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Neue jüdische Presse · 1914-12-24 · Heft 50 (24.12.1914) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
12 (1914)
Issue
Heft 50 (24.12.1914)
Date
1914-12-24
Page
Seite 3 (sequence 4)
Language
German
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). iH HW chen, sondern auch die deutschen, ruthenifchen egß md rumänischen, — dann erst verbot es der Ge Gouverneur. *» 50 a> - 1» ee-Sohmldt gegründet 1730 fiteste dentaebe Teeflrm» Muke Teeaehmldt . . . Muk« Wrdds ........ China Grnatee. Pe* o Souehnnar Spltaen . . Oraaff- P-kobltttenapttaen. einfach“ Verptokont — sehr preiswerte Qualitäten Kako Soma Hk. L — 2.40 3.— Sled«r(“g*n ln allen Stadtteilen. Mo. 12 Hk. 4.40 Mo. 6 Hk. 4.90 Hk. 2.20 Mk. 2.70 Hk. 3.20 Mo. a Mo. a ki» Ausnahmegesetz gegen die Ausländer in der Rostocker Gemeinde. Zu denk Konflikt in der Rostocker jüdischen GewA neinde ist noch folgendes zu berichten: flf Am 12. d. Mts. fand eine weitere Gemeinde-Ver- ^I« ammlung statt, in welcher 17 Gemeindemitglieder die cW Aufhebung des Beschlusses v. 21. v.' Mts. »rm daß nur reichsdeutsche Mitglieder stimmberechtigt sein riM sollen) beantragten/ Sie war von 47 Mitgliedern am besucht, eine Zahl, die noch niemals eine .Gemeinde- Jt* Versammlung in Rostock aufzuweisen hatte. Der Der- >rd sauf der L^stündigen .Versammlung hat an Erregung 93 die vom 21. v. Mts. .weit übertrofsen. rtg Bor Eingang in die Tagesordnung entspann , sich »wj eine lebhafte Geschäftsordnungs-Debatte, an der sich alle ichWanwesenden Juristen beteiligten. Der springende Punkt var der, ob die Ausländer trotz des bekannten Bcchlusses noch stimmberechtigt sind. Pechtsanw. Fränkel »erneinte diese Frage, wogegen Rechtsanwalt Dr. G o l d - 4 staub und Bürgermeister Dr. Becker dieselbe besäten, M da der Beschluß vom 21. v. Mts!, von der Regierung W noch nicht genehmigt wurde. Rechtsanwalt Fränkel « gab sich, hierniit aber nicht zufrieden und erklärte, gegen alle Beschlüsse dieser Versammlung bei der Re- Ä gierung Protest zu erheben. tejp Herr Tobias ließ es sich nicht nehmen, auch llltlin dieser Versammlung seinen grenzenlosen Ausländerhaß zu bezeugen. Er stellte .an die Versammlung das Ansinnen, die russischen Mitglieder infolge des Krieges aus der .Versammlung hinausznweisen, was natürlich sowohl vom Vorstande wie auch von der Versammlung abgelehnt wurde. Den bereits erwähnten Antrag begründete Herr Lichtend erg, der besonders darauf hinwies, daß der gefaßte Beschluß gefahrvoll für den Kultus sei, da der )A Gottesdienst in der Synagoge nur noch durch die iW Ausländer aufrecht erhalten werde, falls' der Beschluß Gesetz bleibe, würden sich die Ausländer trennen, wodurch der offizielle Gottesdienst ganz unterbleiben müßte. Trotzdem wurde der Antrag bei geheimer Abstimmung mit 27 gegen 20 S t i m m e n a b g e l e h n t. Ein darauf folgender Antrag Kesten, daß alle bisher stimmberechtigten Ausländer auch weiter ihr r«W Stimmrecht behalten sollen, wurde ebenfalls — mit 26 gegen 21 Stimmen — abgelehnt. Zur Annahme gelangte ein Antrag Dr. Sanitz, der allen denjenigen Nichtreichs deutschen Mitgliedern .das