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Neue jüdische Presse · 1918-09-06 · Heft 35 (6.9.1918) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 35 (6.9.1918)
Date
1918-09-06
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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35 Nr. 35 Frankfurter Israelitisches Familienölatt. Heile 3 es und ke wird -Arbeit Legung Lebe» m Z„- ionales iedenen einen und ic die : |o t. rtrages :el zur }c Volk um «tl* rlaitflcn Kräfte NÄiencu ■ic nach e flrojjc nt eine find in ne vollmdlage, iibereinndigkeit :ich wie U1. die mg von Aufbau i Lebens lufgabe. Weisheit, h, über abe ist, dringenwir die n. eite des jer nicht iüdischcn cethode» r Kleinuständc» jüdische g. Runrmbaueii les Einchr hoch schafft», ngeheure fordern, muß er Pfunden anz im linipiiai . mensetzt, lie führchts als Das jüfür di> -JnMuauch auf arterliegt ie vitale oenn wir t für die sale und c Judenrlannten würbe, iegshilfs- >" haben itzitatio» nen für zont bei ledeuteni s partiku :et Pro edeutunt rer Zeit in Er -e andaseid r Wartet In jedewerbe» Grund »esentlich erfüllen wlitischei ir sollte' iien de en. Di naß nich ipst sein n lokalci ls sind i> es Erfol anbenseii jweike bc trachten örtluhei und sein von löka' inkommci Scala - Licht spiele Schäfergasse 29. Scüäfergasae 29. Modernes Theater Vorführung stets neuer und hervorragender Filme des I. N. F. gewaltig heben. Mit dem Fortschreiteix unserer Organisation kann es innerhalb absehbarer Zeit gelingen, selbst das erwähnte ideale Maxinnun von Lstr. 1 per Familie und Jahr zn erreichen. Me wir gesund werde«. In jeder jüdischen Zeitschrift kehrt mit einer Regelmäßigkeit, die auf ein inneres Gesetz schließen läßt, der alte Rousseau'sche Ruf wieder: „Zurück zur 'Natur linb zur Scholle!" Wir haben die Artikel so häufig gelesen, daß wir müde der vielen.schönen Worte geworden sind,, die nur wenige Juden zu Landwirte gemacht hat. Denn das lvär des Pudels Kern, der Jude sollte bodenständig' nnd Bauer werden. Man war der Sache zu radikal auf, den Grund gegangen, gab sich nicht mit Halbheiten ab,- sondern reformierte ordentlich braus los. Ich möchte über die Erfolge der km sich ehrenwerten Versuche nicht sprechen. Bei, dem Mangel -an Mittel und der Schwierigkeit der Materie'sind sie, an sich betrachtet, recht erklecklich. Der „Verein zur Pflege der Bodenkultur unter den Juden Deutschlands" hat eine hübsche Schar gesunder, urwüchsiger Juden herangezvgen, aus ihrer Mitte und durch die ideale, Beeinflussung, welche diese Bewegung auslöste, sind manche Juden tatsächlich mit dem Boden wieder verwachsen, sind jüdische Landwirte entstanden. Aber — und hier setzt die objektive Betrachtung der Geschichte etii — während ein paar Dutzend junger Juden ziemlich ziellos aufs.freie Land hinauszogen, wanderten Tausend aus den Dörfern in die Stadt. Biele von ihnen haben in der Jugend selbst noch landwirtschaftliche Arbeiten vollbracht, viele sahen wenigstens die vorige Generation auf eigener Scholle sitzen, sahen die Eltern in und Feld (wenn auch nur neben dem eigentlichen Verdienst) sich bemühen. - . Wir wollen hier nicht alles das äuführen, was für die Uebersicdelung der Juden in die Großstädte spielt: die eigene seelische Empfindlichkeit für die städtischen Reize, die starke Verschmelzung mit dem kommerziellen Leben, das in den Millionenstädten die meisten Möglichkeiten bietet, Bildungsmöglichkeiten/ die Ostmarkenpolitik der Regierung, Antisemitismus Nnd verwandte Komplexe, dazu der Nachahmungstrieb, welcher schließlich Bewegungen in Fluß hält, die keine innerliche Notwendigkeit mehr treibt. Und die 600,000 Juden, die in der Abwanderung nach Großstädten sind, wollen wir zu Bauern machen? Nein, das will niemand. Die Großstädter sind zumeist für den Beruf eines Agrariers verloren. Nun wohnen aber heute schon ca. 75°/o der preußischen Juden in Großstädten. Eine Judenpolitik, welche die Jubeü körperlich gesund erhalten will, muß also mit. dieser Tatsache rechnen. Die Verpflanzung, einzelner von. ihnen einzeln aufs Land wäre eine. Sisyphusarbeit, da spätestens deren Kinder wieder zu einem jüdischen Zentrum vermutlich in die Stadt strömen würden. Denn das jüdische Zentrum hat cs uns angetan. Wir fliegen wie die Motten unr das' Licht, um die jüdischen Verwandten und Bekannten, aus denen wir uns bekanntlich gar nichts machen. Aber wenn Herr Cohn, der womöglich weniger verdient, im vornehmen Westen wohnt, dann will Frau Silberstein nicht ein Haus im Osten haben. Und so sehen wir überall in Berlin, Frankfurt, München usw. die magnetische Kraft, die das Beispiel einiger jüdischer Familien ausübt. - Man glaube aber nicht, daß.zu schwierige Experimente den Jnfektionskeim in sich tragen. Es muß in der Linie der jüdischen Eigenart, der eigenen Bequemlichkeit liegen, wenn die große jüdische Masse dem Beispiel folgt. Also auf deutsch einige Propheten, welche etwa, in Berlin Reklame machen für eine genossenschaftlich jüdische Bauern kolvnie, würden nicht allzuviele Anhänger finden, obwohl viele Juden als Mitglieder des Verein? für Verbreitung der Bodenkultur flir die eigene Scholle schtvärtiteit. Die Medizin, die wir geben müssen, mutz einen homöopathischen - Charakter haben, oder vielmehr ivir. müssen uns langsam einschleichen. Der Jude muß Städter und. doch Landwirt werden; er muß seinen' kleinen Stall haben nnd etwas Garten und doch für die Kinder die Schulen nnd Hochschulen, für sich das' Geschäft und für die Gattin den Komfort nnd das Vergnügen. -Diese einfache Lösung hat die jüdische Gartenstadtbcwegung, die von Berlin ausgeht, gefunden. 100 Genossenschaftler haben bereits dort je 240 Mark Beiträge gezeichnet, so daß bin kleiner Fonds gesichert ist.*) Da die Leitung sehr rührig ist, so ist der Beitritt iveiterer Genossenschaftsmitglieder zn erwarten, beider bewahrheitet sich auch in dieser Angelegenheit, daß es leichter ist. für Almosen zu sammeln, als' für eine großzügige Aktion, welche die Existenz unserer Gemeinschaft sicherstellt. Nichts kann aber unsere Eigenart besser stärken als der organisierte Zusammenschluß auf der projektierten Grundlage. Für welche deutsche Städte eine jüdische Vorstadtbewegung auch sonst eine unbedingte Notwendigkeit ist, läßt sich ohne weiteres nicht sagen. Bekanntlich herrscht eine große Furcht vor dem neuen Ghetto. Wir müssen uns aber daran gewöhnen, unsere Entscheidungen nicht nur ans dem Gesichtspunkt heraus zu treffen, was Antisemiten dazu sagen werden. Wenn wir bloß eine Religionsgemeinschaft *) Alles Nähere über die.jüdische Gartenstadtbewegung ist. durch Herrn Leo Förder, Berlin bl. 24, Monbijouplatz 12, zu erfahren. Der Beitritt resp. die Lösung emes Genossenschaftsanteiles von 240 Mark (in; Raten) ist jebent .Volksfreund bringend anzuraten. ind, so steht uns das Recht zu, uns genau