Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 12 (1914)
- Issue
- Heft 28 (17.7.1914)
- Date
- 1914-07-17
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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. 28. Nr- 28. Wankftrrter Israelitisches FamilienSlatt. Seite 11 r. 16-Ä > Lsus. lodems 50. 3.» I», i Lebe der tue Weich > habe Religie lpft al ade bei meine, für bi n Rel mb Bei strebtes tes Un nen. - Mann, auf de. res He nge G, :ute un iertrete empe, rkerstin lle, mi breite« spitzer reutsche mnisch« ber sch tistische, hen A» ie östei orurteil ersönlir mit an cs. in de : he! 1er jii erte sic ow, . „sind klug, mäßig und fruchtbar. Bor einem solchen Volke muß man die Russen schützen.. Als er einmal in Marienbad weilte, baten die jüdischen Kurgäste aus Rußland den gleichfalls hier zur Kur anwesenden bekannten Bankier Gerson v. Bleichröder, den finanziellen Vertrauensmann Bismarcks, und mich als Arzt Pobednowtzows, wir mögen diesem die Bitte vortragen, die bedrängte Lage der Juden in "Rußland durch seinen mächtigen Einfluß zu mildern. Wir taten dies auch aber weder Bleichröders Intervention, noch meine Fürsprache hatte einen Erfolg. „Ich wollte," so sagte der Präses des Heiligen Synods zu mir in seiner vorgefaßten Meinung, „meine Glaubensgenossen hätten in Oesterreich so viel Freiheit wie die Ihren in .Rußland." Und nun folgte eine eingehende Erörterung der angeblich bedrängten Lage der Ruthenen in Galizien sowie der vermeintlichen Bedrückung der Tschechen in Böhmen. Ich suchte ihn über seine falsche Orientierung auszuklären, entnahm jedoch aus seinen Aeußerungen. daß er mit den Füherrn der altslawischen Bewegung in Oesterreich in innigem Kontakt stand und von ihnen einseitig instruiert war. Pobednowtzow hatte Ruhe notwendig, aber auch selbst während des Erholungsaufenthalts in Marienbad wurde er mit Bitten, Anträgen und Vorschlägen überlaufen. In Petersburg aber hatte er oft buchstäblich keine freie Minute. „Wenn ich," so sagte er mir einmal, „von meiner beruflichen Tätigkeit ganz erschöpft bin. so verschaffe ich mir die einzige mögliche Ruhe, indem ich das mir allein zur Verfügung stehende Eisenbahncouvö benutze, von Petersburg nach Moskau und dann . sogleich wieder zurückfahre. Auf dieser Fahrt kann ich ganz ungestört denken und schlafen." Hervorheben möchte ich noch, daß er ein Mann von unbeugsamer katonischer Strenge war, der seinen Einfluß nie auch im geringsten zu seinem oder der Semiten Vorteil benutzte oder je materiellem Vorteil zugänglich war." Kunst und Literatur. au Mitteilungen vom Deutsch-Israelit. Gemeindebunde. Mai/Juni-Heft. Inhalt: Der 14. ordentl. Deutsch-Israelit. Gemeindetag vom 7. 12. 1913. — Konstituierung des Ausschusses und Personalia. — Grundbesitz des D.-J. G.-B. — Rechtskommission und Preisausschreiben betr. Methodik des jüd. Religionsunterrichts. — Normalvertrag und Schiedsgerichtsordnung. — Schächter unterliegen dem Bersicherungsgesetz sür Angestellte. — Jüdische Kriegsfreiwillige. — usw. die nur gebunden zum Preise von JL, 3.— abgegeben wird. Das Porto beträgt in Deutschland und Oesterreich-Ungarn JL 0,20, im Auslande JL 0,50. Bestellungen sind an den Jüdischen Verlag, G. m. b. H., Berlin W. 15, Sächsischestr. 8, zu richten. Im Berlage des Zionistischen Zentralbüros, Berlin W 15 erscheint soeben Heft 1 der „Zionistischen Broschüren-Bibliothek". Dieses Unternehmen, das in mancher Hinsicht. bemerkenswert ist, bezweckt, zionistische und national-jüdische Literatur in guter Ausstattung zum billigsten Preise (10 Pfg. pro Heft) den weitesten Kreisen zugänglich zu machen. In der „Zionistischen Broschüren-Bibliothek" sollen Probleme der zionistischen Gedankenwelt und des jüd. Lebens der Gegenwart behandelt, Erscheinungen und Einrichtungen des modernen Judentums in ihren wichtigen Formen dargestellt werden." Das erste Heft aus der Feder von Dr. Osias Thon, Krakau, ist Theodor Herzl gewidmet, dessen 10 jähriger Todestag jetzt in der ganzen zionistischen Welt feierlich begangen wird. Auf 2r/z Bogen gibt die hübsch ausgestattete Broschüre ein gutes Bild des Menschen, des Schriftstellers, des Zionistenführers, eine lebendige und getreue Darstellung seiner Absichten und seiner Tat. Die Zionistische Broschüren-Bibliothek, als deren zweite Publikation demnächst eine Veröffentlichung über „Pflanzung sgesellschaften in Palästina" (Achusah) von Dr. Arthur Ruppin erscheinen wird, gehört in den Bücherschrank jedes Juden, der an den Zeitströmungen des modernen Judentums Interesse nimmt. Seelenverkäufer. Das Schicksal einer Deutsch-Amerikanerin von M. Gontard-Schuck. 