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Neue jüdische Presse · 1915-03-12 · Heft 10 (12.3.1915) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
13 (1915)
Issue
Heft 10 (12.3.1915)
Date
1915-03-12
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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£ m Seite IO. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Nr. 10 Nr. seiner Gicßencr Lehrtätigkeit eng anschloß und von den» er erwähnt, er habe rasch die liefere Lebensanschaunng erfaßt, wie sie ihm aus seinen Vorlesungen entgegengetreten sei. Eine huldigende Gloriole webt er um Ludwig Bernays, den er noch in den 70er Jahren (B. war 1818 geboren), ,chen Vertreter des deutschen Idealismus und namentlich auch Beethovens im Lande der Dollars" nennt. So steigt auch aus diesen „Lebenserinnerungen" die Gestalt Karrieres in ihrer ganzen Liebenswürdigkeit und Reinheit aut, auch sie beweisen, wie er aE echter.Denker, Aesthetiker und Ethiker über jedes dmnpfe, niedere Rassenvorurteil erhaben und nur bestrebt war, sich unbeeinflußt der Erkenntnis des wirklich Wahren, Schönen und Guten zu widmen. Gunkel über Sie AesthetU -er Bibel. Prof. Dr. H. Gunkel schreibt in der „Allgem. Deutsch. Lehrerztg.": „Da sind zunächst als das Bekannteste unter den ästhetischen Schöpfungen der Bibel die herrlichen poetischen Erzählungen von wunderbarer Anschauungskrast, mit einzigem Empfinden für die Schönheit der Form, mit strengstem, ja klassischem Stilgefühl komponiert, darum auch durch die Jahrtausende hindurch das Entzücken der Künstler und ihnen immer wieder der Vorwurf zu neuen Schöpfungen, immer aufs neue uachgeahmt, weiter gedichtet, dargestellt, Erzählungen, die uns antikes Leben greifbar vor Augen stellen, ein Jungbrunnen für eine gealterte Kultur, unseren Kindern zum großen Teile säst unmittelbar verständlich und ihnen lieb und zugleich große, ja ewige Gedanken verkörpernd: man denke nur an die Wucht, .mit der in der Kain-Geschichte der Mord als das Grundverbrechen erschütternd dargestellt wird, an die Anmut der Josephs-Erzählung, die von Brudcrneid und Bruderliebe redet und die den Versöhnungsglauben predigt, an den lieblichen Reiz der Ruth-Novelle, die eine unvergängliche Gattentreuheit darstellt, eine Treue über Grab und Tod, an die großartige Feierlichkeit der Schöpfungserzählung, an die wunderbare Paradicsgeschichtc mit ihrem kindlichen Tiessinn. Soeben hat sich unserer Wissenschaft der Untersuchung dieser ästhetischen Seite der Erzählungen zugewanbt. Man sollte denken, daß sich Philologen, Kulturhistoriker, Aesthetiker mit uns um die Wette bemühen würden, diese goldenen Schätze zu heben und daß auch unsere Dichter diese allen Erzählungen studieren würden, um an ihnen kraftvolle Gedrungenheit, Einheitlichkeit des Aufbaus, Klarheit und Anschaulichkeit zu lernen; wir hassen, daß das künftighin geschehen wird. Den deutschen Lehrern aber möchte man zurusen: erkennt, was für köstliche Güter euch in diesen Erzählungen anvertraut sind! Wieviel ärmer würde die Schule an poetischen Stoffen werden, wenn diese fehlen lvürden! Ja, cs würde einen Sturz in unserer ästhetischen Kultur bedeuten, wenn die Erwachsenen, die das Alte Testament in der Schule nicht mehr kennen gelernt haben, die Illustrationen alttestamcntlicher Erzählungen, die uns die Borfahren in verschwenderischer Fülle hinterlafsen haben, nicht mehr