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Neue jüdische Presse · 1918-04-19 · Heft 16 (19.4.1918) · p. Seite 2

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 16 (19.4.1918)
Date
1918-04-19
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2. Frankfurter Israelitische? Familie,tbl'att. Nr. 16. bereicherten, die geistige und seelische Verschmelzung des Judentums durchführtcn und abrundeten. Nach und nach geriete» die Juden während des zweiten Reiches unter die Abhängigkeit der Nachbarvölker, wie der Aegypter, Perser und Griechen. Es kam die Zeitperiode des Hellenismus. Die Assimilation, die nationale Selbstverleugnung und die Verhimmelung fremder Werte und Kulturen nahm einen Umfang und eine Ausdehnung an, wie kaum je zuvor. Das Bewähren des inneres Jude»! wurde dadurch ernstlich gefährdet und in Frage gestellt. Die Juden hatten aber auch gegenüber dem Griechentum einen viel schwierigeren Standpunkt als den änderen Völkern gegenüber, weil es sich bei ihnen um den Kampf zwischen der Ethik und Aesthetik handelte, um ein Messen der Kräfte zwischen der strengen Moral des Judentums einerseits und der schmeichelnden, verlockenden Schönheitskulrur des Griechentums andererseits. Nach der damaligen Lage der Tinge und den Gesetzen der Reaktion schien ein. Sieg des letzteren Prinzips in absehbarer Zeit im Bereiche der Möglichkeit. Die Chachamim und Rabbaniten erlanulen die Gefahr und erließen verschiedene. Gesetzesvorschriften, die die Abschließung gegen das Griechentum bezweckten. Die Wirkung blieb jedoch beschränkt und war nur au einem Teile des Judentums wahrzunehmen. Es enistandeit die zwei Parteien: die „Juden" und die „Hellenisten". Letztere hätten wahrscheinlich Mich über kurz oder lang den Sieg davongetragen, wenn nicht eine große äußere Gefahr durch Antiochus Epiphanes eingetreten wäre. Man kann auf Antiochus in bezug auf das Judentum den Gvetheschen Spruch vom Teufel anwendeu, der stets das Böse will und das Gute schafft. Die Makkabäer führten eine Regenerierung des Judentums und dessen Befreiung von den Einflüssen des Griechentums herbei.-- Die politische Not vollbrachte das, wozu es dem Volkes an innerer Kraft gebrach. Eine Zeit der Konsolidierung und inneren Erstarkung des Judentums trat hierauf ei», die auch zur Bildung von Kolonien und Ablegern außerhalb Palästinas führte. Als die bekannteste und bedeutungsvollste ist die in Mexandria zu nennen, wo sich der griechisch-jüdische Geist zu einer erstaunlichen Höhe entwickelte und große Triumpfe feierte. Das Jüdische wurde jedoch im Laufe der Zeit vom Griechischen verdrängt. So ist auch Philo nicht mehr als spezifisch jüdischer Geistesheld anzusehen. Die innerhalb des zweiten jüdischen Reiches entstandenen Parteikämpfe zwischen Saduzäern und Pharisäern verursachten den Medergang und die Zerrüttung des Judentums. Die Saduzäer sind als die politisch Orientierten: die Machtpvlitiker, und die Pharisäer als die kulturell Orientierten: die Kulturpolitiker anzusehen. Die Geschichte hat den Pharisäern Recht gegeben, weil sie unbekümmert um die eigenllichcn machtpolitischen Verhältnisse das Judentum immer weiter ausbildetcn und nur auf seine innere geistige Kräftigimg bedacht waren. Palästina wurde dadurch, ungeachtet der politischen und staatlichen Zerrüttung, der geistige Mittelpunkt des gesamten jüdischen Lebens. Biel bedeutungsvoller und folgenschwerer war der Streit und Reibungen zwischen dem Am-Haarez und Chawerim, den Städter» und dem Landvolke. Das damals