Stimmrecht zuspricht, welche schon über gWö Jahre stimmberechtigte Gemeinde-Mitglieder sind. Auf ’ der Tagesordnung stand ein zweiter Antrag K e st e n, der den neuzuziehenden nichtreichsdeutschen Mitgliedern das Stimmrecht gewähren will, wenn sic mindestens 2 Jahre die Pflichten der Gemeinde gegenüber erfüllt haben und die Gemeinde-Versammlung ihnen das Stimmrecht.zuspricht. Herr Kesten, der selbst Ausländer ist, stellte diesen Antrag, um wenigstens etwas herauszuholen und um den Gegnern zu zeigen, daß auch die Ausländer keine „unliebsame" Elemente — wie dieses von ihnen verschiedentlich hervorgchoben wurde — in die Gemeinde-Vertretung herbeiwünschten. Aber dieser Antzag ging selbst Herrn Dr. Sanitz, dessen Vater selbst nur deutsch-naturalisierter Russe ist, zu weit, und er stellte einen Gegenantrag, der die Karenzzeit von 2 auf 5 Jahre erhöht haben will, im übrigen aber genau so lautete wie der Antrag Kesten. Auf Ersuchen des Herrn Dr. Sanitz zog Herr Kesten seinen Antrag zurück, da des letzteren Antrag keine Aussicht auf Annahme hatte. Aber auch der Antrag Dr. Sanitz wurde abgelehnt. Bemerkenswert ist hierbei, daß auch Dr. Sanitz gegen seinen eigenen Antrag g e st i m m t hatte. Zur Annahme gelangte endlich ein Antrag Dr. Gold staub, welcher ebenfalls eine öjährigo Karenzzeit vorsieht, aber sich von dem Antrag Kesten- Dr. Sanitz bedeutend unterscheidet, denn deren Antrag verlangte nur die Zustimmung der Gemeinde-Bersamm- .lung, wogegen der angenommene Antrag.Dr. Goldstaub die Zustimmung einer kombinierten Versammlung von nur reichsdeutschen Gemeinde-Mitgliedern verlangt. Also selbst diejenigen nichtreichsdeutschen Mitglieder, die schon über 5 Jahre hier wohnen und durch den jüngsten Beschluß ihr Stimmrecht behalten, haben auch nur beschränkte Rechte, denn bei der Stimmrechterteilung an die zuziehendcn bezw. noch hier nicht 5 Jahre wohnenden nichtreichsdeutschen Gemeindemitglieder werden sie nichts zu sagen, haben. Wenn Herr Dr. Goldstaub glaubt, mit seinem Antrag den Ausländern entgegengekommen zu sein, so befiydet er sich in einem großen Irrtum, denn kein rechtdenkendcr Ausländer wird jemals ein ihm gebührendes .Recht als Gnadengeschenk von den Herren Tobias und Genossen empfangen wollen. In diesem Sinne sprach sich auch Herr Kesten gegen den Antrag Dr. Goldstaub aus und erklärte, gegen denselben stimmen zu wollen. Am. Schlüsse der Versammlung entstand, noch ein heftiger Tumult, verursacht von den Herren Tobias Frankfurter Israelitisches FamürenAatt. und Gimpel, die einige ausländischen Gemeinde-Mitglieder und den Vorstand in heftiger Weise persönlich angrissen. Bürgermeister Dr. Becker, der die obigen Herren energisch zur Ordnung ermahnte, gelang es nur mit großer Mühe, die Ordnung wieder herzustellen. So sieht die Kampfesweise der Herren Tobias und Gen. aus, die sich einbilden, in der Kultur 100 Jahre vor den Ausländern zu stehen.