Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 15 (1917)
- Issue
- Heft 16 (27.4.1917)
- Date
- 1917-04-27
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr- 18. Seite 5. ein Rabbiner vevsuchentz.Er geksörkzamiOvenigsten ffich selbst an, vdex zumindest glaubt die :Un»tvelt, ihn zu jvh«' Zeit.» für ihre' vst so kleinlichen Interesse,i in Anspnich nehmen zu dürfen. Da haben tvir's! Mitten im besten Abspiime» aufsteigender Gedankciifüden klopft es an meine Türe. (Ls. ist ein Besuch eines der in der Nachbarzemeinde nntergebrcichten galizischcn Flüchtlinge, der sich gedrängt fühlt, dem Rabbiner seine persönliche- Aufwartung zu machen. Zählt er sich doch sozusagen gleichfalls zu dieser auserwählten Gilde. Denn obwohl eigentlich mir Schochct, darf er sich doch "einen „Lamden"-) nennen, besitzt „Hatores"^) von den größten „Geonim"Z. Demzufolge begrüßt er mich auch mit einem kollegialen „Scholem alechcm", nimmt unaufgefordert mit schmnnzelndcm Behagen gleich Platz, um sofort' in medias res d. h. zu einem „guten Wörtcl" überzrcgehe», dos mir seine Geistesebenbürtigkeit in niizweifcl- Hafter Weise dartun soll. Wohl oder übel ikucß ich zuhören, -muß die/, waghalsigsten Gedankensprünge aus Talmud, Midrasch,-nsw. über mich ergehen lassen. Es scheint ihm sichtlich Freude zu machen, michdurch seine. Geistesghmnästik zu verblüffen, die immer wieder an ein neues Argument crilknüpfend sich ins Endlose zu verlieren droht.' Da fällt sein Blick zufällig auf ein an der Wand neben dein Bücherschrank hängendes Bild, einen allen Mann mit Tallis Und Tesillin darstellend. Und plötzlich, fast ohne Uebergang führt ihn dies zu der Bitte, ob ich ihm nicht zu einem Paar Tesillin -für sein „Jüngel" verhelfen könnte. Eigentlich brauche er noch so manches andere für sich, seine Frau, seine Töchter. ... Diese nnverrnntete Wendung in der bis nun so einseitig geführten Unterhaltung gibt mir den Mur, den Versuch zu wagen, auf einen Abschluß des Besuches hinzulenken. Meine Versicherung einer möglichst baldigen Erfüllung feiner Wünsche zeitigt indessen nicht ganz den von von mir im Stillen erhofften Erfolg. Denn entweder als Mcgenleistung oder um nicht bei mir den schlechten Eindruck, bloß als Bittsteller gekommen zu sein, zurückzulassen, schickt er sich hu meinem Schrecken von neuem an, noch ein „gut Wort", aber nur ganz kurr, vorzutzringen. Und 'wer tveiß, wie lange dieses .stürze" Wort gedauert hätte, wenn nicht im rechten Augenblick mir ein Retter in der Not in der Gestalt meines „bestem Freundes", des Schammes, erschienen wäre, der mir wieder eine seiner „wichtigen" Mitteilungen zu ücachrn hatte. Sonst über derlei Zubringungen nicht gerade sonderlich erfreut, nehme ich diese heute mit umso größerer Geneigtheit entgegen, als sie ja. für mich eine Art Erlösung bedeuten. Es gibt Tage, die als verloren gelten können, die man von vornherein gleich aus dem Kalender streichen könnte. Und der heutige Tag scheint ein solcher werden zu wollen. Denn eben versuche ich cs nicht ohne Mühe, denabge- ,rissenen Faden in der Gedankenfolge meiner Predigt von neuen, anzüknüpfen, als ich wiederrcm eine fremde- Stirn me im Borräum vernehme. Diesmal