Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1915-12-23 · Heft 50 (23.12.1915) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
13 (1915)
Issue
Heft 50 (23.12.1915)
Date
1915-12-23
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2692297-2692924-2692973--09273-2704474
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite 2. Frankfurter Israelitisches FamUienblatt. Nr. 50 um 10. Siovmnbcr zugeschickt -wurde,, wftd n. u. crkläri, -das Verbot Jet LereÄ,' am 30. Sevteinber ausgegeben rvorden. Dagegen ertellte das ZechümoMitee die Eckäub? nis für dieses Blatt -ont 10. Oktober, affo einige Züt später. Eine wahrhaft russische Ordnung! Es braucht nicht gesagt zu werden» daß. wir durch diese Berordimug hart getroffen find, denn von -nun ab erscheint keine bedeutende jüdische Zeitung mehrin Rußlands Ebenfalls verboten und beschlagnahmt wurdedas Buch „Der Eures Wahrheit) wegen die Juden". Die Schrift enthielt einen Bericht der Kadettenpärtei. und die bekannte Rede des jüdischen Dumaabgeordneten Friedmann. So steht es trostlos in unserem geistigen Schaffen aus, und es ist demnach zu begrüßen» wenn einige namhafte jüdische Schriftsteller: Dr. I. Klausner, Wischkin, & Japhe, I. Klebanow und der Agronom Sußmann den Beschluß gefaßt haben, ein hebräisches Sammelbuch herauszugeben, das in kurzer Zeit ' unter dem Namen„Palästina im!kriige" erscheinen wird. " Wenn wir nun die Rechtslage der russischen Juden 'betrachten, so tzeigt diese keine nennswerte Veränderung zum Guten; vielmehr bewahrheitet sich die Bemerkung, wonach die Duma keinen Einfluß auf die Richtung der Regierung haben wird. Ja, man glaubt hier sogar. Laß sie durch einen Mas des Zaren verschoben werden wird. Eine Tatsache, die wohl einigen Unwillen bei den Liberalen ' und Sozialisten hervorgerufen, weiter aber einstwellen leine Folgen nach sich ziehen wird. Mel wichtiger, für'die Entwicklung der Verhältnisse in Rußland ist die Tagung ' des schön oben erwähnten -Kongresses der »schwarzen Hundert". Dort wird beschlossen, die Fremdvölker noch grausamer zu unterdrücken, wobei besonders den Juden großes Unheil zugedacht wird. So wollen also diese Leute das schwarze Netz über das ganze Land ausbreiten und alle Freiheitsgedanken vernichten. -Jedoch ist esT nicht unmöglich, daß das-zu straff ungezogene Seil reißt, wobei das ganze Regierungsshstem in sich zufammenbrechen und die Reaktion endgültig ihre Oberherrschaft verlieren wird. Erst dann dürften bessere Zeit«! für uns Schlvergeprüsten her- - angebrochen sein. . ,• Fladirrs Josephus ««- seine Zeit.*) Bon Ahron Marcus. - Gortfetzung.) . - S- 168. Gebot, das reine Oel in den Lampen nicht ausgehen zu lassens- 3 Lampen brannten den ganzen Tag, die übrigen wurden gegen Abend ar^ezündct. Hier dürste die Behauptung, daß Josephus die Tradition vergessen hätte, wohl eine Begründung gefunden zu haben vermeinen, aber Mrsicht ist die Mutter, der Weisheit. Wir finden im Talmud die von Abaja von Aba Saul's wegen - überlieferte Tradition, die einen Unterschied zwischen dem Unzünden von fünf und zwei Lauchen macht, zwischen welchen die Darbringung des ständigen Tagesopfers liegt. Ob die Zähl 3 picht ein Copistenfehler anstatt S ßst, bleibe dahingestellt. Außerdem dürfte c§; nicht allzu bekannt fein, daß zwischen-den zwei größten Autoritäten Maiuwnides und Rabed eine Meinungsverschiedenheit