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Neue jüdische Presse · 1916-04-14 · Heft 15 (14.4.1916) · p. Seite 2

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
14 (1916)
Issue
Heft 15 (14.4.1916)
Date
1916-04-14
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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3' 3 A I Seite 2. Frankfurter Israelitisches FamilienNätt. 1- Nr. 15 Nr- 'Wochen die jüdischen Zesiiingeu a'ns den vskuPiLrieii^OW'- bieten besitzt, kommt aus dem Gefühl des-«chmerzes und der Scham nicht heraus: selbst in dieser sv unendlich kritischen und entscheidungsvollen Zeit ist Einigkeit innerhalb der Ostjndcnhcit nicht, wahrzunehmen, und Streit und Zank beherrscht ihr inneres Leben in' ganz derselben Weise, ivic cs vor dem Kriege der Fall war. Assinuilantcii und Nationalisten, Orthodoxe und Nichtorthodoxe, Jiddischisten und. Hebraisten, alles raust und hadert, als ob glücklicher Frieden im Lande wäre, als ob niemand von ihnen müßte, das; in diesen Monaten vielleicht die Entscheidung über ihre ganze Zuknnst für die nächsten Jahrzehnte gefällt werden wird. Während alle anderen Völker in dieser Zeit den inneren Parteifricdrn proklamiert haben, können wir, das schwächste und hilfsbedürftigste von allen, von unserem inneren Partcihadcr nicht «blassen. Und wir fürchten, das; von allen Widerständen, die einer Verwirklichung der nationalen Forderungen der Ostjuden im Wege stehen, diese innere Uneinigkeit der weitaus schwierigste sein, und mehr noch, das; gerade daran das große Werk vielleicht scheitern können wird. Denn welche Achtung und welchen Respekt können die Faktoren, dic das Schicksal der eroberten Gebiete regeln werden, vor einer Volksgruppe haben, dic politisch so unreif ist, das; sic in solcher Zeit sich innerlich zerfleischt und cs nicht fertig bringt, aus der Grundlage eines nationalen Minimalprogramms eine Einigung aller Parteien zu erzielen'? Noch aber hoffen wir, das; solches fertig gebracht lverden wird, daß unsere Brüder im Osten zur Erkenntnis erwachen werden, daß in dieser Zeit jeder Parteikampf ein Verbrechen an dem Wohle der Nation bedeutet, und daß alle Parteien und Richtungen, sofern sie nur der Erhaltung des Judentums in seiner nationalen und kulturellen Sonderart erstehen sehen möchten — cs ist dies dic überwältigende Majorität — sich auf dem Boden eines solchen Minimalprogramms einigen -lverden. Gerade die Rede des Reichskanzlers. möge den Anstoß dazu geben; denn sic hat ihnen die Möglichkeit ihrer Befreiung von der russischen Herrschaft zur Wahrscheinlichkeit gemacht und. so gezeigt, daß dre Stunde zur inneren Organisierung und Einigung gekommen ist, durch dic allein sic hoffen, dürfen, ihre nationalen Forderungen bei der Neuregelung der Verhältnisse durchzusetzen. Theistischer Materialismus. Von Hermann Cohn, Nürnberg. Theistischer Materialismus! Was ist chas? Eins schließt doch das andere Es! Allerdings; dic materialistische Weltanschauung schließt den Theismus Es, jedoch gibt es von dem völligen Sichbckennen znni atheistischen Materialisnms abwärts so viele Grade und Abstufungen, daß ich zu behaupten wage und durch Beispiele zu beweisen gedenke, daß sehr viele, ja die meisten religiösen Juden gedankenlos einer Seite des Materialisimis huldigen. Der aufnierkfame Leser dieser Blätter wird fick)! vielleicht erinnern, daß cs seither mein Bestreben war, den Materialismus und seine