Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 14 (1916)
- Issue
- Heft 27 (14.7.1916)
- Date
- 1916-07-14
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 27. Seite 3 MaMmta Wr«eWqch« FaMlienNM. I Jnnkfnrter Sdelmstallverwertnng Garlaoh & Weist» ßold-u.llberscheideanstalt.Metallurg.Laboratorium Taunnsatr. 28. Frankfurt a. M. Tel. Körner 6743. Ankauf aller Edelmetall-Rückstände, Bruchgold u. Silber. , Barren — Fellngg — Gekrätzen — Abfällen. I voll System und Vorschrift baut sich NM sie und verbirgt sie mehr, als daß, er sie offenbarte. Sich in das Tagleben des jiddischen Ostens hineinzuleben, mag dem Westler, der die nationale Idee verlor, die Rückkehr znm.Glauben an sein Volk erleichtern, — jedoch ein anderer holt sich vielleicht den gleichen Mut aus der Geschichte. Die Pflege jungjiidisch'er Kultur mag dem unbeholfenen Fassungsvermögen den Willen zur eigenen Zukunft stärken, — jedoch Wesen Her nationalen Idee ist weder das eine noch das ändere. Man kann ihr dienen voll Inbrunst und Lauterkeit und braucht vielleicht doch keine Krücken. Man kann sie in -sich tragen als geschichtliches Bewußtsein und kann sich, völlig losgelöst von der Gegenwart, dem Galuth und seiner Kultureinzig und allein einstellen auf die Zukunft drüben in Palästina. Man kann aber auch umgekehrt jiddisch sprechen und nach hebräischem Kommando turnen, kann, wie die jüdische Rundschau in dem erwähnten leitenden Aufsatz von M. M. über den prächtigen Beitrag von Hugo Bergmann zum ersten Heft des Juden sagt, nach dem Vorbild der Gasse des Ostens jüdisch leben und Bialik, Perez usw. zu selbstverständlichen Inhalten des Kulturbewußtseins machen — und braucht dennoch kein würdiger Diener des Teinpels zu sein. Kein logisches Band verkniipft diese Dinge. Auch Shakespeare und Cervantes sind selbstverständliche Inhalte unseres Kulturbewußtseins geworden, und kein Deutscher hat, als er jüngst am Erinnerungstage des großen Briten gedachte, vergessen, daß seine nationale Idee doch ganz wo anders liegt. Die Erfüllung der jüdisch-nationalen Idee darin zu sehen, daß man das Knlturmilieu von Posen und Krotoschiu mit dem von Wilna und Warschau vertauscht, ist nicht nur kein Zeichen von der Stärke der Idee, sondern verrät ihr Erlahmen. Nur dort, wo sie müde und schwach wird, unverfälscht, d. h. ausschließlich auf die Zukunft gestellt zu sein, dort, wo (matt an ihr zu zweifeln beginnt, wo der Weg weit und mühselig erscheint, nur dort greift der Mist nach' der.Uinwelt Und Gegenwart. Und darum darf die Gefahr, die .für den Zionismus in der Galuthbejahüng liegt, auch nicht unterschätzt werden. Es ist also, glauben wir, müssig und beschämend, über die nationale Idee noch jetzt zu debattieren und zu streiten, ob das Bekenntnis zu ihr Vorbedingung für die Gemeinschaft mit dem Zionismus ist: denn dieser ist ja nichts anderes als der Wille .zur nationalen Zukunft, als die' nationale Idee .selbst. Aber hüten.wir uns, die Idee ins Rituale zu projizieren, um Hann die Form für ihr Wesen zu halten, — und halten wir unseren Bund heilig und frei von Jnquisitton! * » Die Zionistische Organisation ist das Instrument zur Gestaltung der jüdischen Zukunft. Diese Gestaltung kann nur in dem Maße erfolgen, in welchem der Wille zu ihr, d. h. die nationale Idee im jüdischen Volke noch wirksam ist. Da gibt es zweierlei Möglichkeit: