Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 13 (1915)
- Issue
- Heft 20 (28.5.1915)
- Date
- 1915-05-28
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2692297-2692924-2692943--08995-2704166- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 2. An einem Sonntag im November war in Kntno ein Pogrom unter dem Beistand der Kosaken vorbereitet und sollte seinen programmäßigen Verlauf nehmen. Die jüdischen Soldaten der in Kntno liegenden Truppen stellten sich Aber den Kosaken entgegen, es tarn zu einer Schlägerei, in deren Verlauf in die Lust geschossen wurde. Jetzt erst griff der Kommandant ein und schickte die Soldaten in die Kaserne. Die Juden schützten sich! nun in Zukunft bei sich ins Quartier nahmen. In Glowno warben im November alle jüdischen Läden geplündert, die Juden mißhandelt und der Feldscher Abram Rosenberg mit seinen beiden Söhnen verhaftet. Der Rabbiner begab sich mit dem polnischen Ortsgeistlichen zum Kommandanten, um sich für die Verhafteten zu verwenden. Dieser wies ihn ab mit den Worten: ,Mir wissen, was ihr Juden mit den Deutschen tut, ihr geht ihnen entgegen um» behandelt sie wie Gäste." Nach einer halben Stunde war der 49 Jahre alte Rosenberg tot; was aber mir seinen Söhnen geschehen ist, weiß man nicht. Am 6. Dezember kam während einer Kannonade eine Abteilung Tscherkessen in diesen Ort, hotte die in die Keller geflüchteten Juden nebst Frauen und Kindern hervor und pellte sie zum Erschießen in Reih und Glied auf. Mit viel Mühe und Geld gelang es den Juden schließlich, das Unhcll abzuwenden. In Comb in, wo der Kommandant sich mit den Worten rühmte: „Mein Gericht ist nicht gerecht, aber, schnell" wurde Ende November der junge Mann Zelonka erschossen und drei andere, der 30jährige Klempner Holzmann, der 22jährige Schneidergeselle Woidislawski und der 40jährige Lastträger Weingroß, verhaftet, auf dem Rückzug untgeschleppt und unterwegs getötet. Ein 22jähriger Posnänski wurde sestgenommen und weggeführt, sein Schwk-: sal ist bis zur Stunde unbekannt. Ein junges Mädchen wurde geschändet. In Saniki wurden 2 Juden festgenommen und fortgeschleppt. Was mit ihnen geschehen ist, weiß man nicht. Auf der Straße von Ploce nach Bo za no w fuhren 2 Juden. Unterwegs begegnen ihnen die Russen, sie werden verhaftet, drei Tage hindurch mißhandelt und schließlich bei Bozanow ausgehängt. Auf dem Wege von Belkow nach Sloczew wurde ein iüdischer Handlungsgehilfe und ein Selig Lachs aus BoÜow aufgegriffen und getötet. Sechs jüdische Kanflente aus Sulejow hatten in Dobrzylin Zucker gekauft und wollten ihn auf ihren Wagen nach Hause fahren. Sie sind nicht zurückgekehrt, auf dem Friwhof in Lowicz liegen sie.begraben. Die Russen haben sie unterwegs getötet. In Sloczew wurde der Jude Helfant auf dem Hofe des Hausbesitzers Avmpinsky aufgehängt, weil er den Deutschen Proviant geliefert hatte. Seinem Sohne sollte dasselbe Schicksal bereitet werden, es gelang ihm aber zu entkommen. Aus demselben Grunde, sollte auch ein Heinrich Kohn aus Sloczew getötet werden, er entzog sich der Verfolgung, indes er sich in Frauenkleider steckte. In Lodz wurde Abram Simche Kohan an einem Freitag Abend, aus dem Kreise seiner Frau und 10 Kinder vom Tisch weggehott und getötet. In derselben Zeit wurde der Klemprrer Meier Blechmann getötet, angeblich weil er das Telephon beschädigt hätte. Ein dritter Jude Mellich! Ellenberg, ein harmloser Stubengelehrter, wurde wegen Spiouagenverdacht eingesteckt. Der Verdacht stützte sich auf die in seiner Wohnung gefundenen deutschen. Zigarren. Er wurde zum Tode verurteitt, gefesselt au einen Baum gebunden rüid mußte dort in bitterkalter Dezember-Nacht ohne Mantel und warme Kleider 14 Stunden lang stehen blühen, gepeinigt vom blutigen Hohn russischer Soldaten. Ein Offizier trat an ihn heran, faßte ihn an die Kehle und bemerkte kalt lächelnd: „Die wird den Strick schon , anshalten." Mt großer Mühe gelang es noch in letzter Stunde einer Lodzer angesehenen Persönlichkett, den Unschuldigeu vom Tode zu erretten. In Kielee legte der Kommandant eines dort