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Neue jüdische Presse · 1918-04-26 · Heft 17 (26.4.1918) · p. Seite 2

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 17 (26.4.1918)
Date
1918-04-26
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Leite 2. Nr. 17. Kraulsurter Israelitisches Fainilienblatt. den, trifft natürlich in erster Reihe wieder die jüdischen Flüchtlinge. Es liegt sogar die Bernuitnng nahe, daß die ganze Anordnung nur den Zweck hat, die schon vor dem Krieg von einigen deutschen Hochschulen eingefiihrte Ostjudensperre nun in Wien durchzuführen. Die jüdischen Studenten ES Galizien, denen eine Rückkehr -aus vielfachen Gründen unmöglich ist, werden durch diese Maßregel in eine kritische Lage gebracht und auf das schwerste geschädigt. Psle«. Warschau. Die Sude» bei den Wahle« zum StaatSrat- ■ Bei den soeben erfolgten Wahlen zum polnischen Staaisrat wurden vom Warschauer Stadtrat zwei Jude», ein Assimilant und in der sechsten Kurie der Führer der Volksgruppe Noah Prilutzky, gewählt; in Lodz wurde ein Jude, der zionistische Führer Dr. Rosenblatt, gewählt. Wieviel Juden Eßerdem noch dein Staatsrat angehören werden, steht noch nicht fest. Der Staatsrat wird bekanntlich das Wahlgesetz erlassen, auf Grund dessen der erste polnische Landtag einberufen werden soll. Es ist von Bedeutung, daß in ihm wenigstens zwei nationaljüdische Politiker (Dr. Rosenblatt und N. Prilutzky) sitzen werden, zmnal es anzunehmen ist, daß im übrigen die Vertretung der jüdischen Bevölkerung im Staatsrat keinesfalls ihrer Zahl und Bedeutung entsprechen wird. Die Wahle« zum Warschauer Stadtrat. An den diesjährigen Wahlen des Präsidiums des Warschauer Stadtrats sowie der Bürgermeister der Stadt, die vor einiger Zeit stattfanden, haben die jüdischen Rats» männer zmn größten Teilkeinen Anteil genommen. In den vorhergegangenen Verhandlungen mit den polnischen Parteien waren die jüdischen Forderungen nach einer gerechten Vertretung im Präsidium des Stadtrates sowie im Magistrat von den polnischen Parteien nicht erfüllt morden. Infolgedessen beteiligten sich die Zionisten, die Volksgruppen sowie die Vereinigung der jüdischen Ratsmänner mit Ausnahme von fünf Mitgliedern nicht an den Wahlen, sondern begnügten sich mit der Abgabe eines Protestes gegen die Nichterfüllung ihrer Forderungen. Die Inden 1a der Warschauer Universttiit. Laut offizieller Statistik der Warschauer Universität waren im ersten Jahre der im Kriege neugegründeten polnischen Universität in Warschau (1315/16) 50,4 °,'o der Studenten Juden, im Jahre 1816/17 war der Prozentsatz der jüdischen Studenten 46,7 uird im letzten Jahre 1917/18 45,8 °.'a. Bei der Immatrikulation haben inr ersten Jahre als ihre Muttersprache angegeben: polnisch 865 Studenten, jiddisch 114, hebräisch 55; im zweiten Jahre: polnisch 1430, jiddisch 53, hebräisch 134; im letzte» Jahre: polnisch 2027, jiddisch 109, hebräisch 76. Sie Luuahme der jüdlscheu Veuätkeruug in deu polnischen Städten. lieber die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung in WarschE und den übrigen polnischen Städten bringt die „Godznia Polski" von der Warschauer statistischen Abteilung