so wie die Protestanten und Katholiken zu konsolidieren. Wenn wir eine Blutsgemeinschaft mit religiöser Verfassung sind, dann ist hierzu die innerliche Berechtigung erst recht gegeben, wenn Taufe, Mischehe, Kinderlosigkeit unser Sein in der Weise erschüttert und auf die Dauer in Frage stellen. Die Eartenstadtbewegung steht damit vor einer großen Aufgabe. Wenn ihre Erfüllung nicht in dem .Tempo vor sich geht, wie die Zersetzung in unserer Einheit, so ist es nicht die Schuld ihrer Führer, sondern unseres Volkes. Weite Schichten des deutschen Volkes haben in den Kriegszeiten wirtschaftliche Vorteile errungen, unter ihnen auch Juden: Bisher ist jedoch noch nichts von den reichen Juden geschehen, was als Zeichen einer Neuorientierung, einer Vvlksgesundnng ausgenommen werden kann. Glaubt man ernstlich, daß die jüdischen Kriegsteilnehmer, die invalide wurden, sich in Orten als Kolonisten ansiedeln lassen, welche zum allergrößten Teil von Nichtjuden bewohnt sind? Im Rahmen der jüdischen. Gartenstadtbewegung läßt sich /auch dieses Projekt lösen. Zusammen mit der Organisation zur Verbreitung der Bodenkultur dürfte ihrem Wirken ein weites Feld offen stehen. Der Wille der Schaffenden ist da, die Masse derer, die . Lust an der -freien Natur, an der Gesundung dxr mütterlichen Erde genommen haben, wächst täglich. Nur der technische Apparat, das unleidige Geld, mangelt noch. Ströme von Tinte müssen vergossen werden, damit unsere Nabobs erfahren, wo sie sich einen unsterblichen Namen nmchen können. Bis wir diese aber für jüdische Zwecke gewonnen haben, müssen wir anderen, muß die breite Masse die Realisierung dieser Idee betreiben. j. T-r. Felix A. Th eilhaber, * Regimentsftrtzt int Feldes Gründ««g tum jüdische« Sriegerkinderheime«. Tie Gründung von Kriegskinderheimen entspricht einem dringenden Bedürfnis. . Wir haben irr Deutschland eine große Anzahl Kinder,' deren Väter gefallen »der deren Eltern durch den Krieg in solche Not geraten sind, daß eine sachgemäße Erziehung und Versorgung solcher Kinder sehr in Frage gestellt sind. In jüd. Waisenhäusern können sie nicht Aufnahme finden, weil nach den Bestimmungen ' nur Vollwaisen ausgenommen toerden dürfen. Sind Plätze frei, werden allerdings ausnahmsweise auch Halbwaisen ausgenommen. Tie jüdischen Erziehungsanstalten mit höheren Lehrzielen können in vielen Fällen nicht in Frage kommen, weil — 1. die geistigen Anlagen -oft nicht ausreichen und weil 2. der Pensio,rsbetrag seitens der, Angehörigen nicht aufgebracht werden kann. Andererseits wäre es auch unmöglich alle hier in Frage kommenden Kinder in den bestehenden jüd. Waisenanstalten imd.anderen Instituten unterzubringen. ... Es mühten daher schnellstens zur Rettung zahlreicher jüdischer Kinderseelen, namentlich in Großstädten, auf dem Lande Erziehungsheime in Verbindung mit landwirtschaftlichen Kleinbetrieben für Kriegerkinder und auch für solche, die durch den Krieg besonders erziehungs- und versorgungsbedürftig geworden sind, ins Leben gerufen werden. In solchen Heiinen . sollen Kinder ohne oder gegen einen geringen Erziehungsbeitrag ausgenommen werden. Es gibt sehr viele Eltern und auch Kriegsmütter, die gern ihre Kinder gegen einen Betrag von 500—1000 Mark jährlich in einem solchen Heime unterbringen möchten. Zahlreiche Gesuche an Privatinstitute beweisen dieses; doch solche können wegen der Teuerung die geforderte Rücksicht nicht