darüber herrscht (in Auslegung des Wortes behetiwo), ob die Lampen auch bei Tageangezündet (M.) oder morgens nach dem Erlöschen nur gereinigt und erst vor Mends ' angezündet wurden. (R.) Josephe Angabe fällt sehr zu Gunsten Maimonides'ins Gewicht.. Die Zusammensetzung des Räucherwerkes wlll Josephus nicht beschreiben, um den Leser - nicht zu ermüden. Eine feine Ausrede! In Wirklichkeit, um als fromnier Priester dem Verbote der Thora gemäß das Geheimnis nicht an die Götzendiener zu verraten. Dafür gebührt ihm Ehre! Die Thora selbst hat besonderes Gewicht , darauf gelegt, indem sie von den 11 Spezereien nur 4 namhaft machte, die übrigen aber unter den wiederholten allgemeinen Bizeichnungen „Gewürze", der mündlichen Ueber-- lieferung an hie Priester überließ. Trotz des Verbotes unter Todesstrafe, es nicht für profanen Gebrauchs nachzumachen, also zur Vereitelung solcher Versuche. Ebenso ist das Maß der zum Salböl verwendeten Spezereien durch den Zusatz „umachzitau (die Hälfte)" absichtlich in Dunkel gehüllt.' Wir haben hier das Verspiel einerun- -antastbaren „Halachah le.Mosche mi Sinai". Das Geheimnis der ZMereitnng, namentlich um den Rauch säulenartig .aussteigen zu machen, war in den Händen einer Familie Eutinos in Jerusalem zur Zeit der Zerstörung ' und wurde von ihr auch später nicht preisgegeben. In seiner tiefen Gläubigkeit berichttt Josephus von dem Aufleuchten der Namen auf den Edelsteineu namentlich der rechten Schulter bei.Gottgefälligem Opfer zur Bewunderung aller, „die nicht aufgeblasen von eigener Weisheft, Me Religion verachten." Noch wunderbarer war das Aufleuchten der 12 Steine vor sieghaftem Krieg. Dieses .hörte aber aus etwa 200 Jahre -vor Abfassung dieses Werkes, „wegen Gesetzübertretnng". Ein ähnliches Aufleuchten" geht übrigens den meisten großen Erfolgen im menschlichen Leben, in Seele uns Gedanken als Ahnung; ebenso wie umgekehrt.böse Ahnung, voran. Aehnlich berichtet der Talmud vom Anfhören der Zeichen seit dem Tobe Mmvn's ha Zaddik- ' Merkwürdig ist, was der grimmige Judenfeind Tacitns, der sich über die Snperstitiones der Juden nicht genug ausschrmpfen kann, in dieser Hinsicht , be- ' - richtet. Während der Belagerung sprangen ' bei Nacht die Tore des Tempels plötzllch von selbst auf. (Ueber- . einstynmend im Talmud bei R. Jochanan den Sakkai -- beruhtet.) Ein anderes Mal erschien -der Tempel plötzlich vom GiÄel biß. zum Grunde in Flammenschein-gehüllt, aber das (so abergläubische) Volk ließ sich durch keinerlei Zeichen in (einer Karnpfeswut erschüttern. (Tac. historiarum V de expedftione Till in urbem sacram.) Das'Aufleuchten der Buchstaben kennt der Talmud —-—-. -*' . , *) Druckfehler im hörigen Abschnitt: Anstatt Hathrooh Hachrooh. ' übrigens nur bei den Uriin we tümim bei Befragung desHöheirPriesters,. bie im zweiter! Temml äufgehörk hatte. Dtz-tzük'Zttichttzjk^ch' yyi'.Mei Verkündigungen durch ein Echo (bat köl), eine am Bersöhrnrngstäge an Jochanan Hyrkanos iin Allerheiligsten, daß seine Söhne jetzt einen Sieg Mer Anttochus erfochten hätten und eilte an. verlangt hätte. 