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Neue jüdische Presse · 1914-05-22 · Heft 20 (22.5.1914) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
12 (1914)
Issue
Heft 20 (22.5.1914)
Date
1914-05-22
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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;!i Leite 10. unsere Größe seit Jahrtausenden ausgemacht haben, Ucrtanschcn läßt gegen fremde, unbekMnte, uncrprobte Werte. Das Buch Mary Airtins Leigt von Anfang dis zu Ende so in die Augen fallcird Iras Unlogische, Widersinnige und Lächerliche dieses Strebens, alles Eigene zu vergessen und sich ganz dem anderen zn affimilieren,. daß, mvN. sich untviÜknrlich fragt, wie es möglich ist, daß! ein solch' ungewöhnlich begabter Mensch wie Alary Antin, ihre eigenen 'Zeilen nicht zu lesen versteht. Wir wünschen dem Buche Mary Antins volle Wirkung, freilich nicht die von ihr beabsichtigte. Möge es alle,, die es ehrlich mit der Zukunft des Judentums meinen, aufrütteln. Die Gefahr ist furchtbar, Hunderttausende, die in den lMen.'Jahrzehnten .uns in dem Schmelzofen Amdrims verloren gingen, .sind nicht mehr zu retten, — aber Hunderttausende sind es noch, — wenn man sie zur Selbstbesinnung bringt. Caf6 Kaiserplatz -Betbmannstrasse 66 vis-a-vis Frankfurter Hof. Nach, vollst. Renovierung d. Titl. Publikum bestens empfohlen. TfigUeh grosses Künstler-Konzert der Ungar. Hanskapelle. Besitzer: H. Heinemann. Telephon Hansa 5859 Vom religiösen Leben im rnsfische« Ghetto. (Aus Mary Antins Buch.) Wenn ich heute auf die Vergangenheit znrückschaue, dann .sehe ich innerhalb des Mauerringes, den die wachsame Polizei um die Stätte meiner Geburt gezogen, noch eine höhere, stärkere, noch undurchdringlichere Mauer; die Mauer, die der Zar mit all seinen Helfern nicht wanken machen, die selbst die Priester mit ihren Marterwerkzeugen nicht durchbrochen, die Pöbelmassen mit ihren Fenerbränden nicht zerstören konnten. Diese Mauer innerhalb der anderen ist die religiöse Integrität der. Juden; eine Brustwehr, die die' Gefangenen des Ghetto wider ihre Wärter errichtet haben; eine Festung, erbaut aus den Trümmern ihrer verwüsteten Häuser, auszementiert mit dem Blute ihrer ermordeten Kinder. In der allseitigen Umzingelung, in der Unterdrückung jedes vernünftigen Strebens, klammerte sich der fast aller Menschenrechte. beraubte russische Jude an das. Einzige, was ihn niemals im Stiche ließ — an seinen alten Gottesglauben. Im Studium der Thora fand er Balsam für alle seine Wunden: seine geistigen Bedürfnisse stillte die peinliche Erfüllung der traditionellen Riten; und die Hoffnung auf die Wiederaufrichtung Jerusalems ließ ihn diellmwelt vergessen. Wenn wir am Sabbat oder an einem Festtage in der Synagoge, dem Mittelpunkt unserer Welt, zusammenkamen, was kümmerte es uns, welcher Zar auf dem Throne saß, was für schlechte Berater ihn beschwatzten? Sie beschäftigten die Einkünfte des Staates, die Politik und allerlei andere Nichtigkeiten, während wir darauf bedacht waren, unseren alten Bund mit Gott zu erneuern, auf daß sein Versprechen an die ßLelt in Erfüllung ginge und er mit seiner Gerechtigkeit die Völler überschüttete. Schon zeitig wurden an den Freitagnachmittagen die Läden und Marttbnden geschlossen. Ter Lärm des Handels, verstummte, der Staub der Sorgen legte sich und Sabbatfrieden lag über den stillen Straßen. Keine