Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 14 (1916)
- Issue
- Heft 43 (10.11.1916)
- Date
- 1916-11-10
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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&eite ä. gegenüber dem General-Anzeiger Vornehmes Familien-Kaffee 9V* Abends Künstler-Konzert» 'VI Vorwurf nicht gerechtfertigt ist, aber es geschieht zu Jtid — Und dazu gehört auch, dieser Erlaß — der dieser Auffassung eine gewisse Berechtigung verleiht. Ich sehe übrigens' den Ergebnissen der Statistik durchaus ruhig entgegen. Die Jahre der Enranzipation haben genügt, die deutschen Juden körperlich zu cnttrilkcln. Wenn es wahr wäre, daß bei Len deutschen Juden die Neigung Vorhänden ist, sich zu drücken, und wenn ein Gefühl der Feigheit und Angst vorhändert wäre, dann würde ich' nicht die deutschen/Inden anklagen, sondern die Urgroßvater der jetzigen Generation, die dann durchs jahrhund erklangen Druck die Juden zu dem gemacht hätten, was sie sind. Bei der Statistik muß man jedenfalls richtig zählen. Schon der Versuchs die Juden bei den Kriegsgcsellschasten. zu zählen, mußte zu einer falschen Statiftif führen. Nicht bonmi handelt es sich, wieviel Juden sich in dieser Gruppe befinden, sondern wieviel . im wehrpflichtigen Wlter in der Heimat reklamiert find Uder sich in der Etappe Uder in der Front befinde». Wenn man schon zählt, muß man auch die Reklamierten bei der Schwerindustrie und der Landwiirtschaft zählen, wenn man die Statisttk richtig erfassen will. Man muß alles zählen und nicht nur einen Teil. Zählen Sie auch einmal die KriegsfreiwMgen aus den ersten Wochen des Krieges und untersuchen Sie einmal, pb nicht auch die Juden von den: großen starken Zug erfaßt waren. - Die deutschen Juden haben sich, in diesem Kriege bewährt. Ich will den deutschen Juden sagen: sie sollen, nachdem sie die Erklärung des Kriegsministers gelesen haben, sich nicht in eine zu verzweifelte Stimmung drängen lassen. Sie müssen sich auch darüber klar sei», daß, nrch mancher Kamps gegen den Anttsemüismus notwendig ist; «cher sie rönnen ruhfg sein, weil sie ein gutes Gewsssen habest. Sie haben ihre Pflicht getan, nicht um Dank zu erreichen, sondern im Interesse des ganzen deutschen Volkes, und ich würde wünschen im Interesse dieses Ganzen, daß jetzt alles unterlassen Witt», was geeignet ist, dieses Volk auseinander zu reißen. Quarck (Soz.s: Im 18. Armeekorps beginnt die Jndenstatistik mit den Worten: „Um den ungerechtfertigten Vorwürfen in der Bevölkerung wegen Bevorzugung der Juden entgegentreten zu können." Das ist ganz etwas anderes, als was das Kriegsministerium uns als Zweck der Erhebung bezeichnet hat. Wie isss dieser Widerspruch zu erklären? Die Praxis zeigt, wie konfessionelle Erhebungen Mtt dem Bedürfnis, die Kraft der Einzelnen praktisch zu verwerten, nicht in Einklang zu bringen sind; deshalb sind sie. nicht am Platze. Statt gegen einzelne Konfessionen Vorwürfe zu erheben,. sollte man sich gegen die Drückebergerei überhaupt wenden. - > * - Die „Frkf. Ztg." schreibt zu der Angelegenheit: „ES bedarf keiner Stattstik, um antisemitische» Anschauungen entgegenzutreten. Denn es liegen, so viel Beweise dafür ■ vor, daß die jüdischen Volksgenossen ebenso wie alle anderen ihre volle Schuldigkeit als Soldaten getan haben, daß jede Anzweiflung nach! dieser