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Neue jüdische Presse · 1916-11-03 · Heft 42 (3.11.1916) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
14 (1916)
Issue
Heft 42 (3.11.1916)
Date
1916-11-03
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 42 Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Seite 3. Cafe Kaisergarten am Opernplatz Erstklassiges Famillen-Caf^ Jeden Nachmittag von 4 bis 7 Uhr und Abend von , _ 81/» Uhr ab T BLünatler-K.opzert. gestalt zeichnen. Denn jenes Höchste und Ewige ist weder najchznahüwn 'noch vergänglich. Daher gibt es keine Bilder in' ihren Städten und Tempeln. Daher keine Anbetnng den Königen, keine Verehrung den Caesaren.. „Nom regibus hinc adelatio non caesaribus honor." Mer, weil ihre Priester mit Flöten und Pauken (tympannm ans hebr. top) konzertieren, Epheu sich umbinden (falsche Vorstellung von der Feier hes Lanbhüttenfestes mit Pflänzenartcn) und ein goldener Weinstock int Tempel gesunden wurde, glauben manch'p, daß sie einen gewissen Liber (Mraham's Name, verstümmelt) verehren, als Bezwinger des Orients mit keineswegs entsprechenden Zeremonie». Freilich hat Liber festliche und fröhliche Riten eingesnhrt. Daß! Gesetz der Juden ist töricht und schmutzig. (Echt «rische Logik!) VI. Folgt geographische Beschreibung der Lage Paläftknas. Die Körper der Menschd» 'sind gesund -und au schwere Arbeit gewöhnt. Seltene Regen, fruchtbarer Boden. Früchte lvie die Unsrigen. 'Außerdem noch Balsam und Palme». Folgt Bcschreibnirg deren Schönheit und Wohlgeruch und .Gewinnung. 'Libanon, seine SchönlM. Der Jordan und sein Lauf. VII. Das' tote Meer mit fabulierenden Berichten darüber. Der Beins (Kischon) und die Glaserzengnng, VIII. Ein grosser Teil Judäas ist..mit Dörfern besetzt, cs hat auch Städte. Hierosolyma Hauptstadt, daselbst ein Tempel von imenseiii Reichtum und eine Stadt mit Befestigungen ersten Ranges) darin eine Königsbnrg. Des Tempels Innere ist perschlossen. Zn den Toren haben nur Inden Eintritt. Durch Schranken sind sie von den Priestern getrennt. Ms der Orient im Besitz der Asshrer, dainn der Meder lind -Perser war, wareii sic der geringschätzigste Teil der Untertanen. Ms später die Macedonier die Herrschaft hatten, war der König Antiochus bestrebt, ihren Aberglauben zu zerstören und grieckfische Gesetze einznjühren, um das schreckliche Volk einigermaßen zu bessern. Er wurde aber dnych den Krieg mit den Parthern daran verhindert, denn dajnials chatte Arfaces sich empört (Falsche die Selcuciden waren schon 90 Jahre früher »ach 60 jähriger Herrschaft ans Babylonien vertrieben). Da die Macedoiiicr somit machtlos) die Parther nicht mächtig genug lind die Römer weit Entfernt waren, wählten sich die Juden Könige, die, von.den Launen des Volkes vertrieben, mit Waffengewalt ihre Herrschaft wiederherstellten, durch Verbannung der Bürger, Zerstörung der Städte, Unterjochung der Brüder, Elternmvrd und aildere bei Königen im Schtvangc stehenden Wagnisse., den Aberglauben pflegten, (Wenn Josephüs kein anderes Verdienst hätte, als dieses gehässige arische Lügengespinust in richtiger Beleuchtung gezeigt zu haben, so wäre es groß genug, um sein Andenken sn ehren.) weil die Ehre des Hohenpriestertnms