Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 14 (1916)
- Issue
- Heft 14 (7.4.1916)
- Date
- 1916-04-07
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2. Zur Mazzosversorgrmg. Die Freie- D ereini fl»»i g ffäirdie Intcressen des or thvd. Indent»ms, Frankfurt a.: M. Schützenstr. 14, schreibt uns:;!;s J Nachdem die Versorgung der jüd. Bevölkerung des Reichsgebiets mit Mazzos im großen Ganzen abgeschlossen ist, scheinen, wie ans 'Zuschriften von Bäckern hervorgeht, cinzel.ne Nächzüg ler, die nicht rechtzeitig bestellten, ohne Mazzos geblieben zu sein. Um auch diesen, soweit immer möglich; aus.der Verlegenheit zu helfen, werden wir uns —■ ohne Verbindlichkeit!—bemühen, für diejenigen rituellen Haushaltungen, die sonst ganz lich ohne Versorgung bleiben würden, unter folgenden Bedingungen ein Mindestmaß von Mazzos KN beschaffen: 1. Die Bestellung ist schriftlich an, uns zu richten und zwar auf vorgeschriebenem Formular, das sofort telegraphisch, von uns zu verlangen ist. 2. Der Bestellung ist in eingeschriebenem Briese bcizufügen: ' a) der amtliche Brotausweis, aus dem sich die Kopfzahl der Haushaltung ergibt. I») eine mit Stempel und Unterschrift versehene E rk l ä r u n g des Vorstandes der zuständigen Synagogengemeinde oder des Inständigen Rabbinats, die bestätigt, daß der Besteller rituell lebt, bisher Line Mazzos bezogen hat und auch durch! Vermittlung seiner Gemeinde keine erlangen kann. 3. Die Festsetzung des dem einzelne» Besteller, je nach dem Verhältnis der Bestellungen zum Vorrat, zuznteilenden Quantums bleibt uns überlassen; die Rückgabe der Brotmarken an den Komunalverband hat gemäß geltenden örllichen Bestimmungen zu erfolgen. 4. Bestellungen, die nicht spätestens Mittwoch, den 12. April, vormittags in unserem Besitz sind, haben keine Aussicht aus Berücksichtigung. Eine ostjrid. Pretzstimme über die Ostjudeufrage. Der Warschauer „Moment bringt folgende Ausführungen: Unsere westeuropäischen Glaubensbrüder haben, zu den Leitartikeln in ihren Zeitungen ein seltsames Thema gefunden: Die Dstjuden-Frage. Welches Zeitungsblatt man auch in die Hand nimmt, auf den ersten Mick bekommt iman lange, ernste Artikel über die Ostjuden, über uns, die arnün Glaubensgenossen im Osten, zu Gesicht. Was spricht man nicht da alles über uns? Man zählt unsere Vorzüge und unsere Fehler auf, und was nicht »och mehr. , Wir wollen es eingestehen und nicht leugnen, daß wir Mängel in Menge besitzen, finstre Schaufäden-Ge-i wänder und unsere Gebetmäntel sind gar zu lang, unsere -Kaftans sind schmutzig, ^und dazu konimen noch die gekräuselten Seitenlöckchen an unseren Schläfen l Fürwahr, es steht schuht um uns! Jedem unserer getreuen Kultnr- GlaubensgeiwssauE^ die Schamröte ins Gesicht steigen, wenn er au uns denkt. Nun suchen sie nach- Mitteln, was sie mit uns anfangen Uno wie sie mit uns verfahren sollen. Sie haben cs auch/gefunden! Man muß uns in die Arbeit nehmen, um uns zu einigermaßen brauchbaren Menschen zu machen. Doch schon bei dem ersten Gedanken werden sie stutzig, wenn sie anfangen zu erwägen, daß zum allergrößten Unglück unserer unberufen gar zu viele sind. Es sind nicht