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Neue jüdische Presse · 1915-11-26 · Heft 46 (26.11.1915) · p. Seite 2

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
13 (1915)
Issue
Heft 46 (26.11.1915)
Date
1915-11-26
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2. lachen und DrMemc, die es behandelt, führen . muß. Diese hnndertnral bestätigte Erkenntnis hat die Cohen'sche Broschüre wieder in überzeugendster Weise von neuem bekräftigt. — m. — | ___ Verband der jüv. Zngeudvereine DevtschlaudS. . .Jüngst fand eine -B o r sta n d si tzü n g statt. Anwesend: Dr. Apfel, Leo Pasch, Siegbert Cohn, Sommer* Zienrat Stein, Justizrat Dr. Brodwitz, Frau Justtzrat Helene Meyer, Prof. Dr. Schaefer, Siegst. Brünn-Berlin, Dr. I. Kahn-Köln, Dr. A. Lichtenberg-Hannover, Dr. Edmund WeillStraßburg, Frl. Sidonie Werner-Hamburg, Lehrer Steinhardt-Magdeburg, Fel. Cora Berliner-Heidel- . berg, Dr. Kurt Alexander und Rabb. Dr. Paul Lazarus. Dr. Apfel gedachte der gefallenen Mitglieder und . fuhr dann fort: - Das Jüdische Problem beschäftigt uns in dieser Zeit wie nie zuvor. Ob nach dem Krieg die antisemitische Bewegung abflauen wird, oder nicht, läßt sich nicht entscheidend beurteilen.-Wir müssen nach Frisdensschluß bei nicht allzu krassen Fällen zunächst eine gewisse Zurückhaltung üben, um sestzustcllen, uvie sich die andersgläubigen Mitbürger gegenüber einem Wiedererwachen des Antisemitismus verhalten werden. Es läßt sich leider nicht verkennen, daß selbst in dieser , Zeit erhebliche judenfeindliche Strömungen vorhanden sind, und daß zahlreiche krasse Fälle von Zurücksetzung die Seele des Juden mit tiefer Bitternis erfüllen müssen; aber ebenso: sicher ist auch, daß die vielen Tausenden von jüdischen Soldaten, die sich im Felde musterglltig be- ■ währt haben, eine große Anzahl bisher Aiidersdenändcr zu einem überaus günstigen, jedenfalls aber zu meinem gerechteren Urteil über unsere staatsbürgerlichen /Eigenschaften erzogen haben. Nach dem Krieg wird wahrscheinlich bei den ersten antisemitischen Versuchen ein heftiger Meinungsstreit zwischen den christlichen Bürgern stattfinden, dessen Ausgang zunächst abzuwarten ist. Sehr wesentlich wird für die Stellungsnahrne des deutschen Volkes das politische Ergebnis des Krieges sein, insbesondere, ob das Reiche einen Zuwachs von jüdischen Untertanen erhält. Sollten sich aber unsere berechtigten Hoffnungen, die sich übrigens u. a. auf die ausgezeichnete Haltung der meisten höheren Militär- und Zollbehörden gründen, nicht erfüllen, dann werden wir rücksichtslos kämpfen müssen und zwar ohne jede Leisctreterei. Die zukünftige Entwicklung des inneren jüdischen Lebens vorauszusagcn, ist besonders schwierig, da wir vor allen Dingen noch nicht beurteilen können, mit welcher Gesinnung unsere Kämpfer zurückkehren werden; jedenfalls ist es geradezu erstaunlich, welche Wandlungen" in vielen jungen Juden draußen vor sich gegangen sind. Mit tiefem Bedauern muß sestgestellt werden, daß weite "jüdische Kreise genau nach der alten Schablone, als' ob nichts inzwischen geschehen sei, kleinliche innere jüdische Politik getrieben. Auf jeden Fall wird der Jugendverband nicht mit den in den letzten Jahren innerhockb der Judenheit hergebrachten Begriffen an die Arbeit gehen, ohne jede festgesetzte Meinung, ohne Vorurteil gegen irgend eine Richtung. Man hat die Behauptung ausgestellt, der Jugendverband habe während des Krieges „versagt. Im Gegen-, - teil, gerade während des Krieges hat er seinen schönsten . pnd glänzendsten Erfolg.