ist cs zwar kein Besuch, dafür aber etwas Schlimmeres. Frau Strösler, die Gattin unse>-es Vorstehers, rückt mir mit einem ihrer „Schaales" (rituelle Anfragen) an den Leib. Mit vorähnendem Schrecken sehe ich heranzieyen, was "meiner mm hart. Denn wenn Frau - Strösler die Schleusen ihrer Beredtsamkeit öffnet, dann rauscht es hervor'in gar mächtigem Schwoll, und kein Ende ist abzusehen des grausamen Spieles. Auch muß sie entschieden ein viel zu schlechtes Gedächtnis bei mir voraussetzen, da sie jedesmal r— von neuem mit umständlicher Breite und einer ins Einzelnste gehenden Genauigkeit — von ihre», streng religiösem Baterhanse und ihrer eigenen frommeir Erziehung 'zu erzählen beginnt, und dies alles in einem so gewählten Deutsch (sprich: doitsch!), daß mir vor soviel-Bildung angst und bange wird. Heute scheine ich ihr aber doch kein besonders geneigtes Ohr zu haben, für derlei krampfhafte Anstrengungen, sich ins beste Licht zu setzen, und so geht sie notgedrungen, zu dem eigentlichen Gegenstände ihres Kommens rascher als sonst über. Es ist in der Tai ein ganz verzwickter Fall, den sie nur da vorzulegen hat. Beim heransnehnren des Weschet (Speiseröhre) durch hie Köchin sei dieser mitten inzweigerissen, und während sie den in der Gans zurückgebliebenen Teil hervorznholen bemüht war, sei das bereits zutage geförderte 'Stück verschwunden imd war nicht mehr wiederzufinden. Sicherlich müsse ihn die Katze verschleppt oder gar gefressen haben, , Wh löse den mir gebrachten Teil des Weschet aus seiner Papierumhüllung, untersuche genau die Rißstelle, ob sich nicht an dieser selbst die Ursache seines Reißens feststellen lasse. Was nützt es aber, daß das mir vorliegende Stückchen , -nichts Verdächtiges aufweist, wenn der andere Teil abhanden gekommen, ist? Im Talmud wird zwar von einein Falle berichtet,, wo ein Wolf die Eingeweide ein»P ebeir geschlachteten Tieres weggeschlevpt, — aber eine Katze ist doch kein Wolf, und so viel Rücksicht darf nian wohl von einem solchen zivilisierten Haustiere erwarten, daß cs sich zumindest nicht an jenen Weschets vergreise, an welchen eine „Schaalc" borliegt! — Frau Strösler scheint indesseil doch nicht allzngespännt Auf Nieine Entscheidung zu seiir. Denn während ich bemüht bin, mir über den ganzen Fall ini „Schnlchan Aricch" Klar- . heit zu verschaffen, benützt sie ihrerseits wieder die sich darbietende Gelegenheit, um über die Irreligiosität der Frauen von heute hcrzuzieheu, die alles andere im Kopse hätten, nur nicht -den Sinn für jüdisches Hansführen. Ueberhcmpt sollte ein Mann bei der Wahl seiner Lebensgefährtin in erster Linie darauf sehen, daß sic auch! aus einem religiösen Hause stamme. Ich tveiß nicht, Ivieso es kommt, aber urplötzlich be- . ginnt eine ftirchtbare Ahnung in mir anfzusteigen. Sollte Frau Strösler am Ende vielleicht es sich in den Kops gesetzt haben, mir gegenüber die Rolle der Schicksalsfce spielen tzn/wollen? Und wären alleähre Besuche, wie auch . -) Gelehrter. s) Rabbinatszeuguis. - . . f- ■ - 4) TalmuhWen Dröße. r_ IranFurter /Israelitisches Familienblatt. - die heutige- „^chaale^ nichtZmrndercs, als nur ein' gcschiHer ' .Bvrwapd/.