entstandene Christentum hatte infolgedessen sehr leichtes Spiel, das Landvolk, das ebenfalls religiöse Bedürfnisse hatte und dabei fortwährend auf Mißtrauen und Verachtung seitens der Chawerim stieß, für sich zu gewinnen. Das Christentum hat auch unter diesen seine meisten Anhänger gefunden. Nach der Berührung mit Rom ging im Jahre 132 n. Chr. nach heldenhaften Kämpfen die politische und staatliche Selbständigkeit des Judentums^ endgültig zugrunde, und die jahrtausende lange Wanderung mit ihren Verfolgungen und Unterdrückungen begann: Die Frage wird nun um so berechtigter, wie sich das Judentum den Stürmen und der Ungunst der Zeiten 'zum Trotze bisher behaupten und sich durch das finstere Mttelaltcr sowie die unfreundliche „Neuzeit" hindurch retten konnte. Rabbi Jochanan beu Sakkai gebührt hauptsächlich das Verdienst um. die Rettung unserer Kulturwerte und den dadurch ermöglichten Weiterbestand des Judentums. Er. war cs, der nach der Vernichtung der jüdischen Selbständigkeit die Schule und den geistigen Mittelpunkt »ach Jabnah verlegte, sie dort zu neuem Leben erstehen ließ und so verhinderte, daß dem politischen auch der geistige und kulturelle Untergang folgte. Die Niederschrift der Mi sch nah , die das palästinensische Judentum dem Diaspora-Judentum sozusagen als Testament hinterließ und die überhaupt den ganzen geistigen Gehalt des zweiten jüdischen Reiches ausmacht, war ein wefterer Faktor, der die Ueberlieferung der Lehre und somit den Fortbestand und die Weiterentwicklung des Judentums sicherstellte. I» der weiteren Folge entstand in Babylonien das Amoräcrtum: .die Gemarah-Periode, die die geistigen Güter des Judentums außerordenllich bereicherte, das Volksleben bis in die kleinsten Details regelte, den alten Daum des Judentums neue Blätter hervor bringen ließ und ihn fester und tiefer verwurzelte. Redner besprach die politische und wirtschaftliche Lage der Jude»: während der nachchristlichen Zeit in den cinzelnen Ländern der Diaspora bis auf den heutigen Tag und zeichnete in kurzen Uryrissen die wichtigsten Ereignisse, die ihre Rückwirkung aus die jüdische Allgemeinheit, ihr Leben und Wirken ausübten, wie die Kreuzzüge, die spanische Inquisition, die Reformation, die Aufllärungs- und die darauf folgende Reaktionsepvche bis zum Entstehen des Zionismus. Für die Erhaltung des Judentums während der späteren Jahrhunderte bis zur Gegenwart sind außer den genamcken kulturhistorischen Momenten, deren Bedeutung nicht verkannt werden darf, auch viele äußere Umstände maßgebend geivesen. Die Einsperrung ins Ghetto usw., sowie der Einfluß der Zeitverhältnisse im allgemeinen, welche säst immer im Zeichen der Religion standen, begünstigten «o ipso, wenn auch ungewollt, bas Medium unseres nationalen Fortbestandes. Wenn wir nun die Lehren der Geschichte für die Zukunft unseres Volkes folgerichtig verwerten wollen, so müssen wir die einzelnen Vorgänge und Abschnitte nach ihren inneren Ursachen und Wirkungen analysieren und nur unter dem Gesichtspunkte ihrer logischen Entwicklung die entsprechenden Schlüsse «aus denselben ziehen. Es wäre jedoch verfehlt, die Zukunftsgeschichte eines Volkes lediglich als ein getreues Abbild und Kopie seiner Vergangenheit hinzustelle» und sie gewissermaßen nach einem Schein» und schablonenartig sich abwickeln lassen. Wir dürfen nicht in unseren alten Fatalismus verfallen, daß die uns überlieferten geistigen Güter allein nnS für alle Ewigkeit vor dem Untergange retten könnte». Die äußeren Umstände