*) Die Folgen dieses schmählichen Schrittes sind, daß die Entrechteten sich tatsächlich trennen werden, indem sie sich ein eigenes Betlokal einrichten, wodurch der Gottesdienst in der Synagoge mit der Zeit gänzlich aufhören wird. Aber noch andere, bedeutendere Folgen wird dieser Schritt haben. Die Rostocker einsässigen Juden haben bisher jeden Versuch, eine zionistische Organisation in Rostock zu gründen, zu vereiteln gewußt, jetzt wird aber alle ihre Mühe vergebens sein, denn in allernächsten Zeit wird in Rostock eine zionistische .Ortsgruppe existieren und zu ihren Anhängern nicht nur ausländische, sondern auch mehrere deutsche Juden zählen. Die letzten beiden Gemeinde-Versammlungen haben vielenin Rostock lebenden Juden die Augen geöffnet, und sie wissen nun, wohin sie gehören. Rutzlaud. Die „Köln. Ztg." meldet aus Genf: Was von den den russischen Juden gemachten Versprechungen zu halten ist, geht aus einer Unterredung, hervor, die ein Mitarbeiter des polnischen Blattes „Nawa Gazeta" mit einem russischen Senator hatte, und der erklärte, daß, selb st wenn Reformen zugunsten der Juden ins Leben gerufen werden sollten, sie nur allmählich durchgeführt werden Könnten. Keineswegs dürse man eine völlige Aufhebung der Ansiedlungszone erwarten. Aber da die galizischen Juden an die bürgerliche Gleichberechtigung gewöhnt, sich schwer in die für die russischen Juden bestehenden Ausnahmeverhältnisse finden, mithin ein störendes Element bilden würden, solle eine großzügige überseeische Auswanderung der galizischen Juden mit Unterstützung der russischen und der mit ihr verbündeten Regierungen in die Wege geleitet werden. W Neu eröffnet! I „Ltcbtbfldkultnr“ I gr Frisdborgarstr 18124 Sol»! Dreiei ad. KonsiabL Wache. I jelae« famW»en-Hfao. ,| Der Krieg und die deutsche« Jude«. Frankfurt a. M. Max Strau«, Sohn des Herrn Gabriel Straus, Grünestr. 9, erhielt das Eiserne Kreuz. Berlin. Die Zion.Bereinigung iür Deutschland hat es sich angelegen sein lassen, sämtlichen Angehörigen ihrer Organisation, die im Felde stehen oder sonstwie militärisch einberufen sind, zum Chanuka- Feste Liebesgaben zu senden. Es stellte sich bei dieser Gelegenheit heraus, daß schon 1000 Angehörige der zionistischen Organisation einberufen sind. Dem Komitee für die Liebesgaben wurden bei dieser Gelegenheit ferner 200 Wressen bedürftiger jüdischer Soldaten, die nicht der Organisation angehören, mitgeteilt, die ebenfalls ohne jede Ausnahme mit Gaben bedacht wurden. Es schloßen sich des weiteren «ine Anzahl Genieinde-Vereine, Synagogen-Bereine, jüdische Schulen, auswärtige jüdische Gemeinden an, die ihren Angehörigen durch die zionistische Organisation Gaben ins Feld sandten. Insgesamt hat das Komitee 1600 Pakete befördert. Der Verband der deutschen Juden hat einer großen Anzahl von Paketen das Feldgebetbuch für die jüdischen Mannschaften des Heeres und die Schrift „Zum Chanukafest 1914, ein Gruß an die jüdischen Soldaten im deutschen Heere" beigelegt. Im Januar wird voraussichtlich seitens der Postbehörde wiederum eine Woche zur Beförderung von 5 Kg-Paketen freigegeben werden und sollen dann die zahlreichen Nachzügler gleichfalls Berücksichtigung finden. Beim Komitee herrscht große Nachfrage nach Adressen bedürftiger jüdischer Soldaten, die regelmäßig mit Gaben bedacht werden sollen. Solche Adressen wie auch Geldspenden nimmt der Vorsitzende des Komitees. Max Wollsteiner, Charlottenburg, Roscherstr. 