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Neue jüdische Presse · 1918-02-08 · Heft 6 (8.2.1918) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
16 (1918)
Issue
Heft 6 (8.2.1918)
Date
1918-02-08
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr 6 Frankfurter UrarlitiMS AamMenKlatt. Veite 3 Scala - Lichtspiele SchSfergasse LS. Sehäfergasse SS. Modernes The&ter VorführHBg stets aeuer und hervorragender Filme N«S der Wett der Chaffisim. Bon Ehaim Bloch, Delathn (dzt. im k. u. k. Heere). (Fortsetzung.) Nim fühlte sich das altfromme Judentum von zwei Seiten bedroht. Von der einen Seite die Aufklärung, die religiöse Zersetzung, von der anderen Seite der Chassidismus, die religiöse Erneuerung, in welcher die altfrommeii Juden die Revolution gegen das rabbinische Judentum erblickten. Sie vernachlässigten daher ihren Kampf mit den Aufgeklärten und wendeten ihre Waffen gegen die Chassidim. So entstand ein schrecklicher Brnderkampf. Der wuchtige Sturm gegen den Chassidismus kam aus Wilna, dem Jerusalem Litauens, wie diese Stadt wegen der hohen Anzahl ihrer Gelehrten genannt wurde. Infolge Verleumdungen, nach denen der Chassidismus ein Auswuchs des Sabbatianismus oder des Frankismus war, hatte sich Rabbi Elia (1720—1797) von Wilna, damals die größte Autorität unter den Rabbine», eine Leuchte der Diaspora, veranlaßt gesehen, diese neu-kabbalistische Bewegung. aus der Welt zu schassen. Er sah im Chassidismus eine neue mystische Verwirrung und griff, um diese im Keime zu erdrücken, zum Bannfluch. Als Rabbi Dow-Ber davon Kenntnis erhielt, sprach er zu seinen J'jiingern: „Unsere Widersacher haben die Absicht, das Gebet „Und du sollst mit dem Bösen aus deiner Mitte ausräumen" zu erfüllen. Wir aber müssen ein anderes Gebot hüten, nämlich: „Du sollst nicht Racke üben und nicht nachtragen. Wir müssen lernen zu dulden, ohne zu hassen, zu leiden, ohne zu rächen." — Für ihn war die ganze chassibische Lehre ein Universum der Liebe: Gottcsliebe und Menschenliebe. Dow-Ber verbot' seinen Jüngern, den Gegnern enteiiigcgcnzutretcn. Dow-Ber starb bald. Rach seinem Tode begannen die Kämpfe die allerheftigstcn Formen anzunehmen. Die Altfrommeii vereinigten sich später mit den gemäßigte» Maskilim — diese Brüderschaft ist eine der traurigsten Episoden in der Geschichte des Ostjudentums — im Kampfe gegen die Chassidim. Doch kein Sturm oerinochte den Chassidismus niederznwerfen, er hatte im Volle bereits festen Boden. Der Kainpf, der nach dem Tode Rabbi Dvtv-Bers gegen seine Schüler geführt ionrde, ging so weit, daß die Misnagdim nicht scheuten, den Nachfolger des Magid, Rabbi Schneier Salomon von Ljadi, de» Begründer der phtlosophisch-chassidische» Richtung ChBD *) bei Kaiser Paul I. wegen aufrührerischer Unitricbe tzu denunzieren, was seine Verhaftung zur Folge halte. Dieser Vorfall läßt die weite Kluft ermessen, die zwischen beiden Parteien entstanden war. D.ch der Kampf gab den Chassidim nur Kraft. Der Rabbi von Ljadi ivnrde, als er nach zlvci Jahren das Gefängnis verließ, als Märtyrer gefeiert, und der Tag seiner Befreiung — 12. Kislew — wird noch heute von tausenden Juden als Festtag gefeiert. Er hätte noch die Freude zu erlebe», das; die Gegensätze zwischen den Chassidim und ihren religionstreuen Gegnern sich milderten, nachdem Rabbi Elia von Wilna sein Zeitliches gesegnet