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Neue jüdische Presse · 1918-09-13 · Heft 36 (13.9.1918) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 36 (13.9.1918)
Date
1918-09-13
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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flt. 36. Drei Geschenke. Don I. L. Perez. Bor alten Zeiten, vor vielen .Menschenaltern starb einmal irgendwo ein Jude. Es ist doch nichts Ungewöhnliches, daß einer stirbt: ewig leben kann man nicht! Also man tut alles, was Rechtens ist und bestattet ihn in einem jüdischen Grabe.. Kaum ist das. Grab zugeschüttet, — sein 'Sohn spricht noch den Kädbisch, — als die Seele hinaufsliegt zu ihrem Richter vor den himmlischen Gerichtshof. ... Und wie sie dort oben ankommt, hängt bereits vor dem Richtertische die Wage, auf der man die guten Werke und die Sünden abwägt. . Es erscheint auch der Fürsprech, der gewesene Gute Trieb des Verstorbenen, mit einem schneeweißen Beutel in der Hand und stellt sich bei der rechten Wagschale hin. Und dann kommt der Anklägey/ der gewesene Böse Trieb, mit einem schmutzigen Beutel in der Hand, und tritt vor die linke Wagschale. . . { Im schneeweißen Beutel sind die guten Werke, im schmutzigen die bösen Werke des Verstorbenen. Der Fürsprech beginnt seinen Beutel in die rechte Wagschale auszuschütten hind die guten Werke duften wie Spezereien und leuchten wie die Sterne des Himmels. Und der Ankläger schüttet aus dem schmutzigen Beutel die Sünden in die linke Wagschale hinein: — sie/ sind schwarz wie Kohle und ' riechen wie brennendes Pech. Und..die arme Seele steht da nnd sieht zu: sie ahnte gar nicht, daß es einen solchen Unterschied zwischen Gut und Böse gibt: dort unten hatte sie diese-nicht recht auseinandergehalten und gar oft miteinander verwechselt. Die beiden Wagschalen beginnen, sich zu heben' und zn senken; bald steigt die rechte in die Höhe und bald! die linke ... - Und das Zünglein an der Wage zittert und schwankt bald nach rechts und bald nach links. . . . Doch immer nur um eines Haares Breite; der Vertorbene ist eben ein ganz gewöhnlicher.Mensch gewesen, ohne große Verdienste und auch ohne große Vergehen. Tie guten Werk« und die bösen Werke sind winzig und unbedeutend wie Stäubchen, wie Sandkörnchen. Man kann ie kaum mit. dem Auge erkennen. , Doch selbst ein Brunnen läßt sich erschöpfen, und beide Beutel sind schließlich leer. „Fertig?" fragt!» er Vater des Gerichts, der ein Engel unterj>en Engeln ist. Der Gute Trieb und der Böse Trieb kehren ihre Beutel heraus: sie sind wirklich ganz leer! Und der Gerichtsdiener geht zur Wage, um zu verkünden, wo das Zürolein stehen geblieben ist, rechts oder links. Und er schaut lange hin und sieht etwas, was er noch niemals gesehen hat, seit die Welt besteht. ,Mas schaust du so lange?" fragt der Vater des Gerichts. „Gleich . . ." spricht der Diener ganz verstört: „Das Zünglein steht »enau in der Mitte! ..." Die guten Werke wiegen nämlich genau so viel wie die bösen. . „Genau in der Mitte?" frragt wieder der Vater des Gerichts. Und der Diener beugt sich noch einmal zum Zünglein und sagt: > «Ganz genau!" Der Gerichtshof hält Rat und verkündet folgendes Urteil: „Da die Sünden nicht überwiegen, wirb die Seele vom Gehinom befreit; da aber, andererseits, auch die guten Werke nicht