264 Seiten. JL 3, geb. JL 4. Berlin W. 35, F. Fontane u. Co. Ein Buch, dem man die weiteste Verbreitung wünschen darf. Ohne jede sensationelle Note gibt es einen Einblick in die Welt des Mädchenhandels. Unkundige, junge Mädchen werden so über diese Welt und ihre Fangmethoden aufgeklärt, und das moralische Gewissen mancher männlicher Leser wird geschärft. Die Schreibweise der Verfasserin ist leicht und flüssig. Warum lassen sich di e Juden nicht, taufen? von Dr. Edmund Blum, München, O. Th. Scholl. Ein von Haß und Geifer gegen alles, was Religion heißt, wimmelndes Machwerk eines Atheisten. Wir haben das Buch an de» Verlag zurückgesandt. Ein Wort aber an die Adresse des Herrn Geheimrat Geiger. Der Herr 'Geheimrat hat uns in seiner „Allg. inger ■de. Steno graphisches Protokoll des XI. Zionistenkongresses. Das Protokoll ist m 2 Ausgaben erschienen, einer gewöhnlichen auf holzhaltigen! Papier, die broschiert zum Preise von JL 1,50, und einer guten, auf holzfreiem Papier, # Leo Schweinfest Damenschnelderel empfehle tadellosen Sitz, gute Verarbeitung. MT kr. Eschenheimerstr. 19, I. "WW iElektr. Licht-, Kraft-» Schellen- und Telefon-Anlagen. Tel. Taunus 4389. ff. Referenzen. Savignystrasse 51. Ztg. des Judent." schon manche Ueberraschung gebracht. " Daß er aber über dieses Buch eine Besprechung ohne tadelnde Worte liefert, also die ekelhaftesten Beschimpfungen der Bibel ruhig hinnimmt, — das übersteigt wirklich die Grenzen des Denkbaren. Jeschurun. Monatsschrift für Lehre und Leben im Judentum. Herausgeber: Dr. I. Wohlgemuth. tnhalt: Vom alten Stamm. — Der Eid der Juden offmann). — Die religiöse Gewöhnung im Kindesalter (L. Freimann). — Hörfehler (A Sulzbach). — Eine Halacha über Gelübde (S. Kaatz). — Einige Erklärungen zu den Pirke Aboth (S. Stein). Eingesandt. Wie wir hören, versendet ein Herr I. Born stein aus Königsberg i. Pr. Zirkularosferten für eine von ihm begründete Lotterie, von deren Ertrag angeblich 25P," zugunsten des Jüdischen Nationalfonds bestimmt sind, während der Gewinner einen Scheck auf die Anglo Palestine Company in Höhe von Ro. 5000 für ein Grundstück usw. erhalten soll. Wir .halten uns demgegenüber für verpflichtet, der Qesfentlichkeit mitzuteilen» daß der Jüdische Nationalfonds keinerlei Vereinbarung mit Herrn Bornstein, der uns völlig unbekannt ist, getroffen hat. Köln. Hauptbüro des Jüd. Nationalfonds. Die folgende Zuschrift betrifft einen Fall, dessen Entstehung bereits einige Zeit zurückliegt, und seinerzeit in Hamburg-Altona unliebsames Aufsehen erregte. Obwohl er uns bereits seit geraumer Zeit bekannt ist, würden wir ihn doch nicht hier behandelt haben, wenn er nicht schön in der jüd. Presse erörtert worden wäre. Es handelt sich um die Entlassung eines lange Zeit im Amte befindlichen Schachet, dessen Qualitäten als Mensch, Jude und Talmudist weithin bekannt und geschätzt sind. Der Entlassene behauptet, ohne Grund entlassen und gegen die Vorschriften des Schulchan»Aruch abgeurteilt worden zu sein. Auch einige russische Radbiner — darunter solche von bekanntem Namen — nahmen sich der Sache an und entsandten einen Vertreter nach Hamburg; allein Rabb. Dr. Spitzer lehnte jede Unterhandlung ab. Wenn auch der Fall von dem Fernstehenden keineswegs völlig klar zu beurteilen ist, so gewinnt man doch den Eindruck, daß Herr Oberrabbiner Dr.» Spitzer zumindestens zu schroff um wenig konziliant verfahren ist. Selbst wenn er Recht haben sollte — wir u i-1- .1 II Unser §SIS0N-AULVSlkSUk Einige Beispiele unserer Preiswürdigkeit. liat tDegonnen! 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