eingerückten Kosakenregimentes den Juden eine Kontribution von 100,000 Rubel auf, und als zur festgelegten Stunde die gepuderte .Summe nicht vollzählig hinterlegt war, bestimmte er für jeden weiteren Tag eine Extra-Strafe von je 8000 Rubel. Derselbe Kommandant hielt in der ganzen Umgegend aufrührische Reden gegen die Juden. So forderte er in der Kirche von Jarnow die Anwesenden zu Gewalttätigketten gegen die Juden auf, nach dem Krieg würden sie auch von der Regierung für diese Ta'en belohnt werden. Nur durch das Eintreten des dorttgen pottlischeu Pfarrers wurde ein Blutvergießen verhindert. .In Jerzow wurde Mordechaj Januschewitsch und Atellech Herschenberg ausgehängt, zwei Juden werden vermißt. Ju Przesucha drangen die einziehenden Truppen rn die Wohnungen der Juden ein, schlugen entzwei, was sie nicht rauben konnten, und schändeten Frauen und Mädchen. Am 20. Oktober kamen die Russen nach Sochaczew, neun Tage haben sie geplündert und mißhandelt, und «in Jude durste sich auf der Sttaße sehen lassen. Der Keller des Rckbbttiers wurde nach dort' versteckten Ma- schinengewehren untersucht. t In Lowicz wurde ein ILjähriger junger Mann namens Salz am 11. Oktober auf dem Weg vvm Gottesdienst nach seiner Wohnung verhaftet. Später fand man - ihn als Leiche außerhalb der Stadt. Die Russen hatten ihm den Schädel gespalten. Bor kurzem kamen jüdische Händler in das Dorf Jamny bei Lowicz. Die Bauern zeigten ihnen das Grab, in welchem ein Jude bestattet war und erzählten, die Russen hätten auf ihrem Rückzug diesen Juden mitgeschleppt und beim Dorfe aufgchängt. Die Leiche ist jetzt auf den Friedhof in Lowicz überführt worden. Mitte September ttafen die Russen den 25jährigen Salomon Wilczynski aus Sompolno auf eurem Rade fahrend. Radfahren eines Juden ist Lei den Russen erwiesener Spionageversuch. Wllczynski wttd festgenommen. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. mit Säbelhieben. erschlagen und in einncn Wassergraben geworsen. Auf dem,Wege von Piotrkow nach Sompolno wurde der Jude Radziejewski, Vater von 6 Kindern, lebendig begraben. In Dombie war der Jude Altschul eines Tages spurlos, verschwunden; man wußte nicht, was mit ihm geschah. Nach dem Einrücken der deutschen Truppen kam eine christliche Frau zu den Inden und meldete ihnen, ein Jude sei von den Russen lebendig begraben worden. Mau ließ sich an die bezeichnete Stelle führen, öffnete das Grab und fand dort die Leiche des Altschnl. Die Augen waren ausgestochendie Nasenlöcher zugestopft, der Körper zertteten und in einen Sack gesteckt. In Dombie Hot jetzt -Altschul ein ehrenvolles Märtyrergrab gefunden- Einen Kommentar diesen Tatsachen hinzuzwfügen, erscheint mir überflüssig; sie reden ihre eigene Sprache, die keinen Widerspruch duldet; sie geben eine Ahnung von der furchtbaren mtbf allgemeinen Katastrophe, die di« Juden in Polen getroffen hat, und die sie überall dort noch trifft, wo russische Truppen stehen und ihre schwere Faust in der blutigsten Weise die Inden fühlen lassen. Lodz,, den 16. Mai 1915. Feldrabb. Dr. A. L ev y. Die „Agudas-Jisroel" im Weltkriege. Zn einer Zeit, da die Agudas Jisroel-Organisation sich die Ausgestaltung ihres organisatorischen Gerüstes und der Sammlung ihrer inneren Kräfte , hätte widmen sollen, ist sie durch den Krieg gezwungen worden, sich ganz philanthropischen Aufgaben zu widmen. Gatt es in den ersten Wochen, den in deutschen Kurorten vom Kriege überraschten ausländischen Inden — sei es durch Unterstützungen, fei es durch! Darlehen — helfend Leizustehen, so nötigte der Verlaus des Krieges die Organisatton, recht bald ein ausgedehntes Hilfswerk einzuleiten für diejenigen, die infolge der Ereignisse auf den Kriegsschauplätzen ihren Erwerb, ihr Hab und Gut verloren. Galizien wurde von den Russen besetzt. Hundert tausende veraulaßte dies, sich der Not und der Mühsal des Flüchtlingslebens auszusetzen. In dem okkupierten Tellen Russisch-Polens fanden die einziehenden deutschen Truppen in Hunderten von Gemeinden die jüdiscue Bevölkerung in größter Not vor. Auchim Heiligen Lande