Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 15 (1917)
- Issue
- Heft 8 (23.2.1917)
- Date
- 1917-02-23
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 3. Nr. 8> Cafe Kaisergarten am Opernplatz Erstklassiges Eamillen-Cate Jeden Nachmittag von 4 bis 7 Uhr und Abqnd von 8V» Uhr ab WT BLimstTer-BLonz^r*. säl doppelt tragischist, wenn sie sich in ihrer, Vereinsamung auch vom Judentum - avgeschnitten fühlen. . Der genannte Verein nimmt sich .der jüdischen Geisteskranken " an, ohne ans dieser -Fürsorge irgend welchen Vorteil zu ziehen. Während in den vorhandenen jüdischen Sanatorien die Kosten der Verpflegung so Hoch sind, daß nur sehr vermögende Patienten auf Unterkunft rechnen können, - ist es bei dem mastigen Verpflegungssah, den dieser Verein aufgestellt hat und bei den .vezKältnismästig niedrigen Anstaltskosten - auch minderbemittelten Kranken möglich)-, die Wohltaten einer unter staatlicher Aufsicht stehenden Heilanstalt nebst ritueller Verpflegung zu geniesten. Sicherlich stellt der Krieg an die Gebefreudigkeit unserer Glaubensgenossen große, ungeahnte Ansprüche. Gleichwohl sollten' und müßten, alle jüdischen Kreise als eine .heilige, Psiicht es betrachten, den einzigen in Deutschland bestehenden Verein zur religiösen Versorgung jüdischer. Geisteskranker in einer seiner wichtigen Aufgabe entsprechenden Weise zu unterstützen, umsomehr als eine Förderung dieses Vereins in gewissem Sinne auch als Kriegssürsorge bezeichnet werden kann. Denn nicht bloß Gut und Blut wird in diesem schaudervollen Kriege verschleudert und vergossen. Gar -Mancher erleidet als eine Folge des Krieges den Zusammenbruch seiner Nerven. ' , - ' Natioualfouds-Einaiiuge. Die Spendeneinkünfte des Jüdischen Nationalfonds'!im Januar betragen Mk. .71280. Cs haben hierzu beigesteuert: Rußland Mk. ,29 591, Oesterreich Mk. 15 083, österreichisches Okkupationsgebiet Mk. 2864, Deutschland Mk. 12 225, deutsches Okkupationsgebiet Mk. 880, Ungarn Mk. 2016. Holland Mk. 1543, Canada Mk. 1420, Süd- Afrika Mk. 1166, Argentinien Mk. 1077, Griechenland (Saloniki) Mk. 973, Südslavische Läiider Mk. 592, Schweiz Mk.. 590, .Aegypten Mk. 456. Italien- Mk. 336, Schiveden Mk. 170, Dänemark Mk. 80, andere Länder Mk. 213. Der Flag gen ta g zugunsten des Jüdischen Nationalfonds in Amerika hat eine Reineinnahme von 15000 Dollar'ergeben, die aus technischen Gründen noch nicht. in -den Besitz des Hauptbureaus des INF gelangt und daher in der obigen Statistik nicht .verzeichnet sind. ' Anläßlich des bevorstehenden P u r-i m f e st e s werdenin verschiedenen Ländern besondere Sammelaktionen für die Landspende des, INF sowie für den.Pionierbeitrag des Genossenschaftsfonds veranstaltet. Flavins Josephus «nd seine Zeit. Bon Ahrwn Marcus f. Ä. (Fortsetzung.) Eine eingehende Besprechung der' jedem Leser zugänglichen Schrift des Josephus ist hier nicht am Platze. Cs sei nur darauf aufmerksam gemacht, wie anheimelnd -im modernen Geiste dieses Buch! von vor 1800 Jahren annrutet im Gegensatz zu de.n römischen und griechischen Klassier» in ihren unserem heutigen. Gedankenkreise so >veitabgelegenen -Sphären. Der geistreiche Beweis desselben sitr das außergewöhnlich hohe Alter der ersten Häupter des Menschengeschlechts, den er aus der Astronomie, der Kenntnis der großen 600 Jahre umfassenden Cyklen der Himmelskörper führt, kann noch auf verschiedene Art ergänzt werden. Erstens,als Lösung der