Richtung nur auf die Verleumder zurückfällt. Darum war es von vornherein schwer begreiflich, daß auf solche Vorwürfe und Dcnunziattonen überhaupt Rücksickit genommen und nicht vom Kriegsministerium ein für allemal abgclehnt wurde, sich «kuf solche konfessionellen Untersuchungen einzulasscu Ein Heer und ein Volk, das muß die einzig geltende Richtschnur sein, und sollen in beiden sich alle Kräfte , voll entfalten, so darf nur nach der Tüchtigkeit Und Würdigkeit und nach sonst nichts geftagt werden. Jede andere Unterscheidung hieße brauchbare Kräfte zum Nachtelle des Vatettandes brachlegen." f' Rituelle Verköstigung der jüd. Soldaten i i« Oesterr -Uugaru. i (Orig.-Bericht des „Frankfurter Jsr. Famitienblatt".)! Budapest, 27. Okt. Dev gemeinsame Kriegsmi-! nister Oesterreich-UngarnS Freiherr y. K r o b a t i n cmpfing gestern in Wien eine ungarische Deputation, di? { ihm stamenS Der religiösen Jichenschast Ungarns die Bitte l -- untettrettete, er möge den im Hinterlande befindlichen religM-jüdischen Soldaten die rituelle Verpfle- V gung ermöglichen, und zwar durch folgende Verfügungen:!•- 1. In Garnisonsplätzen mit jüdisch?» Soldaten großer 1 Anzahl sollen für diese seitens der Militärbehörde ritn-! ellc Küchen eingerichtet werden. -- - L. Wo düS unmöglichmöge» die jüdischen Kultnsf gemeinden beauftragt werden, die rituelle Verköstigung [; in eigener Regie zu besorgen.; ' ,3. Wo auch, dies' Undurchführbar sein sollte, möge s- . den einzelnen Soldaten das Menagcgcld zwecks eigener f- Beköstigung aus gefolgt werden. \ . Die Deputatton bestand aus den orth. Obcrrabbinein: kön. Rath Koppel Reich (Budapest), Akib'a Schreiber (Pozsony), äB. Fischer (Eperjes), Dr. I. ■ Klein (Kismarton), Katz (Nyitta), I. Fellner (Beled), M. Benedikt (Szouwathely), U. Weiß (Jänoss; - HLza) und N. Schlesinger (Nagytapolczsäny); ferner ^«uHurter Mmelitisches Famitieichlatt. Nrl 43 ' _ - - -- .- -- - -- - ~ ans den Gemeindevorsteher»: L e o P o l d F r c n d i g e r de Obuda (Budapest), Redakteur Leopold Großb c r g (Budapest), I. L. Marto n (Päpa), Karl P a fchkns (Csorna), I. Au sch (Bonyhüd) und I. Pinkas (Sopron). Wie das Bndapester Tageblatt ,-Allgcnieinc. Jüdische Zeitung" aus Wien telegraphisch meldet, erwiderte Se. Exzellenz mis die Ansprachen des Dcpntationssührers kön. Rats-Koppel Reich und des Sekretärs der Aktton Obcrräbbiners Dr. Klein ungefähr folgendes: „Me Heeresleitung erachtet es als ihre' Pflicht, das sittlich-religiöse Moment beim Militär zu -fördern und zu erhalte». Da ich! auch konkrete Anttäge gehört habe, so könnte ich Ihnen eigentlichdie Erfüllung der ersten zwei Punkte schon jetzt znsagen, denn ich habe gegen diese prinzipiell nichts einzmvendcn, und ich werde sic in irgend einer Form ermöglich?». Was aber den drittelt Punkt anbelangt, nämlich die Aushändigung des Mcnagrgeldes an einzelne Soldaten so kann ich dies umso weniger znsagen, als ich dies erst vor kurzem für jeden gleichmäßig verboten habe. Im übrigen können, die Herren überzeugt sein, daß ich, Ihr Verlangen mit dem größten Wohlwollen behandeln werde, und auch. die Erledigring werde ich baldigst vornehmen." Nach den begeisterten Eljenrufen, die diesen Worten folgten, verabschiedete sich der Kttegswinister von der Deputation, indem er jedem einzelnen ihrer Mitglieder freundlich die Hand