die Stütze ihrer Macht war. (Fortsetzung folgt.) Aus aller Welt. Pole«. Warschau. D.ie Stadtratssitzung am letzten Donnerstag war e i n c d e r i n t e r e s s a n t e st e n. Sie rief die „Bereinigten jüdischen Ratsmänner" nach Wochen der Ruhe auf den Plan. Der eine Gegenstand betraf den Anteil der jüdischen Fabrikanten ■ and. Kanfleute an den städtischen Ausschreibungen und der andere.Gegenstand eine Petition polnischer Boykottisten unter Führung des Antisemiten Dr. I l s k i um Einführung des S o n n t a g s r u h e - Z lv a n g S f ü r d i e jüdischen Geschäfte. Bei dem ersten Punkte handelte es sichum 900 000 Rubel städtische Lieferungen für den Bedarf der Negierung. Bisher hatte eine kleine polnische Kligue stets bestimmenden Einfluß bei den Vergebungen, und es wurden natürlich möglichst die Inden ausgeschlossen. Die Forderung der jüdischen Ratsmänner — mit Ausnahme des mit den Polen gehenden B e c r e n s o h n —. die Lieferungen im öffentlichen freien Wettbewerb auszuschreiben, war deshalb berechtigt. Doch für Gerechtigkeit hat die polnische Mehrheit kein Verständnis. Der Antrag der Juden wurde abgclchnt mit Gründen, tvic man sie in solchen Fällen schon bereit hat — Dr. Jlski lieferte sie —,■ daß nicht nur der Preis, sondern auch die Persönlichkeit des Lieferanten und die Güte seiner Waren in Ertvägnng gezogen tverdcn müsse. Der zweite Gegenstand wurde nach -großen Rede» der Inden S e i d c m a n n und P r i l u z k i und der Erwidernng des Dr. Jlski abgebrochen und dem Magistrat zur Bearbeitung iibergeben. Der Krieg und die Jude«. Berlin. In Angelegenheit der Militärseelsorgc hat das Kriegsministerin m unter dem 4. Oktober folgende Verfügung an die Generalk o in m a n d o s gerichtet: In dem Erlaß vom 5. 2. 16 M. 836/16. C. 4 ist mitgetcilt worden, daß der Ausschuß des Verbandes der Deutschen Inden in Berlin die Regelung der Seelsorge an den jüdischen Hecrcsangehörigen und Kriegsgefangenen nach einheitlichen Gesichtspunkten in die Hand gcnomiiicii hat und daß von dem Ausschuß den Generalkommandos bekannt gegeben werden würden: 1. 'Verzeichnisse der für jeden Armrekorpsbezirk ausgetoählteu Seelsorger unter Angabe des jedem Einzelnen angewiesenen Seelsorgebezirks; 2. Die Stellen, mit denen die Militärbehörden neben den einzelnen Seelsorgern, sotveit erforderlich, in Angelegenheiten der jüdischen Seelsorge in Verbindung treten könnten. Diese vom Ausschuß des Verbandes der Deutschen Juden getroffene Einrichtung wird, soweit die.Militärverwaltung daran beteiligt ist, nicht heibehalten. Vielmehr verbleibt es kiinftig bei dem früheren Zustande, nach dem die Seelsorge an den jüdischen Heeresangehörigen lediglich durch die nach den einschlägigen Gesetzen zuständigen jüdischen Stellen geregelt wird. Somit fallen für. einen etwa erforderlichen Verkehr der Generalkommandos in Angelegenheiten der jüdischen Seelsorge die vom genannten Ausschuß mitgeteilten besonderen Berinittelungsstellen fort. Auch Scelsorgerverzeichnissc werden künftig durch, den Ausschuß und die von' ihm benannten Vermittelnngsstellen nicht mitgcteilt werden. JiNoicweit in dein vom Ausschuß inzwischen benannten Seelsorgern ein Wechsel eintreten wird, bleibt von cntgegcnstehenden Mitteilungen der für die Regelung der Seelsorge an den jüdischen Heeresaugehörigen nach dem Gesetz allein berufenen Stellen abznwarten. Eine Mitwirkung der Mlitärbehörden findet hierbei nicht statt (Erlaß vom 19. 