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Neue jüdische Presse · 1913-09-26 · Heft 38 (26.9.1913) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
11 (1913)
Issue
Heft 38 (26.9.1913)
Date
1913-09-26
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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ES 38 Nr. 38 jfgrmdfirctet FsraeMsches FamllkeMM. terbett, e Kin-^ Hand-1 rat an s er» a die etnben zu er* mühen tiatur* ®' zu s nur;ehens > allen l aL- MLhr Diese n, ein Lehrer sammwir- »ebräi- Lö von istimas t. Die as um Lande ürdigt : Zeit , und as ha- Vtzen, Einm in n, vor dem | slhent 'wer* S" erst mrergesunns im verden Schulc Entfür die „Bayclunge». aß der ln nach rsitätshe ein- Imvermngen, Fordedungszweifelr leich- >elassc» tznngen gsnach-; mit klas- Auch h vor, »r änländer, onsterden zu nn. ' m den gesehen l Beum die Ermächtigung, außerdem noch eine besondere Semester- Iqcbühr von den Ausländern zu erheben. Solche Äus- Iliudergebühren sind an der Technischen Hochschule bereits Ilnt 7 Jahren eingeführt und haben sich durchaus bewährt. IDiese Ausländergebühren sollen nicht so sehr eine Abwehr- Illiatznahme gegen einen allzu großen Andrang ansländi- Ischer Studierender^ darstellen, sondern eine Maßnahme Im-gleichender Gerechtigkeit insofern» als derjenige Beiltrag, der von Inländern oder ihren Eltern in den all- Ignneinen Staatssteuern auch für die Universitäten entrich- »let wird, von den Arrsländern, die.solche Staatssteuern I»icht entrichten, in der Form einer besonderen Gebühr Verhoben wird. I Die weitere Bestimmung, daß der Ausländer mit Inner dem Reifezeugnis einer neunklassigen Anstalt nicht Igleichwertigen Vorbildung nur in besonderen AusnahmeiMeu mit der kleinen Matrikel, die eine spezielle Ler- IgünstiguNg gegen Inländer darstellt, soll zugelassen werden Ikönnen, bedarf keiner weiteren Begründung." I Papenburg. Einem jüd Schlachtergesellen wurde von Iber „Prüfungskommission für das Schlachterhandwerk im iBezirke der Handwerkskammer zu Osnabrück" in den Fach- Ikcimtnissen das Prädikat „ungenügend" erteilt, Iweil ihm die lAeniltnisse über die S ch w ein e schla ch tc rei Ivöllig fehlten. Wir fragen: kann einem strenggläubigen landen, der bei seiner Meldung zur Meisterprüfung sich lohnedies nur als Rinds-, Hammel- und Kälbcrschlachter »bezeichnet hat, etwas zugemutet werden, was seiner reli- Igiösen Ueberzeugung widerspricht? Der Vorsitzende der lÄteisterprüfungskommissivn hat in einem. Schreiben an Iden hetr. Schlachter, nachdem man ihn hat durchfallen I lassen, diesen ersucht, sür den Fall, daß er gegen die zur I Wiederholung der Prüfung notwendige Vornahme der I Arbeitsprobe, die in dem Schlachten eines Schweines I bestehen soll, religiöse Bedenken habe, dieses dem zuständigen Vorsitzenden der Kommission mitzuteilcn. Weshalb hat man nicht am Prüfungstage das Vorhan- Idensein religiöser Bedenken sestgestellt? Wenn in Zukunft I jüd. Schlachtergesellen, bei den Meisterprüfungen nach vorstehender Norm behandelt werden, daß nran von ihnen ausreichende Kenntnisse über Schweineirnd Pferdeschlachtcrei nsw. verlangt, dann wird es fortan in den Kreisen des strenggläubigen Judentums keine „Meister" dem Gej setze nach mehr geben. Hier muß etwas geschehen, damit