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Neue jüdische Presse · 1916-01-14 · Heft 2 (14.1.1916) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
14 (1916)
Issue
Heft 2 (14.1.1916)
Date
1916-01-14
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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iSH Nr. 2 Frankfurter Israelitisches FamilienSlatt. Seite 3. Grundgedanken aus geht, daß nur sinnfällig Erkennbares, Meßbares und Berechenbares als einzig wirklich Existierendes. angesehen werden darf. Die Materialisten legen ihrer Vernunft durch Nurgeltenlassen dieser drei beschränk- 1/ ten Größenmassen selbst Scheuklappen an und sind, wie ein Dichterwort sagt: ... Wie ein Tier auf dürrer .Haide; Vom bösen Geist im Kreis herumgeführt. Und ringsum ist die schönste grüne Weide. Bei einer rein materialistisch gedachten Ewigkeit der Materie ohne - metaphysischen Hintergrund hätte die Materie schon vor Ewigkeit alle nur möglichen Entwickelungen durchgemacht haben müsse», alles mühte, schon vor Ewigkeit ' erstarrt und bewegungslos gewesen sein, da es ein perpetum mobile für Materie ohne fortwährenden lehendigen Anstoß - nicht gibt. Ebenso ist die materialistisch! gedachte Unendlichkeit der Materie «unmöglich. Denn die Materie ist kleiner als der Raum, folglich begrenzt. Ja, sogar auf dem ureigensten Gebiete des Materiatis- »ms, bei der Annahme von mit Materie unlöslich verbundenen Kräften zeigt sich seine Verschwommenheit »tib Inkonsequenz. — In seinem Werke: „Kant, contra Höckel" Berlin 1901 S. 7, bemerkt Adickes sehr richtig: „Die Einführung des Begriffes der „Kraft", die selbst etwas -» Immaterielles ist und als fernwirkende auch da wirkt, wo die Materie, dercn Krast sie ist, nicht ist, zerstört eigentlich schon den Materialismus." 9hm wollen wir doch untersuchen, ob das Sträuben der" „exakten Wissenschaft, resp. Forschung", einen metaphysischen Ausgangspunkt — also eine bewußte, freie Kraft, d. h. einen Schöpfer — als Basis für die Erforschung des Kosmos zu benutzen, berechtigt ist. Wenn man auch die Richtigkeit des Duböis-Reymond'schen „Jgnorabimus" dahingestellt sein läßt, so ist doch die Lehre' vom Parallelismus, d. hi die Feststellung, daß mit jeder geistigen Tätigkeit gleichzeitig eine körperliche Tätigkeit, resp. Veränderung der Gehirnatome Hand in Hand geht, ei» sicherer Belveis dafür, daß. menschliche Intelligenz durch die Formation des Gehirns bedingt ist und ihre Grenze findet, die sie nie überschreiten kann. Unsere Vernunft und Einsicht'kann sich nicht über eine gewisse Höhe, ivelche durchdie körperliche Beschaffenheit des menschlichen Gehirns bedingt ist, erheben. Ob wir uns nun den menschlichen Geist und. die Intelligenz als göttlichen Funken oder Emanation des unendlichen göttlichen Geistes oder endlich als geschaffene Kraft ähnlich andern sogenannten Naturkrüften vorstellen, — immer bleibt nur die Denkmöglichkeit, daß das menschliche Gehirn von diesen? göttlichen Funken, von dieser göttlichen Emanation oder von dieser Lebenskraft nur so viel ausnehmen und in Erscheinung treten lassen' kann, als seine körperliche Formation erlaubt. Es ist dies ebenso einleuchtend wie, daß eine elektrische Maschine nicht mehr Elektrizität -- die doch auch unabhängig von der Maschine existiert —. entlvickeln. bezw. ausgeben kann, als sie vermöge ihrer