Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 15 (1917)
- Issue
- Heft 5 (2.2.1917)
- Date
- 1917-02-02
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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öeife 2. gegenüber dem General-Anzeiger Vornehmes Fami(ien-Kaffee W Nachmittags n. Abends Konzert. 'VI des Zufalls, muß aufhören.. Und wenn wir das tun, wenn wir Positives^ zu bauen beginnen, dann, und dann allein sind tqir ber^hMst, an We Zusammenfassung der vitalen Kräfte des JMenyuns M gehen. 1 TH möchte Sie auf etwas Hinweisen, was uns am nächsten liegt, «über. m;ch nicht' geschehen ist. Es jst so lange in der deutschen Landmannschäft Wer die Frage der Gegenwartsarbeit gesprochen /worden; aber noch kein ,etztzsg^ Mal ist dieses Nächstliegende angeregt worben:. Wie' kommen -wir dazu, hier in'Deutschland an der Erziehungsarbeit isolier? zu arbeiten? Müssen wir -diese Arbeit nicht, mit den deutsch-österreichischen -Zionistssn zusammen leiswn? W gibt eine ganze Reihe von Aufgaben, an die »wir vereint mit der österreichischen Ländsmannschaft herantreten können und sollen: mit all den Kräften' von hoher geistiger und moralischer Lehtungsfähigwih. die sie mnfaßt und die -wir gar eicht enLbshren können; denn wir dürfen' die Jugendarbeit nicht iy der Isolierung, wir-müssen sie in möglichster Verknüpfung betreiben. Und darüber hinaus sollen wir immer intensiver jene grqße Verbtndimg anstüeben, von der ich gesprochen hübe, jene dreifache Verbindung: fürs erste' den lebendigen Zusammenhang der DüSpvra mit dem weÄenden palästinensischen Volkston, sür§ zweite dieVereinheitlichung derDiäspora selber durch eine stete und fruchtbare Verknüpfung des westlichen mit dem östlichen Judentum und fürs dritte, endlich: eine tätige, helfende, schöpferische Verbindung, eine Verbindung ohne Schwäche und ohne Kompromiß, im Zeichen unseres^ reinen Ideals, nat jenem nä^n' Peripherischen Judentum, welches bas. Judentum ist, das sich Nach uns sehnt. - ' ' ' -- - ' ■ ' . ". - „Unter den Definitionen der Erziehung'meint - Dr. Buber, ist die. wichtigste die, die dmin die Fortpflanzung der Werte «blickt. Die geistigen Werte eines *• Einzünen, einer Gemeinschjast, einer soziÄen oder natio- - wilen Gruppe werden übermittelt. Die erziehende Generation empfindet .hie Berufung in sichj die Werte, die dos!Lü>en -ihrer Gemeinschjast getragen haben, der kommenden Generation zu Wergeben. Dies ist 'aber nicht so , gemeint, atz ob man einen--fertigen Inhalt: nähme nüd. in die H«rnd emS anderen legte, als ob sie die fertigen, cchgeschlössenen Inhalte etwa eines Volkstums Umr .Beispiel von einem Geschlecht znm andern geben müßten! LÄend^e Werte können so nichjt tradiert, sondern die Übermittelung von einer Generatwn zur an- -dern geschieht dadMch, daß, die Werte in dieser neuen > Generation neu Zweckt weiden. Natwnäle Erziehung >bü«ltet' die Fortpflanzung der Werte eines Vollsetums, das heißt, dä diesem Volistum.eigentümlichen Wertungen, StrÄungen, Hoffnungen nsw., aber nhchtj in der Weise, daß Starrt urü» Zchipehpndes Witter gegeben, wird, sondern so, dyH, an jede neue Generation Krangetreten wrä> Mit der Änderung, dich diese neue Generatwn aus . sich -heraus, diese neue Erziehung unter Benutzung - des Gesäurten MawriaE des ÄolEtnms hervoäbringe, ihren "desd.nderen'Wünscheu,, ihre besondere Art zu lEen gemäß." - ' Di^ mag Wc andere Völker, die sich! vom Heidentum zur modernen Kultur entwickelt haben, zutreffend sein. -Fürdas' jüdische Vofl aber, dos' seine schriftliche und mündliche. LHre fest veichriest erMten hat, trifft das uuht zu. Die' sittlichen» ethischen Postuläte des Judentlwis, die g'eslwlwn Werte in B^ug auf den Einzelnen als .auch bezüglich, der nationalen Gemeinschaft, sind für alle Ewlg^it im Talmud sestgelegt. Das jüdische 'Leben, das Sirlkche wie das Soziale, das Geistige, selbst das Körperliche, ist bis ins kleinste in unserem ^Schribttnm geregelt, sodaß man mit Recht von einem fertige »Inhalt, vpy FeUtehendem, das von.Generation zu GeneÄtivn überliefert wird, sprechjen kann. Von „besonderen Wünschen'', von einer „Neugestaltung" der Werte kann Mb keine Rede sein. 'Das besagt aber nicht, daß sich -die Werte in Widerspruch mit dem Leben. stellen, da auf zeitliche Umstände, auf jegliche Verhältnisse' Bedacht genommen wurde. ~ Die nationale Erziehung muß, auf der .Basis -er Grundwerte des'überlieferten Judentums fußen, .-lnd wenn Buber won'einenl näheren Kontakt des DiaspourjuLechums mit Lem. paüistinensischssn Kidew' tnm spricht, so ist unbedingt notwendig, daß, unser Schulwerk rn Palästina in die Bahnen des unverfälschten Judentums gebeitet wird. Buber' konstatiert. eine Abnahme der Iwbwch'ebung der westlichen Juden gegenüber den östlichen. ^Erfreulicherweise entspricht das den Tatsachen, allerdings muß, noch mehr geschehen. Essei noch bemerkt, daß, diese Selbsterkenntnis " nur -für nationale Juden zutrifft, für gewisse Teile der Orthodoxie des Westens aber keineswegs. Di: Redaktion. Der auherordenttiche Dele-ierte«t«s der ZiO«G. Bereluignttg für Deutschland. BerWt unser^ Mitarbeiters. /. . . . (FprtsetzMS-) /. - - Nun erhielt Prof. Otto Marburg das Wort. Un- -sere .Zeleistete Kolonisationsarbeit, sagte Redner„ ist wohl Lrsher vor, geringem Erfolge begleitet gewesen. Doch- KmHart« UpasütiWe» Famjtierck^tt. muß man hierbei bedenken, daß Koloinsationsarbeit überhaupt eine langwierige und mühevolle Arbeit-darstellt, wie wir dies auch! Lei anderen, Kolonisationspolitik betreibenden Völkern sehen konnten. < - Die. Kolonisation wird mit größter Sorgfalt und. nach Beratung mit Fachleuten weitergeführt werden. Es. tut auch not, daß, die Leitung mit dem Häüptbureau des' . Nationalfonds in ein geregeltes Verhältnis tritt, damit eine Beaufsichtigung der N »F.-Berwaktung durch die Leitung erfolgen kann. -!' Die Debatte hes gestrigen Tages wurde wieder ausgenommen. '. > Herr Estermann sprach! für das Weiterführen der national kulturellen Arbeit, die ungeachtet der großen materiellen jüdischen Not nötig sei. Eine Grundlage für die kulturelle Arbeit sinh. unsere jüdischen Schriften, unser altes, klassisches Hebräisch, in dem unsere großen Kulturwerk» gehÄten sind! Rechtsanwalt Max Strauß verteidigte gegenüber den Angriffen dbr Herren Reich!