waren unserem Volk bisher dadurch günstig, als bei der Zersplitterung der Menschheit immer irgend welche Länder vorhanden waren, die dem. jüdischen Volk und Geist Zuflucht boten. Wenn aus diesem Weltkrieg die ersehnte Einheit der Kulturwclt hervorgeht, must sich das Schicksal des jüdischen Volkes entscheiden. Und die Zeit scheint unseren berechtigten Wünsche» und Bestrebungen ein freundliches Gesicht zu zeigen, und cs wä»e daher ein Verbrechen an unserenr nationale!! Dasein und unserer Jahrtausende alten Kultur, das sich dann auch schwer rächen würde, wenn wir uns dieser Zeit umvürdig zeigten und das Erreichbare durch Fahrlässigkeit, oder Parteiambitionen uns entschlüpfen ließen. Wir können jedoch ferner aus der Geschichte lernen, daß uns wohl die Weltlage die Erftillung dieser politischen Wünsche bringen kann. Die innere Konsolidierung kann uns aber nur durch die geistige Wiedervereinigung und Verschmelzung der einzelnen Teile unseres Volkes, durch Vertiefung unserer ikulturellen jüdischen Ideenwelt komme». Selbstverständlichkeiten. In einem Aufsatz über eine jüdische Realschule i» Deutschland — Blatt unh Ort sollen aus Gründen der Diskretion nicht genannt werden — sind die folgenden, höchst bemerkenswerten Sätze enthalten: „Die Zahl derjenigen Eltern, die, den ersten hiesigen Gesellschaftskreisen angehörig, ihre Kinder der jüdischen Schule anvcrtrauten, blieb eine geringe. Bei den meisten war'der gesellschaftliche Dünkel stärker als ihre Orthodoxie ober ihr jüdischer N a t i o n a l i s m u s. Die Furcht, ihre Sprößlinge könnten mit de» Kindern ärmerer Glaubensgenossen auf einer und derselben Schulbank sitzen, ließ sie alle die unendlichen Vorteile aus dem ükuge verlieren, die die Erziehung in einer jüdischen Schulanstalt für die religiöse Entwicklung ihrer Kinder haben mußte. A u ch d i e N a ti o n a l i st e n, die mit selcher Unentwegtheit in Wort und Schrift für die Erhaltung jüdischer Eigenart eintreten, konnte über das eingebildete Schreckgespenst nicht hinwegkommen, daß sie sich und ihren Kindern durch die Frequentierung der jüdische» Schule das Stigma gesellschaftlicher Minderwertigkeit aufdrückten." Man hat leider kein Recht, anzunehmen, daß das Gesagte, soweit es über zionisfische Kreise aburteilt, einem Irrtum entspringt oder sich auch nur der Uebereiluug schuldig mache. Es gibt eine ganze Reihe von Zionisten in gehobener Lebensstellung, denen ihre gesellschaftliche Exklusivität bedeutend höher steht, als ihr jüdisches Solitaritätsgefühl sobald von diesem die Konsequenz der Tat verlangt wird. Mr selbst ist ei» positiver Fall bekannt, in denen der Vorsitzende einer große» zionistischen Ortsgruppe sich weigerte, seine Kinder im „Barkochba" turnen zu lassen, weil das Publikum dort zu „gemischt" sei. Solche Zustände zwingen zu der undankbaren Aufgabe, Selbstverständlichkeiten sagen zu müssen, und zwar tnit einem Nachdruck und mit einer Deutlichkeit, die an sich peinlich sind, die aber überall da unvermeidlich werden wo das Moralische sich nicht von selbst zu verstehen scheint. Welch merkwürdigen Begriff, welch sonderbare Auffassung müssen Zionisten von ihrem jüdischen Nationalismus haben, bei denen .