Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 12 (1914)
- Issue
- Heft 28 (17.7.1914)
- Date
- 1914-07-17
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12. Muckfurter MraelitischE FaviilienAatt. maßen uns mcht an, die rechtliche Seite der Sache zu beurteilen — so weiß er doch als Rabbiner besser als andere,' daß Bruderliebe und Milde höhere Tugenden sind als starre Rechtlichkeit. Herr Magnus schreibt uns: Nachdem im Israelit von irgend einer Seite unter der Ueberschrist „Das Recht der Schächter" der Urteilstenor in meinem Prozesse gegen den Deutsch-Israelit. Synagogen-Derband zu Hamburg unter Nennung meines Namens veröffentlicht worden ist, werden Sic, geehrte Redaktion, mir gewiß die Aufnahme folgender Zeilen in Ihrem geschätzten Blatte nicht verweigern. Ich war gezwungen, vor ein nichtjüdisches Gericht zu gehen, weil ich es nicht erreichen konnte. Von dem Beth- Din einen ,Mirur hadin" (Urteilsbegründung) Hu erhalten und auch meinem an den Vorstand gerichteten Anträge, die Sache nochmals vor einein anderen Beth- Din verhandeln zu lassen, nicht stattgegeben wurde. Wenn das Gericht auch aus prinzipiellen Gründen eine Nachprüfung des Urteils des Beth-Din ablehnen mußte, so wird Larwn doch die Berechtigung meiner eingereichten Beschwerde, daß das Beth-Din weder seiner Zusammensetzung noch dem Gange der Verhandlung nachj gemäß den Vorschriften des Schulchan-Aruch verfahren sei, dadurch nicht - hinfällig. Ich behaupte, daß nach jüdischem Rechte nicht genügende Zeugen vom Gericht vernommen wurden und daß ein mir nicht genannt sein wollender, übrigens eine ganz unwichtige Sache bezeugender Herr, gehttm in meiner Abwesenheit von Beth-Din vernommen winde. Im Prozeß habe ich von lebenden Gdaulei Israel, welche sich für meine Angelegenheit interessieren und sogar einen russischen Rabbiner zur Prüfung der Angelegenheit nach Hamburg entsandten, ein Gutachten herbeigebracht) daß nach, jüdischem Rechte die Kündigung resp. Entfernung eines Schachet aus seinem Amte nur erfolgen kann, wenn durch 2 einwandsfreie »Zeugen, nach einer vorherigen Verwarnung, sestgestellt worden sei, daß er einen „Jssur deauraisse" begangen habe. Mein Gegner hat die allgemeine Berechtigung einer Kündigung mit Orach Chajim 53, 26 begründen lassen (ich bitte jeden Thorakundigen, diese Stelle cinsehen zu wollen). Im übrigen vertritt eine große Anzahl hiesiger angesehener, frommer Gemeindemitglieder, Aerzte und Rechtsanwälte, auch solche, die das Protokoll gelesen haben, den Standpunkt, daß mir ein bitteres Unrecht widerfahren ist, aber „kol dealim gloar". Hochachtungsvoll M a i r i c m Magnus. Briefkasten. Eiß, Zürich. Wir nehmen davon Notiz, daß die Vereins Versammlung der Aguda-Ortsgruppe n i ch t, wie berichtet, eine Resolution gefaßt hat. L. Der 2. Aw fiel 1891 auf den 6. August und 1892 auf den 26.' Juli. Nr. 28. Spenden. Herzlgedächftnisspende. Frau Dr. Moses, Zeil 81, 2 Alice Kassel a. d. Namen Berthold Feiwel 6 JL, F. S. 6 JL Tachkcmonischule in Jaffa. Moritz Heymann, Wiesbaden, Moritzstr. 15, statt Depesche Hochzeit Jacobsohn/Oppciiheimer 1,50 JL Vereins-Kalender. Samstag. Verein „Mekor Chajim", 41/4, Langestraßc 18: Mikro-Vortrag (Paul Aron). — .„M 0 nte - siorc"-Verein, 51/2 Uhr, nachm.. Bleichste. 70: Erklärung der Sidra. Sonntag. I ü d. W a n d e r b u n d, 605 Uhr, vorm., Hauptbahnhof: Königstein — Schloßborn — Niedernhausen (Marschzcit 41/2 Std.; Führer: Sundheimer; Kosten: 1,55). — Mädchenclub, 9»» Uhr, vorm., Hauptbahnhof: Ausflug nach Darmstadt zum Besuche der Ausstellung. Montag. „Jwriah", 9 Uhr abends, Kermesweg 27: Jüd. Prophetismus (M. Brand). Mittwoch. „Montefiore"-Vcrein, 9 Uhr abends, Bleichstr. 70: Vortrag und Heimabend. Donnerstag. Iüd. Wänderbund, 63/i Uhr vorm., Hauptbahnhof: Obcrarsel — Haidtränktal — Königstein (Marschzeit 5 Std.; Kosten: 1,20; Führung: Alice Kassel). Verkauf nur gegen bar. Saison-Ausverkauf Kein Umtausch. Keine Auswahlsendungen. Damen - Konfektion. 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