etwa einige „Minjonim", nur einige Dutzend Gcmeindemitglieder oder Gemeinden, sondern es sind Millionen. And nqch dazu verfügt zum Unglück der Ostjude, wie es Kn den meisten Berichten der westeuropäischen Brüder geschildert wird, über eine an Zahl gar zu reiche Familie. Viele ändere sehen jedoch in der jüdischen Bevölkerung Polens nichts anderes als Polacken jüdischen Glaubens, viele hingegen blicken auf uns Ostjuden wie auf eine im Wachstum zurügebliebene Gruppe oder wie, auf eine Art von Mitzgeschöpfen, die noch eine lange Entwicklungs- Periode durchmachen müssen, um menschenähnlich zu werden. Wie die Meinungen auch, auseinandergehen mögen, das eine aber ist Lar: wir alle, die paar Millionen Ostjuden sind in den Augen der treuen Glanbensgeiwssen im Westen ein großes Fragezeichen. Wir erscheinen ihnen wie ein paar Dutzend weitläufiger Bettler-Verwandte, die sich mit chren schmutzigen Sttefeln, in ihrer abgetragenen Kleidung, mtt zerzaustem Bart und wirrem Blick in ihr Haus / hineindrängen, und nun wissen sie keinen, Mat, was sic mtt uns an fangen sollen. __ Doch wir denken: Besser wäre es selbstverständlich, wenn das Gerede betteffs unserer Ziele, betteffs unserer kommerziellen, professionellen und politischen Zukunft vorderhand überhaupt fortbliebe. Statt dessen wäre es zunächst doch angebrachter, wenn man uns nach der ersten Begegnung den „Scholaum akeichem"-Gruß entbietet, uns freundschaftlich die Hand reicht und nach Wegen und Mitteln sucht, juns genauer kennen zu lernen. Dies müßte, .so düntt uns, bevor man zu polemisieren anfängt, der erste vernünftige Schritt sein. Vor allem müssen wir'mit unfern reichen Verwandten, den vornehmen Glaubensgenossen, Bekanntschaft schließen. Penn noch wissen sie nicht, wie es uns auf unserer Lebensreise ergangen ist, wie wir bisher, und besonders in den letzten Jahren, gelebt, welche Gedanken wir durchdacht und erwogen, was wtt mit unserem Verstände und mtt unserm Können erreicht.haben; und wir, tvir wissen nicht, was sich bei ihnen zugettagen hat, wie ihr Leben und ihre Geschäfte beschaffen sind, und wie sie ihre wirtschaftliche Lage gestalten ' , Mso muß man zunächst vertrant werden, sich! gegensettig verstäiwigen; dar» solange wir nicht miteinander vertraut sind, sehen sie an tms nur unsere Gebet- Frankfmfter ASraeliÜscheS FamilienAatt^ / mäntel und die langen.Kaftans und wir an! ihnen Yichts anderes als ihre glänzenden- Cykinder. - Wir wollen nicht einfach als arme jutmüiibiflc Verwandte gelten, für die unsere reichen vornehmen Vettern irgend eine kleine Stelle suchen. Wir wollen nicht einfach .Qstjnden", hie eine elende Masse bilde», eine rechtlose Herde unter dem Namen „Ostjndcu", ohne.individuelle Schattierungen, ohne aufftcigcnde Erscheinungen sein. Wir können dies alles nichjt sein, weil wir es im Grunde genommen nicht sind. ' - Eine solche Masse sind wir nicht, wir sind, obzwar noch nicht das. .Vollendetste, doch schon ctivas Fertiges. In dieser Hinsicht hat Herr Goldman» recht, aber der Maßstab, den er angelegt hat, paßt nicht auf uns. Wir sind kein bestimmter Organismusmit prägnantem Ausdrucke, wie überhaupt iin allgemeinen