10. 14 Rr. 165. 10. 11 6. 4). Die Anordnungen des Erlasses vom 5. 2. 16 wegen Erstattung der Kosten für die zur Scelsorgeausübnng erforderlichen Reisen der jüdischen Seelsorger bleiben dagegen fiir die Kriegsdauer bestehen. Reisekosten sind künftig auf Verlangen den jüdischen Seelsorgern zu erstatten, die durch eine Bescheinigung Nachweisen, daß sie von der nach dem Gesetz zuständigen jüdischen Stelle mit der Seelsorge an den jüdischen Heeresangehörigen und Kriegsgefangenen beauftragt worden sind; daß die beauftragende (Stelle die vom Gesetz anerkannte ist, würde durch die zuständige Regierungsbehörde ans der Bescheinigung zu bestätigen sein. Duc Verband der Deutschen Inden und die bei der Angelegenheit gleichfalls beteiligte „Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums .in Frankfurt am Main" (die beide lediglich innerhalb der Deutschen Juden vereinbarte Vertretungen sind) haben hiervon mit dein Ersuchen Kenntnis erhalten, die für die jüdische Seelsorge nach dem Gesetz zuständigen Stellen zu verständigen. Das Kriegsministcrinm stellt das Weitere im Sinne des letzten Msatzes ergebenst anheim. gez. Wild v. Hohenborn. Frankfurt a. M. Gefreiter Benno Wolfs. Sobn von Lippmän Wolfs, Hcrmcsiveg 11, erwarb sich die hessische TapferkeitSmedaille an blaurotem' Bande. F ritz S u n dheimcr, Elkcnbachstr. 10, Albert Kocsterich, Brnchstr. 9 und Gefreiter Max Simon, Sohn von Beruh. Simon, erhielten das E i s c r n e K r e n z. Frankfurt a. M. Die „Denkmünze der freiwilligen Krankenpflege wurde im Krankenhaus her israelitischen Gemeinde zu Frankfurt a. M. den freiwilligen Helserinnen: Rvsi Michael, Bella Oppenheimer, Erna Hochschild, Hedwig Strauß, Marie Albersheim, Marie Siegel, Lore Baerw a l d und E m m y Neu m o n d verliehen. Stuttgart. Leutnant Hellmut Frank wurde mit dem Eisernen Kreuze 1. Kl. ausgezeichnet. Pforzheim. Dar vom Großherzog von Baden gestiftete K r i e g S v e r d i e n st k r e n z erhielten hier n. a. Obieramtsrichter Dr. Levis, Oberlehrer und Kantor David Sommer, Generalagent Julius Straus, Leiter des Reservelazaretts Siloah Arzt Dr. S e r nt. Netter, praktischer Arzt Dr. Will). R o s c n b c r g , Fabrikant Artur Schlesinger und sein Bruder Unteroffizier Ludwig Schlesinger', beide zurzeit in Karlsruhe, Da? K r i c g s h i l f e k r e n z wurde verliehen an Frau Bankier Henriette Bloch Witwe, Fabrikant Paul Joseph, Fabrikant X$ in i l Z c r n i n g e r, Fabrikant Ärtnr Schlesinger. Fürth. Fav'ikbefitzer Karl Ullmann stiftete ans Anlaß seiner 50jährigen Tätigkeit kn der Firma Bernhard Illlmann 50 000 M a r k der st ä d t i s ch e n Kricgsfürsorge. BreSlon. Stabsarzt Dr. Martin Biberstein- Breslan Und Leutnant Hugo Lyon-Görlitz erhielten das Eiserne Kreuz 1. Kl. und Vizefeldw. Will» Ascher, stnd. jnr. Fritz Cohn, Max Bücher, Georg Cobn, Otto Elkelcs, Dr. mcd. Meyer Falk, Ernst Friedlacnder Leutnant Referendar Otto Holpert, Vizefeldw. E r n st K ü r s dt »er, Feldzahnarzt Dr. Stefan L o c w c, Arnold Löwens