Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 14 (1916)
- Issue
- Heft 34 (1.9.1916)
- Date
- 1916-09-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 34. Gesamtheit sein müsse, imgeknüpft. Es ist unendlich wichtig, das; sich hie neue jüdische Siedclung auf dem Boden unserer Ü)esctzzebung aufbaut.' Denn so Werden sich nicht mir gesunde soziale Verhältnisse in dem Palästina der Zukunft entwickeln, sondern die dortige jüdische Bevölkerung, wird damit auch ein Stück verwirklichtes Judentum leben. Wir Juden haben der Kulturivelt den einen Gott und den Sabbatgedanken gegeben; vielleicht zeigen wir 'ihr dann auch iwch, wie man die soziale Frage löst, ohne deren Lösung in der Menschheit Sittlichkeit und Recht nicht gedeihen können. „Gin kemach, ein tauroh." ' _' o Flavius Josephus und seine Zeit. Bon Ahrvn Marcus s. A. (a-o tsetzung.) Die Stellung der Juden in diesem, sogenannten goldenen Zeitalter Roms war eine sehr cinflußreiche. Beweis, die Furcht des.Cicero (eigentlich Kikero zu 'lesen, ebenso wie Caesar Kaiser im Griechischen und Orient, nur daß die analphäbetifchen Europäer schon beim dritten Buchstaben, dein orientalischen G, die traditionelle Aussprache vergessen batten), der als Rechts- und Links-AiUvalt bei der Verteidigung des räuberischen Flaccus erklärte, aus Furcht vor dein jüdischen Publiku.m zu den Richtern nur leise sprechen zu wollen. Fenier der Wutschrci des mehr durch seine Paederaslic als durch seine Philosophie berühmten Seneco über die teterrima gens, victi victoribns leges dederunt (das schrecklichste Volk, das als Besiegte den Besiegern Gesetze diktiert). Würdiger ist eine Betrachtung des berühmten Geschichtsschreibers Titus Liviits, die zwar von mönchischen Copistcn emendiert, sich aber bei Dio Cassins erhalten (hat. Siehe Berliner Gesch. d. Juden in Rom) 37, 17: „Woher sie diese Benennung Juden habenz weiß ich nicht; sie erstreckt sich aber auch auf Ausländer, die nach denselben Satzungen leben. Auch unter den Römern! gibt es von, diesen Leuten, welche, obgleich oft unterdrückt, dennoch dergestalt sich angesanimelt haben, dast sie die freie Ausübung ihrer Satzungen durchsetzen konnten. Sie sind von den übrigen Menschen sowohl durch ihre Lebenstveise im allgemeinen als mich besonders dadurch geschieden, dast sie keinen Gott der andereil Völker anbeten. Sie erkennen überhaupt nur einen einzigen Gott an, den sie mit zähem Eifer verehren. In Jerrlsalem haben sie ihm niemals ein Standbild errichtet, aber sie halten ihn für ein unaussprechliches unsichtbares Wesen uild setzen einen Eifer darin, ihn zu verehren, wie »tan ihn vergebens bei anderen Menschen suchen würde. Sie haben ihm leinen der größten und schönsten Tempel erbaut, allein dieser Tempel ist weder verschlossen noch bedeckt. (Er .meint die Asarah für die Volksversammlungen.) Der SatUrnustag ist diesem Gotte geweiht, an ihm führe» sie vorzugsweise, ihre besonderen Zeremonien ans und unterlassen jede ernste Arbeit. Was man von diesem Gotte weist, wie er beschaffen ist und welches die Quelle der Furcht ist; die ,er einflößt, das ist nicht Gegenstand meines Werkes und ist übrigens von vielen Schrrftstellern gesagt worden." Doch, mehr Proselytcn als durch seine Lehre und die Tugenden seiner Bekenner gewann das JudcntuiN wohl durch die unerschütterliche, so