Weltanschauung zu bekämpfen, und besonders der modernen Jugend, die sicks leider so oft durch Schlagwörter der falschen Propheten des Atheismus blenden läßt, Mittel in die Hand zu geben, dic Hohlheit und Nichtigkeit der atheistischen und materialistischen Weltanschauung zu erkennen. - Die Bekämpfung des Materialismus kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn sie sich auch gegen seine obenerwähnten Abstufungen, gegen den Materialismus des Herzens richtet, welcher den Theismus nicht ausschließt, der - aber dennoch, seinem Besitzer unbewußt, im Atheismus wurzelt. Der Theismus ist bekanntlich der Glaube an einen bewußten, freien Schöpfer, der das .Weltall — sowohl die Materie wie auch alle Kräfte — geschaffen hat und durch, seine Allmacht erhält. Da Gott alles schuf, können auch dic menschlichen Absichten und Handlungen nur dann gottgefällig sein und dauernd Bestand haben, lvenn sie idealistisch, d. h. Gottes Willen und seinen Gesetzen entsprechend sind. Alle Handlungen eines religiösen Menschen sollten daher als einzige Richtschnur dic einfache Formel haben: „Wenn wir^alle unsere Handlungen nach dem Willen unb den Gesetzen des Weltenschöpfers und Lenkers einrichten, kann uns daraus nie ein wirklicher Nachteil entstehen." Das scheint doch jedem religiösen Menschen das einfachste Nachdenken sagen zu müssen! Und doch, wie wenig religiöse Menschen findet inan ohne diesen Herzensmaterialismus, den ich den thcistischen genannt habe, und zwar in allen Süumcen, und sowohl in Bezug Es unsere Pflichten gegen Gott als auch auf unsere Pflichten gegen unsere Nebennrenschen! Das bekannte Sprüchwort: „Jeder Jude hat seinen eigenen Schulchan Oruch" sollte richtiger heißen: „Fast jeder Jude hat seinen individuellen Materialismus!" Es gibt Juden, die um keinen Preis vor sechs oder drei. Stunden nach Fleischgenuß Milchspeisen genießen würden, die jedoch anr Schabbos geschäftlich tätig sind, weil sie denken, daß Kraft und Stoff, d. h. ihre Arbeit im Geschäfte und das darin verdiente Geld mächtiger sei, . sie vor Schaden zu bewahren, als der Schutz Gottes, den erch'ür restlose' Beobachjungfeiner Gesetze gewähren könne! Es gibt Inden,'die den Schabbos strenge halten »nd um keinen Preis an ihm fahren, tragen oder über den Tchum (2000 Ellen außerhalb der Stadt) gehen würden, — die sich jedoch während der sechs Arbeitstage nicht scheuen, im Geschäfte unreelle Kniffe z» gebrauchen, weil sic denken, daß. Kraft und Stoff, d. h. ihre Tätigkeit und das durch dieselbe verdiente Geld ihnen mehr Vorteil bringen werde als Gottes Schutz für die von ihm gebotene Redlichkeit. Ich hatte einen guten' Freund, brav Und ideal gesinnt, der infolge geschäftlichen Unglücks sein ganzes Vermögen verlor. Seine Frau, die um keinen Preis ohne Scheitel gegangen wäre oder das Mincho- und Maarilv-. Gebet versäumt hätte, und die am Altar gelobt hatte, ihrem Gatten in guten und bösen Tagen treu zur Seite zu stehen, verließ ihn. Seine Kinder, durch: di« Mutter schlecht beeinflußt, übcrtratcn ihrem Vater gegenüber das fünfte, von Gott am Berge Sinai gegebene Gebot, hätten aber uni keinen Preis zum Kaffee Milch, getrunken, dic nicht unter jüdischer Aufsicht besorgt worden war; sein Schwager, ein streng orthodoxer Rabbiner, bot, um seine reichen Schwiegermutter gefällig zu sei», seine Hand dazu, meinen Freund von seiner Familie zu trennen! Es lvird eben selten ein Ausspruch unserer Weisen