reichte. Flavins Josephüs «uv seine Zeit. Bon Ahron Marcus s. A. ^Fortsetzung.) IX. Als erster. von den Römern bezwang Konsul Pompejus die Inden und betrat mit dem Rechte des Siegers den Tempel. Dadurch! ivurde es bekannt, daß keirrerkci Bild im Innern wär, ein' leerer Raum, leer an Geheimnissen. Die Mauern Jerusalems wurden zerstört, der Tempel Meb unversehrt. Bald, durch den Bürgerkrieg bei uns, gelangten die Provinzen unter Marcus' Antonius - Herrschaft. Der Partherkönig Pacorus, der sich Jüdara's bemächtigt hätte, wurde von Venttdius geschlagen, die Parther über den Euftat zurückgeworscn, die Juden unterjochte C. Sosius, das Reick wurde von Antonius dein Herodes übertragen und von dem Sieger Angnstns erweitert. ■ Nach Herodes Dod, zur Ueberraschung des Kaisers, setzte sich ein gewisser Simo die Krone ans (T. bauscht hier eme ganz unbedeutende Episode aus). Dieser wurde von Quintilius Varus, Statthalter von Syrien, besiegt und nach! Züchttgung des Volkes (Anm. es hätten sich mehrere Prätendenten erhoben, von denen Simo der Unbedeutendste war) regiertem Herodes Kinder das unter drei zerteilte Reich!. Unter Tibexius Ruhe. Dann kam der Befehl des Caesars Caligula, sein Bild im Tempel auszustellen; aber sic griffen lieber zu den Waffen, als die Bewegung durch den Tod des Caesars unterbrochen wurde. Claudius, der mit den Königen fertig wurde oder sie auf ein Kleines beschränkte, überließ die Provinz Judaea römisch?» Rittern oder Freigelassenen, von denen Antonius Felix mit aller Grausamkeit und Will-. kür das Hcrrscherrecht >nit knechtischem Geiste ausübte,, da er die Drusilla, Enkelin! der Cleopatra von Antonius, geheiratet hätte, sodaß Felix der Schwiegcrcnkel des Antonius wurde, dessen Enkel Claudius war. X. Dennoch ging die Geduld der Juden nicht zu Ende (!), erst als Gessius Florus Proknrator wurde unter ihm brach! der Krieg aus, und dem Cesttus Gallus, Legaten von Syrien, der cs unternommen hatte, denselben zu unterdrücken, wurden viele, oft für ihn ungünstige Gefechte geliefert. Als dieser nun seinem Schicksal oder seiner Unfähigkeit erlag, .besetzte der von Nero gesandte Bespasian durch! Gluck und den Schrecken seines Namens und vorzügliche Ratgeber im Laufe von zwei Jahren sämtliche Bezirke und Städte außer Jerusalem als siegreicher Feldherr. Das folgende Jahr, da er mit den: Bürgerkrieg beschäftigt war, verlief für Judaea ruhig. Nachdein in Italien Frieden geschlossen war, kam die Sorge für das Auswärtige. Es steigerte den Zorn, daß die Juden die einzigen.waren, die nicht aufhören wollten, sodaß es angemessen erschien, daß Titus beim Heere Zurückbleiben mußte, um für alle Möglichkeiten bereit zu sein. Daher stellte er in den bereits erwähnten Lagern vor den Mauern Jerusalems die schlagfertigen Legionen drohend auf. XI. Unter diesen Mauern stellten die Juden ihre Schlachtordnung auf, wagten sich' in einzelnen Scharmützeln weiter vor, um, zurückzustoßen, in Deckung zu gehen. Me gegen sie ausgesändte Reiterei kämpfte mit wechselndem Glück. (Josephüs de bello jüd.. I. 5.