nehmen. Bei rationeller Bewirtschaftung dürften solche Heime mit bei Zeit aus ihren eigenen Erzeugnissen bestehen können.; Hier wäre eine hehre Aufgabe für unsere Verbände und edlen Menschenfreunde. Was wir hier tun, sind wir unserer. Jugend, unseren Kriegern und unserem Judentum schuldig. Interessenten der hoch bedeutsamen Frage können vom Unterzeichneten praktische Vorschläge und Einzelheiten über den Altbau der'von ihm gedachten Kriegskinderheimc brieflich erhalten. Erst das Ergebnis der Beratung soll veröffentlicht werden. Lehrer Adolf Rothschild-Nchim-Bremcn. Zionistische Nachrichte«. Paris. Bei dem Empfange der medizinischen Expedition der amerikanischen Zionisten, der in Anwesenheit von Vertretern aller jüdischen -Organisationen Frankreichs statrfand, hielt Baron Edmund Rothschild folgende Ansprache: .. - . „Die Anwesenheit von drei französischen Ministern bei dieser Feierlichkeit dürgt für die Hilfe Frankreichs bei der Lösung der Jndensrage in Palästina. Die medizinische Expedition wurde durch die große zionistische Bewegung organisiert, die in den letzten Jahren eine so . bedeutsame Entwicklung genommenhat. Die Hoffnung, die Israel während zwanzig Jahrhunderten aufrechthielt, steht vor ihrer Verwirklichung. Jlus diesen schrecklichen Kriegswirren wird eine jneue Welt erstehen. In das neue Gebäude, das errichtet werden soll, werden auch die Juden ihren Stein sügen. Die Universität ist das Symbol der jüdischen Bestrebungen; die in unserer Heimat Palästina freien Spielraum haben werden. Die Arbeit, die vor Israel liegt, ist nicht leicht und wird erleuchteter Führer bedürfen. Männer von Bedeutung werden nicht fehlen, und die Hilfe der großen- Persönlichkeiten, in den aflierten Ländern, auf welche die Inden rechnen dürfen, rechtfertigt die Hoffnung, daß Palästina wieder das jüdische Land werden wird." Kaffee Bnhland 5S Kaiserstrasse 56 Kaiaerstrasse 56 TSglich erstklassige. BV Unterhaltungsmusik «MI, — Gesangs-Einlagen. ■;■= ras ■ Bezitationskarse* 5 Kars Mark 35.—. — Privatstundsn. — ISTelly Ttamtoerseg- Anmeldungen Dienstags und Freitags von 3—4 Uhr. Ü8chenheimerstrasse 3. Telephon Hansa 3232. Aus alter Wett. Deutsches Reich. Berlin. Rationaljüdifcher Jugendtag. Der nativnaljüdische Jngendtag wird vom 6. bis 8. Oktober stattsinden. Das jüdische BoWheinr veranstaltet am Vorabend einen öfftntlichen Bortrcktz des Herrn Dr. Martin Buber, der über „Das Judentum und die wahre Gemeinschaft" .sprechen wird. Am Sonntag, den 6. Oktober, vormittags findet -eine große öffentliche Versammlung statt, am Nachmittag ein von der jüdischen Turnerschaft vorbereitetes Turn- und Sportfest. Der Montag und der Dienstag Vormittag sind den Verhandlungen gewidmet. In Aussicht genommen sind Referate über Fragen der «Erziehung, Berufswahl, über Jugend und Religion, Jugend nnd die hebräische Sprache,, und schließlich — vor einem internen Kreise — über Orgcmisatchnsfragen. Der nationaljüdische Jugendtag schließt mit einem Fest im Freien, das die Jugend und ihr« Gäste bei Sang nnd Spiel vereinigen wird. vesterreich-ll«sar». Antifsmitifche Ausschreitungen in Jarosluulieber schwere antisemitische Ausschreitungen in Jaroslau (Galizien) erfahren wir durch eine Interpellation! des Abg. Straucher im Abgeordnetenhaus, in der es heißt: i ' „Die allgemeinen Verpflegungsschwierigkeiten waren die Ursache von Ausschreitungen und Krawallen!, die am 19. Juni d. I. den