Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 15 (1917)
- Issue
- Heft 48 (21.12.1917)
- Date
- 1917-12-21
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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:' ' i=ä; ■ V»'- n: s£'-: fe: l fv t-w - -* Ä £:: & ••■ - £•: % Seite 2. ~Imä>inä> für'Me JuHngH»vrHn. DeüsiHläßd'yHte'äuf. alle FÄle L«» /Schütz LerisiM 3 MMjo««r? Kiddn7 der i polnische« Gebiete übmüehmen mW«!- aber das hätte zu starken innerpoliüschen Mibüngmi'in Deutschland geführt. Den Polen aber wären die Juden so verhaßt geworden, daß sie schlechterdings in Polen nicht hätten leben können und Deutschland moralisch verpflichtet, gewesen Wäre, ihnen eine neue Heimat zu geben. Es wurde dann , auch alsbald diese Politik verlassen, die ja ohnedies von. den Polen, als/direkt polenfeindlich erachtet und stigmatisiert wurde. // Als dann erst der Plan eines selbständigen Polens' (etwaim'Jüli!1S16)/fefwre/Fvrm annahm, schlug die, deutsche! Politik in, der > Judenfrage eine Bahn ein, die juristisch - zwar im,/Rahmen, der allgemeinen Politik bedingt war,, die aber tropdem die allgemein menschlichen Gesichtspunkte niemals außer Acht liest.- -/Das Hauptprinzip.war: wenn die Lösung der Juden- > fragevon Dauer sein , solle.- und segensreiche Entfaltung versprechen sollte,, müßte sie in Polen von deg Polen autonom gelöst werden/ Mas rumänische Beispiel lehrte, doch die Mlfoktruinierung durch einen Weltkongreß den gewünschten Erfolg nicht haben kann. Sobald der Staatsrat gegründet war, richteten die Teitt der polnische» ZudeNhett, die am ehesten unsere Orientation/v^sichnden, diekonserpativtzn Kreise, eine Hul- Ligungsadresse. an Len Staatsrat und erhielten die (vorher sttpulierte) Antwort, welche', den" Juden volle- Gleichberechtigung versprach und Erhaltung , ihrer Eigenart qno aäreligionen. Auch die Ussimllätören richtdttn eine Adresse und erMelten eine zwarnicht sowarme, aber doch verheißungsvoll Antwort: - Es war auch die Absicht derleitenden Kreise in Warschau, die chsimilitischen Auswüchse in allmählicher Taktik zu bekärupsen. All«« als die nationalistischen sind zionistischen Letter im Stadtvat .eine aggresive Redenpolitik zu treiben begannen, wurde das/Schlagwort eines Judäo- Polonia geprägt, und auch dem ernstesten Willen polnischer Führer war >md ist! es schwer,. gHenüber diesen Stimmen /'Ruhe zu dewahr«m. Die Pöl«l.beü:achteu. das Bestrebenaus Polen einen RiHonalitAeüstaat zu machenals eine "Störung ihres .Nationaltraumes und würden es den Juden nie verzeihen, wenn tatsächlich ihnen von irgend einer 'Seite eine nationalistische Wsung aufgezwungen würde. , AWesichts dieser Situation konnte die deutsche Regierung, wenn sie sich nichtzdem lBorwurf der Perfidie aus-. setzyr wollte, unmöglich Maßnahmen im jüdisch-nationali- - flsichen oder zionistischen. Sinne, ürsfem. Sie mußteviel- '-mehr sich darauf beschränken, für die Jichen diejenige Be-» Handlung zu erreich«!- welche in Westeuropa üblich ist und mutzte es «ner späteren oMpationsfreiei^Zeit Werlassen, ob sich Juden und Polen im natjonaltgelinderten Sinn auseinauderseM^ Die deusich e Verwaltung hielt! es außerdem für unverantwortlich, diese wirtschaftlich b&*7 klassiertemoralisch noch rmhtl ertüchtigte, jüdische Masse dem Haß, der wirtschaftlichen' Vertilgung durch ihre . Schuld aWzüsetzen. Warn ükrhaupt je der nationalistische , ' Streit «msgesochttu wird; so. muß es doch oetsris paridas geschehen, bei gleicher poliüscher.Reife, bei möglichst