Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 11 (1913)
- Issue
- Heft 35 (5.9.1913)
- Date
- 1913-09-05
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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. Nr. 35. 8r«mftmÄr jMraetWtze» AcmMeMvK. Seite. 11. inc kez. c», 'Hit um d? l°- ercrbcl in! euch«. läjen en- IUind lsc- 'Nnit mb dctge eu. nb uit er- >gc illen ick, cht en cn >bhmigerndeit Schullindern Brot zu schassen, 6000 Kronen gestiftet und weitere jährliche Zuschüsse in Aussicht gestellt. ES handelt sich um ein streng kontrolliertes ttnter- „ehmeii. Die Anstalt untersteht in ritueller Hinsicht der Aussicht des Jerusalemer Rabbinates, ln finanzieller und technischer der eines Kuratoriums, dem in Jerusalem selbst sowohl dort wie im Ausland hochangesehene Persönlichiciteii der jüdischen Gesellschast angehören. Spenden werde» dringend erbeten. Sämtliche Einzahlungen erfolgen an die Jüdische Kolonial-Bank in Jerusalem. (Für Oesterreich durch die „Union-Bank", Wien.) Auskunft erteilen Dr. Max Gr un w a l d-Wien (XV, Mariahilferstr. 167) und Charles.Lckndeis -Wien. Personalien n. Kleine Mitteilungen. Berlin. In Bad Homburg verschied Geh. Regierurgsrat Prof. Dr. ,H e r m a n n A r o n, eine Kapazität auf dem Gebiete der Elektrotechnik. Berlin. Dr. Richard Löwenherz ist zum Kustor des Chem. Museums der Tech n. Hochschule Charlotten bürg ernannt worden. BreSlan. Als ein Zeichen der Zeit darfein Nachruf gewertet werden, den der Vorstand der Pinchas- Synagoge in der hiesigen „Jüd. Volksztg." einem Verstorbenen „für seine regelmäßige Teilnahme an dem täglichen Gottesdienst" widmet. BreSlan. Anläßlich der Kaiserlage erhie'.ten auch zablreiche Juden Auszeichnungen, so u. a.: Jnstizrat Schüller-Gleiwitz (Geheimer Jnstizrat), Justizrat Berger- Königshütte, Jnstizrat Böhm-Sagan, Stadtrat Güttin a n n - Kattowitz, Justizrat Glaser, Rechtsanwalt S t o ck - Neumarkt, Justizrat Sachs, Justizrat Dr. S teinfeld, Kaufmann Engen Ehrlich, Oberleutnant d. R. Königsber g er- Breslau (Rote Adlerorden 4. Klasse), Geh. Jnstizrat Dr. Cohn-Breslau (Kronenorden 3. Klasse), Buchdrnckereibesitzer Fernbach -Bunzlau (Kommerzienrat). Wiesbaden. Der siebenjährige Theo Ra tu er, Sohn des hiesige» Arztes und medizinischen Schriftstellers Dr. Rainer, gab während eines Besuches in Rußland in Mohilew a. Dniepcr zum Besten der dortigen jüdischen Armen ein Konzert. Das Haus war ausverkauft, und der junge Künstler ernte enthusiastischen Beifall. Friedberg- Louis Rappolt kann auf eine 25jähr. Tätigkeit ini Vorstand der jüd. Gemeinde zurückblickcn. Crailsheim. -Das Wolf G o l d st e i n'sche Ehepaar war bei seiner goldenen Hochzeit der Gegenstand großer Ehrungen. Stadtschulheiß Fröhlich überbrachte ein Geschenk des Königs und gratulierte flir die Stadt, für deren Wohl der Jubilar stets tätig war. Das israelit. Vorsteheramt und der Verein „Gemiluth Chassodim" überreichten unter Ansprachen Diplome. Bad Dürrheim. Unsere Großherzogin hat das hiesige israelit. Kinderhospiz („Friedrich Luisen-Hospiz") besucht und sich über die unter der Leitung der Schwester- Oberin Dorothea Koch mann — früher am Israel. Gemeindehospital in Frankfurt — stehende Anstalt aufs lobendste ausgesprochen. Stratzburg. GerichtsassefforI. Loeb ist zum Amts, lichter in Dieben Hosen ernannt worden. Karlsruhe. Dr. Arthur Flehinger aus BruLsal wurde zum Professor am Karl-Friedrichsgymnasium in Mannheim ernannt. München. Theobald Heinemann, Kommerzienrat und Kunsthändler, erhielt den Verdien st orden vom hl. Michael 4. Klasse mit der Krone und Rechtsanwalt Dr. Michael B.erolzheimer. den Titel Hofrut. (L.) Posen. Anläßlich der Anwesenheit des Kaller» paares in unserer Stadt erhielten folgende Juden' Auszeichnungen : Dr. Pulvermacher (Titel: Sanitätsrat), Justizrat Lehr-Posen, Rabb. Dr. Jaco b sen-Gnesen (Rote Adlerorden 4. Klasse), Geh. Justizrat Salomon- Posen, Kommerzienrat Rogowski -Gnesen (Kronenorden 3. Klasse), .Rentner Freudenthal-Hohensalza und Leo Leiser -Znin' (Kronenorden 4. Klasse). (L.) Posen. Zur Begrüßung des Kaiserpaares bei der Einweihung des Rathauses war auch Stadtverordneten- Vorsteher Justizrat Placzek ausersehen. Bei der Besichtigung der Rathausräume war Geheimrat Professor Dr. Warschauer-Danzig als Mentor tätig. Stifter des prächtigen Ratssilberschatzes, der einen Wert von ca. 14000 JL präsentiert, sind