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Neue jüdische Presse · 1915-04-16 · Heft 14 (16.4.1915) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
13 (1915)
Issue
Heft 14 (16.4.1915)
Date
1915-04-16
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Frankfurter Israelitisches Familienölatt. amllichcn Konferenz gehalten hatte, in i>em er des Propheten Jirmijahus glühende Vaterlandsliebe feierte. Darmftadt. Wie Rabbiner Dr. Marx mitteilr, ist auf dem Truppenübungsplatz bei Darmstadt ein israclit. Soldatenheim errichtet worden. Es ist also den jüdischen Soldaten die Gelegenheit geboten rituell zu .leben. Sayn. Unterarzt Dr Max Rosenthal und Vizewachmcister Adolf Rvsenthal, Söhne desSanitätsrat Dr. R-, erhielten das Eiserne Kreuz. St. Ingbert. Otto Beer. Ritter des Eisernen Kreuzes, ist zum Leutnaut befördert worden. Wien. Unter den i» die Kriegsgefangenschaft geratenen Offizieren der Festung Przemhsl befindet sich auch Feldrabbincr Diller. Auch der greise Gemcindcrabbiner Gedalje Schinelkes hatte trotz seines leidenden Zustandes seinen Wirkungskreis nicht verlassen. — Ulanenwachtmeister Aaron Sch apira aus Wierzb o w k a (Galizien), der mit 6 Mann 150 Kosaken gefangen nahm, erhielt die Große silberne und die Goldene T<rpferkeitsmedaille. — Jakob Gubbi, Fleischhauer aus N ag y Ma g y ar, wurde infolge außergewöhnlicher Leistungen mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille 1. Klasse und dem Eifernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet. Karlsbad. Hier weilen etwa 4000 jüdische Flüchtlinge aus. Galizien. Die jüdische Gemeinde tut nach Möglichkeit chre Pflicht und hat schon mehr als 15,000 Kronen verausgabt. Dagegen läßt die Hilfeleistung des Staates zu wünschen übrig. sortiert 15A G.M.HOL.Z J HOFLIEFERANT -> FRANKFURTaJI WIOLFSECK Die populärste Cigarre unsortiert 12^s Person alie« u. Kleine Mitteilnngen. Berlin. Die gegenwärtige Zeit, in der der Tod so viele junge 'Leben vernichtet, dürfte geeignet sein, das jüdische Publikum damit bekannt zu machen, daß in der „Jüdischen Arbeiterkolonie" in Weißensee Gelegenheit geboten ist, durch einmalige Zahlung des Mindestbetrages von 100 JL eine Jahrzeitstiftung zu begründen. In der'Anstaltssynagoge befinden sich Ehrentajeln, auf denen die Namen der Verstorbenen verzeichnet sind; dort wird auch am Sterbetage beim Morgen- und Abendgottesdienst das Kaddischgebet perrichtet; auch wird eine Jahrzeitlampe entzündet. Pietätvolle Angehörige können so ein soziales Hillswerk, das während seines 13 Jahre dauernden Bestehens an .mehr als 7000 unglücklichen Glaubensgenossen eine segensreiche Wirksamkeit erprobt hat, fördern. Nähere Auskunft: Büro des Deutsch-Israel. Gemeindebundes, Berlin, Steglitzerstr. 85. Etchstetten t. B. Oberlehrer A. Weil steht am 23. ds. Mts. auf eine -50jährige Dienstzeit zurück. Kon .dieser Zeit' hat der jetzt 68jährige 36 Jahre in hiesiger Gemeinde — davon 12 Jahre als Oberlehrer — gewirkt. Herr Well versieht seinen Dienst in voller geistiger und gesundheillicher Frische und erfreut sich allgemein der Hochachtung. Wie«. Ein unerhörter Wucher ist hier dieses Jahr mit den Mazzes getrieben worden Während das Kilo Mazze in Budapest $&. 1,30 bis 1,60 kostete, wurden hier 3 bis 4 Kranen dafür gefordert, Koustautinopel. Henri Morgenthau, der Sohn des Botschafters, erhielt den Osmänje-Orden3. Kl. Pension Deutsch,®!eshoilen Taunusstrasse 49. 