Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 11 (1913)
- Issue
- Heft 52 (31.12.1913)
- Date
- 1913-12-31
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Sb. 52.. KvunÜenÄaÜ. ^erte lI 7 gesetzliche RegAunß dii Gegensätze )U denen anderer Provinzen die denkbar"günstigsten seren. ■-■' Y, Hierauf sprachen ihre Wünsche aus die°Landrabbineu. die/Delegierten der Nachbarvereine, Senator Fischer als Vertreter des Borstandes des Provinzialschulkollegiums und Justizrat Dr. Wolfes für den Vorstand der Unterstützungskasse. Der Chor sang wiederum einen Choral, worauf Lehrer Katz die Festrede hielt, wobei er sich mit dem Hinweis auf die von ihm dem Verein gewidmete Schrift „Geschichte des Vereins jüdischer Lehrer der Provinz Hannover" auf einige Ergänzung beschränkte. Die Feier schloß mit einem vom Dirigent Rose selbstverfaßten Choral. Es war eine schlichte, einfache, aber erhebende Feier, von der jeder Teilnehmer mit höchster Befriedigung schied. Besonders hervorgehoben zu werden verdient die An- - spräche des 80 jährigen Lehrerveterans Katz aus Obernkirchen, der als Abgesandter des hessischen Lehrervereins dem Verein Grüße und Glückwünsche in jugendlich, frischer, schwungvoller Weise überbrachte. Allseitige Freude gewahrte man auf de» Gesichtern aller Teilnehmer, als sie auch den langjährigen Vorsitzenden des Vereins und Mitbegründer des Lehrerverbandes in geistiger und körperlicher Frische unter den Gästen gewahrten. Er wies in seiner bekannten Bescheidenheit die ihm zugewiesenen Verdienste zurück, wenn solche vorhanden wären, so seien sie auf die Mitarbeit der Mitglieder zurückzuführen. . Das um 3 Uhr stattgefundene Festbanquett brachte allen Teilnehmern volle Befriedigung. Geschwister d e Vries haben sich als währe Künstlerinnen auf dem Gebiete der Kochkunst erwiesen. Auch an den üblichen Toasten, längeren , und kürzeren, ernsten und heiteren, hat es nicht gefehlt. Nach Beendigung des Mahles folgten der von Räb- ’ biner Dr. Freund verfaßte und von Fräulein Rose gesprochene Prolog, der lange anhaltenden Beifall der : Zuhörer auslöste und musikalische Vorträge. Frl. Speyer verstand es, ernste und heitere Lieder in unvergleichlich schöner Weise zu Gehör zu bringen. Einen wahren Sturm der Begeisterung entfesselte das wahrhaft künstlerische Geigenspiel des Fräulein Trude Bachenheimer aus Harburg. Auch die zum Vortrag gebrachten Klavierstücke des älteren Frl- Bachenheimer sprachen sehr an. Einige Präparanden des Hannoverschen Seminars produzierten sich im Geigen- und Klavierspiel, woraus der Schluß gezogen .werden mußte, daß die Musik in der Lehrerbildungsanstalt ganz vorlich gepflegt wird. Ein sröhlichcr Tanz hielt die Teilnehmer noch lange beisammen, und man trennte sich schließlich mit dem Bewußtsein, erhebende und genußreiche Stunden verbracht zu haben. An uttfere Gesinnungsgenossen! Am 15. Kislew wurde zu Halberstadt unter der begeisterten Zustimmung von Delegierten aus allen Teilen Deutschlands der Gruppenverband der „Agudas Jisroel" in Deutschland konstituiert. Innerhalb der Weltorganisation der „Agudas Jisroel" ist damit eine deutsche Zentralstelle gegründet, deren Ausgabe es sein wird, die Bekenner des altüberlieferten Judentums im deutschen Reichs um die Standarte