und dessen Nachfolger Rabbi Chäim von Wolozyn die Haltlosigkeit der Beschuldigung gegen die Chassidim eingeschen hatte. Wo immer der Geist einer Bewegung sich durchsetzt, die Persönlichkeit mit ihrem Einflüsse und mit ihrem Reize schöpferisch wird und sich in der Geschichte einen Weg bahnt, werden alle Hemmungen hinweggefegt. Je mehr der chassibische Gedanke im Herzen der Ostindentzeit 'ich einwurzeltc. desto mehr machten sich die Schwankungen und die Rückfälle — vielleicht richtiger gesagt die Umsormnng der Haskalaströmung — bemerkbar. Eine andern Bewegung ließ ihre Anfangsblüten s>,riehen, die mit Recht als eine Brücke zwischen Chassidim', Konservative und Maskilim bezeichnet werden kann. Es ist dies die Bewegung „Zionsliebc" (Chiwoth Zion). In der heiligen Stunde, da sich im Jahre 1860 in Thoru die Faktoren dv.ier geistiger Strömungen, und zwar der El a ssid ' ul r a b b i Elle Gutmacher von Grätz (1796 bis 1874)*) der G a an Rabbi Zwi-Hirsch Äolischer in Thor» (gelt 1874)3) und der Schriftstelle r Moses Heß, Verfasser des Werkes „Rom uud Jerusalem", zusammenkameii, legten sie eine neue Saat in das Herz unseres Belkes, eine Saat, deren Früchte erst mit dem Auftreten Her-ls ihre Reife zeigten. Die tiefe Bedeutung dieses Zusammenkommens liegt vor allem darin, daß zum ersten Male die Faktoren der sich einander so schroff gegeuükerstehendcn Richtungen gemeinsam und völlig geschlossen ailftralen und die Grundzüge des Zionismus im allgemeinen ststlegten. Die gemeinsanre Arbeit gilt ja zunächst denl Kolouisatiouswerk in Palästina. Je mehr sich dieser und der sich aus diesem herausbildende nationale Gedanke entwickelte, desto mehr schwände» die assimilatorischen Ausklärungsbestrebnilgen. Mrses Heß erkannte gleich den guten Äern >m Chassidismus. Noch zur Zeit der schärfsten Unterdrückuua des Chassidismus schrieb er:, „Aehnlich den jüdischen Essäern in den letzten Zeiten des Altertums repräsentieren dir Chuksidi»: ... die Verinnerlichung des Geistes . . . Der Chassidismus bildet innerhalb des lebendigen jüdischen r) Die Aufaugslaute von drei hebräischen Wörtern Chochmah Weisheit, Binali — Einsicht und Daät — Erkenntnis. -) Verfasser des rabbalistischen Werkes „Geheimer Rat", sowie Glosseil zur Mischna. *1 Verfasser des.Werkes „Rechtswäge" sowie Glosse» und Erklärungen zur Mischna. bekannt ist auch sein zionistisches Werk „Förderung ZionS". GristcS, der mehr instinktivmäßig als bewußt von der rnoterricn Zeit ergriffen wurde, den Ilebergang aus dem mittelalterlichen Judentum zu einem regenerierten, welches erst in der Entstehung begriffen ist; die Folgen des Chassidismus sind unerkennbar, wenn sich die nationale Bewegung seiner bemächtigt. In den großen jüdischen Ze itren des Ostens gewinnt er täglich mehr Terrain. Die Rabbinisten, die ihn früher verketzert hatten, fangen an einzugeflehcn, daß heute für die jüdische Dolksmasse des Ostens nur die Alternative übrig bleibt, entweder in Folge einer von Außen cindringenden modernen Kultur init den Reformisten vom Judentum abzufallcn oder dicsein Abfalle durch eine Regeneration zuvorznkomnicn, von welcher der Chassidismus freilich nur ein Vorläufer ist. Obgleich ohne soziale Organisation, leben die Chassidim insofern sozialistisch, als dem Armen das Haus des Reichen stels geöffnet ist und er hier wie in seinem eigene» schalten kann. Mit dm Ausspruch« in „Väter", 5. 