ansge- . glichen«! wirtschaftlich«! Berhältnisse«. Die Zentralmächte ' haben außerdem den Wunsch,'die polnische Frage so weit während der. Okkupation, zu lösen, daß sie nächstens als ' .'Ganzesnicht aber in «üben? Einzelheiten Gegenstand des Weltfriedenskvngressessitt Das Streben der Nationalisten, durch die Jninmfrage: die polnische Frage auf dem Kongresse anszurvllen, war umsdmehr Veranlassung, «ne Lösung . der Judenfrage jetzt schon in-die Wege zu leiten. . Das konnte - aber, tpübereits erwähnt, nur in Zusammenhang mit den Pvlengeschehen. Wir Mir — Dr. Kahn. ,D. Red.) gckben deshalb den Juden in der Verordnung vom 1. Rovenwer 1916 bie Basis-einer jüdischen Organisation, machten die Judenheit zu ehier Körperschaft des öffentlichen Rechtes, gaben ihr eine aus allgemeine), Wahlen hervorgehendeobeffie Verwaltung gegenüber dem Staate, . begabten das .Gänze und seine Wi3>er mit ausgedehntem "Steuerrecht und Wiesen der Organisation in all ihren Teilen soziale.und külturelle AuHaben zu. <. Nachdem aber wir mP dem Munde der Polen diä Zusicherung der vollen Gleichberechtigung des Individuums hatten-.gabeu wir dem. Gesamtjudentum in der Verordnung alle/Wglichkett, sich «Hh kdllektiv zu erhalten und durch- .znsetzän. - " '; : Nichtsdestoweniger wurde auch diese Verordnung von dän Naüonalisten stärk bekämpft und zwgr well wir das /Judentum als Religiqnsgesellschast aussprachen./ Leider ^warrn He lautesten, jmresierr Schreier in diesem -Kamps . . .^Deutschedeutsche Zionisten. Ernste Kreise anch.im . zionistsichen'Lag«-«Lmnten übrigens den gewaltigen Wert der Verordnung an. Nichtsdestoweniger war im nmrttalen Ausland, insbesondere -tm jefct feindlichen Amerikadie ' deusiche Verwaltung so hingestellt, als ob sie gar nichts ' für He Juden tüte. Sie gab außerdem den Juden, volle Versammlungs- ... und -Bereinssreiheit. Die Zensur ist sehr milde, viel milder aiä bei uns in Deusichland. , ' ' /Km^, die deusiche Verwaltung leistete für die Juden : alles, was im Rahmen einer Omtpattonsbehöide möglich -. /ist, die nicht nur de« Augenblick betracht^, soWerft dem Lande, welches sie besiegt hat, auch für" die- Zeit nach - der Okkupation eine gedeihliche Entwickfting/gewährlÄsteü Sie .darf -anßerdMr nicht unberücksichtigt /lassen, daß eürtzrvßer.Dcil der: polnischen Juden die nationale« Aspirationen perchorresziert. / . > WrS die - deusiche Verwaltung für die JulM leistet; .gefchiüht. ichnr irgend einen Anspruch auf politische Gegenleistung.*) . - 7 - Wankfstrter ZpMÄtWrS FcmrMenAatt. . *) Eine kriöfche Besprechung der Dr. Kohnsichen -Ans- -führungen behÄten wir uns für die nächste Nummernot/ Sie zeigen, in welchem Geiste der -Vertreter der DrthdbvM/ Deüsichlands in dten^seiE-Tätigkeit «ufgefaßt und geleHtt hat. Me' /' . Der rümmende Fttede« «nd Die > J«de^rase. Me man weiß, hat die Internationale ihre ablehnende Haltung gegenüber den national-jüdischen Forderungen letzthin ge- ' - . l ändert. Das Holländisch-Skandinavsiche Manifest ist ein Beweis für dieses Verständnis, das infolge der starken Stel- " lung-die der Sozialismus im Laufe des ' Krieges erlangt hat, bei der Lösung der Judensrage zweifellos mit entscheidend sein - wird. Im Anschluß daran ist eine Enquew, die das Jüdische Presscbureau in . Stockholm zwischen einer Reihe führender Sozialisten' betreffs ihrer Stellung zum natiönal-jüdischen Probien, im Hinblick aus den kommenden Frieden angcstellt hat, interesiant und lehrreich zugleich. Wir bebinnen mit der auszugsweisen Wiedergabe'der Antworten. EamillüHuvSmanS, Skbretär des