5, jederzeit gern entgegen. Verfta. Siegm. Hirsch, Snbn des Herrn Aron Hirsch. Rechtsanw. Dr. Hugo Bamberg (unter Beförderung zum Rittmeister), Stabsarzt Dr. OttoElkan, Max Dienstag, Stabsarzt Dr. Theodor Rachwalsky, Oberarzt Dr.. Georg Wolssohn, Max Sternberg, Patentanw. Herbert Wert heim er, Willy Levy, Stabsarzt Dr. L. Landsberg, cand. jur. Herm. Bergmann, Georg Korytowski, Pros. Dr. Edmund Meyer, Stabsarzt Dr. Peltesohn, Leutnant d. R. Ludwig Reichenhaim, Walter Wachs mann, Oberarzt Dr. Fritz Zuckermann, Georg Leib Holz, Otto Appel, Assistenzarzt Dr. Hans Schwerin, Wilh. Laboschiner, Dipl.-Jng. Heinz Lachmann, Oberarzt Dr. Paul Kattner, Stabsarzt Dr. Berth. Levin, Unterarzt Dr. Wolsenstein, Unterarzt Max Sohrauer. *) Die Versammlung muß ja auf den Vertreter der Regierung, Bürgermeister Becker, einen recht eigenartigen Eindruck gemacht haben. Sollte es' der Regierung einmal einsallen, die „deutschen" Rostocker Juden als Bürger zweiter Klasse zu behandeln, so haben diese selbst einen Präsedenzfall gegen sich geschaffen. ‘ D. Redakt. «che 3. Wilh. Sommerfeld, Geheimrat A. v. Wassermann erhielten das Eiserne Kreuz. Köl«. ES ethi>-lten das Eiserne Kreuz: Dr. med. Paul Alsten, Sohn des.Herrn Siegfried Alsten, und Ernst Loeb, Referendar in Köln. 4Ü2mben O fii-ersstellve»treier Julius JacobowicS- München, Oberarzt Dr. Heidecker-Würzburg, Oskar Ro senfelde r -Nürnberg, der 16jährige Freiwillige Manfred Bendit-Fürth, Hugo Bein-Augsburg erhielten das Eiserne Kreuz. ib.! Pose« Als Opk4r des Krieges ist Frau Sara Manasse geb. Josephsohn aus Soldau, Ostpreußen, im isr. Krankenhause nach 20tägiger Krankheit im blühenden schäffensfrohen Mter von 38 Jahren von schweren Leiden erlöst worden. — Das Eiserne Kreuz wurde dem Unteroffizier Max Feldmann im Infanterie-Reg. 156, Nesse des Oberkantors Feldmann in Krotoschin, verliehen. Wie«. B"n den zahlreichen jüngsten K-iegsauszeichnungen an Juden seien genannt: Ritterkreuz des Eisernen Kronenordens 8. Klasse dem inzwischen gefallenen Hauptmann Hermann Ritter von Eiß, das Ritterkreuz des Franz Josef- Ordens den Stabsärzten Dr. Josef Heller und Dr. Teofil Bardach und das Goldene Set» dienstkreuz mit der Krone (am Bande der Tapferkeitsmedaille) den Militärärzten des Festungskommandos Przemysl Dr. Joh. Friedmann, Dr. Artur Löwenstein, Dr. Richard Thaussig und Dr. Hugo Glaser, RÄakteur am „Neuen Wiener Tagblatt." Paris. W e der „Petit Puristen" erzäblt. zeichnete fich bei der Besetzung.von Amiens durch die deutschen Truppen der Jude Francfort besonders aus. Seinem feinen diplomatischen Takt sei es gelungen, von Amiens das Schicksal von Reims abzuwenden. — Der Advokat am hiesigen Appellationshofe Louis Heilbronner ist auf dem Felde gefallen. Er war eine markante Persönlichkeit und hatte sich an den Gemeindeangelegenheiten eifrig beteiligt. — Der Generalvikar von Oran schrieb dem Oberrabbiner Weil! einen sehr rührenden Beileidsbrief für den Verlust des Oberrabbiner von Lyon, Bloch, der. aus dem Schlachtfeld« gefallen ist. Personalien u. Kleine Mitteilungen. verli«. Jeanette Louis Wwe., früher in Strasburg (Westpr.) wohnhaft, Inhaberin