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Neue jüdische Presse · 1915-09-21 · Heft 37 (21.9.1915) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
13 (1915)
Issue
Heft 37 (21.9.1915)
Date
1915-09-21
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Ettäl 37. Nr. 37 ergkk die iud >j >er Äv on. Dl en sogl e Preß \i cinjc »s .fein . die fit >cs jüb, frage, « cheii ii Zhalb über di e Jude cht. renz t« ien. D reß uo Lage ies. Dr. Levy erinnerte zu Beginn seiner Rede an die Jl ewiim beim Bau des zweiten Mikdosch mit den Massen sttz > der einen und den heiligen Geräten in der anderen and, und in der Tat erinnerte sein Baaltekoah mit dem citengewehr an der Linken, das Schaufor in der rechten and haltend aufs lebhafteste daran. Dr. Levy hat übrigens alle dreimal, den ersten Abend ad beide Tage morgens, wundervoll gesprochen und läßt ch hoffentlich dazu bewegen, diese Predigten in Druck i geben. Bon der Etappeninspektion waren ihm Lebensmittel ach.Belieben zur Speisung der Soldaten zur Verfügung Dllt worden, so daß alle drei Tage gemeinsame koschere peisung .stattfand. Das Arrangement hatte Unterossier Steinberger, ein Bruder des Kissinger Chasons, mit oci Hilfskräften übernommen. Es gab jedesmal Reisder andere Suppe, Fleisch mit Kartoffeln und Gemüse der Kompott. Infolgedessen konnten sich die Soldaten »ch körperlich stärken. Einer der zahlreich vertretenen V. . Ster war so aufgeregt, nach 12Vä Monaten zum ersten!al wieder in einem Bett zu schlafen — ich hatte ihn meiner früheren Wohnung einquartiert , daß er wächst nicht schlafen konnte. Auch die sauberen Tisch- „ Estg idjer und die zu Rausch-haschonoh ^gestifteten Blumen! selbtz achten einen sehr starken Eindruck. Der Vollständigkeit alen I, alber sei erwähnt, daß ein jüdischer Leutnant aus Münrustreti ictt in völlig fehlerfreier Weise .vorbenschte. Ich habe >tie_n H och niemals so häufig „Neworech elaukeinu" gebenscht ist ni je in diesen drei Tagen. Sehr angenehm war durch en La> je fast ausschließliche'Vertretung Süddeutschlands, Laß n nicht ge oren konnten und von den durch die freie Bereinigung hfu- .! -schickten Machsorim und Tefillos reichlich Gebrauch prel sei achten. Im Uebrigen vollzog sich das Amensagen sowie und G, ges Sonstige mit militärischer Ordmmg, was min Nach- LoyGjl war. Wenn ich ganz allgemein auch schon früher den Einmck hatte, daß durch den Krieg nur solche schlechte uden werden, deren Judentum innerlich grundfaul war, > haben mich die drei Tage von neuem davon überzeugt, aß die meisten ihr Judentum nach dem Kriege viel stärker ertreten werden und sich viel inniger als.Juden fühlen nd als solche betätigen werden, als bisher. Für mich selbst längte sich aber jedesmal beim Anblick jo vieler und beeisterter Juden der Wunsch auf: Ein solch Gewimmel möcht ich sehn auf freiem Grund mit freiem Volke stehen. ire eln. ttn. Quent, nde Brii rä zu fo iterten t > liämlii and bim herrscht : aus di alle ai oßherze sau. n Zioiv hatten rkwürdß iien.Bn n beglü, 'wesen } ruhig g sein und t werde— Mittwo rer M nmt. r Bert des © Stelle iz so >er die uann von o! 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Unterricht zu nehmen. .So mrden in jedem Jahr Kurse in Handelsfächern, neueren prachen, Literatur, Nähen und Schneidern veranstaltet, ad es fand ferner Religionsunterricht mit Beziehung auf ie Forderungen unserer Zeit statt. .Für die Gesundeitspslege sagte eine Wander- (und eine Turnabteilung, mnb für den geselligen Verkehr wurden die Freitag-Abende nd die freien Sonntage vorgesehen. Die 150 Besucherinnen des Heims haben vielfach verichert, wie wichtig und wertvoll ihnen der Anschluß au