entweder der Wille ist in der Tat ausreichend stark; dann wird die Organisation von ihm getragen, sie hat ihn lediglich nmzusctzen. Oder aber, der Wille reicht nicht aus; dann muß die Organisation, wofern sie nicht -an sich selbst verzweifeln will, notgedrungen den Willen erst erwecken, und von dem Glauben beseelt sein, daß es ihr gelingen wird. Für den Mitlebenden ist es. schwer, zu erkennen, welche dieser Möglichkeiten Wirklichkeit ist. Die Tatsache, daß eine solche ungeheuerliche Organisation überhaupt geschaffen werden konnte, der Aufschrei, den sie in allen Ländern der Welt auslöste, fallen so schwer in die Erscheinung, daß es unsinnig wäre, an dem Vorhandensein eines starken nationalen Willens zu zweifeln. Andererseits ist es kein Geheimnis, daß der Zionismus nicht entfernt das erreicht hat, was er erreichen zu können glaubte, und die Entfernung bis zu dem, was er als Minimum erreichen müßte, ist noch ungeheuer. Wäre die nationale Idee wirklich noch so stark und ungebrochen — und jeder, der einen Kongreß mitgemacht hat, wird diese Ueberzeugung wenigstens als Glauben mitgeiwmmen haben —> so könnte alles verschulden nur die Organisation selbst treffen, und das, was versäumt ober iricht erreicht wurde, könnte nur einem Mangel an Organisationstalent und Führerbegabung entsprungen sein. Denn eine herrliche Waffe, ist das ungebeugte Volk der'Juden, — und was könnten starke und zielvewnßte staatsmännische Persönlichkeiten und Politiker aus diesen Menschen machen, bei denen von jeher Opfer und Hingabe, Selbstlosigkeit und Unbedingtheit das Alltägliche war! In der ersten Zeit, unter Herzl, schien es so zu sein. Heute scheint es nicht mehr, zu sein. Die Schwierigkeiten Iverden immer größer, das Ziel rückt ferner. Ist das ein Verschulden der Organisation? Fehlt dem jüdischen Hammer der Schmied? Mau bestreitet es. Und zur Rechtfertigung weist plan darauf hin, daß jbie Organisation in ihrer Leistung stets ein Spiegel der Menschen ist, die hinter ihr steheir. So sind also diese Menschen erlahmt? Ist der nationale Wille der Juden doch nicht in ausreichendem Maße vorhanden? Er war vielleicht stark genug, die Konzeption zu schaffen, aber vielleicht ist er zu schwach, über sie hinaus zur Tat'zu gelangen? Mehr und mehr hat die Organisation dieser wuchernden Erkenntnis Raum gegeben, und folgerichtig gibt sie sich mehr und mehr den Anschein, als ob sie in erster Reihe dazu da wäre, die nationale Idee hier im Galuth zu stärken. Danach diente sie nicht mehr, wie ursprünglich gedacht, getragen von dem nationalen Willen, dazu, ihn umzusetzen und die Zukunft zil gestalten, sondern sie müßte diesen Willen erst selbst erzeugen, ueubeleben, stärken. Und aus der nationalen Organisation wäre die nationalisierende- Partei geworden. Man spürt den .Mangel an Einheitlichkeit, die Zerrisscicheit, den Dualismus, der darin liegt. Bon diesem Dualismus ist der Zionismus heute beherrscht, und noch seine besten Köpfe vermögen nicht, ihn zu überbrücken. Es ist eine Krisis, die lähmend wirkt.' Wäre die nationale Idee eine Selbstverständlichkeit, der nationale Wille so 'stark, daß ein Erschlaffen nicht mehr zu befürchten ist, so könnte die Organisation vielen Ballast abwerfen, den sie jetzt mit sich schleppt.. Dann könnte sie eine rein politische, wirtschaftspolitische Koloni. satioi'.sorganisation sein; als