1.0.: „Das Meinigc ist bas Deinige, ohne, daß ich das Deinige begehre", haben die Chassidinr ernst gemacht. Einer Sekte, die solcher Begeisterung fähig ist, muß doch noch etwas anderes als Roheit und Unwissenheit zugrunde liegen." Beim. Auftreten Theodor Herzls war von einer Ma s - kil ini Partei nicht mehr die Rede: Hcrzl traf eine gut crganisiertc Peformpartci, die, wie ihre Vorgänger gegen den Chassidismus, gegen den Zionismus als nationale Bewegung in Sturm gingen. Die jnngjüdische Bewegung, die den größten Teil des modernen Judentums deni naticnalen Untergange entriß, erfüllte einen Teil der Aufgabe, welchen zu erfüllen der Chassidismus nicht vermocht hatte: sie sammelte die niodernen Juden, um sie beim Judentum zu erhalten; sie sieht nicht im Chassidismus ihren Rivalen, obwohl die Chassidim im allgemeinen der zionistischen Bewegung nicht angchören. * * * Die Lehre des Baalschem ist uns unvollkommen erhalten. Die zartesten Blüten seiner Prinzipien, die auf dem festen Boden seiner tiefen Religiosität sprießen, sind enthalten in seinen „Jtcntionen der Gebete"4), in seinen; Brief vom Jahre 1747 an fernen Schwäger Rabbi Gerson von Kutv, der sich ihm später untergeordnet hatte und aus seinen Wunsch nach Jcrusalcin übersiedelte, in seinem geistessprühenden Kommentar zmn Kapitel 107 des Psalter, welchem er eine besondere Bedeutung zuschrieb und der von den Chassidim bis auf den heutigen Tag vor dem Freitagnachmittaggebet mit besonderer Andacht gelesen wird, in den mit überragenden tragfäbigen Gedanken überfüllten Werken seines Nachfolgers Rabbi Dow-Ber von Mesricz und schließlich in den vielen Werken seiner Schüler und deren Schüler. (Fortsetzung folgt.) Bom jüdischen Nstionalfonds. Die Spendclieinnahrneii des I. N. F. im Jahre 1917 betragen nach Ländern geordnet: Rußland Rbl. 475,312, Oesterreich Kr. 447,662, Nord-Amerika Doll. 73.502, Deutschland M. 149,368. Polen und Litauen: deutsche Okkuvation M. 83.692, österreichische Okkupation Kronen 72,463, Holland Fl. 28.767. England Lstr. 1396.1.10, Argentinien Pesos 13.378. Canada Toll. 4056. Ungarn Kr. 18,526, Süd-Afrika Lstr. 639.8.4. Siidslavische Länder Kr. 14,940, Bulgarien Levas 13,846, Schweiz Francs 11,572, Belgien Fr. 8329. Frankreich linkt. Tunis) Francs 6978, Egvvten Lstr. 255.11.4, Griechenland Frs. 6425, Ostasien Lstr. 160. Schweden Kr. 2542, DänemarkKr. 2447, Australien Lstr. 82.10.6, Neuseeland Lstr. 52.1.3, Italien Lire 697, China Lstr. 20, Brasilien Fl. 192, Spanien Fr. 300 Norwegen Kr. 85 und diverse Länder Fr. 460. Das ergibt zu den Kursen vom 31. Dez. 1917 zusammen Fr. 1,747,278, nach den Fricdeiiskursen Fr. 2,730,011. Da ein großer Teil der Spenden vorerst nicht realisiert wird, sondern in den Landeswäbriinaen devonicrt bleibt, so ist das Ergebnis noch nicht aks endgültig anzusehen. Die Einnahme des Kriegsjahrcs 1917 ist ein deutlicher Beweis, daß der NationalfondS sich einer außerordentlichen Popularität erfreut, ja sogar die beliebteste Institution int jüdischen Volke genannt werden darf. Bereits im Frieden (1913) hatte der I. N. F., hauptsächlich aus lleinen Spenden der minderbeinittelten iüdischen Massen, eine Jahreseinkommen von einer Million Francs erzielt. Das Ergebnis des Jahres 1917, welches eine Verdopplung dieser Summe brachte, ist umso