Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 15 (1917)
- Issue
- Heft 45 (30.11.1917)
- Date
- 1917-11-30
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2692297-2693025-2693070--10122-2705416- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
SchäfergaBse LS. Schäfergasse 29. ModernesTheater Vorführung stets neuer und hervorragender Filme Schäfergasse 29. SehSfeirgaBse 29. I Men heit auf dem FijLdepsbmgretz in Aveckmäßigxr mw wirksamer Weise zu ermöglichen. Die Grichdzüge eines .,dyn.Jnteressm^ der thorätreuest Massen des Asiens ent- .Mechenden,.PMrämms,^das sowohl die^PalästHtafrage als imch^dieiRechWt^lluntz der Juden,in der 'Diaspora, umfaßt, sollen.zunächL.vtzst den vrtyödoxen Organisationen in den einzelnen Länown beraten , und alsdann einer nach einem neutralen Lande einzüberufenden Konferenz unterbreitet werden. Nach Fertigstellung des Programms bleibt die rechtzeitige Fühlungnahme mit den anderen Gruppen der Juoenheit Wecks möglichster Verständigung über «einzelne gemeinsame Postulats Vorbehalten. Arankfurt a. M. Zur Mazzosbestelluug. ' Die Zentrale für Mtzzosversorgung G. m. b. H. schireibt: Im Anschluß an unsere Bekannünachuna vom 18. Nov. sehen wir uns veranlaßt, nochmals ausdrücklich darauf hinzuweisen, daß die zur Ausgabe gelangenden Bestellscheine.B nur für solche Verbraucher bestimmt sind, die sich am Pessachfeste des Chomezgenusses vollkommen enthalten. Verbraucher, auf welche diese Voraussetzung nicht zutrifst und der dennoch; den Bestellschein S -unterfertigen, können strafrechtlich belangt werben. Frankfurt a. SR. SdKferhen für HeeresangehSrige. DkeKonfervenabteilüng der,Sreien Bereinigung für die Interessen des orth odoxen Judentums" macht bekannt, daß hie Zahl der einem Bezieher wöchentlich zur. Verfügung stehenden Konserven auf die Höchstziffer von vierzehn erhöht worden ist. Die sonstigen für den Konservenversand geltenden Bestimmungen bleiben unberührt. Oesterreich-Ungar«. Sin. Jüdisch-pädagogische Kurse. ' Die Eröffnung gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Feier. - RegierungSrat Prof. Dr. Wilh. Jerusalem setzte die Ziele der Kurse auseinander. Die Kurse wollten-nicht nur ihre Hörer zu tüchtigen Pädagogen heranbilden, sondern sie auch dazu erziehen, daß sie den Geist des Judentums bei der künftigen Generation erhalten helfen. Dr. Siegfr. Bernfeld ergriff als zweiter Redner das Wort. Der jungen jüdischen Generation, die national fühle, genüge es nicht, sich nur gelegentlich, an, Feiertagen und bei Sitzungen, mit dem Judentum zu befassen. Sie habe nunmehr das unabweislichje Bedürfnis, in jedem Augenblick ihres Daseins jüdisch zu denken und zu wirken. -Daher strebe sie,auch, sich ganz mit jüdischen Kulturwerten zu erfüllen. In diesem Sinne müßten auch die kommenden Geschlechter im Judentum erzogen werden. Dazu feien aber tüchtige Erzieher nötig. Solche heranzubilden, sei die schwierige Aufgabe der jüdisch-pädagogischen Kurse, die zunächst nur ein Versuch seien und an die Hörer große Anforderungen stellen. : Im Namen des Exekutivkomitees der österreichischen Zionisten sprach der Präsident desselben Adolf Stand. Zu allen Zeiten, wenn das jüdische Volk in Gefahr gewesen sei, sei ein Jabne, ein Mittelpunkt der Pflege jüdischen Geistes entstanden. Er hoffe, daß der Versuch! gelingen werde. Vieles spreche dafür, insbesondere aber sei ihm die Tatsache, daß die Kurse in den Räumen der Frau Anitta MüÜerschen Institutionen abgehalten werden, die aus kleinen, schwachen Anfängen sich zu einem Werke von höchster Bedeutung entwickelt hätten, Symbol