Hütte war so ärmlich, daß nicht der Schein einer Sabbatkerze in der Dämmerstunde das Fenster erhellte und jeden Wanderer erkennen ließ, daß der Geist Gottes Einzug gehalten unter dem niedrigen Dache. Angst und Sorge und Festigkeit fielen wie Masken von jedermanns Antlitz. Augen, noch von Tränen getrübt, leuchteten auf vor tiefer Freude. Wo immer sich, ein Haupt über eine Seite der Helligen Schrift beugte, dort ruhte auch der Widerschein der Gegenwart Gottes. Allein nicht nur an Festtagen, auch während des Alltags lebten wir nach dem Gesetze Mose. Wie wir cs mit dem Essen, mit dem Waschen, mit der Arbeit halten sollten, alles stand geschrieben, und wir mühten uns, das Gesetz zn erfüllen. Das Studium der Thora war die geachtetste aller Beschäftigungen, und wer ihr oblag, der angesehenste aller Männer. Mein Gedächtnis reicht nicht bis in die Zeit zurück, wo ich noch nicht wußte, daß Gott die Welt erschaffen und Lehrer eingesetzt habe, die dem Bolle wiesen, wie es auf der Wett zn leben habe. Erst kam Moses, und nach ihm all die großen Rabbis bis herab zum Rebbe von Polotzk, der Tag für Tag in den heiligen Büchern las, so daß er für alle meine, meiner Eltern und unsers Freunde Zweifel immer Rat wußte. Wenn meine Mutter ein Huhn ausnahm und irgend etwas Uebles darin fand — eine Verletzung oder einen Makel, der nicht sein sollte —, dann wurde das Mädchen damll zum Rebbe geschickt, und ich lief mit, um zu sehen, wie der Rebbe in seinen großen Büchern nachschlug. Und wie er enffchied, es war immergut. Wenn er das Huhn „treffe" erfand, durfte ich nichts davon 'essen, nein, und wenn ich am Verhungern gewesen' wäre. Und der Rebbe wußte in allem Bescheid: wann man reisen, wann man feine Geschäfte erledigen, wann man heirate» oder wann man das Geschirr zu Passah reinigen sollte. Ein anderer großer Lehrer war der Daijan. Er hörte die Klagen der Leute und schlichtete ihren Streit nach dem Gesetz, damit sie nicht vor das Gericht der Anderen zu gehen brauchten. Die Anderen begünstigten den Reichen gegen Len Armen, den Christen gegen Len Juden. Franffurter Israelitisches FarrrilienKätk. Nr. 20 Der Daijan gab immer gerechten Spruch. Selbst Nahem Rabillowitsch, der reichste Mann in Polotzk, hätte nie unbegründet gegen eine Dienstmagd Recht bekommen. Neben dem Rabbi und dem Daijan gab es noch andere Männer, deren Beruf als heilig gilt: der Schachet, der mit dem Schlachten des Viehs und des Geflügels Bescheid wußte; der Chasan und die übrigen Synagogenbeamten; die Lehrer des Hebräischen und deren Schüler. Es kam nicht darauf an, ob der Betreffende arm oder reich war, man mußte ihn Hochhalten und über andere stellen, weil er in der Schrift bewandert war. In der Synagoge saßen eine Reihe Männer den ganzen Tag über den Schriften, studierten und diskutierten vom frühen Morgen bis man des Abends die Kerzen brachte, und dann noch solange, bis die Kerzen niedergebrannt waren. Sie durften ihre Zeit mit nichts anderem verschwenden, wenn sie wirklich, große Gelehrte werden wollten. Die meisten von ihnen waren in Polotzk fremd und hatten außer der Synagoge überhaupt kein Heim. Sie schliefen auf Bänken, auf Tischen oder auf dem Fußboden; sie nahmen ihr Mahl zu sich, wo sich ihnen gerade Gelegenheit bot. Sie waren von fernher gekommen, nur um bei den guten Lehrern in Polotzk lernen zu können, und die Polotzker waren stolz darauf, sie