o h n, Egon Neu m a n n, Dr. W i l h. Ti ch a u e r, H e r b c r t W o l f, G g. B e r g st c i n - Breslau, B r n n o Schcyc r-Gleiwitz, Sieg fr. B adrka n-Kattowitz, Arnold Metz- Liegnitz, Vizefeldw. Eugen N o t h - m a n n - Mislowitz und Engen N i ck l a s - N'eisse erhielten da? Eiserne Kreuz 2. Kl. Posen Untcrnffiz'er Lewin-Gnesen, Vizewachtm. Bruno Banm-Lissa, Unteroffizier Lonis Meyer- Hohensalza, stnd. med. I n l i n s L e w i n - Rakel, A r t h u r Löwenherz und Moritz Sachs-Posen, Isidor G o l d s ch m i d t - Krotoschin, Feldarzt Dr. K r a y n - Posen und Herbert Sch in n ck l e r - Ostrowo erhielten das Eiserne K r c n z und H e r in. E i s e n st a d t - Putzig . I d a Asch' unb Berta Brodnitz -Posen die Rote K r c n z m e d a i l l e 3. Kl. Stockholm. Wie aus Odessa-berirbtet wird, stnd d'r hebräische Dichter Bialik und der hebräische Schriftsteller Dr. Klausner znm Militärdienst cingczogen worden. Lugano. Nach einer Meldung des „Corriere della Serra" aus Athen zwingt das Salonikcr Komitee unter Billigung de? französischen Kommandos die S a lo n i ke r Juden bis zu 41 Jahren in das g r i c ch i s ch e S e z e s - sionsheer einzntretcn.! ^Frankfurter £<telmetallverwettnng| Garlaoh S Weiss 6old-u Silberscheideanatalt.Metallurg.Lahoratoriaia I Tanunsstr. 28. FtaoUurt a. M. Tel. Körner 874S. I Ankauf aller Edelmetall-Kiickstände, Brucbgold u. Silber. Barren — Fetlnnsr — BetarBwn — Abfallen. Perfonatten u. Kleine Mitteilungen. Berlin. Julius Stettenheim, der „Wippchen"- Dichter, ist v e r s ch i c d e n. Geboren am 2. Noveniber 1831 in Hamburg, begann er, wie das sehr häufig bei uns Juden vorkommt, seine Lebensbahn im kaufmännischen Berufe. 1857—60 studierte er dann in Berlin, seiner zweiten Heimat, und begann gleichzeitig mit dein Schriftstellern. Er begründete die humoristisch-satirische Zeitschrift „Die Wespen" (jetzt „Deutsche Wespen"), die er über 30 Jahre bis l894 redigierte. Am glücklichsten war er mit der Schöpfung der Figur des Kriegsberichterstatter- „Wippchen". Rülzheim. Trotz des Krieges zeigt stch allenthalben bas Bedürfnis, das geistige Leben in die alten Bahnen zu lenken. Es war wohl einem glücklichen Einfalt unseres Kantors Teitcliwaint zu danken, daß die hiesige Jugend Zn einem Verein zusammentrat. Für den Winter sind mehrere größere Veranstaltungen, sowie Lehrknrsc geplant. Memel. 'Bor zwei Wochen ist kxer Frau Amalie W o l p e verschieden. Die Verblichene, die bis vor wenigen Jahren in Frankfurt a. M. lebte, war eine Frau von außergewöhnlichen Charaktereigenschaften; eine Repräsentantin jenes Typus tapferer, charakterstarkcr, energischer und weiser Frauen, wie ihn das Judentum im Bild der „Esches chail" idealisiert hat. Eine wahre Jüdin in allen Ausstrahlungen ihres Wesens, vom Geschlecht jener jüdischen Gattinnen und Mütter, die in allen Jrrsalen der Diaspora eine Säule unserer Existenz gebildet haben, einen unerschöpflichen Born nationaler Kraft und Energie. An der Seite eines Gatten lebend, der in seiner Liebe und Treue zum Judentum und all seinen Traditionen vorbildlich war, setzte sie ihren Stolz darin, ihr Hans zu einem Mittelpunkt jüdischen Lebens Und Denkens zu gestalten, was ihr auch in reichem Maße