Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 16 (1918)
- Issue
- Heft 35 (6.9.1918)
- Date
- 1918-09-06
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2- •' Ararckfurter JsraMisches Fayrilienblatt. Nr. 35 Nr. Len Kampf tati bött Heere beS. Bruders hätte aufnehmen müssen und wurde zu Lnenr großen Volke. Also lautet die Antwort, wenn Israels Kinder sich am Rauschhaschonoh vor Gott versammeln und prüfend ihr Leben in der Vergangenheit überschauen, durchdringen sie sich mit dem Geiste dieser Antwort, bann wird der diesjährige Rauschhaschvnvh seine Wirkung an ihnen getan haben und wird ihnen dafür die Tore des Friedens und des Lebens öffnen!; Quo vadis? Johann VLzsvnyl, der Sohn des gewesenen ungarischen Ministers, veröffentlicht in der Budapester jüdischen Zeitschrift „Egyenlöseg" einen Artikel, der nachstehend mit einigen Kürzungen wiedergegeben sei. Drei Bilder ziehen hintereinander an meinem geistigen Auge vorbei, jedes Bild ein Stück Geschichte und jedes bezeichnend für seine Zeit. , Das alte Rom. Im Zirkus werden zu Ehren des Kaisers Vorträge ab gehalten. Borne auf erhöhter Tribüne sitzt düster,, übelgelaunt in seiner Loge der Kaiser, umgeben tzvn den Notabän: dem Senat,' den Rittern. Der Kaiser ist von dem «Spiele schon gelangweilt, er möchte Blut sehen, Sklavenblut. Judenblüt, weil dieses Volk, sich dem kaiserlichen Befehle widersetzend, an seinem Glauben sesthält. . Well es sich „das auserwLhlte Volk Gottes" nennt. Sie, die diickergerungenen, die kümmerlich.ihr Dasein Fristenden, die Verlassenen, GetreteneiK Wie denn? Sie, das aus» erwählte Volk? Nicht Rom,, das große, majestätische, siegreiche Rom? Sind sie vielleicht zum Leiden auserwählt? Gut denn, so mögen sie leiden. Und der Kaiser gibt Befehl, die „Rechtgläubigen" vorzuführen. „Ist ihr Gott der wahre Gott, so möge er sie beschützen!" spricht der Kaiser, schön besser gelaunt. Er lacht bereits, sein Glicht erheitert sich. Und die Märtyrer werben von den ausgehungerten Bestien zerrissen. Sie sterben sür ihren Glauben. Und während die wilden Tiere fletschend die Zähne in die Leiber der Opfer graben, verherrlichen diese, bis zn ihrem letzten Herzschlag Psalmen singend, ihren wahren ®$tt, den Ewigen. - Rußland. Moskau oder Petersburg,\ Odessa, Taskend, es ist gleichgültig, welches der Schauplatz ist. Und es ist auch gleichgültig, ob am Tage oder nachts. Pogrome gibt es immer. Der Jude wird immer geschlagen, gemartert, gemordet. Weshalb? Well er Jude ist. Well er eine Ueberzeugung, eine Religion, einen Glauben hat. Man verfolgt ihn, haßt ihn, verachtet ihn. Und er duldet, well er glaubt. Er Hält aus, well er den Herrn liebt, anbctet. UUdbetrt mit frommer Hingebung. Und wenn man ihm allesraubßsein Haus anzündet, seinem Töchter schändet, -süire FgnriEHM entreißt: man kann ihm «ckles rauben, seines KläÄdns kann man "ihn nicht beraubeü. Sein Glaube, seine Andacht, seine Frömmigkeit sind ihm' heiliger denn alles andere. Und selbst wenn das sein einziges Vermögen ausmacht, so ist er doch glücklicher, zufriedener in seinem Elend, als die vielen reichen, in Ueberfluß schwimmenden Räuber, die alles haben, nur keinen Glauben. Jener verkündet die Gerechtigkeit, die Nachsicht und die Geduld, dieser die Politik der Faust, der Gewalt, Jener glaubt und leidet dafür. Er duldet und spricht stolz: „Ascher bochar bonu mikol hoamim" (der du uns auserwähltest zum Lüden ans alben Völkern) . . . Budapest. Gegenwart. Ein eleganter, junger Mann erscheint im Rabbinat und meldet seinen Austrftt an. Er ist ein wenig befangen, errötejt ein wenig und vielleicht schämt er sich auch «n wenig, während er diese Mitteilung