Internationalen Sozialistischen Bureaus und des Holländisch-Skandinavischen Komitees, formuliert seine Stellung, zur Judensrage wie folgt: Ich bin ensichieden für, die Anerkennung der Juden als Nationalität in allen Ländern, wo'sie in Massen leben, und für die internationale Regelung der Judensrage. Der Krieg hat deutlich genug bewiesen, daß die nationale Frage jedes Landes alle Länder berührt. Damit die jetzige Weltkatastrophc sich nicht wiederhole, müssen auf internationalem Wege Normen für die .Behandlung der Nationalitäten in den verschiedenen Staaten geschaffen ,verden. Das. Schicksal der schwachen Nationen darfnicht mehr den einzelnen Staaten übermitwortet. werden.' Ich habe kein ^Vertrau«, zu den Staaten. Ich Habe zum Beispiel ungeachtet der-großen Tragödie, die Rumänien gegenwärtig durchmacht, keip Vertrauen, daß es in der Zukunft den Jud«, Gerechtigkell widerfahren lassen wird, falls es selbständig über das Schicksal seiner jüdischen Bevölkerung wird verfügen können. Rumänien-ist in doppeltem Sinne ein Präzedent in bezug auf die jüdische Frage: Einmal wurde hier die jüdische Frage zum erstenmal international behandelt (Berliner Vertrag 1878), dann aber verletzte Rumäniensystematisch die Dereinharungen der Mächte, und^zwär «ms dem Grunde, weil die Mächte sich mit der ProMnnerung eines Prinzips begn.ügten, ohne Garantien sür dessen strikte Beobachtung, zuschaffen. Das darf sich nicht mehr wiederholen. Ich billige -vorbehaltlos die Forderung der ukrainischen Delegation, die auch von der sichechsichen und jüdischen Delegation unterstützt " wurde, daß bei dem zu schaffenden internationalen Trlliunal ein Ausschuß eingesetzt werden müsse zur. Wahrung der Rechte der Böller, und-daß das internationale Tmbümll zugunsten jedes Volkes intervenieren solle, dessen Rechte, von welcher Seite immer, verletzt werden.' . Die Rechteder Juden als Bürger und als Nationali- . tat müssen «mch in, dem internationalen Akte festgesetzt werden, der die Unabhängigkeit Polens prollamieren wird. Ich Habe den Eindruck, daß die Polen cmsgezeichnete Mensch«, sein werden, wenn ein wirksames Gesetz geschaffen wird, daß sie an «mdeven nicht tun dürfen, was «m ihnen getan'woro/n ist. Ich höre Klag«,- daß der Antsiemitismus den Geist der polnischen Gesellschaft so vergiftet hat, daß selbst sozialistische Parteien ihm erlegen sind. Da kann ich nur sagen: die Feindschaft gegen irgendein Volk ist mit den Grundsätzen des Sozialismus.so unvereinbar, daß jede sozialistische Partei, die antisemitische Polftik macht, sich damit außerhalb der Internationale stellt. Bei uns in 5Bctgi«t .ist der Antisemitismus so fremd, daß der Wann «ms dem Bolle ungläubig das Haupt schüttelt, wenn man ihm von Judenverfolgungen erzählt. - Was. Palästina betrifft, so fordertdas Manifest der neutralen Delegationen den internationalen Schutz für die dortige jüdische Kolonisation. Ueber die Aussichten des'ZiMismus können die Meinungen verschieden gehen, dem jüdischen Volk muß abernach dem Grundsatz, des nationalen Selbstbestimmungsrechtes in jedem Fall' das Recht zustehen, sein Schicks« nach, seinen eigenen Wünschen und-Idealen zu gestatten. Wenn dse jüdischen Massen in den Ländern bek Ostensin Rußland, Pole», Galizien und- Rumänien, in ihre Rechte eingesetzt sind, so entfällt zum tzxvßen Teil allerdings der Gruub zu ihrer Unzuftiedenheit- «llso «mch zur Auswanderung und zur Kolonisation in «mderen Länder«'.' - Aber das setzt einerseits nicht nur die rechtliche, sondern auch die soziale Gleichstellung