oft heldenmütig bewährte Ueberzeugung, daß es die einzig wahre Religion sei. Daß die Zahl derer in allen Ländern sehr grost war, die ganz vder teilweise das mosaische Gesetz befolgten, darin stimmen jnden-frcnndliche und -feindliche Berichte überein (mit Joscvhüs), und namentlich die Frauen erweisen sich hier als Führerinnen der Gläubigkeit. Sencca de supcrstitione sagt: „Solche Macht haben die Bräuche dieser höchst verruchten Völker bereits gewonnen, dast sie in allen Ländern bereits eingeführt sind." Horaz (dev zur Abwechslung die Germanen den verabscheuungswertcstcn Samen der Erde nennt), OvidPersiusJnvenal berichteten, dast zu Rom viele sich am Sahbat aller Geschäfte enthielten, nicht reisten, nicht Lampen anzündeten und Kränze aufhängten, Fasten beobachteten und beteten. Die jüdischen Gesetze nur erlernen,-sie und halten mit Ehrfurcht das, was Moses sie ju.dergeheimnisvolle Rolle lehrt. „Alle Menschen", sagt Philo, „unteriuirft es sich' und erinahnt sie zur Tugend: Barbaren, Hellenen, Festlands- und Inselbewohner, die Mationen des Ostens so gut wie des Westens, Europäer und Asiaten, die Völker der ganzen Erde." Josephus an anderer Stelle: „Biele der Hellenen sind zu unseren Gesetzen stbergegangen, die eine» sind dabei geblieben, andere, die der Standhaftigkeit nicht fähig waren, sind wieder abgefallen. Wären wir nicht selbst von der Vortrefflichkeit all unserer Gesetze überzeugt, würden wir durch die 'Menge ihrer Anhänger darauf geführt werden, stolz auf sie zu sein. Es unterliegt wohl keinem 'Zweifel, dast der Uebertritt des Flavius Clenrcns, Consulars, Senators uiid -Vetters des Kaisers Domitiaims, bei dem Josephus in hoher Gunst stand, auf den Einfluß der Persönlichkeit und der Schriften dieses letzteren zurückzuführcir ist. — Nehmen wir, dazu die Berichte., Strabo's über die ausgedehnte finanzielle Macht der Juden in allen Emporien der alten Welt am Becken des Mittelmeercs und bis Gallien und Germanien hinauf, wohin sic den Legionen des ludenfreundlichen Julius Caesars gefolgt waren, der in ihnen ein kosmopolitisches Ferinent für seine Weltrcichspläue erblickt hatte, so können wir, tins nicht verhehlen, dast in dieser Äußerlichen Ausdehnung eine große Gefahr für den inneren Bestand des Judentums gelegen war, die der Talmud vielseitig ins Auge 'gefaßt hat. Dr. Berliner.'schildert die Verhältnisse jener Zeit in llcbereinstinnnung'mit Josephus: „Un die jüdischen Gemeinden der Diaspora hatte sich fast überall ein Anhang „gottesfürchtiger" Heiden! angeschlossen zu monotheistischer, bildloser Gottesverch- Frankfurter Israelitisches Familienblatt. rung, welche die Synagoge besuchten, in Gesetzesbeobachtnng sich aber auf gewisse Hauptpunkte beschränkten und gar nicht gum Verband der jüdischen Gemeinden gezählt wurden, phoboumenoi tow theo, auch sebümenoi und Joudaißontes genannt. Jacob Bernays s. A. -hat klagisch festgestellt daß in Jnvenal's 14. Satyre der Abfall von altrömischer Lebenssitte und Hinneigung zu ausländischen Kulten als Unterwühlung des Staates gegeißelt wurde. Er führt einen Vater vor, der zwar Römer bleibt, aber den Sabbat beobachtet und dem Schweinfleisch entsagt. Der Sohn geht weiter, wird Volljude, verachtet die römischen Gesetze und erkennt nur die nrosaischen an. So erklären, sich 2 Grabschriften von