Stadtverordneten von Prag scheinen auch noch nicht den Geist der Zeit begriffen zu haben, sonst würden sie sich schämen, die Demagogie des Antisemitismus zu gebrauchen. Schäden bekämpft map wahrlich nicht, indem man einen Teil der Bevölkerung zum Sündenbock macht und den anderen Teil sie dafür desto ungehinderter üben läßt. Drohobhez (Galizien». M. L i f s ch ü tz spendete eine Million Kronen dem Verein zur Rettung verlassener jüd. Kinder Galiziens und der Buwwina in Wien. Rom. Dr. R. S e g r 6, ein bekannter Schriftsteller und Journalist, verschied im Alter von 82 Jahren. RewAork. Der Bericht, daß dst Polen die jüdischen Versammlungen verboten haben, in welchen die Juden das Selbstbestimmnngsrecht für das jüdische Volk fordern wolllen, hat unter den Juden der Bereinigten Staaten die heftigste Erregung hervorgerufen. Die jüdische Presse protestiert gegen den Versuch der Polen, die jüdische Nation in Polen, die 3 Millionen zählt, zu vergewaltigen und richtet an Wilson den Appell, an die Pole» die ernste Warnung zu richten, ihre Befreiung nicht mit der Unterdrückung der in ihrem Lande lebenden nationalen Minderheiten, zu verbinden. Frankfurter Berichte. Personalien. - Dem im 16. Lebensjahre verstorbenen Dagobert P e i ch e r t seien einige Worte gewidmet. Seine geistigen Fähigkeiten und seine ausgeprägte künstlerische Veranlagung, verbunden mit Reinheit der Gesinnung und Stärke des Willens, berechtigten zu den besten Hoffnungen auf diesen Werdenden. Er war medakdek bemizwaus; so sei erwähnt, daß er. seine Taschengeld für Werke der Nächstenliebe zu verwenden pflegte. Mögen die Erinnerung an die Vorzüge, die dieser jungen Menschenknospe eigen waren, seinen tiefgebeugten Eltern ein Trost sein. Zionistische Vereinigung. ' - Am Donnexstag begann im "Zionistischen. Heim, Unterlindau 21, Herr Jacob Wolfs einen Zyklus von Vorträgen über das Thema: „In wieweit entspricht die al.tisraelitische Stautsperfassung modernen Grundsätzen", / - Redner gab einen kurzen Ueberblick Über die gesamten Gebiete ' der israelitischen Staatsverfassung und widerlegte Nr.44* die nach seiner Auffassung irrige Annahme, daß die jüdische Staatsverfassung eine rein theokratische gewesen sei.' Er zeigte, daß die jüdische Staatsverfassung eine rein demokratische gewesen sei, daß im umfassendsten und weitesten Sinne eine Kvlksherrschaft im besten Sinne des Wortes bestand. Und daß die Nationen heute noch viel aus dieser Verfassung lernen könnten. Eins' der wichtigsten und einschneidensten Gesetze dieser Staatsverfassung sei gewesen „Ehukkoh achas tijeh lochem lwelager hagor (Einerlei Gesetz sei für euch wie für den Fremdling), wie sehr habe dst Judenheit gerade! rrnter dem Fehlen eines solchen Gesetzes im Galuth gelitten. Eingehend besprach dann auch noch der Redner die spätere Einrichtung des Königtums Und die Rechte und Pflichten des Königs, um am Schlüsse zu zeigen, wie gerade das Mbweichen von der demokratischen Staatsverfassung den Verfall des Reichs einleitete. In seinem nächsten Vortrag beabsichtigt der Redner die Ehe- und Priestergesetze zu behandeln. ®ie das Heim bis lauf den letzten Platz füllende Zuhörerschaft folgte. mit großem und lebhaftem Interesse. An der Aussprache beteiligten sich hauptsächlich Levigärd, Student Goitein und Dr. Rabin. Der letzte Redner wandte sich gegen die Auffassung des Referenten über die Theokratie, da er meinte, daß in der Tat man -bei dem jüdischen Staat nur von einer theokratische» Auffassung ausgehen könnte, worauf noch einmal der Referent in seinem Schlußwort eingehend zurückkam. letMm. E Fraxzefxtz. Erzählung aus der böhmischen Jubengasse von L. Kompert. (Fortsetzung.) . T>w starken Frau stand diesmal, und nicht bloß sinnbildlich, der Verstand still. Eine Verwirrung befiel fie> ein Durcheinanderwogen