ttat große Not ein, und es mußte auf Slbhilfe gesonnen werden. Die Agnda-Leitnng veraulaßte die Gruppenverbände von Deutschland und einigen neutralen Staaten, Sammlungen zu veranstalten. Dadurch wurde die Leitung in den Stand gesetzt, den Bedrängten die „erste Hilfe" zu leisten. Die weiteren Ergebnisse der imGangebefindlichenSammlungenwerden hoffentlich der Organisation die Mittel an die Hand geben, das begonnene Hilfsrwerk gedeihlich fortzusetzen. Ucber das bisher Geleistete ist im Einzelnen Folgendes zu berichten: Die Aguda begann ihre Hilfstätigkett für die galizis-chen Flüchtlinge vor Pessach. Nach den Feststellungen des Fabrikanten Grün bäum - Nürnberg, der im Aufträge der Leitung nach Wen reiste, um gemeinsam mit der gegenwärtig dort domizilierenden galizischen Landeszentralc die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, bestand für viele Tausende die Gefahr, während des ' Pefsachfestes ohne Mazzos zu bleiben. Nach, unsäglichen Mühen war es in letzter Stunde noch! ermöglicht, ein Mndesqnanttim der erforderlichen Mazzos herbciznschaffen. Hierfür allein wurden mehr als 32,000 Kronen verausgabt. Auch wurde" durch' Subventionierung von Volksküchen und direkte Unterstützung einzelner im ttefsten Elend befindlichen Familien vielfach dazu beigettagen, die Not -zu lindern. Hand in Hand mit dieser Aküon wurde von Seiten verschiedener befreundeter Frauenveieine und der Aguda-Mädchengrnppen im großen Maßstabe eine Kleider sind Wäschesammlnng eingeleitet. Auch diese Sammlung zeittgte ein gutes' Ergebnis; mehrere hundert Kisten mit Kleidungsstücken wurden nach den Flüchtlingszentten abgesandt. Eine besonders schwierige und kostspielige Aufgabe erwuchs der Aguda aus der geistigen und religiösen Notlage, in die die Flüchtlinge geraten waren. Bor allen Dingen die Jugend. Waren doch Tausende und abertausende Kinder plötzlich ohne jede erzieherische Einwirkung in ein ihnen wesensfremdes Milien versetzt worden. Nach gründlichen Vorarbeiten konnten dieser Tage in den größeren Flüchtlingslagern interimistische Schulen eröffnet werden. Zum Unterricht der Kinder wurden bis jetzt etwa 60 Lehrer angestellt. Für die Maßnahmen der Weiterbildung der schulen twachse nenJugerr'd sind die Vorarbeiten im Gange. Ebenso wurden Borerhebungen eingelettet zur HUfe für die Kriegs Waisen. Die Hilfsaktion für die galizischen Flüchtlinge wird in Vertretung der Gesamtorganisation von dem galizischen Landeskomitee der Agudas Jisroel dnrchgeführt. Zur Beratung über die einzelnen noch erforderlichen Maßnahmen fand am 22. Wrll in Wien eine Versammlung statt, an der sämtliche in Wien wellenden Führer der galizischen Juden tellnahmen. Es waren zugegen außer etwa 50 hervorragenden Persönlichkeiten aus Laienkrelsen buch die galizischen Mtglieder des „Rabbinifchen Rates" und die bekannten Chassidün-Rabbis von Czortkow, Bojan, fmsiatyn, Ottynia und Sadagora-und viele andere Rabiner. Nr. 26 Ein von den führenden Mitgliedern der galizischen! LandjSorganifation gegründetes „K o m i t c e z n r W a h r°! uns der Interessen der galizischen Flüchft-I linge" wird Hoffentlich Hand in Hand mit anderen! Organisationen dazu beitragen, bei dem' künftigen Wieder-1 aufban Galiziens den wirtschaftlichen und religiösen An-I liegen der galizischen Jndenheit die! gebührende Berück-» pchttgung zu erwirken. I Gleich Galizien bietet auch, der sich stetig vergrößernde! okkupierte Teil. Russisch-Polens ein geistiges und! ein materielles Arbeitsfeld. Drei Vertrauensmänner der» Aguda unternahmen mit Genehmigung der zuständigen > Behörden eine Informationsreise nach Russischj-Polen. In» der Plenarsitzung des Provisorischen Komitees, die am! 13. Slprll in Berlin stattfand, wurde sodann über diese» Reise ausführlich berichtet und über die einzuleitenden I Schritte beraten. Es wurde eine Spezialkommisston ge-» wählt, die gemeinsam mit den lokalen Vertrauensmännern» die jeweiligen Vorschläge einer sachkundigen Prüfung zu I unterziehen Hai. Einstweilen wurden größere Snbven-I ttonen'zur Erhaltung der Schulen und zur Fort-1 