gelang; auch ihre Kinder erzog sie in diesem Geiste zu treuen Söhnen und Töchtern ihres Volkes und seiner Lehre. Die vielen, die die Verblichene zu ihren Lebzeiten kannten und schätzten, werden ihr allezeit ein ehrendes Andenken als einer weisen, kraftvollen, wahren Jüdin bewahren. Budapest. Wie das hiestge „Neue Abendblatt" mitteilt, sei Ministerpräsident Graf Stürgkh in kinderloser Ehe mit der Jüdin Hermine Fuchs aus Wien verheiratet gewesen. Noch wenige Tage vor seiner Ermordung habe er sie in ihrem Hause in Graz besucht. Die Zivibtrannng, deren Tatsache der Graf stets geheim gehalten habe, habe 1892 in Mzza stattgefunden. Praa. Mar Ritter von Kahler. Präsident der Effektenbörse nsw., Repräsentant der Israel. Kultusgemeinde, feierte den 70. Geburtstag. Frankfurter Berichte. Leopold Zu»; s. A. Anr verflossenen Sonntag Abend wurde in den Räumen der Schaß- Chevro fiir den verewigten Leopold Z n n z*) ein H e s p e d abgehalten. Zuerst entwarf Lehrer Hermann Schwab an der Hand von Sätzen aus der Sidra. von Talmndnnd Midraschstellen ein Lebensbild des Dahingeschiedcnen und schilderte ihn als den Onov, Chosid und Talmid schel Avrohom owinu, den Bescheidenen und Dcmntsvollen, den wahrhaft Frommen, den Mann, der im Geiste des Stanimvaters Mrahäm gelebt und gewirkt hat. Mit einer bewundernwerten Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit war in Leopold Znnz ein fester, unerschütterlicher Charakter verbunden, dem die strenge Pflichtcrfüllnng als die vornehmste und höchste Tugend ind Leben galt, der kein Wanken und kein Schwanken kannte. Ganz besonders aber war er ein gottesfiirchtiger. strengfrommer 'Jehndi. Die religiöse Gesinnung, die er als Erbteil von den fiommen Eltern empfing, hat er durch das Taurohskudinin, dem er sich sein ganzes Leben hindurch widmete, zu innerer Neberzeugnng gefestigt. So hat er auch seinem ganzen Hause den Stempel cchtjüdischer Frönnnigkeit anfgevrägt und seine 5kinder im Geiste der Tauroh und Jiroh erzogen. Zedokoh, Wohlkätigkeit zu üben, war, da er als Ällmosenier der R o t b s chi l d st i f t u n g angestellt war, viele Jahre hindurch sein Beruf, und Ivenn er hier auch nicht aus eigenen Mitteln spendete ler hat auch nicht ermangelt, ans Eigenem nach seinem Vermögen und Können zu geben, so konnte dochfiir dieses Amt kein Würdigerer eingesetzt werden als dieser Mann, dein Zedokoh, das Neben von Liebeswcrken innerstes Her-ensbedürfnis war. Und der allen, denen er spenden konnte, mit Liebe nn'o 'Freundlichkeit cntgegenkani. Er war ein beliebter S ch c l i a ch?, i b b n r. Er hat viele Jahre hindurch in der Mainz'schcn Synagoge in der Börnestraße vorgebetet, ebenso an den Jomim Nauroim in der Klans-Synagoge. Seine schlichte Vortragsweise war allen, die ihn hörten, svmpathisch. denn man fühlte, es waren Gebete, die aus innerstem Herzen kamen und darum zu Herzen gingen. Da ihm dem wahrhaft fromnien Manne jeder Minhag, jeder religiöse Brauch heilig war, hielt er. der als Mitglied einer uralten hervorragenden 'Frankfurter Familie auf die Vergangenheit der Frankfurter *) In _ unserer vorwöchentlichen Nummer hieß es irrtümlich Hermann statt Leopold Zunz. D. Redakt.

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