wacht. Me er angibt, tut erwiesen Schritt „notgedrungen und gezwungen«''. Und der Rabbiner fragt nochmals nach der Ursache: Weshalb? Hieraus antwortet er schon stotternd, daß es seiner Karriere schade, wenn er Jude bleibt, und selbst, wenn es ihm vielleicht nicht besser ergehen weide, seine Kinder würben es bestimmt besser haben, denn diese werben bereits Christen sein. Der Rabbiner entläßt ihm, und er wird ein eifriger Christ. Aber bloß seine Konfession ist eine neue, sein Glaube nicht. Sein Glaube — ist verloren gegangen. Man kann eine Konfession wechseln, einen Gtzruben niemals. Wer an den einen Gott nicht glaubt, den seine Eltern augebetet, dessen Liebe sie bereits in seine empfängllche Kinderseele gettäufelt haben, zu dem er betete, settdem er überhaupt zu sprechen vermag, wie kamt er mtt einemmal einen anderen Glauben bekommen? Glaubt er an keines von beiden? Wenn dem so ist, weshalb wechselt er die Konfession? Etwa aus Eigennutz? Ans Furcht? Weshalb? Vor kurzem hielt Paul Farkas einen Vortrag über die Psychologie des Religionswechsels. Seiner Meinung nach liegen den Austritten einerseits Opportunttät, anderseits Feigheit und drittens Radikalismus zugrunde. Es seien mir einige Bemerkungen zu diesen dreifachen Begründungen gestattet. Aus Opportunität treten diejenigen aus, die sich ihrer Religion schämen. Die in ihr Zählblatt nicht gern hineinschreiben: „Religion: isr.". Die das Wort „Jude" nach Tunlichkeit meffiat. Die den Verleumdungen der Lügner Glauben schenken oder ihnen eine gewisse Grundlage zuerkennen: Ueber die Juden werden sehr viele Verleumdungen verbreitet und sie schämen sich deshalb. Wir schämen uns nicht. Wessen Gewissen rein ist, der hat keinen Grund, sich zu fürchten, sich zu schämen. Mäßen sich jene schämen, die in perfider Weise Ligen, verleumden, denen jedes Mittel gut genug ist, um mit grundlosem, jckwch unbändigem Haß die Finsternis, die Verdummung, den Hader, die Zwietracht, den Antisemitismus zn verbreiten. Ibsen sagt: „Ueber den Antisemitismus kann ich nichts sagen, well die ganze Bewegungmir völlig unverständlich und unbegreiflich ist." Uud dennoch gibt es solche, die nicht den Mut haben, der Lüge die Wahrhejt cntgegenzustellen! Sie halten sie nicht für stark genug dazu. Wer keine Freude daran empfindet, ehrlich zu sein, der sei auch nicht ehrlich. Wer sich seiner Religion schämt und deshalb abtrünnig wird, der kann niemals ein überzeugnngsstarker Mensch sein. Wer diese Kategorie tritt gar nicht, aus Opportunität über, sondern aus Feigheit. Weil er die täglich gegen seine Konfession auswuchernden Angriffe fürchtet. .... Der größte Irrtum der Antisemiten besteht darin, daß sie die jüdische Rasse für eine einheitliche halten. Nirgends gibt es so große Unterschiede, so mächtige Scheidewände zwischen Aristokratie und Proletariern, Reichen und Kleinbürgern, wie gerade bei den Juden. Verallgemeinern darf mau natürlich auch hier nickit. Der aristokratische Jude — auch dieses soll keine Verallgemeinerung sein, sondern ist bloß eine vielfach aufttctende Erscheinung — ist nach unten hochmütig, nach oben nachgiebig, .Christen sich anbiedernd! Der lleine Jude ist arm, kämpft um seine. Existenz, ist arbeitsam, ehrlich. Der Äristottat ist konservativ, reaktionär, Kapitalist. Der lleine Jude .ist' bürgerlich-fortschrittlich, demokratisch gesinnt, Girondist. Die Mehrzahl der Sttistvkrattn schämt sich, Jude zu sein, vermeidet cs nach Möglichkeit, über Dinge zu sprechen, die auch in die leiseste Beziehung zu seiner Religion gebracht werden könnten, und ist nach dem Rezept Ludwig' Hatvanys „ständig , im Frack". Nach ihrer Meinung ist Jude sein ein