solche hätte sie ungleich weniger Widerstände zu fürchten, insbesondere in einer Zeit, die im Zeichen der wirtschaftlichen Erschließung des vorderen Orientes und der Bagdadbähn steht; sie brauchte nicht nach den Gefühlen der Gegenpartei zu fragen, mit der sie verhandelt; sie brauchte nicht jedem die Pistole auf die Brust zu setzen: „Wie denken Sie über die jüdische Kultur?", sie brauchte nur mit Argumenten des Verstandes, des praktischen Bedürfnisses oder vielleicht auch der Macht zu operieren, — mit einem Wort, sie könnte endlich, endlich nüchterne Realpolitik treiben And somit ohne Zweifel rasche Erfolge erzielen. Ist aber der nationale Wille erlahmt, so rückt die Verwirklichnngsmöglichkeit des 'Zionismus weit hinaus. Da muß die Organisation darauf verzichten, Zukunft zu gestalten und muß sich zunächst ihre eigene Waffe schmieden. Bei allein, was sie tut, muß siir sie die Frage entscheidend sein, ob es die nationale Idee kräftigt und stärkt oder nicht. Sie milß es aufschieben, Selbstzwecke zu erreichen und muß sich begnügen, Mittel zum Zweck zu finden. Ausnahmslos alles wird ihr ausschließlich zum Mittel, — selb st die Arbeit in Palästina: man darf sie mir soweit vollbringen, soweit die nationale Idee dadurch stärker wird. Palästina schrunipft zusammen zu einem kleinen Zentrum, von welchem die jüdische Idee „ausstrahlen" und im Gdluth befruchtend wirken soll. Und so wie das Ziel hind der Inhalt des Zionismus, Palästina, zum bloßen Mittel wird, so ist es mich möglich, daß uian das Galuth, das der Zionisinus verneint bejaht, weil es sein Mittel ist. Mau predigt, nach dem. Vorbild der Gasse des Ostens jiidisch zu leben, — das ist keine nationale Tat, aber es ist ein Mittel, die nationale Idee 311 stärken. Und bekämpft Dinge, die vielleicht im Interesse der jüdischen Zukrmft liegen, aber keine Gewähr geben, daß sie auf den nationalen Willen der Masse befruchtend Dirken. Hier wurzelt die unerfreuliche Diskrepanz zwischen der Organisation und Franz Oppenheimer, die den Leipziger Delcgiertentag, kurz vor dem Krieg, beherrschte, und die durch den Krieg mir schroffer wurde. In einer nationalen Organisation hätte Oppenheimer, der in Palästina jüdische Zukunft gestaltet, freien Raum; in einer nationalisierenden Partei aber stößt er an, weit seine Verkniff,fthcit mit nichtjüdischer Kultur einen nationalisierenden Einfluß auf die Masse nicht ausüber kann. Die Feindschaft also, die man ihm entgxaenbriuat, ist nichts weniger als ein Zeichen nationaler Erstarkung. Beide vorgezeichneten Möglichkeiten könnten, eine jede für sich. Gewaltiges schaffen. Im Zionismus aber sind sie unlöslich miteinander verknüpft. Er muß beides gleichzeitig vollbringen, nationale Arbeit und deren Vorstufe, die Nationalisierung. Das .führt leicht zur gedanklichen Zerrissenheit und zur Selbstaufhebung der Kräfte. Als nationalisierendeParteimußerjeneKreise bekämpfen,dieihmalsrealpolitische,praktische Bewegung unentbehrlich sind. Das ist die gegenwärtige Krisis im Zionismus. Noch ist es zu zeitig» einen Ausweg und eine Brücke zu finden. Wer cs tut iwt, den Finger in die Wunde zu legen. Heinrich Margulies. L fr 1*4 m Al* Erlanger Naeöf. ■ IkTdilUOr Kaiser bofslr. 