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Neue jüdische Presse · 1914-07-03 · Heft 26 (3.7.1914) · p. Seite 12

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
12 (1914)
Issue
Heft 26 (3.7.1914)
Date
1914-07-03
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 ^caulfurier erstrecke, aber die ,Zwriah" wolle sW ausichließliK dieser Ausgabe widmen. - Wandergruppe des „Montefiore." Die Wandergruppe veranstaltete am letzten Sonntag eine wohlgelungene Fahrt ins ZSeiltal. Für Len kommeiwen Sonntag ist eine große Fahrt in den Kochspessart geplant. Wes Nähere siehe aus Lern Bereinskalender. Freunden schöner Gegenden kann die Teilnahme an der Fahrt nur dringend empfohlen werden. Voluuuigd-Lloi'ledtiutgeo 1» tSostlekked. Auflassung Verkauf von taffistgeverbliehen Erzengnlssen. Antiquitäten. Eriedrieh Bernhard, Frankfurt a.M _Tel. Hansa-5574. Bgrsenstrasse 11._■ Brmte Chronik. Sie Bibliotbek der Juauisttiou. Professor Gottheil-Cincinnati hat zum zweiten Male eine Reise nach Spanien angetreten. Er war bereits 1404 in Spanien und fand damals' sehr viel wichtiges Material für sein Spezialgebiet, die Geschichte der Jnquifition. Prof. Gottheil erklärte. Laß er niemals die Jnquisition so recht )u begreifen vernwchte wie damals, als er zum ersten Male einem Stierkampf beiwohnte. Erst da lernte er es verstehen, wie die Borfahren der heutigen Spanier einem AutodafL, bei welchem die Opfer der Inquisition bei lebendigem Leibe verbrannt wurden, in Extase zujubeln konnten. Die königliche Bibliothek in Madrid allein besitzt 30000 Bärü>e über die Inquisition, in Welchen alle Verfolgungen und die verschzwenartigsten Torturen, denen die Juden zur Zeit der Jnquisüion ausgesetzt waren, bis in das kleinste Detail beschrieben sind. Sie enthält aber auch interessante Stammbaumbücher, weljchje die Jnquisiwren als Nachweis dafür angefertigt hatten, daß dievon ihnen verfolgte» Marannen wirklich von Juden abstammen. - Prof.-Gottheil verspricht sich auch diesmal eine große Ausbeute archiv arischen Materials. Der katholische Steuerzahler der Pefter SultuSgemeiude. Der Direkwr des hauptstädtischen Orpheums, Emerich Waldmann, ein wegen seiner Wohltätigkeit sehr geachteter. Mann, hat bereits vor vier Jahren, als die Kultussteuerbemessungskommission der jüdischen Gemeinden ihn wegen seines Wisch klingenden Namens zur Steuerleistung aufforderte, freiwillig eine jährliche Steuer von 200 Kronen auf sich, genommen. Nun hat dieselbe Kommission in Unkenntnis des erwähnten Umstandes die Steuer des Direktors Waldmann aus jährlich 300 Kronen erhöht und ihn hiervon durch ein Vorstandsmitglied in Kenntnis - setzen lassen. Direkwr Walbmann worüber diese Mitteilung nicht wenig verblüfft, meinte jedoch auf die Frage des Vorstehers, ob er die Bemessung zu hoch halte: „Durchaus nicht, es geht ja auf einen guten Zweck, aber ich. finde die Sache doch etwas komisch, denn ich bin kein Jude und stamme auch' nicht von Juden ab. Ich wurde in Mllano als Sohn guter Katholiken geboren.' Da ich' weiß, daß die jüdische Gemeinde sehr viele nützliche Wohlfahrtsanstalten zu erhalten hat, erlläre ich mich, bereit, so lange ich Direktor des hauptstädtischen Orpheums bin, die freiwillige Kultussteuer von 300 Kronen jährlich zu leisten." Bemerkt sei hierbei, daß dieser ausgezeichnete Mensch der Budapester Jto-Organisation in einer Zuschrift an den gewesenen Ministerialsekretär Dr. Alexander Lederer das Reinerträgnis zweier Vorstellungen im hauptstädtischen Orpheum anbot, und um dieses Reinerträgnis zu erhöhen, sich mit der Vergütung bloß der.Hälfte der Regiekosten zufrieden gab. Kunst und Literatur. I e s ch u r u n. Monatsschrift für Lehre und.Leben im Judentum. Herausgeber: Dr. I. Wohlgemüth. Heft 6. Berlin N. 24. Inhalt: Die Halacha und die Herzenspflichten (I. Wohlgemüth). — Der Eid der Juden (D. Hoffmann). — Das Gichon-Rätsel (C. Biberfeld). — Das Thorastudium und die Frauen (Ch. Lauer). — Moderne Synoden (G. Rießer). — Die böse Zunge (E. Gordon). — Bedeutungs- Wechsel von Bibelversen (S. Stein). Aus dem im Jüd. Verlage erschienenen Werke „Das Leben Theodor Herzls" von Adolf Fri.edmann. Alt-Aussee, Steiermark, 18. 