bei der heutigen Zeit keine Eigenart vorhanden sein kann. In jedem Falle würden unsere Glaubensgenossen, wie es uns scheint, weit -besser handeln, wenn sie nicht so viele Fragen in Bezug auf uns anfstellen wollten. Kaum fingen wir an, nach- - dem wir die ewige russische „Judenfrage" los zu werden begannen, uns etwas zu erholen, noch dazu,, wo das Wort „Frage" wie es uns betrifft, uns sehr unangenehm und schmerzlich berührt, als wieder solche Fragen aufgeworfen werden. So laßt uns deyn lieber miteinander bekannt werden, einander freundlich die Hände reichen und brüderlich voreinauder das'Herz ausschsttten. Ueber „Fragen" werden wir in ruhigeren Zeiten sprechen. A. M. G. Der Krieg und die Juden. Frankfurt a. M. Benni Nußbaum, Sohn von Aleier N., Maiustr. 8, erhielt .das Ei ferne Kreuz. Frankfurt a.' M. In Ergänzung der vorwöwenrlichen Verüffenlichüng sei bemerkt, daß die Verfügung des Kriegs mini st erium s.Mer die Beurlaubungen zum Pessachseste das Aktenzeichen 4366/2 15. C. 1. a trägt. - ' Berlin. Das Kriegsministettum hat unter No. 315/1 16 U 2. G. E. verfügt, daß.denjenigen jüdischen Kriegsgefangenen, die ans Brotgeimß am Pessach feste verzichten, außer der bewilligten mäßigen Mazzoration ein Pfund Kartoffel pro Mann und Tag besonders verabreicht wird. Im übrigen dürften sich, auf Grund des kriegsministeriellen Erlasses vom 24. Dezember 1914'Nr. 1580/11. 14 B 2, die Inspektionen der Gefangenenlager überall damit einverstanden erklären, daß Genieinden oder auch Gemeindemitglieder die auf Arbcitskommandos tätigen einzelnen jüdischen Kriegsgefangenen, wenn .diese es ausdrücklich wünschen, mit einfacher Pessach-Kost versorgen,. vorausgesetzt, daß die Speisen den Gefangenen durch Ver-' mittlung der Wachthabenden verabreicht werden, ein direkter Verkehr mit dem Publikum also vermieden bleibt. Bei der Verteilung der Leinen Arbeitskommandos über das ganze Land muß in dieser Hinsicht alles der Initiative der Rabbiner, Lehrer, Kultusbeamwn und Gemeindevorsteher überlassen bleiben. Berlin. Der kömgl. vayr Hauptmann Rechtsanwalt Dr. Ludw. Hamburger fiel auf dem Felde der Ehre. Posen. Eiserne Kreuze erhielten: MaxHirsch- Kolmar, Gefreiter Bond-Schocken, Sanitätsunteroffizier Bernhard Steinberg -Pinne, Bataillonsarzt Dr. Witkowski -Posen, M. Schmul, Sohn des Kantors Schmnl in Exin, Georg Leibholz, Siegfried. Leibholz und Stabsarzt Dr. Richard Wolfs. Hamburg. Die. Deutsch-Israel. Gemeinde veröffentlicht chren Bericht. Ans ihrer Mitte sind, soweit bekannt, 130 Krieger gefallen. Die Kommission für Wohlfahrtspflege wird ausführlichen Bericht über die von ihr organisierte Kriegshilfe noch erteilen. Auch die Kommission ftir Armenwesen hat seit Kriegsbeginn ihr Arbeitsfeld wescittlich erweitert. Dem Israelit. Äorschußinstitut wurde eine Kriegsbeihilfe von 20 000 Mk. gewährt. Die Gemeinde hat die Patenschaft für die jüd. Gemeinden Darkehmcn, Gumbinnen und Goldap übernommen. Rybnik. Leutnant, Referendar Josef Altmann, Bizewachtm. Baumeister Max Richter erhielten das Eiserne Kreuz. > Wien. Blochs „Oesterr. Wochenschrift" verzeichnet in ihrer letzten Nummer folgende Auszeichnungen au Juden: 