Geburtsfehler. Der kleine Jude ist stolz darauf, den einig-einzigen .Gott anbeten zu können, heftet ostentativ, auffallend, wenn nötig, sogar provozierend, den gelben Fleck an seine Brust: Hierher schlagt! Hierher stecht! Jawohl, ich bin Jude! . . Der aristokratische Jude, dem das Leben alles gegeben hat, der jeder Zerstreuung, jedem Genüsse gegenüber schon abgestumpft ist, braucht eine lleine Abwechslung. Er braucht etwas, was seine schlaff gewordenen Nerven .auffrischt. Und er wechselt seine Religion. Nur so aus Launenhaftigkeit. ’ Der Wwechslung halber. Anfangs ist es ihm doch etwas neues, an Stelle des Mussafgcbetes das Credo zu setzen. Aber sein Zynismus geht noch weiter. Erst wird er ein eifriger Christ und später, allmählich nach Ablauf der Uebergaugsftist, begeisterter Antiseunt.' Als Jude war er niemals Fanatiker, aber als Antisemit ist er es vollkommen. Die größten Antisemiten sind die get'auften Ju- . d e n, die nicht daran denk», daß sie damit sich selbst ins Gesicht speien. Sie vergessen, daß der Glaube das Heiligste, Unverletzbarste ist; sie vergessen, daß wer seinen, Glaube» verleugnet, sich seiner schämt, ein abtrünniger Verräter, ein Renegat der auf zynische, großsprecherische, heuchlerische Weise sich selbst zertrümmert, seine eigene Rasse geißelt, wie der Flagellant, der zehn Gebote verletzt, die Gebote Gottes brüht, wie das unreife Kind, das gegen die eigene Mutter die Hand erhebt. Und bieten unseren Feinden neue Nahrung, die dann ausrufe» können: „Siehe, auch sie selbst!" Und sie feiern den Siegesschmaus, verkünden den Sieg des Antisemitismus: „Jeder Jude ist ein Schurke!" ' Am Vorabend des Jom-Kippur Ivan ich mit meinem Vater im Tempel in der Tabakgasse. Ms wir in den Tempel traten, ging ein Murmeln durch die Bankreihen: ,,Der Minister ist da!" Und als ich nach vorn ging, hörte ich, wie jemano bemerkte: „Ms kleiner Knabe' sang er dort oben im Chor und jetzt sitzt er da in den vordersten Bänken; er blieb treu seinem Glauben, blieb ein treuer Sohn Israels und hat es dennoch wett gebracht." Die Synagoge ist nicht der Platz für Diskussionen, ich vermochte nichts zu erwidern. Und doch hätte ich den Herrn gern dahin aufgeklärt: nicht dennoch, sondern nur so. Nur durch Ausdauer, Ehrlichkett, Treu und. Glauben. Uud damals gelobte ich: sollte mir auch kein anderes Erbe jemals zuteil werden, die Ausdauer, das Ehrgefühl, die Treue und der Glaube werden mir stets teurer bleiben, als jeder andere Besitz, jedes andere Erbe. Und wird man auch von nur einst nicht sagen: „Da kommt der.Minister!", so wird es mich glücklich machen, wenn man von .mir sagen wird: „Hier kommt ein wackerer, treuer Jude!" Israels wegen braucht man nichts zn fürchten. Wir standen schon so vielen Leiden, Entbehrungen, Verleumdungen' gegenüber, daß wir auch vor neueren 'Angriffen nicht zurückschrecken werden. Die Wirünnigen aber wer- . den unsere Kraft nicht schwächen, uns macht die Anbetung des einig-einzigen Gottes stark, einheitlich, unzerbrechlich. Das gemeinsame Gefühl, der gemeinsame Gedanke, das gemeinsame Glaubensbekenntnis und die gemeinsamen Leiden. An die Täuflinge aber kann ich nur unablässig die Frage richten: WesHilb tretet ihr über? Warum schämt ihr euch der Religion eurer Väter? Ist es etwa schöner, daß ihr eure Eltern verstohlen, im Geheimen begraben müßt, damit es nicht offenkundig werde,, daß ihr Juden wäret? Ist. die Heuchelei wirklich schöner? Der Heuchelei schämt ihr euch nicht, bloß eurer Religion! Ist das nicht .abstoßend? Weshalb geht ihr von daimeu? Wessen schämt ihr euch? Saget doch, was wollt ihr? Quo vadis? Die Reorganisation des Indische« Nationalfonds. , Bon