Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 12 (1914)
- Issue
- Heft 22 (5.6.1914)
- Date
- 1914-06-05
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2692297-2692872-2692894--08496-2703642- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Odesa 1× ep/1000834
OCR text
22. mit - ant- Äerraus: Katers krndrr ffora" -jüd. ilnaer \t Ge-?,/ den . Im Prof, iamen c der Lohns iechts- Es ugettb, r dem Eohcn irkung pfaug. nro. rung S. Zun!, le Mit- >ng der Frankellschast id lcr, Erschicsprach runde»- ist, die Wissenn .keine : möge, terschicd "Güter, ji seine» öfessors dem zu ich entr. Soincinden rntlicher s Wort, ick. Jüo. bei andie Rede auf die szuübc», hie, wie dauernd, :r Bibel. ju allen die Ge dentums «r . ______ nun auch bestrebt.ist, in unserer Stadt -Frankfurt fördernd tätig zu sein, so komme ihr dafür der herzlichste Dank zu.' Und diesen Dank-der Stadt Frankfurt,-verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft, zu überbringen, gereiche. ihtN als Oberbürgermeister zur besonderen. Freude und Hhrch .. . . Die Aussühriingen würden mit großent Bsisäff äus- ^iiöiriWili - , ... . -Diiräuj. ergriff Justizxär Dk.. V l ck.ck tzcHss Wort,. Als Vörständ . imd).V.er^reter dex Gemeinde., überbrächkc ch>.8erön herzlichste .Glückwünsche üsd. übergab drei große, Hände über die Geschichte der Juden FrckrikfNrts^ . verfaßt von dem berühmten Frankfurter Historiker I.. Kitckccktte?.- Die süd-- Wissenschaft sei immer vün großer Bedeutung gewesen, uttü ..mit der- Pflege - derselbe» betveise. die-JudeuhLlt^daß.. fitAchtung hör..sich .selbst besitzt. -Und nur solch ein Judentum habe, Ansjixlich chis....Achtung .ünderxr, . .Prof. Hülsen überbrächtö .oeü Ersten,'Miiö Quellenwerks der.Franffyrter Beerdigiingstegister v'chl 1624 bis -1888t- -Die Inschriften -auf den Gräbern Sei.. Htm süd, Frwdhvjs leien eme außerordentliche Hilfe für "das Ersvrjcheii ,. der. Huden Franffukts. ÜN^ sck Von Bedeutung für dse.jlid-. Wissenschaft, Als .Vertreter des .Komitees zur Erhaltung Ü»d Wiederherstellung.der Grabd'enküiälek überbrachte dy^dessen- Wünsche, der, verd'ieiiten Gesellschaft. Mtzge ihre unermüdliche Arbeit dem Judeutckm. gereichen r „Zur Lehr; zlir Wehr) zur Ehr." — Rabbtnür Dr- Sei Igln ölt.» .sprach im Namen der Frankfurter stiabbiner, Die Rabbiner. .seien, .-immer, die Beschützer und Förderer der Wissenschaft gewesen-. da die Wissenschaft immer die Mutter der Religion war. ^'Tauroh keneged külvin" heißt es; „Wissenschaft über alles." Prbf. Guttnt üiiit hielt nun sein Referat. Er spricht zuerst Lon der Wertschätzung dör. Wissenschaft durch die Jüdeii. . Uiis. ibetst. säiiii öäraiif. hich büß. Frankfurt nnß Pflegestätte jüdischer Wissenschaft durch jeiiis zahlrdiche. Gaoniin Von jeher gewesen. ist. Leider ist e's jetzt iint die jühtschc Wissenschaft traurig bestellt. Daß sie Vori hndereit. nicht geschätzt wird,- wäre jju bedchiern/ jedoch jiiiinßrhln verständlich-,, — aber selbst. s u r jüd, Gelehrte Ist dtö Unkeniftuis der jüdischen Wrssenschäft eln Prtvilcg geworden.