Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 14 (1916)
- Issue
- Heft 37 (22.9.1916)
- Date
- 1916-09-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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fimmi Frankfurter Israelitisches FamilieMatt. Seite 4. Wer Beruria, in der die Seele einer Deborah lebte, weinte nick jammerte nicht. Ne kniete in tiefer Aickacht zur Erde, küßte die blutigen Spuren und tat , das heilige Gelübde, daß ihr Körper nicht eher rasten «erbe, bjs sie Hanina und seine Genossen aus dem Rachen her Löwe« befreit habe. Dann ging sie nur nach Osten weiter und weiter. Am dritten Tage gelangte sie an das Grab des Patriarchen. Dort füllte sie ihren Krug mit der Erde bis heiligen Grabes, von dem die fromme Sage' ging, daß stk Wunder "tue Und zauberfräftig sei. Wer . damit das Meer befährt, hat von den Wellen nichts zu be- Uiü» -er Kaiser kam, Könige trugen die Schleppe seines Mantels, gefangene Fürsten, die an.ihren Ketten rasselten, gingen dem Zuge vorauf. In dem Zuge befanden sich die besiegten Söhne der Dazier, Germanen, Araber und anderen Völker, darunter auch die Gefangenen von Askalon. Tränen entstürzten Berurias Augen, ihr Antlitz war blaß vor Scham. Ms sie die traurige Scene .erblickte, wehklagten ihre Lippen: „Eli Eli'! lama asäbtanu! (Mein .Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen)?" Nr. 37. Bon dem wundertätigen heiligen Grabe hatte sie die Elbe genommen. Und Hoffnung und Vertrauen zum himmlischen Vater erwachten jm Herzen Berurias. Mit beiden Armen umarmte sie die Erde, und mit den Tränen in ihren Augen befeuchtete sie diese. Und nun sahen ihre Äugen ein Wunder! Diese Erde lebte wie in Judäa. Auf dem langen Wege sprossen aus dem warmen Schoße Blumen hervor, die den Rosen von Saron glichest. Und auf der Blume funkelte ein farbiger Schmetterling, süßen Honig saugend, und in der Wurzel wim- Schafft das Gold zur Reichsbank! Vermeidet die Zahlungen mit Bargeld! Jeder Deutsche, der zur Verringerung des Bargeldumlaufs beiträgt, stärkt die wirtschaftliche Kraft des Vaterlandes. Mancher Deutsche glaubt Heiner vaterländischen Pflicht völlig genügt zu haben, wenn er, statt wie früher Goldmünzen, jetzt Banknoten in der Börse mit sich führt oder daheim in der Schublade verwahrt hält. Das ist aber ein Irrtum. Die Reichsbank ist. nämlich ^gesetzlich verpflichtet, für je Dreihundert Mark an Banknoten, die sich im Verkehr befinden, mindestens Hundert-Mark in Gold in ihren Kassen als Deckung bereitzuhalten. Es kommt an Ls gleiche hinaus, ob hundert Mark Goldmünzen oder dreihundert Mark Papiergeld zur Reichsbank gebracht werden. Darum heisst es an je?en patriotischen Deutschen die Mahnung zu richten: Schränkt den Bargeldverkehr ein! Veredelt die Zahhingssitten! Jeder, der noch keiu Bankkonto hat, sollte sich sofort ein solches.einrichten, auf das er alles, nicht zum Lebensunterhalt unbedingt nötige Bargeld sowie seine sämtlichen laufenden Einnahmen einzahlt. Die Errichtung eines Bankkontos bei einer Bank ist kostenfrei und der Kontoinhaber erhält sein jeweiliges Guthaben von der Bank verzinst. Das bisher fihljc)ifl Verfahren, Schulden mit Barzahlung oder Postanweisung zu begleichen, darf nicht das herrschende bleiben. Richtig sind folgende Verfahren: Eristons — und das ist die edelste Zahlungssitte — Ueberwelsung von Bank zu Bank. "Wie spielt sich diese ab? . Der Kontoinhaber beauftragt seine Bank, der Firma oder Privatperson, der er etwas schuldet, den schuldigen Betrag auf deren Bankkonto zu überweisen Natürlich muss er seiner Bank den Namen der Bank angeben, bei welcher der Zahlungsempfänger sein Konto unterhält. Jede grössere Finna muss daher heutzutage auf dem Kopf ihres Briefbogens-vermerken, bei welcher Bank sie ihr Konto führt. Ausserdem gibt eine Anfrage am Fernsprecher, bisweilen auch das Adressbuch (z. B. in Berlin