Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 14 (1916)
- Issue
- Heft 7 (18.2.1916)
- Date
- 1916-02-18
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seiten 2. Nr.?. die Erhaltung des Judentums geringfügig,. lueim nßcht eilt 6ewußtcr jüdischer Ä8iIle dahintersteht. Unser Ohr wartet auf die- Stimme : dessen, der diesen bewußten jüdischen Willen erwecken wird. _ Alavirrs Josephus ««d lewe Zeit. Bon Ahron MarcuS. . Fortsetzung.) Sein chronologisches Datum des Falles von Samarien verdient leine Beachtung. Wie heute durch die,assyr. Inschriften und entsprechende astronomische Beobachtungen festgestellt ist, war es das Jahr 3040 jüd. Äera. S. 60l. Bei Sancherib's Kriegszug, dessen viclbewundertc Uebereinstimmung der biblischen Berichte mit Sancheribs eigenen Inschriften durch die neuen Entdeckungen festgestellt ist, verwirrt sich Josephüs Bericht durch die Benutzung der faulen Quellen des Herodot, des Vaters der arischen Geschichtsschreibung und Großvaters der Lüge. Sanchcrib soll Pelusium belagert haben, bis er erfuhr, daß. Tharsikes (TrrhaLa) durch die Wüste nach Dgsyrien marschieren wolle. Das entspricht den geographischen Unkenntnissen der Griechen. Dazu wäre eine zu große Anzahl Zeppelins nötig gewesen. Der biblische töricht meldet in voller Uebereinstimmung mit dem Sancheribs, daß Tirhaka ihn in Palästina angreifen wollte, wozu Sanchcribs Bericht angibt, daß . bei Etteke unweit Lachisch eine Schlacht stattfand, in wücher Tirhaka besiegt zur Flucht gezwungen wurde. Die Katastrophe des großen Sterbens, durch welches Sanchcrib die Belagerung Jerusalems ausgeben ,md den Rückzug antreten mußte, wird von Herodot, derihnin seiner barbarischen Unkemänis König, der dlraber nennt, in eine Mausegeschichjte verwandelt. Die Mäuse hätten sein Lager überfallen^ und in enter Nacht alles Lederzeug aufgefressen, sodäß Pelusiuni durch die heiligen Mäitse gerettet wurde zum Entsetzen der heiligen Katzen. .. ' i; Dieser Herodot war der-erste Ascmit, der, obwohl er zu Zcerxes Zeit in Palästina war, das den Göttern verhaßte Volk der Juden lchrch die Kunst des Totschweigens vernichten zu können glaubte. Aus dem Aaase entstanden dann später die Antt. Auch Josephüs erwähnt — in Ucbereinstiiiiniung mit der Agada'— Ehiskija's Gebet wegen Kinderlosigkeit. Laut Sancheribs Bericht Hatte er damals nur Töchter. Sein Sohn Menascheh wurde dann später geboren. S. 611. „Jeremias Traucrgcsang Mer König Josia ist noch heute vorhanden" stimmt mit der Trädition, daß Echah von Jeremia verfaßt sei und die betreffende Stelle sich, aus Josia beziehe. S. 629. Zwischen Zerstörung Samaria's und Zerstörung des Tempels durch Nebukadnezar 130 I. 6 Ms 10 Tage ist ungenau, denn es folgten -23 Regierüngsjahre Chiskija's, Sö Menascheh, 2 Amon, 31 Josija, 3 Monate Joachas, 11 Jahre Jojakims, 3 Monate 10 Tage Jojachin, 11 Jahre Zidkija zusammen 133 Jahre 6 Monate 10 Tage. Es kann übrigens ein Kopistensehler sein. Dagegen ist seine Angabe der Zeitdauer des ersten. Tempels mit 470 Jahre 6 Monate 10, Tagen unbedingt irrtümlich, wie seine Chronologie Merhaupt. Denn trotz der Schwierigkeiten, welche unsere alten Exegeten — von R. Jos. hen Chalasta angefangen — in dem Ausgleich der Analen von Juda mit denen der Zehnstämme finden, ergibt sich die traditionelle Ziffer 410 schon ans der Zusammenstellung der Regierungsjahre beim Zehnsttznmcreiche: Bestand des Tempels bis