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Neue jüdische Presse · 1914-07-17 · Heft 28 (17.7.1914) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
12 (1914)
Issue
Heft 28 (17.7.1914)
Date
1914-07-17
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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tr. 28 -tig.w :n. Ar. '28 Grii t Fam - hi am Aberda'n^. und Moses RalAo^ort-Tarwtv, B. Steinbe?g und.Mattel Ecksteinßezeschotv, J'aV. Baidqff und Leiblich Kriß-- kolomea und Joel Kristianopioller-Brody; emer noch zu Mahlende Vertreter der Ortsgruppen tanislau, Ärrnopol, Zlocz'oM, Zolkiew und andere. ohne der Ortsgruppen in Bukowina. Sämtliche der Agudo ungehörige Rabbiner ijaliziens schlossen sich zu einer „Rabbinerkommtssion" der Ägudo für die inneren reli- >wsen Angelegenheiten des Landesverbandes zuf Es wurden ferner gewählt die Mitglieder für ine Erziehungs?omm!ission, eine PropaandaVomMiffion, eine Prefs,ekommis^ ion usw. v verg Famii werd ansä ndwe Erre ie Beh iben, — u. usgesch t besitz der hi "Zentr für r die 0 füi sweisu hr ina ceits ivirtsch -ftigt kassenl IfilOLFSECK Dfepopulärste Cfga rre unsortiert 12$ 15^ sortiert G.M.HOLZ HOFLIEFERANT FRANKFURTaM AUS aSCex Wellt. Deutsches Reich. München. Die Beiordnung vom 30. Mai 1914 hinchtlich der Teilnahme am Gottesdienst estimmt n. a. für israelit. Schüler höherer Schulen folmdes: „Israelitische Schüler sind an den Hauptfesttagen ihrer r^^Monsession, nämlich an den beiden Neujährstagen, am lUgN^ersöhnungstag, an den beiden ersten Tagen des Schlußies, an den beiden ersten und den beiden letzten des ssahfestes und an den beiden Tagen des Wochenfestes 1 Antrag der Eltern oder auf Antrag des Rabbiners. Grujitz »ßerhalb des Rabbinatssitzes auch auf den Antrag des krwart eligionslehrers, für den ganzen Tag vom Unterrichte i befreien. Auf gleichen Antrag ist ihnen am Rüsttage ‘3 Neujahrsfestes sowie am Borabend und am Freitag ore Er bend des Tempelweihsestes von 4 Uhr nachmittags an, n 7. Tage des Laubhüttensestes und am Purimfeste bis Uhr vormittags Befreiung vom Unterrichte zu gewähren. An den Sabbaten ist israelitischen Schülern Befreiung . rat Unterrichte nur zu gewähren, wenn sie von den stcacheil ltern beantragt wird. Wünschen die Eltern, daß die chüler an den Sabbaten zwar die Schule besuchen, jedoch m Unterrichte nur passiv anwohnen, so ist dies ^zu gelitten." llde m-Nrff s der »acht Mit, tder referi'i ums «s Uni zweck Oesterreich-Ungar«. Wie«. Dem Bericht für das Jahr 1912/13 der in lizien wirkenden aron Hirsch-Stiftung tnehmen. wir folgendes: Aus dem für den Unterricht für Volksschulen verausüten Betrag von 445 774 Kr. wurden für Bücher usw. ■*091 Kr. verausgabt. Aus den Mitteln der Jubiläums- . üstung gelangten an die unsere Schulen besuchenden er Zug mder 10967 Frühstücke, 82 639 Mittagmahle, 1250 neue, >25 reparierte Lodenröcke, 1865 Hosen, 1965 Barchent- M. 3513 Stiefelvorschieber, 2107 Sommeranzüge und 47 Hemden sowie 7036 Sacktücher mit einem Kostenlfwande von 77519 Kronen 92 Heller zur Verteilung, ierbei sei auch an dieser Stelle bemerkt, daß sämtliche l unseren Schulen verteilte Hemden in den vom Kurarium gegründeten Mädchenschulen, bezw. Nähschulen anertigt wurden. In 15 Abendkursen wurden 533 Erwachsene unter» chtet. Außerdem unterstehen 519 Lehrlinge der Obhut der üstung. Wie '. Er lfslosi er Zu »ealeir GrüniM^! cach .n". Debil! die Großbritannien. London. Die Palästina»Forschungs»Gesell> ragen die 2 iii> vunuon. Wie Palastlna-Koricyungs» r - l Wi. berichtete in ihrer letzten Sitzung über liesreiche Ergebnisse ihrer Ausgrabungen, cen La 4 besteht kein Zweifel mehr, daß die Ureinwohner Palä a fall! '»us auf hoher Kulturstufe standen. Sobald die nötigen pYtnpntf lanziellen Mittel vorhanden seien, solle nunmehr die Wck te ^ilisterstadt Askalon ausgegraben werden. :n PalMna. Jaffa. Die jüdische Kolonie Ch.ederah zwischen affa und Haifa wirb bald eine ... Hafenanlage ptzen, die dem dortigen Handel zugute kommen wird, aron Edmund Rothschild aus Paris läßt die Rock« vrsitzev jret) tere * oft; n*a8e ,«uf seine Kosten Herrichten, und er wird auch A». r Feier der 'Grundsteinlegung beiwohnen. Mcemlffllrter Zsraelitffches FamüienSlakt. «ent js Ans der „Agudas Jisroel"-Beweguug. Frankfurt a.M. In den letzten Tagen wurden OrtS. gruppen in Dortmund (47 Mitglieder), Essen (30 Mitglieder) und Köln (70 Mitglieder) gegründet, sowie eine Jugendgruppe in Straßburg (100 Mitglieder).' Die Jugendgruppe in Niederaula wählte ihren Vorstand (Fritz Plaut, Samuel Oppenheimer und Menko Oppenheim). In Rhina wird die Gründung einer Jugendgruppe geplant. Köln. In der Gründungsversammlung der Ortsgruppelag folgender Antrag Schnelling vor: 1. Die anwesenden Mitglieder der Synagogengemeinde sprechen die Hoffnung aus, daß sie in aller Zukunft gleichberechtigte Mitglieder der Agudas Jisroel seien. 2. Die Ortsgruppe Köln vertritt diesen Standpunkt bei allen maßgebenden Instanzen (Kenesijoh Gedaulo usw.). 3. Erfolgt diese.Anerkennung nicht, so scheiden die betreffenden Herren wieder aus der Agudo aus. In der nun folgenden Besprechung ergriffen die Rabb. Dr. Rosenthal, Auerbach, Carlebach, Hannover, Zahnarzt E h r m a n n, Rechtsanw. Dr. Kahn, Leo Munk, Seminarlehrer Gut und andere wiederholt das Wort. Für die Resolution war Rabb. Dr. Hannover eingetreten, während sich Rabb. Dr. Rosenthal für sofortige Gründung der Ortsgruppe aussprach. In der Diskussion wurde dann wiederholt gegen die vorgeschlagene Resolution betont, daß es sich hier um eine Frage der Tauroh handle, in welcher einzig und allein der Rabbinerrät zu unterscheiden hat. Ihn durch eine Resolution beeinflussen zu wollen, bedeute eine Degradierung der Tauroh, ganz so, wie wenn man etwa einem Rabbiner die Frage über einen gebrochenen Hühnerflügel zur Entscheidung porlegen wolle, jedoch mit der Klausel, daß man sich der Entscheidung nur dann fügen werde, wenn der Hühnerslügel für koscher erklärt wird. Jetzt handle es sich gar nicht um die religiöse Seite der Frage, ob Synagogen- oder Austrittsgemeinde, sondern lediglich darum, ob man dem Rabbinerrat Vertrauen entgegen bringe oder nicht. Im letzteren Falle sei man aber noch nicht reif für die Agudas Jisroel. Die Klärung der Ansichten, die sich aus der eingehenden Besprechung ergab, vcranlaßte die Antragsteller, sich nur aus den ersten Teil ihrer Resolution zu beschränken, dagegen Punkt 2 und 3 fallen zu lassen. Die Leitung sagte den Antragstellern zu, diesen Punkt 1 dem Zentral- Komitee zur Kenntnisnahme mitzuteilen. Budapest. Die „Ungarl. Jüd. Ztg." schreibt: „Wir selbst müssen nicht ohne Bedauern konstatieren, daß. die Agndasache aus eine schiefe Ebene geraten ist. Die Leitung erzeugt den Anschein, als ob es sich ihr um die Schaffung einer demokratischen Bewegung handle, wo das orthodoxe Laienelement endlich einmal seine Kräfte der Ueberzeugung und der Begeisterung auslösen können wird. Diese Voraussetzung und diese Hoffnung bildet die Werbekraft der Aguda. Augenscheinlich wird dem Rabbinerrat