iese Einrichtung geworden ist, ihrem Leben Kraft und Inhalt zu geben. Vielfachen Wünschen besonders äus den Kreisen der lern der erwerbstätigen weiblichen Jugend entgegenommend wird die Ortsgruppe Berlin am 1. Oktober cses Jahres ein W o h n h e i an, R o s e n t h a l c r - raße 40/41 (Aufgang H., Durchgang 6), für solche Kädchen eröffnen, die allein'in der großen Stadt m Erwerbsleben stehen und, unbekannt mit den.hiesigen Verhältnissen, vielen Gefahren ausgesetzt sind. Das Heim soll zunächst über 10 Betten verfügen, für »Wie der Preis mit Frühstück und Freitag Abendbrot inkl. .eWlubbeitrag 17 Mk., 50 Pfg. bis 20 Mk. betragen soll. Anmeldungen, schriftlich und mündlich, werden im Heim atgegengenommen. Grotzbritauuieu. ei von jeder oon einen Schal London. Der englische Gewerkschaftskongre mhm einstimmig eine Resolution zu Gunsten der Judenemanzipation M und beauftragte seine Parlamentsvertreter, für di hechte der Juden jener Länder, in denen sie unterdrück i"d, einzutreten. Am 12. September tagte in Leeds eine stark bc uchte jüdische Arbeiterkonferenz^ die nationale Gleichberechtigung md Einwanderung der Juden nach Palästina als zu -osung der Judenfrage nötig erachtete. I. A. K. ei« ei« Frankfurter Israelitisches Fanrilienblatt. Seite 3. Frankf trt>r Milcrkuranstalt unter Kontrolle des ärztlichen Vereins SehwnribargNtr. 2—6 T*L: Han»» 1166 einstge Fr&nk’urtg, » elohe ansschlie-'SUoh : keimarme K*rmilch 11—: : nnr fcne Mi» h'd**r -1-n^n StaVnng liefert. I Der Krieg und die deutschen Juden. Frankfurt a. M. Der K- C verze chnet >n der letzten ßtmnmer seiner Monatsschrift den Heldentod folgender Bundesbrüder: Referendar Alfred Meyer-Bochum, Rechtsanw. Gustav. Bernhardt-Berlin, cand. jur. Fritz Ehrlich-Hcilbronn, Dr. Joseph Neustadt- Breslau, Chemiker am Kaiser Wilhelm-Institut zu Dahlem, und Referendar Eugen August-St. Ingbert. 147 Bundesbrüder erhielten bis jetzt das Eiserne Kreuz. Berlin. Fritz Orenstein, Dr med L Pineussohn, Assistenzarzt Dr. Bruno Stein, Arthur Friedlaender, 'Julius Hirschfeld, Heinr. Wolfsohn, Bernh. Lichten st ein, Dr. Max Wolfram, Bataillonsarzt Dr. Willy Hirsch lass, Fritz Kahn, Feldarzt Dr. Werner Lipschütz. Siegfried Lichten st ein, Feldzahnarzt Siegir. Dobrim, Bataillonsarzt Dr. Max Fabian, Dr. Ernst Altmann, cand. Phil. B. Krakauer, Dr. Georg Heinsius, Leo Heinsius und Fritz Watlach erhielten das Eiserne Kreuz. Stratz»»rn Die „Siraßvurgrr Zig" schreibt: „Das israelit. Neujahrsfest sah die Synagoge bis znm letzten Platze gefüllt. Besonders viele Feldgrauen der verschiedensten Dienstgrade waren zum Gottesdienst erschienen, darunter manche mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Rabbiner Dr. Marx hielt die Festpredigt, die in ein Dankgebet an Gott ausklang, der bisher so offentsichtlich die deutsche Sache unterstützte. Nach dem Gottesdienste wurden den zur Zeit hier anwesenden jüdischen Soldaten Gutscheine verabsolgt, auf Grund derer sie während der beiden Feiertage in den Gasthäusern Goldschmid und Haas gespeist wurden, wofür die jüdische Gemeinde über 4000 Mark aufgebracht hat. Hamburg. Dr Martin Auerbach u. Siegfr. Czarlinski wurden zu Leutnants befördert. Leo Mendel, Ritter des Eisernen Kreuzes, erhielt das Mecklenburg. Verdienstkreuz. (Srteeftetm. Julius Marxsoy -> wurde mit der Hess. Tapferkeitsmcdaille ausgezeichnet. Breslau. Louis Schnitzer. Erich Soberski, Jsmar Taucher-Breslau, Arthur Silbermann, Isidor Alexandrowitz - Kattowitz Alexander L ö w e n st e i n - Oberlangenbilyu, Simon Silber mann-- Ratibor und Julius Wert- He i m - Sprottau starben den Heldentod.' Dr. Fritz Bernstein, RudolfMuskat-Breslau, Dr. Ernst