14. Waschen, Färhen und Fagonnleren allen Art Herren- und Damenhütem —— Abholung und Lieferung frei ins Haus. - Bier Rabbiner und sechs Prediger für die Berliner Gemeinde. Der letzten Rcpräscntaiitenversammlung der Berliner jüdischen Gemeinde lag eine Vorlage betreffs Anstellung von Predigern vor. Der Referent Professor Türk führte zu der Vorlage u. a. folgendes aus: Der Vorstand ist zu dem Beschluß gekommen, neben den Gemeinderabbinern Hilfsgeistliche oder Prediger — über den Namen läßt sich streiten — mit minderen Befugnissen und geringerem Gehalte anzustellen. Die Vorlage setzt für die Prediger, die in der Hauptsache jüngere Männer sein sollen, ein Gehalt von 5000 bis 9000 Mark fest. Das ist ffehr reichlich bemessen. Richter und Oberlehrer beziehen in; Berlin ein Gehalt von 4000 bis 8500 Mark; aber während sie das Höchstgehalt in 21 Jahren erreichen, sollen die jungen Prediger das Höchstgehalt mit vier Zutagen von je 1000 Mark in zwölf Jahren erreichen. Den neuen Predigern wird die Verpflichtung auferlegt werden, neben ihrem Predigeramt eine größere Zahl von Religionsstunden an den höheren Lehranstalten zu erteilen. Gegenwärtig wird an 71 höheren Lehranstalten und 16 Privatschulen Religionsunterricht erteilt. Immer brennender ist die Frage geworden, wo bekommen wir die notwendigen Lehrkräfte her. Die Besetzung der Stellen wird noch' dadurch besonders schwierig, daß viele Direktoren die Unterrichtszeit für den jüdischen Religionsunterricht auf diejenigen Stunden beschränk», die dem christlichen Konfirmandenunterricht und dem katholischen Unterricht Vorbehalten sind. Lomler & Laltsch| Tel. Hansa 8148. Frankfurt &.M., Liebfranenberg[33. B Speeialhaus für Unterkleider and Strümpfe. I Niederlage echter Dr. Lehmann-Wäsche. W So müssen Vst schulfreie Nachmittage zu Hilfe genommen Iverden, was dem Besuch des Unterrichts bei den großstädtischen Verhältnissen immer abträglich ist. Zn ineinein Bedauern muß W erkläre», daß unsere Gemeinderabbiner uns in unseren Nöten im Stich gelassen haben. MS ich vor zwölf Jahren in die Schulverwaltung eintrat, gab es . keinen Gemeinderabbiner, der . an den höheren Schulen Unterricht erteilte. Es ist eine eigentümliche Erscheinung, daß dieselben Rabbiner, die in früheren Stellungen bis zu 20 Stunden Unterricht erteilen mußten, sobald sie nach Berlin kamen, siir den Unterricht an höheren Lehranstalten nicht zu haben waren. Sie begnügten sich mit der Leitung der Religionsschulen, die sie in der Regel an zwei Nachmittagen in der Woche in Anspruch nehmen. Und doch ittufe man sagen: Wenn rin Rabbiner vor die Wahl gestellt wird, ob er eine Religionsschule leiten oder Unterricht in den oberen Klassen der höheren Schulen erteilen soll, so müßte er unbedingt die letztere Tätigkeit wählen. Hier kann er por den künftigen Mademikern sein ganzes Wissen und Können betäUgeu. Hier hat er die künftigen Führer des Judentums vor sich, deren.Denken und Fühlen er beeinflussen kann. Das Niveau unserer Rcligionsschulen ist von Jahr zu Jahr gesunken. Denn mit der Eröffnung jeder neuen Station an einer höheren Schule verschwanden Knaben und Mädchen ans den Religionsschulen, in denen nur diejenigen zurückblieben, die entweder an ihrer weltlichen Schule keinen Religionsunterricht hatten oder auf einen verstärkten Betrieb des Hebräischen Wert legten. Ich weiß sehr wohl, daß unsere Rabbiner durch die Ausübung der Kasualien in Anspruch genommen sind. Diesem Kasualwesen gegenüber nehme ich persönlich eine besondere