voraus, und «mdeverseits muß ja auch der Faktor 'der großen Bevölkerungsvermehrung, in Betracht gezogen werden. An 5dolonisationsmaterial wird' der Zionismus jedenfalls keiner, Mangel haben. Der Krieg hat die große Bedeutung einer gesunden Landwirsichafr für den Bestand' und die Entwicklung der Böller' dargetan. Ich war niemals Anhünger des extremen Industrialismus. Der Sozialismus wirb sich unmittelbar nach dem Kriege mit dem Wgrarprvblem ernst zu befassen haben./W muß eine Pvlittk' der Produkttonsförderung treiben, d. h. eine bessere. Organisation der Wroduktionskräste der Menschhett anstreben. Das ist« für chie sozialistische' Jntertuttionale ein Grund nmhr, dem jüdischen Kolonssattonswcrk in Palästina freie Bahn zir öffnen. . " Der Schutz der jüdischen Kolonsiätion in Palästina, den das Manifest der neutralen Delegation«, fordert, verstehe ich in doppeltem Sinne, im negattven und positiven:. 7Es müssen einerseits Bürgschaften dafür geschaffen werden, daß die TürLi' die individuelle und kollekttve ' jüdische Kbwtlsiiltion in- Palästtnasticht mehr behindertaudererseits muß auch der Staat für fcfe Wohlfichrt und das Forttdmmen: Hsr /Kvlonisten! sörMN, «lls -Getzenteisürng für das, wassie dem Laude geben. Die Türkn,'-die leim; .Minderheit im Reiche 'bilden, und selbst/ äilßerstntzde sind, ’v.^. " . .. . , - , ‘ ■ r. 48. die großen in ihren Händen befindlichen Gebiete zu bevölkern und -zi, entwickeln, dürfen die . Tore Palästinacdem Arbeitsfleiß der jüdischen' Eiilwanderung nicht/ sperr.«,.; / - Die Erklärung Balsours, des!'englischen Ministers-i»s AeuHeren," England beabsichtige /dein jüdischen Volk zur Schaffung eines nationalen Heimes in Palästina zu/ verhelsen,. erhebt den Zionismus zu einem.F.ak t o r d e r Weltpolitik. Diese ^Erklärung ist eine Änerlennung der Kraft und des Einflusses der zionistische» Bewegung, die Stellung. Englands wird aber rückwirkend' den Zidnismns noch mehr starkem Die Internationale kann , sich . auch nicht länger dem Zionismus gegenüber indifferent Verhalten. Wenn sie: ihn gestern als Privasiache betrachtete, so ist das Heute, wo er eine Rolle' in der Weltpolitik zu spielen begonnen hat, nicht mehr möglich. / Auch -die Türkei wird wohl mit. der durch, die englische Erklärung geschaffene» Lage rechnen. In' diesem Gefühl werde ich durch Arußerungen des türkischen Politikers Nissim Mazliach bestärkt, der in der türkischen Kanimer den Wahlkreis Brusia vertritt. Herr Mazliach, der im Sonimer eine Besprechung mit de». Holländische Skandinavischen Koinitee gehabt hatte, besuchte mich, dieser Tage wieder. Beim letzten Besuch fiel mir bei ihm ei» Gesinnungswechsel hinsichtlich des Zionismus auf. Im Sommer hatte er erllärt, die Juden der Türkei genössen im Lande volle Gleichberechtigung, den Jude» des Auslandes gegenüber hingegen habe die Türkei keine Verpflichtungen. Diesmal verhielt er sich ^iiicht mehr so. ablehnend. Als ich ihn nach seiner Meinung über. Balsours Erilärung fragte, erwiderte er,, er habe den Eindruck, daß die türftsche Regierung auf dem Friedenskongreß in allen Fragen ohne Feindseligkeit und objektiv austreten und auch in bezug auf die Judenfrage und Palästina .mit sich reden lassen werde, daß es nur eine Frage gebe, in der die Türkei unversöhnlich sei, die Frage der Kstpitnlationen. , Wie dem auch sei, die Türkei wird, falls sie Herrin Palästinas bleibt, ihr Verhalten zu der jüdischen Kolonisatton, die sic auf Schritt und Tritt behinderte, gründlich ändern müssen."