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Neue jüdische Presse · 1915-10-15 · Heft 40 (15.10.1915) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
13 (1915)
Issue
Heft 40 (15.10.1915)
Date
1915-10-15
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Ideale des Guten und "Sittlichen bewahren will, unabweisbares Bedürfnis,. sich" von Zeit zil Zeit in seinem Geiste wieder in Zeiten ulld Kulturzustände zu versenken, da noch Friede und Eintracht die Welt regierte und an »Stelle des Machtprinzips das andere, höhere und größere.Prinzip des Geistes, der Liebe in Geltung stand. Wir Juden besonders, seit "Jahrtausenden die ausgesprochensten!und schärfsten Gegner aller Machtprinzipien, deren ganzes Dasein ein flainmender Protest gegen alle Herrschaft der nackten Macht, der starken Faust war, die wir unsere Existenz einzig und allein der Stärke unserer geistigen und sittlichen Kräfte verdanken, — wir Juden empfinden dieses Bedürfnis besonders stark. Und welch anderes Volk hätte auch solch reiche Zufluchtsstätten, in die es sich vor dem Anblick der gegenwärtig herrschenden sittlichen Anarchie flüchten könnte?; Welch anderes Volk hat eine solche an sittlicher Reinheit und geistiger Größe reiche Geschichte wie die unsere, in . die sich zu versenken den stärksten Trost gegen die Leiden der Gegenwart gewährt?! Und so ist es uns seeliches Bedürfnis, gerade in diesen Monaten mit besonderer Liebe und Pietät unserer großen Weisen und sittlichen Helden zu gedenken, die unsere 1800jährige Diasporageschichte in so großer Zahl aufweist; und immer wieder sich die Art der.Lebensgestaltung, der Denk- und Empfinduugsweise unserer großen Denker und Rabbinen zu vergegenwärtigen, die durch ihr Sein und Wirken bewiesen haben, baß neben, der Macht auch die Liebe, neben der Gewalt auch der Geist die Welt regiert. In diesen Tagen drängt sich uns Da die Erinnerung auf an einen solchen großen Weisen und sittlichen Helden jener reichen, tiefen Welt des jüdischen Ghettos, die heute in Westeuropa für immer entschwunden ist, an einen Rabbinen, der in seiner Wesensart und Lebensjührung, in seinem Tun und Wirken vorbildlich ist für die Art der jüdischen Lebcnsgestaltuug, und seit dessen Hingang geraöe in diesen Wochen 85 Jatne ihren Kreis schließen: Rabbi Moses-Tobias Sondheimer s. A. Es ist nicht viel von den äußeren Lebensereignisscn dieses großen Rabbinen zu berichten. Wie es. aber für alle Großen unseres Volkes typisch und kennzeichnend ist, daß von ihrem äußeren Leben wenig zu erzählen ist, weil eben ihr ganzes Sein und Tun nicht aus die Erlangung äußerer Glücksgüter, sondern ans die inneren Reichtums und sittlicher Größe hinausging, — so bejchränkteu sie alles äußerliche Streben ihres Lebens auf ein Minimum, das eben noch zur Existenz ausreichend mar, und konnten dann mit allen anderen Kräften ihres Geistes und Charakters umso unermüdlicher an der Erreichung ihrer großen sittlichen Lebensziele arbeiten. Rabbi Moses Tobias ivar zrr Sontheim (bei Heilbronns geboren und kain schon als kleines Kind zur Erziehung zum bekannten Rabbiner. Rabbi Naftali Hirsch, Kazenellenbogen in Mergentheim, dem späteren Rabbiner der Hamburger Gemeinde. Dort blieb der Knabe bis zu seinem 16. Lebensjahre und ging dann nach Fürth, wo | er in der berühmten Jeschiwoh des großen Rabbi Joseph Stcjnhard sich in seinen talmudischen und halachischen Kenntnissen vervollkommncte. Dort schloß er auch Jngendsreundschaft. mit dem späteren berühmten Nikolsburger Gaon Rabbi Mordechai B a n e t h , die beide für das ganze Leben hin verband. Mit .19 Jahren war der Jüngling bereits so reich an Wissen und Gelehrsamkeit, daß ihn sein früherer Erzieher Rabbi Kazenellenbogen als Dajan zu sich nehme» konnte; er blieb aber nur kurz in dieser Stellung und ging bald als 'Rabbiner nach Leiinan (Pfalz). Aber auch hier mar seines Bleibens nicht lange, und der Grund, der ihn von hier fortziehen ließ, ist in seiner schlichten Größe und Selbstverständlichkeit jo überaus charakteristisch für das» Wesen. dieses Mannes, so charakteristisch zugleich für das Wesen des jüdischen sittlichen Helden überhairpt. In seiner Gemeinde öffnete > ein vom ausklärerrischen Geiste der Zeit ergriffener Jude sein Geschäft am Sabbat. Rabbi Moses Tobias gab hierauf sofort sein A>nt auf und verließ die Stadt. Aber indes war sein Ruf als bedeutender junger Gelehrter, der für die Zukunft Großes versprach, schon weit hinansgedrnugen, und die alte berühmte Hanauer Gemeinde bot ihm das Rabbinat an. Er ging nach Hanau und verblieb daselbst bis an sein Lebensende durch '35 Jahre hindurch als Rabbiner. Viele größere und reichere Gemeinden i wollten ihn zu sich berufen, pr aber .blieb mit jener Treue, und Liebe, die unsere großen Rabbiner charakterisiert, seiner Gemeinde treu und wies alle Anerbie- | lungen ab. Damit war der äußere Lcbensgang Rabbi Moses Tobias abgeschlossen; für das Minimum der äußeren Lebensgrundlage war gesorgt, und alle freigebliebenen I reichen Kräfte seines Geistes und Charakters wurden nur einzig und allein auf die Erreichung des inneren, sittlichen! Daseinszieles verwandt. Zwei große Prinzipien beherrschen fortan das Leben und Schaffen des Gelehrten; jene zwei Prinzipien, die in ihrer Berschmelzusng den tiefsten Gehalt jüdischer Wesens- :und Lebensart bilden: das Prinzip des . Geistes und . das der Liebe. Geistige Arbeit auf der einen Seite, Liebestätigkeit auf der anderen, darin ging fortan all sein Tun und Wirken ans. Und von '•Natur aus reich begabt, scharfsinnig und vielumsassend in seinem Geiste, unermüdlich und rastlos in feinem Fleiße, unabhängig und zielbewußt in seiner Energie, rein und lauter in seinem Charakter, vorbildlich und ergreifend in seiner Güte, ward es ihn: vergönnt, ans beiden Bahnen seiner Lebensarbeit, weit zu gelangen und Großes, zu | erreichen. gtattlfutter Israelitisches Familienvlatt. In seiner geistigen' Wirksamkeit als Talmudist und Halachist zählst er zu den Großen seiner Zeit. Bon seiner Bedeutung macht man sich eine Vorstellung, wenn man die Briefe liest, die die größten talmudischen Autoritäten der Zeit.an ihn gerichtet habe». .Der große Gaon, der Fürst Israels, der Vater des jüdischen Exils nennt ihn der große Chasmn-Sofer, und man iveiß, wie reserviert und selbstbewußt gerade dieser geniale Weise in seinen Lobsprüchen zu sein pflegte. Als im berühmten Hamburger Tempelstreit das Hamburger Rabbinat eine Sammlung der Gutachten der berühmtesten rabbinischen. Autoritäten der Zeit herausgab (unter dem Namen Eleh diwreh