Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1918-04-12 · Heft 15 (12.4.1918) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 15 (12.4.1918)
Date
1918-04-12
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2692297-2693075-2693090--10278-2705590
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

5. Ewrrii obi».; ivnscd cs > ein iitber ehalt eiben beu ertcu bl's tfii.1> «er- )rbe>. littera )aup! lfang [irfjen itiiug Aka- Nr 15 Minderheit erteilen werden, so zweifeln sie nicht, daß sich die Inden, sobald das litauische Reich auf feste Grundlagengestellt sein wird, auf ihre Seite stellen werden. Aus «Kor Wett. Deutsches Reich. Berlin. Jüdische Bliudennnftalt für Loutfchland. Der Verein vereinnahmte im vergangenen Jahre 18 650 Marl Mitgliedsbeiträge, 19 500 Mk. Spenden, 4500 Mk. Pslegegeldzuschüsse, 1100 Mk. an von den Blinden verfertigte Bürstenwaren. Verausgabt ivnrden 17 500 Bik. Berpflegung, 3400 Mk. Heizung und Beleuchtung, 10 000 Mark Gehälter usw. Das Vermögen des Vereins beträgt 130000 Mk. Die Zahl der Anstaltsinsassen ist mit 25 unverändert geblieben. Oesterreich-Rirgar«. »len. »tilg, »djtcn iiiiein »Zei- Gv e, im -werk Oefterreichtscher jüdischer Jngendt«,. Vom 18.—20. Mai wird hier im großen Musikvereinssaale ein Oesterreichischer Jüd. Jugendtag veranstaltet, besseit Ziel die Gründung eines Verbandes der jüdischen Jugend Oesterreichs ist. Dr. Martin Buber hält die Eröffnungsansprache und Dr. Siegfried Bernfeld vettritt das .Programm. ■' Frankfurter Hfraelitisches ZamilienLlatt. tisch nicht in Betracht kotnmen. Er erioähnte,. daß die Newyorker Judenhcit im Jahre 1917 allein 17 800000 Dollar für lokale jüdische Zwecke gespendet habe, wobei die Beträge für Kriegshilfe nicht mit inbegriffen sind. Dr. S. Benderly legte den Reorganisatioitsplan für die neue Verfassung der Kehillah vor, der von der Konferenz einstimmig angenommen wurde. Nach dem neuen Statut wird die Stadt in 18 Gemeindedistrikte zerlegt, die eine Gesamtzahl von 100 Gemeindebezirken umfassen. Die Distrikte erhalten Namen, die Einzelbezirke Nummern. Die Delegierten zur Kehillah- Konvention werden gewählt 1. von Einzelmitgliedern der Kehillah, 2. von Synagogen, Organisationen und Institutionen, die der Kehillah angehören, 3. von zentraler! Organisationen (Föderationen, Orden usw.) in Groß-Newyork, deren Hauptvereine der Kehillah angegliedert sind. Die Zahl der Delegierten zur Kehillah-Konvention beträgt 550. Die Akaximalzahl der von den 100 Kehillah-Bezirken gewählten Delegierten soll-500 sein; die Zentralorganisationen, die Föderationen, Orden usw. haben das Recht zur Wahl von höchstens 50 gleichmäßig verteilten Delegierten. Jeder der 18 Kehillah-Bezirke wird von einem Distriktskvmitee geleitet, das vom Vorsitzenden des Exekutivkomitees der Kehillah errrannt wird und zwischen 10 und 15 Mitglieder umfaßt. Der Vorsitzende jedes Distriktskomitees ist gleichzeitig Mitglied des Exekutivkomitees der Kehillah. — Zu den Ausführungen, daß die Newyorker Inden iiu Jahre 1917 17Ve Millionen Dollar für allgemeine Wohltätigkeit in Mnerika aufgebracht haben, bemerkt die „Ameritzntr 3 Der Kries um die Atde». HmUmfefc WL aiVett Slrf Mfcftein., Äofljfschildallee 23, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl. ftnmffuYt « M. Um den jüdischen Goldatenim Feld den zu Hanse gewohnten Lesestoff zugänglich machen zu können, wolle man jüd. Zeitungen aller Art an das Büro der Jüd. Gemeinde, Höchste. 12 oder die Geschäftsstelle der Weiblichen Fürsorge, Langestr. 30, gelangen lassen. ' ftranffttct «. R. Hans Strauß, Sohn von Herniann Strauß, Friedbergerlandstr. 45, wurde zum Unteroffizier befördert. Kslftrrtach. Daniel Hirsch «hielt das »iserne Kren». Pers«u«lie» «. ttei»e Mittellrmss». Berlin Auf der FrühjahrSauSstellung der B«lin«r Sezession erregten Radier ungen zu einer Prachtausgabe der Haggadah (28 Blätter, Zierstücke, Schriftseiten und -zeilen, Illustrationen und Initialen) die Aufmerksamkeit der Besucher. Der Künstler, Jo s e p h B u d k o, ist ein Schüler Hermann Stracks. Hoffentlich findet sich ein Verleger, der die Einzelblätter vereinigt und als Ganzes herausgibt. Berti». Hermann Coh eit, «eheimratundordentl. Professor, ist — 76 Jahre alt — verschieden. Mit ihm ist einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart aus dem Leben geschieben. Cohen war auch als Jude rstaw ufech Denn! für iifcitii 1 für mit» iUÖ. tstänb auf eisten i)b-*n i mii Deren zweienden :lfa, lau, 3 l m- Serfll Reo ogen. zehn Die pitze! ihnen , wi> ezach. vernnein )esse» > dic ciitbe i mit;, die s c!