überhaupt auch nur ein B e d e n k e it möglich ist, ihre Kinder in eine vorhandene jüdische Schule zu schicken! Welchen Wert hat das Bekenntnis dieser Leute zum jüdischen Volke, haben selbst ihre materiellen Leistungen für die nationalen Ziele, wenn sie gleichzeitig die Möglichkeit ablehnen, nach der sie mit allen Mitteln streben müßten, wenn sie nicht vorhanden wstre: die Möglichkeit der jüdischen Erziehung! Wenn die Notwendigkeit der Arbeit im Golus, die Nvtwendigkeft der Erziehung zmrt Judentum, — vor allem unserer materiell begünstigten, gesellschaftlich hochgestellten Kreise, — noch bewiesen werden müßte: in der Klage des jüdischen Schulmannes wäre dieser Beweis zur Genüge erbracht! Es kau» denen, für die solche Dinge immer noch nicht zum Fundament ihres jüdischen Empfindens, zur Grundlage ihres Nationalismus, zur Selbstverständlichkeit geworden sind, nicht laut und eindringlich genug gesagt werden: solange Euer jüdisches Leben nicht hoch erhaben über jeden Klassen- oder Standesunterschled ist, solange Eure soziale Stellung noch irgendwelche Ansprüche erhebt, wo Ihr nichts sein könnt und nichts sein sollt al§ Juden, solange habt Ihr feilten Anspruch darauf. Euch Mitglied jener neuen jüdischen Gemeinschaft zu nennen, die sich aufbaut auf den Seele» und Herzen, uno die gänzlich jenseits von allem Guten und allem Bösen der nichtjüdischen Welt liegt! Darum sei es den zionistischen Eltern, für die bis heute noch andere Belange maßgebend waren, in allem Ernst und mit dem Hinweis auf die große Verantwortlichkeit, die sie tragen, gesagt: „Eure Kinder gehören in die jüdische Schule!" Man muß der Organisation unbedingt das Recht z>l erkennen, von ihren Mitglieder» die Erfüllung dieser einfachen A n st a n d s p s l i ch t genau so zu verlange», wie die Erfüllung anderer Pflichte», die an Wichligteit weil hinter jener znrückstchcn. Die deutsche Judcnheit führt um ihre Schule eine,, harten, wenig anssichtsreichen Kampf. Es bedarf des Z„. sammenschlusseS aller Kreise, die eine jüdische Erziehung als Notwendigkeit erkenne», um wenigstens die geringen Möglichkeiten, die sich bieten, voll auszunühen. Wer die merkwürdige Anschauung hegt, seine, persönliche Auffassung vom Wesen der zionistischen ' Bewegung lasse» sich vereinen.mit dein Boykott der jüdischen Schule, sehe wenigstens den Widersinn ein, der darin liegt, das; der einzelne eine Institution verleugnet, für die Organisation mit dem ganze» Gewicht ihres Ansehens cintritt Und er tue aus Gründen der Parteidisziplin, wofür die Gründe des clementareu Empfindens bei ihm nicht zulangen. Auch das ist eine Selbstverständlichkeit! IM Selb*. r C. Z. Klötzel. Ser IuSe als Orientale. I» der Monatsschrift „Daimon" finden wir nickcr der lleberschrift „Der Jude als Orientale" folgende Anssührungen des bekannten Schriftstellers Jakob Wassernrann: „Es hatte sich um die Jahrhundertwende eine ausfallende Spezies moderner Juden herausgcbildei: Miltner in allen vordersten Reihen. Wir sahen sie, die ohne Fundament waren, alle Fundamente benagen. Sie verwarfen heute, ivas sie gestern erobert, besudeln heute, was sic gestern geliebt hatten. Wahre Frcgolis des Geistes wechselten sie ihre Masken so schnell, daß man ans der Stelle betrogen lvar, wenn man ihnen vertrarrte. Sie standen i» Opposition aus Grundsatz und galten deshalb als Ncvolutionäre. Aber mrf Revolutionäre zu sein, fehlte ihnen die einfache und elementare Uebcrzcugung, und was die Opposition anlangt, so war sie irr dem Sinne, den ich einmal an einer erdichteten Figur ausgeführt, wesenlos. Ata» kann noch nicht beurteilen, iiUvieweit die Zeit ihrer offensichtlichen Gebrechen und Eigentümlichkeiten modifiziert hat. Ich glaube nicht, daß sie aufgehört haben, ihre zum Teil recht verhängnisvollen Einflüsse auszuüben. Sie haben sich nur ein wenig verkrochen