ähve-: geheimsten °Pläne zur Benvirilichung 'zu'' bringen? Und weshalb sollte eine Mutrer von zwei Ht'uschcn Töchtern eigentlich nicht den Ehrgeiz besitzen, eiueu Rabbiner tzum Schwiegersohn zu bekommen? Vom ureusblichen Standpunkte ans gesehen wäre ihre Tattik nur zu rechtfertigen oder gar zu belouudern. -- ick aber verspüre sie «als einen Eingriff kn die rmveränßertichen Reckte meiner Willens- und Wahlfreihcit, und darum beeileich micli, zumal auch glücklicherweise die Stunde für -die..Erteilung, des Religionsunterrichtes naht, sierem--weiteren Vezsucke eines Vorstoßes znm gelvvlllen Ziele dadurch ein Ende'zu bereiten, daßich die in Frage gestellte Gans fstr/koicher erkläre, fügejedoch küchelnd hinzu, das; die Katze „trefa" Und sie -verdiente-auch lvirklick trefa, d.-h. eigemtich, zerrissen zu lverdcii,.oder ein anderes ähnliche.' Los, als gerechte Strafe dafür, mir durch ihre frevelhafte Geuiißgier meine, kostbare Zeit geraubt' zu haben. ■ /_ Literarische Notizen. Von öer jüdische» Presse. Mitte Mai soll iu Zürich die. erste Nummer einer neuen jüdisch-nationalen Haldmouäisschjift „Das Erwachen" erscheinen. In Petrikan begann eine jüdische Wocheufchriit ilaiicens „Petr v ko wer Stimme" zu erscheinen. Das Blatt wird vo» dem 'Zionisten und Ratsmaun M. F e i»- k i n d redigiert. Die jüdisch-sozialistische Partei in Rußland gibt nach Unterbrechung von drei Jahren ein jüdisches Organ wieder. Wenn sie siegten! 45 Pfg. Berlin SW. 68, Max Pasch. - Inhalt: Wiedergabe einer in'Paris erschienenen, diel verbreiteten feindlichen Anfteilungskcuxe mir wortgcircuer Uebersetzung der Erläuterungen, die das Original einrahmen, betitelt: „Das Europa der Zukunft, wie es die Allierten durchsetzen müssen, nun den ewigen Frieden in Europa zu sichern" — Gegenstück zu dem „.Europa der Zukunft" im Hirne der Atlierlekr „Das heutige Europa «ach der Kriegskarte, loie sie die verbündete!» "vcere der Mittelmächte gestaltet haben". Laut deutschen Blättern erscheineir im Gencralgouvernemcnt Warschau 144 Zeitungen in verschiedenen Sprachen. Die jüdische Presse beteiligt sich an dieser Zahl mit 6 Tageszeitungen „Bi v m e n t", „H a i n t". ,.D a s j n d i s ch c W o r t" in Warschau, ,.Lodzer Volksb l a t t", ,.L o d z e r Tageblatt" und ,.C z e n st o - chaner Tageblatt" und 4 Wochenschriften: die hebräische „H a z c f i r a h",> „D a s j n d i i ch e V o l k" „D a s Bol k", Organ der „Volksgruppe" und endlich die vonr „Bund" .herausgegebenen „Lebensfragen" und das pädagogische Journal „Schule und Erziehung", alle in Warschau erscheinend. Wie das „Lodzer Bvlksblatt" meldet, hat der jüdisch? f hilanthrop in Moskau I. Rabbinowicz 100 090 Rbl. zur cransgabe einer jüdischen Zeitung in Moskau unter her Redaktion der jiidischeir Journalisten Sch. R v scnfeld . I. Gr in bann», Dr. Elia schein (Baal hamalschawoth) sind Ben-Zion Katz. hergcgebcn. Immerwährender Gartenkalender und Saat-'und P fla u z tabell e „KoSmos". sStuttgarter Bilderbogen Rr. 14.) Franckh'sche Berlagshandlung, Stuttgart. Preis 25 Pfg.; bei 50 Stück je 23 Pfg., bei 100 Stück je 20 Psg. Die Kriegsflotte der Bereinigten Staaten von N o r d a m e r i k a. Eine Aufstellung sämtlichdr Kriegsschiffe