unmittelbar verstehen würden!" Aus Palästina. In der „Deutschen Rundschau" begegnet uns in einem Aussatz von Alfons Paquet folgende schöne Schildcrung aus Palästina: „Aus dem . Blauen über mir träufelt leicht und glänzend wie ein Sonnenregen das jubelnde Gezwitscher der Lerchen auf die Höhe des Karmel herab. Blankes Meer dort unten zu Füßen des Prophetenbergcs, well und stlll wie der Reichtum des Himmelsraunies! Breite Abhänge, bekleidet mit Rebengärten, geschmückt mit rotblühenden Blumeninseln, bekränzt mit Gebüschen von Lorbeer, Myrten und duftendem Ginster! Dort am fernsten Rand der weit geschwungenen Bucht liegt Atka, aus der Ferne sichtbar in der Klarheit des Nachmittags, eine kleine, von fnlltelalterlichen Wällen umgebene, vom Sand fast erstickte Stadt mit einer braunen, bitteren Bevölkerung von Fischern und Getrcidehändlern. Das einst so bunt belebte Handelsuser liegt erstorben. Die verrosteten Schiffsketten des Hafens, die alten Geschütze von den Wällen erwecken die Begehrlichkeit kluger Makler und wandern 'eines nach dem andern als Trödel fort und als Schiffslasten, die fernen, unbekannten Schmelzhütten zugcsührt werden. Der Fahrweg nach Haifa führt knapp am Saum des glatten Meeres . hin; die Räder des Wagens laufen halb im Wasser, die Pferde haben auf der einen Seite die Wellenflächc, auf der anderen Seite die Felder und die Palmen. Haifas Aufstieg läßt Atka, die alte geschichtliche Stadt der Kreuzfahrerzeit, vollends in Vergessenheit geraten. Weiß und Lärmend liegt die kleine neuere Stadt vor der Bergwand in der grünen, wässerigen Ebene. Die Sttaßen haben begonnen, den Berg zu ersteigen; sie setzen sich, ohne Häuser, noch. weit hinauf in. Windungen fort. Auf halber Höhe liegt bas von einem Berliner Architekten neuerbaute jüdische Technikum, ein weißer Palast von morgenländifcher Sauart. Statt der Prunksäle eines Herrschers enthält er Hörsäle und Fabrikiverkstäüen eines zur Wissenschaft und Macht sich drängenden Volkes und schaut in dem Stolz des Emporgestiegencn auf den Hasen hinunter. ILomler & Laitich I Tel. Hansa 8148. Frankfurt a.M., Liebfrauenberg 88. ■ Specialhaus für Unterkleider und Strümpfe. ■ Niederlage echter Dr. Lahmann-Wüsche. | Eleklr. Liebt-, Kraft-, Schellenand Telefon-Anlagen. Tel. Tamms 4389. ff. Beferenzen. SaYignystrasBe 51. Kunst »ud Literatur. Die talmubisch c Päd a go g ik als Wegweiser für Schule und Haus im Lichte der Gegenwart, dargestellt von I. S t c r. 402 Seiten. Breslau 3, TrinitaSstratze 7, I. Ster. Die jüdische Literatur ist um eine wichtige Arbeit bereichert worden! Eine zusammensassende Darstellung der talmudischen Pädagogik ist erschienen, ein Erstlingswerk aus diesem Gebiete! Was der Verfasser uns bieten will, das hat er in feiner Einlellung selbst klar ausgesprochen: „Das vorliegende Werk umfaßt in zusammenhängender Darstellung das gcsmnte Gebiet der talmudischen Erziehungs- und Ilnterrichtsprinzipien. Gleichzeittg ist es ein Lehrbuch der jüd. Pädagogik." (p. 3). Diesem gesteckten Ziel ist der Verfasser voll und ganz gerecht geworden. In äußerst geschickter Weise hat er die so zerstteut öaliegenden einschlägigen talm. Sentenzen und Weishcitssprnche znsmnmcngcttagen, zu einem einheitlichen Ganzen geformt, pädagogisch verwertet und dann weiterhin (p. 336) aus den gewonnenen pädagogischen Lehrsätzen ein großartiges didaktisches System unseres talm. Schrifttums herausgeschält, das