beacktenswerter. als die Spenden zum größten Teile den vom Kriege am schwersten hcimgesuchlen Gebieten entstammen. In letzter Zeit beginnen, durch die großen, für die Zukunft Palästinas entscheidenden Ereignisse des Weltkriegs veranlaßt, auch die kapitalkräftigen jüdischen Kreise deni J. N. F. ihre Sympathien zuzuwenden. Der kürzlich verstorbene Kaiserliche Rat Karl H i r s ch in Wien hat dem I. R. F. ein Legat von Kr. 20,000 hinterlassen. Ende Dezember 1917 bat in Berlin eine Konferenz der deutschen Vertrauensmänner des I. N. F. stattgefuude», um zu beraten, auf welche Weise für die in nächster Zukunft an den Nationalfonds herantretende» großen Aufgaben bedeutende Kapitalien bereitzustellen seien. Die Konferenz beschloß, zu diesem Zwecke in erster Linie den F r i e d e n s s ch e ck des I. N. F. zu propagieren, wobei erwartet wird, daß jeder Spender einen, seiner finanziellen Leistungsfähigkeit entsprechenden Betrag zeichnet. Eine wichtige Konferenz znt Förderung des I. N. F. hat ebenfalls Ende Dezember in London stattgefunden. Beinahe alle zionistischen Vereine Londons und sehr viele der Provinz hatten Delegierte entsendet. Ing. Agr. I. Oettinger gab eine Uebersicht der Siedlungsaufgaben des I. N. F. während der nächsten Zeit und erläuterte seinen bekannten Plan der Gründung von zunächst 30 Kolonien mit 3000 landwirtschaftlich tätigen 4) Zum erstenmal im Jahre 1798 im Druck erschienen. Familien mit dem Aufwand von 75 Millionen Francs, wovon 25 Millionen voni I. N. F. für den Boden beizutragen wären. Zur Förderung dieses Planes empfahl er eine Agitation für die „Nachlah", d. h. eine 'spende von 100 Dunarn (den durchschnittlichen Bodenanteil einer Familie) im Betrage von 5000 Francs. Die Konferenz nahm u. a. die folgenden Resolutionen einstiminig an: 1. Das Hauptziel des I. N. F. soll der Erwerb von Land in Palästina und die Nationalisierung des erworbenen Landes sein, nur wenigstens teilweise die Nachteile und Gefahren des privaten Landeigentums zu verhindern. 2. Der I. N. F. ist zu einem machtvollen Instrument der jüdisch-nationalen Bewegung anszugestalten, zu dem Zwecke, die palästinensische Kolonisation, so weit sie durch private Initiative erfolgt, in nationalem Sinne zir regulieren. 3. Alle zionistischen Vereine haben für die Hauptidee des Nationalfonds — den Erwerb von Land als Nationaleigentum — Propaganda zu machen. Ziosismus snd Palästmafrage. Die Erklärungen der deutschen und der türkischen Regierung inbezug auf die nationaljüdischen Bestrebungen in Palästina haben die Erörterung der Palästinafrage der deutscheit Presse wieder belebt. Einen beachtenswcrtetl Aufsatz in den „Münchener Neuesten Nachrichten" vom 16. Januar liefert der bekannte Major a. D. Franz Carl End res. Nach einer Würdigrmg der englischen Dellaration betrachtet Major Endres die deutsche Erklärung und urteilt über ihre Bedeutung wie folgt: „Gegenüber dieser energischen Aufnahme der zionistischen Wünsche auf seiten der Entente (ganz gleichgültig, welches die inneren Motive waren) konnten die Mittelmächte nicht in ihrem Schweigen verharren. Ms erster sprach sich Graf Czernin wohlwollend und für die Zionisten aussichtsreich aus. Ihn: folgte die deutsche Reichsleitung mit einer von Ilnterstaatssekretär von dent Bussche geäußerten, ebenfalls wohlwollenden Ansicht. Und trotzdem hat die Aeußerung von