Größe und Bauart anfnchmen kann. Daher scheint cs ebenso thöricht zu glau- ‘Y’ den, daß die beste uns bekannte elektrische Maschine die höchste Potenz der Elektrizität, welche in einer Sekunde 300 000 Kilometer durcheilt, anfzunehmen und auszugeben fähig sei, wie, daß die uns bekannte beste Denkma'schine — das menschliche Gehirn — die höchste Potenz der Vernunft imb Erkenntnis aufnehmen und ausgcbcn könne. Nach diesen Ausführungen scheint es mir, daß die Verfechter der materialistischen Weltanschauung'und Forschung durchaus keine» Grund haben, die Möglichkeit, ja sogar die Gewißheit einer höheren Intelligenz, als dein Menschen erreichbar ist, zu bestreiten; sowie, daß die materia - listische Weltanschauungs- und Forschnirgsweisc gegeiuiber der metaphysischen minderwertig ist, da sie nicht auf eigenen Füßen stehen kann und sich fortwährend der metaphysischen Begriffe als Hilfsmittel bedienen m u ß. Die materialistische Dcnkiveise läßt ihre Anhänger aber auch auf nichtwissenschaftlichem Gebiete im Stich. — Nach^reinmatcrialistischer Anschauung dürfte es keine Wertnnterschiede geben, da nach ihr alle Begriffe gleichwertig' sein müssen, wie z. B. Kälte und Wärme, Licht und Schatten, positive und negative Elektrizität und Blühen und Vergehen. Nun haben aber gewisse Begriffe,!vie z. B. Recht und Unrecht, Liebe und Haß, Wertunterschiede; ^es existieren diese rein metaphysischen Axiome für jeden Menschen mit derselben unumstößlichen Gewißheit wie die mathematische Gewißheit, daß eins und eins Mei ist. Es zeigt sich auch; hier wieder die Unvollkommenheit und das Irrige des Materialismus. Bon den oben, erwähnten Vorstellungen, die. wir uns vom menschlichen Geiste.nrächen, scheint mir die dritte, daß er eine von. Gott, ähnlich andern Natnrttäften, geschaffene I Kraft — die wir Lebenskraft nennen wollen — sei,, von der jeder Mensch nur so viel, als' die Forinationi seines Hirns es erlaubt, aufnehiucn kann, die einleuchtendste. I Wir können nns mit dieser Annahme sehr wohl den Begriff WL. - der - menschlichen Individualität vorstellen und zwar durch " folgendes Beispiel: Wenn wir einen Tropfen Quecksilber aus einer größeren Masse nehmen, wird er sich sogleich zu einer Kugel ballen, genau toie ein Stein, ein Metallstück rc. als für sich bestehendes Individuum anzusprechen ist. Bringt man. dieses Quecksilberindividuum jedoch mit der Hauptmasse zusammen, so geht es in derselben spurlos auf. ♦ 1*'.' Cigarren-MQUer, gr. Eschenheitneratr.31. Mebfraaenstr. 1/3. Xannnsstr. 47. I Cigarren Mebfrai Cigarren garetten erstklassigen Ursprungs. Partien Londoner Brief Aus London wird nns geschrieben: Die wirtschaftliche Lage der jüdischen Volksmassen zeigt wieder eine andauernd niedergehende Tendenz. In den ersten zwei. Kriegsmonaten war die Arbeitslosigkeit eine fast allgemeine. Unerwarteterweise kam dann eine Periode der „Prosperität", die vom Oktober bis Ende Juni anhielt. Das Schneidergewerbe, in dem die jüdische Arbeiterschaft zum größten Teil beschäftigt ist, arbeitete »nt Volldampf für den Kriegsbedarf, und obgleich keine Erhöhmlg der Löhne eingetreten war, so konnten doch die ■ jüdischen Arbeiter bei einein nicht zu langen Arbeitstag im Durchschnitt 6 bis 7 Pfund wöchentlich heimbringen. Seit Juli aber hat wieder Arbeitslosigkeit platzgcgrifsen. Der Hecresbedarf wird nämlich