Rabbiner M. H. Segal. Rabb. M. H. Segal-Newcastle ist kürzlich zum Mitglied der Palästina-Kommission ernannt und von Dr. Weizmann telegraphisch nach Palästina berufen worden. Aus diesem Anlaß wurden ihm von seiner Gemeinde verschiedene Ehrungen zuteil und u. a. eine Ehrengabe von Lstt. 52 überreicht, dte er dem Jüdischen Nationalst)was übermittelte. Der nachstehendevon uns gekürzt wieder- §egebene Artikel, den Rabb. Segal letztens unter obigein ätel schrieb, dürstet in diesem Augenblick auch einen weiteren Kreis interessieren und zum Nachdenken über-die zeitgemäße Ausgestaltung - der NF-Organisation anregen. Der Jüd. Nationalsvnds ist angesichts seiner Ziele berufen, eine große und ehrenvolle. Rolle in unserer nationalen Auflebnng zu spielen. Der Erwerb von'Boden in Palästina als unveräußerliches Eigentum des Volkes und die Benutzung des Zinsertrages sür nationale Zwecke wird viele vorhandene Probleme unserer Wiederaufbau-Arbeit lösen und die Entstehung neuer verhindern. Bei-Legung des Fundaments .fiir unser künftiges nationales Leben müssen wir auf der Hut sei» vor der Schaffung vo» Znstänoen, die eine Quelle der Schwäche für unser nationales Ziel und eine Ursache des Hähers unter den verschiedenen Elementen des Jischuvs werden können. Unter keinen Umständen dürfen wir die sozialen und ökonomischen Uebel h er v o r bringen, die die alte westliche Zivilisatio n gezeitigt hat. Die Nationalisierung des'Bodens und seines Zinsertrages ist anerkanntermaßen eines der wirksamsten Mittel zur Verhinderung dieser "Uebel. Indem wir das jüdische Ball durch den Nationalsvnds zum Haupt-, Wenn nicht zum alleinigen Landeigentümer in Erez Israel machen, erlange» wir die Kontrolle über die wichtigsten ökonomischen Kräfte des Landes und bekommen die Macht, die verschiedenci, Tätigkeitszweige des Jischuvs zu vereinigen, um sie nach der Richtung unserer nationalen Ziele zu leiten. Soll der I. R. F. in die Lage kommen, diese große Aufgabe durchzuführen, so muß er von mm an eine führende Stellung in der Wbeit .unserer Bewegung, pnd in der Ausiuerksamkcit .unserer Führer cinnehmen. Eine vollständige Reorganisation des Fonds auf einer Grundlage, die mit seinen Gelegenheiten und Möglichkeiten übereinstimmt,-ist nunmehr zu einer dringenden Notwendigkeit geworden. Seine Arbeit in der Zukunft wird gleich wie in der Vergangenheit zwei Hauptgebicte umfassen:^ 1. die Sammlungen sür den Fonds und 2. die Erwerbung von Land und dessen Benützung in einer Weise,;jjie zum Aufbau eines gedeihlichen und gesunden jüdischen nationalen Lebens führt. . Die zweite ist die bei weitem schwierigere Ilufgabe. Zu ihrer erfolgreichen Realisierung werden alle Weisheit, alle Kenntnisse und alle Energien ersorderlich sein, über die unsere Bewegung verfügt. Die crstere Aufgabe ist, obwohl leichter,. dennoch die unmittelbarere und dringendere. Wir müssen vorerst die Gelder sichern, ehe wir die Mittel zu ihrer zweckmäßigen Verwendung ersinnen. Mir der neuen Entwicklung der politischen Seite des Zionismus hat der gesamte zionistische Apparat bisher nicht Schritt gehalten. Dies trifft besonders fiir den Jüdischen Nationalsvnds -zu. Seine Organisation und. Methode» waren dem - begrenzten Umfang und den Nöten der Klei»- lolonisation angepaßt, die unter den früheren Zuständen allein möglich Ivar. Seine Anforderungen an das jüdische Volk waren bescheiden, seine Ambitionen kleinmütig. Nunmehr muß der I. N. F. seine Organisation umbauen und neue wirksame Methoden zur Erhöhung seines Einkommens anwenden. Er muß seine Ansprüche sehr hoch spannen und den Apparat zu ihrer Verwirllichung schasse». Die Erlösung unseres alten Väterbodens wird ungeheure Geldsummen und viele Jahre zur Verwirklichung erfordern. Soll der I.' N. F. diesch- Aufgabe erfüllen, so' muß er mit ständigen Einnahmen von Millionen von Pfunden rechnen können.