> c :inige sitzer, ie zu daß Geh in teilen s der luugei ste» . .Vi* V - \ > HM .V. - tTHS wirft D« VS« tUttCttt Sm«e freute und o m e Rrchlssv. Pomc»«e : der malianpi hend 1 die i de Die;ebod) ntden eichen deren Das Kvpenhagener Büro der Zionistenorgauisation erhielt von der Hauptorganisation in Petersburg Nachrichten über furchtbare Pogrome in Türke st an. In Kokland ivnrden 300 Juden getötet. Tausende ausgeelltenlplündert. Ans allen kleinen Orten werden Raub und 2,000 Mord gemeldet. In Sa in a r k a n d wird stündlich der Ausbruch von Judenpogromen erwartet. 'Der Finanzminister der turkestanischen Repttblik, H e r z f e l o, der Vorsitzende deS zionistischeil Bezirksausschusses, wurde in tierischer Weise ermordet. Die Lage ist verzweifelt. Es werdeit Hilfsausschüsse gebildet. Auch jaus der 11 k r a i u e werden Pogrome gemeldet. In Gulchow wurde fast die ganze jüdische Bevölkerung ermordet. iedrn. idung letzter ukenS irvorckigon e sie dort Tracrück- Amerika. New Bork. Bon der jüdischen Gemeinde. Die Newyorker jüd. Gemeinde (Kehillah) hatte unter Teilnahme von 200 Delegierten eine Konferenz. Der Vorsitzende Dr. I. L. Magnes betonte die Notwendigkeil einer Reorganisation der Kehillah auf demokratischer Grundlage und führte ans, daß die in Europa üblichen Gemeindeverfassungen als undemykraean Jewish Chroniele": „Man darf die Summe der von den amerikanischen Juden außerhalb Newyvrks iür die gleichen Zwecke aufgebrachten Gelder ans 20 Millionen Dollar schätzen, was eine» Gesamtbetrag von 40 Millionen Dollar allein für lokale Wohltätigkeit ergibt, d. h. eine Summe, die das Jahresbudget von Staaten wie Bulgarien und Serbien übersteigt. Die amerikanische Judenheit kann auf dieses Ergebnis mit Recht stolz sein. 13V» Dollar pro Kopf der Bevölkerung ist sogar unter den Juden, deren Wohltätigkeit von jeher berühmt /war, ein Rekord. Die Bürger der kleineren Staaten zahlen im Durchschnitt nicht mehr für die Zlnfrechterhaltung ihres Staatswesens. Wir haben immer behauptet, daß unsere Ausgabeil für Wohltätigkeit allein ausreichend wären, um eine jüdische Vertvaltung in Palästina zu erhalten, und die loben angeführten Zahlen bilden einen Beweis für unsere Behauptung. Noch vor zwanzig Jahren wurde der Betrag von 50 Millionen Francs, den die zionistischen Führer als notwendig für Palästina hielten, als eine erschreckend hohe Summe betrachtet, und es erschien danials fast unmöglich, daß das ganze jüdische Volk diesen Betrag aufbringen sollte. Jetzt gibt' die Newyorker Judenheit, die nur 12 Prozent unseres Volkes «rusmacht, allein das Doppelte dieser Stimme jährlich für lokale Wohltätigkeit aus." eine hervorragende Persönlichkeit. Wir werden in der nächsten Nummer dieser Zeiittng eine eingehende Würdigung brittgen. Weiskirche» t ttafcna». Am 21. Riffan, am jSchwii schel Pessach starb — 56 Jahre alt — Moses Wetterh ahn, erster Vorsteher der israel. Religionsgemeinde. Sein Tod reißt eine große Lücke in der Gemeinde. Er war ein frommer und rechtschaffener Mann, stiller Wohltäter, der bei der ganzen Ortseinwohnerschast in hohem Ansehen stand. Im Hause sprach Rabbiner Dr. Goldschmidt trostreiche Worte. Am Grabe entwarf Herr Eckmann sodann ein Lebensbild des teueren Entschlafenen. Balztet«. Bon dem «ebmcke» ausgehend, daß auf dem Lande selbst unter den konservativen Elementen eine krasse Unwissenheit über Juden und Judentum herrscht, veranstaltete der hiesige Jugendbundam Ehol-hamond- Pessach einen Vortragsabend, der auch einen glänzenden Verlauf nahm. Herr Edi Salman» aus Frankfurt referierte eingehend über die Bedeutung des jüdischen Lebens für die Jugend und fesselte durch Einflechtung vieler Gleichnisse die Aufmerksamkeit aller Zuhörer. In der darauffolgenden Debatte wurden von verschiedener Seite bittere Klagen über den Jndifferentismus der jüdischen jungen Leute geführt. Mit der Aufforderung der Vorsitzenden, Fräulein Melly Feibelmann, «ule Kräfte für den Verein aufzubieten, um die Jugend mit neuen Dealen zu erfüllen, ging man zum gemütlichen Teil über. Morris

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.