der Roten Kreuz-Medaille, feierte den 90. Geburtstag. — Der „Staatsbürger-Zeitung" ging folgendes Schreiben des Oberkommandos in den Marken zu: „Die Nr. 174 vom 6. d. M. beweist, daß die „Staatsbürger-Zeitung" die Bekämpfung bestimmter Kreise deutscher Staatsangehöriger auch während des Krieges fortzusetzen gewM ist. Es ist Ihnen schon unter dem 21. August d. I. eröffnet worden, daß eine solche Haltung mit den während des Krieges zu beachtenden polittsrken Notwendigkeiten unvereinbar ist. Ferner verstößt die Nr. 184 in den Arttkeln „Was werden wir fordernd" und „Was wird mit Luxemburgs gegen den der Presse mehrfach vorgeschriebenen Grundsatz» daß alle Erörterungen über etwaige spätere Gebietserwerb, nngen Ms polittschen Gründen zu unterlassen sind. Unter diesen Umständen wird hiermtt das Erscheinen der „Staatsbürger-Zeitung" für die Dauer des Krieges untersagt." 8e>«ha«ke». Einen barbm Verlust haben wir erlitten! Der Beste aus unserer Mitte, Herr Hermann Frank, ist uns durch des Allmächttgen unerforschlichen Ratschluß entrissen worden. Im Alter von beinahe 73 Jahren ist er am vergangenen Schabbos' einem Schlagansall plötzlich erlegen Md schmerzlos in r den ,Haum schekalau schabbos nmnuchoh" eingegangen. ' Wie sein ganzes Leben nur von „Mizwaus" und „Maasim tanwM" ausgefüllt war, so war auch das Sterben dieses wahrhaften Zaddik. Umringt von Mizwaus, im- Sttahlenglanz der Schabbos-Lampe und der Channkalichtlein, nachdem er vom Gottesdienst in der Synagoge kommend die Chanukahymne gesungen, die „Walachei hascholaum" in seinem ttauten Heim willkommen geheißen, im Kiddusch in seiner ihm eigenartigen weihevollen Weise zur Heiligung des Sabbaths aufgerufen, kehrte seine reine Seele in die Höhen des Lichtes zum UrMell des Lebens zurück. „Neschomoh schenosato bi tehanroh hi!" — Mit diesen Worten darf er seine Seele mit Recht zurückerstatten. Lauter in seinem Charakter, redlich und ehrlich im Handel und Wandel, in Gottesfurcht allen Zettgenossen Mustergültig voranleuchtend, in .jedem Menschen, ob reich oder arm, ob hoch oder niedrig das Ebenbild Gottes achtend und ehrend, bescheiden und zuvorkommend gegen Jedermann, war HermMn Frank von allen, die das Glück hatten, mit ihm in Verkehr zu kommen, geliebt und geachtet. Mehr als ein Menschenalter war der Entschlummerte Parnes unserer Gemeinde, länger als ein Jahrzehnt Mitglied der obersten jüdischen Behörde unserer Provinz, des israelitischen Vorsteheramtes zu Hanau» seit etwa vier Jahren auch noch Vorsteher des ganzen Kreises. In allen diesen Aemtern war es seine vornehmste Aufgabe, für die Erhaltung der jüdischen Institutionen ,Lrdas" und ,Ledin" zu wirken. Doch nicht nur für seine eigene Gemeinde und deren Bezirk hatte er Interesse, er brachte es auch allen Vorkommnissen des ,Lellal" entgegen und unterstützte die der Gesamtheit dienenden Vereinigungen mtt reichlich bemessenen Bettägen. Mit welcher Hingabe er sich der Mizwoh von »Lachnosas aurchim" hingab. läßt sich in wenigen Worten näht schildern. Unserem Ahnherrn Abraham «gleich bewtttete er selbst seine Gäste, das Beste, was Küche i

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