Vorkommnisse ähn-! licher Art sich nicht wiederholen. Verlangt man von einen, jüd. Schlachter die Vertrautheit mit der Schweincfchlachterei, so könnte man schließlich auch von einem christlichen Bäckeri gesellen die Fähigkeit des Backens der jüd. Ostcrbrote begehren. Lehrer L. Strauß. Oesterreich-Ungar». Debreczen. Hier hat sich eine unglaubliche Geschichte abgespielt. Oberräbbiner Krauß hatte einen jungen Juristen Frank von der Taufe abzuhalten gesucht und ihn auf das Unmoralische der Taufe hingewiesen. Daraushin schickte Frank dem Oberrabbiner am anderen Tage seinen Sekundanten. Natürlich ist cs nicht znm Duell gckonlincn. Stauislau. Ein Vorfall, in dessen Mittelpunkt der Fürstbischof Chomitzyn steht, bildet hier das Tagesgespräch. In * der Nähe des fürstbischöflischen Palais befindet sich eine Tabaktrafik, deren Pächterin eine jüdische Frau ist. Trotzdem die Trafik , der Frau" nur ein recht ärmliches Auskommen bildet, fanden sich judenfeindliche Elemente, die alles aufbote», um die Jüdin ihres kärglichen Erwerbes zu berauben. Tatsächlich hätte die Frau dieser Tage die Trafik verlassen und einem Konkurrenten einräumen sollen. In ihrer großen Not faßte die jüdische Trafikantin den Entschluß, beim Fürstbischof um Audienz anzusuchen und ihn um seine Intervention zu bitten. Fürstbischof Chvinihyn hörte die Frau wohlwollend an, fand bald heraus, daß es sich hier um eine rein antisemitische Existenzabtreiberei handelte, und entschloß sich daher, bei der Finanzdirektion persönlich zu intervenieren, wobei er nicht verfehlte, auf die eigentlichen Motive der Kündigung hinznweisen. Dank dieser Intervention wurde der - jüdischen Trafikantin ihr Erwerb erhalten. Italien. Rom. Der König empfing Dc. E h r e n p r e i s, den Großrabbiner von Bulgarien, in Priva taud ic nz. Der König erkundigte sich nach der Lage der Juden auf dem Balkan. Spanien. Madrid. Der Minister des Acußern gibt bekannt, daß in, November in Barzelona der Kongreß für handelsgeographische Wissenschaft abgehalten werden wird. Einen der wichtigsten Beratungsgegenstände des Kongresses wird die Frage bilden, auf welche Weise der spanische Handel im Orient verbreitet werden und durch welche Mittel die Juden spanischer Abkunft hierbei sür eine tatkräftige Mitarbeit gewonnen werden könnten. Die Kongreßleitung sowohl wie die spanische Regierung würden es sehr begrüßen, wenn die spanischen Juden an diesem Kongresse persönlich teilnehmen oder. zumindest durch ihre schriftliche Zustimmung ihre Bereitwilligkeit zur Mitarbeit knndgeben würden._ 2 Leo Schweinfest o . Damenschneiders! A empfehle 'tadellosen Sitz, gute Verarbeitung. ßr.Eschenhelmerstr. 19, I. Telef. 12206. W Neu eröffnet! Cafe Cörso Ecke Kaiserstrasse and Moselstrasse. _ Franz Krist. Personalien «. Kleine Mitteilungen. Berlin. Geh. Medizinalrat Prof. Dr- Julius H i r s ch b e r g, eine Koryphäe auf dem Gebiete der Augenheilkunde und ein ungemein ergiebiger und bedeutender medizinischer Schriftsteller, feierte seinen 70. Geburtstag. Zum ordentlichen Professor hat er es als Jude nicht bringen können. — Die Repräsentanten der jüd. Gemeinde genehmigten den Ankauf des Grundstücks Prinzregentenstr. 