habris), da befand sich unter den ersten Gutachten auch dasjenige des Rabbi Moses Tobias, das durch seine scharfsinnige und wuchtige Widerlegung aller Resormbestrebungen, zugleich aber durch die Güte und Mlde seiner Beurteilung des Gegners, durch seine Mahnung zur Eintracht und Frieden auch heute noch auf den Leser großen Eindruck macht. Welche Wirkung es in seiner Zeit gehabt hat, beweist der'? Umstand, daß in der Erwiderungsschrift, die die Reformer auf diese Gutachtensammlung Herausgaben, gerade das Gutachten des Rabbi Moses Tobias besonders eingehend behandelt wird. Denn abgesehen von der zwingenden Logik und seltenen Prägnanz seiner Beweisführung zeichnete es sich durch Schönheit imb Klarheit des Stils -aus, und überdies konnte man Rabbi Moses Tobias nicht gut Einseitigkeit und Weltfremdheit vorwerfen, da er auchl als Mann des profanen Wissens galt und nicht nur ein klassisches Hebräisch, sondern auch ein gutes Deutsch schrieb. Und was der Hamburger Tempelstreit an einem historisch berühmten Fall zeigt, wiederholte sich in minder wichtigen Fällen tagtäglich: Bon allen Gauen und Gemeinden Deutschlands, ja auch von anderen Ländern richteten unzählige halachische Anfragen an Rabbi Moses Tobias, wandten sich Verfasser und Autoren an ihn mit der Bitte um eine Urteilsfällung über ihre Werke, in Hanau selbst hatte er eine große Jeschiwoh, und neben all diesein blieb der Hauptteil seiner Zeit und Tätigkeit doch der stillen, tiefen Versenkung in die halachische Literatur, der Abfassung eigener bedeutsamer Werke gewidniet. Nicht minder groß und erfolgreich war aber auch seine Wirksamkeit in seiner rastlosen Liebestätigkcit. Unermüdlich war er in seiner Wohltätigkeit und Menschenliebe; die Schüler seiner Jeschiwoh beköstigte er auch lange Jahre hindurch aus den eigenen Mitteln seines spärlichen Gehaltes, bis die Gemeinde die Fürsorge für die Zöglinge übernahm. Armen zu helfen. Kranke zu trösten. Leidende zu stärken war ihm zur jeder Stunde seines Lebens heiligste Pflicht. Die grenzenlose Liebe und Verehrung, >mit der seine Gemeinde und weit darüber hinaus die Juden der gesamten Umgegend an ihn hingen, zeugt mn besten von seiner Güte und Liebe; denn nur wer die Menschen liebt, ivird von ihnen wiedergeliebt. So lebte er, schlicht und einfach, still und bescheiden, rastlos tätig und doch fern allein äußeren Lärm des Tages, unermüdlich wirksam und doch ei» Feind alles äußeren Hastens, ganz auf Menschenliebe und Geistestätigkeit eingestellt, zeitlebens nur von dem einen Wunsche beseelt: sittlich reiner und vollkommener zu werden, ein immer besserer Mensch und Jude, ein immer besserer Diener Gottes; in seinem Lehren wie in seinem Wirken, in seinein Denken und Empfinden der wahre Vertreter und Typus jener heute so seltenen Art jüdischer Weisen und Rabbinen, die in ihrem Wesen die lebendige Verkörperung der reinsten und höchsten Lehren des Judentums darstellen. Als Rabbi Moses Tobias ani 5. Tischri des Jahres 6591 (1830) dahinschied,; da trauerte Israel in der Tat um einen seiner „Fürsten", wie ihn sein großer Freund, der Chasmn-Sofer, genannt hatte. Durch eine ungünstigc Verkettung der Umstände sind die Schriften des Rabbi Moses Tobias, die bleibenden Zeugen und Denksteine seiner Größe, bis heute