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Neue jüdische Presse · 1914-07-03 · Heft 26 (3.7.1914) · p. Seite 11

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
12 (1914)
Issue
Heft 26 (3.7.1914)
Date
1914-07-03
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Kt 2f>. Frankfurter Israelitisches FamllienAatt. Seite 11. Eiterung seiner Sammelmittel eine dringende Notwenkei t. Eins der wirksamsten Mittel hierfür, das gleichig eine Durchführung der Sclbstbcsteuerung bedeutet, die Versicherung zu Gunsten des Natiolfonds. Der Delegiertentag empfiehlt allen Zionisten, m Vermögensverhältnisse es gestatten, eine Versicherung Gunsten des Nationalfonds abzuschließen." Wie«. Die dieser Tage verstorbene Baronin Bertha suttner gehörte gleich ihrem Manne zum Freundesse Herzls und interessierte sich lebhaft für den Ziomus. Leo Schweinfest# Damanaohnelderal O empfehle tadellosen Sitz, gute Yerarbeitung. Ä V Gr. Enchenheiraerstr. 19. I. -WW B Aus -er Misrachi-Organisatiou. St. LoulS. Welchen Erfolg der sechsmonatliche Aufenthalt Generalsekretärs Meier Berlin gehabt hat, zeigte so recht deutlich der Misrachätag in Cincinnati der zahlreichen Beteiligung aus den wertvollsten Kreisen traditionellen Judenheit und in der Begeisterung, die ihm herrschte. Fünf angesehene Rabbiner wurden als Qberrat ge- K. Es sind dies die Rabbiner. B. Abramowitz- Louis, Dr. S ch e f e r - Baltimore, A s s i n s k y - sburg, Remas Margolis-Newyork und Lewinroit. . Gerade in unserem Lande der Freiheit ist die Betonung nationalen Momentes für die traditionelle Judenheit wertvolles Mittel für ihre Erhaltung und Stärkung. Morris I. Leibson. s der „Agudas Jisroel"-Vetvegrrug. Berlin. In gut besuchter Versammlung der Jug-nd- >pe sprachen Dr. Hartwig Carlebach („Zwei tanschauungen im Kampfe um die Weltherrschaft") und Heinrich A. Cohn („Das Wesen des Agudismus"). Halberftadt. Die Ortsgruppe wählte zur liessijoh gedauloh, den Aguda-Kongreß: Gottfr. ldschmidt, Herm. Schw-ab und Dr. I. B. c r b a ch (Ersatzdelegierter). Hamburg. Hier wurden als Delegierte zur Lenisfljoh mloh gewählt: Dr. G. Lanzkron, Schlioma oin und Jakob Goldschmidt und als Ersatzsterte: Jonas Strauß, Karl Bodenheimer Rabb. Dr. Lichtig. Herrfeld. Hier wurde nach Reden Direktors Dr. Langeiffurt und Lehrers M. Nußbaum eine Ortsgruppe 50 Mitgliedern begründet. ilrakau (Galizien). Hier ist die Gründung einer »dgruppe in Vorbereitung. — In Görlin und Sanok sind Ortsgruppen rundet worden. A«s der «ehrerweu. ll,.) Posen. Die Lehrerin Frau Ehrlich beging ihren 70. Geburtstag. — Die Oberkantorstelle an der hiesigen Synagoge wurde Kurzweil- Mannheim übertragen. Bukarest. In die Prüfungskommission für jüdische Lehrer wurden von der Regierung folgende Rabbiner berufen: Dr. Bäck-Bukarest, Dr. Thenen- Jassy und Dr. Nacht- Focsani. Bortsow »Rußland) Zum hiesigen Raw wurde Rabbi Schmuel Jizchok Josse, Schwiegersohn des Gaon Josche Bär Brisker s. A. und Schwager von Rabbi Chajim Brisker, gewählt. Aus de» Vereine«. Berlin. Der Verein ,Züd. Genesungsheim" hielt seine 13. ordentliche Mitgliederversammlung ab. Sanitätsrat Dr. Wilh. Feilchenfeld, der.Vorsitzende, teilte in seinem Berichte mit, daß im Lehnitzer Heim 567 Personen 4—6 Wochen Aufnahme gewährt wurde. Darmstabt. Der Verein „Jüdischer Kinderhort und Jugendfürsorge hat schon im zweiten Jahre seines Bestehens den Kreis seiner segensreichen Tätigkeit erweitern können. Der von dem Verein geschaffene Hort wird