-und Märgulies die Politik der Lei.tung. Wir sind ein-ganz kleiner Tml im Judentum und dürfe» und können -uns' nicht an Aufgaben heranwagen, die wir nicht zu lösen vermögen! Denn wir sind nicht die Vertretung des jüdischen Volkes; wir müssen es erst werden. Um das zu erreichen, bedarf es der Verbreitung des nationalen Gedankens. Wir werden deshalb von nun ab einen großen Wer? auf jüdische Durchbildung auf Verbreitung der hebräischen Sprache legen müssen. Davis Tr irisch drückte-sein Einverständnis dem Sinne nmh mit den Ausführungen -von Reich und Mar- ' . gnlies. aus. Er beantragte dje Bildung einer Stelle, diesich mit der materiellen Ostjudensiagc beschäftigen Und niit den erforderlichen Arbeitsmöglichkeiten ausgestattet werden soll. Das Wdrt rrahm darauf Dr. Hantke. Er fühtre ans, daß der der Leitung gemachte Vorwurf, sie vertrete einen Zionismus ohne nationalpolitisches Programm unzutreffend ist. Im Gegenteil: das jetzige E. Aktionskomitee habe mehr politische Arbeit geleistet,-, als irgend je ein früheres. Die von Herrn Strauß ausgesprochene Ansicht, es gebrichs uns an ansehnlicher Macht und Bedeutung, ist durchaus - unzutreffend. - Wir haben große Möglichkeiten, und die Tatsache allein, daß man mit unserer Organisation in der Welt rechnet, wo man mit ganz anderen Größen nmzugehen. gewöhnt ist. zeigt deutlich daß wir nicht eine guantite negligeable sind. Der national-jüdische Charakter des Zionismus ist immer von uns betont worden. Dochs in diesen Zeiten . war Vorsicht und Zurückhaltung geboten; dies aber wurde nicht überall bei uns eingehalten. Deshalb erachteten wir es für notwendig zu warnen, um, die 'zionistische Bewegung vor Schaden zu bewahren. Zwar ist politische Arbeit,, wie ich! es anerkennt unumgänglich wichtige doch Hu Faktor ist noch wichtiger: das jüdische Volk. Seine Nationalisierung müssen wir zunächst anstrebe». Ich befürchte ein Uebertreiben der national-kulturellen Politik nicht. Wir dürfen behaupten, daß wir die Jugend heranzuziehen , gesucht haben.! Auch, ans nichtzionistische Jugendorganisationen haben wir unsere Auftnerksamkeit gerichtet: Doch vorerst mußten wirdie wahrhaft Zionisten zwnistisch machen. Denn das ist die Voraussetzung für jegliche politische Arbeit. Das ungeheure Elend der Ostjuden hat mich! wie jeden anderen Zionisten tief ergriffen. Wer wir müssen hierbei an die Zukunft des Zionismus henken. Auch ist in Wirklichkeit nicht alles so schlimm, wie man cs meist darstellt. Natürlich werden wir unsere Pflicht gegen ainsero Brüder im Osten erfüllen. Es ist aber in Betracht zu ziehen, daß wir gegenwärtig Definitives nicht leisten können und! uns nur uns die notwendigsten Arbeiten beschränken können Mt der, Entwicklung des Zionismus während der. letzten Jahre auf geistigem und praktischem Gebiete darf man wohl zufrieden sein. Danach referierte Herr Kurt Blumen selb. Galutarbeit und Palästinaarbeit sind keine notwendigen Gegensätze. Galutarbeit muß mit dem Palästinensismus Hand in Hand gehen. Eine klare entschiedene Anffassnng im Zwnismus ist. bei der politischen'Arbeit sehr wichtig. Sodann sprach Dr. Wolf F riedman^n. Der Zionismus ist auf dem besten Wege eine religiöse Sekte zu werden. Eine politische Partei stellt ein Minimal! Programm auf und sucht das' Möglich^ zu erreichen, während eine Sekte Vertiefung^ fordert und nach Motiven , fragt. Der politische Charakter der Bewegung ist in den Hintergrund geschoben worden in,einer Zeit der Not,, des drohenden Verderbens. Uewr dem Zionismus muß das. jüdische Volk stehen. Geht das Ostjudentnm an Not und Elend zugrunde,, dann geht auch der Zionismus zugrunde. W Jü bezeiMrenswert, daß , zur selben Zeit, da Herr Berger in einem Artikel erllärte, die polnischen Juden'wollten sich selb,st Helsen, Ratsmann Hirschhorn im „Frankfurter Familienblatt", eine kräftige Hilfe der deutschen Juden forderte. Die „Jüdische Rundschau" hat diesen Artikel verschwiegen, wie üLerhgupt die Organisatwn alles Unangenehme, alle- 'änderen Ansichteil,' das in den Prvvinzblättern erscheint, nichs "'Wr "Kentnis nimmt. Zum Schluß sagte der Redner, die Tätigkeit des- Komitees für den Osten sei erledigt. /. - . , (Schluß folgt.)' FlaviuS Josephus ««d feine Zeit. - Bon Ahrckn Mar cuS. s. A. (Fortsetzung.) JoschihiL geht noch weiter als Tacitus, denn er - .sprWr!'Mmi.