gegenwärtig durch die großen Fabriken gedeckt, "während die. kleineren Werkstätten, die in jüdischen Händen liegen, bei der Erneuerung der Militäraufträge übergangen worden sind. Die Arbeitslosigkeit in Ostend Londons wird auf 60 Prozent geschätzt, und auch unter den jüdischjen Arbeitern der Provinz sind die Zustände ebenso betrübende. Der Antisemitismus ist infolge der russischen Einfliistcrringen zusehends im Dachsen begriffen. Die russischen Agenten suchen die führenden Kreise Englands glauben zu machen, daß die russischen Juden des Grenzgebietes verkappte deutsche „Spione" und an allem Mißgclschick des russischen Heeres schuld seien, . und da die Engländer mit seltenen Ausnahmen von russischen Dingen keine blasse Ahnung haben, so findet diese Mär nicht wenige Gläubige. Die Zensur ihrerseits, aber mehr noch der „Patriotismus" der kapitalistischen Presse sorgen dafür, daß die Wahrheit über Rußland nnd die Lage der russischen Inden nicht dnrchsickere. Die Bewegung zugunsten der Emanzipation der Inden der kriegführenden Länder macht unter der jüdischeit-Arbeiterschaft große Fortschritte. Der Arbeiterverband für jüdische Rechte, der seineir Sitz in London, har, umfaßt bereits 49 Gruppen in der Provinz. Letzthin hielt er im jüdischen Theater in London unter dem Vorsitze seines Ehrenpräsidenten App le to n, des Sekretärs des englischen Getoerkschaftsbnndes, eine von 3000 Teilnehmern besuchte Bersammluug ab, in der die Verbrechen der russischen Regierung ent der eigenen iüd'schen Bevölkerung anfs schärfste gegeiselt wurden. Die Idee eines eintägigen jü'dischon Generalstreiks zur Zeit des Friedenskongresses zur Unterstützung der jüdischen Forderungen wurde enthusiastisch ausgenommen. Auch in Leads, Manchester, Glasgow, Edinburgh nsw. fanden ähnliche Versammlungen statt. Diese Bewegung, die attch von einflußreichen englischen Arbttterfiihrern gefördert wird, wird von der großen englischen Presse systematisch totgeschtviegen, und nur in einzelnen Arbciterorganen findet sie hie und da einen Widerhall. Ungeachtet der gegenwärtig ' schlechten Ivirtscha'tiichen Lage der jüdischen Volksmasse ist ihre Opferwilligkeit zugunsten der jüdischen Kriegsopfer eine große. Ihr Fonds unterstützt auch — im Unterschiede zu den andereir Fonds für die jüdischen Kriegsopfer — Familien der internierten „feindlichen' Ausländer". Es ist nicht ohne Interesse, daß England Ibis Nun verhättnisrnäßig das Vierfache dessen leistete, was das finanziell stärkere amerikanische Judentum in der Hilfsaktton tat. I. 4k. K.' ""IUI TEE-SCHMIDT S HKITB KBAXE SO. Tel. Hansa 1126. Nr. 12 Soach -Peko-CoDgo-Mischg.Mk.4.40 „ 7 Ceylon-Orange-Peckae „ 3.40 Java-Bruch-Tee . . . Mk. 2 70,3.20 Kakao Roma Sk. 2 60, 3.—, 84M. Aus alter Wett. Deutsches Reich. Berlin. Das Aktionskomitee der Zionist. Organisation erläßt folgenden Anfrmf: „In diesen ernsten Zeiten, die auch für unser jüdisches Volk von größter Tragweite sein müssen, ruft das Zionistische Mions-Koniitee seine Freunde zur Arbeit für den Z i o n i st i j ch e n Z e n t r a l f o n d s. Der Zenttalfonds bezweckt, der Leittmg der zionistischen Bewegung die Möglichkeit fiir die Durchführung ihrer Arbeiten zn gewähren. .Es gilt den Zusammenhang der Zionistischen Organisation aufrecht zn erhalten, die jüdische Siedlung in Palästina vor schlimmem Ungemach zn