sich den bahnbrechenden didaktischen Grundsätzen der neueren Pädagogen als vollständig ebenbürtig an die Seite stellen kann. Zugleich ist es ihm auch geglückt, Licht in ein finsteres Vorurteil hineinzutragen. Es gilt dies dem jüd. Lehrer talm. Zeit. Er macht diesen von dem einseittgen, verknöcherten Stubengelehrten, als der er in der Phantasie der Gegenwart noch fortlebt, zmn vielseitigen Weltweisen, von dem lebensfremden und .weltabgewandten „Talmudlehrer" zum gründlichen Kenner und scharfsinnigen Beobachter der Kindesseele, dem auch eine gewisse Vertrautheit mit dem praktischen Leben nicht abgeht. Nur dadurch läßt sich auchwie das Kapitel der „Lehrer" (p. 99) es uns anziehend schildert, die hohe Anerkennung erklären, die der Lehrcrstand in Israel stets gefunden hat. Was aber dem Buche einen besonderen Wert verleiht, ist, daß der Verfasser hier die talmudische Pädagogik im Rahmen der Forschungsergebnisse der modernen Psychologie darstellt (p. 23 ff.), sie mit den nwdernen Psychologischen und pädagogische» Theorie» vergleicht und an ihnen mißt. Bewunderung Hervorrufen muß die hohe Entwickelung, die das Schulwesen talm. Zeit anfweist, das große hygienische System, das Schule und Haus durchzog (p. 97 n. 156). Der Methodik des Talmudunterrichtes sind die letzten Kapitel gewidmet. Während die Ausführungen der ersten Kapitel sich an jeden Jugendbildner belehrend wenden wollen, so könnte es, wenigstens der Ueberschrift nach, erscheinen, als wollten die letzten Kapitel nur dem Talmudlehrcr Anregungen bieten. Doch weit gefehlt! Auch diese Ausführungen gelten dem Lehrer der Kleinen wie der Großen. Sie weisen den Lehrer daraufhin, wie er, ohne Talmud zu lehren, doch seinen Schülern eine Vorstellung von dem Inhalte dieses RiescMverkes geben kann, dadurch, daß er all' die Fragen, die bei den Schülern besonders bei der Durchnahme der Schöpfungsgeschichte aufkommen können, mit den Lösungen des Talmud, der auf keine Frage die Antwort schuldig bleibt, beantwortet (p. 364), und so den Kindern eine tiefe Verehrung einslößt gegenüber dem Buche, das keine Rätsel kennt. — Die Art der Darstellung ist leicht faßlich und klar, doch wäre eine wörtliche oder inhaltliche Uebertragung der bisweilen, so nebenher cingefügtcn hebr. Zitate in deutscher Sprache sicher wünschenswert und ratsam. Ebenso erwünscht aber wäre, daß in einer neuen Auflage, die diesem Buche aller Wahrscheinlichkeit nach beschicken sein wird, auch dem Drucke etwas mehr Sorgfalt zngewendet würde. Um nun dieses Werk in seiner Gesamtheit zu würdigen und zu bewerten, so sei gesagt: Es' ist ein Buch, das verdient gelesen, ja oft gelesen zu werden, und das niemand, wü>cr der Fachmann noch der Laie, aus Händen legen wird, ohne belehrt zu sein durch die Fülle des Stoffes, die es uns bietet, und gehoben zugleich durch die gewonnene Erkenndiis, eine solche Fülle von erzieherischen Weisheits- und Lebcnssprüchen in unserem talm. Schrifttmn aufgespeichert zu wissen, und ein Buch, das eben noch den Vorzug besitzt, bisher das einzige in seiner Art zu sein. Dr. F. Singermann. Die Entstehung der Sprachen und andere Borträge von L. H. Schütz. Dritte vermehrte Auflage. Frankfurt a. M. Verlag I. St. Goar, 1915. Das hier zu besprechende Buch bestand in der ersten Auflage nur aus eurem Bortrage über die Entstehung der Sprachen. Heute liegt es in dritter Auslage als stattlicher Band