-. — Die Pflege der Wissenschaft war.beim Judentum ein Anliegen der Gesamtheit, nicht nur einzelner Mariner. Jetzt Ist es auch noch so bei deii von uns sy viel geschmähten Qstiu.den-, Die. jüd. Wissknschäst hatte aus das Knlturlöbeit der Menschheit öiügkwtrkt sJiid. Alexaudrinische Philvsöphic)., Auch die verschiedenen RcligiöNett haben aus ihren. Quellen geschöpft. Die christlichen Theologen b?s 13. Jahrhunderts haben, ihr Bestes , b'ett. jüd. Gelehrten entnommen. Ja, bis zN cknstrer Zeit ist der. Einfluß der jüd. Wissenschaft merklich (Leibnitzsche Philosophie). Han., .darf wohl, auch stigeiff daß ohne die. Wissenschaft, des Judentums es keinen LÜther gegebey hätte.. — Was ist nün von unserer Seite geschehe» ziir Förderung der Wissenschaft des Judentums? Es ist. beschämend', wie mansie bis jetzt vernachlässigt hat. Jetzt muß man dieser Zerklüftung .Einhalt gebieten. Ein Irrtum ist es, zu behaupten, die Pflege der Wissenschaft des Judentums habe nur eiNeN theoretischen Wert für uns. Wir können sießnicht. entbehren als. Mittel zur Abwehr. ^Darauf bespricht-^; der Redner:-die: von der. Gesellschaft zur Förderung. dcr-WMenschaft des Judentums herausgegebenen Bücher, u. a) Germania-Judaica -und—Corpus Tanaiticum. „M e h r Licht'- sagte Goethe,-m e h'r Li cht,. soLschloß der Redner, muß -auch unser Losungswort, sein. Mehr Licht Über, das Jickentum. zu verbreiten, das fft die Aufgabe dxr, Gesellschaft. ... ’ * ■ Nach -"blesem)°nsir stürmijmem Bdisall aüfgenommenen öortr-aa..biLlt..Prof.'^. Kt ffr-a ueM'eindn Dörtraa über die Geschichte der Frcul.ksnrW^,Juden,. 'Er behändelte in" großen Zügen, das Gd>chich dM!Hüden«-Üöw. der Zeit ihrer Ansiedelung in Franksurt bisc zur- Erlangung der vollen Rechte im Jahre 18W. .Da, dieser inhaltrerche Bortrag demnächst, im Druck erscheinen, wird, erübrigt' es sich, aus ihn näher, .einzugehen. - . : ' / . Prof. Gnttmänn schloß dann die. Taguikg, für deren glänzendes Ärrangement beim Festessen, auf Direktor Dr. Adler getoastet wurde. ' Kolew. unsartierl 12^) ’ ■sortiert' 15 K MT s D tW | GM. HO LZ HOFLIEFERANT «. OMMME Aus aller Me«. »kölsches Reich. Berlin.- Dem R eichsverei n- D e ü tscherJuden sind in der letzten Zeit so häufig Anfragen betreffend „Erwerb und Verlust der Staatsangehörigkeit", zugegangcn, daß es — zumal auch in der jüdischen Presse die Notwendigkeit einer Zentralstelle für die Beantwortung solcher Fragen mehrfach hervorgehoben wurde — angejeigt erschien, hierfür ein Sonderdezernat zu schassen. Dieses Dezernat hat Rechtsqiswqlj Dr. Köllens che'r - Ftünkflkrter MraelitrschS FamilienKaÜ. Posen, Schloßstraßck Zz ft'eündlichst übernommen. Alle Anfragen,- dre sich auf NärltrÄffation nsw. beziehen. Litten, wir cktt Herrn Dr. Kollenkchvr richten zu wollen, BerN«. Der Äerband der Seatschen Juden teilt über seine Skellungn'ahme in dev Ausläiikkerpraxis mit i /.Der.Verband der Deutschen Jubett hat darüber, Lckß er in. Nefnnö'sätzlich-en ungünstigeren Behandlungder jirdrschs'iV Ausländer durch die Verwaltungseines Teils dkk. deutschen Bundesstaaten eine Verketzüng jüdischen Religionsgemeinschaft als solcher und daher.die MMpfstikg Äesev „Verwaltungsmaximen" als seine Aufgabe in „MrkrolNikg dev Interessen der Äe- . samtheri der veut.scheir Jude»" Äiiffeht, weder die jüdische OeffentlichleH noch Mch anversrtts _dre .Staatsbehörden im Zweifel gc-ckslen.