88/91 (Wilmersdorf), auf dem eine Synagoge mit 2400 Plätzen errichtet werden soll. Berlin. Zu dörerkarten zur Hauptverve rsammlnng des Verbandes der Deutschen Juden am 9. November d. I. werden im Bureau des Verbandes in Berlin, Potsdamerstr. 48 vom 15. Oktober bis zum 1. November in der Zeit von 11—1 Uhr vormittags verausgabt. — Schriftliche Vormerkungen unter genauer Angabe der Namen und Adressen werden notiert. Guntersblum. Julius Heu mann wwde in den Gemeinderat gewählt. Neustadt O.-S. Aus Anlaß der Anwesenheit des Kaisers in Breslau wurde dem Katasterassistenten Adler, dem Repräsentanten-Borsteher-Stellvertreter der Synagogengemeindc, das Verdienstkreuz in Gold verliehen. Lffeubach a. M. Das Ehepaar Louis Feistmann hat aus Anlaß seiner Silberhochzeit unserer Stadt die Summe von 20 000 JL zur Stärkung der vor 10 Jahren ins Leben gerufenen Josef und Friederike Feistmann-Stiftung überwiesen. Aus den Zinsen des Stiftungskapitals werden dauernde oder vorübergehende Unterstützungen an bedürftige ältere Männer oder Frauen ohne Rücksicht auf die Konfession gewährt. Der simultane Hilfsvcrein wurde mit 5000 JL und die Israelit. Hilfskasse mit dem gleichen Betrag bedacht. Eberbach (Baden) Hier ist die neüerbauie Synagogeein geweiht worden. Rabb. Dr. L ö w e n st c i n° Mosbach hielt die Festrede. Pletz. Fürst!. Archivar Dr. Zivi er, Vorsteher der jüd. Gemeinde, erhielt den Kroncnorden 4. Klasse. Wie». In der jüngsten Liste des aus dem Judentum Ausgetretenen finden wir u. n. den 76 jährigen Generalstabsarzt i. P. Dr. Philipp Winter stein sowie fiinf jüdische Findelkinder, die in der Waisenanstalt der Fürstin Oginska bei Chrzauow getauft worden jiub. Letzteres ist wahrlich kein Ruhmesblatt für die österreichische Judenheit! Wien. Dr. S R. Landau gibt in seiner „Neuen National-Ztg." persönliche Erinnerungen über Bamb e r y wieder. Wir entnehmen diesen Mitteilungen folgende Einzelheiten: Vambery hatte sich eine Aiillwn erschriebe». Die Höhe seiner Ersparnisse wird begreiflich, ,venn man bedenkt, daß er vom Engl. Auswärtigen Amt sür Memoranden über internattonale Probleme ein Pfund Sterling für jedes Wort erhielt. Die türkische Revolution überraschte Vambery nicht. Ahmed Riza Bey, der nachmalige Präsident des türkischen Parlaments, war damals Präsident des „Ottomanischen Komitees für Eintracht und Fortschritt" — so lautete offiziell der Titel des jnngtürkischen Komitees — und Vambery selbst war — Vizepräsident. Die Führer der jungtürkischen Bewegung lebten in Paris und waren arme Teufel. So mußte Vambery sehr oft aushelfen. Der innige Kontakt war daher noch begreiflicher; ebenso sein Einfluß. Diesem ist cs .nicht zuletzt zuzuschreiben, daß die Jungtürken das Leben Abdul Hamids verschont haben. Vambery vergaß nicht der Wohltaten, die ihm Abdul Hamid erwiesen hat, allein er erzählte immer mit Ingrimm von der unersättlichen Habgier Abdul Hamids, die' das türkische, Reich zugrunde richte. Die Liebe zum türkischen Reiche und das offene Auge für die Schwächen des Herrschers brachten Professor Vambery den Jungtürken näher. Professor Vambery sprach nicht nur vorzüglich türkisch, sondern auch persisch. Anläßlich der Entrevue zwischen Kaiser Franz Joseph und dein Schah, wurde er atz Dolmetsch zugezogen. Er begrüßte die Monarchen nach persischer Art, indem er den Kopf der