Söhnen an Eltern religioni Judaicae metuenti. In der Synagoge zu Antiochia redet Paulus die Versammlung nnt deutlicher Scheidung der Klassen an: Männer von Israel tmd phonbomenoi. Weiter: Söhne vom Geschlecht Arahams und unter Euch tvohnende phoubomeiwi. Er zitiert die Note Momnisens in der Biographie des Kaisers Alexander Severus: Judaeis privilegia reservavit Christianos esse Passus est. Den Juden gewährte er besondere Privilegien, den Christen erlaubte er es zu sein. Dazu die Bemerkung: Diese Bevorzugung beruht darauf, dast die Juden eine Nation darstellen, diese aber nicht. Mer nicht nur die nationale und konfessionelle Sonderstellung der Juden, sondern auch die nach der Weisheit des jüdischen Gesetzes damit unlösbar verbundene sozialpolitische wurde durch die Gestaltung einer eigenen jüdischen Rechtspflege denselben als Privilegium eingeräumt, zusammen mit der Befreiung vom Kriegsdienste und der freien Wahl an Beteiligung an öffentlichen Aemtern, als Ritter und viri clarissimi. insoweit selbe nicht mit den religiösen Satzungen kollidierten. Davon gaben Grabschriften solcher viri clarissimi Zeugnis." Aus dieser Machtstellung, aus .dieser stillschiveigenden Anerkennung der geistigen und religiösen Ueberlegenheit des Judentums erklärt sich einerseits die Freiheit und der Freimut, mit welchem Josephus die Medrigkeit der heidnischen Mythologie besprechen konnte, ohne der Religionsbeleidigung angeklagt zu werden, anderseits die Leichtigkeit der Erfolge des neu auftretenden stoischen Heiden vermittelnden Christentums, das sich erst dann Verfolgungen zuzog, als es durch seine meisianischen Herrschergelüste und Eindrängen in die hohe Politik, staatsgefährlich zu werden anfing. Der Talmud hat diese Bestrebungen durchschauend, (Sota.Ende) mit dem einen Satze gekennzeichnet: „Weha- Malchut tehofech leminut (Das Reich (Rom) wird sich zunt Christentum bekehren)." Josephus in seinem unerreicht meisterhaften Werke contra Apionem beruft sich zuerst auf die Verurteilung des Götzendienstes durch namhafte Griechen, wie Heraklit, .lenophanos, Demokrit, „Plato,, die Pythagoräer, welche den namhaftesten Dichtern und Gesetzgebern Vorwürfe machen über ihre Schilderungen der Götter, ihre beliebige Zahl ihre verschiedene Abstammung. als ob es Tiergeschlechter wären, ihre Wohnsitze und Lebensweisen, auf der Erde und im Meere, wobei sic den ältesten den Tartaros anweisen . wo sie in Fesseln gelegt sind, lieber hie Himmelsgötter herrscht als ihr Vater ein Tyrann, bin Despot, gegen den sich sein Weib, seine Brüder lind seine aus seinem Haupt geborene Tochter verschwören, um ihn gefangen zu setzen, wie er selbst cs seinem Vater äntat. Manche dieser Götter sind bärtig, manche junge Leute. Einer ein Erzschmied, die andere eine Weberin. Einer ein Krieger, der sich' mit Menschen herumschlägt, andere Zitherspieler und Bogenschützen. Sie schildern ihre Streitigkeiten und Zänkereien wegen Menschen. Handgeinengc ncit Verwundungen, Wehklagen und Krankheit und eine allen anhaftende geschlechtliche Unmästigkcit und ihre Liebesabenteuer. (Fortsetzung folgt.) Die Rüde« itt Rumänien, Um es gleich vorweg zu sagen: es gibt kein Land auf der Welt — selbst Rußland nicht —, in dem die Juden rechtloser und .geknebelter sind als in Rumänien, dem : reich gesegneten Lande, dessen