von Lenorinant aufgeworfenen Frage, von der er schreibt: „Mit all unseren Fortschritten in der Wissenschaft würde es selbst heutzutage ein schwer zu lösendes Problein sein, so wie die aegyptischen Architekten aus der. IV. Dynastie in solchen Steinmassen, wie es die Pyramiden sind, Gemächer anzübringen, dietrotz der Millionen von Kilogramm, die auf ’ ihnen lasten, noch heute ihre frühere, Regelmäßigkeit zeigen und noch! an keiner Stelle aus ihren Fugen gewichen sind: Diese Kunstfertigkeit setzt einen hohen Grad der Wissenschaften, vollständig ausgrbildete SchreibkuUst und ein von derselben getrenntes Ziffernsystem voraus." — . Da versagen die Auswüchse der modernen Evolutionstheorie, die in einem palaeontologischen Töpferbuche so weit gediehen sind, daß zwischen der rohen Formung eines Topfes bis zur Verzierung eines solchen durch Fingereindrücke mindestens 100,000 Jahre angenommen werden müssen.' Aber auch, die viel bescheideneren Ileber- -treibungen der'Modernen, die 'sich nicht mit Napoleons vier Jahrtausenden begnügen lassen, die von den Pyramiden herabschhueii, sondern wenigstens 6000 daraus machen -möchten, scheitern an dem nüchtern rechnenden Verstände. Denn die Masse der verwendeten Arbeiter setzt, wie. Lenormant zugibt, eine Einwohnerzahl des damaligen Aegyptens von mindestens 20 Millionen voraus. Beider von ^Aristoteles gerühmten Fruchtbarkeit der "Aegypterinnen mit vielfachen Geburten und der Vielweiberei kann das' normale Maß der Verdoppelungmit je 25 Jahren angenommen werden, während es'selbst unter modernen europäischen Verhältnissen zwischen 60 (Deutschland) und 120 Jahren (Frankreich) schwankt. Auf diese Art würde sich in einem Zeitraum von 2400 Jahren (von Adam bis Moses) eine Bevölkerungszahl von soviel Trillionen Herausstellen, daßdie Erdoberfläche dafür nicht -ausveichen würde. Mer auch die Verdoppelung naHeuropäischem Muster, mit durchschnittlich 100 Jahren Frankfurter Israelitisches Familienblatt. angenommen, würde die Kleinigkeit von 10485,760 Milliarden ergeben, d. h. für die zwischen Sahara und die Meere eingeklemmte'Bevölkerung Aegyptens 70000 mal so viel Einwohner als die heutige Bevölkerungszähl der Erde. Und bloß Aegypter, denn die aegyptischen Kulturverhältnisse aus Moses Zeiten find ganz dieselben, wie sie - sichauf der Cheopspyramide därstellen. Und in, der nächsten .Nähe Aegyptens auf , dem - kaum einige Tagereisen entfernten Boden Palästinas', sind durch Macalisters Ausgrabungen in Lachis in einem durchschnittlich 12 Meter hohen Trümmerhaufen sieben Aufeinander 'liegende Ruinen von 7 Städten ausgegraben worden aus 7 aufeinander folgenden recht kurzen Epochen -bis zur untersten der im Felsgrunde häufenden Höhlenbewohner (Chori der Genesis), welche diese Wohnu.ngsart entweder aus Furcht vor Sintflut oder vor den die Wildnis der Oberfläche beherrschenden wilden Tieren gewählt haben müssen, ohne daß die Milliardenbevölkerung des Nachbarlandes sich hierher ausgedehnt hätte. Ganz dasselbe Zahlenverhältnis würde sich bei den anderen alten Nationen ergeben haben, so daß die Enge der Erdoberfläche die Menschheit zur Auswanderung auf den Mars gezwungen haben mußte, wo sie die Kanäle anlegte, die man, vor -einigen Jahren beobachtet haben wollte. ' " ' - Keineswegs aber hätte diese Spanne Zeit für die Entwickelung der bildenden Künste von dem Bau eines Schweizertopfes biszu dem mathematischen einer Pyramide