dem Bussches etwas enttäuschend gewirkt. Es läßt sich alles und wieder nichts aus ihr herauslesen. Sie ist ein diploinatisch-dialektisches Meisterstück. Aber unsere Zeit will ein Ja! Ja! und Nein! Nein! und was darüber ist, ist ein Hebel. Fort mit allen Redensarten! Programme, kurz und bündig und so klar, daß jeder Kommentar überflüssig ist, das sei die politische Sprache der Gegenwart. Freilich, wir dürfen eines nicht vergessen. Die deutsche Regierung findet mit ihrer den Zionisten freundlichen Politik einstweilen noch die größten Schwierigkeiten an den pantürkistischen Strömungen in der Türkei, die in grenzenloser^ Ueberschätzung des rein osmanischen Elementes im türkischen Volk sich allein Fremden, was es auch sei und woher es auch komme, mit erbittertem Haß gegcnüber-- stellen. Solange diese Strömungen von politischer Macht sind, tut sich ein Freund der Türkei, der vernünftiggemäßigte Anschauungen hat und sich frei voir Größenwahnsinn hält, viel schwerer als ein Feind, wie z. B. England, das ohne Rücksicht tut, was ihm zu tun beliebt.- Es ist daher der deutschen Regierung doch von den Zionisten zu danken, daß sie tvenigstens so weit in ihrer Anerkenntnis des Zionismus als politischen Faktors gegangen ist, um sich überhaupt offiziell zur Sache zu äußern." Enders fährt dann fort: ,Menn wir die Aussprüche Talaats mit denen Diemal Paschas vor etwa einem halben Jahr vergleichen, können wir einen diametralen Gegensatz feststellen. Djemal Pascha, ein ausgesprochener Pantürkist (All-Türke) und wilder Feind des Zionismus — Talent ein verbindlicher Staatsmann, mit politischer Einsicht und dem Streben nach Schaffung erträglicher Zustände. Klarernoch als Talaat sprach sich Achmed Nessimy Bey. der türkische Minister, aus. Er sagte: „Nach Friedensschluß werden solche Juden, die von derselben Gesinnung getragen und belebt sind, wie wir sie in unseren eigenen Juden kennen und schätzen gelernt haben, willkommene Aufnahme im türkischen Reiche finden." Als die bedeutendste Aeußerung der letzten Zeit scheint uns der längere Aufsatz Maximilian H a r d e n s in der „Zukunft". Harden stellt sich in diesen mit .Livischen zwei Welten" betitelten Ausführungen auf den Boden einer absoluten Anerkennung und Förderung des Zionismus. Dr. I W. TMlerrsw. , Gerade vor einem Wendepunkt in der jüdische» Geschichte ist ein Mann von uns gegangen, der an dieser Entwicklung stark beteiligt ist, der sie unmittelbar und aktiv miterlebt hat. Dr. Jechiel T s ch l e n o w ist nach einer r Reutermeldung in London plötzlich gestorben. Das Werk * und Leben dieses Mannes werden in der Geschichte des Zionismus einen gebührenden Raum cinnehmen und in ihrer vollen Bedeutung erst dann ermessen werden. Hier mögen einige Züge des Verstorbenen geschildert werden. Dr. Tschlenow war eine Persönlichkeit von Idealismus durchdrungen wie wenige. Sein ganzes Leben ist von idealistischen Motiven durchwirkt gewesen. Derselbe Geist, der den im mittleren Mannesalter Stehenden zu deu uationaljüdischen Gedanken, zrun Zionismus drängte, hat Tschlenow stets erfiillt. Man ermesse: jene Zeit des vorigen Jahrhunderts stand noch ganz unter der Kaffe® Bnlilssd lg Kaieeratrasse 56 Kaiserstrasse 56 Täglich erstklassig« SBF* F&terhaltnagsBiaai& -sMj M'-mn.i fteaanga-Einlagen. im.m.=

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