bearbeitetes Material, dem wir folgendes entnehmen: Im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts wohnten in Warschau annähernd 7700 Juden, im Jahre 1803 10 666, im Jahre 1816 15 579. im Jahre 1832 31310, im Jahre 1850 40 922, im Jahre 1882 127917, ini Jahre 1914 337 074. Zu dieser Veröffentlichung des Godzina Polski bietet die regelmäßige Veröffentlichung über die Bevölkerungsbewegung eine wertvolle Ergänzung. Sie beruht Es amtlichem Material. In 24 Berichtswochen des zweiten Halbjahres 1917 wurden der 60<v’o des Gesamteinwvhnerständes umfassenden christlichen Bevölkerung 2205 Kinder geboren, den rund 40°'» jüdischer Bevölkerung 2834 Kinder. Die volle Bedeutung ' gewinnt die jüdische Geburtenüberzahl erst im Vergleich mit der Sterbeziffer. In den 24 Berich!swoch>:n starben 9595 Christen gegen 7009 Juden. Auch die vorliegenden Ziffern des Gesamteinwohnerstandes Warschaus vom 1. JEuar 1914 (unter 837 234 Einwohnern trotz Eingemeindung vorwiegend christlicher Vororts 343369 Inden) läßt die Aufwärtsbewegung erkennen. In» Jahre 1909 hatten von 116 polnischen Städten 10 Städte bis zu einem Drittel jüdische Bevölkerung, 33 Städte zwischen 33Vr und 50»/o, während in 73 Städten die jüdische Bevölkerung die absolute Mehrheit erlangt hatte. 5 dieser letzterwähnten Städte hatten 80—90°/o jüdische Bevölkerung. Gerade diese letzten Zahle» sind für die Erkenntnis der politischen und wirtschaftlichen Bedeutung der Juden in Polen sehr interessant und bedeutsam. Ein jütisches Lehrer-Seminar in Lotz. Das polnische Kultusministerium hat der Gesellschaft für jüdische Mittelschulen in Lodz die Erlaubnis zur Gründung eines Seminars erteilt zur Ausbildnng von Lehrern für die jüdischen Unterrichtsfächer: jüdische Religion, hebräische Sprache, jüdische Geschichte und Literatur,- für Elementarschulen und die vier untersten Klassen der Mittelschule. Die Absolventen des Seminars werben nur lehrberechtigt in jüdischen Fächern sein; um th den allgemeinen Unterrichtsfächern die Lehrberechtigung zu erlangen, wird noch ein besonderes Examen von ihnen gefordert. Die Unterrichtssprache im Seminar ist für die allgemeinen Fächer polnisch, für die jüdischen Fächer hebräisch. Aus rer Wisr«chi-vevegrmg. Zürich. Der hiesige MiSrachj.Verein hielt seine Generalversammlung ab. — Ar Basel wären auf Einladung der Vereine Z io n mnd Misra ch i über 200 Personen im Logensaal erschienen, um an einer Aussprache über „Zionismus, Mis- MWismus und Agudismus" teilzunehmen. A. I. Rom, der Vorsitzende des Züricher Misrachi-Bcreins, hielt daS einleitende Referat. Der' Abend gestaltete sich zu einem sehr anregenden. — Allch der Misra chi - Verein i» Luzern hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Belfast. H>er wurde ein Misrachi-Uerein mit Rabbiner Dr. Herzog als Präsidenten und 150 Mitgliedern gegründet. Der Krieg «uv die Anden. Frankfurt a. M. I« Arankenhau» der israelitischen Gemeinde, VereinSlazarett 26, wurde den Schwestern Paule Block, Toni Stern, Selma von der Walde und Cary Wolf die Denkmünze der freiwilligen Krankenpflege verliehen. WormS. Wilhelm vuggenheim wurde zum Leutnant befördert. Nürnberg. Leutnant Otto Metzger e-hielt