178. Die Schmibrote wurden am Freitag gebacken. Uebereinstimmend mit Ler'MischnähI gegen eine vereinzelte Ansicht,' daß (ie äm Sabbath gebacken wurden. (Meno- Adt 956.). Aussonderung der Aussätzigen» während viele Völler diese sogar zu hohen Ehrenstellen zulietzen und heil. StätÜm betreten lassen. (Zn sttner Zeit.) Jmplwn Megypcken hingegen wären sie dem Töbe. geweiht, während die Thora ihnen Schutz des Lebens sichert. (Vergl. Räbrnowicz, la mebeciue du Talmud.) - - 182. Verbot des'Ehlübruches, da.von.der rechtmäßigen Zeugung der Kinder das Wohl der Familie wie des ganzen Staates abhängt! Die wirkliche Durchführung dieserJoce ist bis auf den heutigen Tag bei den zivilisierten Völkern auf verhältnismäßig kleine Kreise beschränkt geblieben. „Den Priestern war insbesondere verboten, eine Unsittliche oder Schenkerin oder Gastwirtin zu heiraten" (Daß in' der alten Zeft diese drei identifiziert wurden, geht schon aus den Targumim hervor, die'— zwar euphemistischHfonah mit pundekita übersetzen. Jedenfalls gibt Josephus .hier den faktischen Minhag wieder; auch wenn der Wortlaut des Gesetzes bmr von Svnah spricht.) Mich keine Geschiedene. S. 191. Noch heute gibt es keinen Hebräer, der nicht Moses Gesetze befolgte, selbst wenn er sich unbeachtet glaubte. So.kam es, HM kurz Vor. unserem- Kriege untere Kaiser Elaridius zur Zeit des Hohenpriesters Jsmael (ben Phabil) in der Hungersnot ein Assaron (im Volumen . .von 43l/ii Mern — 1125 Gramm) 4 Drachmen (3.19 M.) kostete und um Pesachs 70 Kor (1 Kor — 300 Assaroir. 70 Kor — 2362V» Doppelzentner) Mehl geopfert wurden, kein Priester es wägte, auch nur ein Krümchen davon zu, essen. Unsere Feinde müssen selbst zngeben, Gott habe uns unsere Lebensregeln durch Moses Vermittlung gegeben. (Er spricht hier von Minchät Chinuch, die jeder Priester beim Antritt znm Dienste därzrrbringen hatte als Vrandopfer, das nicht gegessen werden durfte. Das Quautum entspricht einer Zcchl von 21000 Pxiestern.) Geistreich ist sein exigettsch'er Blick, bei der Erzählung von dem Murren 'des Volkes nach, dem Untergange Korach's und seiner Anhänger (allem hamitten et am haschem) Gott tue alles dem Moses zu Gefallen, habe sich von ihm ausreizen lassen. " S- 206. Dem Wert des -Schafes als „Pidjon peter chamanr" gibt er mit IV» Schekel an. Die Zusammenstellung der Reinigungsvorschrift durch die Asche der roten Kuh neben der Erzählung' vom Tode Mirjani's erklärt er damit, daß. nach deren Leichenbegängnis das ganze Voll sich, dieser Reinigung unterzog. Bei Aarons Tod nennt er die Namen des Monats griechisch hekataios, Mazedonisch loos, hebr. Abba, die bäbyl. Form für Ad', die sonst nirgends vorkommt. Bevor -er zur Erklärung der j ü d i s ch e n S t a a t s - Verfassung nnd Gesetzgebung schreitet, entschuldigt er Ich hei seinen Äolksgenp)sjen, sie sollten nicht meinen, daß er sich Abweichungen von den heiligen.Büchern gestatte. Er beabsichtige nur eine übersichtliche Unordnung der einzelnen .Besttmmnngen, denn Moses habe dieselben zerstreut ausgezeichnet, so wie sie Gott ihm gerade mitgetellt hatte. (Nach der Ansicht eines Telles unserer Weisen Gittin 60. «Thöra megillah megillah nitnah. Vergl. auch Or hachajim zu P. Massee Anfang und Raschi zum Verbot von gib hanascheh.) S. .l. „Eine Stadt soll heilig sein, die Gott sich selbst durch Offenbarung an einen Propheten auserwählen wird. In keiner anderen soll Altar oder Tempel errichtet werden, denn Gott ist einzig und einzig das Geschlecht der HÄräer." ' - Es ist dabei auf die bedeutungsvolle Tatsache hinzuweisen, daß «m 23 Stellen im Pentateuch auf „den Ort, den der Ewige sich erwählen