überwiegen, können sich vor ihr die Tore des Paradieses nicht austun . . . Darum soll die Seele heimatlos bleiben . . . Sie soll in der Mtte zwischen Himmel und Erde schweben, bis der Herr sich ihrer erinnert und sie in Gnaden aufnimmt."; Und der Gerichtsdiener führt die Seele hinaus. Die Seele weint und beklagt ihr Geschick. ,Mas weinst du so?" fragte sie der Diener; „Wenn dir auch die Freuden des Paradieses versagt sind, so wirst du dafür von den Martern und Qualen der »Hölle nichts zu kosten bekommen!" Doch die Seele ist untröstlich: „Die grausamsten Qualen der Hölle sind noch immer besser als nichts? Nichts — 'ist das Schrecklichste!" Ter Gerichtsdiener hat Miüeid mit ihr und gibt ihr einen Rat: ' „Fliege, du Seele, hinab und halte dich in der Nähe der lebendigen Welt aus . . . „Schaue nicht zum Himmel empor . . . Denn waS kannst du von ihm sehen, wenn du nur von unten hinaufschaust? Doch nichts als Sterne . . . Und die Sterne sind strahlende, doch kalte Geschöpfe, sie kennen kein Mitleid, sie werden sich für dich nicht verwenden und werden Gott an dich nicht erinnern. . . . „Nur die Gerechten des Paradieses können für dich ein Wort einlegen. , „Schwebet als», Seele," fährt der Diener fort, „in der Nähe der lebendigen Welt und siehe zu, wie man da lebt und was man treibt. Und wenn du etwas findest, was außergewöhnlich schön und gut ist, so.erhasche es und fliege damit hinauf: es soll ein Geschenk für die Gerechten im Paradiese sein. Und mit diesem Geschenke in. der Hand sollst du an der Himmelspforte anÜopfeni und dich beim Engel, der die Pforte .bewacht, melden Und chm sagen, daß ich es dir besohlen habe! ... „Und wenn du drei Geschenke hinaufgebracht hast, so kannst du sicher sein, daß sich vor Prr die >Torrr des Paradieses, auftun ... Die Gerechten werben es für dich erwirken... Und am Throne der Göttlichen Majestät zieht man die Seelen, die sich das Paradies erkämpft haben, solchen Seelen vor, oie schon als Gerechte in,die Welt gekommen sind ..." Und mit dies«! -Worten schiebt der Gerichtsdiener die Seele sanft um> mitleidsvoll zur Himmelstüre hinaus. 9kun schwebt die; arme Seele ganz tief über der lebendigen Welt und sucht Geschenke für die Gerechten Frankfurter Israelitisches Kamikendiatc. im Paradiese. Und sie fliegt über Dörfern nnd Städten und allen Orten, wo nur Menschen-wohnen. Sie fliegt in der sengenden Glut zwischen den Sonnenstrahlen, und in der Regenzeit.— zwischen den Regentropfen; im Herbst — zwischen den silbernen Herbstfäden, und im Winter zwischen den Schneeflocken, die langsam niedersallen ... Und sie' schaut, und schaut sich die Augen ans . . . . Und.wo sie einem Juden begegnet, eilt sie auf ilju zn nnd blickt ihm in die Augen, ov er nicht gerade im Begriff ist, einen Märtyrertod zn erleiden und damit den Name» des. höchsten Gottes zn heiligen. Und wo des Nachts aus einem Spalt im Fensterladen ein Lichtstrahldringt, so ist auch die Seele gleich da nnd schaut hinein, ob in der hellen Stube nicht Gottes duftende Blumen, verborgene gute Werke blühen. Doch faßt immer prallt sie vor den Fenstern wie vor den Augen zurück, erschrocken und zitternd . . . Und es vergehen Jahre,' und Geschlechter lösen einander ab, und die Seele verfällt allmählich in tiefsten Trübsinn. Aus den Städten sind inzwischen Friedhöfe geworden und aus den Friedhöfen