zu unterstützen, indem sic ihnen Essen und Kleidung brachten und bisweilen auch Gelb, damit sie in den Ferien in die Heimat reisen konnten. I Robert G-erlaoli Frankfurt am Hain, Mainzerlandstrasse 166- Telephon-Amt I, 5375. Kunstn. Bauschlosserei, Eisen-Konstruktionen, Schaufenster-Anlagen, W erkstatt fQrkunstgewerbliche MetaUarbeiten in Eisen, Bronce, Messing, Reparaturarbeiten. I Deutscher Wandervogel oder Jüdischer Wanderbund. Die unter der obigen lleberschrift in der letzten Nummer Ihrer geschätzten Zeitung veröffentlichten Ausführungen des Herrn Hugo Wohlfahrt beruhen auf einer derartig einseitigen Stellungnahme zu Gunsten der national-jüdischen Wauberbünde, daß sie meines Erachtens nicht unwideriprochen bleiben dürfen. Es ist allerdings weder meine Aufgabe, noch meine Absicht, die Erllärung des „Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" in der Wandervogel-Angelegenheit an dieser Stelle zu verteidigen oder etwa den Zentralverein gegen die ihm unterstellten Motive — Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse, traurige Rückgratlosigkeit oder brutaler Egoismus (!) — in Schutz zu nehmen. Gegen solche Unterstellungen sich zu wehren, ist die Sache der Leitung des Zentralverernes, falls sie es — für erforderlich erachtet. Ich kann michaber des Eindruckes nicht erwehren, als ob der Verfasser des vorwöchentlichen Artikels selbst an „Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse" leidet. Wie anders ist es denn zn verstehen, wenn Herr W. die. gesamte nichtjüdischc Jugend im Wandervogel als mit instinktiv antisemitischen Gefühlen behaftet hinstellt und die Behauptung wagt, daß sie — wohlverstanden die ®e\amtl]cit keine näheren Beziehungen mit der jüdischen Jugend haben wolle. Wenn man weiß, wie die berüchtigte Frankfurter Resolution zu Stande gekommen ist, so sollte man sich doch vor solchen Verallgemeinerungen nach bewährtem antisemitischen Rezepte hüten! Oder haben die Ausführungen des antisemitischen Wandervogels im der hiesigen Protest - Versammlung einen derartigen Eindruck auf Herrn W. gemacht, daß er sie als typisch und maßgebend für den gesamten Wandervogel auffaßt? Es hat sich doch inzwischen gezeigt, daß weite Kreise der im Wandervogel organisierten nichtjüdischen Jugend den Vorwurf antisemitischer Gesinnung weit von sich weisen. In derselben Nummer des Israelitischen Familienblattes, . in welcher der Artllel des Herrn Wohlfahrt erschienen ist, steht eine Straßburger Notiz folgenden Inhaltes: „Wegen des bekannten antisemitischen Beschlusses auf dem Bundestage der Wandervögel ist der elsaß-lothringische Wandervogel ans dem Bunde ausgetreten." Und es besteht weiter die begründete Annahme, daß andere Gruppen diesem Beispiele folgen werden; glaubt da Herr W. wirklich, von der Verseuchung des gesamten Wandervogels mit dem antisemitischen Gifte sprechen zu dürfen? Selbstverständlich ist die Forderung, daß die jüdischen Wandervögel sich nicht etwa nur als geduldet in ihren Gruppen fühlen sollen, sondern nur dann im Wandervogel bleiben, wenn sie die Aeberzeugung haben, daß sie gerne gesehen sind. Und wo dieses etwa nicht der Fall ist, da ist es allerdings ein Gebot - der Selbstachtung, der. Gruppe den Rücken zu kehren. Ich, hatte lediglichdie' Absicht, mit, meinen Ausführungen den Beweis dafür zu erbringen, daß es falsch wäre,) einer.Anzahl „instinktiver" Antisemiten