wird" hingewiesen ist, dessen Wahl der Zukunft Merlasfen bleibt. Daß diese Besttmniung nicht durch Moses Vermittlung offenbart wurde, hgt Jerooeam die - Möglichkeit gegeben, Bethel an die Stelle Jerusalems und die Spallung des Reiches mit allen ihren bösen'Folgen ins Werk zu setzen. -—- 7. Daselbst soll das Voll dreimal im-Jahre zusamiitentommen, um durchs enteren.Verkehr und gemeinschaftliche Mahlzcften die gegenseitige Freundschaft zu pflegen. Denn es sei schicklich, daß Angehörige desselben Stammes und. Gesetzes persönliche Bekanmschaft schließen und sich nicht fremd bleiben. Die Tiefe dieser scharfsinnigen <H:klärnng beleuchtet am besten folgende Anekdote aus dem „Chassidismus": - . Ein Kaufmann, der zur Messe (jM. Jerid) in Ulaskewicz war, besuMe den Wunderrabbi R. Israel Friedmann (gest. -1851) in dem nahdn Sädagora. Er ftagte ihn aus, wie es chm ergangen sei. Nicht gut, seufzte der Kaufmann. Darauf der Rabbi: Du glmwst, daß der Jerid nur dazu da ist,-uch Geld zu verdienen. Nein! Als das Beth hamikdasch bestand, gab es Alijas h'aregel. So viel tiefe Kawönans Nun auch darin vorwallen, so war doch die Hauptabsicht, der Wische Seelenverkehr mit einander. Daß Leute, die'sich -nie gesehen, sich kennen lernen,—mit einander essen -und trinken usw. Da nnt der Zerstörung dies aufgemrt hat, so hat Haschern jisborrech' dasüveinen in kein«» Vergleich damit steherwensErsatz geschaffen in den Jeridini, btt denen man Äenfalls zu diesem Zwecke zusammenkomnit. (Namenllich bei denen, der Bierländershnode in vergangener Zeit.) Der UntersWtt» ist, daß es damals Wjah genannt wurde, als Höhepunkt , des religiösen Lebens, wähEd es im Golus' -Jerid heißt von Jeridah Ernsttwigung. > ES ftrlgen Mehrere Gesetze, deren Auslegung nicht mit der Traditton Wereinstimmt: w _ 9. Mechir Kelew der Lohn vom Belegen durch Jagd¬ oder Schäfer-Hunde, darf -nicht .für das Heitigiiim verwendet werden, - > I. ... 10. Verbot der Schmähung-fremder Götter und^ des WegnehMens von Weihgeschenken an Götzenbilder. Z Fortsetzun^ folgt. Aus aller^Wett. Se»tsch-r ««Ich. Hannover. Unter dem Vorsitz Direktors Dr. Knoller fand die 1. ordentl. Mitgliedervcrsamnilung deß ' Israel. Kinderhorts statt. , . i - AM dem von dem Rechnungsführer. Maxe, L- Ja f f-6 vorgelegten Bericht entnehmen wir. folgendes: Das Gebäude des Kinderhorts mit vollständiger Einrichtung war Mitte des Jahres 1914" fertig gestellt. Durch Sammlungen und Beteiligung von Vereinen wurde der Betrag v.on .ca. Mk. 65 000.— aufgebracht. Hierzu kam die hochherzige Gabe des Kommerzienrats Joseph Berliner und seiner Frau Gemahlin in Höhe von Mk. 50000.—, wodurch es uns möglich wurde, den Kinderhort in genügender Größe mit allen inodernell hygienischen Einrichtungen zu errichten. Die beabsichttgte feierliche .Eröffnung mußte wegen des Kriegsausbruches nickerbleiben. Die Leittmg des Hauses übertrugenwir dem Lehrer Grünbaum, der (aus dem Simonschen Seminar für Gartenbau und Handfertigkeiten in Peine hervorgegangen ist, als Inspektor. Die Aussicht der Kinder bei den Schul-, Handuno Flechtarbeiten liegt in Händen einer Händserttgkeits-Lehrerin, welche von Damen hiesiger Gemeinde unterstützt wird! Die Kosten des Bans inkl. Werkzeug, Ausstattung, Gartenanlage, Küchenanlage — eine Schulküche ist vorgesehen —belaufen sich aus etwa Mk. 105 000. Der Kinderhort befindet sich in