-errungen, indem es. zum großen Teil einer unermüdlichen Erziehungsarbeit zu verdanken ist, daß die jungen Juden mit solcher Begeisterung zu de» Waffen eilten. Dr. Apfel trägt dann die Gründe vor, die die bisherige Zurückhaltung des Verbandes während des Krieges rechtfertigt, er empfiehlt aber, trotz mancherlei Bedenken, die sofortige Wiederaufnahme der Verbandsarbeit, vorläufig jedoch -nur in bedingter Form. Er deutet weiter an, daß sich, jetzt noch nicht überblicken lasse, ob der Verband nach dem Krieg in der alten Form weiter arbeiten könne; selbst derjenige, der im Jugcndverband nur eine rein neutrale Erziehungsorganisation erblicken wolle, müsse damit rechnen. Laß alle Päda- ' gogik nach dem Friedensschluß einen andern Inhalt erhalte. Ueber die Tätigkeit der einzelnen Jugendvereine liegt der Versammlung Bericht vor. Aus diesem geht hervor, daß die Mehrzahl der Vereine, trotzdem fast die gesamte ' männliche Mitgliederschaft im Felde steht,' gestützt auf die weiblichen und jugendlichen.. Mitglieder die Arbeit hat fortsühren können und besonders Kriegsaufgaben mit Erfolg in Angriff genommen hat. _ . In der Erörterung wurden die Gründe für die bisherige absichtliche Zurückhaltung des Verbands besprochen. Diele Gründe und die insbesondere von den westlichen Verbandsmitgliedern vorgebrachten Gegengründe werden den - ~ Verbandsmitgliedern in genauer Darstellung mitgeteilt werden. Es wurde mit ckllen gegen eine Stimme beschlossen, die Verbandsarbeit in einem den Kriegsverhältnissen entsprechenden Umfang wieder aufznnehmen. Das Verbandsbüro wird für die nächsten Monate nM-Heidelberg verlegt. Adresse: Frl. Cora Berliner, Heidelberg, Handschuhsheirner Landstr. 21*: . i Flavins Zoschhus rmd feine Zeit.*) Von Ahron Marcus. (Fortsetzung.) S. 161. Die Michnassajirn, Beinkleider, die — wahr- , . fcheinlich unter den Händen hellenistischer Abschreiber — *) Im vorigen Abschnitt waren zwei.Druckfehler: modern. statt morsten, Holzdeckel statt Golddeael. Frankfurter Israelitisches FamilienKatt. sich im Texte zu Meunachaseu verändert haben; waren keine solche , in europäischem Sinne, sondern eine: Art Pumphosen.' Nämlich: ein Schurz aus seinem Byssus um die Schamgegend, in den man wie in Beinkleider hineintrat; von Mrtte des 'Körpers (oberhalb der Lenden) bis zu den Hüfteii, wo er mit besondere» Bändern zugeknöpft wird. > (Neu!) Darüber Unterkleid bis zu den Knöcheln. Fest anliegend und enge Aermel; unterhalb der Achseln nmgürtet von 4 Finger breitem "Bande, Abnet, sein gewebt, der Schlangeichaut ähnlich (neu!). Darin Blumen aus Purpur, Scharlach, Hyacinth (Argamon, Schani, Techelet) und Byssus eingewcbt, Einschlag blos Byssus.' Hier ent-, scheidet er also über eine spätere Meinungsverschiedenheit, auf welche wir bei. dem Gürtel des Hohenpriesters zurückkommen. „Von der Brustgegend an, üin die es einigemal geschlungen und geknüpft (neu!) ist, wallt, es herab bis zu de» Knöcheln. (Neu!) Der Talmud'beschränkt sich aus den Bericht, daß es 32 Ellen läng war. Erst durch I o s c - p h u s wird begreiflichwas mit einer solchen Länge zu. geschehen hatte. „Bein» Opfer und Altardienste wirft.er es, um wicht von ihm behindert zu sein, über seine linke Schultet, (Ganz neu und beinahe selbstverständlich.) „In der Thora heißt es: Abnet, wir nennen es: hemjan" (nämlich in der üblichen aramäisch-babylonischen Ausdrucksweise).