der Aguda zu sammeln und damit für den organischen Zusammenschluß des in der Thoratreue geeinten Klal Jisroel die ganze Kraft der gesetzestreuen deutschen Judenheit einzusetzen. Brüder und Schwestern in Deutschland! Begreifen wir die Forderung des Tages und lassen wir die Stimme der Zeit nicht unerhört verhallen. Die „Agudas Jisroel" ist die zum Leben erwachte Sehnsucht der jüdischen Volksseele, die zur Tat gewordene Verbrüderung der thoratreucn Juden der ganzen Welt. Seien wir stolz daraus, daß wir eine der ersten Landesorganisationen dieses Bundes sein dürfen und gehen wir allen Ländern voran im edlen Wettstreite um die Lösung unserer heiligen Aufgaben. Erfüllen wir uns in diesen Tagen ewig wiederkehrender Erinnerung an herrliche Wundertaten mit dem Geiste der Ahnen, ent- , zünden wir Licht an Licht, kämpfen wir den geistigen Kampf um das unzerstöbrare Heiligtum der Thora und vertrauen wir dem Schirmer Israels, der sein Volk nicht verloren gehen läßt und uns aus der Zeiten Not und Drangsal ttchtersüllter glücklicher Zukunst entgegensührt. Auf denn zur frischen, rastlosen Tat! Werbet Mitglieder! Gründet neue Ortsgruppen! Es gilt der Ehre des Sinaigesetzes, es gilt dem Glück der Gesamtheit Israels! Der geschäftsführende Vorstand des Grilppeuverbands der „Agudas Jisroel" in Deutschland Gottfried Altniann-Beuthen O.-S., M. Altmann-Karlsruhe i. B., Rabbiner Dr. Aucrbach-Halberstadt, Dr. E. Biberfeld-Berlin, Rabbiner Dr. Carlebach-Lübeck, Dr. Berthold Cohn-Straßburg i. E., Zahnarzt Ehrmann-Werden, Felix Feuchtwanaer-München, Dr. PH. Frankl-Halberstadt, Salo Gellert-Posen, Gottfried Goldschmrdt-Halberstadt, Rabbiner Dr.' Klein-Nürnberg, Direktor Dr. G. Lauge-Frankfurt a. M., Oberrabbiner Dr. Lerner-Altona, Herrn. Schwab- Halberstadt, Heinrich Sichel-Breslau, Lehrer N Stern- Halberstadt, Koschmann Wreschner-Obornik, O.-S. Briefadressc: Gottfried Goldschmidt, Halberstadt. Frankfurter Berichte. An erfreuliches Resultat. Eine Reihe gesetzestreuer Mitglieder der isr. Gemeinde zu Frankfurt a. M. hatte sich zu Beginn des Jahres 1813, damals noch unter Führung des für uns zu früh' dahsygegängenen.. Herrn ‘ Kvmmsrzienrat Louis Feist st A., "anden Vorstand der isr. Gemeinde zu Frankfurt. a. M. mit einer Reihe von Wünschen uich. Forderungen gewandt. Nach weitreichenden Korrespondenzen und einer Reihe mündlicher, Verhandlungen, die zunächst ergeben haben, . . ' „daß der Vorstand mit seiner Erklärung vom 1. Dezember 1312 weder beabsichtigt habe, zu den „Richtlinien" zu einem Programm für das liberale Judentum irgendwelche -Stellung zu nehmen, noch dies nach seiner Auffassung getan hat, daß er mit der Erklärung vielmehr lediglich die Absicht verfolgte, eine ungestörte Entwicklung der Frankfurter Einheitsgemeinde zu sichern, und daß er' den gesetzestreuen Rabbinern nicht nur das Recht der Kritik der giichtlinieu nicht unterbinden wollte, sondern vom Standpunkt der gesetzestreucn Rabbiner aus sogar eine Pflicht zur Kritik dieser Richtlinien anerkennt," gelangt, ebenfalls mit Einwilligung des Vorstandes der Isr. Gemeinde, nunmehr folgendes Resultat zur Kenntnisnahme: n) Wegen der Beobachtung der rituellen Eheg ä setze hat sich der Vorstand der isr. Gemeinde bei den liberalen Rabbinern der