Accker; Wälder sind vom Boden verschwunden, und die Steine am Wasser sind zu Sand zerfallen. Ströme haben ihr Bett gewechselt. Tausende Sterne sind vom Himmel gefallen, und Millionen Seelen sind in den Himmel geflogen, — nnd der ■ Herr hat sich der armen irrenden Seele immer noch nicht erinnert, und sie hat noch immer nichts äußere gewöhnlich Gutes und Schönes finden können . . . Und die Seele deilkt sich: „Tie Welt ist so arm, und die Atenschen sind so gewöhnlich; grau sind ihre Seelen- und nichtig ihre Werke . . . Wie kann ich bei ihnen etwas Außergewöhnliches finden? Ich bin . wohl für immer verstoßen nnd werde niemals eine Heimat im Himmel finden." ■. Und wie sie so. denkt, schlägt ihr plötzlich eine grelle Flamme entgegen: mitten in der finsteren /Nacht lodert ein rotes Feuer . . . Die Seele sieht hin: die Flamme dringt aus einem hohen Fenster . . . Räuber haben das Haus eines reichen Mannes überfallen, freche Räuber mit Larven vor den Gesichtern. Der eine hält eine brennende Fackel in der Hand und leuchtet den.andern. Ein zweiter steht vor dem Reichen, hält ihm einen blinkenden Dolch vor die Brust und sagt: „Wenn du dich nur rührst, Jude, so ist es dein Ende! Im gleichen Augenblick wird mein Dolch deine.Brust, durchbohren!" Und die übrigen brechen Kisten nnd Kasten auf und rauben, was sie nur können. Und der Reiche steht, das AMer vor der Brust, ruhig da und sieht ihnen ruhig zu . . . Kein Haar seiner Augenbrauen, die seine klaren Augen beschatten, kein Haar seines langen silberweißen Bartes erzittert ... Er kümmert sich nicht ' um sein Gut. . . . „Gott hat gegeben, Gott hat genommen, gelobt fei fein heiliger Name!" denkt er sich. „Man kommt ohne diese Dinge auf die Welt und wird, auch ohne sie begraben!" murmeln seine blassen Lippen. Und er sieht ganz ruhig zu, wie man den letztens Schrank ausbricht und Beutel mit Geld und Silber, Säckchen mit Schmuck und teuren Geräten herausnimmt, — und er schweigt. Und vielleicht verzeiht er gar den Dieben?! Doch plötzlich, als sie das allerletzte Fach erbrochen und ein kleines, tief unten, verstecktes Säckchen hcrqusgezogen haben, vergißt , sich der Mann: ein Zittern geht durär seine Glieder, seine Augen sprühen Funken, er erhebt die rechte Hand, um sich zn wehren, nnd er will aufschreien: „Rührt das nicht an!" Doch statt des Schreiens dringt ein Strahl heißen, dampfenden Blutes aus seiner Brust: der Dolch hat sein Herz durchbohrt. Und das Blut aus seinem Herzen fließt über das Keine Säckchen. Ter Greis fällt nieder, nnd dfe Räuber binden hastig das Säckchen auf: da werden sie wohl das Wertvollste, finden! Sie haben sich aber geirrt und das Blut ganz umsonst vergossen: kein Silber war darin nnd auch kein Gold; kein Schmuck- und 'keine Kostbarkeiten. Es war nichts darin, was teuer ist und einen Wert auf dieser Welt hat! Es war nur ein wenig Erde darin, Erde aus dem Heiligen Lande, -die man - dem Verstorbenen ins Grab .mitgibt. Und diese Erde wollte der Reiche vor fremden Händen und fremden Blicken retten nnd er bespritzte sie mit seinem Mut . . . Tie irrende Seele erhaschte ein Häuflein der blutdurchtränkten Erde des Heiligen Landes und meldet sich damit an des Himmels Pforte ... Und das erste Geschenk wurde angenommen. * * * „Denke daran," rief ihr der Engel nach, als er die Pforte hinter ihr wieder