3 Offizierskreuze, des Franz Josef-Ordens, 6 Ritterkreuze des Franz Josef-Ordens, 2 Milltärverdienstkreuze 3. Masse, 7 silberne Signum laudis, 75 bronzene Signum laudis, 40 goldene Berdienstkrenze mit der Krone, 16 goldene Verdienstkreuze, 65 silberne Verdienstkreuze mtt der Krone, 19 sicherne Äerdienstkreuze, 9 silberne Tapferkeitsmedaillen 1. Klasse, 52 silberne Tapserkeitsmedaillcn 2. Klasse, 73 bronzene Tapferkeitsmedaillen, zusanimen 367 Auszeichnungen; hievon 91 an Offiziere des Soldatcnstandes, 79 an Militärärzte und Aiilitärbeamte, 197 an Personen des Mannschaftsstandes. Warschau. .Dr. Bernhard Kahn, Generalsekretär des Hllfsvereins der 'deutschen Juden, weilt Hier. Er hat im Aufträge des amerikanischen Hilfskomitees 20000 Dollar für Kleidung und Speisung von jüdischen Schulkindern und 13 661 Mark für jüdische Schriftsteller zu vergeben. -__ Perfouatte» tt. Kleine Mitteilungen. Berlin. Albert Jacoby, bekannt als Mitarbeiter jüdischer Plätter, ist verschieden. Bad Naubetm. Das Gotteshaus der jüd. Gemeinde konnte dieser Tage ans ein 50jähriges Bestehen zurückblicken. ‘; .; Trier. Rabb. Dr. Baßfreund blickte am 1. April ans eine 25-jährige Tätigkeit in her'hiesige» Gemeinde zurück. 3h:.. 14 München. Dje JirmlpQt'.to Madleuer schrieb an eine Berliner Kvnfektiünssirma: „Sie - gehören eben zu jener/Sorte polnisch oder galizisch eiugewyiiderten Juden, die niemals einen Sinn und Willen ftir deutschen Ansiäiid Haben," l Hierauf wurde die Firma Madlcncr'wegen Beleidigung verklagt. Der Prozeß endete mit einem Vergleich, in dem der Beklagte die Beleidigung ziirücknahm und sich verpflichtete, 80 -Mark z» einem wohltätigen Zweck als Buße zu zahlen. Ludwigshasen. Amtsrichter Emil Dosenheimer ist als L a ii d ger i,ch,tr a t nach Frankenthäl versetzt worden. Mayen iR^einpr.s. Unter großer Beteiligung wurde, am 26. März Moses Jos. Hartmann'im Alter von 80 Jahren zu Grabe getragen. Ueber 40 Jahre — davowetwa 30 Jahre als Vorsitzender — war der Verstorbene Mitglied der Repräsentantcnvcrsammlnng der isr. Gemeinde, innd 66 Jahre gehörte er der Ehcbrah seines HeimatsorteS — lange Jahre als deren. Vorstand --- an. In seiner Gedenkrede entwarf Lehrer Levi ein treffliches Bild des charaktervollen Entschlafenen, mit dem ein Mann dahingcgangen sei, bei dem wahrhafte- Glaubcnstrene und Aufrichtigkeit in Handel und Wandel in selten harmonischer Weise vereinigt waren. Zum Schlüsse widmete Dr. Hartmann seinem Heimgegangenen Vater innige Abschiedsworte. Hamburg. Die Deutjch-Jsrael. Gemeinde gewährte im vergangenen Jahre der Israelit. Töchterschüle 55 700 Mk., der Talmud Thora-Realschule 25 000 Mk. und der Israelit, Höheren Mädchenschule 4000 Mk. Zuschuß, Nürnberg. 