gleichzeitig das Gegenteil versichert, — um die Rabbiner zu erhalten. Was Ungarn betrifft, wissen wir nichts davon, daß die ungarische Orthodoxie Forderungen der erwähnten Art gestellt hätte. Wenn Herr Rabbiner Dr. Breuer oder Herr Rosenheim mit drei oder hoch fünf Herren aus Ungarn Rücksprache gepflogen haben, kann doch nicht von „ungarischen Forderungen" gesprochen werden. Um die wirkliche Stimmung der ungarischen Orthodoxie hat sich die Agu daleitnng nie gekümmert. In der Tat aber hat kaum ein Judentum eines anderen Landes io sehr eine Bewegung von der Art der Aguda vonnöten wie das ungarische. Allein die Frankfurter Herren haben die Agndasache der ungarischen orthodoxen Kanzlei auf Gnade und Ungnade überliefert. Wir haben bereits vor zwei Jahren bei der ersten Verhandlung des Agudakomitees mit der ungarischen Kanzlei dieses Verhältnis mit den Worten: „Im tirzu, 6n su aguda" gekennzeichnet. Wenn die Herren Agudaparlamentäre über den Ausflug nach Ungarn daheim Bericht erstatten, mögen iie diesen mit dem Zitate: „und nichts zu suchen, war mein Sinn" beginnen. Denn wer in Ungarn Agudaanhänger suchen will, findet sie. „Sagt er: ich habe mich gemüht und fand nicht, glaube ihm nicht". Wir in Ungarn sehen den Querschnitt des Komitees. Es verzichtet auf Hunderte oder Tausende ungarische Aguda Mitglieder, um bei den regierenden Rabbinern Liebkind zu bleiben. Den hohen Oberrabbinern ist also nicht bloß das Passive, sondern unter Umständen auch das aktive Wahlrecht, ' resp. die Mitgliedschaft überhaupt unterstellt, auch wenn es sich nicht um liberale Orthodoxe und um Zionisten handelt. Was nun die mittelalterliche Unduldsamkeit gegen liberale Orthodoxe und besonders gegen Zionisten betrifft, gestatten wir uns folgende Bemerkung: Den länderumspannenden Flug, die Art der Organisation und der Agitation haben die Herren einfach von den Zionisten herübergenommen, die Ortsgrupperei, die Terminologie, die Marken, .die Landsmannschafterei.usw. Ohne Herzl gäbe es wahrhaftig keine Aguda. Die unholde Intoleranz ist ihre erste, eigene Leistung. Es erinnert an jenen englischen Prediger, der seine Zuhörer mit einem prächtigen Sermon entzückte. Aber dicht vor ihm stand ein seingebildeter Herr, der nach den ersten Sätzen halblaut bemerkte: „Das ist von Spencer," der Prediger fuhr unverdrossen fort, aber nach einigen Sätzen sagte der seingebildete Herr: „Das ist von Carlyle," „Werden Sie das Maul halten, Rindvieh?" zischte der Prediger leise. „Das ist von Ihnen," sagte der Gentlemann ruhig. Die Misrachisten denken über den erwähnten Entwurf ähnliches wie der Gentleman." g Spezialität; ffleinkorken. Francke & Weber Gr. Friedbergerstr. 7—11 Tel. Hansa 4095. 5 Cafe Kaisergarteit am Opernplatz Erstklassiges Familien-Catß Nachmittags Konzerte. Fr. Haaselmana, Besitzet. Perio»atte» tu Steine Mttleilrmge». Berlin. Friedrich Gernsheim, LeiterdesStern« scheu Gesangvereins, Mitglied des Senats der Akademie der Künste usw., feierte den 75. Geburtstag. — Franz .Manasse, in Firma A Ascher, wurde in das Aeltestenkolle gium der Kaufmannschast und Lea Wre'schner, in Firma I. H. Wafler, in die Finanzkommission der Kaufmannschaft gewählt. Berit». Dr. Julius Rodenberg (eigentlich Julius Levh), der Gründer und Herausgeber der Deutschen Rundschau, ist im 83. Lebensjahre verschieden. Rodcnberg gab zahlreiche Wander- und Skizzenbü^r, lyrische und epische Dichtungen heraus. Er war eia feinsinniger Literat. Neustadt a. Saale. Hier verschied im 71. Lebensjahre Frau