- : Er hat dies aufs deutlichste Cif beit ResoiNiionen aller fefnft' Hauptversammlungen erklärt svql. die StenSgv. Berichte von 1911, 1913), die dett Tt-N-Ntsbe y vr d Üü Reichs wie aller deutscher EinzelstckckteN zur Kenntckis'nnhckr.e übersandt worden sind. Er ßat Mi. aber nicht mit kviederholken R'esbkntionen begnügt: nbch ehe ein .Entwurf zu necken- StNcktsangehörigkeitsgesctz dbrsckg,- .wurde KNe. emgehenve Umfrage. über die' E?»LÄ:gerungsüW ÄKMffNNgspraxis! in . allen. Bundesstaaten Mchlstaktet, - ihr Ergebnis bearb^rW.nnd- — bereits im- FdbrkM.MM — eine Eingabe zu dem — ht Vorberatung befindlichM Gesetz ctri &fflt Reichskanzler gerichtet,. Ihre Anträge' gütgen auf eine' in dem. Gesetz äuszuspre'cheuhe Beseitigung d'ev Äntorscheidnng.nach' dem Bekenntnis, enthielten übrigens auch schon den'ffi dritter Lesung durchgesetzteit betr. die Gleichstellung der Ausländer im Dienst aller anerkcknnten Meligionsgescllschaften und regten schließlich eine RegslüNg der Niederlassuiigsbcstimmungcn .an. Im Herbst löffv schloß sich an diese Eingabe die Nkündliche Vertretung Skr Anträge, durch ein Ausschußmitglied bei dem Dezerncnkeck iiti Reichsamt des Innern. ..Da her.Gesktzkniwllrs die interessierenden Fragen, ünb'kr8ckskchtigt ließ, setzte der Verband mit einer Reihe' v'ön Errkgöb'kck S» Ke» Re'ichstktg sabgedrllckt im 7. und 8. Geschäsksbericht)' seine Einwirkung fort, neben denen selbstverständlich während dlw ganzen Beratung des Gesetzes Bespre'chvngen des Geilcralsekrekärs mit deir Reichstags- Mitgliedern' dkr verschiedensten' Fraktionen einhergingen. Die Ergebnisse — die ja bekannt sind — haben keineswegs alle Wünsche erfüllt. Wcmr aber wenigstens das Einspruchsrecht der Bnildesstaaten gegen die von einem Von shttsit vecibsrchtigie Einbürgerung von Tatsachen die im Einzelfalk „eine Gefährdung des Reichs oder eines Bundesstaats'- bösorgen lassen, abhängig gemacht — also düs religiöse Bekenntnis als Grund hier ausgkschältet.— ist, weint der Vertreter der Reichsregierung ausdrücklich erklärte': ,-,Ein Bundesstaat dürs Bedenken .gegen die Aufnahme eines. Uitsländers niemals darauf stützen, daß der Ausländer ciiit'r Religionsgemeinschast angehört, die : er in seinem 'eigene» Staatsgebiet anerkannt hat" — wenn der. Vertreter der Preußischen Regierung zu ber Behauptung, . daß Ausländern' gesagt sei, > „solange sie Juden seien, würden sic nicht natnralirsicrt, wönn sie aber zu einein christlichen Glaubens- . - bekcnntnis übertreten würden, dann ließe sich darüber reden" — erklärte, „daß der preußische Herr Minister des Innern im Gegenteil für uinvürdig hätte, wenn jemand um äußerer Vorteile willen sein Glaubensbekenntnis ändere-- — . so wurde die Regierung hierzu nur genötigt durch die wiederholte eindringliche Darlegung der unterschiedlichen Behandlung der jüdischen Ausländer, die wiederum den Mitgliedern der Reichstagskommission nur möglich war auf Grund der st ä n d i g e n Versorgung nnt Material seitens des Verbandes. — So lag z. B., nachdem in einer Kommijsionssitzung der Vertreter der preußischen Regierung das Bestehen besonderer Grundsätze betr. die Einbürgerung jüdischer Ausländer in Preußen bestritten hatte, am nächsten Tage jedem Kommissionsmitgliede eine ans den Akten des Verbandes entnommene Abschrift eines amtlichen Schreibens vor, welches ansing (vgl. 8. Geschäftsbericht» S. 36): „Der Minister des Innern. 