- S. 162. Von den Kleidern des Hohenpriesters sagt'er über den Gürtel, -aß er dieselben Farben wie . oben erwähntes Band zeigt, aber noch dazu mit Gold ge-, stickt ist. Wir finden nun (Joma 6 a) eine Meinungsverschiedenheit zwischen R. 'C hijä's Söhnen und Ri Jochan a». Nach einer Ansicht bestehstder Gürtel des gewöhnlichen Priesters nur aus Byssus, der des Hohenpriesters noch dazu aus Purpur, Schalach und Himmelblauwollen; nach der andern äst kein Unterschied zwischen beiden. Wir haben daher keine Handhabe, Joseph ns Schilderung eines von ihm selbst getragenen Kleidungsstückes anzusechten. Ueberhaupt muß tzuan sich vor Augen halten, daß der Talmud bei/.allen Dissertationen über Gesetze, die im Exil keine Anwendung finden, sehr häufig die Frage stellt:' .Hilchata limschicha? Ist die Entscheidniig dieser Frage etwa für den Messias bestimmt?" Das heißt: Dieser wird sich schon selbst zu helfen wissen. Da liegt auch einer der Gründe, welche den großen R a b e d bewogen haben, gegen das System des großen Maimonides Einspruch zu .erheben, das Gesetz in seinem ganzen Umfange von 613 Geboten für alle Zeiten, auch für die Zukunft festzulegen. Den Anfang dazu, um den Talmud gänzlich abzuschlicßen, hatte R. Achai von Schebcha in seiner PentateucherUärung „Schciltot" gemacht, dem einzigen Werke, in welchem noch kein Fehler entdeckt werden konnte. Merkwürdig genug uns von wahrem Prophetengeiste zeugte, daß sein Werk etwa zehn Jahre vor der Entstehung der. Karaitensette geschrieben wurde-. 3 Jahrhunderte später verfaßte R. Isaak Al-Fasi (vulgo Rif) sein noch berühmteres Talmudcompendium, worin mit Ausschluß aller 'Abhandlungen und Agadas nur das gebracht wird, was als abgeschlossene Entscheidung für die im Exil anwendbaren Gesetze nötig ist. Ihm folgte sein Schüler Maimonides mit seinem Riesenprachtbau. Kehren wir zu Josephus. zurück. Das Unterkleid Chetvmene-Kutones erklärt er von Chiton-Byssusgeflecht. Wird Massabazones genannt, Verstümmlung von Taschbez, meschubbezes. Masnaöniphtes-Mznefeth runder Turban, der nur etwas mehr als.chglbes Haupt bedeckt, kranzartig dicke Binde aus Leinen zusammengedreht, am Rande Vst gefaltet und gesteppt. Darüber ein Tuch befestigt, das bis zur Stirn herabhängt, die Nähte und das./Unschöne der Binde verbirgt, dicht anliegt und gut befestigt, damit es nicht herabfällt. (Barhäuptig zu gehen war im Tempel verboten.) Die Traditio »»--bringt keine Einzelheiten über diese Kopfbedeckung. So verläßlich Josephus hierbei ist, um so ausfallender ist sein Bericht über die goldene dreifache Krone, die die Stirn des Hohenpriesters umgibt und die Schläfen und das Hinterhaupt umfaßt mit goldenen Knospen ähnlich denen des Hyosciamus, den er mit der Ausführlichkeit eines modernen Botanikers beschreib tr--Aber was soll die Krone bedeuten? In der Thora steht ebenpwrn'g etwas davon wie im 'Talmud. Sie als sein Phantasieaebilde zu betrachten, geht auch nicht, gut an. Dorn an der Dtirn hat sie 'keine Knospen, sondern trägt die,goldene