isr. Gemeinde versichert, daß deren Stellungnahme zu den eherechtlichen Fragen in praxi, die bisher zu Beanstandungen keinen Anlaß gegeben habe, durch die Richtlinien keine A e n d e r u u g erfahren hat und erfahren wird. d) Hinsichtlich dcS Religionsunterrichts stellt der Vorstand der isr. Gemeinde fest, daß dieser Unterricht durch die Richtlinien eine Aenderung nicht erfahren hat und nicht erfahren wird. Die Rabbiner und Rcligionslehrer der isr. Gemeinde, ebenso die an den von der israel. Gemeinde unterstützten Unterrichtsanstalten tätigen Lehrer werden nach wie vor in keiner Weise die Unverbindlichkeit des jüdischen Gesetzes lehren und werden ihren Religionsunterricht nach wie vor nicht auf Grund der Richtlinien erteilen. Wie bislang, so werden auch in Zukunft rituelle oder religiöse Fragen, die sich aus orthodoxe oder gemeinsame Jnstilusionen beziehen, seitens des Vorstands immer dem orthodoxen Gemeinderab bin er zur Begutachtung vorgelegt und sodann nach dessen Votum entschieden werden. Geueralversammluug der Isr ReNgionSaesellschast. Zur Generalversammlung der Isr. Religionsgesellschaft hatten sich so zahlreiche Mtglieder eingesnnden, daß die Turnhalle bis zum letzten Platz besetzt war. Adolf Stern, der Vorsitzende des Vorstandes, leitete die Versammlung. Der Bericht verweilte ausführlich bei dem unersetzlichen Verlust, den der Heimgang Kommerzienrats Feist für die Religionsgesellschast bedeutet. Er rühmt die vornehme Gesinnung, die fürstliche Hochherzigkeit, die warme Liebe zn allem Jüdischen und die gewaltige Arbeitsleistung im Dienste der Religionsgesellschast des einzigartigen Mannes. Das letztjährige Defizit hat er bezahlt, noch änf seinem Krankenlager 50000 ,M. für das Krankenhaus zur Verfügung gestellt und letztwillig 100 000 JL der Gemeinde vermacht, von deren Zinsen je 1000 JL der Realschule und der Volksschule zugute kommen sollen. Das Andenken dieses Mrsten in Israel werde in der Religionsgesellschast nie erlöschen. Mach ein zweiter unersetzlicher Verlust traf die Gemeinde: das Verscheiden Dr. Israel Roos'! Was das Herz für den .Organismus, das war Dr. Roos für die Religionsgesellschast. In allen ihren Jnssitutionen weiß sie von seiner unermüdlichen Tätigkeit zn erzählen. Seine letzte große Tat war die Ausbringung der für das Krankenhaus erforderlichen Summe. Der Bericht gedenkt ferner der Herren Emanuel Ettinghausen (18 Jahre Mitglied der Verwaltung), M. L. Schwab, Anselm Kahn, Benjamin Sonnenberger und Gerson Jgcrsheimer und der treuen' .Beamten Moses Stern und Hirsch. Plaut. Für das' Krankenhaus habe die Opferwilligkeit der Mitglieder 600000 JL aufgebracht. Für die Mikwah seien infolge einer Spende des Ehepaares Meier Selig Goldschmidt 40000 .lit vorhanden. Es gingen auch im letzten Jahre wieder große Spenden ein (N. Sondheimer und M. S. Goldschmidt 10300 JL, für die Volksschule, Familie Baron Rothschild, Kommerzienrat Feist s. A. und M. S. Goldschmidt 35 000 JL für die Pensionskasse der Volksschule, M. S. Goldschmidt, 15000 JL, N. Sondheimer 10000 JL, Adolf Stern 3000 ,IL usw. usw.). Die Bilanz schließe noch mit 10 000 JL Defizit ab, nad)bem ein Anonymus 9000 JL. zahlte.. Die Platzmiete in der Synagoge erbrachte 64 000 JL, an Mizwcms gingen 12800 