rechten Schulter zuneigte. Es fiel dies dem Kaiser auf, und er fragte, was dies bedeute. Vambery erklärte diese Art des Grußes damit, daß der Untertan nach persischer Sitte bereit sein müssesich aus Befehl seines Herrschers enthaupten zu lassen. Auch in Japan war ' Vambery sehr verehrt, und seiner publizisttfchen Tätigkeit (in den englischen Revues) ist zum großen Teil die Annäherung zwischen 'England und Japan zu verdanken. Dafür wurde, er. vom Mikado mit dem seltenen Orden des heiligen-Schatzes ausgezeichnet. Den Juden stand Vambery bis zum Beginn der zionistischen Bewegung fremd gegenüber. Er haßte die Pester Juden und erging sich über deren Magyarentum und Assimilatentum in schärfsten Ausdrücken. Der Zionismus l Rotoert G-erlaoli Frankfurt am Hain, Mainzerlandstrasae 166 - Telephon-Amt I, 5375. Kunstu. Bauschlosserei, Eisen-Konstruktionen, Schaufenster-Anlagen, Werkstatt für kunstgewerbliche Metallaibeiten in £isen, Bronce, Messing, Reparaturarbeiten. I Seite 3 gab ihm Gelegenheit, sich positiv im Interesse seines Volkes zu betätigen, und er tat dies mit einem Feuereifer. Auf seine Jnterventton wurde Dr. Herzl vom Sultan Abdul Hamid empfangen; alle diplomatischen Schritte Dr. Herzls geschahen mit seiner Genehmigung. Auch Zangwill, als Führer der „Jto", und Wolffsohn, als Nachfolger Herztz, holten in vielen Fällen seinen Rat ein. Budapest. Hermann Vambery ist — 81 Jahre alt — verschieden. Atz Sohn armer, aus Bayern eingewanderter Leute in Szardahely geboren und früh verwaist, war er schon jung auf sich angewiesen.. Mt 18 Jahren beherrschte er außer seiner Muttersprache das Lateinische, Französische, Englische und Türkische. Aus feiner drückenden Notlage befreite ihn Baron Joseph Eötvös, der bekannte Staatsmann und Dichter, der ihm die Wttel gewährte, nach der Türkei auszuwandern. - Atz Hauslehrer in vornehmen Häusern Konstantinopels, wie in dem Asif Beys und später beim Minister Rifaat Pascha, lernte Vambery — sein ursprünglicher Name war Bamberger — orientalisches Leben kennen und fand Muße, sich ganz seiner Neigung zu sprachwissenschaftlichen Studien zu widmen. Ein deutsch-türkisches Wörterbuch und eine Reihe von Aufsätzen und Uebersetzungen lenkten die Aufmerksamkeit der ungarischen Akademie der Wissenschaften aus ihn, die ihm die Mittel zu einer Forschungsreise nach Turkestan bewilligte. Ans seine Sprachkenntnisse und seine Vertrautheit mit orientalischen Sitten und Bräuchen bauend, entschloß sich der wagemutige junge Gelehrte, die schwierige «und bei dem Fanatismus der Moslem überaus gefahrvolle Reise atz Derwisch zurückznlegen. In Teheran schloß er sich, als Hadschi verkleidet, einer Pilgerkarawane an, die von Mekka nach Jarkand zurückkehrte. Mit dieser gelangte er nach Khiwa und von dort 'nach Kungrad, Bokhara und Samarkand. Ueber Herat kehrte er nach Persien zurück. Bämberys Reise nach Zentralafien, der später noch mehrere kürzere nach anderen, näher gelegenen Teilen des Orients folgte, wird in der Geschichte der wissenschaftlichen Forschungsreisen für immer einen hervorragenden Platz behaupten, wenn sich auch gegen die enthusiasttsche Bewunderung, die dem kühnen Forscher unmittelbar nach seiner Rückkehr namentlich in England gezollt wurde, später ein gewisser