noch nicht verösfentlicht ivorden. Jetzt aber solle» die Schriften ans Veranlassung der Urenkel des großen Rabbiners, der Brüder Sondheimer, in Druck erscheinen. * Die Werke umfassen im wesentlichen eine Sammlung von Abhandlungen über alle Sidrmis und Haftanraus des Chmnesch, eine ziveite Saiymlnng tälmndisch-halachischer Arbeiten und einen Band von Responsen. Wie ein seltsamer Lichtstrahl aus einer ferne», fernen. Zeit mag manchen dies Bild des Lebens und Wesens des Rabbi Moses Tobias gerade in diesen ' Monaten anmuten. Stärkerer Kontrast zu dem Charakter dieser blutigen Zeit ist nicht denkbar. Gerade dann aber ist es so gut .uub notwendig, immer wieder zu diesen Kontrasten znrückzukehren und sich in das Wesen jener entschwundenen Welt des jüdischen. Ghettos 511. versenken. Man wird daraus die Ueberzengung immer wieder entnehmen, daß neben aller Gewalt und Ungerechtigkeit, die im .Erdenleben vorhanden ist, doch auch die großen ewigen Prinzipien des Geistes, der Liebe, der Gerechrechtigkeit immerdar wirken, und, mehr als dies, schließlich doch iiber alle Widerkräfte des Bösen und der brutalen Macht triumphiere». Wle Nationen der Geschichte, die ihr Dasein ans die Macht gegründet habe», sind nntergegangen, unser kleines Jndenvolk aber, dessen Dasein aus den Prinzipien des Geistes und Liebe ruht, existiert noch heute: der stärkste Beweis für denschließlichen Trinmpf des Sittlichen in der Welt, den die Weltgeschichte kennt. Und was tut in diesen Tagen uns mehr not, als immer wieder unsere lleberzeugung von dem schließlichen Triumph des .Guten über des Bösen, der Sittlichkeit über die Anarchie, dc-3 Geistes über die Gewalt, der Liebe über die Macht, um zu stärken und Lu beleben. Aus aller Welt. Amerika. Rew-Aork. Das „Jüd. Tagblatt" richtet einen „Offenen Brief an unsere B rü de r i u Europa," in dem es warnt, in dieser für das jüdische Volk so kritischen Zeit zu viel von de» Inden Amerikas zu erwarten. Erst müßten die Juden Amerikas selber eine Zentralorganisatio» schassen, die sie vertritt. Die Leute, die jetzt als Vertreter Der Juden Amerikas auftreten, haben kein Recht dazu, denn nur beschränkte Kreise haben sie gewählt, und da sie keine Fühlung mit dem jüdischen Bolksganzen haben, so seien sic auch nicht befähigt, die schwierigen Gcgewvarts- und ZukunstSsragen des jüdischen Volkes zu lösen. Die Schaffung einer Zcntrcilorganisation sei in Vorbereitung. Ecfci Trauring-Eck ftrankfnrt a. M » Trierische Gasse 31 Eeke Töogesgasse,vls-ä-vis d. Hasengasse. Fr. PletSSCb, nndGoUtobeiter. Der Krieg und die deutsche» Jude». Frankfurt a. M. Herrn Feldrabbiner Dr. Salzberger ist zu gleicher Zeit mit dem katholischen und dem protestantischen Feldgeistlichen uns dem Kriegsschauplatz von dem Kronprinz das Eiserne Kreuz überreicht worden. Berlin. Osfizierstellvertreter Willy Königsberger und Gefreiter Eduard Lesser erhielten das Eiserne Kreuz. Breslau. Max Frankel-Breslau, Willy Prager- Königshüttc, Adols Stitzky- Gr. Dubensko und Erich M o d e--Wongrowitz erhielten das Eiserne Kreuz. Wallertheim. Bizefeldwebel Fritz Beckhardt, Besitzer der hessischen Tapferkeitsmedaille und des Eisernen Kreuzes 2. Kl., erhielt das Eiserne Kreuz 1. K l. Stratzburg. Hier wurde Major Max HollerSaum aus München zu Grabe