Fanny Stern geb. Hellmann. Mit ihr ist eine tüchtige, mit den altjüdischen Lugenden ausgezeichnete Frau heimgegangen. Sie war Vorsteherin des Israelit. Frauenvereins, und ihren Verlust werden Bedürftige und Kranke schmerzlich vermissen. Bönstadt (Ooerheffen). Fanny Löwenthal geb. Berberich feierte den 90. Geburtstag. Reichelsheim lOdenw.) Loeb Marx und Frau, geb, Noll aus Oberklingen feierten die goldene Hochzeit. Biltel. Sin geborener Bilveler, der jetzt in Amerika lebende Kaufmann I. M. Rosenthal, hat der israel. Gemeinde für ihren Friedhof eine neue Einfriedigung in Form einer zwei Meter hohen Mauer aus Blendsteinen und einem schönen Porten aus Kunstschmiedeeisen gestiftet. Fvld«. Die jüd. Gemeinde kaufte ein Grundstück für etwa 40000 Jh, um eine neue Synagoge zu erbauen. Leipzig. Der Senat der Handelshochschule hat für die Amtsperiode vom 1. Oktober 1914 bis 30. September 1916 den bisherigen Studiendirektor, Prof. Dr. Adler, wiedergewählt: (L.) Pose«. Im 56. Lebensjahr d erschied Justizrat Jo sephManheimer, Repräsentant der jüd. Gemeinde, Vorstandsmitglied der Israelit. Waisenanstalt, der Moritz Rohr'schen Stiftung, Mitglied der städtischen Armendeputation usw. Unter der großen Trauerversammlung bemerkten wir u. a. den Oberbürgermeister und "den Landgerichtspräsidenten. Wie«. Ueber den ermordeten Erzheqog Franz Ferdinand erzählt Vondörfer im „Prag. Tgbl."» darunter folgendes: Der Erzherzog war mit seiner Gemahlin bei den Manövern in Würzburg, und das Paar reiste nur zu dem Zwecke nach Frankfurt, um die Antiquitäten der Firma I. u. S. Goldschmidt zu besichtigen. Sie ließen sich durch den Direktor des Englischen Hofes anmelden, es wurde ihnen jedoch mitgeteilt, daß infolge Feiertage das Geschäft geschlossen sei. So reiste das Erzherzogspaar unverrichteter Dinge wieder ab. Die Firma entschuldigte sich schriftlich und erhielt daraus die Antwort, daß es das Erzherzogspaar „ungemein und herzlich freue, daß es noch solch fromme Juden gibt, die die Satzungen derart Hochhalten." — Der neue Thronfolger, Erzherzog Franz Josef, lebte als Reiteroffizier in Kylomea inmitten einer großen Judengemeinde. Bei vielen Gelegenheiten ist er mit einfachen jüdischen Leuten in Verbindung getreten, und er hat sich bei der gesamten jüd. Bevölkerung Liebe und Dankbarkeit erworben. Sisenstadt (Ungarn). In dem berühmten Ghetto sind abermals 6 Häuser niedergebrannt, darunter das Geburtshaus Akriba Egers, in welchem der Chasam Sofer mit dessen Tochter Hoheit feierte. Es liegt zweifellos Brandstiftung vor. Prag. Robert Fuchs Edler von Roüetrn, stellvertretender Präsident der israelit. Kultusgemeinde, feierte den 60. Geburtstag. Jaffa. Die Orangenausfnhr von Jaffa im Jahre 1913/14 betrug 1553861 Kisten» von denen fast 900000 Kisten nach England gingen. Die Getreideernte ist im vollen Gange. Die Aussichten sind im allgemeinen günstig- Rew-Aork. Dr. Simon Flexner, Direktor des Rockeseller-Jnstituts, wurde zum Chevalier der französischen Ehrenlegion und Jacques Loew. Anatom am gleichen Institut, zum korresp. Mitglied der sranzös. Akademie der Wissenschaften ernannt. KmUedm. ü Der Windhauch. Historische ErzMnng von M. Pulvermann. (Fortsetzung.) (Fortsetzung.) „Nicht so, mächtiger Herrscher der Erde! Ich komme/ um Dich anzuflehen. Dich nicht länger Deinem Mißmute M überlassen. Erhebe Dich von Deinem Lager, wasche Deine Augen, iß und trinke, lasse Tänzer «nd Sänger vor Dich kommen, belustige Dich mit Deine«

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