das Eis. Kreuz 1. Kl. — Staatsanwalt A l b e r t R o s e n w a l d wurde zum Major befördert. Mannheim. Gefreiter Max Wertheimer erhielt das Eis. Kreuz 1. Kl. Haheasalza. Umeroffizier Fritz Meyer erhielt das Eis. Kreuz 1. Kl. Wien ' Hl»chs „Oesterr. Wochenschrift" verzeichnet folgende Auszeichnungen an Juden : 1 Orden der Eisernen Krone 3. Kl., 3 Ritterkreuze des Franz Josef- Ordens, 1 gold. Tapferkeitsmedaille für Offiziere, 5 Militälverdienstkreuze 3. Kl., 17 silb., 31 bronz. Signum laudis, 18 gold. Berdicnstkreuze mit der Krone, 12 gold. Verdienst kreuze, 10 silb. Tapferkeitsmedaillen 1. Kl, 44 silb. Tapferkeiismedaillen 2. Kl. — Feldrabb. Prof. Dr. Majer Ballaban-Lemberg erhielt das Ritterkreuz des Franz Jose;-Ordens m. d. Kriegs d e ko ratio u und Feldrabbiner Jakob Frankfurter das gold. Berdienstkreuz m. Krone am Ban de d. Tapferkeitsmedaille. Personalien «. kleine Mitteilungen. Bern«. Die diesjährige Generalversammlung des Hilfs Vereins der Deutsche» Inden findet Sonntag, den 28. tzlpril, vormittags 11 Uhr in Berlin, Gesellschaft der Freunde, Potsdamerstr. 9 statt. Der Vorsitzende des Vereins Dr. James S i m o n und Dr. Paul Nathan, der Geschäftsführer i. E., werde» über die Tätigkeit des Hilfsvereins im abgelaufenen Jahr berichten, insbesoirdere über das Kricgshilfswerk. Berlin. In der letzten Zeit traten hier u. a. aus »em Judentum Es: Dipl.-Jng. Rudolf Bachrach, Chemiker Dr. Wüh. Manasse, Zahnarzt Arthur Arnheim, Kandidat Rudolf Bernhard, Frau Geheiinrat Stefanie Blum geb. Rosenhai» und Rechtsanwalt Dr. Felix Wolfs. — Das Jüd. Kind er g enes u n gsh e i m in Bad E l m e n nahm 1916 289 Kinder und 1917 294 Kinder in vier- bis scchswöchentliche Pflege. Seit der Errichtung einer eigenen Gärtnerei werden die Kinder auch zu leichten Landarbeiten herangezogcn. Das Vermögen des Vereins beträgt über 350 000 Mk. — Generalkonsul Kom.-Rat Mandelbaum wurde mit dem Groß offizierskreuz d. bulg. Zivilverdienstordens mit dem Stern ausgezeichnet. Berti«. Im Wahlrechtsaussckmß des »bgeordnete nHauses erklärte der Miinster, daß die Berufung von Vertretern der Judenheit ins Herrenhaus aus allerhöchstenl Vertrauen beabsichtigt sei, und zwar sowohl der liberalen als auch der orthodoxen Richtung. Görlitz. Sie Stadtverordneten nahmen eine Spende von 85 000 Mark als S ally n. Helene Hehmann-Strftung an. Das Kom.-Rat Heyniannschc Ehepaar hat insgesamt 300 000 Mk. zu wohltätigen Zwecken bestimmt. — Der Kreistag in Hirschberg nahm die Erbschaft der in Herischdorf verstorbenen Frau Cecilie Mattersdorf — über 1 Million Mk. für wohltätige Zwecke — an. Marburg. (Verspätet.) Unter außerordenrtlch großer Teilnahme wurde der im Alter von 75 Jahren verschiedene A br. Sam. Bach rach zu Grabe getragen. Trotzdem er schon früh die gleich ihm an Frömmigkeit ausgezeichnete Gattin verlor, verstand er. es, seine Kinder zu »»ackeren jüdischen Männern und Frauen zu erziehen, die der Tradition des Elternhauses getreu nachleben. Zur besonderen Mizwoh rechnete er sich an, Arme an seinem Tische zu haben. Geilenkirchen. Lehrer verson Froh mann begeht am 1. Mai sein 25jähriges Am tsj ub itäum. Benthe«. Ab. Becker und Frau begingen die