Platte (Ziz) mit 'den heiligen Schriftzejchen des gött--. lichen Namens. Die einzige Erklärung, die ich dafür finden kann, ist die/ daß'die Hasmonäer seit Jochanan Hhrkanos, der sich die Königskrone aufsetzte und Königtum mit Hohenpriestertnm vereinigte, -dieselbe auch beim Dienste im Tempel trugen. Mt der Traditton stand Hyrkanosals Säterer Sadducäer überhaupt nicht auf bestem Fuße. weitens hatte er ein umgekehrtes Praezedens von seinem Vorfahr Juda M'alkabi, der nach der Reinigung.des Tempels in seiner Armut, da alles Gold geraubt war, wie die Tradition berichtet, anstatt des goldenen Leuchters einen siebenartuigen aus Zinn (biäaz) aufstellte, woraus gefolgert wird," daß das Gesetz, das dafür Gold vorschreibt,7 mchi obligatorisch (rneakew) ist; er nahm sich daher umgekehrt die Freiheit, auchim Hohenpriesterornat die Krone zu tragen. Außerdem trug nach der Traditton der Hohepriester auch die Tefilftn zwischen Köpsbinde und Stirnblech/ obwohl die Tcsillin schel jad am Oberarm beim Dienste nicht getragen werden durften als Chazizah (störender Fremdkörper) zwischen Kleid und Arm. Ferner berichtet Maimonides von einem Käppchen (Kepha) zur Befestigung des Stirnbandes, das ebenfalls in den Vorschriften nicht erwähnt ist. So berichtet das Makkabäerbuch, daß der König Alexander Balas im Jahre 160 der Sei. 3609 den Jonatßan zum Hohenpriester ernannt und ihm eine goldene Krone gesandt habe. Diese Krone mag durch die Hasmonäergenerationen getragen worden sein, bis Hyrkanus der Letzte die Königswürde Nr. 46 verlor und bloßer Ethnarch wurde. Was däiy, späte» in dem Wirrsal der Heradianerwirtschaftgeschah. entzieht sich^ der Vermutung. —. (Fortsetzung folgt.) '/ / * . ' . - .... J . Aus aller Wett. OefterretchsUustar». Me». An den Justiz minister ging felgendes Schreiben ab: : - — Die organisierte zionistische und nationale Judenschaft Oesterreichs tu uterBreitet Ew. Exellcnz im Nachstehenden folgenden krassen Vorfäll auf den» Gebiete des g alizisch en-Justizw esens mit-der-ergebenen Bitte, hochgeneigtest entsprechende Maßnahmen zwecks Verhinederung von Ausschreitungen, die zur Verhetzung gegen die Inden beizutragen geeignet sind, treffen zu wollen. . - Am 7. Oktober 1912 hat vor dem Kreisgerichte in Ncu-Sandoz die Hauptverhandlung gegen den Juden Baruch Stöger wegen Verbrechens der Verleumdung stattgefunden. _ In seinem Schlußantrag verstieg sich der Vertrete» der Anklage Staatsanwaltsubstttut M a r s z a l i k vor einem zahlreichen Auditorium zu folgender Expektoratton: „Die Ethik der Gemeinschaft, zu welcher der-Ange klagte Stöger gehört, ist nicht die Ethik, des Christentums, welche auf dem Grundsätze „Liebe deinen Nächsten, wie dich, selbst'" beruht. Im Gegenteil, lehrt doch, de» Talmud, daß die Rache an dem Goj eine gerechte Sache ist. (Er gebrauchte den polnischen ylnsdruck „godziwa".) Von der völligen Unrichtigkeit der staatsanwaltschaftlichen Zitates abgesehen, ist diese * deplazierte Behauptung des Staatsanwaltsubstttutes Marszalik geeignet/ Haß und Verachtung gegen die Judenschaft, als eine gesetzlich anerkannte Religionsgcsellschaft in nicht jüdischen Bevölkernngskreisen zu erzeugen und gegen die Juden aufz»»hetzen. Eine solche agitatorische und verhetzende Tätigkeit ist Staatsbeamten überhaupt und den Mitgliedern der