'Berlin, den 5. Februar 1901. Nach den bestehenden Grundsätzen ist die Naturalisation der im Jnlande geborenen oder ausgewachsenen Söhne ausländischer — jüdischer Gewerbetreibender im allgemeinen aus die Fälle zu beschränken, in denen »öl«. Die Abteilung „Kirchliche Kunst--in der Werkbund-Ausstellung bringt neben katholischen lind protestantischen Kirchenräumen auch eine Synagoge, die dieser Tage eröffnet wurde. Der von dem' Architekten Friedrich Adler, Lehrer an der Kunstgewerbeschule Hamburg, geschasfene, überaus weihevoll gestiminte Raum findet die höchste Bewunderung aller Besucher. Der Künstler hat es verstanden, bei genauester 'Jnnehaltnng aller traditionellen Bestimmungen, liicht nur die Architektur, sondern alle Einrichtungsgegenstände in ganz modernem Geiste zu gestalten. Der Blick wird zunächst durch einen, in edelster Keramik (Keramik-Manufaktur-Hamburg, Gerstenkorn u. Meinerstorf) ausgebildeten Vorhof auf das in gedämpftem Golde , erstrahlende Allerheiligste mit dem blauen Vorhang des Thoraschreines gelenkt. Vor ihm hängt zwischen dem in Eichenholz reich geschnitzten Vorbeterpult und der Kanzel die von der Firma Bruckmann-Heilbronn in edelster Silbertreibarbeit ausgeführte Ewige Lampe. Das in den . beiden Nischen rechts und links vom Allerheiligsten stehende .Gestühl, das sich , durch schlichte strenge Formschönheit Seite 3. »^zeichnet, ist für den Rabbiner und je zwei Vorstandsmitglieder sowie für den Lorbeter bestimmt. Die durch neuartige Form sich auszeichnenden sieben- und achtarmigen Leuchter sind in Messingguß ausgeführt und haben ihren Platz zwischen den Säulen des linken Seitenschiffs gefunden. Irr Vitrinen stehen zahlreiche Kultgeräte für den häuslichen Gebrauch. Von hervorragender Schönheit sind die von der bekannten Glasmalerei Gottfried Heinersdorff- Berlin nach Adlers Entwürfen ausgeführten Glassenster, die — Dank einer Stiftung eines künstlerisch gesinnten Mitgliedes der hiesigen -Lynagogengemeinde — Köln dauernd erhalten bleiben werden. Sie tragen wesentlich ’ zur Steigerung der Stimmung des in der Farbengebung wohl abgehobenen Raumes bei. Dem ganzen Wert wird der mit einem, für das Schöne empfindsamen Auge bedachten Besucher ansehen, daß sich hier ein hochbegabter Künstler mit voller Hingabe einer l)öhen Aufgabe gewidmet und sie mit feinstem Empfinden gelöst hat. Rumanieu. Jassy. Dieser Tage wurde hier der Palästinafilm des Vereins „Misrachi" aus Odessa vorgeführt. Eine unbeschreibliche Begeisterung..herrschte unter der gesamten Judenhekk. Alles eilte hin, .um die Palästinabilder ausalter und «euer Zeit zu sehen. Auch die eingefleischtesten Chassidim haben sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen^ das heilige Land zn sehen. Aber selbst diese Freude der Juden wurde seitens der Behörde mit Bitternis gemischt. Denn der Präfekt erklärte gleich nach der erüen Vorstellung, daß er die jüdischen^ Üeberschristcn des- Filmes rncht erlauben kann. VtiuHMBS-EinrlehlaiiBeii Io kflnstlerlseb. Auffassung Verkauf von kunstBewertliehen ErzeoBQissen. Antiquitäten. Friedrich Bernhard, Frankfurt a.M. _ Tel. H«naa 5574. Börsenatrasae 11.