und Hamburg) hierüber Aufschluss. Weissman nur, dass der Zahlungsempfänger ein Bankkonto hat, kann aber nicht feststellen, bei welcher Bank er es unterhält, so macht mau zur Begleichung seiner Schuld von dem Scheckbuch Gebrauch. z waifans Bor Schack mit dom Varmerk „Hur zur Verrechnung“. Mit dem Vermerk »Nur zur Verrechnung" kommt zum Ausdruck, dass der Zahlungsempfänger keine Einlösung der Schecks in bar, sondern nur die Gutschrift auf seinem Konto verlangen kann. Bei Verrechnungsschecks ist auch die Gefahr beseitigt, dass ein Unbefugter den Scheck einlösen kann, der Scheck kann daher in gewöhnlichem Brief, ohne »Einschreiben", versandt werden, da keine Barzahlung seitens der bezogenen Bank erfolgen darf. Nach den neuen Steuergesetzen fällt der bisher auf dem Scheck lastende Scheckstempel von 10 Pfg. vom 1. Oktober d. J. fort. Brittens Bar sogenannte Barscheck, d. h. dar Schack ohne den Vermerk „Hur zur Verrechnung“. Er kommt dann zur Anwendung, wenn der Zahlungsempfänger kein Bankkonto besitzt und daher bare Auszahlung verlangen muss. Er wird in dem Masse aus dem Verkehr verschwinden, als wir uns dem ersehnten Ziel nähern, dass jedermann in Deutschland, der Zahlungen zu leisten oder zu empfangen hat, ein Konto bei dem. Postscheckamt, bei einer Bank oder einer sonstigen Kreditanstalt besitzt. Barum die ernste Mahnung in ernster Zelts Schaffe jeder sein Gold zur Reichsbank! " Mache jeder von der bankmässigen Verrechnung Gebrauch! Sorge jeder in seinem Bekannten-und Freundeskreis für Verbreitung des bargeldlosen Verkehrs! Jeder Pfennig, der bargeldlos verrechnet wird, ist eine Waffe gegen den wirtschaftlichen Vernichtungskrieg -unserer Feinde! _ Nr. 57 Brillen EisMialii I' terte § Raubst I' der A« feinen mit bl lehnte denn f war st es ein eine Bi Ur vorwer und sp so veri Sind > den Li Ur wenn s Di die fr« Römer eigen l seinem wilden einmal, aber H Seiten Schmäl Hochgen weseicke der un komme diese Qi sogar i mehr t Erde g Käfig. S.i Hanina und eil Brust. „2 das Ba Adonai ist ein Nr Askalor Di mutiger aber au mengte ihrem noch ei W und au Morger aber ,in Di mahl, < ihm. '<= Palast jener 9 >er loj I" »is de ölumer >ie Za fürchten; jm Kriege ist er unverwundbar, und auch die Schrecken der Nacht vermag er zu besiegen. Als sie wWgegangen war, gckieh das Korn, und '* als ste in Rom ankam, schlugen die Bäume aus- Die 5 Heiden feierten das Frühlingserwachen, und der. Taumel ~. der Freude erfüllte die Lust. Die Männer flochten . »ach Frauen Art Kränze in ihre Locken, und die JungfxaiM taWteu freichjg erregt auf den Feldern. Gegen Mittag kamen Herolde, die den Trmmphgug des großen Kaisers meldeten. Das Ohren betäubende Fauchzen der Menge ließ den Himmel erzittern, und jm Herzen Berurias erwachte die Furcht. Hanina hörte diesen Ausruf und blickte Beruria an, erkannte sie aber nicht, denn seine Seele und sein Herz waren erschlafft. ' SB.ieber ertönte aus dem Herzen Berurias das Klagewort: „Eli, Eli! lama asabtuna!" „Schon lange hat uns Gott verlassen," sagte der Aelteste der Askalonjer, „man hat uns in Sklaven- ,fetten gelegt, und erst der Tod kann uns befreien. Beruria. warf sich zu Boden und weinte heftig. Aus der weichen warmen Erde strömte ein Geruch hervor, der gleich, einer Norde duftete. Cs war dies die Erde des zwar besiegtenaber nie sterbenden Vaterlandes. melten Ameisen, und ein federloses Bögelchen flatterte in seinem kleinen Nest. Sie hatte aus dem weiten Baterlande lebende Erde mit sich gebracht, eine , wundertätige, heilige und starke Erde, auf der die Söhne Judäas unüberwindlich sind. Uttb als ihre Seele vollständig mit den Wonnen der Vaterlandsliebe erfüllt war, erhob sie sich, nahm wie die Mutter ihr Knäblein die teure Erde in den Schoß, stürzte dem Triumphzuge nach und blieb erst vor dem Amphitheater stehen, wo die Römer sich am TÄ»e der Menschen ergötzten. .fr