und Gewähr dafür, daß das begonnene Werk gelingen müsse und zu einem neuen „Jabne" sich erheben werde. Pole«. □ Lodz. Verteilung der Hilfsgelder. Zwecks Verteilung ■ der aus Rußland eingetroffenen Hilfsgelder hat sich hier dieser Tage ein Komitee gebildet. Auf einer Beratung des jüdischen .Hilfskomitees" wurde die Wahl vorgenommen, die u. a. auf die Herren St. Jarotschinski, Dr. Rosenblatt, Dr. Brande, Dr. S achs und I. Urisvhn fiel. Das Komitee hat schon einige Sitzungen abgehalten. Wie Dr. Brande auf der ersten Beratung berichtete, sind in Rußland für die besetzten Gebiete Polens an 700,600 Rubel aufgesammelt, wovon Lodz eine Summe von 125,000 Rubel zufallen soll. Infolge verschiedener Hindernisse ist das Geld an seinem Bestimmungsorte noch nicht angelangt, weshalb man sich an das E. A. C . der zionistischen Organisation mit der Bitte gewandt habe, auf Grund der an kommenden Gelder 400,000 Mark den jüdischen Hilfskomiteen zur Verfügung zu stellen/ Der Schritt hatte Erfolg und Lodz hat 75,000 Mark bereits erhalten. Es ist zu hoffen,- daß das Verteilen der Gelder gleichmäßiger und geordneter als früher von statten gehen wird. Holland. Da» holländische Rabbinat uud der Zionismus. •; .Der 'Oberrabbiner der holländischen Hauptsynagoge, S. A. Onderwyzer, äüßeitte.sich in einer Unterredung miteinem Redakteur des Jüdischen Korrespondenzbureaus im Haag. Mn Zionismus. Dje Konfermrz fand, in Anwesenheit i der anderen MügliÄer des RabbimrtS, die lebhaften Anteil an den Besprechungen nahmen, statt.. Der Vertreter des Korrespondenzbureaus wies auf die starke zionistische: Strömung in der jüdischen Orthodoxie Rußlands und Amerikas und auf das zionistische Manifest des kekannten palästinensischen Rabbiners Kuk hin. „Auch wir", erklärte der Oberrabhiner» „werden den zionisttschen Bestrebungen mit Bezug auf die jüdische Niederlassung in.Palästirm. unsere Sympathien nicht verweigern können, wenn-sie auf der Grundlage der religiösen Prinzipien des Judentums Iasieren werden. TWr rüigiöse Charakter der Mischen PAästinasiedlung und! ihre völlige Anpässung an die Gebote der Thora und der.Ueberlieferung zst eine'Voraussetzung für die Mitwirkung der jüdischen Orthodoxie an dem Wiederaufbau der jüdischen Gemeinschaft in Palästina. Die Erfüllung dieser Forderung; kann nicht von parlamentarischen Entscheidungen und dem Mehrheitsprinzip abhängig gemacht werden. Das Religiöse, der Grundgedanke und das Lebenselement des Judentums, kann nicht zum Gegenstand von Parteikämpfen werden. Es ist Axiom, das jede Diskussion ausschließt. Eine staatliche oder weltliche Machtstellung der Jüdenheit in Palästina, die nicht auf dem Religiösen in unserem Sinne aufgebaut . ist, ist eine Gefahr für das Judentum. Die Möglichkett der Verwirklichung des zionistischen Gedankens gebietet uns Orthodoxen, wachsam zu sein." Amerika. Der Mische Kongreß. Der jüdische Kongreß, der am 18. November beginnen sollte, ist verschoben worden. Palästina. Zur Lage Von der Deutsch-Holländischen Palästina-Perwaltung wttd uns geschrieben: Die kriegerischen Ereignisse in Palästina haben, wie nicht anders zu erwarten war, unsägliche Leiden über unsere Brüder gebracht und die Zahl der Hilfsbedürftigen in ungeheurem >Umfange vergrößert. Trotzdem, nach den bei uns bisher vorliegenden Nachrichten, Evakuierungen größeren Stiles nicht vorgenommen werden sollten, ist doch genug der Kriegsnot über , die Bedauernswerten hereingebrochen. Wir haben Vorsorge getroffen, daß unser Hilfswerk für die nächsten Monate unverändert im Gang bleibt und sind zu dessen Durchführung