__ 1 Ans der zlonMMe» Bewegung. Wiesbaden- Auf Veranlassung der Zion. Ortsgruppe Wiesbaden sprach am 28. Mai vor einer gut besuchten Versammlung Herr Jac. Frankel aus München über „Zionismus und Orthodoxie". In fast einstündiger Rede verbreitete sich der Referent über die Entstehung und das Wesen des Zionismus, um dann unter Zugrundelegung zahlreicher Stellen ans Bibel. Talmud und Kommentaren auf die Besiedlung Palästinas und die Hochhaltung des nationalen Gedankens hinznweisen. Eine eingehende Würdigung des Misrachi beschloßdas beifällig ausgenommene Referat, an das sich eine Diskussion anschoß. — Der; hier gegründete „Jüd. Wanderbund Blau-We^iß" macht crsreuliche Fortschritte. Cafe Kaisergarten am Opernplatz Erstklassiges Familien-Caf^ Nachmittags Konzerte. ■= Fr* Hanselmann, Besitzes. Frankfurter Berichte. Kunstgewerbliche Ausstellung auf der Tagung der Gesellschaft zur Förderung der Wiffeuschast des Judentums. Die Firma Felix Horovitz, Frankfurt, a. M., aus deren Atelier schon eine große Anzahl von- Gegenständen für den israelitischen Kultus hervorgegaugeu ist, zeigte auf der Tagung eine erlesene Auswahl ihrer Arbeiten auf diesem Gebiete für den synagogalen- und Hausgebrauch. Aus der Reihe von Garnituren für den Thoraschmuck siel eine reiche Llrbeit auf, die Motive aus dem Pentateuch in reicher Relicfarbeit zeigt. Bei den ausgestellten Chanukkaleuchtern konnte man mehrere Typen unterscheiden, eine Art schließt sich an die trkditionelle Form des siebenarmigcn Leuchters an, während mehrere Exemplare eine neue Variation in der Anordnung der Arme bringen und endlich einige mit Rückwand und Marmorsockel — schöne und originelle Arbeiten. Unter den ausgestellten Kidduschgarnituren nsw. sek eine Arbeit besonders hervorgchobendieselbe besteht ans einer Platte, einem Becher und einem Teller, die in ihrer sechseckigen Form und mit denr. streng stylisierten Weinlaub besonders lnnstlerisch wirkt. — Als weitere hervorragend künstlerische Llrbcit sei eine Hawdalahgarnitur genannt. Die Umrandung des Tellers ist mit Weinlaubornamenten in vergoldeter Arbeit geziert, aiff der inneren Fläche Le-, findet sich in Radicrarbeit der ^abbatausgang nach dem bekannten Oppenheimer'schen Bild. Auch andere Gegenstände, wie eine Hagadah, mehrere Megillahhülsen, Hawdalahbüchsen, Mesusot, Berchesplatten, Berchesmesser nsw. zeigten, wie die Firma, bereu Atelier unter der künstlerischen Leitung des Herrn Leo Horovitz steht, 'bemüht ist, jüdische Kultusgeräte zn verfertigen, die in Uebereinstimmung mit den Bestrebungen unserer Zeit in Ausführung und Komposition hochwertige Qualitätsarbeiten sind. , .Moutefiore' '-Bereiu. Im Verein Montefiore hielt Herr Leo Roos seinen zweiten Bortrag über „Der Juden Anteil am Fortschritt der Kultur--. In recht interessanten Ausführungen beschäftigte sich der Referent mit den bedeutenden jüdischen Erfindern, Gelehrten, Schriftstellern nsw. Er zeigte an unzähligen Beispielen, daß die Juden auf allen Gebietew nicht nur sehr viel Bedeutendes geleistet haben, sondern sogar vielfach an der Spitze marschieren. Au den Vortrag. slWoß sich eine recht anregende Diskussion. s 4 I S. •J i i 5, 4