hingereicht. Wir sind also init Josephus gezwungen, das Eingreifen von 'Menschen mit ganz anderen biologischen Entwickelungsformen und Fähigkeiten anzunehmen. Zweitens, ein philologischer Beweis, aus dem wie ein erotischer Block in dem Sprachgeröll dastehenden hebräischen Sprachbau! Wie ich in „Barsilai" nachgewieseu habe, hat R. Saadia Gaon (4700) die Sprache als eine Schrift der Psyche erklärt, - in tvclcher die Tasten des Gehirns die in der Unsatzröhre der Sprachvrgaue entstehenden Töne den Gefühlen und Gedanken entsprechend in Bewegung setzen. Gleich wie das urhebräische, Alphabet das, Chaos der ini Chinesischen bis zur Zahl von 80000 gesteigerten Schriftbilder durch 22 Buchstabenmonaden beherrscht, so geschieht dies für die so mannigfache Wortbildung durch eine beschränkte Anzahl von Sprachwurzeln aus zwei Buchstaben, (Konsonanten) die einen dritten als Determinativ für die Spezialisierung der Begriffe zu Hilfe nehmen. Beispiel: Ehest und Resch (Ch und R) Werden für den Begriff der -Tätigkeiten der Schärfe -verwendet: 1) Chor, das ansgegrabene oder gebohrte Loch. 2) chr.-v, Schwert. 3) chr-g, erregt aufspringen (Ps. 18.'96), davon chargol, Springheuschrecke. 4) chr-d, erschreckt aufspringen. 5) chr-h, zürnen, bremien. 6) chr-s, bohren; charuS, gebohrte Perlenschnur; niachrusa Fischschimr. 7) chr-t,. Grabstichel. 8) chr-ch, gebohrte Fenstergitter. 9) chr-l, charul, Brennessel. 10) chr-m, zerstören, vernichten, gelöchertes Netz, l) chr-u, Zorn (keine eigentliche Wurzel). 12) chr-s, cheres, gebrannter'Ton. 13) chr-a (ain-gain) ch'oria, brennende Lensort der Mischnah!;, ebenso wie chrdl, Senf. 14) chä-f, scharf; charif, choref, scharfer Frost, charaf scharf anfahren, beschimpfen, charif, scharfsinnig. 15) chr-z, graben; chariz, Graben; charuz, gegrabenes Gold; charuz, scharfsinnig. 16).chr-k, knirschen mit den Zähnen; charllk, gerillt vom Horne. 17) chr-sch, charasch, ackern) Furchen graben, ferner Holz schnitzen, Ged.anken in das Hirn graben. 18) chr-t, in Stein eingraben. Durch Angliederung und Ilebertragung eines Begriffes auf den andern werden, wie ich! auf S. 16 ,ausführe, 65 verschiedene Begriffe gebildet, für welche die Bilderschrift ebenso viele Bilder hat. Warum - gerade diese 2 Laute für diese Kategorien gewählt sind, habe ich dort auf Grund der Anatomie der Nerven unseres großen Weltweisen, R. Josef b. Kalonymos (4998)' erklärt, wonach ch ein Buchstabe der sensitiben r der motorischen Nervenleitung ist, die sich wie beim JschiadicUs durch das dritte Determinativ zufainmenschließen. Dieses System, das sich fiir den ganzen Wurzelbau nachweifen läßt, weist nicht nur auf einen von den viehischen Fesseln des Körpers freien, sondern auch sehr langlebigen Sprachbaumeister, der als Patriarch, vielen Generationen den Bau der Sprache schenkte, je nach Eintritt neuer Begriffe und Erfindungen, neue Determinativ« an die Grundwurzel anschließend, was bei etwaiger Sprachbildung durch -regellose Massen ausgeschlossen erschiene. Was. nun Josephus geschichtliche Zeugenfiihrung anbelangt, so sind wir heute in einer ganz anderen Lage. Der ueologe F. Mieses geißelt in seiner „Geschichte der neuen Philosophie" hcb.r. die Charakterlosigkeit der Pseudosemiten, die init Spinoza Götzendienst treiben, indem er die neuentdeckte Heidelberger Korrespondenz dieses gehässigen und charakterlosen Renegaten und feine niederträchtigen Ausfälle gegen die heilige