auf die gesteigerte kräfttge Unterstützung der weitesten Kreise angewiesen. Es bedarf sicherlich nur dieses Hinweises, um insbesondere alle unsere Vertrauensmänner zu reger Tätigkeit in einem Augenblicke anzuspvrnen, der für daS Schicksal unserer Brüder im heiligen Lande von höchstem Ernste ist. Ueberweisungen erbeten auf Postscheckkonto Frankfurt am Main Nr. 3553. Zionistische Nachrichten. Wien. Minister des Aeuüern Graf Czernin hat Dr. Hantle, Mitglied des Engeren Aktionskomitees der zionisttschen Organisation, in längerer Audienz empfangen. Tr. Hantke sprach über die polttischje Stellung der zionisttschen Organisatton und über deren Forderungen. Graf Czernin war von den Ausführungen beftiedigt und sagte seine Unterstützung bei der türkischen Regierung zu. Haag. Hier wurde eine puvliziittiche Unternehmung ins Leben gerufen, welche sich die Aufgabe stellt, von diesem neutralen Zentrum die jüdische Oeffentlichkeü über alle Vorgänge in der zionistischen Welt zu informieren. Die „Z. K." ist ein nach jeder Richtung unabhängiges Unternehmen. Sie' ist eine Schöpfung einer Gruppe radikaler Zionisten. Sie will dem Baseler Programm wieder unbedingte Geltung in der zionisttschen Bewegung verschaffen. Sie wlll ferner jeden Versuch bekämpfen, den Zionismus zum Werkzeug der Politik, welches Staates immer zu machen. Sie wird Unerbittliche Kritik auch in den lettenden Organen der zionistischen Bewegung üben. Sie wird in Betonung des internationalen Charakters der Judenfrage ihre Umwandlung in innerstaatliche Teilprobleme bekämpfen und alle Besttebungen unterstützen, welche auf die Aufrollung der Jndenftage auf der Friedenskonferenz zielen. London. 20. Nov. Der Londoner Korrespondent des Jüdischen Korrespondenzbnreans im Haag telegraphiert: Am 25. November findet in London eine zionistische Versammlung statt, in der Israel Zangwill sprechen und die offizielle Mitteilung machen wird, daß er und seine Partei (Jto) in die zionistisch« Organisation eintreten. Ans einem zionisttschen Bankett gaben Lord Walter Rothschild und Baron James Rothschild (der Sohn des bekannten Palästinafteundes Baron Edmund Rothschild) die Erklärung ab, daß sie die ganze Macht ihres Hauses in den Dienst des Zionismus stellen. - Die Erklärung der englischen Regierung für ein jüdisches Palästina hat die AssimÜanten veranlaßt, eine antizionistische Liga zu gründen. Zu den Gründern gehört u. a. Lord Swaythling. Das Programm enthAt folgende Punkte: 1. Eine Bereinigung englischer Juden nur auf Grundlage der mosaischen Religion zu bilden. 2. Allen Versuchen entgegenzutreten, eine besondere politische jüdische Nationalität zu schaffen. 3. Den Inden, die Palästina zu ihrer Heimat machen wollen, die Ansiedlung in Palästina zu erleichtern. Der Kriegnnd die Juden. Fraakfart a. W. S aem h Rasend erg, Sohn der Mtwe Frau Gabttck Rosenbevg, Friedberger Landstr. 3, .wurde zum preußischen Artil-lerre-Leutnan t befördert. : Frankfurt «. Di. Max Etfenkraemev bim Hause Beer, Sondheimer u. Co. wurba zum preußisch« Artillerieoffizier befördert. Berlin. Hans Ovv enaetmer, Sobn der Fra» Sanitätsrat Dr. O-, wurde mtt der bronz. bulg. Verdienstmedaille am Kriegsbande ausgezeichwt. Krenzhnrg Leutnant Fritz ToluS erhielt ha» Eiserne Kreuz 1. Kl. Student Hans Tokns wurde-zum Leutn<rnt befördert. ' / ^, / Wien- Blochs, Wochenschrift deneichntt/m M..-,48/ ststgende, Auszeichnungen an Juden: 2 gtzitttr-- /kreuze des Franz Josef-Ordens, 21' sW., 41 bronz." SWnum lau&iäy 18 MllitäröeMyistkrenze, 31 Ald., 13 sM.