Rückschlag bemerkbar machte. Aber auch eine nüchterne Beurteilung wird dem Mute, der Tatkraft und den großen Erfolgen des ungewöhnlichen Mannes die verdiente Anerkennung nicht versagen. Bald nach seiner Rückkehr wurde Vambery zum Professor der orientalischen Sprachen an der Universität Budapest ernannt, wo er auch znm Mitglied (später Ehrenmitglied) der Akademie der Wissenschaften gewählt wurde. Die Zahl seiner Schriften, die teitz die Erlebnisse seiner zentralasiatischen Reise schildern, teils deren sprachwissenschaftliche und ethnographische Ergebnisse behandeln, ist ziemlich groß. Sehr viel Beachtung fanden — srüher mehr atz in letzter Zeit und besonders in England — seine eingehenden, von gründlicher Sachkenntnis getragenen Darlegungen über Rußlands Machtstellung in Asien und seine Warnungen vor dessen zielbewußt und nnaus-. haltsam vordringendcr Expansionspolitik. Ezeruowitz. In Wien, wo er atz Vertreter der hiesigen Unwersität an einem Geschichtzforscherkongreß teilnahm, ist Professor Dr. Herz b erg-Frän kel .plötzlich verschieden. Herzberg-Fränkel wurde 1866 in Brody atz Sohn, eines Handetzkammersekretärs geboren. 1881 habilitierte er sich als Privatdozent für mittelalterliche Geschichte au der Wiener Universität und kam 1893 atz außerordentlicher Professor nach Czernowitz. 1895 wurde er ordentlicher Professor. Im Jahre 1905/06 war er Rektor der Unwersität. Herzberg-Fränkel war nttt Stolz Jude. Koustantiuopel. Die VermiMung zwischen der Türket und Bulgarien bei der letzten Friedensunterhandlung leitete der erst 20jährige Ascher Safir. New-Nork. Harris Cohen und Frau geb. Sobel feierten in Gegenwart ihrer 9 Kinder, 24 Enkel und 6 Urenkel die d i a m an tene H och zeit. Aus der Lehrerwelt. Berlin. Direktor Arunwald vom Waisenhaus der jüdischen Gemeinde erhielt anläßlich seines 25 j ä h r i g e n Jubiläums den Kronenorden 4. Klaffe. Karlsruhe. Dr. Alexander Stein, früher Rabbiner in Worms, feiert am 1. Oktober seinen 70. Geburtstag. (L.) Schrimm. Am 17. d. Dt. beging der Kultus. beamte Julius Jakob sein 50jähriges Amtsjubiläum. Seitens der Gemeindebehörde und vieler Private wurden dem treuen, pflichteifrigen Beamten Ehrungen zuteil. (L.t Gnese«. Die hiesige polnische Zeitung „Lech" leistet sich folgende Denunziatton: „Fräulein Malecka in Gnesen, deren Vater fast artzschließlich von den Polen unterstützt wird, besorgt ihre Einkäufe nicht bei Polen,' sondern bei Juden." So wird von der polnischen Presse an den Pranger gestellt» wer der Boykottparole nicht unbedingt gehorcht! Budapest. Rabd. Alexander Eckstern, Dajan der orth. Gemeinde, ist — 52 Jahre alt — plötzlich verschr.ederr. Er hinterläßt eine Witwe und zehn unmündige Kinder. Koaftaatiuoliel. Der Sultan hat dem G»ßrabbiner Chajrm Nah um die Erlaubnis zu einer Europareise gegeben, die den Interessen der Kvnstanttnvpeler jüdischen Gemeinde dienen soll. Rabbi Nahum ist bereits abgereist; kurz vorher war er zum Tee beim Kronprinzen. Brüssel. Der Rabbiner der hiesigen orthodoxen Gemeinde, (salomon Bamberger, ist plötzlich seiner segensreichen Wirksamkeit entrissen worden. Geboren am 21. August 1875 in Aschaffeuburg, stand er seit 7 Jahren an dxr Spitze seiner Gemeinde. , -

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