-2 berichtet, daß sie Titus bedrängten und die zehnte Legion aus ihrem Lager vertrieben.) Bald hörten die Angriffe auf, da nach, wiederholten Kämpfen in den folgende» Tagen vor den Toren sie stiit großen Verlusten in die Festung getrieben wurden. Die Römer versuchten zu sttirmcn, denn es erschien. ihnen unwürdig, den Feind durch Hunger zu bezwingen. (Anständiger als die englischen Gentlemen.) Die Gefäh'r forderte ihre Tapferkeit, bei vielen die Wildheit Und die Gier nach! .Belohnung tPrmnien) heraus. ' " Dem Titus selbst schwebte Rom amü (einem] Ruhme und seinen Lüsten vor Wchcir, nick ds erschien ihnen tödlich' Schande, Jentsalem nicht sofort bezwingen zu können. Aber eine Stadt von so steiler Lage, durch Werke und Festungsanlagen verstärkt, wäre auch] in der Ebene genügend geschützt. Denn zwei Hügel waren von kunstvoll schräg angelegten ungeheuren Mauern umschlossen oder mit nach innen angelegten Winkeln, so daß die Flanken der Sttirmenden den Geschossen preisgegeben - waren. Dazu tvarcn die äußeren Felsen steil und — wo cs der Berg gestattete — mit Türmen von 60 Fuß- Höhe und in den M'hängen mit solch?» bis . zu 120 Fnß befestigt/ wunderbaren Anblickes, namentlich> von der Ferne -gleiche hoch erscheinend.^ Außerdem .iniiiittcn der Mauern der auffallende Mpfel-?der Burg Antonia, 5sv benannt von Herodes, dem Erbauer zu Ehren MarAis Antonius. . . ■ ' - ... ' - •U.XH, De» Teuchel selbst.umgaben eigene bogeilförmige Mauern von besonderer Arbeit und Technik. Selbst die Vorhallen, die den Tempel umgaben, bildeten eine» vorzüglichen Kampfplatz. Eine unversiegbare Wasserquelle und in den Bergen unterirdisch ansgehöhlte Teiche und Zisternen, "die die Rcgenwasscr aufftngen. Denn die Gründer hätten häufige Kriege als Folge der Verschiedenheit der. (jüdischen) Gesetze voransgesehen. Daher war alles auf eine lange Bekagernng vorbereitet, und infolge der Eroberilng > durch] Pompejus hatten Furcht und Erfahrung noch manches verbessern gelehrt. Durch die Geldgier der. Zeiten 8er Claudier hatten sie daS Recht der Befestigstng erkauft und bauten in Friedenszeiten Mauern für den Krieg, durch den großen Zutauf und die Brandschatzung anderer Städte vermehrt, denn die hartnäckigsten Ausrührer pflegten dorthin zu fliehen. - Sic hatten drei Anführer, cbensoviele Heere. Die äußerste, ausgedeb'iiteste Fcsttmg befehligte Simo, der auch Bargiora Mrosclytensoh'n) genannt wurde, der mittlere Johannes (von Gischiala — guschchalab) und den - Tempel Elasar. An: »reisten Mannschaften und Massen hatten Simo und Johänncs'/ die günsttgste Position Elasar, aber zwischerr ihnen selbst Kämpfe, Arglist, Brandsliftimgcn, so daß große Getreidevorräte in Flanimen aufgingen. Bald bemächtigte sich. Johannes durch, eine Schar zum Scheine als Opfcrbringende Eindringende durch. Jtiederh'mren des .Elasar und seiner Leute des Tempels, sodaß nur noch] zwei Parteien übrig blieben, zwischen denen ' erst der Ansturm der Römer eine zeitweilige Einheit herstellte. XIII. Cs ereigneten sichi. Wunderzeichen, welche das dem Mcrglauben ergebene Volk weder durch Opfer noch durch Gelübde zu besänfttgen bekümmert war. (Eck>t arische Logik.) Man sah am Himmel hinstürmende Scharen, rotschimmernde- Massen und de» Tempel plötzlich in Feucrwolken eingelMlt. Plötzlich, .sprangen die Tempeltoreauf, und eine überineiischliche' Stimme erscholl: Die Götter gehen weg, zusammen mit einem gewalttgen Geräusch von Schritten. Was aber, die wenigsten emschfich'tcrte, denn den meisten wohnte die Ueberzengung inne, die in den Schriften der alten Priester verkündet ist, daß' für jene Zeit der Orient