Segen zuM Fluch geworden ist, demi seine herrschende Bevölkerungsschicht, in Sittenlosigkeit und Bestechungswesen verseucht, lebt der krassesten und herzlosesten Selbstsucht und seine Masse vegitiert in Unwissenheit und Verkommenheit. . - Juden sollen nach Rumänien bereits niit den Eroberungszügen des römischen Feldh'errn Trajan (101—106) gekommen sein. Das Land hieß damals Dazien. Verläßliche geschichtliche Nachrichten über die Juden in Rumänien liegen erst seit dem 12. Jahrhundert vor. Sie waren damals sehr angesehen. Ms 1349 das Fürstentum Moldavien gegründet wurde, veranlastie dessen erster Fürst gegen Privilegien zahlreiche Juden aus Polen zur Einwanderung. Bald darauf — nach ihrer Vertreibung aus Ungarn — siedelten sich zahlreiche Juden in der Walachei an. Der Fürst Bohdam Woda von Moldavien hätte den Inden Jizchok ben Binjomin ziim Kanzler. 1648 kamen die Banden des Kosakenhetman Chmelnizkij auch nach Rumänien und töteten alle Juden, deren sie habhaft wurden. 1710 entstand in Rumänien zunc ersten Male eine Blutbeschuldignng und daran anschließend eine Judenverfolgung; 1714 bereits wurde ein zweites Blutmärchen erfunden und schrecklich gegen die Juden ausgenützt. Während im ganzen 18. Jahrhundert die Verfolgungen religiöser Natur waren, trafen diese sic im 19. Jahrhundert in ihrer gesellschaftlichen und staatsbürgerlichen Stellung. 1817 wurde ihnen verboten Land zu kaufen; seit 1818 durften sie nicht Mehr bei Gericht als Zeugen auftreten; 1830 wurde , ihnen eine besondere Kopfsteuer auferlegt nsw. Ms 1866 Prinz Karl von Hohenzollern-Sigmaringeir Fürst, von Rumänien geworden war, sollte in die Verfassung die Gleichberechtigung aller llntertanen ausgenommen werden; doch es entstand dagegen eine solch' gewaltige'Bewegung, die zuletzt in Juden- ' Metzeleien aüsärtcte, baß diese Bestimmung fallen gelassen wurde. Seite 3. Die Zahl der Juden im heutigen Runmnien -dürfte rund 300000 betragen unter 7V2 Millionen^ MntmHnern. Seiber ist nicht nur die politische.Lage, sondern auch -die innere jüdische Lage der runtänischen Judentzekt eine traurige. Das jüdische Leben bewegt sich schon lange auf einem Tiefstand. Gebe Gott, daß nnt der Besiegung Rumäniens durch' die Zenkralmächte auch darin eine Aenderuna eintrete, denn das' rumänische Judentum stand vor dem Untergange. 1 Die Herbstfeiertage irr der deutschen Armee. Frankfurt a. M., 30. August. Das Kriegsministerium hat den Kommandobehörden von folgenden Wünschen und Anträgen zu den bevorstehenden Herbstfeiertagen mit dem Anheimstellen Kenntnis gegeben, diesen Wünschen zu entsprechen, soweit es angängig ist und sich mit den dienstlichen Interessen vereinbaren läßt. Die Bekanntgabe durch Tagesbefehl ist angeordnet worden. 1. Für die an der Front befindlichen Mannschaften a) Dienstbefreinng am Bersöhnungstag, beginnend eine Stunde vor Sonnenuntergang des Boräbends und schließend mit Eintritt der Nächst; soweit möglich, Dienstbefreinng an den übrigen Feiertagen. b) Gelegenheit zur Begehung des Neujahrsfestes und Bersöhmmgstages, soweit möglich auch der anderen Feiertage, durch gemeinsamen Gottesdienst. Soweit zentrale Gottesdienste größerer Verbände veranstaltet werden, Berücksichtigung des religiösen Reiseverbots derart, daß die Mannschaften vor Beginn des Feiertags am Orte des Gottesdienstes eintrefsen und ihn erst nach Schluß desselben zu verlassen brauchen. 