so allgemein anerkannt, wie Om daume lemeiss „Ein Armer wird einem Toten glcichgeachtet", d. h. er existiert nicht' mehr für die Welt. Ich .kenne fromme Eltern, dic ihren Söhnen das Geld zur Etablierung eines am Schabbos geöffneten Geschäftes geben; und ich kenne Eltern, die ihre Söhne und Töchter wegen einer sogenannten „guten Partie", in atheistische Familien hineinheiraten.lassen. Sind diese Beispiele, die ich noch ums vielfache vermehren könnte, etwas müderes als verschiedene Abarten des krassesten Materialismus. Versuchen wir uns den Grund dieses Gcsinnungsdnalismus zu erklären, so werden wir zuerst zugeben müssen, daß in der Brust eines jeden Menschen zlvei Triebe oder Begierden wohnen; nämlich: zum Guten und zum Schlechten. Jedoch wird sich nur der' rohe, ungebildete oder zügellose und habgierige. Mensch zum Spielball dieser Triebe erniedrigen; während ein hochstehender Mensch mit Gemüt und Herzensbildung diese seinem Verstände nntcrordncn wird. Wenn der Mensch, mit Gemüt und Herzensbildung nicht religiös ist, so verdichten sich diese Eigenschaften bei ihm zu der sogenannten Ethik, welche, im Beobachten der Pflichten gegen seine Ncbenmcnschcn scheinbar die Religion ersetzen kann. >Jch sage: „scheinbar"; denn in Wirklichkeit ist die Ethik mir eine dünne Schminke, tvelche die „Bestie im Menschen" verdeckt, deren wirkliche Zähmung nur dem aufrichtigen, hingcbcndcn Glauben an den allgütigen iund allgerechten Gott gelingt. Daß dies auf Wahrheit beruht, zeigt uns der gegenwärtige Weltkrieg so recht deutlich. Das gegenseitige Hassen und Morden der Völker, welche trotz 'der Betonung der Konfession zunr größten Teil mindestens als irreligiös anzusprechcn sind, ist nicht im geringsten „menschlicher" wie das der unkultivierten, rohen Völker im grauen Altertum, und die Tünche von Kultur und Ethik ist völlig weggeblasen wie etwa der vor dem Kriege so weltbcherrschende Tangotanz! Es kann ja' auchnicht 'anders sein, da die Anhänger der Ethik niemand als sich selbst verantwortlich sind und ihr höchste Richter das „eigene Gewissen" ist. Dieses „eigene Gewissen" ist aber — ach so oft! — ein gar nachsichtiger Richter, und es ist psychologisch vollkommen erklärlich, da,ß wenn das „Ich" des Trägers des „eigenen Gewissens" mit eincin andern „Ich", das doch auch Träger eines „eigenen Gewissens" ist, in Streit gerät, meistens . n»id)- fcfc beiden „eigenen Gewissen" einander befehden und ihrem Eigenen Besitzer recht geben werden. Wie anders aber, wenn dic höchste Instanz für uns Gott und sein Gesetz ist, und wir uns stets nur ihm veranttvortlich fühlen! Da kann unser Gewissen nicht uns im Unrecht gegen unsere Nebenmenschen unterstütze», weil wir es nicht als iinsern .— gar nicht bestechlichen — Richter, sondern nur als Zensor betrachte», der nur zu prüfen hat, ob unsere Gedanken und Handlungen mit Gott und seinem Gesetze übcreinstimmen. Wenn nun bei religiösen Menschen doch so oft der oben erwähnte Herzensmaterialismus zu finden ist, so scheint der sGrund davon zu sein, daß sie ihr Gewissen, sei es aus Absicht, oder aus Gedankenlosigkeit und Bequemlichkeit, nicht in der richtigen Weise als Zensor benutzen und vor. allem, weil sie sich' nicht Gottes Attribute, seine Allmacht, Allwissenheit, Allgerechtigkeit und Slllgütc klar machen und vermeinen, ihn wie einen Menschen nach dem Rezepte: - . M bisserl Lieb und to bisserl Treu, Und a sbisserl Falschheit ist