JL ein. Der Bericht erwähnte schließlich eine neue Bestimmung, nach der mit 5000 JL Spende ein dauerndes Scelenlicht in der Synagoge gebrannt werde. Dem Berichte schloß sich eine kurze Debatte an. in der E. Birnbaum und Banker Jakob Wolfs eine größere Anteilnahme der Mtglieder an der Gemeindeverwaltung wünschten, denn nur durch das erhöhte Mitverantwortlichkeitsgesühl der Mitglieder könnte die notwendige Erhöhung der Mitgliederbeiträge erreicht werden. Der Vorsitze,rde und Jakob Rosenheim erwiderten, an eine Statutenänderung set nach der einmütigen Ansicht der Verwaltung für - absehbare Zeit nicht zn denken. Nun fandeu unter spannendem Interesse die Wahlen statt, denn nicht weniger als fünf Ssimmzettcl waren diesmal den Wählern in die Hand gedrückt worden. Trotzdem ging He sogenannte offizielle Liste durch und zwar wurden gewählt: Michael Schwarzschild (181 Stimmen), Marcus Hirsch (153 St.) in den Vorstand und Adolf Stern (241 St.), Emil Isaak (97 'Stimmen) und Emil Goldschmidt (189 St.s in den Ausschuß. ' - . Zip». J«se«dgr»--e. Am 22. Dez. hielt sind. Ernst.HaaS in der zionistischen Jugendgrnppe einen Vortrag über „N n s'er e Stellung zn den Parteien^. Redner begann mit der Frage,, wie wir uns den Parteien gegenüber zu verhalten haben, und meinte, daß wir von rein nationalem Gesichtspunkte aus zn den national gestimniten rechtsstehenden Parteien zählen müßten; denn das Judentum sei an und für sich nicht demokratisch. Dieses suchte der Redner durch die Schichten, die im alten Judentum vorhanden waren, zu beweisen. Die demokratische Seite sei dem Judentum immer fremd gewesen und ihm nur dlvcch äußere Umstände aufgczwängt worden. Llls es nämlich aus dem Galuth heranskam, fand es nur in den Reihen, der Demokratie seine Befürworter. Darauf ging der Redner znm Wesen des Judentums über. Rach seiner Ansicht ist die organisch gewordene Form die Hauptsache bei einer Nation. Er unterscheidet eine äußere und innere Form. Unter der . ersten versteht er Land und Sprache, unter der zweiten, innere Veranlagung. Wäre der Inhalt die Hauptsache, dann müßten ja z. B. alle Monotheisten Juden sein. Das Judentum sei wohl sozial, aber nicht demokratische' Alle jene unangenehmen Erscheinungen im heusigen Judentum, wie z. B. der unfruchtbare Kritizismus, seien nicht jüdischen, sondern demokratischen Geistes. In der Diskussion opponieren dem Redner die Herren , Harburger und Maler Chawkin. Elfterer meint, die Juden hatten im Altertum eine demokratische Einteilung und sucht es zu beweisen, indem erden Sabbat, die Sabbat,- und Jubeljahre anfiihrt. Letzterer behauptet, daß der Inhalt, der beim Judentum eine Bereinigung von Nationalismus und Sozialismus ist» die Hauptsache ist und nicht die Form. In seinem Schlußworte erwiderte der Referent, daß das Jubeljahr gerade eine soziale und nicht demokratische Einteilung sei; indem es vorschreibe: „Jedem das Seine" und nicht »Zedem das Gle^e". Verei» für jüd. Geschichte und Literatur. (Schluß.) Nun etwas von der Aussprache des Jüdisch- Deutschen. Das Jargon hat zwei Dialekte» den nörlich - litauischen, den südlich - polnischen. Es ist derselbe Unterschied wie zwischen dem nördliche» und südlichen Deutsch, was ja historisch erklärbar ist, denn der Südjnde