herrschen werde und die Juden sickp der Herrschast bemächttgrn, welche Prophezeiungen nur Bespastan und Titus (Vater und Sohn) bcttafen aber nach] Art dieses Volkes auf sich selbst ih'rein Gelüste nach Herrschaft gemäß bezogeic tvürde, worin keine gegenteiligen Ereignisse sie erschüttern konnten. Die Menge der Belagerten jeden Alters, männlichen und weiblichen Geschlechtes, nehmen wir auf 600000 an.. Waffen hätte jeder,, der sie ttagen konnte. Aber noch größer als ihre Zahl war ihr Wagemut. „Et plnres quam pro nunrero andebant. Obßinätto viris semmis qu« per ac sii transserre jedes sogerentur Major Vitae metus' quam mortis". Hartnäckigkeit war die gleiche bei Männern wie bei Weibern, und wenn sie gezwungen werden sollten, die Heimat zn verlassen, so war die Furcht vor dem Leben größer als die vor dem Tode. Gegen eine solche Stadt und ein solches Volk mit Plötzlichem Sttirm vorzugehen, machte die Ortslage unmöglich, so daß sich Titus entschloß, mit Verschanznngen und Sturmbächcr (in regelrechter Belagerung) vorzugehcn. Es wurden den Legionen ihre Plätze angewiesen, und die Kämpfe eingestellt, bis alle Vorrichtungen getroffen waren, die bei den Alten und den Neumr bei Belagerung von Städten in Anivendung kcunen. Der barbarische oder — weil er bartlos war — der bloß arische Römer bestKttgte somit alles, was Talmud und Josephüs über die Eroberung Jerusalems berichten. Er verschweigt, was' Josephüs, der doch Unter Titus Augen schrieb, mitteiten durfte, daß letzterer bei einem Erknndigungsritt auf dem Oelb'erge mit 9 Begleitern plötzlichvon einer Schar Ausgefallener umzingelt wurde und . dem Tode durch die Flucht entging, weil die Tollkühnen ihn nur lebendig gefangen nehmen wollten. Es verlohnt nicht, ‘ sich mit den Eützelheiten der barbarische» -Logik und Unwissenheit des berühmten 'Römers zn beschästtgen. Wir. sind jn judaicis daran noch bis auf den henttgew Sag gewöhnt, selbst bei dem geistreichen Boulevard causeur Renan. (Als Keine Stichprobe, was der berühürte Semitologe sich.» erlauben konnte, diene seine Korrektur des] Verses II 23,3 „Wedal.To tchdar beribo" Auch den Armen sollst du nicht verschonen bei seiner Streitsache. Der gute Mann, angekränkelt durch gewisse fremde Sentenzen, die gerade die Annen um den Bart gehen, torngiert ohne weiteres Gadol anstatt wedal, „Großen" (ohne Artllel und Bindewort, das zu G nmgearbettet wird) sollst Du nicht verschonen Nsw. Es ko mint ja bei den Herren nur auf die Geste an, mtt J>'er; sie etwas behaupten Ein Herr Leon Mayfel aus der bekannten Gelehrtenfamilie erzählte mir, er hätte als Hörer Renans -denselben einmal bei einer phönizischän 'Grabschrist ratlos geftmden, die mtt dem nnerllärlichen -Worte ,^habal" ab schloß. Da wagte M.. ihm beizuspnngen, chabal sei das in Talnnck .gebräuchliche Wehe.! „Ctzabal al deabdin tvelo mischtakchiir"; Wehe über die Ber- . lorenen, die unersetzlich sind. Ich! ftagte ihn: „Nun was hat ex dazü .gesagt?"' „Er hat, einfach den' Kops geschüttelt und gesagt: Das geht nicht." Josephüs durfte von Natur aus noch -so bescheiden sein — seine Ehrfurcht, vor R. Simvn ben Gämiel, seinen? Gegner, ist ein Beweis dafür —, aber solchen Gegnern gegenüber konnte seines und seines Volkes geistige Uebertegeichett pir das Gefühl , der stärksten Geringschätzung ausbringen. Selbst die verhängnisvolle