mit 38 A'b ldungen von Shisssthpen nach dem Stande vom Januar 1917. (Stuttgarter Bilderbogen Nr. 15.) Franckh'sche Berlagshandlnng, Stuttgart. Preis '25 Psg. ' ' ' Jüdisches Archiv. Mitteilungen des Komitees ,.Jüd»- - ichcs Kchiegsarchiv". Sonderheft: Die Juden Le in - bergs unter der Russe,».Herrsch af t von Prof. S. Bremb erg-By t ko Ws kt. Lieferung 8/9 1917. In» Verlag von R. Löwit, Wien. Die soeben erschienene Dvppelliesrrung 8/9 der Mitteilungen' „JüdöcheS Archiv" repräsentiert sich als Sonderheft, das abgesehen von Gefallenen- und AuZge.zeichneten-Listen, lediglich ein Thema: „Die Juden Lembergs unter der Russenherrschaft" behandelt. Und zwar iit es eines von den Mitgliedern des Lembergcr jüdischen Hilfskomitees während der Jnbasionszeitst Herr Prof. S. Bromberg-Bhkkoioski, deruns die Ereignisse, deren leidender und tätiger Zeuge er war, in durchaus facklicher und dock äußerst lebendiger und eindruMvoller Weise erzählt. Schon die Kapitkl-Ueberichriftcn lassen eine ebevso iullaltsreiche als packende Schilderung erwarten: Die rolitische und ökonomische Lage der Juden: Die russische Methode; Der blutige Sonntag; Preistreiberei und Brotwncher: Der Rnbelknrs: Die Juden küssen Kosakeupierde; Die Ochraüa und ihre Gesellen: Die Kaffcektubs: Die Bcsreiung aind Besorgung der Gefangenen: Die Notstandsaktion und das jüdische Hilsskoniitce, Vielleicht greifen wir aus dielen Ueberschrifteir diejenige heraus, welche „Die russische Methode" läutet, um den Hauptwert der Schrist, nicht mir, für die jüdischen Leser, zu keim-eichnen. Wer russische Methode anschaulich, am Einzellchicksal einer Stadr und einer Judengemeinde dargesteltt, kennen lernen will, der laste sich die wirklich verdkenstvölle, gediegene Arbeit -des Prof. S. Bremberg-Bytkowski Nicht entgehen. Tie ist Geschichtsschreibung bester Art. "Die g cislesghschächtkiche. Bedeutung....der B ,-b e st von 9t 1» d o ls' En ck e it. 10' Seiten 1' Rk. Leipzig, 'Alfred Kröuer Verlag. Das, was ein Euckru sagt, hat auch für mis Juden Interesse, trogdein er hier als- Elirist spricht u„d das svgenannte Reue Testameur einvczieht. Es seien deshalb nachstcRend einige wiirer BuSsprüche wiedergegcben: „Je mebr die- Bewegung der Kultur Unterschiede und?tbstufnicgeu erzeugt und dadurch die Menschen anseinaudertreibt, desto notwendiger lvird eine Gegenwirkliig, ein vlnfrechterhakten einer inneren Gleichheit alles dessen, was mcirschliches 'Airgesicht trägt, ein 'Anerkennen eines gemciiiiaincn, aller Scheidung überlege,ie» Lebenszieles; eine solche Gegemvirkuug aber geht »»uverke»»nbar von der _ Bibel aus, von ihrer Berbiudung schlichter Einheit und „'Alles hcroiscl-e iu der Kunst führt in die Nähe der Religion. Dazu kommt die 'Besonderheit der biblischen Sckirisieu mitihrer eindringlichen Borhaltung einesüberaus reiä-eu - Geiuälöes von . Natur und Meuicheulebeir. Die Natur zeigt hier sowohl die erhabeudstei» wie die anmutigsten Züge, von der unvergleichliche» Erhabenheit des Schöpsniigsberichrcs bis zu den Idyllischen Szenen des Hirtenlebens am Brunnen: wilder Sturm mit Donner. und Blitz, wie stilles Säuseln mit friedvoller Landschaft treten gleichmäßig vor Augen. Und mehr noch enthüllt das ttzienschenleben mannigfaltigste Gestalten »»nd Geschicke, in ihrer schlichte!» Einheit auss kräftigste -ausgeprägt, charaklcrislische -riiven deS' MruschemvesenS, a»»ch dadiircl! ins Monuinenrale wirkend, daß sic uns in eine wohltuende Ferne gerückt sind, von wo nur die großen, Züge zic uns sprechen und N>o biographische Kleinkunst'- nicht von der Hauptsache ablenkt. 