wanderte nach Süd-, der Nordjude nach Nordrußland aus. Die Grammatik schließt sich ganz und gar der deutschen an. — Im allgemeinen hat die Sprache den Charakter einer Volkssprache. Sie besitzt Bildlichkeit, Witz usw. und ist deshalb für Poesie und Rhetorik sehr geeignet. Ihre > Literatur ist, wie gesagt, sehr umfangreich und hat schon I im fünfzehnten Jahrhundert begonnen. Sie ist eine BolV- . literatur gewesen und geblieben ,Jm 16., 1?., 18. Jahr- 1 hundert erschienen ethisch - religiöse Bücher, besonders für das weibliche Geschlecht. U. a. das Buch „L-eelenfreude" und „Memoiren der Glücke! von Hameln". Um die Mtte des 19. Jahrhunderts erwachte das Bedürfnis nach einer rein weltlichen Literatur. Run fing die moderne Mische Literatur an. Zuerst war sie ganz primitiv. Es gaben nur kurze Erzählungen und Lieder. Dann entwickelte sie sich bis zu künstlerischer Höhe. Die ersten Dichter dev- Volkslieder gingen aus den sogenannten „Badchonim" (eine Art „mmtre de plaisir") hervor. Unter ihnen war der bedeutendste „Eliokmr Zunser". Als kurzer Novellenschriftsteller wäre noch „Eisik Dick" zu erwähnen. — In einem zweiten Bortrage, der' am 17. Dezbr. stattfand, wandte sich der Redner zuerst der Ly-rrk und Epik zu. Er meinte, daß diese zuerst rejn volEtümlich gewesen sei, dann sich künstlerisch entwickelt hätte. Der erste Lyriker und Erzähler war Schalom Abramowitz. 1873 erschien sein Roman ,T>ie Klatsche" (Rute), der großes Aussehen erregte. In diesem Roman schildert er die Verfolgungen und Unterdrückungen der Juden. In den letzten zehn Jahren hat sich die Literatur gänzlich entwickelt. Es entstand «in jüdisches Theater und eine jüdische Presse, die besonders in. Rußland, England und Amerika eine sehr große Rolle spielt. Die Warschauer Tagesblätter .Haint" und .Moment" können mit den ersten Tageszeitungen Deutschlands konkurrieren. Das jüdische Drama hatte seinen Beginn schon im siebzehnten Jahrhundert, Zuerst natürlich im Anschluß an das Deutsche. Besonders am Purimsest wurden solche jüdisch-deutsche Dramen aufgeführt. Seit 1879 haben wir nun ein selbständiges Theater. Abraham Goldfaden kam zuerst auf den Gedanken. Er verfaßte einige Lieder, schrieb etwas Prosa dazu, sammelte um sich eine Truppe und reiste in Rußland herum, um seine Stücke aufznführen. Als er von dort ausgewiesen wurde, ging er mit seiner Truppe nach Newyork, wo er sich großartig . entwickelte. Jetzt verfaßte er auch einige regelrechte Mäj men. Diese geben ein gutes charakteristisches Bild. i Er fand auch viele Nachahmer. Es wurden geschichtliche ' Dramen geschrieben, Uebersetzungen wie z. ' B. „llriet Acosta". In den letzten Jahrzehnten haben diese Dramen ein künstlerisches Gepräge erhalten. Eines von ihnen ist auch aus der deutschen Bühne bekannt, nämlich: ,/Der Gott der Rache" von Schalom Asch» das einen hohen künstlerischen Wert besitzt. Man kann sich nicht über diese Theater lustig machen, umsomehr, da die Entwickelung so schnell vor sich gegangen ist. Jedoch bleibt dir starke Seite der jüd. Literatur die Epik und Lyrik. Die Novelle und der Roman, von denendie erstere das bessere ist, tragen ein proletairsches Gepräge und haben eine gewisse-Aehntichkeit init der russischen-Skizze. Unter den Schriftstellern. - -