schützen und die zukünftige Friedcnsarbcit vorzubereiten. Dazu bedarf die Leittmg größerer Geldmittel. Möge jeder Zionist wissen, daß wir nns in einem entscheidenden Augenblick unserer .Geschichte befinden! Wenn jeder seine Schuldigkeit tut, werden wir unser Ziel erreichen." Karlsruhe. Dem neuesten Verordnung s b l a t t des O b e r ra t es entnehmen wir folgendes: 1914 betrugen die Einnahnien der i s r a e l i t. Zentralkasfe 118 772 Mk. (darunter 100502 Mk. Steuern) nnd die Ausgaben 17 000 Mk. Pensionsfonds, 3000 Mk. Landesfonds für soziale Zwecke, 30027 Mk. Aufbesserung gering besoldeter Lehrer, 12 631 Mk. Unterstützung bedürftiger Gemeinden usw. Der Peusionsf o u d s fiir die jüdischen Religionslehrer hatte an Einnahmen 8384 Mk. all Zinsen, 1819lsiMk. an Beiträgen der Gemeinde und Beamten und 17 000 Mk. Zuschuß aus der Zentralkasse. Es wurden 19 846.42 Mk. an 7 Lehrer a. D., 3 Räbbinerwitwen irnd 21 Lehrer- und Kantorenwitwen ausbezahlt. Ans dem Landesfonds. für soziale Zwecke wurden verausgabt: 1494 Mk. für Unterbringung von Lehrlingen in Lehrlingsheimen, und ca. 40 000 Mk. für das Friedrich-Luisenhospiz in Bad Dürrheim. — Bezirksrabbingr Leopold Schlesinger in Bretten ist wegen Krankheit beurlaubt worden; Kandidat der Theologie Hugo Hahn mis Wolldorf ist «zum Rabbinatsverweser des Bezirks Ofsenburg ernannt worden. — Znni Bezirksällesten der Bezirkssynagoge Bruchsal wurde Herr Rudolf Tchloßbergcr daselbst ernannt. An Stelle des verstorbenen Vorstehers S. Ettlinger in Eppingen ist Synagogenrat Gustav Hochherr zum Bezirksältesten für den Synagogenbczirk^Bretten ernannt worden. — Die Tngendpreife aus der Stiftung der Michel Weil-Eheleute aus Straßburg, erhielten: die Witwe des gefallenen Religoinslehrers Elias Hausmann in Eubigheim, die Witwe des gefallenen Wilhelnr Gutmann in Rohrbach; die Witwe Helene Wertheimer in Etteiiheidein. deren einziger Sohn auf dem Felde der Ehre gefallen ist. nnd die Wittoe Jeanette Kurz iiti Gailingen, deren Sohn im Felde steht. — Aus der Gustav- und Dr. Robert Weii- Stifttrng in Freiburg sind 400 Mk. für Lungenleidend« zu vergeben. Anmeldungen sind an den Synagogenrat in Freibnrg zu richten. Müniven. In de» „Müncbener N ueste Nachrichten" veröffentlicht S i g in. F r ü n k e l einen Artikel „Znm hundertjährigen Geburtstag der i s r a e l i t. K n l t tt s g e nt e i n d e". Schon im Attfang des vorigen Jahrhniiderts hatten 30—40 jüdische Familien das Recht erhalten, sich iti München niederzulassen. Das Judenedikt von 1813 gab dieser 'Niederlassung die rechtliche Grundlage und ermöglichte die Gründung der Geineinde. Int Jahre 1815 ivnrde der Friedhof errichtet: 1814 die erste Synagoge an der Westenriedersttaße in Gegenwart des Königs eingeweiht, der prächtige Säulen für das Gotteshaus gestiftet hatte. Dmnals bestand die Gemeinde ans 60 Familien, kirnte sind es 3000 geworden. Die jetzige große Snnagoge an der Herzog Max-Straße wurde 1886 eingeweiht. Als Rabbiner fungierten bis 1824 Rabbi Hessel, bis 1871 Rabbiner Attb, bis 1894 Dr. Perle», nnd seitdem ist Dr. Werner im Amt. Düsseldorf Am 9. Januar fand hier eine Sitzung der Bertraitensmättiter des z i o n. G r uppen verbau des Rheinland nnd Westfalen statt. Vertrauensmänner waren erschienen aus Bonn, Cöl'tt, M.