nach dem Vorschläge des . Herrn Wohne Gegenwehr das Feld zu räumen. Daß Herr W. mit seinen Ausführungen über den größeren Wert der Wanderbetätigung in speziell jüdischen Gruppen durchaus Recht hat, verkenne ich nicht Nur will es mir scheinen, als ob Herr W. bei seiner so warmen Empfehlung der jüdischen Wanderbündc in den gleichen Fehler verfällt, den er den Gegnern dieser jüdischen Wandcrvereiniguiigen znm Vorwurf macht, nämlich, als ob er selbst diese seine Stellungnahme zn sehr von Hauptversammlung -es Vereins Oelbaumspeude. Berlin. An der Versammlung nahmen teil: Prof. Dr. Marburg, Justizrat Dr. Bodenheimer, Dr. Hantle, Dr. Tschlenow, ferner die Sekretäre des Hauptbüros Groß und Ing. Kaplansky, sowie als Gast Agronom. Oettinger. Prof. Wa r b.ur g erstattete einen kurzen Bericht, woran sich eine Aussprache über die Werbearbeit für die -Oelbaumspendc — besonders im Hinblick auf den bevorstehende» 10. Todestag von Theodor Herzl — anschloß. Es wurde in Aussicht genommen, diesen Anlaß zum Ausgangspunkt einer verstärkten Agitation für die Banmspende zu benutzen, deren Bedeutung noch lange nicht genügend gewürdigt wird. Die Baumspende ließe sich in allen jüdischen Kreise» popularisieren, besonders, wenn man die altjüdische pietätvolle Sitte der Jahrzeitcn hierfür benutzte. Die Pietät gegenüber verstorbenen Angehörigen, die allen Juden ausnahmslos eigen ist, käme in der Pflanzung von Bäume» in Erez Israel am schönsten zum Ausdruck. Zum Zwecke der Aufklärung über die Wichtigkeit der Baumpflauzungen in Palästina und die Propaganda der Baumspende bei traurigen und freudigen Anläßen ist die Herausgabe von neuen Schriften in verschiedenen Sprachen in Aussicht genommen. Bei der hierauf vorgenommencn Neuwahl würden folgende Herren in den Ausschuß gewählt: „Parteiinteressen" herleite. Felix W ey er. I FrarSiliii Ml.. Q. KuWi Schi/feratr» 18m Telephon I, 8630. Seifen, Lichte, Kamm- und Bürsteniraren, Besen etc. Cosmetischo Spezialitäten. I Dr. Justizrat Dr. Bodenheimer, Dr. A. Hantle, . Jacobson, Dr. A. Klee, Dr. Lewin, N. So ko low, Prof. Dr. O. Marburg. Die Wahl des Vorstandes, als Exekutivorgan des AuSfchnffes, ergab folgendes Resultat: Prof. Dr. O. Marburg, Vorsitzender, Dr. Franz Oppenheimer, stellvertr. Vorsitzender, M. Wollsteiner, Schatzmeister, Dr. A Klee, stellvertr. Schatzmeister. Arbeiterheimstätten. Das Haupt - Bnrcanx des Jüdischen Nationalfonds hat dem Kunstmaler Max West selb in: Düsseldorf ein Kunstblatt unfertigen lassen, daß jedem Spender eines Arbeiterfamilienhauses überreicht werden soll. Das Bild stellt eine stimmungsvolle Land-' schaft in Palästina dar, ans der' neben einer größeren Kolonie eine Arbeitersiedlung mit einer arbeitenden Familie im Vordergrund zu sehen ist. Dieses Bild wird den Spendern eine angenehme Erinnerung daran sein, daß sie einer jüdischen Arbeitersamilie die Basis sür eine dauernde Existenz im heiligen Lande 'geschaffen haben. Bei der fortgesetzten Einwanderung von jemenitischen und aschkenasischen Arbeitern, die in de» alten und neuen Kolonien schwer unter dem Mangel einer eigenen Heimstätte leiden, ist dringend zu wünschen, daß die Werbc- . arbeit für den Arbeiterheimstätten - Fonds mit Energie fortgesetzt wird. Die Tatsache, daß nach dem Zeugnis aller maßgebenden Faktoren in Palästina die aus dem Arbeiterheimstätten - Fonds errichteten Familienhäuser