der verschiedenartigsten Gedanken, wie sie die sonst so Iare Frau nie gekannt hatte. Das aber fühlte sie trotz dem allem heraus, daß sie mit der Nähterin sich .Ausreden" müsse, daß alle Rücksichten auf „Standesunterschied" vor der eisernen Notwendigkeit weichen müßten, — und dazu drängte sie nicht etwa der klügelnde Verstand, der oft irre geht, sondern ihr einfaches Bewußtsein alH Mutter eines Kindes. "„Hör mich an, mein gut Kind", sagte sie mit.einem Male, ohne jeden vermittelnden Uebergang, „mit dir muß ich xs&en, ich bin „extra" darum zu dir hergekvmmen. So und so steht es mit mir." Und nun erzählte die reiche Frau in einem Tone, als wenn sie mit „ihresgleichen" spräche, vom Anfang bis zmn Ende, alles, was ihr Herz bedrückte. Sie verschwieg nicht den kleinsten Umstand, und bemäntelte auch nicht, Ivelche Worte sie in ihrem mütterlichen Unwillen gegen Bärele gebraucht; wie sie ihm seinen Geiz gegen sie, b'ie Nähterin nämlich, vorgerückt, wie sie ihn fast fortgetrieben, damit .« ihr den Zins wieder zurückerstatte. Er sei damit fortgegangen, freilich erst gegen Abend, aber als er gekommen, habe er seinen Entschluß erklärt, nach Prag zu gehen,, um sich da im „Einkäufen" zu üben. Sie habe sich dagegen nicht gestemmt, habe im Gegenteil freudig zugestimmt und ihm „ungezählt" Geld mitgegeben, sie wisse gar nicht wst viel. Das Geld mache lihr keine Sorge, wohl aber Bärele, der noch nicht zurückgekehrt sei. Sie sehe so viel, daß sein Ausbleiben nicht natürlich sei, ein Brief sei auch nicht eingetrofstn, — vb er ihr vielleicht nicht gestanden, was er vorhabe; denn etwas werde ffie doch wissen . . „ wenigstens komme es ihr so vor. . Bei diesen Worten zuckte das Mädchen zusammen, und als Hindel dies bemerkte und sie hestig ftagte: „Weißt du vielleicht mehr als ich?" da bedeckte sie mit beiden Härchen das Gesicht und fing an bitterlich zn weinen. Darob war Hindel erst recht erschrocken. - „Um. Giottcs tvustn, -Lisi", schrie sie und faßte sie bei der Hand, „ich sckh' wie auf glühenden -Kohlen. Was lveißt du von ihm?"; Dü sanken.dst Hände des' Mädchens langsam herab; ihr Antlitz war trancnüberströmt. Sie vermochte lange nicht zu Worte zu kommen. Dann begann auch sie zu erzählen; erst abgebrochen und stockend, dann immer geläufiger. Auch sie verschwieg nichts, aber sie hielt sich doch nur an die Hauptsache. In ihrem Munde nahm die ganze „Geschichte" eine ganz andere Form und Gestalt an, Bäreles Verfahren, gegen sie am Zinstage erschien in einem anderen Lichte; ob in einem milderen, wagte Hindel noch nichtzu entschÄden. Uber schon, daß es nicht Geiz und Knickerei gewesen war, was sie an ihm so gerügt hatte, befriedigte sie nicht wenig. Das Mädchen verschwieg auch nicht, wie Bärele ihr am Haust in der Nacht aufgelauert und was' da zwischen beiden vorgegangrn war; aber sie tat es schonend für Bärele. Sich selbst klagte sie mit bittern Worten an, daß sie ihmsv schonungslos entgegengetreten war. . er habe, nur das einzige verlangt, daß sie den „Spieler" zurücknehme, und nun sei das Unglück geschehen. »Mas für ein Unglück?" rief Kindel nur'schwer atmend. Lisi konnte vor Schluchzen nicht sprechen. > „Madame Kindel", rief sie endlich, „sehen Sir denn nicht ein, wozu Ihr Bärele nach Prag gegangen ist?" „Nein", sagte diese stockend. »Mas meinst du, Lisi?" „Er ist nach Prag spielen gegangen", flüsterte, vv» Hindel abgewandt» das Mädchen. ' „Spielen!" rief die arme Hindel ganz vernichtet, ,cha sei Gott vor!" , ‘ I Eine lange, minutenlange Weile trat nun eilt.- Nur das leist Schluchzen des Mädchens war in dem kleinen Raume hörbar. Hindel selbst,, das starkmutige Weib, verrang mit übermenschl^er Anstrengung den Eindruck des. soeben Gehörst». Vielleicht hätte sie Häger getan, der armen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.