'So erhielt hier die _ Phantasie sowohl kräftige Anregungen als feste Anhaltspunkte-. kein 2L»»uder, daß schaffende Geister sich von diesen Gestalten aufs mächtigste angezogeu gefühlt und in ihre Darstellung das Beste ihrer'Seele cr-gossen haben: kein Wunder auch, daß die Befassung mit i'hnen naiuentlich iu solchen Zeiten innig und fruchtbar wurde, lvv^ cs neue Höhen zu erttimmen und einer Berküustelung der Kultur ursprüngliches Leben entgegeiizusetzen galt. So waren cs ebeir die 'Allergrößten, welche hier Anschluß sicchteii »»nd aus dieser O-»»elle schöpften, das aber ebensowohl in den .bildenden loie iir den redenden Künsten, in Plastit '»»»»d Malerei, wie in M»»s»k und Poesie: es genügt, die Namen von Michelangelo und Dürer, von Bach und Goethe zu nennen." „Nichts gibt einen» Bolk mehr -stärke als eine enge Verbindung von Religiösem und Nationalem.'.' Unsere Frieden sfr a g e. Von einem Zionisten. 1. Heft der Jüd. Kriegshefte, hcrausgegeben von Dr Wilhelm Bcrkclhammer, Wien. Wien, Moriah-Verlag. Das «chriftchen schließt: „Wir brauchen, nn» an -die praktische Lösung der Ostsndcufrage überhaupt herantreten zu können — die günstigsten Bedillguligen vora>»sgesetzt — und iu 'Anbetracht dessen. Sesinnungsgensjsrn I Tie russische Revolutiou hat den Juden Rußlaiuds die Freiheit gegeben. Die Fesseln, welche de»r größten ,Teil rmseres Volkes gebunden hiel- .ten, sind gefallen. In tiefer Erregung grüßen »vir unsere befreiten Brüder. Wir alle h»iben ihre Schmerzen utitenrpsuu-' den, ihre Enttäuschungen »nitgefnhlt. Ihr Kampf >var unser Kamps. Ihr Ringen um Freiheit enrfachtc zur F-laiuuce den Freiheitsdrang des jüdischen Volkes, der seinen leuchtenden Ausdruck in der zionistischen Bewegung. gesunden hat. Starker Hoffnung voll sehen »vir der Zukunft entgegen, .in der es ^unseren Brüdern in Rußland möglich sein toird, in Freiheit an der nationalen Erneuerung des jüdischen Volles mitzuarbeiten, ödierfür ist uns Bürgschaft die Haltung des russischen Judentums iir den lctzterr Jahrzehnten und die Entwicklnug, . die die jüdische Freiheitsbewegung jetzt schon in Rußland genommen hat. In den Freiheitsschrei der unterdrückten Völker Rußlands klcing hell und freudig der Ruf der russischen Jpden. Es ,»var kein Zögern und kein Bedenken. Tic Juden Rußlands haben ihre nationalen Forderungen ausgestellt in vollem Bewußtsein der hohen Bedeutung der. Tie russischen Juden waren stets die treuesten, die tätigsten, die hingebendsten Zionisten. -Unsere Beiveguug verdankt ihnen Unschätzbares. ~ - Ein von . seinen Fesseln befreites, seiner nationateir Aufgaben bewußtes russisches Judentum gibt unserer Beiveguug neue und ungeahnte Kraft zur Verwirklichung unseres, uralten Zionistenideals. . Das Aktionskomitee der Zionistischer» Organisation. kVsrbor».