Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 11 (1913)
- Issue
- Heft 47 (28.11.1913)
- Date
- 1913-11-28
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr- 47. _ Frankfurter Israelitisches Familienblatk. Leites. I. W. Albert, Optik plts» n. Pincenez Donblö Mk. 7.50, Nickel Mk. 4.00. feissfrauenstrasse II, Ecke Nene MainzerstrasBe. fcu Stehaufmänner; die (glücklicherweise) dauernd! Ilnerlöstcn; die Härtesten wie die Lindesten; mit Shylocks und Heilanden. . Ehrmsache, hinauszufliegen, von beiden Bekennergruppeir verwalkt. Ein wirklicher Kerl zeigte satirisch dcn Hnnwr, wenn die Wirtsvölker sich chrer Tugenden diallig rühmen dürfen, doch Achstliches bei ihnen taktlose Frechheit wird. Er zeigte mit menschlichem Gelächter die Umdeutungen zum Nachteil der Minderheit. Lexikin. Logisch sein heißt: gemütlos. Gemüt aber heißt: Weichlichkeit. Befangen gemacht heißt: ungewandt. Gewandtheit aber heißt: »berflächlich. Charakterstärke heißt: Eigensinn. Revolutionieren heißt: Zersetzung, lind >vas der ganze Schwindel sonst umfaßt. Ehrensache, nicht mit ganzen Knochen aus dem öause zu kommen. Nathansen erlebte jedoch fünfhundert Vorstellungen. II. Am - Ende dieses Stücks kriegen sich ein Judenmädel üud ein Christenjunge, weil das „Hindernis" beseitigt ist: man verlangte von ihr, gegen die Ueberzcugung statt eines rab.bmischen Pfaffen das. Verfahren eines protestantischen mitzutun; Kinder gegen ihre Überzeugung aufziehen zu lassen. Weil dies Hindernis aber sortfällt, entsteht ein großes Taschentuchschneuzen. Sehr ergriffeir ist man, bis zu Tränen, daß eine Gemeinheit nicht mehr verlangt wird. 'Welcher Tiefstand. Wie schofel find Verhältnisse, wenn Menschen so bescheiden werden. III. dramaturgisch ist eines gut gemacht an dem Stück. Etwas im Aufbau ... IV. Tas Kvpenhagener Stück hat für Berlin ivenig Geltung. Die Taufe bildet bei uns kein Hindernis für mesopotamische Töchter. Der Konflikt wäre das Gegenteil hier: Der Sohn eines jüdischen Bankiers riefe: „Tate, sie ist aber ungetanst," worauf der Vaterin einer berlinischen Tragödie vielleicht äußerte: „Niemals, mein Hugdietrich!" ( Teppichhaus Eberhard > yjBUBMainzerstr. ZZ.EchB FriBdsnsstr. Kunst und Literatur. M o r g c n lä ndisrfi c Erzählungeu. Nach der von I. G. Herder und 2l. I. L i e b c s k i n d besorgten Ausgabe neu herausgegebcn von H ermann Hess e. 334 Seiten, Leinen ,H. A.—j Leder ,lt. 5.—. Leipzig, Jnsclverlag. . . Auch ist's nicht der Glanz des Wunderbare«! allein, der in den niorgenländischen Dichtungen das Auge des Jünglings an sich ziehet und fein Gemüt wie mit einer goldenen Flamme bestrahlet: vielmehr ist's der reine Umriß, die hohe Einfachheit der Gestalten und Wahrheiten selbst, die sich ihm unvergeßlich eindrückt. Unsere Geschichte schleicht unter einem Gewirr kleiner und feiner Bestimmungen» des Standes, der Lebensart, der Zeit, des Lrts, der-Personen einher; dort sind wenige Gestalten bestimmt inS Große gezeichnet. Der Sultan ist Sultan; der Sklave Sklave, das Weib ein Weib, der Mann ein Mann. So ist's mit dcn anderen Charakteren des Richters, 8es Höflings, des Einsiedlers, des Zauberers; sic sind alle so bestiwmt, als die Tiercharäkter der äsopischen Fabel. Dazu ist die Lehre, aus welche die Erzählung angelegt ist, ielten von der kleinlichen Art, die in unfern, inbesonderheit artigen Erzählungen herrschet. Die Dichtung ist kühn und groß; die Lehre, die in ihr dargestcllt wird, ungemein und rührend. Der Ton endlich ist, wie in allen orientalischen Schriften, ja der Bibel selbst, morgenländisch, d. i. einfach, groß und edel. Und eben diese ungcsurbte Aehnlichkeit mit dem Ton der biblischen Geschichte sollte sie und, wie in ich dünkt, für die Jugend noch mehr empfehlen . . Diese Worte Herders in seiner Vorrede zu den „Morgenländischcn Erzählungen" mögen an diese in Stil und Gedanken großen und daher nie veraltenden Erzählungen erinnern. Wir können unserer Jugend nichts, Besseres geben, noch den Aeltesten unter uns Erwachsenen sind sie ein Jungbrunnen. Die vorliegende Ausgabe des Insel- Verlags ist ganz Insel-Verlag: eigenartig, geschmackvoll und zweckentsprechend. Halser Friedrich Quelle - Offenbach a. M. ——. Segen Gicht and Bhenmatlamns bewährt. Alleiniger General -Vertreter: Frladrloh Stahl« Frankfurt a. M., Güntheraburg-Allee 37. TeL259u.714» Wocherl-Kalerrder. (Zeitangaben nach dem Laach.) Samstag, den 29. November (= 29. Cheachwan.) Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 4 Uhr 05 Min. SabblchAüsgang in Frankfurt al M. 5 Uhr 20 Min. in Berlin 4 Uhr 45 Min. Wochenabschnitt: T a u l d a u s. — Geburt der Zwillingsbrüder Esan und Jakob. Esan Liebling Isafs, Jakob mehr von der Mutter geliebt. Jakob kaust Esan die Erstgeburt ab um ein Gericht Linsen. Dir Erst- Der Eder: Elegante leicht geschweifte Stolaform. Sehr vorteilhaftes preiswertes Stück in moderner doppelstreifiger Verarbeitung. No 26589Skunks,ca.220cmlangM. 130.— „26590 „ „ 230 „ .. 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