Schrift veröffentlicht, verbunden mit einer widerwärtig abstoßenden erheuchelten Gläubigkeit für sein neues Bekenntnis. Das seitdem erösfnete Kesseltreiben der modernen Apione anti- und pseudo-semitischer Provenienz hätte zur Zeit des als — verrückt gewordenen Nihilismus von den einen — als verkappten Fetischismus, von den anderen bezeichneten Hegelianismus seinen Höhepunkt erreicht, als mit der Entzifferung der Hieroglyphen und die Entdeckung von Scheschonks Wandinschrift im Karnak 1828 durch Champollion der erste blendende Blitzstrahl das' giftige Gewürm in seine Schlupflöcher verscheuchte. Seitdem folgte Blitz auf Blitz, die Nacht der dunkelsten Vergangenheit mit Tageshelle erleuchtend. Das Evikorsus müßte unter der Wucht der Tatsachen erdrückt werden, wenn die Wahrheit überhaupt im Staude wäre, auf Geistesuud Gemütskrankheiten einzuwirken. - Die Schilderung der Eroberung Jerusalems durch Scheschonk (Schischak) im Jahre 2805 j. Ae. mit den Namen 43 befestigter Städte Judaea's, dem Bildnisse Rehabeams und zweier Prinzen, rief in der ganzen Welt ällgemeine Neberraschunghervor. Ein 28 Jahre später erneuter Einbruch der Aegypter unter Serach Hakuschi, dem Aethiopier, der tu Chrom ll ausführlich ' geschildert, im B. d. Kge aber nicht ausdrücklich erwähnt, sondern unter allgemeinem Hinweis auf die Chronik von Inda abgetan erscheint, hat dem letzten neuhebräischen Geschichtsschreiber Jabetz zu eigentümlichen Bedenken Anlaß gegeben. Erstens: Wie kommt ein Pharao zn einem jüdischen Namen? Zweitens: Wie kommt man von Nubien nach- Palästina anders als über Aegypten? Zur notgcdrungenen Lösung 'greift er zu der Behauptung, daß unter Kusch ein Landstrich am roten Meere auf der arabischen Seite verstanden werden inüsse. '• Das Berliner Museum beseitigt alle diese Flausen. Dieser Serach, der dort unter den Scheschakreliquien aegyptisiert mit Name» O'orchoir vorkommt, war Schwiegersohn des Schischak. Atumienteile seiner Frau find dort in einer Base. Beide, er und sein Schwiegervater waren Älethiopier. Das Aethiopische war uud ist eine semitische, dem Hebräischen sehr nahestehende Sprache. Schischak, der sich Sohn des Nimrod nennt,' war ein Offizier am Hofe des Schwiegervaters von Salomo, des Psusenues von Tauis, den er entthronte uyd an Stelle der Tanitendyuastie, die der Aethiopen begründete, die wie schon Lepsius nachgewieseu hat, von Manettzo unrichtig angegeben und eingesügt worden ist, wie überhaupt seine ganze Aufstellung die gleichzeitige Herrschaft der Könige von linier- und Oberäegypten in eine aufeinanderfolgende verwandelt. (Es soll hier nach'gehvlt werden, daß eigentlich!, nur Böswilligkeit die manethonische Chronologie mit der biblischen in groben Widerspruch gebracht hat. Denn wenn wir von den Unrichtigkeiten und Gleichzeitigkeiten absehen, so macht Manetho's Aufstellung selbst fiir jeden unbefangenen Beobachter Anspruch' auf .historisches Gepräge nur von der 7. Dynastie an» die mit dem.Jahre 1731 j. Ae. beginnen würde. Denn ebensowenig wie' ein vernünftiger Mensch seiner undenklichen Zeit des Hephaistos und den 30000 Jahren seines Sohnes irgend welche Beachtung schenken wird, verdient dies dessen Sohn Chronos und seiner 12 Götter Regiernngszeit von 3984 Jahren. Nicht viel besser steht es um 3 Halbgötter mit 217 Jahren, die schließlich auch erst mit 10< 1 j. Ae. beginnen vor den fabelhaften Aekyes der 14 Sothis (Hausstern) Dynastien. Nehmen