bildung der schulentwachsenen Jugend beiderlei Geschlechts» in Kalisch bewllligt und die Erösfnung von Bolks-I küchen und Teehäusern in einer Anzahl kleineren I Gemeinden ins Auge gefaßt. I Zum Zwecke der Hilfsaktion in Russisch-Polen hat I sich unter dem Vorsitz des Fürsten Hatzseldt ein inter» I konfessionelles Hilfskomitee gebildet. Das Provisorische > Komitee der Agudas Jisroel ist in diesem Komitee vertreten. Ein großer Teü der Mtglieder und Anhänger der Agudas Jisroel Jugend-Organisation m beiden Bundesstaaten steht unter Waffen. Der zuhause gebliebene Teil betrachtet es als selbstverständliche Pflicht, sich mit ganzer Kraft dem Dienste des Vaterlandes und der geistigen Stärkung der im Heeresdienst stehenden Jugend zu widmen. Es wurden an alle jüdischen Soldaten, deren Adressen der Jugendorganisation bekannt waren, wiederholt Liebesgaben abgesandt. Die Frankfurter Zentrale der JUgend-Organisatton versandte auch zweckmäßige Lektüre. Die Mädchen - grnppen nahmen in allen Orten hervorragenden Anteil an der Kriegsfürsorge durch Krankenpflege, Näharbeit, Kleidersarnrnlungen und Erteilung von Hllfsunterricht an Kinder, deren Väter im Felde sind. Während in Deutschland die Versorgung der jüdischen Soldaten int Felde mit Mazzos und Pessachspeisen von der „Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums" in mustergülttger Weise übernommen und durchgeführt wurde, gab die Agudas Jisroel vielen jüdischen Soldaten und zum Teil auch jüdischen Gefangenen in Oesterreich die Möglichkeit, ihrer religiösen Pflicht am Pessach zu genügen. Der Schrei nach geistiger Labung drang sowohl ans den Zentten der gältzischen Flüchtlinge als auch ans den zerstörten Gemeinden Russisch-Polens an die Leitung womöglich noch dringender als der nach materieller Hüsle. Sie sah sich infolgedessen veranlaßt, einen Aufruf zur Sammlung von Büchern auS allen Gebieten der jüdischen Literatur zu veröfsentlichen. Die Sammlung ist im vollen Gange. Laut' Beschluß der Leitung sollten sämtliche Ortsgruppen und Vertrauensmänner der Aguda ihre Kräfte dem von der „Deutsch-Holländischen-Palästtna Verwaltung" in allen Gemeinden Deutschlands auf die letzten Pessachtage angesetzten „Palästinatage" widmen. Es kann mit Genugtuung konstatiert werden, daß die weitesten Kreisen diesem Rufe Folge gegeben und zu dem schönen Erfolge dieser Veranstaltung - beigettagen haben. Mt Rührung mag es verzeichnet werden, daß in der Unterstützung der notleidenden palästinensischen Brüder auch, die galizischen Juden selbst inmitten ihrer eigenen Notlage vor den Inden der anderen Länder nicht znrückstehen. Misrachi-Taguug in Amerika. Newyork, Ende Zlpril. Unter Anwesenheit von mehr als 800 Gesinnnngstzenossen und Vorsitz Rabbiners Abramo Witz-St. Louis und Rabbiners HerbertS. G o.l d st e i n - Newyork fand im Broadway Central-Hotel eine Tagung detz Misrach'i statt. " Der gegenwärtig zwecks Propaganda in Amerika weilende Generalsekretär der Organisatton,Mayer«Berlin, wurde warm begrüßt. Aus dem Bericht ging hervor, daß die Finanzen gesund sind, und daß der Misrachi 65 Vereine in Amerika zählt. Rabbiner M. S. Mar g ol i es-Newyork sprach für die Errichtung einer nationalen Universität in Jerusalem. In einem Telegramme an Präsident Wilson, sein Kabinett, den Senat und das Repräsentantenhaus wurde der Wunsch nach! „vollkommenem Frieden und vollkommener Neutralität ausgesprochen. Die zweite Sitzung hatte Hie Form bines Gemeindetages, und mehrere hundert Rabbiner waren als Vertreter der größeren orthodoxen Gemeinden des Landes auf ihr anwesend. In den Reden dieser Sitzung wurde immer wieder betont, daß die amerikanische Judenhett die hellige Pflicht habe, mit aller Kraft.das Werk des Zionismus in Palästina zu erhalten und den von dem Kriege schwer betroffenen Juden Europas zu helfen. Mt einer Massenversammlung, die das Interesse des Pnblikiuns für Palästina als Znfluchtslaud für die. unterdrückten Inden Rußlands, Rumäniens und anderer Länder und als geisttges Zentrum der Judenhett wachrufen wollte, nahm die Misrachi-Tagnng ihr Ende.