- Eine solche Einnahme liegt ganz im Bereich der praktischen Möglichkeit. , Es ist nicht einzuschen, warum die 2—3, Millipne» Familien, aus denen sich das jüdische Volk zusammenseht, Schäiei VorfÜi des 1.1 Organi selbst! Familir I" mäßigk alte R zur S daß w die uu das >v und B den G sonder die Er Bei', d Mater „Berei Deütsi wüchsi die ii löste, wieder Aber schichti ziemli Taufe haben beiten ratior und i dienst ck nicht den Durchschnittsbetrag von Lstt. 1 per Familie jährlich für den I. N. F. abführen sollen. Es ist nichts als eine Frage der Organisation und des Apparates. Das jüdische Volk verausgabt jährlich viele Millionen für bk Ausrechterhaltung von religiösen uud Gemeinde-Institutionen. Warum soll es diese Freigiebigkeit nicht auch aus diese große nationale Institution ersttecken? Es mtterliegt keinem Zweifel, daß, wenn wir unserem Volke die vitale Wichtigkeit des I. N. F. vor Augen sühren, und wenn wir einen entsprechenoen lokalen und zentralen Apparat für die Wacherhaltung des Dolksinteresses für die Schicksale und Fortschritte be§ I. N. F. schaffen könnten, er in der Jubenheit innerhalb kurzer Zeit die Stellung einer anerkannter und unerläßlichen Gemeindeinstitution erhalten würbe. Unsere Erfahrungen mit dem jüdischen „Kriegshilfs fonds" und dem zionistischen „Vorbereitungsfonds" haben uns gelehrt, daß die Juden bei entsprechender Agitation geneigt sind, verhältnismäßig große Geldsummen für allgemeine jüdische Zwecke zu geben. Der Horizont des Durchschnittsjuden ist durch die letzten Ereignisse bedeuten! , erweitert wodren. Mlmählich tritt er aus dem partiku laristischen Kehillahkreis heraus. Bei fortgesetzter Propaganda und Aufllärung über die weitreichende Bedeut»»- der jüdischen Probleme kcurn .jeder Jude mit der Zeü ganz für die Dache der jüdischen Kolonisation in Ere, Israel gewonnen werden. Ein intensiver Propagandafeid zug vermittelst des geschriebenen urid gesprochenen Worts sollte durch alle Länder unternommen werden! In jedei Gemeinde sollten angesehene Komitees gebildet werbe». Diese Komitees sollten sich nach den bewährten Grundsätzen anderer Gemeindeinstitutioneu betätigen. Für einen dauernden Erfolg erscheint es wesentlich daß diese Komitees folgende zwei Bedingungen erfülle» 1. 'Die Sache des I. N. F. muß von jeder politische! Meinungsverschiedenheit ferngehalten werden. Wir sollte! bei unserem Appell an die tiefer liegenden Satten de jüdischen Gefühls und der jüdischen.Pflicht rühren. Di Sache der jüdischen Kolonisation in Erez Israel muß »ich unbü>ingt mit dem politischen Zionismus verknüpft sein 2. Diese Komitees sollten soweit als möglich einen lokale« Charakter haben; Lokalstolz und.Lokalpattiotismus sind i> jeder Gemeinde sehr stark. Wenn unsere Komitees Erfoh haben. sollen, dann müssen sie mit dem Vorbanbenseii dieser Empfindungen rechnen und sie für ihre Zwecke bc nutzen. In dem Orte muß das I. N. F.-Komitee ttachtcn ein integraler Teil des organischen Lebens der örtliche! Gemeinde zn werden. Nur dann wttd sein Erfolg und sei» Dauer gesichert werden. Die Begründung -eines derartigen Netzes, von' löka ‘ begrenzten Institutionen wird sofort das Jahreseinkommci die 1 die ei die si das bietet Regie der? Fluß t nach - das 1 Bern schon Eine crhal Verp eine einen wittd Wir Verv lann wom dann Und usw. Fam den der wem auf Rekl Ba den, Verl men hom müs und habl Sch Gat bcw noss gez« Leii noss sich Wn wel kan sier wec sich gro dar Ge sag un> Plc