Goldene Hochzeit. — In Oppel n wurde Dr. Braunschlveiger- Rybnik zum Rabbiner gewählt. »te«. Die Israelit. Kultusgemeinü t hat Ecke Rauscherstr. u. Wasnergasse ein Kinderanrb»lato rium zur Heilung armer kranker Kinder ohne Unterschied der Konfession eröffnet. — Kaiser!. Rat Fried rich Fischet, Präsident der Israel. Kultusgemeinde Olmütz, Gemeinderat, Laienrichter usw., ist v e r s ch i e d e n. — Die Chewra-Kadischa in Budapest wählte u. a. Staatssekretär a. D. Leopold Badasz und Regimentskommandanten Brigadier Julius Bauer de Krupiec zu Ehrenmitgliedern. Warschau. Eine Konferenz der jüdischen Pfadfinder- Organisationen in Polen hat in Warschau stattgesnnden. Die jüdische Pfadfinderbewegung existiert seit, zwei Jahren und umfaßt bereits mehr als 40 Organisationen mit über 3500 Mitgliedern. . Frankfurter Berichte. Verein «ekor Chajim. Der Svnlinerlehrplan deS Mekor Chajim ist erschiene» und den Mitgliedern bereits zugestellt »norden. Er umfasst eine große Reihe von Schiurinr und Lehrgängen aller Art. — Als Neuerung hervorzuheben sind Vorträge „Au-:- der jüdische» Geschichte" von-Redakteur Schachnowitz, die »vährend der Omerzeit jeden Sonntag eine halbe Sinudc vor Nacht stattfinden. — Je Moiitag und Mittwoch geht in üblicher Weise der Geinoroh Schinr Dr. Josef B-ener vor sich; Dienstag und Donnerstag sindci» kurze Midraschvorträge statt, so daß an allen Abenden während der Oinerzeit Gelegenheit zn. Maariiv bisinanau u»il vorangehendem Lernen geboten ist. Das Feldpostkomitee »nacht »viederholr daraus aufmerksam, daß Adressenänderungen den» Vereine sofort auszugcbe» sind, damit in der Zustellung der Sabbat-Feldbriefe, die allwöchentlich in 1100 Exemplaren hinansgehen, keine Verzögerung eintritt. Hoi« de» Jüdischen Fr«uenb»nöeS. Dem Heim des Jüd. Frauenbundes in Ncn-Jsenbiirg fehlen die dringend notwendigen Mittel, um der sich immer mehr erlveiterilden Inanspruchnahme gerecht zn »verden. Um für die finanzielle Not des Hciines eine würdige Einnahme z>» schassen, hat der Bvrstand eine Plnkcttr» heräusgegebe». Der Bildhauer und Ziseleur Leo Horovitz hat dir in getöntem Eisenguß vervielfältigte Plakette geschaffen. Sie stelli die Auffindung Moses dar, einen Gegenstand, der seit uralten Zeiten als eine herrliche Verklärung der Fürsorge für verlassene Kinder in der biblischen Ueberlieferung »ms gelehrt wird und den geistigen ^Zusammenhang mit unserer Fürsvrgetätigkeit darstellt. Der Künstler hat es verstanden, nicht nur diesen geistigen, bedentsainei» Inhalt klar zur Geltung zu bringe», sondern auch i» diesem Werke durch rein künstlerische Mittel zu fesseln. Die neuzeitlich malerische Richtung in der Kunst der Plakette herrscht a»tch in diesen» Werke. vor und verivendet alle Abstufungen vo»n zartesten Relief des landschaftlichen Hintergrundes bis zur kräftigen Hervorhebung der Figuren. Die die Mitte einnehinende Figurengruppe zeigt in klarem Aufbau die Personen, von denen die heilige Schrift bei der Schilderung der Auffindung Moses uns berichtet. Die jugendliche, vornehme Gestalt der Königstochter, die sich liebevoll i»nd ergriffen dein hilslosen Kindlein zuneigt, die erstaunt und sinnend sich über das Kind beugende