30 moderne Zimmer mit Salons, Balkons. Vorzügliche Wiener Küche. Frankfurter Berichte. Ausschuß der israelitischen Gemeinde. Dr. Bär Wald, der Vorsitzende, gedachte bei Eröffnung der Sitzung der verstorbenen Herren I. Dreysuß und Prof. Dr. Hugo Apolant, von denen elfterer vor Jahren Vorsitzender des Ausschusses war und letzterer bis zuletzt dem Vorstand der Gemeinde, der Synagoge Königsteinerstraße usw. mit lebendigstem Interesse angehörte. Der Ausschuß bewilligte sodann: Erhöhung des Beitrages von 1000 JL auf 1500 JL an den „Zentralverein deutscher Staatsbürger jüd. Glaubens" für Herausgabe des Werkes „A^il der Juden an den Befreiungskriegen", 162,080 JL an das Krankenhaus", 107,377 JL Zuschuß Hanauer, als Vertreter des Ausschusses jjpHffljffimit - heg Krankenhauses, gab einen Ueberblick übM^Nl 1 Etat desselben. Danach dürste die Gemeinde ^Myrlich mit 130,000 bis 140,000 JL Zuschuß zu rechum haben, dem doppelten Zuschuß wie beim allen Krankenhaufe. Das Krankenhaus hatte bereits bei Aüsbrüih des Krieges volle Belegung — 130 Betten —. Seitdem wird ein großer Teil der Betten für Verwundete benutzt. Für drei Monate waren der Militärbehörde 50 Betten kostenlos zur Verfügung gestellt worden^ was 20,000 JL Kosten verursachte. Der letzte Gegenstand der Tagesordnung betraf den Etat. Es wurde bei dieser Gelegenheit ein Antrag Bär Wald angenommen, den Vorstand zu ersuchen, den .„Gemeindegesang" in der Hauptsynagoge und in der Synagoge Königsteinerstraße tunlichst zu fördern, um dadurch die Teilnahme des Publikums am Gottesdienst zu erhöhen. Der früher bewilligte und in dem Etat nicht aufgeführte Posten „Neubau der! Mazzebäckerci" gab H.u g o Fränkel Veranlassung, sestzustellen, daß dadurch die Ritualkommission in der Betreibung dieses Projektes nicht gehindert wird. Beendung einer Sefer-Tauroh. Herr Eduard Feist ließ im Andenken an seinen Bruder, den unvergeßlichen Kommerzienrat L o ui s Feist s. U., eine Sefer-Tauroh schreibe». Zur Bollendmtg dieses helligen Werkes' hatte Herr Feist letzten Sonntag abend. seinen großen Freundeskreis zu sich geladen. Die Anwesenden schrieben insgesamt die letzten Sätze, und "dann wurde bei gastlicher Tafel manch' geistreiches Taurohwort geboten. Es sprachen außer dem Hausherrn Rabb. Dr. Nobel, Nabb. Dr. Horoivitz, Jacob S. Posen, Rabb.-Assessor Lipin'sky utü> Stadtverordneter Joseph Fromm. Allen Teilnehmern wird sich die erhebende, echt jüdische Feier unvergeßlich eingeschrieben haben. Bereiu „Tiferes Bachurim". Dem auf der Generalversammlung von dem Vorsitzenden, Wilh. Rosen, erstatteten Bericht entnehmen wir: Bis zum Ausbruch des Krieges herrschte bei allen Veranstaltungen — Schiurim unter Leitung Rabbiners Dr. Horovitz und Dr. May, Vorträgen, geselligen Veranstaltungen und Ausflügen —. reges Leben. Die nicht zu den Waffen gerufenen Mitglieder haben sich eng zusammengeschlossen und die Vereinsarbeit fortgesetzt, Mit den im Felde stehenden Mitgliedern wird ein Briefwechsel unterhalten; auch sind ihnen verschiedentlich Liebesgaben an die Front geschickt worden. Für die Sommertättgkeit ist vorerst folgendes geplant: Schiur Rabbiner Dr. Horovitz (Samstag nachmittag 5 Uhr), Diskussionsabend, Ausflug mit anderen Jugendvereinen am 2. Mai. Dem Bericht schloß sich eine Debatte an, an der sich u. a. Sondheim, Schwarzschi^^,'..