von 45 Kindern besucht, die nach dem Urteil ihrer Lehrer in Leistungen und Betragen erfreuliche Folgen dieser Pflege erkennen lassen. Das Baden in den Sommer¬ und Wintermonaten, sowie das Turnen und Spielen werden von geeigneten Kräften überwacht. Einige besonders blutarme und unterernährte Kinder genossen eine vierwöchentliche Ferienerholung in dem Raphael- und Jeannette-Ettlinger-Heim in Hofheim. Die übrigen verbrachten im vergangenen Sommer in einem eigens zu diesem Zweck gemieteten Garten 5 Wochen lang den größten Teil des Tages unter Spiel und nützlichen Beschäftigungen. Der von Frau Gretel Gold st ein erstattete zweite Jahresbericht hebt hervor, daß den Kindern täglich durch Frau Cohn ein streng rituelles Mittagessen im Freien gereicht wurde und bezeichnet den Erfolg dieser „Ferienkolonie" als sehr erfreulich. Als eine besonders wertvolle und nachahmenswerte Einrichtung des Vereins darf die regelmäßige Sprechstunde angesehen werden, in der Auskünfte über Erziehungs- und Berufsfragen erteilt werden. Der Verein, der aum im abgelanfenen Jahre die Unterstützung der städtischen Behörden, der Darmstädter Aerzte, der Starkenburg-Loge und zahlreicher Gönner, (aller religiösen Parteirichtungen) gegossen hat, darf auch tveiterhin der Munifikation aller Wohltäter warm empfohlen werden, umsomehr, da er beabsichtigt, bei genügenden Mitteln auch in diesem Sommer wieder den Kindern eine Erholung zu gewähren. Frankfurter Berichte. Sommerfest. Die Agudas Jisroel-Jugendgruppe veranstaltet am 9. August im Garten und Saal des Restaurant Bellevue in Neu-Isenburg ein Sommersest, mit Aufführungen ernsten und heiteren Inhalts^ Der Ein-, trittspreis beträgt im Vorverkauf 75 Pfg., an der Kasse 1 Jk Der Beginn des Festes ist auf 5 Uhr nachmittag festgesetzt. Das Programm, das in den nächsten Mitteilungen der A. J.-J. veröffentlicht wird, verspricht den Besuchern einige frohe Stunden im Kreise Gleichgesinnter. Kartell sind bereits jetzt schon bei dem Kastellan der A. J.-J., bei allen Mitgliedern und bei den durch Plakat kenntlich gemachten Verkaufsstellen zu haben. Gedeulbnch der Frankfurter Juden. Im Berlage von I. Kauffmann ist der erste Band eines Gedenkbuches der Frankfurter Juden erschienen» ein stattliches Werk von 538 Seiten, dessen Bearbeitung und deutsche Uebertragung im Aufttage des .Komitee zur Erhaltung und Wiederherstellung der Grabdenkmäler auf dem alten isr. Friedhofe am Börneplatz" Lehrer Simon Unna durchgeführt hat. Dieses Komitee trat unter dem Vorsitze des Raphael Kirchheims unj» unter dem Ehrenvorsitze Rabbiners Dr. M. Horovitz s. A. am 17. August 1904 zusammen. Erste Aufgabe war, Grabsteine bedeutender Männer, deren Nachkommen nicht mehr nachweisbar sind, sowie Grabsteine, die einen kultur- und kunsthistorischen Wert besitzen, auf Kosten des Komitees wiederherzustellen. Ferner wurde von Anfang an die Förderung von Veröffentlichungen, die mit dem Friedhofe im engeren Zusammenhänge stehen, auf das Arbeitsprogramm gesetzt. Sämtliche Steine wurden neu nummeriert, und ezne Kartierung des Geländes wurde vorgenommen. Für spätere wissenschaftliche Untersuchungen sollte eine weitere Grundlage geschaffen werden. So entstand das nunmehr im ersten Bande vorliegende Register der Beerdigungsbruderschaft. Die Inschriften der Grabsteine selbst sind bekanntlich von Rabb. Dr. .Horovitz s. A. ausgenommen und in seinem Buche „Die Inschriften des alten Friedhofs der isr. Gemeinde zu Frankfurt