ganzen Tag andanerten. Für uns ist es von Wichtigkeit, daß jede solche HungernotdemonstrativÄ mit einer antijüdischen Hetze verbunden ist. Am 18. Juni hat eine Frauendeputation bei dem Bezirkshauptmann wegen andauernden Brotmangeks vorgesprochen. Tie von der Besprechung zurückkehrenden Weiber riefen laut in Len Straßen: „Schuld an allem sind die Juden!" Am nächsten Tage waren die jüdischen Verkaufsbuden das Angriffsziel der enttäuschten und wütenden Menge. Jüdische Geschäfte wurden überfallen, Oefen in jüdischen Bäckereien demontiert, — wenn auch in den christlichen viel eher das Brot zn finden gewesen wäre. Tie Militärpolizei und die städtischen Sicherheitsorgane waren beschauliche Zeugen der wilden Szenen nnd man sah einzelne Funktionäre und Personen von Stand (auch solche, die ein Lehramt ausnben!) Winke irnd Weisungen geben, wo jüdisches Eigeiitum zn plündern ist. > Tie jüdische Jugend und einige beherzte Bürger organisierten eine Selbstwehr, die zusammen mit der ans Befehl des Stationskommandanten einschreitenden Militär-- abteilung den Ausschreitungen ein Ende setzte. Tie jüdische Bürgerschaft, die hier sonst ein höchst philisterhaftes Leben führt nnd sehr schwer aufzurütteln ist, wollte mit sich zu Rate gehen, wie solche Hetzen abzuwehren sind. Auf Initiative des Herrn Dr. Buchheim, des Präsidenten des zionistischen Lokalkomitees, wurde eine Bürgerversammlung auf Grund des 8 2 in die große Synagoge einberufen; sie wurde aus ganz kleinlichen, formalen Gründen von der Behörde ausgelöst." , Rumänien. Bukarest. Die Lrganisatio« der jüdisch«» Gemeinden RumüuieuS. Minister des Auswärtigen.Urion äußerte sich einein Journalisten gegenüber: „Ich -glaube nicht, daß die Regierung in der gegenwärtigen Tagung des Parlaments eine Gesetzesvorlage über die Organisation der israelitischen Kultusgememden einbringen wird. Ich habe einstmals als Kultusminister eine deratige Vorlage > ausgearbeitet, deren Notwendigkeit aber heute nicht ersichtlich ist. Die Organisatwn der Knltvsgemeinden wird aber -auch ohne das Eingreifen des Staates erfolgen, der nur die freie Religwnsübung zu verbürgen hat, was selbstverständlich ist. Ein Sondergesetz, betreffend das Eingreiftn des Staates, würde bedeuten, daß der Staat die israelitischen Schulen und ^lnstalten übernimmt, was bei..den heutigen Verhältnissen sehr schwer nnd überdies zwecklos »wäre. Die Organisation der Kultusgemeinden kann durch die israelitische Bevölkerung selber, ohne direkte Einmengung des Staates erfolgen. Ter Friedensvertrag, der die freie Errichtung nnd Existenz der israelitischen Gemeinden sichert, schließt nicht die Schaffung eines Sondergesetzes in sich. Uebrigens wird in dieser Frage wahrscheinlich Mnisterpräsident Marghiloman sein Wort sprechen." Amerika. New Aork. Aus der jüdifcheu Semeiude. Die Verwaltung der Gemeinde war zur Deckung ihres Budgets -auf die Unterstützung einer ganz engen Gruppe von Philanthropen angewiesen, wodurch sie in vollständige Abhängigkeit von'ihnen geriet. Das hat zn großen. Mißständen nnd Konflikten geführt. Nach langen Kämpftn hat die Gemeinde eine Berfassungsveränderung vorgenommen. Tie Gemeindeverwaltung wird bestrebt sein, sich mehr aus die Massen des Dolles zn stützen und auch ihre Mittel größtenteils von -diesen zn erhalten. Zu diesem Zwecke wurde beschlossen, eine' großzügige Propaganda zu

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