^^ndershei^, Matzker, Wahlhaus beteiligten. Bereiv Weibl. Fürsorge. Die „Weibl. Fürsorge" regte schon in den allerersten Kriegslagen eine Zentralisation der jüdischen Kriegsfürsorge au, deren Ausführung aber von anderen Stellen übernommen wurde. In den „Ver. jüd. Wohlfartsstellen 1914" unter der Leitung des Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde und in deren Kommission „Familiensürsorge" ist nun auch die „Weibl. Fürsorge" gleichberechttgt mit den anderen Vereinen vertreten. Was sie seit 16 Jahre erstrebte, die Gleichwertung der Frauenarbeit im jüdischsozialen Hilfsdienst, ist nun in schwerer Zeit erreicht. Nach Ausbruch des Krieges wurden sofort von der „Jugendgruppe der Frauenvereinigung der Frankfurt-Loge" und freiwilligen Helferinnen, Wäsche für Flüchtlinge und Verwundete angefertigt. Die weitere Kriegsarbeit ergab sich durch den Strom von belgischen Flüchtlingen, die in Frankfurt ankamen. Soweit es sich um einzelstehende Frauen und Mädchen und Mütter mit Kindern handelte, war das Vorhandensein der W o h n r ä u m e in der Fisch e r s e l d st r a ß e 18 besonders günstig. Sie dienen natürlich fortgesetzt ihrer ersten Bestimmung, im Erwerb stehenden .Mädchen bei geringer Bezahlung ein behagliches Heim zu geben. Durchschnittlich hatten sie 20 Mieterinnen monatlich. Hier und in dem von der Jsr. Gemeinde eingeräumten Hause Fahrgasse 146 finden die Flüchtlinge Aufnahme. Diese Statistik weist von August bis Ende Dezember in 145 Tagen die Sorge für 5 721 Köpfe nach. Um den nicht im Heim untergebrachten Flüchtlingen für das Nötigste ihrer Existenz sorgen zu können, blldete sich die „Kommission für Lebensmittel" nnd in gewissem Zusammenhang mit derselben die „Ko mm ifsion für Mittagstische". Man trat mit guten und billigen Pensionen in Verbindung, um auch diesen einen kleinen Verdienst zu schaffen. Die „Jüdische Haushaltungsschule" gewährte einen billigeren Mittagstisch wie sonst, sodaß, die Suppenanstalt hinzugerechnet, für völlig ausreichende gute und billige rituelle Verköstigung gesorgt war. Die Mittel für Lebensmittel wurden (die Geschäftsstelle des Israelitischen Hilfsvereins immer als Zentrale benützt) von dem Komitee 1914 bewilligt. Es wurden von August 1914 bis incl. Januar 1915 1714 Lebensmittelzettel ausgegcben und für dieselben 379 Recherchen gemacht, an denen sich in gleicher Weise Mitglieder der ,Meibl. Fürsorge", der „Frauenvereinigung der Frankfurt-Loge" und der „Jüdischen Frauenvereinigung" beteiligten. Hier ist anzufügen, daß u. a. außerdem - noch 150 andere Recherchen (für Kleider, Sttefel, Wohnung etc.) gemacht worden sind. Ueber sonstige Kommissionsarbeit ist zu berichten, daß die Arbeit der „Kinderschutzkommission" sich ruhig Wetter entwickelt hat. Die Zahl der beaufsichtigten Kinder ist hon 132 aus ' 148 gestiegen. Die Kommission arbettet in engster Fühlung mit der .Kommission für Kindersürsorge" nnd dem „Kinderhaus der Weibl. Fürsorge". Die „Stellenvermittlung der Weiblichen Fürsorge" weist folgende Zahlen aus: Es meldeten sich: Arbeitnehmer 1442, davon erledigt 460; Arbeitgeber 1401, davon erledigt 428. Nr. 14. Seit Kriegsausbruch sprachen außerdem ca. iz Personen monatlich auf dem Büro vor, die Rat b Berufswahl, Nachweis von Zimmern und Mittages,, suchten. Der Arbeitsnachweis wurde von rund 4Ä Personen besucht. Durch Beziehungen zu den Verschiß denen Vereinen und Arbeitsstätten gelang es oft, E, werbstätigkcit zu schaffen, lieber die „Wohnungz fürsorge" liegen keine Zahlen vor. Auch die „Gi fangenensürsorge" war in gleicher Weise ti früher geübt. Der Bericht über die auswärtige Tätig keit ist diesmal bedauerlich kurz. Der Krieg hat all, - in Galizien Geschaffene wcggewischt. Jüdische Franenvereinigung. Der Jahresbericht stellt fest, daß die st Kriegsbeginn durchgeführte Zusammenarbeit mit d, „Weiblichen Fürsorge" auf deck Gebieten der Wohlfahrt pflege und