a. M." wiedergegeben worden. Hebräische Bereinig««» „Jwriah". Am 2. Vortragsabend schilderte cand. phil. MoseS Brand die Bedeutung der hebräischen Sprache in Geschichte und Gegenwart des jüd. Geisteslebens und warnte im besonderen vor jenem Grundsatz des „laisser faire laisser aller", dem man so vielfach und in wetten Kreisen der Judenheit mit bezug auf die Einschätzung und die Kenntnis der hebräischen Sprache und Ihrer Ltteratur begegnet. Der Redner zeigte, daß sowohl vom individuellreinpersönlichen Standpunkt des einzelnen Juden wie auch von dem überindividuellen an .der Jugendfrage sich orientierenden Standpunkte die Pflege und Verbreitung des Hebräischen für jeden jüdisch Fühlenden dringendes Postulat sei. Auf das Programm der ,Jwriah" übergehend, betonte der Redner, daß die Bereimgung ,Jwriah" in jeder Beziehung neuttal sei. Ihre Aufgabe bestehe lediglich darin, positiv für die Verbreitung der Kenntnis der hebr. Sprache und Ltteratur zu arbeiten. In Frankfurt bestünden zwar mehrere Vereine, deren Arbeitsprogramm auch auf die Pflege von Hebräisch sich arl Grebenau, Steinwes 1 Juwelen, Mm. Bold- und Silberaapro Atelier für Neuu. Umarbeitungen Eckhaus Bossmarkt . h««ld._Saohwer«tSmlIa«r _______ Reparaturen. Telephon Hansa 6069. Auswahlsendungen gerne Ml Diensten. IsraalHfsch« KuHuagaaaaatXada. Lasst Sonne herein! Die sanitäre Heilwirkung der drei mächtigen Faktoren: Licht, Luft und Sonne wurden bei den bisherigen Fenster-Dekorationen mit ihren überreich gemusterten-Gardinen und schweren Uebergardinen .vollständig ausser acht gelassen. Erst der neuzeitlichen Innendekoration blieb es Vorbehalten, Gardinen und Yorhangstoffe herzustellen) die dem Licht, der Luft und der Sonne; Eingang in die Wohnungen gewähren und dadurch die Bäume nicht nur hell und freundlich, sondern auch sonnendurchflutet, gesund erhalten. Solche auf der diesjährigen Deutschen Werkbnnd- Ausstellung in CÖln bereits verwendeten, neuzeitlichen Gardinen u. Künstler-Garnituren, sind heute zum ersten Male in Frankfurt in einem der grossen Schaufenster Stiftstr. 29-33 zur Anschauung gebracht. Ich bitte, von deren Besichtigung im Erker, sowie am Lager reichlich Gebrauch machen zu wollen und sich dabei von dem eigenartigen, feinen Mustergeschmack und den gediegenen Qualitäten zu überzeugen Die neuzeitlichen Tüllgardinen werden geführt in den Preislagen Mk. 14.— bis 19.75 pro Paar Mk. 17.50 bis 24.40 pro Garnitur (3teilig). Vertrieb v. Amt Hansa 8194. Erzeugnissen sächs. Gardinen-Fabriken F. W. Holte Stiftstrasse 29-33. Samstag, 10V.:Dorath Horischaumm (DirS. Dr. Lange). 11Tarn m. Raschi (Hirschberg). 13 B-: Ge» moroh (Gotüieü). Gemoroh (Rachelsohn). SoantaL ')«8 B.: Gemoroh (Rachelsohn). 9R««t«gl9 R.: Sprechst. des Zimmernachweises. Mittwoch, 9 Uhr N.: Nechijim (Unna). 9 3fct Gemoroh (Gottlieb). Samstag, lOVuDorothtzorischau» nun (Sixettor Dr. Lange). 4 9L: Pbcke QwauslHirschberg). Sonntag, 8'/» R.: Hebr. Sprachkursus U. (Schachnowitz). Dienst«», 83b bi» 10 N.: Schnetdettursus (Realschule). Do«nersta»,8tz R.:Turnen (Realschule)._' Kutin & HfelgstoK Kunstu. Bauohlosaanl» Theobaldstr. 13. Trief. 11553. Anfertigung in Gitter, Tores, Treppengeländer. Bp«» i» Schilder. Traaqpareateu* «■pantuwbdtea. Emsige jüd. Heister smBIatze. Bstf - BitBktiifladonffBl Globus IftufssB. bawttrisste*ftnttntdar Branche, erforscht alles 8bendl, zn bekannt lellden FHtai Berlin W. SS, Fotsdameiatr. 114.

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