Salomo's Tod 36 Iahte, Jerobeam 22, Nadab 2, Baeschja 24, Omri 12, Achab 22, Achasja 2, Joram 12, Zehn 28, Joachas 17, Joas 16, Jerobeam 41, Secharja, Schallum ca. 1, Menachem 10, Pekachja 2, Pekach 20,- Hosea 9 zusarnmen 276 und 134 bis zur Zerstörung durch Nebukadnezar feit Fall Samarias (3040—3174) 410. Muh bei der Geschichtsepoche von Nebukadnezar bis ans Cyrus ist er durch Benützung verschiedenartiger Quellen*) in ziemliche Verwirrung geraten. Er gibt Nebukadnezars Regierungszeit zwar in Uebereinstimmung mit dem ptol. Kanon auf 43 Jahre an (wozu noch ein Vorjahr kommt), aber Avilmarduk gibt er 18 Jahre, dessen Sohn Labosordäch. 9 Monate.usw., während 'wir heute wissen, daß Avilmarduk nach 2 Jahren von seinem Schwager (Schwchtermann) Nergal Scharezer sin griech. Verstümmelung Neriglissar) ermordet wurde, der wiederum nach 4 Jahren seinem Nachfolger Nabnnaid (griechisch Naboandel) Platz machte, und dem unter gewaltigem Lärm der anttsemttischen Bibelkrittker für verschollen erklärten Belsazar Hat erst Rawlinson durch Auffindung seines Cylinvers zur Auferstehung verholfen. (Bergt. Barsilai S. 317). Da die heiligen Bücher über diese Könige nur vereiuzelle Berichte enthalten, so mußte sich Josephus helfen, so guter konnte. Bei -Cyrus zeigt er sich in der ganzen Hoheit des , unerschütterlich überzeugten Juden legitimer Abstammung, der die gleißnerische Schönheit der durch und durch'verlogenen klassischen Bildung mit geistiger Ueberlegenheit von sich stößt wie der Weizen die Spreu kamoz ascher tidfemt ruach (Ps. 1, 4). Wenn er als Gefangener in der Hand grausamer Römer in der Schilderung ihrer Kriegsführung bei Zerstörung des Tempels usw. an mamhen Stellen der Währheit Zwang 'antun mußte, um für sich' und' sein Soll Schonung zu erwirken, so kämpfte er dagegen mit be- *) Wie Megasthenes, der Nebukadnezar Lydien und Jberien verwüsten läßt, Diolles und Philostratus, der von seiner 13jährigen Belagerung von Thrus, das unter König Jtochil's Herrschaft stand, ferner Berosus, der bereits 'den Vater NÄbuchodonozar I (anstatt Mabopölafsar) Palästina und Syrien erobern und zu Frohuarbeiten verwenden Aäßt. Mrnkkmt« WraüMfches FaMllivWK. wundeciiswerlem Mute und kühner Offenheit für die Wahrheit" seiner Religion gegen die Lüge des- Heidentums und den in niedrigste Entartung gefallenen Materialismus der halbvcrtierteil epikurnischen Gesellschaft. - Die imbegreiflichc, in der Geschichte einzig dastehende Tatsache von der Wiederaufrichtung der jüdischen. Nation durch den Pcrserkönig benutzt er „um die Epikuräcr ihres großen Irrtums zu Mcrführeii, die da glauben, es walte im Leben keine Vorsehung, das Weltall erhalte sich, ohne Lenker und Beschützer anseigener Kraft wie ein Schiff ohne Steuer, ein Wagen ohne Leuker. Den besten Beweis dagegen liefern die Propheten nutz' ihre so pünktlich cingerroffene» Weissagungen. Als che», Cyrus die ihn betresfeiidc Weissagung Jchaja's vor 200 Jahre» von den Aeltcstcn der Inden vorgezeigt wurde, sei er durch diesen Eindruck zu jeinem Ent>chln»e gekommen. So heißt cs in seinem Rundschreiben Esra l, 2): „ 'So spricht Cyrus, König von Persien: Alle Reiche der Erde hat mir der ewige Gott des Himmels gegeben, und er hat 'mir es aufgetragen, 4hm einen Tempcl in Jerusalem zu erbauen." Da es ihm nicht in den Sinn kommt, Propaganda zu machen und er die Gesellschaft zn genau kennt, -um nicht zu wissen, daß seine Worte