'Der ivjährige Leopold Rothschild aus Fechenbach würde tot. auf dem Bahngeleise aufgefundeiü Breslau.' Eduard Sachs vegtng dieser Tage sein 25 j ä h r i g e s I n b i l ä n m als Mtglied des Vorstandes der jüd. Gemeinde. Hildeshetm. Hier feierle jüngst Wolf Güdemann, ein Bruder -es Wiener' Oberrabbiners, den 95. Geburtstag. Wien.' Kommerzienrat Börsenrat Moritz Münz Vizepräsident des Schiedsrichtcrkollegiums der Börse für landw. Produkte, ist —, 65 Jahre alt — verschieden. Wien. Der Kaiser empfing eme Hutolgungsa b o r d n n n g aller Bevölkernngskreise von Bosnien rind Herzegowina unter Führung des Chefs v. A a r k o t i e. Dar Abordmlng gehörten anckj Qberrabbincr Dr. Samuel Wcszel und Rabb. Dr. Moritz Levy-Sarajevo an. ' Brünn lOesterr.) Eine Abordnung der Israel. K n 1 t n s g c m e i n d e erschien, beim Statthalter, um gegen die Höchstpreise für Mazzos Stellung zu nehmen. Kaiserl. Rat Fischl führte aus, daß die Höchstpreise als Mindestpreise betrachtet und die jüd. Bevölkerung ungerechtfertigt belastet werde. Knltnsvorsteher Brauer zeigte ans Grund sorgsältiger Berechnung, daß die Mazzosbäcker mindestens 100°/u verdienen müssen. ' Rabb. Dr, Gstnzig und Dr. Kanter erwähnten n. a., daß ihnen für die Versorgung der Flüchtlinge Preise von 2 bis 2,20 Kr. das Kilo in Anssich/ gestellt wurden. Der Statthalter versprach wohlwollende -Prüsung. ' - Budapest. Der 17. I u v e ist in das Abgeordnetenhaus gezogen: Ernst Fisch aus. Nagyleta. Unter den 17 ist freilich Nichtsein bewußter Jude. Basel. Der von hier stammende Herr S a l 1 y Guggenheim in Berlin überwies dem israelit. Spital, dem Schomre-Thora-Verein und dem Verein zur Förderung des gesetzestreuen Judentums in der Schweiz je 1000 Mark. Warschau. Die Stadt hat für die jüdische Bevöllerung Mazzohkarten heransgegebcn Und zwar mit hebräischem, deutschem und polnischem Wortlaut. An der Mazzohkarte befindet sichj auch ein Abschnitt mit der hebräischen Aufschrift „Kupon schel Zucker".; ftattmo (Polen). Das seit einigen rvlonaten hier bestehende zehnklassige jüdische Gymnasium Jvurde von den Direktoren des Norddeutschen Lloyd und der Hambnrg-Amcrika-Linie besucht. Frankfurter Berichte. Eine Adreffe an Rabbiner Dr. Nobel. Die-Nachsicht, daß Rabb. Dr. Nvbel die Uebernahmc des Wiener Obcrrabbinats angettägen sei, rief unter den Besuchern der Börneplatz-Synagoge lebhafte Llnfregung hervor und war die Veranlassung, bem gefeierten Redner und Gelehrten eine Wresse zu überreichen. So erschien demi am.24. März in seiner Wohnung eine Abordnung und überreichte ihm die folgende -Adresse: _ .Hochgeehrter Herr Rabbiner! In Kreisen »ltferer Gemeinde hat sich die Kunde verbreitet, daß Sie, hochgeehrter Herr Rabbiner, dic^phrenvolle Aufforderung erhalten haben, die Würde des Oberrabbiners der Stadt Wien zu übernehmen. So sehr wir uns Wer diese Auszeichnung freuen und so sehr wtt in ihr eine berechttgte Anerkennung Ihrer Persönlichkeit und Wirksamkeit erkennen, so können und wollen wir hoch den Gedanken nich4 fassen, daß Ihre Tätigkeit in unserer Gemeinde in so naher Zeit ein Gide finden soll. . In den flsilf Jahren Ihrer reichj gesegneten Wirksainkcit haben Sic, hochgeehrter Herr Rabbiner, es verstanden, Mtglicder .aller Richttrugen durch Bande der Liebe und Bewunderung an sich zu fesseln. Jede Predigt, jeder Worttag, mit dein Sie ^nS erfreuten,. wurde uns eine festliche Sttmde. Meisterhaft schalteird mit allen Mitteln der Stzrachp, ans dem üewn Born jüdisKreligiösen Empfindens, weltlicher Weisheit und dichterischer Schönheit schöpfend, wußten Sie mit ttefempftuidener Be«