- P. I. Troelstr«, Führer der Sozialbemokrattschen Arbeiterpartei Hollands:; „Es ist eine unleugbare Tatsache, daß die Judensrage in ihrem.gegenwärttgen'Stadium eine nationale Frage geworden, daß sie nicht mehr eine Frage bloß bürgerlicher, d. h. individueller Gleichberechtigung ist. Diese Auffassung hat in den Reihen oer sozialistischen Juternattonale erst in letzter Zeit Platz gegriffen. Ich-muß bekennen, daß ich selbst hier umgelernt habe, und' zwar in hohem Grade durch die Bekanntschaft mit den Poale- Zwn. ... i Die Judensrageist in deno Ländern der jüdischen Massensiedlung, in Rußland, Polen und Galizien, Rumänien, eine der wichttgsten nationalen: Fragen, und! ihre Lösung ist nur aus Grund der Perso n al au t o n om ie möglich. ... i Es ist mir in den Stockholmer Vorkonferenzen-'auf-/ gefallen, nrit welcher Reserve sich die ukrainischen, und jüdischen Vertreter zum Gedanken eines unabhängigen Polens verhielten, von welcher Angst sie beherrscht waren, die. Polen könnten ihre Selbständigkeit zur Niederhaltung der nationalen Minderheiten mißbrauchen. Ich gestehe, daß ich die Verhältnisse in Polen zu wenig kenne, um mir ein Urteil darüber bilden zu können, inwiefern diese Ailgst begründet ist. Ich bin aber jedenfalls überzeugtdaß/die Forderungen der Ukrainer und Juden berechtigt sindmih daß in den "Gebieten, wo die Polen, die Mehrheit der Bevölkerung bilden, ans internattonalenr Wege Maßnahmen dafür! getroffen werden müff«i, daß die Freiheit der Polen nicht die Unterdrückung der nationalen Minderheiten bedeuten soll. SOJte die Stellung der Juden in Polen geregelt werden soll, darüber haben wir vom Jüdischen Sozialistischen Arbeiterverband Poale-Zion einen interessanten Gesetzentwurf erhalten, der ein wertvolles Material für die Internationale Kommission der Mächte sein wird, die das, Steckut des Friedensbundes der Völker auszuarbeiten haben wird . .,nj ' rj. . . '; Was Palästingobetrifft, so hafte; ich die Forderungen des Pvale-Zion-Verbandes zur Stockholnier Konferenz für durchaus berrechtigt. Alle- Hindernisse für die jüdische- Einwanderung und Kolonisation in Palästtua müssen be- , seitigt werden, und es muß dem jüdischen Kolonisationswerk durch die internättouale Rechtsverhältnisse die Möglichkett freier Entwicklung gesichert werde». Ich bin kein Freund kommunistischer Kolonien, wie: sie in früheren Jahrzehnten als Mittel zur Lösung der sozialen Frage ins Leben gerufen wurden. Die jüdische Kolonisation in Palästina ensipringt ader ganz anderen Motiven. Sie will Len entwurzelten jüdischen Massen wirtschaftliche Arbeitsgelegenheit bieten und stützt sich auf starke nationale Triebe. Das jüdische Volkhat Anspruch daraufdaß ihm die Freiheit der kolonisatorischen Betätigung// ge- , sichert werde. Deshalb fordert unser Friedensmausiest den internationalen Schuh für die jüdische Kolonisation in Palästtua." I Goldenberg, / > , Vertreter des russischen Mrbeitetrates im Organis.ationskomitee der Stockholmer Konferenz: 1 Ich erachte die internationale Regelung der Judenftage für um so notwendiger, als ja beide Mächtewalitionen in sie verwicklt sind (Rumänien, Polen, Palästina). Daß die Juden in «lllen Ländern ihrer, MässensiedluM ans die nationale Autonomie ebenso Anspruchhaben wie j«»es andere Voll, ist für mich eintz Selbst- - Verständlichkeit. i Mas Palästina, bettsist,, s» verstehe ich den von^Hw neuttalen -Delegationen geförderten Schuß dev jüdsichech Kolonsiätion in dem Sinne, daß. alle-: künstlichenr^HmdevH usisecheseittgt werdenmüssendie/das'-jWischerKvlötnMttvnsL- : -'