Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 15 (1917)
- Issue
- Heft 35 (14.9.1917)
- Date
- 1917-09-14
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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€eiie 6. Arankfurter Zsraolitisches KamÄienblatt. Nr. 35 INr I , '!i r .8t: i \ 'i: ^5« ... lri'iU -;1t Auf, Ihr Brüder, Pßicht Euch die Hand zum Thorabunde! Ans tausend Wunden blutet die Menschheit. Tod und Verderben, Not und Entbehrung, Krankheit und Siechtum schreiten einher. Schwer lastet der Gottheit strafende Hand auf unserem Geschlechts. Und wir!?-Haben wirs endlich begriffen, dass wir folgenschweres Unrecht begingen, als wir fremden Idolen nacbjagten und das Wort unseres Gottes verliessen? Kann es in dem Strudel der Vernichtung einen anderen Rettungsanker für die jüdische Gesamtheit, für die einzelne Familie, für den einzelnen Juden geben als die Rü c k k e h r. z u r Thora?? Törichte Vermessenheit, wenn menschliche Ohnmacht zu vermögen wähnt, was nur der Wille des Allmächtigen vermag! Hat aber der Allmächtige es nicht gekündet, dass er seine Gnade uns nur zuwenden werde, wenn wir wollen, was der Wille seiner Allmacht uns geboten?? Darum heisse die Losung für jedes jüdische Herz, das noch einen Funken der Treue sich bewahrt bat: Zurück zur Thora! Zurück zur Thora! Um unserer selbst willen! Zurück zur Thora! Um des Judentums willen! Zurück zur Thora! Um der Menschheit willen! Wir wollen unsere Jugend wieder-hinführen zu den Quellen der jüdischen Lehre! Wir wollen Schulen erbauen, wo der Geist unserer Kinder sich nähret an dem lichten Geiste göttlicher Weisheit! Wir wollen prächtige Menschen erziehen, erfüllt von tiefster Gottesfurcht, hervorragend an Geist und Wissen, das Herz voll Liebe zu Gott und der Mitwelt, stark im Wollen, praktisch im Handeln. Der Thbräbund hat den Weg hierzu, bereits'in verheissungsvollem Anfänge betreten. (Urteile, Broschüre, Auszug aus den Satzungen zur Verfügung.) . Wer möchte bei diesem Werke des Thorabundes nicht mitarbeiten, das nur den reinen Seelen unserer Kinder gilt, das.erhaben ist über allen Streit des; Tages; über allen Hader, der Parteien?? Darum auf, Ihr jüdischen Männer und Frauen, Greise und Jünglinge! Meldet Euere Namen unserer Leitung! . Stellet ein Teilchen Euerer Zeit, Euerer Kraft, Eueres Einflusses der Werbearbeit für den Thorabund zur Verfügung!*) Auf, Dir Grossen und Reichen! Spendet, wie es eines Werkes würdig ist, das eine neue starke Zukunft schaffen will. Wem der Allgütige ein grosses Herz und Güter'des Glückes geschenkt hat, der lasse ein fähiges Kind erziehen und ausbilden, auf dass es künftig ein Führer werde in Israel. Und we der Einzeln« es nicht vermag, da trete zu diesem Zwecke der Freundeskreis, die Familie, die Gemeinde, der Bezirk zusammen. Auf, Ihr Rabbiner und Lehrer, Ihr Vorsteher-der Gemeinden, Ihr Männer jüdischer Tat, Ihr -Frauen jüdischen Herzens, wirket für diesen Gedanken! Auf, jede jüdische Hftnd! Auf, jedes jüdische Herz! Keiner scbliesse sich ans! Es steuere jeder Einzelne bei, was in seiner Kraft steht!. Jeder Beitrag ist ein Sühnegeld der Seele! Jede Spende ist ein Baustein zum Heiligtume unserer Zukunft! Die Lew Des ThomMes. Leo Wresehner-Erankfurt am Main, Bundesvorsitzender; Kommerzienrat George Marx-Königsberg, Vorsitz®nder des Finanzausschusses; Sanitätsrat Dr. Elieser Rosenbaum - Frankfurt am Main; Dr. Jonas Simon - Heidelberg; Sanitätsrat Dr. Hermann Stern - Fulda. i Telephon Nr. 1386. Adresse für Briefe und Telegramme: THORABUND HEIDELBERG. Kontonummer 11695 Postscheckamt Karlsruhe. Bank-Konto: Rheinische Kreditbank. *) Es wird keine schwere Arbeit sein, wenn viele Hände sich rühren. Seohs Hark Mitgliedsbeitrag werden die meisten Euerer Freunde und Bekannten gerne leisten, wenn ihr nur aufkläret und anspornet. Sind doch schon eine stattliche Zahl von Anhängern unserer Bestrebungen mit gutem Beispiele vorangegangen und haben Zeichnungen von Hunderten dem Werke gewidmet. ti Ibi hij hei