verschloß, „daß du noch zwei Gaben zu bringen hast!" „Gott wird mir schon helfen!" erwiderte die Seele hofsnungsfroh und flog zur Erde hinab. Doch mit der Zeit verschwand diese Freude. Es vergingen wicker viele Jahre, und sie sah nichts äußere »gewöhnlich Schönes . . . Und es kamen ihr wieder nraurige Gedanken: ,Mie eine lebendige Quelle ist der Strom der Menschheit dem göttlichen Wlllen entsprungen und er fließt immer weiter und weiter durch die Zeit. Und je weiter er fließt, um so mehr Schmutz nnd Staub nimmt er in sich auf und wird trüber und unreiner; und es wirtz immer schwieriger, in ihm ein des Himmels würdiges Geschenk zu finden. Kleiner werden die Menschen, unbedeutender ihre guten Werke, und winziger ihre Sünden; ihre Werke sind mit dem Auge kaum zu erkennen! ... „Und wenn Gott befehlen würde," denkt sich die Seck, „die guten Werke und die Sünden der ganzen Welt abzuwägen, »so würde sich das Zünglein an 'der Wage nur um eines Haares Breite rühren . . . „Auch die ganze Welt ist jetzt st> wie ich: sie kann weder in den Himmel hinauf, noch in die Hölle hinab / Sem &- und muß ewig zwischen den beiden schweben_ Und der Fürsprech und der Anlläger würden ewig streiten, wie hier das Lichte mit dem Finstern streitet, das Warme. mit dem Kalten, das Leben mit dem Tode ... „Die Welt schwankt und kann weder hinquf, noch hinab, und darum wird es ewig Trauungen und Scheidungen geben, Beschneidungsfeiern und Beerdigungen, Liebe und Haß ... In alle Ewigkeit! . . ." Trompetengeschmetter nick Hörnerklang reißen die Seck plötzlich aus ihren Gedanken . . . Sie schaut hinab und sieht eine mittelalterliche deutsche Stadt. Häuser mit seltsam verzierten Giebeln drängen sich um den Räthansplatz, nnd auf dem Platze wogt eine bnntgelleidete Menge; in den Fenstern drängt sich Kopf an Kopf; auf den -Dächern hocken Menschen, und andere sitzen rittlings auf den Balken, die aus den Mauern unterhalb der Dächer heransragen; alle Altane sind voller Zuschauer ... , Vor dem Rathause steht ein Tisch mit grünem Tischtuch, das mit goldenen Fransen und Troddeln verziert ist. Um den Tisch herum sitzen auf vergoldeten Sesseln die Ratsherren in samtenen Gewändern und Zobekmützen mit weißen Federn und diamantenen Spangen. Und in der Mtte thront der Gerichtsherr; Adlerfedern wehen von seinem Hute. Etwas abseits steht gefesselt ein Judenmädchen. Und noch etwas weiter hallen zehn Knechte ein wildes Pferd an den Zügeln fest. And der Gerichtsherr erhebt sich von seinem Sitz, um den Gerichtsbeschluß zn verkünden. Tech zuvor wendet er sich an die Menge und sagt: > „Dieses Judenmädel hat eine schwere Missetat begangen, eine Missetat, die ihr selbst Gott bei all seiner Barmherzigkeit niemals vergeben würde ... „Sie stahl sich nachts aus der Judenstadt heraus nnd ging an unserm heiligen Feste in den reinen Gassen unserer Stadt herum . „Sie entweihte mit ihren frechen Augen das AllerhÄlitzste, das IMzan in der Prozession trug. ,Mit ihren verruchten Ohren fing sie den Gesang unserer weißgekleideten, unschuldigen Kinder auf nnd die Klänge unserer Orgeln . . . Und wer weiß, ob der leibhaftige Teufel, der die Gestalt der verdammten Jüdin, der unreinen Rabbinerstochter angenommen hat, das Allerheiligste nicht auch berührt und befleckt hat? ... .Mas wollte'denn der Teufel jn dieser schönen Gestalt? Denn