getragen. Er gehörte von 1870 bis zu seiner 1905 erfolgten Pensionierung dem bayerischen Heere an und meldete sich niit Ansbruch des gegenwärtigen Krieges wieder zum Dienst. Rexingen. Fliegerleutnant Joseph Zürn dar fer, Besitzer der Württembg. Tapferkeitsmedaille und des Eisernen.Kreuzes 2. Kl. und vorgeschlagen zum Eisernen Kreuz 1. Kl., fand den Heldentod. Berlin. Der 18 jährige Kriegsfreiwillige Walter Z a d i g ivurdc zum L e n t n a n t befördert. Zweibrücken. Salomo» Loed, ein Veteran von 1870/71, hat acht Söhne unter der Fahne stehen. Beerfelden. Saly Salomon erhielt das Eiserne Kreuz. Göppingen. Arthur Simon ist zum Leutnant befördert worden. Würzburg. Proviantamtsinspektor Leonhard Werthei in e r erhielt das baycr. M i l i t ä r v e r d i e n st - kreuz 1. Kl. mit Schwertern. RegenSbnrg. Asststenzarzt Dr. Wilh.. Bloch «hielt das bayer. Militärverdienstkreuz 1. Kl. und Selmar Neuburger das M i l i tä r v e r d ie nstkrenz 3. Kl. mit Kronc und Schwertern. Wronke. Am 14. September 1914 wurde bei Lublin dem Wehrmann Leiser von hier durch ein Dumdumgeschoß der rechte Arm schwer verwundet. Er geriet hier-' auf in russische Gefangenschaft und wurde mit anderen Leidensgcnosscn auf blanker Diele in Eisenbahnwaggons über Moskau und Tambow »ach Sibirien gebracht. Da die russischen Aerzte iocnig Kenntnisse besitzen und sich überhaupt um die Schwerverwnndeten wenig kümmerten, starben viele auf der 2t Tage langen Fahrt. Eine Station vor Wladywnska wurden die Verwundeten ansgeladen. Sonst hatten sie sich über schlechte Behandlung nicht zu beklugen. Auch koiniten sic sich durch freiwillige Arbeiten etwas verdienen. Leiser' ist als Austanschgefangcner in einer 28 tägigen Reise ühxr Schweden wieder in seine Heimat gelangt. Wien. Blochs „Oefierr Wochenschr." weist in ihrer letzten Nummer folgende Tapscrkeitsanszeichnungen an Juden aus: 5 Ritterkreuze des Franz Joseph-Ordens, 8 Militärverdienstkreuze 3. Kl., 8 silberne, 56 bronzene Signnmlaudis, 21 goldene und 24 silberne Verdienst kreuze, 3 goldene, 23 große, 47 kleine silberne, 66 bronzene Tapserkcitsmedaillcn. Wie«. Feldrabbiner Dr. Lemberger schreibt über den gcsallenen Honved Martin Fried in a n n ans N y i r e g y h a z a: „ . . . . Ich wurde mit ihm zuerst anläßlich eines Gottesdienstes bekannt. Bald entwickelte sich zwischen uns ein kleiner talmndischer Disput. Die Jahrhunderte alten Bäume der Horrisoner Wälder mochten wohl gestaunt habe», als inmitten von Geschützdonner und Gewehrgeknatter über halachische Fragen disputiert und eine Dezision des Chassam-Soser ans dem 6. Bande seiner Rcsponscn, welche sich ans den Krieg bezieht, zitiert ivird von Akenschen, die noch vor einer halben Stunde im Schützengraben lagen. Friedmann hat am liebsten talmudischc Zeitschriften zur Lektüre gewählt, in den freien Minuten, die er im Schützengraben hatte, las er gerne in ihnen. Ich hatte schon immer eine Freude, wenn ich zu den Aeltern zur Abhaltung eines Gottesdienstes kam und ihn wieder-Jehen und mit ihm sprechen konnte. Seine Vorgesetzten lobten immer sein Pflichtbewußtsein, seine Ausdauer, seine Tapferkeit und seinen Heldenmut. Jüngst wurde er auch für die Tapscrkcitsinedaille in Vorschlag gebracht."

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