R e ch n i tz - Bcuthen, Walter Löwenthal- Brieg, Moritz Jaschkowitz - Kattowitz, Alfxed S i e r a d z-Liegnitz, Ernst Eisner-Sagan, Bruno Jaschkowitz -Petersdorf, Curt Fröhlich,, Max Fröhlich, Max Gr ab o w 3 ki-Gleiwitz und! Amtsrichter Dr. Paul Wohlfarth-Hindenburg er-' hielten das E i f c r n e K r e u z.! Posen. Eiserne .»r >- uz e whielten: Arzt Dr. K Lubowski, Wilhelm David, Sohn des Kaufmanns Meyer David in Kruschwitz, Karl Nathan aus Samtcr, Feldmagazin-Jnspeltor-Stellv. Georg Tuch, KurtSalomon aus Culmsee,AlfredSieradz, zur Zeit schwer verwundet im Bereinslazarett in Heidelberg, Sohn des Kaufmanns Ludwig (Sieradz in Kriewen, Assistenzarzt Goldberg, Sohn des verstorbenen Rentiers Marcus Goldberg in Posen, /Jaschkowitz aus Kempen. TEE-SCHMIDT 6,^a NETTE KBÄME 30. Tel. Hansa 1120. Nr. 17 Funf-Uhr-Tee . . Mk. 5.40 „ 11 Ningchow-Congo-Mischg. 4.— Tava-Brokt*n-TVe Mk. 2.30.2 70.3 2>>,4.40 £*lcso So.'ft 3fk. 240, S.— 8. I) PenouaUeu «. Kleine Witteiluuge». BreSlau. Frau Jobanna Falk SBw., Tochter des berühmten Rabbiners Hirsch Kalischer und Schwiegertochter des „Dyhrenfurther Raw", -feierte ähren 70. Geburtstag. Die israelit. Gemeinde in L ie ge itz ernannte ihren langjährigen Vorsteher Ludwig Danziger anläßlich seines Rücktrittes zum Ehrenmitgliede. München. B lö den Regierurgs at Tr August Hausmann zum Qberregieruugsrat bei der Eisenbahndirektion Nürnberg, Dr. Max Steinberger zum Staatsanwalt in Atünchen, Landgerichtsrat Mori? Silberschmidt ,zum Oberlandsgerichtsrat in Mrnberg und Landgerichtsrat Herrn. Alexander zum Ob erlaudsgerichts rat in Frankenthal. Lynhause«. Der her verstorbene K'ufmann Äri Marcuseans Berlin hat dem Jüd. Nationalfonds 40,000 ML vermacht. Birkenfels. Rabv Dr. Julius Cohn aus Berlin ist nach hier als La n des r abbin er berufen worden. Haag Die Soenden - Eingänge des Jüdlsclien Nationalsonds im Augüst betragen 40,373.35 Mk., ein sehr befriedigendes Ergebnis. Die neuesten Nachrichten aus Palästina bestätigen die bereits gemeldeten guten Ernte-Ergebnisse in den getreidebauenden Genossenschaften des .Nationalfonds und sprechen die begründete Hoffnung aus, daß der durch die Heuschrecken angerichtete Schaden im Herzlwalde geringer sein wird, als unter dem ersten Eindruck der Invasion angenommen wurde. .Sürtdi Dr. Georg Cohn, ordentl Professor für deutsches Recht, eine Größe auf seinem Gebiete, beging den 70. Geburtstag. Er wurde in Breslau geboren, war erst preußischer Kreisrichter, dann Dozent an der Heidelberger Universität und doziert seit 1892 in Zürich. In der Meisterschaft, 'wissenschaftliche Fragen gemeinverständlich darzustellen, ist Cohn innerhalb seines Faches schwerlich erreicht, sicher aber nicht übertroffen worden. Lnzero. Dr S Rothschild wurde zum Assistenten an die Königl. Tierärztliche Hochschule in Berlin berufen. tf Of Dieser Tage beginnt in Warschau eine jüdische Tageszeitung zu erscheinen. Ihr Titel wird »Warschauer Tageblatt" lauten. IU ■ Lieb Partien garren ■ garetten erstklassigen Ursprungs. Cigarren-MOIIen, s<*. Esf!henhetmAratr.31. Llebfr.nrntt<r t/3. Tuniwatr. *7. Kraulsurier Berichte. AguüaS JiSroel-JugeuSgruppe. Mit den kommenden Sukkaustagen tritt die Agudas Jisroel Jugendgruppe in den zweiten Kwiegswinter ihrer Tätigkeit ein. Das abgelaufene Jahr kann als befriedigend bezeichnet werden. Trotzdem viele der Dozenten und Hörer — etwa 200 — zu den Fahnen ieinberufen sind, konnten alle Kurse aufrecht erhalten werden, wenn auch in einzelnen Veranstaltungen der Besuch um ein wenig nachgelassen hat. Aus der soeben zur Ausgabe gelangten Uebersicht über die Lehrtätigkeit sei hervorgehoben: Der Lehrplan der Jugendgruppe