Stellung ein. Ich schätze den religiösen Wert der Kasualreden sehr gering ein. Ich wage die ketzerische Ansicht, daß die Reden auf den Friedhöfen eine mehr deko- * rativc als religiöse Bedeutung haben. Sollte aber meine Ansicht falsch sein, so wäre unsere Gemeindeverwaltung verpflichtet, diese religiöse Einwirkung den Armen so -gut zuteil werden zu lassen wie den Reichen. Das wäre unsere ethische wie soziale Pflicht. Bezüglich der Teilnahme der Gemeinderabbiner habe ich zu erklären, daß es in aflerletzter Zeit besser geworden ist. Neuerdings unterrichten einige Rabbiner an höheren Schulen, aber keiner mehr als vier Stunden. Durch die Anstellung von Predigern, die in der Hauptsache für den Unterricht bestimmt siich, werden die Sorgen der Schulverwaltung erleichtert werden. Ein besonderer Vorteil der Anstellung von jungen Predigern wird es sein, daß wir diejenigen, die sich bewähren, später zu Gemeinderabbinern ernennen Können. Die Zahl der Probepredigten, die eine Qual für den Prediger wie für uns selber sind, wird dadurch verringert. Im Ausschuß ist auch die Frage der Seelsorge berührt worden. Ich bin der Meinung, daß man die Vorlage iricht allzusehr belasten sollte. Die Seelsorge ist bei den - Juden noch kein scharf umrissener Begriff. Es ist merkwürdig, daß, soweit ich sehe, von den Rabbinern selber noch Liner erklärt hat, was man unter Seelsorge zu verstehen hat. Bei den Christen gibt es eine ganze Literatur darüber, bei uns höchstens einige Zeitungsartikel. Ist die Seelsorge eine rein religiöse oder eine allgemein menschliche Tätigkeit? Ist sie das letztere, so wollen und sollen wir alle Seelsorger sein. Man darf sich in der Bestiminung der Seelsorge nicht von der Militärseelsorge leiten lassen. Hier handelt es sich an der Hauptsache um Verwundete und Gefangene, welche fern von ihrer Heimat, von ihre» Lieben sind. Diese bedürfen des Zuspruch und der Ermutigung. Wollen unsere Rabbiner auch im Frieden Seelsorge üben, wo es not tut, so werden wir uns dankbar dessen freuen, aber von Amts wegen wollen wir sie nicht auch damit belasten. In dem vierten Wsatz der Vorlage wird zusammengefaßt, wieviel Rabbiner und Prediger in der nächsten Zeit zu wählen sind. Vier Gemeinderabbincr und sechs Prediger! Die Rabbinerwahlkommission ist nicht zu beneiden. Ich schließe mit dem Wunsche, daß es uns beschieden sein möge. Mäimer zu finden, die auf der Höhe der Aufgaben stehen, die ihrer harren! Der Berichterstattung schloß sich eine Debatte an, nach deren Beendigung die Vorlage zur Annahme gelangte. Berichte aus Rußland. Die Jü-dische Bereinigung rie gsh ilfe" in Moskau beschloß, 3 bis 5 Prozent ihrer monatlichen Einnahmen notleidenden russischen Inden in Pal äst i n a zu überlveisen. Der Wilnaer Rabbiner G r 0 d s e n s k i, der jetzt in H 0 m e l weilt, erhielt aus Amerika 10 OOO Rubel für die Gründung von Schulen für Heimlose. Ein Ausschuß — Rabb. Elieser Rabinowitsch» Rabb. Jtschell Rabinowitsch und Kosowski aus Marjupol und Rabb. Eisenstadt aus Petersburg — arbeitet einen Lehrplan siir diese Schulen aus und wird das übrige bestimmen.' Die Gesellschaft zur Förderung der jüd. Kunst hat in Petersburg eine Ausstellung mit 160 Kunstwerken eröffnet. Vertreten sind u. a. Elia Ginzburg, M. L. Mäimon, Brvdsky, Ahronsoh» und von jüngeren Kräften Zuckerinann, N. Mtmann, Lachowsky, Syrkin.