vor, der sich in weiteren Kapiteln mit den noch wenig erforschten Märchen und Legenden der oflasiatischen und indischen Völler, der Indianer Amerikas und einiger Eingeborenen Australiens befaßt. Auch diesem Buche ist, wie dem schon, früher hier besprochenen desselben Verfassers, nachznrühmen, daß es trotz seiner Wissenschaftlichkeit auch dem Laien, welchem derartige Studien sonst ferner liegen, eine Fülle von Anregung bietet. Die Ansichten Wer die Entstehung der Sprachen sind und klaren stets getellt. Der Verfasser führt die interessantesten an, ohne .sich flir,die Richtigkeit einer derselben entscheiden zu wollen. Die Frage, ob die Sprache unbewußt ganz natürlich entstanden oder bewußt künstlich ge-, bildet wurde, ist in der Tat noch ungelöst. Vielleicht dürfte der Umstand, daß keine künstlich gebildete Sprache, deren Entstehung und Verbreitung wir verfolgen können, eine nennenswerte Verbreitung gefunden hat, zu Gunsten eines natürlichen Entstehens der Sprachen sprechen. Daß auch das Hebräische zu künstlichen Sprachneubildungen Anlaß gab, erwähnt der Verfasser bei Besprechung der Kunstsprachen. Es handelt sich um die Wörter, welche aus jsogenanntc» „Rasche teböth" bestehen, d. h. um Wörter, die aus den Anfangsbuchstaben der Wörter ganzer Sätze gebildet werden, z. B. Rambam, Nalbag, Scheloh u. dergl. Mt Recht weist der .Verfasser darauf hin, das; diese prakttsche und mnenwtechnisch wichtige Methode neuerdings auch im Deutschen Eingang gefunden hat, wie in den bekannten Bezeichnungen Jla, Bugra, Hapag nsw. Auch die übrigen Vorträge bieten manchen interessanten Vergleich; mit dem jüdischen Schrifttum. An München Stellen findet der Verfasser Gelegenheit, auf die Aehnlichkeit der Legenden und Märchen der fremden Völker Mit solchen in der jüdischen Literatur hinzuweisen, ohne allerdings auf die schwierige Frage der Priorität weiter einzugehen. Während wir aber bei de» uns als gute Bekannte aus Talmud und Massebüchern aumntenden Fabeln Lessings und Gellerts eben diese Quelle kennen, so ist diese Frage schwieriger zu beantworten, etwa bei dem buddhistischen Märchen, das Schütz S. 110 erwähnt, und das sich ähnlich sowohl im Talmud wie in Japan findet. Da derartige Märchen aber wohl alle aus der Zeit eines gewissen Kindheitsznstanbes der einzelnen Völler stammen, so läßt sich vielleicht eine derartige Üebereinstimmung aus einer in der Vorzeit stärkeren Gemeinsamkeit der Völker erklären. Dem gut ausgcstatteten Buche fehlt leider ein Register. S. Schw. U dem Oi führen uns da uns er§ Mitbürj vermitt Türkei anzuve; V Mildtät Kriegsbildcr aus der Bibel von Dr. Karl An er, Pfarrer in Charlottenburg. 60 Seiten. 40 Psg. Berlin, Karl Curtius. Bilder aus der Bibel unter einem bestimmten Gesichtspunkte zusammenzustellen, — dieser Gedanke kann ein sehr glücklicher genannt werden. „Wende sic hi» und her, und du wirst immer neue Schönheiten und Werte in ihr entdecken." Hier sind die Kriegsbilder der Bibel nebeneinandergereiht. Eine zeitgemäße Ausgabe, denn wir sind im Krieg, und da gilt's zu hören, was uns das Buch der Bücher mit seiner Gottesschrift zu künden hat. Freilich uns Juden kann nur ein Jude der Dolmetsch dieser Gottcsschrift sein. Damit ist unser Standpunkt zu Pfarrer Aners Kriegsbildern gegeben, auch wenn nicht manche textliche Unrichtigkeit darin enthalten wäre. So ist Vers 23 knd 24 im 4. Kapitel des 1. Buch Moses gänzlich