ÄM,-,E'^I«/-«^chchcharev-.MsMl««g^der--: man noch Lim genauere Beachtung geschenkt -hat, von dem Glauben! ml die Seelenwanderung ohne die grobe heiduische. GciÄtndung, der übrigens' mit seinem Glauben an'! Geisterbeslhwörungin .. chntrennbaixm - Zusammenhang! steht. .--'Mr..'',sagt--(tzlsNtra.-.M>iiiori«n)>/S.-'IAl'/,Mr'stzen?. Geist des niosaiMn'Gesetzes,im Pergleich mit dem Hellenismus: ' . Wer zuerst Verlangen nach gesetzlich'geordnetem Geineinschaftsleben, hegte, ist gesittet Und-! edel' im Gegensatz zu, dem gesetz- und ordnungslös Dahintebenden. Daher juchen alle .das Wter ihrer - Gesetzgeber möglichst hoch hinaufzürücken, Lykurg, Solo«, Zalenkros, der Lo.kr^r sind gegen, Moses erst von Gestern "und .vorgestern. Selbst, das Wort iwmos . siir Gesetz war den Griechen unbekannt. . Homer kennt, eS picht.*) Zu seinen Zeiten gab es nur,< Befehle der Könige. Moses, der tresflichjste Feldherr, Versorger' und Ratgeber, errichtete den Staat als Theokratie, Herrschest eines über jede, vergängliche Gestalt erhabenen, in alle Ewigkeit, unveränderlichen. Gesetzgebers, dessen Wesen mierkennbar, offenbar nur durch! sein Wirkend Während pie Weiseston unter deu Bölkeru diesen Gedanken äuffaßten, aber vor. der Menge geheim hielten, hat er seinem Volke bis ins, feimste Nachkommen-. geschlecht diesen ünerschutterlicheil Glauben Änäepflänzt" Lakedomonier- und Kreter . erzogen das Volk nur durch Angewöhnnng, nickt durch Belehrung, 4^ im Gegensatz zu den Athenern und 'allen übrigen Griechen, die! nur Belehrung änwandten. Bei Ms ist beides bis auf die, lleinst.en Angelegenheiten menschlichen Lebeens vereint'. Speisen, Arbeit, Erholung, alles im Gesetze, geordnet, -keinem Entschuldigung durch'Unwissenheit, indem das Gesetz gleich», zeitig das schönste und notwendigste Bilduslgsmittel lyurede. An jedem siebenten Ruhetage kommt je-eil zur Anhörung, um.W gründlich zu erlernen. Der erste beste wird bei uns die Gesetzesbestimmungenleichter hersagen, als seinen' Namen. Weil wir von Kindheit an, bei Erwmhjendes Bewußtseins es in Unsere Seelen eingrahen, (sw jede Ausrede bei Uebertretusig unmöglich ju mcrcheii. (Ansicht des R. Jose: Chaber een zarich hathraah.) Während bei anderen die Wahnvorstellungen' des Pöbels mit den Leugnereien der Philosophie zusammengehen, kennen selbst unsere Weiber und Sllavxn Gottes-. furcht als letztes Ziel. Daher bei uns wunderbare Eintracht. Während des Opferns beten wir zuerst für das Wohl des Gemeinwesens, flehen! nicht um Bescherung des Guten — denn ans eigenem Antriebe hat Er es all?» gegeben, und angeboten' —, sondern, baß wir imstande seien, es gufzunehmen und bei uns zu bewahren. Unser Ger setz regelt den Fortpflanzungstrieb durch die Ehevorschriften nur zum Zwecke der Zeugung. Daher steht die Todesstrafe auf Homosexualität. Der Mann' .hat die Herrschaft im'Hause. Kinder müssen alle großgezogen werden. Verbot, den