Freundin. Zu. diesen beiden Hauptfiguren geselle» sich noch z»oei Dienerinnen, die nicht bloß rein lünstterisch den »virksamen Aufbau dieser Gruppe abschließen, sondern auch in ihrer Eigenart die ergänzenden inneren Empfindungen an dein Geschehnis versinnbildlichen. Vortrefflich ist es dem Künstler gelungen, das stumpfere Verhalten der nubischen Sklavin zu charakterisieren und im Gegensatz dazu die noch neugierig gespannte pattnng bcr jungen Dienerin. Im Hintergründe blickt die Schwester des Knäbleins, unsicher über dessen Schicksal, mit gespanntester Aufmerksamkeit aus den» Schilsdickicht des Ufers hervor. Gegenüber auf der rechten Seite des Reliefs deuten Palinen und P»iramiden die äg»)ptische Landschaft an. Die Plakette ist in zlvci Größen erhältlich: 28: 19V« cm 100 Mk. und 14:9'/® ein 25 Mk. Den Verkauf hat die Finna Felix Horovitz, Frankfurt a. M., Schillerstr. 7 übernoinnien. «gudas JiS»oel-Jug,udgruppe. In Erkenntnis der Notwendigkeit tieferen Eindringens in unsere Prophetenbücher hat die A. I. I. in ihrem Sommerlehrplan dem N e v i i m -Studium einen hervorragenden Platz eingeräumt. Jeweils Mittivochs abends 9 Uhr erteilt Lehrer S. U » n a einen Kursus für Herren über „Schemuel I." An den» unter Leitung von Dir. Dr. G. L a n g e Montag abends 9 Uhr stattfindenden „Ieschajoh»»" - Kurs können Herren und Damen teilnehmen. Ne»» eingerichtet wurden Mitglicdcrvorträge über die allwöchentliche Haftara am Samstag nachmittag 5Vs Uhr im Anschluß an tz.as um 5 Uhr stattfindendc Mincha-Gebet. Wege»» Uebernahme von Haftora- Vorträgen wolle man sich gefl. mit Herb. Kruskal, Fischerseldstr. 1, in Verbindung setzen. — Der Gemoroh-Schiur für Schüler (Anfänger) ist jetzt ans Samstag nachmittag 5>/® Uhr und Mittwoch nachmittag 61/» Uhr festgesetzt. Schüler-öpeif««». Die rituelle Kriegs-(Familien-)Knche, Zeil 19, bittet uns, mitzuteilen, daß für diese ne»»e Einrichtung noch eine begrenzte Anzahl von Anmeldungen angenommen »verden. Die Schüler erhalten besonderes Essen, bei dessen Zubereitung die von der Zentralkommission dafür gelieferten Nährmittel verwendet norden. Die Schülerspeisung geschieht Sonntags bis Freitags in den Stunden von 12i/s—2 Uhr, abteilungsweise, je nach dem Schluß des Unterrichts in den betreffenden Schulen. Für jedes Kind sind monatlich 5 Mk. zu zahlen; oußerden» ist der Nährmittelschein abzugeben. Die Ausgabe der Karten für Mai erfolgt rrächsten Sonntag und Montag, morgens von 10—12 Uhr. Der Betrieb der Familienküche ist wie bisher rnittags von 11»/®—2 Uhr und abends von 6V2—8 Uhr. Der Preis des Essens ist jetzt für Wochenkarten 5,40 Mß. bezw. 4,50 Mk., Halbwochenkarten 2,70 Mk. bezw. 2,25 Mk. und für Einzelkarten 1 Mk. bezw. 85 Pf. Berei« „Tifereth Bachurim." Der Verein „Tifereth Bachurim" hat sein Soinmersemester begonnen. In der ersten Versainmlung hielt der Vorsitzende Wilhelin Rosen einen Rückblick über die Geschichte des Vereins seit Bestehen (1895). Bis Ausbruch des Krieges waren die Veranstaltungen gut besticht. Ein harter Schlag war für den Verein der Krieg. Biele seiner besten Mitglieder mußten ihr junges Leben lassen.

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