2. Für die Mannschaften in heimatlichen Garnisonen und an festen Standorten in der Etappe a) soweit möglich, Heimaturlaub oder Urlaub zur nächstgelegenen jüdischen Gemeinde. b) soweit dies nicht möglich ist, Dienstbefreinng an den Festtagen, Berücksichtigung des religiösen Reiseverbots an Feiertagen und Sabbat beim Urlaub. 3. Endlich ist gebeten .worden, bei Erteilung von Heimaturlaub an die im Felde befindlichen Mannschaften die Urlaubsterrnine für die jüdischen Soldaten soweit möglich unter Berücksichtigung der Feiertage festzusetzen. - Der Krieg tttri die Jude». Frankfurt a. W. Fliegerleutnant Frankl. Wie wir auS zuverlässiger Quelle erfahren, entspricht unsere Notiz, daß der vom Kaiser mit dem Orden „Loar I» mörit»" ausgezeichnete Fliegerleutnant Frankl, übrigens ein Großneffe des berühmten DiSters und Philantropm Ludwig Anguss von Frankl, vor einigen Monaten zum Christentum übergetreten ist. nicht den Tatsachen. Frankfurt a. M. Max Strauß, Sohn von Gabriel Strauß, Grünestr. 9, nmrde zunt Leutnant befördert. Wiesbaden. Dem Referendar Paul Sulzberger. Sohn der Witwe des.Sensals Meyer Sulzberger, wurde die silberne Tapferkeits- und Verdienstmedaille am gelbschwarzen Bande verliehen. Breslau. Dr. Erich Brh. Leutnant. Amtsrichter Max Gnttman-Gleiwitz und Heinz C o h n--Königshütte erhielten das Eiserne Kreuz. Apotheker Georg Landsberger ist zum Oberapotheker befördert worden. Wien. Die Aerztin Dr. Ada Hirsch, ALteilungSleiterin eines Epitemiespitals, und Oberstleutnant Bernhard Dattner sind mit dem Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens ausg^eichnet worden. Bloch's „Öejterr. Wochenschrift" verzeichnet in ihrer letzten Nummer folgende Auszeichnungen an Inden: 2 Ritterkreuze des Franz Josef-Ordens, 7 Milktärverdienstkreuze 3. Klasse, 6 silberne Signum laudis» 30 bronzene Signum laudis, 10 goldene Berdienstkreuze mit der Krone, 8 goldene Berdienstkreuze, 13 silberne Berdienstkreuze mit der Krone; 2 silberne Berdienstkreitze. 2 silberne Tapferkeitsmcdaillen 1. Masse) 27 silberne Tapferkeitsmedailken 2. Masse, 38 bronzene Tapferkeitsmedaillen» zusammen 145 Auszeichnungen: hiervon 52 an Frontoffizkere, 21 an Militärärzte und Militärbeamte, 72 an Mannschaftspersonen. Budapest. Der Minister des Innern bat verordnet, daß alle Standesamtsleiter eine genaue, nachdenReligionsbekenntnisscn geordnete L ifte der auf dem Felde Gefallenen anfpellen niüssen. LemHeeg. Der im Juni v. I von den Russen als Beisel verschleppte Vizepräsident der Stadt Lemberg Dr. Philipp Schleicher ist mm als einer der ersten im Anstauschwege zurnckgekehrt. In nächster Zeit soll auch die Rückkehr des Vizepräsidenten der Mlltusgemeinde Dr. D i a in a»d erfolgen, die diesbezüglichen Anstanschverhandlungen sind noch, im Gange. Der ebenfalls aus der Gefangenschaft zurückgekehrte gewesene Rektor der Lemberger Universität Dr. Adolf Beck, ebenfalls Jude, weilt gegenwärtig bei seinen Angehörigen in Krakau. London. Die orthodoxen Rabbiner Englands, an ihrer Spitze Rabbiner Kuck) der frühere Oberrabbiner, von Jaffa, haben dem Minister des Innern Herbert Samuel eine Denkschrift gegen den Militärzwang der russischen Inden und ihre Auslieferung an Rußland .behandigt. Die Denkschrift erinnert die