tvir Eratosthenes Wzng von 700 Jahren dazu, so beginnt die Chronologie mit 1771 a. M. übereinstimmend mit der babylonischen Liste der Dynastien des Berosns und der assyrischen korrespondierenden Liste von Llfsnrischischn und der chinesischen, deren Datum der Sintflut nur um 11 Jahre von dem der Thora äbweicht. Nachdem die Absurdität der mittelalterlichen Aufklärerei, die sich auf Chinesen und Hindu's berief, durch die-neuen Forschungen erwiesen ist, da hindustanische Inschriften überhaupt erst .seit 2000 Jahren nachweisbar sind, die chinesische Gerichte erst seit Konfutse, (etwa zur Zeit des Königs Chiskia) historisches Gepräge annimmt und wie Mexander von Humboldt iry Kosmos nachweist» die chinesischen Berichte von Sonnenfinsternissen höchstens bis in die Zeit der Richter in Israel zurückgehen, alle früheren sich als irrige Ruckwärtsberechnnngen Herausstellen, blieb es dem Renegaten Phwolsohn Vorbehalten, die Behauptung aufzustellen, das im More Rebuchim erwähnte Buch der Zaba (Sternanbeter) sei mindestens 10 000 Jahre Mt. Der plumpe Witz fand Gläubige so lange, bis als Verfasser desselben ein arabischer Schriftsteller aus der Bagdader Kälisenzeit entdeckt wurde. Ws letzter Versuch der Heliosdynastie des Manetho, eine zeitgenössische babylonische an die Seite zn Pellen, kamen die sagenhaften Könige von Ur (Kasdim) und Telt-loh Saigon und Gndia 1500 Jahre vor Abraham auf ihre Rechnung, bis die jüngste amerikanische Expedition (Zschr. D. M- G 1907) von Professor Hilprecht (a new chronological list) auch den Nimbus dieser Könige zerstört hat. Gleichzeitig mit dem Delitzchtzn Irrtum von 700 Jähren durch den Nachweis der wirklichen Zeit des Agukäkime. (S. Barsilai T. II/1.) Die Entdeckungen folgten einander in jenen 90 Jahren Schlag auf -schlag. In Aegypten die Ausgrabungen von Ramfes, Stadt eines seit Moses Zeit verschollenen Namens, der Riesenmagazine von Pithvm, der Ziegel mit dem Stempel Ramfes JI„ der 67 Jahre regiert hat und dessen Mumie. Sein Vater oder Großvater erscheint nunmehr als der melech chodosch, der neue König, der die Josephfieundliche Dynastie von Teil e l Amarna vernichtet, dieses in Trümmer gelegt hat, in denen (1885) die wunderbare Tontafelbiblivthek gefunden wurde. Dieselbe zeigt uns jene vorgeschichtliche Zeit in überraschendstem Lichte einer Kultur, die von Gold und Edelsteinen strotzt, einen modernen Verkehr mit Babel und Aschnr und die kleinsten Details der palästinensischen Städte und Könige, durch welche das Such Josua überraschende Erklärungen erhält, und die ganze alte GeschichEänfchauung auf den Kopf gestellt wird.' Was da -für merkwürdige, weitabliegende Einzelheiten ans Tageslicht kommen, soll nur durch folgenden Einzelfall beleuchtet werden. In Josua 15,32 werden unter den Städten des Stammes Inda aufgezählt: Lebaot und Schilchim. Da der Stamm an Simeon eine Enklave abtreten muß, werden 19,6 dieselben Städte unter dem Namen Beth lebaot und Scharuchen angeführt. Für die Kritiker stand eS fest, daß der letzte Name nichts weiter sei als ein Kopisteirfchler für Schilchim. Der Kopist der Septuaginta war noch! viel geistreicher; er übersetzte „Kai ton agroton" in der Annahme, daß statt we-scharnchen zu lesen wäre ufedejen, was dein, aramäischen Kopisten jener Zeit Jgi Kaffee Kühl and Kaiserstrasse 56 Kaiserstrasse 56 Täglich erstklassige flST" Unterhaltungsmusik Ti. ■ seai Gesangs-Einlagen, gast