- Berdienstkreuze m. d. Kv»ne^ .3 gold., 2 silb. Verdienst--; kreuze, 25 silb., 76 broriz. TäpserkeitsmedaAeir.; ", Bndapett. Der zwanzigjähige FäonrichAlexander Adler, Sohn des hiesigen Rabbiners, wurde mtt der silb. Tapferkeitsmedaille 2. Kl. und mtt dem Karl Trnppen-Kreuz ausgezeichnet. Perianalie» «. Heine ftitteifottte«. Men. Max Üeberretch und Frau ged. SonnenseD, eine Schwester des Jerusalemer Rabbiners, feierten die goldene Hochzeit. Ter Verein zur Wahrung dev Interesse« des orth. Judentums in Wien und Niederösterreich hielt seine Generalversammlung ab und wählte in dieser folgenden Vorstand: Bernh. Hofbauer (1. Bezirk» Tuchlauben 20) als Obmann, Albert Breuer, Ed. Deutsch, Stellvertreter, Ignatz Back, Kassier, Wolf Pappenheim, Dv. H. Reiniger, Schriftführer, Sig. Bondi, David Bischofswerder, Kontrolleure, Gustav Arsterlitz, Moritz Felsenburg» Friedrich Fischer, Markus Kamm, Osias März, Wilhelm Kritzler, Franz Neumann, Heinrich Pappenheim. Nattza« Schiff, Julius Steinfeld, Lipe Tinll. Borsteher. Max Hofbauer» Samuel Schwas, Revisoren. Men. l'eovo ld Ho> ovitz. der berühmtePottrAmaler, Ehrenmitglied der Akademie der bildenden Künste in München, Ritter des Ordens der Eisernen Krone usw., ist — 80 Jahre all — gestorben Und in einem Ehrengab neben Karl Gvldmark beigesetzt worden. Budapest. Tr. jur. Heinrich Ganda. Chefredakteur der „Ungar. Korrespondenz", wurde zum Chef des Preßbüros des Ministerpräsidiums ernannt. Er ist erst 35 Jahre alt. Ganda hat seinen ständigen Sitz in der orthodoxen Synagoge. Warschau. Hyppolyt Grünwakser, Geschichtsforscher, wurde zum Referenten für jüdische Angelegenheiten beim Departement für Religion und'Bildung er. nannt. \ Stockholm. Ober-avbiner Dr. Ehrenpreis richtete wegen der Lage der Juden Rumäniens im „Svenska Dagbladett' einen offenen Brief an den französischen Ministerpräsidenten Clemenceau. Frankfurter Berichte. Kleine Notizen. Die Agudas Jisrvel-Jugendgruppe bittet geeignete. Persönlichkeiten, sich ihr zur Erteilung von Prrvat- und Nachhilfeunterricht zur Verfügung zu stellen. Sffiefcdungen von Lehrkräften und Schülern nehmen entgegen: Frau A. Meyer,- Baumweg 22, Frl. I. Katz, Röderbergweg 71. Die Leitung des HeinemaUnschen Privatlhzeums wttd von Ostern u. I. an voraussichtlich nt die Hände des Herrn Dr. Jsaak Heinemnnn übergehen. In dem neuerschienenen Verzeichnis der Frankfurter jüd. Vereine usw. mutz es unter Nr. 67 Jüdische Frauenoereiniguug richttg heiße«: Vorsitzende: Frau H. Besthoff, Friedberger Anlage 17, an die auch alle Zuschriften zu ricMn sind. Hei« des Jüdischen FraneubuuSeS in Reu-Jse»dmrU. Am 2. Dezember, 10Ve Uhr vormittags findet in Neu- Isenburg, Taunusstraße 3, die Feier des 10jährigen Stiftungsfestes des Heims des Jüdsichen Frauenbundes statt. In den 10 Jahren seines Bestehens hat das Henn «jjne! große Entwicklung durchgemacht. Heute dienen drei Häuser zur Ausnahme der Schutzbefohlenen. Anläßlich des Sttftungsfestes findet eine kleine akademische Feier statt, daran anschließend eine Verlosung. Gönner und Freunde der Anstalt sind herzlichst eingeladen. Chanukafeier. Die Zionistische Jngeudgruppe veranstaltet am Sonntag, den 3. Dezember, nachanittags 4Ys Uhr» ät der „Alemannia", Schillerplatz 4/6, eine Chanukafeier. AuS dem Programm: Festrede gehalten von Dipk.-Jng. N. Grünstein, Rezüationen und musikalische Borttäge. Eintrittskarten zu M. 1 sind bei den BorstandsmttgliederU, in der Zigarrenhandlung Michaelis, Langestr., sowie nachmittags an der 5kasse zu habe«. Kaffee Buhland Kaiaeratraaae 56 Kaiaeratraase 56 TSglich. erstklassige |^: Vnterhaltangsmaalk -MM i -; Gesangs - Einlagen. ——t