Staatsanwaltschaft, die. für die öffentliche Sicherheit zu sorgen haben, insbesondere gesetzlich untersagt. L)ie inkrimierte Aeußerüngen des Staatsanwaltsubstitutes hat auch Inicht verfehlt bei den jüdischen Zuhörern und der jüdischen Bevölkerung von Neu-Sandez Unwillen, Entrüstung und peinliches Aufsehen zu erregen. Dieser unliebsame Vorfall hat aber auch dadurch eine Berschärfniig erfahren, daß der Vorsitzende der Verhandlung, der k. k. Landgerichtsrat Nowak, die erwähnter Ausführnngcn des Staatsanwaltsubstttutes Marszalik ruhig angehört und widerspruchslos hingenommen hat, ohne selbe als unstatthaft zu rügen und gebührend zurückzuweisen. Ueber die Tragweite und die Folgen solcher Redeexzesse eines Staatsanwaltsubstttutes im öffentlichen, Gerichtssaal dars man sich keiner Täuschung hingeben, sie sind schon häufig genug verhängnisvoll für die Juden gewesen. Den geschilderten, tatsächlichen Vorfall können die HerrenDr. Berthold Stern, Advokaturskandidat, ferner der Verteidiger des Angeklagten Advokat Dr. Julius Chodacki, R. Borgenichi, Bürger und Schmajc Schußm alle iu Neu-Sandez, von denen der letztere als Zuhörer der Gerichtsverhandlling entrüstet über die . Ausführungen des Staatsanwaltsubstttutes Marszalik ausrief: „Es ist ein Skandal!" und den Gerichtssaal verließ. Indem diese grobe Ungehörigkeit"zur Kenntnis Euerer Exzellenz gebracht wirb, wird glcichzeittg die ebenso ergebene als dringende Bitte gestellt: den geschilderten Vorfall schleunigst und unparteiisch erheben zu lassen, die genannten Justtzfunktionäre zur strengen Verantwortung zu ziehen, die aufhetzeudei» Ausführungen des Staatsanwali- Süstitutes Marszalik zu ahnden, den Vorsitzenden der Gerichtsverhandlung wegen der begangenen Unterlassung gebührend zurechtzuweisen und geneigtest die entsprechende Verfügung zu treffen, damit in Hinkunft derartige Ausschreitungen im Gerichtssaale sich nicht wiederholen. . Ergebenst Dr. Sari Polka! , Präsident des Exekutivkomnees der Zionisten Oesterrreichs. Dr. B enn o Strauch er Reichsrats- und Landtagsabgeordneter. , Ingenieur Robert Stricker Obmann des „Jüdischen Nattönalvereines in Oesterreich ". DLuemark. > Kobenbageu. Das Zion. A k t i o n s k o m i t e e erläßt folgenden Schekel-Aufruf: Wir betrachten es heute als »m/ere wichttgste Aufgabe, uns sorgfältig auf alle die Möglichkeiten vorzubereite», die sich a»ls den gegenwärttgen Verwicklungen für die Zukunft unserer Bewegung und des jüdischen Volkes crgeben'können. Wie die Dinge sich aber auch immer gestalten mögen, eines ist sicher: die Stimme der Zionistischen Organisation wird nur dann gehört werden und von .Bedeutung sein, weiin.das Actions-Comitee darauf Hinweisen kann, daß die Zionistische Organisation wirklich Massen des jüdischen Volkes vertritt. Mehr als je ist es daher notwendig, mit allen Kräften dafür zu sorgen, daß die Zähl/der organisierten Zionisten in 'diesem Jahre eine imponierende Höhe erreicht. Die Sammlungen für das Jahr 5675 müssen abgeschlossen werden. Wir bitten die zionistischen Landescomitees dringend, die nächsten Wochen zu intensiver Schekelarbeit anszunutzen, und weisen darauf-hin, daß die bevorstehenden Chanukkahtage und - Makkabäerfeiern hierfür besondergünstig verwendet werben können. " - '

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