8. 1901. Mein teurer, guter Freund ll) Müde Hab' ich mich! gelaufen und bin von dem Gesindel, welches über das Geld verfügt, nicht einmal angehört worden. Es wird Pech und Schwefe! regnen müssen, damit diese Steine weich werden. Es ist unerhört und in fünfzig Jahren wird man diesen Leuten auf das Grab spucken, wenn man es erfahren wird, daß ich mit . . .* 2) nahezu fertig war und nur die lumpigen Gelder nicht bekommen konnte. Natürlich dürfen wir heute unserem Zorn und Schmerz nicht Luft machen, denn dann erführe auch,. . . unsere innere Schwäche und ich muß mich, bemühen, chn hinzuhalten, Zeit zu gewinnen, Wasser aus dem Felsen zu, schlagen und Gold aus dem Kvth zu kratzen. ~ ' 1) Dr. Mandelstamm, Kiew. ' 2) An Stelle der Punkte steht im Original ein Chiffre, die den Sultan Abdul Hamid bezeichnet. - Nr. 2s Bequemem für mich wäre es ja, heute abzuschlch und eine Proklamation zu erlassen: „So, Juden, armer hilfloser Journalist habe es in fünf Fahren so &, gebracht, mit . . . selbst, diese Verhandlungen führen können. Was an mir war, habe ich getan und me Ihr aber laßt mich im Stich, Ihr seid eine Bagage hol Euch der Teufel! ich, kümmere mich um nichts meh Ce beau geste, der auch so angenehm und begn wäre, ist mir versagt. Ich muß es weiterschleppen. % Schlimmste aber ist, daß nicht nur die Antis und Indolenten mir Miseren machen, sondern die eige, Leute. In der Bank ist man nicht zu einem Entschl zu bringen, es gibt Reibereien, persönliche Disferen zwischen ".den Direktoren. Was? Einer' proponiert, i der Ändete nicht, üsw. Bis ich > wieder als Gewaltmei äüftreten muß, damit nur etwas geschehe, ch.'-. Auch im A.-C. scheint etwas zu gähren,'. . . N spricht. von „Jungzionismüs" usw.. Das ist wahrlüt> st daß wir, unsere Jungtürken haben. . Wir sind eben geistreiches Volk. : Aber darüber lache ich, schließlich. Sie wollen m nur schon aus der Bewegung hinauswerfen! Vorläufig ist meine Eine Sorge: Geld. Grands du wo soll ich's hernehmen? Ich, zerbreche mir den K, um etwas zu finden. Der Kongreß wird um 'Weihnachten in Basel s. Die ungünstigste Zeit. Aber mein Vorschlag: Juli London, wurde von den Fraktionen .abgelehnt, weil mein Vorschlag war. Es war nötiger, sich die De, tigung von der JCA. abzuholen. Darum hatte man den Kongreß keine Zeit. Dies alles unter uns! Sie haben das Prwilegi, daß ich mich bei Ihnen ausweine, weil ich Sie so i Herzen liebe Ihr treuergebener Benjamin?) s) Herzls hebräischer Vorname, den er nur im inti, Briefwechsel, gebrauchte.. Spenden. Tachkemonischule in Jaffa. Gustav Kahn u. Familie, Bierstadt; Moses Levh Bierstadt je 1 JL- Julius Oppenheim ü. Frau 1,50 gratulieren Hochzeit Jacobson/Oppenheimer 3,50 Selmar Geis gratuliert Hochzeit Zentmann/Ahrand Kaufmann/Bing 1,— Wenn unsere Abonnenten uns i Ferieuadresse aufgebe», wird ihnen «ui Zeitung kostenlos nachgesandt. Frankfurter Israelit. FamMenblat TT Reise- und Wegen vorgerückter Saison: Enorme Prelsermässignngen auf: Grosse Posten t ' Jabots, Gürtel,* Auto-Chales, Korsetts, halbfertige Koben und Binsen, Sonnenschirme, Regenschirme, Handschuhe, Strümpfe, Untertaillen, Bademäntel, Badeanzüge, Kinder-Waschblnsen,; . Kinder-Mützen, Kinder-Schürzen, trüftgewordene Wäsche etc. -^=' ——. ■ Grosse Bosten: Weisse Binsen, Seidene Blusen, Waschkleider, Jackenkleider, Kostümröcke, Staubmäntel, Morgenröcke, Unterröcke. — Banz besonders billig: Zurückgesetzte Knaben-Blusen und Wascb-Anzüge, farbige und weisse Mädchen-Wasch- und Wollkleidchen.

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