falsch übersetzt, was das gesamte Bild Aners zur freien Phantasieschöpfung werden läßt. So trank Sisera nicht gierig, als ihm die Kaniterin den Zeltpslock in die Schläfe trieb, er schlief vielmehr. Halt NI 6 zu sen< a. d. Altei Mainze Deutsche Rund s ch a u. Heransgcgcbcn . von Brunn Hake. Berlin. Verlag von Gebrüder Paetel (Dr. Georg Paetel). Januar 1915, Februar 1915. Wollte man der „Deutschen Rundschau", deren genialer Leiter Julius Roden der g und trcubesorgter Verlag Gebrüder Paetel sie mit sicherer Hand und planmäßiger Kraft zur vornehmsten populär-wissenschaftlichen Zeitschrift Deutschlands gestaltet haben, eine Ehrenpforte errichten, so müßte man mannigfache Kränze darum schlingen. Zuoberst wohl einen dafür, daß sic in unsere hastende und sich oft zictzackförmig windende Kultur ein Moment der inneren Ruhe und Ansgeglichcnhcit gebracht hat, indem sic alle wie immer gearteten Erscheinungen der Zeit von hoher Warte aus betrachtete. Dann einen zweiten Kranz, weil 'sie die Forschungen unserer reifsten Denker in eine Form zu richten verstand, die der großen Masse der nicht fachmännisch Gebildeten neue Welten des Wissens erschloß. Einen dritten ans Immergrün etwa für das Schmuckkästlein, das sic aus tzen feinsten und erlesensten Edelsteinen der erzählenden Literatur zusammensetzte. Einen vierten in dankbarer Erinnerung an die reiche Gallerie von Denkwürdigkeiten bedeutender Persönlichkeiten, durch die ihr Innenleben oder ihre nach außen mächtig wirkende Bedeutung in neues' Licht kam. Und so noch manches unvergängliche Kränzlein. Der König ist gestorben — es lebe der König! Rodenberg ist tot, sein Lebenswerk hat er aber in guten Händen gelassen, in den Händen seines 'Reichskanzlers vom Verlag, der sich in den fast 4 Jahrzehnten ihres Bestehens zu einem der angesehensten entwickelt hat, und eines Thronfolgers, der in seinem Geiste weiterhcrrscht. Die „Deutsche Rundschau" ist geworden und geblieben, was Herausgeber und Verleger am Anfang als 'ihre Aufgabe bezeichnet«»: eine Zeit- St, „welche von jedem gebildeten Mmin und jeder deten Frau mit Mihen und Vergnügen gelesen werden kann." M. S. Hilfsl derer, barbai Brüde müsse steher schnei „Rabbi Israel Badl-Schem." Sein Leben und seine Lehre. Dargestellt von Dr. I. Günzig, Rabb. in Leschitz Währen). ÜJiit großem Interesse las ich das mir dieser Tage zugegangene geistreiche, mit großer Sachkenntnis und Unparteilichkeit geschriebene Werkchen des bekannten Herausgebers der ,Hoeschkol." Wer sich über den Vater des Chassidismus — und dies bedeutet ja zugleich über das Wesen desselben — gründlich unterrichten teilt, der nehme getrost dieses lehrreiche Büchlein zur Hand — er wird einen großen geistigen Genuß sich verschaffe»; zumal, wie mir der Verfasser persönlich mitteilt, der ganze Ertrag des Werkes den nnglüÄichen jüdischen galizischen Flüchllingen gewidmet. Dr. med. Rainer, Wiesbaden. Juden wütet hegeg U nser Garten. Mit den Beiblättern „Tierzüchter und Tierfreund", „Familie und Haus". Halbmonatsschrift. Vierteljährlich 1 Mk. Frankh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. In der gegenwärtigen Zeit, in der es Pflicht jeder Familie ist, im eigenen Heim Nutzpflanzen zu ziehen und für ihre Ernährung jeden praktischen Vorteil auszunützen, sei besonders ans diese bekannte und billige Zeitschrift hingcwiesen.

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