gesunder, freier Lage; der Besuch pes Horts ist ein guter und regelmäßiger, er betrug durchschnittlich etwa 70 Kinder täglich - - Die Erfolge sind in der kurzen Zeit sttt Eröffnung über alles Erwarten sichtbare 'und günstige.. Durch Anleitung zur Ordnung und Präzision, durch Brausebäder und regelmäßige Waschungen usw. wird bei den Kindern der Sinn für Ordnüugsliebc, Sauberkeit und Reinlichkeit^, in hohem Grade ..geweckt, und wir zweifeln nich^, daß-'LI uns durch' die Gründung, dieses'. Kinderhorts, gelingen'- ivird, d ie zum Teil den ärmsten Klassen der hiesigen -jüdischen Bevölkerung angehörenden Kinder auf eine höhere Stufe der Knlttir zu heben. n Haanover. Um einem dringenden Bedürfnis avzuhelfen) wurde hket^ vor mehreren Jahren eine jLdische Darleh'nskasse ü 'K ins Leben gerufen. Zn diesem Zwecke wurden - durch estie "einmaligL Sammlung in der Synagogen-Gemeinde .Hannover Mk. 23000.— zusammengebracht. Der Verein kann zinsfreie Darlehen in Höhe bis je Mk- 500.— gewähren. .Ans dem ' vorliegenden Bericht des Rechimngsführers Marc. & Ja ffd. enttiehmen wir. über (die. Tättgkeit der Kaffe in den ersten.fünf Fahren ihres Bestehens bis znm Ausbruch des Krieges folgende auch die Allgemeinheit interessierende E'dcheiten: . . . ' In diesen fünf Jahren würden an 212 Persöüen Darlehen in Höhe von Mk. 57 200.— —--durchschnittlich ca. Mk. 270.— — gewährt,, an etwa 45°/o Kleinhändler, 55 o/o Handwerker, Kaufleute usw. Rückzahlungen erfolgte» in Höhe von Mk. 37 400.—, und die direkten Verluste betrugen Mk. 2200.—. Mit Beginn des Krieges hat sich allerdings die Sachlage sehr verschoben, da ein großer Teil' der Darleheitsempfängcr eingezogen ist, die Rückzahlungen nur gering sind, und manche Verluste voll zu erwarten sind.. Jedenfalls hat die.Kasse sehr segensreich gewirkt und manch-.' sonst unhaltbare Existenz wieder in die richsigen Bahnen '.gebracht. Nach Beendigung des Krieges wird der gute Zweck der Kasse wohl noch mehr znr Gelttmg koyimen. «vtertta. Mowlreal lKanadal. Hier'fand eine . Beratung der führenden jüdischen Persönlichkeiten aus allen Teilen Kanada? statt. C l a r e n c e I. d e S o l a, der Präsident der Zion. Föederatton von Kanada, sMrte den Vorsitz. Die erste Resolution sprach die Hoffimng ans, daß-in. baldiger Zeft. die Juden jedes Landes die sakttsch'e Gleichberechttgung erhalten möchten. Eine andere Resolntton fordert/Vorkehrungen zu treffen, daß die Friedenskonferenz die Rechte der Juden sichere.-/ / Der Krieg ««d^die deutsche» Jude«. j Sheanlfntt a. M. Leo Strauß, Rödervergweg il, erhielt das Eiserne Kreuz. Frankfurt «.«. Joseph L-- Oppenheimer Teilhaber der jkartoffelgroßhandlung Gebr. Oppenheimer, wurde zum Unterzahlmeister befördert. . - Breslau. Martin Moses, Mudplf Münzer Breslau, Oberstabsarzt Dr. Paul Königsfeld-Kattowitz, AlexanderHeikbrunn und Fritz Lederer- 7 Rattbor erhielten das Eiserne Kreuz. Hamburg. Rechtsanwall Dr. Samson erhielt-das Mecklenburg-Schwerinsch'e Der dienst kreuz. Hamburg. Dr. Behrensohn würde zum./Leutnant befördert. ."-.'"""-7 - Haua«..Btzewachtmeister Salt Berbe'r'ich. Sohn von Sabrmon Berberich, erWelt das Eiserne Krenz. «Suche«. Major Wilhelm Friedmänn'wurde znm Ob erstleutuantund die Bizefelbwäbel Rud o iI Lang, Hermann Boze l, Otto BShm'nnb Max Wolf zu Leutnants befördert. '

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.