den Jemeniten und Aschkcnasim sowie der Kolonisation überhaupt durchwegs zum Segen gereichen, sollte die Juden aller Richtungen veranlassen, den Arbeiterheimstätten-Fonds durch neue Häuserspeilden unausgesetzt zu fördern. Uhv'2fl fiter Fei Mittet h {»betten n teilte Inimissioi leitcr de ■bferorbei lursmaklc l«tct Kl , Im i upM - I Es „ f Kern Bei dts Dr.' ktclluiig «ob mit |ir Hyge lüfte hy! rinne bi leckenden luiben kiafen S Jet Arbe «tlichen Irt. Ebi linden ftabt, n Reim Inter de |abct ve |d))t bell Erfaßte - k Slrcn Kanter . I Dara Inter sack tcmunbei lergleichli her, al liiic Sti lurd) di lichtnng reichen g lergleichl ler versl lecrliche» Personalien «. Kleine Mittettnnge». Berlin. Kommerzienrat Gustav Manche im e r, früherer Inhaber der Firma B. Manheimcr, erhielt den Roten Adlerorden 4. Kl. und Kommerzienrat M. Stein, Direktor der Bank sür Brau-Jndustrie, den österr. Franz Joseph-Orden. Königsberg. Dr. Falkenheim. außerordentlicher Professor der medizin. Fakultät, erhielt den. Kronennt den 3. Kl. Um |ict ein ffm'JüI logemmn lusämmei mm laut, Ski llirchhein -anitäts ioeckle l; 'Mv >cs Her -isriger Michael «. Schis jung» di ' r $*1 bon 'du >en Bai -ein: sü lektonisck tzornheii {trage, 1fr sehr nehm 'i ioimcrär »immer» Frankfurter Berichte. Die Einweihung des neuen Israel. Gemeinde-Hospitals. Eine stille, schlichte, doch herrliche und erhebende Feier beging die hiesige Hauptgemeinde bei der Einweihung Des vori ihr neu erbauten Krankenhauses am vergangene» Sonntag. Es war ein ausgewähltes Publikum der Frankfurter Judenheit, auch Vertreter der staatlichen und der 'städtischen Behörden waren zugegen. Ter Helle Männersaal 'der chirurgischen Abteilung, der die Namen der Stifter -Georg und Franziska Speyer trägt, war durch :Blumen und Pflanzen vorübergehend in einen Festsaal verhandelt und zum Akt der Weihe erkoren. In schwung- und weihevollen Worten eröfsnete Rab- ' biner Dr. Nobel die Feier. Ausgehend von dem hiobschen Satze: „hen Goali. choy" (siehe mein Erlöser lebt), pries er das neue Krankenhaus als Tempel der Menschenliebe, der Hoffnung, Ruhe und Genesung, wo die Wanden des Lebens geheilt und neue Hoffnung in den müden Kämpfern geweckt werden sollen. Mit einem erhebenden Gebet weihte -er feierlich das neue Krankenhaus und übergab cs seiner Bestimmung. Der Vorsitzende der Gemeinde, Justizrat Dr. Blau, -wies auf die 'freiwillige, pflichtgetreue Krankenpflege der Juden von altersher hin, heilige Brüderschaften ,,'chewro kadischo" wurden gegründet und Hospitäler errichtet, Der ALedner dankte daraus im Namen der Gemeinde allen -denen, die zum Gelingen des großen Werkes beigctragen ihabe.n, so vor allem den staatlichen und ^städtischen Be- ' chörden .für das warme Interesse an den Gemeindeiangelegenheiten. Insbesondere aber dem Pflegeamt des Hospitals, den .Hospitalärzten, den BaU- und Orgairisa- , .ttonskommission; und dem Architekten R o e'ckl e und seinen - 'Mitarbeitern, i Herzlichen' Dank sprach der Redner.' auch jden opferwilligen Gemeindenittgliedern aus,-die auch , aus tuenden gehalten aurchsa Rhaiiptgc mördlich Igeschosse {logische Abteilui {kranken {den '.Kr {ein - klei {gibt ar {ebenso 1 .. Z' |isr. Ge hartem' {sür.jüd {Dieses {und -pt 18« i « Imodern Ijfir 58 leine 33 lunbJit Ibas O [bet Si [ganz,s {BaWä [ftetrt ' l ihre -f lyraien

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