-Gladbach, Düsseldorf. Elberfeld, Duisburg, Essen. Dortmund, Münster i. W-, Die Versammlung gedachte des int' Felde gefallenen früheren Vorstandsmitgliedes oes ' Gruppenverbandes Heinrich Dülken, Cöln. lieber eine Reihe wichtiger Organisationsfragen wurden Beschlüsse gefaßt. Insbesondere verlangte die Versammlung von den Ortsgruppen des Bezirks angestrengte Tätigkeit attch int Kriege, vor allein interne Veranstaltungen kleineren Umfangs, ferner die erforderlichen finanziellen Leistungen mit Rücksicht darauf, daß die Leistungsfähigkeit der Gruppen trotz der niilitärischen Einziehung des größten Teils ihrer Mitglieder durch den Krieg nicht beeinträchtigt worden ist. Rvtzla«d. Vetersbura. Sämtliche jüdische Hecmlose> die sich hier aufhalten, haben den Answeisnngsbefeh l erhalten. Durch diese Verfügung ist die Erlaubnis, die der frühere Minister des Jinrern Fürst Schterbatow gegeben hatte, wieder rückgängig gemacht worden. Perio«atte» tu ftleltte Mitteiluuge». Berlin. Die Frauengruvpe der Freien Bereinigung für die Interessen des o r th. In de »tu ms (Berlin 9t. 24, Artilleriestr. 31) bittet um Wäsche, Kleidungsstücke und Geld fiir die notleidenden JndenPolens. Berlin. Religionsschulleiter und Gekängnisseelsvrger Abraham Lev y feierte den 70. Geburtstag. Rabbiner L. Höxter, begeht am 16. Januar sein 25 j ä h r i g e s A m t s j n b i l ä n m. Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Paul S o r a u e r Beirat der Kaiser!. Biolog, Anstalt für Land- und Forstwirtschaft, ist — 77 Jahre alt — verschieden. Kassel. Pon hier läßt sich nichts E'sreu-ich s berichten. Während des ganze» Winters fand hier keine jüdische Zusammenkunft statt. Bei einer jüd. Seelenzahl von 2700, meist konservativer Richtung, verspürt man nichts von öffentlichem jüdischen Leben, Auch eine dahin gehende Anregung, die jungen siid. Leute, deren cs hier aus der Provinz eine große Zahl gibt, um einen Führer zn schaaren, fiel auf unfruchtbaren Boden. Kassel. Die Wäichelabrik L. A. Levy. bis 1905 in Eschwege, beging ihr 100 jähriges B e st e h c tt. Cassel. Holant'guar Max Cr am e r, bekannt als' der beste Kenner mittelalterlicher Kunst und der einzige Händler, der ztt allett jtzunstfälscherprozesfen als Sachverständiger hinzugezogen wurde, ist verschieden^ Unsere Kaiserin zählte zn seinen Kunden. Barel (Posen». Fabian Jareczewski. Vorsteher der jüd. Gemeinde, ist verschieden. München. D-r König stiftete an seinem diesmaligen Geburtstage ein K ö n r g Ludwig-Kreuz und verlieh diese Anszeichmrng n. a. jolgenden Personen: Justizrat Jnl. Kahn, Syndikus der Handelskammer, Kommerzienrat S igttt. Fränkel, Alf onds Landauer Bankiers H e i tv r. Und Hugo Marx, Kommerzienrat Moritz Bühler, Rentner Jaiiies'Loeb und Handelsrichter M a x B e r » h e i m e r. München Die Landesgettchtsräte Samuel Bern- Heim e r - Nürnberg und Dr. 'Alfred Uhl in ann - Augsburg »vnrden zn OberlandeSgerichtsrätew befördert. Bnravrevpach. Am Schluß des letz'en Schu'jnhres besuchten 35 Knaben die Israelit. P r ä p a r iniic tt - S chule (Leiter: Direttionsrabb. Dr. Naphtali Cohn). Die Schule hat einen Dermögensbestand von 119 709 Aiark und in der Pensions und Reliktenkasse von 26 704 Mark. Don ihren Ausgaben tm letzten Berichtsjahre seien hervorgchoben: Lehrergchälter und Pensionen 12575 Mk., Unterstützungen an bedürftige Schüler 3513 Mk.

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