kaum mehr als-einen vorübergehenden Eindruck erzielen werden,. schließt er mit der noch an sechs Stellen gebrauchten Formel: „Was mich angeht, so habe-ich alles so aufgcichriebcn, wie ich cs in den Schriften gelesen habe. Will aber jemand eine andere Meinung darüber haben, so soll sie ihm meinerseits unbenommen sein." Damit erspart er sich hartnäckige Diskussionen. Die Exulantenzahl gibt er. hier mit 42 462 anstatt Esra 42 360 an, wodurch, bewiesen ist, daß die auf w. 14 angegebene unförmige Ucbertreibuug 4 628 000 Männer der zweiten Expedition einer Interpolation von Fenideshand entstammt, deren Ungeschicklichkeit durch die übrigen Zahlen deutlich wird: 40 742 Frauen und Kinder, 74 Leviten usw. Der aber aus (£. 7 erwähnte feindselige Brief an K a m b y s e s bestätigt meinen Fund, daß unter dem Titel Artachschaschta (Esra 4,7) kein anderer als Kambyses zu verstehen ist. Durch Kambyses erlitt der Tcmpclban eine 9 jährige Unterbrechung. Wiederum wurde das Baumaterial durch Sidon bezogen, welches es nach dein Hafen von Joppe lieferte. Der Uebersetzer Dr. Clemens, der das Werk auffallend kritiklos behandelt — außer einigen hämische» Seitetchieben auf die Pharisäer, ohne welche cs nun einmal nicht geht —, bemerkt hierzu, daß nach Jos. Krieg III, 9, 3 Joppe keinen Hafen hatte. Die heuttgen Verhältnisse dieses Hafens sind zu bekannt, als daß eine längere Auseinandersetzung dieses scheinbaren Widerspruches nötig wäre. 'S. 19. Das Wort „beqchyrata". erklärt Jos. richtig mit „Ekbatana" in persischer Aussprache, heute Harmadän. S. 22. Artaxcrxcs verwechselt er mit Achaschverosch. Erst durch die Entdeckungen und Ausgrabungen von Dieulasoi ist einwandfrei sestgestellt, daß es Xerxes >var. Es sind so alle Angriffe der Nachfolger gegen das Heilige- Buch ad absurdum geführt worden. Das Wörter und viele von fremden Völkern mitjahcchim, erklärt er, nahmen die Beschneidung an. An hellenischen Verstümmelungen hebr. Namen — wie sruroi für Purim — sind, wir an Hunderten Beispielen zu gewöhnt, wobei ,namentlich mit dem'.Buchstaben r ein ganzer Slnfwand gettieben wird. Das p des hebr. Alphabets das im arabischen ausschließlich f gesprochen tvird, hat bekanntlich zweierlei..Aussprache f (rasa) p (Dagesch), so daß in der Megllla selbst einmal fttriin, das andere Mal Purim gelesen werden muß, was im Griechischen zu dem Auskunstsmittel phr geführt hat. Sonst sind alle Combinationen nur Flausen. lieber den bereits erwähnten Bericht von Alexander dem Großen hat er so manche Einzelheiten, daß die Annahme nicht zu umgehen ist, es habe ihm eine schriftliche Aufzeichnung aus den Hohenpriesterannalen Vorgelege», ans welchen er ja auch den Bericht über die schreckliche Episode Bagoas hat. Er schreibt: Alexander sandte zum Hohenpriester um Hilfstruppen, die er verweigerte mit Bezug ans seinen Eid an Darins. Nach Eroberung von Thrus rückt Alexander auf Gaza (Asa) und belagerte es. Sanballat war mit 8000 Mann zu Alexander gestoßen, als er sich zur ^Belagerung von Tyrus anschicktc und bat um Erlaubnis zur Erbauung eines Tempels auf Gerisim für seinen Eidam Menascheh, wodurch eine Zersplitterung der Inden herbeigcführt werden würde: Sanballat starb. (Da derselbe, wie wir aus den.neu entdeckten Jedonjahbriefen wissen, bereits im 17. Jahre des Dareios' II Nothos fungierte, dieser 19, sein Nachfolger Artaxerxes Mnemon 46, Ochos 21, Arogos 2 Jahre regierte, so nrnß. er