Unterstützungstätigkeit sich vortrefflich bewäh und den gehegten Erwartungen ganz nnd voll cn sprachen hat. Auch die in diesen: Jahre angeknüpsten Beziehung, zu den Vereinen: Israel. Hilfsverein, Almosenkastc, Familienfürsorge und Wohlfahrtspflege 1914 haben ui sere Arbeit günstig beeinflußt und ihren Erfolg und ih, Wirksamkeit erhöht. Der Verein vermittelte 242 Stellen. Im Mädchenhort wurden 67 Kinder », Unterricht und Spielen beschäftigt und erhielten „ml mittags Mllch und Brot. Die Kommission.für Jugendfürsorge ve anlaßte in 17 Fällen Nachhilfe- oder Fachunterricht. In der Abteilung „Belehrende und gescl lige Vorträge" wurde veranstaltet: ein Vortrag, zyllus Rabbiners Dr. S. Breuer, ein Lesezirkel st junge Mädchen und allwöchentlich Stricknachmittage z Gunsten der Kriegssürsorge. Die Hermann Lehmann-Schule in Offc, bach verlor durch Ausweisungen russischer Juden ci, Anzahl Schiller. Den Zwecken dieser so segensrei wirkenden Schule sowie des Mädchenhorts ist die Loui Feist-Kasse gewidmet. Recht mannigfaltig war wie stets die Unter stützungStätigkeit: Bedürfttge, Kranke und' Arbeit lose wurden mit Rat und Tat unterstützt, Lehruiädchc wurden monalliche Beiträge gewährt, Millagstische wie den verabreicht, Zuschüsse zu Badekuren gegeben „st Der Krieg brachte neue Aufgaben, und der Bcrei zeigte sich auch diesen Aufgaben gewachsen, lieber R Personen erhielten Kleidung'und Wäsche; muß« dem gingen 118 Kisten mtt Kleidern und Wäsche a die jüdischen Flüchllinge des Ostens ab. Ferner wurt eine N ä h st u b e eingerichtet.- Durch diese Nähstul konnten 40 große Kisten mit Wäsche an unsere Krieg, versandt, die Wäscheausstattung für den Franffnr!, Lazarettzug geliefert und hiesigen Arinen Wäsche g, geben werden. Der Kassenbericht des Vereins balanziert ttt 12,354 Mark. Der Vorstand besteht aus'Frau Rabb. Dr. Breue (Ehrenvors.), Henriette Be st hoff (Bors.), H e d w i Cramer, Nanny Levis', Fanny Birnbau» Erna Bamberger, Sophie Schwarzschild Fanny Strauß, Prof. Dr. Bondi, I. Dahl heim und L. Wreschner. N voll kleide mitle klein, mitte zügle die \ Dam Tod nehn zu k dcrs gläul auße hatte schm des die im wide Saa den chrif schri Nike - tauf Kon glei, liegl Sch Nik. kreis bete ihm die Bei We her um sell Mädchenklub. Der Mädchenllub Laugestraße 30II. eröfsnetc sei diesjähriges SominerProgramm mit einem wohl gelungenen Kindernachmittag. Ueber 70 Kindern wurd Gelegenheit geboten, einen heiteren Nachmittag im Kreis der älteren Geschwister zu verbringen. Die JUgend überbot sich im Bortragen von zei! gemäßen Dichtungen, und hell erklangen die frische Stimmen bei Marschliedern und Gesängen. Im Laufe dieser Woche wird der Verein do Programm seiner Wanderfahrten und den Unterrichts plan für den Sommer an feine Mitglieder verschicke» IST- ROSENAU Herren-Schneiderei 10 Ooetbeatrasse 10. Vornehme^Ausführung. Massige Preise. r feuiSefon. H Die Verjagte«. Eine Erzählung aus der Mitte des vorigen Jahrhundert, Von C. Berg. (Fortsetzung.) Siebentes Kapitel. Vater Abrahams Rückkehr. „Laßt mich in-Ruhet Ich will das Kreuz nid) tragen! Wenn das der Großpapa sieht, ist er böi> mit mir." „Sei arttg, Gabriel!" „Geh, weg Mama; oder ich werde Dir de, schwarzen Schleier Herunterreißen! Du siehst häßlst darin aus. und Tante Claudia auch. Ihr sollt Goldcho herausnehmen aus dem dummen, roten Kasten, ich wi! mit ihr spielen." Der Salon, in deni die kleine Leiche, in eine» offenen, roten Sammetsarge anfgebahrt lag, war über gcs der Br sin ent St wo vo ru T d k c

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