und wirken! unterirdisch. Säe geben sich nur hin, wo sie sich verlieren können und bewundern nur dort, lvo sie sich verstoßen fühlen. Im Grunde ihres Herzens glauben sie bloß an das Andere, das Fremde, das Anderssein, denn als Entgötterte sind sie unverloandelbar und suchen mittels eines Saltoinortale oder Ekstase die Ergänzung im Extrem. Die in der Gier und im Krampf vergeudete Seelenkraft macht ihr Gemüt alsbald arm und öde und so werdeir. sie auf das Feld steriler Spekulation gedrängt, d. h. sie betreiben Kritik um der Kritik willen willen, der Formel, dem Urteil, der Gebärde zuliebe. Aber viele unter ihnen leiden; ihr Leide» ist ei» tödliches und sie wissen es, daß sie Menschen sind, die stets in ängstlicher und grausamer Selbstkontrolle existieren. Und dann weiter: „Der Jude hingegen, den ich den Orientalen nenne, — es ist natürlich «ine symbolische Figur: ich könnte ihn ebenso gut de» JCSrfüffteit nennen oder den gesetzmäßigen Erben — ist seiner selbst sicher. Er kann sich nicht verlieren, da ihm ein edles Bewußtsein, Blutbewußtsein, an die Vergangenheit knüpft und eine tiefe moralische Selbstverantwortung der Zukunft verpflichtet. Er kann sich auch nicht verraten, da er gleichsam ein offenbartes Wesen ist. Er ist kein Leugner, sondern ein Bestätiger. Er ist kein Sektierer, kein Fanatiker, kein Prätendent, kein Zurückgesetzter, kein vom Ehrgeiz verbannter, er ist ganz einfach Mensch. Er hat alles innen, was die anderen außen suchen; nicht in verzehrender Ratlosigkeit, sondern in. freier Hingabe nimmt er Teil am.Leben der Welt und der Völker. Er ist frei, jene sind Knechtze. Es ist wahr, jene lügen. Er kennt seine Quellen, er wohnt bei den Müttern, jene sind die ewig wandernden Unwandelbaren. . , In solcher Vollkommenheit gesehen, ist er natürlich mehr Idee als eine Erscheinung. Mer sind es nicht die Ideen, aus welchen die Erscheinungen geboren werden? Jede Realität ist das Erzeugnis einer Idee und die bloße Ahnung des Sterns, der über dem Sumpf und Gram des Greifbaren und tatsächlichen leuchtet, ist wirklicher, als diese Wirklichkeit. Durch ganz Europa geht seit einiger Zeit, wie in allen Epochen großen Umschwunges, die das Abendland bewegten, eine wunderliche Sehnsucht nach denk Osten. Seherische Geister prophezeiten Erneuerung von dort her. Ich kann mich der Ueoerzeugung nicht verschließen, daß der Jude, der repräsentative und zugleich fiktive Jude als Individuum anonym, als Träger einer Weltanschauung und stiller Bildner noch chaotischer Kräfte von weitreichendem Einfluß, berufen ist, dabei eine entscheidende Rolle zu spielen." — -! Aus aller Wett. SeMjcheS «eich. Stadtkinder auf» Land! In diesen Tagen hat der Berliner Verein, der obigen Namen trägt, in den politischen Blättern einen Notschrei veröffentlicht, .der die Schwierigkeiten schildert, die sich in diesem Jahre der Erfüllung der sozial und patriotisch gleich wichtigen Aufgabe entgegentürme,r, die er sich, von den höchsten Staatsbehörden autorisiert, gestellt hat. Kann es uns Wnuder' nehmen, daß der Deutsch-Israelitische Gemeindebund (Berlin W 35, Steglitzerstr. 9), der die gleiche Aufgabe für die jüdischen Kinder überiwmmen hat und in inniger Arbeitsgemeinschaft mit der neu gegründete» „Zentralwohlsahrtsstelle der deutschen Juden" und der „Kriegs- Nr. Sa Schäfer 1 Vorfüh hilfskoi» bestrebt, bisher e Großgei konnte? gebieten nahmebi können. Es iiisbesori in kleiin tragen, nung ri Schaden auf all, dankens! 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