bei Auftteten Alexanders mindestens 90 Jahre gezählt haben. Dadurch ^ind auch! alle bisherigen Ansichten von Luther bis auf-Grätz, daß Esra und Nehemia unter - Artaxerxes I LonAimanus auftraten ad absurdum gefilhrt. Der Hohepriester ordnete einen Fasttag an, Iveil er den Zorii Alexanders fürchtete. Da^. ward ihm im Traume der Befehl die Stadttore zu öffnen, die Sttaßen zu schmücken und' in feierlichem Anzüge dem Sieger entgegenzngehen, bis Zofim (Sapha). Sobald Alexander den Hohenpriester mit dem Kopfbn:tde.(also keine Krone!) und der goldenen Platte erblickte, warf sich Alexander zum Erstaunen der Könige und Feldherren-auf die Knie. Parmenion allein faßte Herz zu fragen, warum er dies tue. „Nicht ihm", antwortete Alexander, „sondern' Gott zu Ehren dessen Priester er ist. Ich sah ihn im Traume in Dios, und er ermutigte, mich, nach Asien hinüber zu ziehen. Er werde mir voranschreiten. Jetzt habe ichmich bei seinem Anblick daran erinnert." Als mjm ihm nun die Prophezeiung Daniels zeigte, ein Grieche werde das Perserreich zerstören, hielt er sich dafür und entließ voll Freude das Volk, nachdem er geopfert hatte. Ani folgenden Tage hieß er sie Geschenke fordern. Der Hohepriester bat nur um Erlmibnis nach den vätcrlichen Gesetzen leben zu dürfen und um Befreiung von Wgabcn im siebenten (Brach-) Jahre: Ferner daß auch die Juderi in Babylonien und Medien nach den Gesetzen leben dürfen, ebenso die jüdischen Freiwilligen, die in sein Heer treten wollen. Alexander gewährte diese Bitten. Dann kamen die Samaritaner eben- >alls als Inden ans den Stämmen Josephs, wie sie es immer tun, wenn cs den Juden gut-geht. Sonst bekennen sie die Wahrheit, daß sie keine Inden sind. Sie baten, er möge auch ihre» (wohl provisorischen) Tempel besuche». Bei meiner Rückkehr, -toar die - Antwort. Dann baten auch sie um Befreiung von Abgabe» fürs siebente Jahr. Darauf Alexander: „Wer seid ihr den» eigentlich?" Antwort: „Wir sind Hebräer, werden.aber auch Sidonier genannt.-' „Seid ihr Juden?" „Nein." „Ich habe den Juden dies zugestaiiden, vielleicht awch. C(»ch bei -meiner Rücklehr." Den Saniarilanische» Hilfstriippen befahl er, ihm nach Aegypten zu folgen, versprach, ihnen. Ländereien, niid in Thebais traute er ihnen den LandeSschutz an. Wer später in Jernsalein die Gesetze übertrat, Sabbat entweihte, verbotene Speise» genoß und so weiter: flüchtete nach Sichein zn ihnen. . - . - - Ebenso wie die Perser die .Treue, .der . Juden zu schätzen wußten, daß sie ihnen, wie wir jetzt aus den Jedoiijabriefen erfahre», den Schutz der ägypt. Grenzsestnngcn anverttauten, wachten ps auch 'die 'Nachfolger Alexanders, Ptolemaeo"s Lagi, später Antiochns III dt Gr., und selbst bei den Arabern vor der Zeit Mohammeds war die Treue der Inden sprichwörtlich geworden. „Treu wie der Jude Sainnel." .Bei seinem 'Einzüge in Jerusalem nach Besiegung des Ptolewaens Epiphanes schreibt A. III den Slegyptern Licserung für die Opfer vor. Vieh, Wein, Oel, Weihrauch um 20000 Schekel, 6 Arkeban Weizeninchl, 1460 Scheffel Weizen, 37-, Scheffel Salz. Baumaterial zur Verschönerung des Tempels. Edikt gibt Religionsfieiheit, sreinng der Aeitesten, der Priester, der Tempelschrciber und Säuger von allen Slbgaben. .Ebenso für Alle, die bis Neujahr (Hyperbcrctaivs-Tischri) in . Jerusalem anficdeln, drei Jahre Steuerfreiheit und Nachlaß eines Drittels aller Abgaben, Frcimachttng aller zn Sklaven