Frauen' Leibesftncht abzutreiben, oder zu vernichten, sonst werden sie als Kindesmörderin behandelt. Borschttst der' Reinigung durch das Tauchbad,- da durchden Begattnngsaft eine-Befleckung des Leibes und der Seele entsteht, als wenn , die Seele in eine niedrigere Sphäre versenkt würde. Ueberhaupt. leidet die Seele durch enge Verbindung mit dem Körper, daher erfolgt die Lösung durch! den.Tod. Das Gesetz regelt bin Unterrichtder Kinder, ihnen einzuschärfen Kenntnis her, Gesetze und der Geschichte , der Vorfahren. Es regelt die Bestattung der Toten. Wir kennen kerne prunkvollen Begräbnisse, keine Denkmäler, nur einfache Leichenbegängnisse. Das. Gesetz erllärt sogar das Haus oder Zelt, in dem bin Leichnam befindlich war, für unrein, nur das Wschireckendc, des Mordes nachhaltig vor Äugen zu sichren.*)' ' .) Bei Homer themistes, Drakon und Solon thesnwi, nomos kommt zuerst bei Herodot vor. Der Uebers. - *) Eine fteilich seltsarn einseitige Erllärüng dieses lwünderbaren, so vielseitig weittragend begründeten Ge- . setzes. Erstens hygienischj: der Leichnam ist eine Gefahr für die Lebenden dnnch alle Möglichen Jnfektionskeiine.- Das neuentdeckte Leichjengist Ptomain hat schon sö manichem sezierenden Arzte das Leben gekostet, da es bei der geringsten Berührung mit der kleinsten offenen Verletzung unbedingt tätliche Blutvergiftung nach .sich, zieht. . Zweitens: Wie. es die Thora selbst begrünbetj V '81^ 23. . Der lebende Mciischs in dem die Seele waltet, ist durch - diese ein Ebenbild Gottes. Entflieht sie aus hem Körper, - so ist der Kadaver eine Verhöhnung Md Lästerung dieses Ebenbildes, ein scheußliches Götzenbild, dgs. her Verwesung anheimfällt und deshalb den Blicken entzogen werden muß Drittens: Behufs Vernichtung des schaurigen'Totenkultus, namentlich des egyptischxn, der das Alpha und . Omega ihrer Religion nick» aller verwandten heidnischen Kulte bildet, unter ganz unbeschreiblichen Ausschreitungen. Man vergleiche! was Macalister etwas naiv, aber darum nicht weniger glaubwürdig (Ausgrabungen voy Geser), über den bis in das späteste Mttelalter in Europa üblichen Gebrauch berichtet, beim Baue von Kirchen lebendige Jungftäuen - oder. Kinder in das! Fundämeiit einzumcniern. ' - -' ' ' " Viertens: Um Ausschreitungen der Priesterkaste zu , verhnchern. Dem Cohen ist ja noch heute-das Verweilen in einem Hause untersagt^. . das! mit einem änderen unter einem Dache^ liegt, wo ein, Leichnam Vorhänden.! ish geschweige-denn das Betreten LS' j^i^hofes! Dev Priester durfte nicht nur keiq Grundeigentum -besitzen, mußte - lediglich 'auf Len Anteil an den Wgahen der Einzelyen deS Volles angewiesen sein, um sich ausschließlich um die Religion und. ihre Lehre kümmern zu müssen; es sollte ihm cluchl die Gewalt iiber Leben und Tod genommen^ werden, im Gegensatz zu fremden. P'riesterreligionen. Wir fiMen jancK unserem Lebenswandel ganz von - selbst den Weg entweder' in die Hölle oder in dey Him» - mel, wie der Storch sein Nest. Deshalb' syllte den Priester sich bei dem Toten gar «1^18-^---'^»«»:-mo#.'’ . Dafür waren aber auch die Priester so txen,' daß sie sich bei Erstürmung des"Tempels -Purch Pompejüs' von!, den Soldaten niederhaüen lleßen, ohne daß dio'^UeKr- .'- lebenden das Opfer unterbrachen. ' - ' : „Ebenso regelt d<S° Gesetz die Aufnahme von Fremden in unfern Gemeindeverband, . daß einerseits^ unser heimi^-