hat keinerlei Veränderung erfahren. Die im vergangenen Winter mit viel Erfolg abgehaltenen Sidrah-Borträge werden > auch im kommenden Winter stattfinden (1. Bortrag, Freitag, 1. Oktober). Der Arbeitsplan der Mädchengruppe weist.eine Reihe von Neuerungen auf. Neben den früheren Kursen, Pirke Owaus (A. Hirschberg), Dinim (Rabbiner S. Bamberger), Französische Sprache (R. Jeidel), Stenographie (I. Katz), Turnen (Leyh) werden neu eingerichtet:. Jeschajohu (Rabbiner S. H.. Schüler) und Tefilloh (S. Schachnowitz). Der Handarbeitsabend (Mittwoch von 10 Uhr) wird auch im Winter Leibehalten. Die Klub- und Leseräume der Gruppe sind den ganzen Tag geöffnet. Für die Mädchengruppe ist für Sabbat Nachmittag und Sonntag Zimmer 3 als Lesezimmer reserviert. Mit den im Felde weilenden Mitglieder steht die Jugendgruppe durch die hier ihren Sitz habende A. I. Jugendorganisation (Tiergarten 8) in Verbindung. Allwöchentlich geht ein Sabbatgruß (auch Nichtmitglieder können denselben erhalten) an die Freunde im Felde. Außerdem werden von Zeit zu Zeit, so eben auf Sukkaus, Liebesgaben (Eßwaren, Bücher usw.) versandt. — Die täglich einlaufenden Feldpostbriefe legen beredtes Zeugnis ab, mit welcher Freude alle unsere Sendungen — nicht zum mindesten die seit einigen Monaten erscheinenden Blätter der Al I. I. O. —^ von den Agudohanhängern im Felde erwartet werden. Für den Winter sind von der Mädchen- und Jugendgruppe eine Reihe von Borträgen vorgesehen. Eine genaue Uebersicht der Borträge wird Mitte Oktober erscheinen. Es wurden u. a. als Redner gewoimen die Herren: Dr. Scgall-Berlin, Rabbiner Klein-Nürnberg, Raphael 'Levi- München, Dr. Lewenstein-Zürich. Ausflug auf de» NlederwalS. Kürzlich unternahmen unter Führung des Herrn Berwaltungsinspektor Ah re ns und Feldwebel Möller 80 Verwundete, die in. der Pflege des Krankenhauses der israelitischen Gemeinde und des Vereins für jüdische Krankenpslegerinnen stehen, einen Ausflug nach dem Niederwalddenkmal. Die Mehrzahl der Beteiligten war noch nie an dem deutschesten der Ströme gewesen, und so war denn der Ausflug ein rechtes Festtagserlebnis für diese Krieger. Von der Verwaltung war weitgehendst für alles vorgesorgt worden, sodaß ein glatter Verlauf des Ausflug» im voraus. sichergestellt war. Am Denkmal hielt Unteroffizier Lehrer Schütz- Westerfeld, die patriotische Ansprache. Redner ging davon aus, wie dieses Ehrenmal ein Symbol deutscher Einheit, Kraft und Treue darstelle, und wie es auch von seinen Urhebern und Schöpfern als ein solches gedacht worden sei. Nach der Beschreibung des Denkmals schloß der Redner mit dem Hinweis, daß ein Volk und Heer, das ganz in dem Baterlandsgedanken aufgehe und das die Verkörperung seiner besten Ideale in seinem Kaiser sehe, des Sieges .über die seine Feinde gewiß sei. Nach Besichtigung des Denkmals ging es nach Aßmannshausen, wo die Ausflügler mit Kaffee und Kuchen bewirtet wurden. Alsdann folgte eine herrliche Dampferfahrt nach Biebrich, wo in der Taunus-Brauerei noch ein letztes gemütliches Beisammensein stattfand. 'Musikalische, gesangliche und deklamatorische Borträge wechselten miteinander ab. Leutnant Nünninghof ^sprach in begeisterten Worten der Verwaltung'des Krankenhauses und des Schwesternheimes den Dank aller Beteiligten aus: er betonte besonders die gute Behandlung und 7Pflege, welche den Verwundeten in den Anstalten zu Tell würde. Verwaltungsinspektor Ahrens dankte wiederum für diese freudige Anerkennung der Leistungen der beiden Anstalten, und mit Genügtuung^ verwies er auf das gute Einvernehmen, das allezeit in diesen Kriegsmonäten

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