genrachtc» Gefangenen. Kein Fremder darf das Tcnipeliiiiterc betreten, das ja auch! den-Juden nur gegen entsprechende Reinigung erlaubt jist. Weder Fleisch! .noch Häute von verbotenen Tieren, wie Pferd, Schwein, Maultier, Esel Hase, Pardel- Fuchs etc. darf in die Stadt gebracht werden, kein solches Tier dort gehalten werden bei Strafe von 3000 Drachmen an die Priester. Interessant ist ein Schreiben dieses AntiochitS d. Gr. an einen Bornehine» ZeuxiS durch die Einlcitnng, welche tvie wir heute aus den Funden von Tell el Amarna imffen, seit 1300 Jahren -und später auch bei den Römern stereotype geblieben war: Der König Antiochns entbietet Zeuxis dem Vater feinen Gruß. Wenn es Dir gut geht, soll es mich freuen, mir geht es tzleichfalls gut. (Ebenso im Briefe Barnaburias an Amenophis.) Er beschließt, 2000 jüdische Familien aus Mesopotamien in die bedrohtesten Plätze Kleinasiens anzusiedel». Meine Vorfahren haben ihre Zuverlässigkeit anerkannt. Sie erhalten Religionsfreiheit, Ackerplätze, Bauplätze, 10 Jahre Mgabcnftcihcit, Getreide bis zur ersten Ernte, dürfen von niemand belästigt werdetr. Ans seinen Edikten geht hervor, mit. welcher Sttengc die jüdischen Soldaten das Verbot heidnisches Oel zu genießen, , beobachtet haben. Nach der Tradition wurde das Verbot erst durch Daniel eingefnhrt und circa 200 Jahre nach der Zerstörung des Tempels vom Pattiarchen R. Juda Hanassi II, Enkel des Verfassers der Mischnah, aufgehoben. -LKan ersieht daraus, daß die Juden der Diaspora in Gesetzcskenntnis und Gesetzestreue höher standen als die niederen Klassen der neu angesiedelten Landbevölkerung in Palästina zur Zeit Esra's und Nehcmia's. Dieselben litten zur Zeit des Antiochns durch den. Einfluß des Mischvolkcs der Samariter, welche damals die jüdischen Aecker verwüsteten und die Bewohner als Sklaven wegschleppken, dagegen alle aufrührerischen u»d irreligiöse» Elemente unterstützten, bis mit ihrer Unterstützung des Josef den Tobias die Partei der .Hellenisten entstand, deren Ausschreitungen bereits besprochen worden sind. . (Fortsetzung folgt.) Aus aller Welt. Deutsches Reich. Breslau. Dem Jahresbericht des Jüd.-Theolog. Seminar entnehmen wir folgendes: Zur Bewerbung um den Dr. David Rosinschen Preis wurde das Thema gestellt: „Wem dürfte die Redaktiotr .der Mechilta des R. Simon znzuschreiben sein?'' Die Frist zur Bearbeitttng Ist am 31. Juli 1915 abgelaufen. Eine Arbeit ist nicht eingegange'n. Zur Bewerbung tim den Joseph Lehmannschen Preis war die Aufgabe gestellt: „Die Herstellung der Kommetttare Jbn Esras zu den Büchern Jeremias und Ezechiel". Eine Arbeit' ist cingelaufen, der das Lehrerkollegium einsttmmig den vollen Preis zuerkannt hat mit der Besttmmnng, daß die Arbeit nicht eher der OeffentlichMt stbergeben werden darf, als bis einige Ansstellnccgen beseitigt sind. Die Eröfsnung des mit einem Merkwort versehenen Umschlages ergab, daß der Verfasser Herr cand. Phil/ Ochs sei. Für das laufende Studienjahr wurde zur Bewerbung um den Lehmannschen Preis die Aufgabe gestellt: „Inhalt und Quellen von Maimnnis Miloth hahigajon". Eine Bearbeitung, ist nicht eingelanfen. Das Seminar zählt gegenwärttg 17 Hörer; nett, eingetteten ist gegenwärtig Dr. Gerson ans Budapest. Hamvute». Die Jüd. Schülerwandergruppe hat jetzt auch die Landarbeit. . in Ihren Slnfgabenkreis einbezogen. Sie hat m 'Niendorf.ein Landstnck von einem Morgen Größe' gekauft:--basrinn