auch stets dabei, behandeln zu können! Und dieser theistische partielle Materialismus ist merkwürdigerweise viel schwieriger zu bekänipfen als der volle, atheistische Materialisimis, indem letzterer durch logische oder wissenschaftliche Beweise zur Anerkennung seines Jrrtilms zu bringen ist, während erstever tausendnudein Beschönigungen und Ausreden für sein Verhalten b'eibringcn wird, anstatt das delphische gnoti sautön „Erkenne dich selbst" auf sich wirken zu lassen. So lange das nicht geschieht und die theistischen Materialisten sich bei der notwendigen Selbstprüfung und Selbstcinkehr nicht zu der Frage durchringen: „Werden die Beschönigungen meines partiellen Materialismus einst auch in der Stunde des Gerichtes vor Gottes Thron stichhaltig sein?" — so lange ist ihre Sünde größer als dic der Atheisten; denn sie verneinen Gottes Allmacht und Gehorsam gegen seine Gesetze bömeisid „bewußt, während letztere es Er Beschaugeig „unbewußt" tun! Wo diese innerliche Vertiefung und stete Selbstprüfung fehlt, da verknöchert bie Frömmigkbit; wird zur Bigotterie, und es bleiben .nur noch Formen des Goltesdienstes ohne Inhalt, ähnlich der Gebetmühle der thibetanifch.-i, Bonzen. Für diejenigen, die glauben, baß das Hersaqeu der täglichen Gebete, das Halten der Spcisegesetze etc. genügt, um ihnen -Absolutio» für ihre unfroinnicn Handlungen zu gewähren, gilt das Wort des Propheten Jesaja's: „Mit ihren Lippen ehren sie mich: aber ihr Herz ist fern von mir/' Ich weiß, daß die Pscudvfrviiiiiieil oder richtiger Bigotten das hier, 'nnbekümmert die etwaigen Folgen, geforderte rastlose Vertrauen auf Gott und seine Gesetze als naiv und sentimental bezeichnen; aber trotzdem denke ich, daß sick> jeder aufrichtig fromme, nicht nur bigotte Jude bemühen sollte, sein Vertrauen ans Gott konsequent dnrchzuführen, da cs besser ist, lebenslang den Menschen als naiv und sentimental, als nur eine Miimte seinem Schöpfer als Sünder zu erscheinen. Für die theistischen Materialisten hat die in Da ma achetoschiv le epikauros «Wisse * was Tu dem Atheisten antworten sollst" ausgesprochene Aufforderung unserer Weisen zur Bekämpfung der Gottesleugner keine Geltung, so lauge sie sich nicht einen andern B5rs. in seiner tiefsten Bedeutung zu eigen gemacht haben; nämlich : kksiaebi« Obovbmu Jiras Haschern „Alter Weisheit Anfang Isst die Ehrfurcht vor Gott." Lemaau Zion. Die Jerusalemer Augenklinik des Vereins „Lemaäii Zion", der in Frankfurt a. M. seinen Sitz hat, war während des Krieges sehr stark in Anspruch genommen. Ihre segensreiche Tätigkeit hat auch der östcrr. Generalkonsul dadurch anerkannt, das; er den Chesarzt der Augen- und Poliklinik. Dr. Thch o, der sich zu Anfang des'Krieges zur militärischen Dienstleistung nach Oesterreich begeben ivvlkte, dies mit der Begründung nicht gestattete, daß seine Tätigkeit .in Jeriisalcin wichtiger sei. Diese Vorsicht lvar sehr berechtigt, denn obgleich erfahrungsgemäß während der Wintermonate keine Augeilcpidcmien herrschen, war der Besuch der Poliklinik auch während sdcr 'letzten Wintermonate nngcivöhnlich. groß. Wurden doch an einigen' Tagen während des Monats November bis über 800 Behandlungen vorgenommen. Aber auch: die geringe Anzahl der Bemittelten in Palästina habe» gegen Entgelt dic Klinik gerne in Anspruch genommen. Auch haben sich christliche Persönlichkeiten — der griechische Patriarch, ein Major der Kavallerie (Assistent des türkischen Kriegsmiiiisters Enver Pascha) usw. — in der Anstalt operieren lassen. Da infolge der äußerst schwierigen geldlichen Verhältnisse i» der Angenktinik ärztliche Assistenz und Pflegepersonal verringert werden mußten, so hat Exc. Jamal Pascha, Kommandant der 1. türkischen Armee, zur Bewältigung der ungeheuren Arbeit in der Poliklinik vier Absolventen der Hochschule zur Verfügung gestellt. Wie wir erfahren, hat der Verein „Lcmaiin Zion" im vaterländischen Interesse dem deutschen und österr.