ich kann es nicht leugnen, sie ist schön, wie es nur eine Tenfelin geben kann: seht nur die übermüttg sttahlenden Augen unter den fromm gesenkten Lidern! Seht nur das alabasterweise. Gesicht, bas im Kerker nur etwas blasser geworden ist, aber von seinem Glanze nichts verloren hat! Seht ihre Hände, ihre schmalen Hände, durch die die Sonne hindurchscheint! . . . „Was wollte also der Teufel, der ihre Gestalt angenommen hat? Doch nur eine Christenseele fangen und von der Andacht der helligen Prozession ablenken . . . Und das ist ihm auch gelungen: „Seht nur das schöne Mädel!' rief ein Jüngling von einem unserer vornehmsten Geschlechter aus, der in der Prozession mitrttt . . . „Das war schon zu viel: die Schergen faßten sie und schleppten sie weg. Und sie wehrte sich auch gar nicht: denn die Schergen waren damals durch die Teilnahme an der heiligen Handlung von allen ihren Sünden reingewaschen, und der Böse hatte über sie keine Gewalt_ „Und so soll die Teufelin bestraft" werden: ,Man wird sie mit ihrmr langen teuflischen Zöhfen an Ken Schweif dieses wllden Pferdes anbinden . . . Und das Pferd wird sie durch alle die Gassen schleifen, die sie mit ihren Schritten entweiht hat. . . . Und ihr Blut soll alle die Steine rein waschen, die sie mit ihren Füßen befleckt hat!" . Die Menge erhob ein wildck Freudengeschrei, und als das Geschrei allmählich verstummt war, fragte man die Verurteilte, ob sie nicht einen letzten Wunsch vorzubringen hätte. - - * - „Ich habe wohl einen Wunsch," antwortete sie ruhig: „Man gebe.mir drei Nadeln!" . „Sie hat vor Schreck deij Verstand verloren!" meinte einer der Ratsherren. „Nein!" erwiderte sie gelassen. „Das ist wirllich mein letzter Wunsch und meine letzte Bitte!" Man erfüllte ihren Wünsch und gab ihr die Nadeln. „Und nun," befahl der Gerichtsherr, „bindet sie an das Pferd!" , - Die Schergen banden mit zitternden Händen die schwarzen Flechten der Rabbinerstochter an den Schweif des wilden Pferdes, das die Knechte nur mit Mühe halten konnten .... „Macht eine Gasse frei!" ruft der Gerichtsherr der Menge zu. Und die Leute drücken sich an die Mauern, und ein jeder erhebt seine Hand: die einen haben Peitschen, die anderen Stöcke nnd andere wiederum Tücher in den Händen. Und alle sind bereit, das wilde Pferd zn jagen nnd zu hetzen. Allen stockt der Wem, alle Ungen brennen, und niemand von der Menge merkt, wie die Verurteilte sich nickerbückt -und sich den Sannt ihres Kleides mit den Nabeln'an die Beine ansteckt . . . Tief bohrt sie die Nadeln in des Fleisch hinein; sie tut es, damit ihr Leib nicht entblößt werde, während das Pferd sie durch die Gassen schleifen wird . . . Nur die irrende Seele allein merkte bas ... ,Mrßt das Pfeck los! . . ." befiehlt der Gerichtsherr, und die Knechte springen zur Sette, nnd das Pferd ist frei. Im gleichen Augenblicke dringt aus jedem Munde ein wildes Geschrei, die Peitschen knallen und pfeifen, die Stöcke nnd Ruten sausen durch die Luft. Und das Pfeck rast durch den Platz, durch Gassen nick Gäßchen und ins freie Feld hincms ... , ~ Und die irrende Seele zog eine blutbefleckte Radel aus dem Fleische des Mädchens und flog mit ihr in den Himmel hinauf! „Nun fehlt nur noch ein Geschenk!" tröstete sie der Engel an der Himmelspjvrte. .* . *

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