-nngar. Kricgsmiuisterinm seine Kliniken unentgeltlich zur Verfügung ^stellt. Das Angebot wurde 'mit Dank angenommen. Es wäre zu wünschen, daß der Verein „Lcinaan Zion", der wohl in ganz Palästina am schwersten für das Ausbringen der Mittel zur Erhaltung der -Poliklinik zu kämpfen hat, in den Stäub gesetzt wird, seine außerordentlich segensreiche Tätigkeit wie bisher auch weiterhin fortznsetzcn, 'dieses wird jedoch nur durch Zuwendung größerer Mittel möglich sein. Aus aller Welt. Oesterreich-Ungar*. Budapest. Die leitenden Kreise der hiesigen orthodoxen Jndcnhcit haben cs ertvirkt, daß! sämtliche gali zischen Flüchtlinge bis. nach: Pessach hier bleiben dürfen. Sogleich nach Pessach werden hie einen nach Galizien znrttckbefördert und die anderen, deren Rückkcht: in ihre Wohnorte nicht mögtich ist, in Böhmen untergebracht. Juden rung Palästi die Zi Nation vertret für. di dürfen Antise: Recd < gegen wenn ' dann scmitis unsere Juden *) geficn nur st, politisl jüdisch Jntcre P< v, Deut Plätze belegt, und 50i mußte die Sit Visvrisl mimen B, jährige M a n M a r I 302,00 Genie! Eliiien 203,001 der £ 180,00 O. B. liebe, t seiner B: vrdinä Beamt Franks m endlich Mts.. Gcbrai Teilen Stadt. M Max S der Ki M a x; tief orte R, wurde Le A. Wi Mark bcihilfc Pi Shitoii letztes kuschen Erlaß Namen Amerika. New-Aork. Die Jahresversammlung der 52 000 Mitglieder zählenden Einwanderer-Unterst ü h u n g sgcscllschaft war von mehreren tausend Personen besucht. Richter Leon Sanders, der Vorsitzende, erstattete den Bericht.. Au Beiträgen wurden dem Bericht« zufolge 121,731 Dollar gezahlt. Dic Hanptaufmerksainkcit der Gesellschaft galt der Ermöglichung von.Geldsendungen dcr Judcn Amerikas an ihre Verwandte in den Kriegsgcbieten Herr Hershficld organisierte diese Arbeit, indem er ein Hauptbüro in Rotterdam und Büros in allen größeren Orten Polens und Rußlands einrichtete. Mehr als 23,000 Gesuche; konnten erledigt werden. Im verflossenen Jahre kamen 6194 jüdische Erwachsene, meist Kriegsflüchtlinge, und 1613 Kinder unter 16 Jahr« in amerikanischen Häfen an. Es .wurden 1452 in Ellis-Jsland zurückgehälteii, doch meist durch die Bemühungen der Gesellschaft freigegeben. Sodann hielt Senator I a m c s Sk. R e e d eine eindrucksvolle Rede, in der er sagte, er würde, wenn er Jude wäre, das jüdische Volk mit der Kenntnis und dem Geiste seiner stolzen Geschichte zu. erfüllen suchen. Die Juden sollten ans ihrer stolzen Geschichte Anregung zu großen Taten finden. Nach Reed ergriff Jacob H. Schiff das Wort.' .Von 200,000 im Jahre 1882 sei die Zahl der Juden Amerikas heute ansdrei Millionen angewachsen. Wohl könnten .noch! 2 bis 3 Millionen in dem weiten, Amerika Platz finden, aber da blieben noch immer 'Millionen von Bll Deli Franl Hol B M c n i Max Glogai N a t h N ics, hielten Vi fördert P. Schwei Fr ae Kren W ihrer I »de Joscs-i LlgNw

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