u. Geheimrat Herz und Kaufmann Petersdorff. Zu.diesem Schatze gehören zwei wertvolle 16armige, massivsitberne Leuchter, von der hiesigen Firma Rosen 1 hal Söhne geliefert. Einen hervorragenden Anteil an der Neugestaltung des Jnnenraums des Rathauses fällt der Möbelfabrik S. A. Danziger zu. ll-.) Pose«.. Gelegentlich der Kaisertage stattete, wohl im Aufträge iJhrer Majestät der Kaiserin, am 26. August Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin August WilhelM dem Kranken- und Siechenhause der Jüd. G ein einde (eine Stiftung, die nicht ausschließlich Personen jüdischen Glaubens Aufnahme gewährt) einen Besuch ab. Ihre Königliche Hoheit erschien in Begleitung ihrer Hofdame, der Gräfin Klinkowström und des Zeremonienmeisters Kammerherrn'von der Hardt und wurde von dem Kuratorium — Stadtrat El keles, Friedenthal,Soll y Hamburger, Stadtrat Schleyer und -Manalse W erner —, den Oberärzten Sanitätsräten Dr. Caro und Dr. Rosenstein, der Frau Oberin, der Vorsitzenden der Aufsichtsdamen Frau Medizinal-Rat Mankiewicz und der Inspektion Fräulein Czäpski im festlich geschmückten und erleuchteten Vestibül der' Anstalt empfangen. Der Vorsitzende des Kuratoriums, Stadtrat El 1 eles, begrüßte nach geschehener Vorstellung in kurzer Ansprache die Prinzessin, sodann überreichte eine kleine Patientin, Käte Groß aus Berlin, mit einem Gedichtchen einen Rosenstrauß, worauf die Führung erfolgte, an welcher außer dem Vorsitzenden die beiden Oberärzte und die Fran Oberin sich beteiligten. Es wurden außer einer Reihe von zrrankenzimmeru und den offenen Liegehallen das- Laboratorium der inneren Station, die Operationssäle,' das elektro - therapeutische Kabinett besichtigt. — Die Prinzessin sprach sich am Schlüsse über das Gesehene sehr befriedigt aus und verließ, nachdem sie sich von den zum Empfange Erschienenen verabschiedet hatte, nach etwa halbstünoiger Dauer das Haus. Wie«. Rach einer Notiz von Prof. Dr. Gonha'd Deutsch in „Blochs Wochenschrift" ist der berühmte Bakteriologe Prof. Elias M e t s ch n i k o f f in Paris jüdischer Abstammung. Er ist ein Enkel des Konvertiten Loeb Newachowitsch, der 1803 zugunsten der Juden eine Schutzschrift „Der Notschrei meines Volkes" veröffentlicht hat. Budapest. Dr. E. Pollak, einer der befähigsten -Advokaten Ungarns, erhielt den Titel Hosrat. — Ein Vermögen von drei Millionen Kronen soll Oberbürgermeister Heltai hinterlassen haben. Als Erbe ist seine Frau, eine Christin, eingesetzt. Seine Schwester behauptet, es müsse .noch ein Testament vorhanden ' sein, in dem er Verwandte und Wohltätigkeitsinstitutc bedenkt und hat daher die Behörde zu Recherchen veranlaßt. — Wegen eines schweren Nervenleidens verübte der Arzt Dr. Leopold Löw-Abbazia Selbstmord. — In Szerm o ohrfeigte der angesehene Kaufmann M e l ch i o r W e i n b e r g e r den Prokuristen Alexander Zeisler, weil er mit seiner Frau intim verkehrte. Zeisler zog den Revolver und erschoß Weinberger. Budapest. Ende Septbr soll hier unter Leitung von Hofrat Julius Winterberg, Redakteur Max Szav o l c z y und Dr. Moritz A u z e i der 1. Landeskongreß der uu garländischen Jtoisten stattsinden. Lemberg. Rach einer Statistik der Gewerbekammer find hier von 4512 Handwerksmeistern 2072 Juden. Kopenhagen. Anläßlich des hier tagenden Kriminattsten- Kongresses erhielt Dr. Ro senfeld-Berlin das .Ritterkreuz des Danebrog-Ordens. Petersburg. A r m e T ä u f l i n g e! Es ist ein allerhöchster Befehl veröffentlicht worden, nach dem in die Alexandrower und in die Nikolajewer Militärschulen junge Leute, von denen Vater oder Mutter oder einer der Großeltern Inden waren, nicht ausgenommen werden. Aus der Lehrerwett. A«S Hessen. Jüngst verschied in Wenings der sehr beliebte Lehrer Baruch Stern, 70 Jahre alt. — In Groß-Umstadt, ist als Nachfolger des verstorbenen Lehrers Stein, der in der Synagoge, plötzlich verschied, Lehrer Kahn aus Orb gewählt worden. Helöenbergen Das 50jährige Ortsjübiläum unseres verehrten Lehrers Werthei.mer war ein Ehrentag für die gesamte jüdische Gemeinde, denn es zeigte, welch' hohes Ansehen er auch bei der gesamtem Christenheit des Ortes genießt. -Am Vorabend brachten die drei Gesangvereine ein Ständchen. Der Ehrentag selber begann mit einem Festgottesdienst. Rabb. Dr. Hirschfeld -Gießen, Kantor Nußb a ü m - Wiesbaden, Kantor Schenermann-Frankfurt . amtierten. Sodann fand eine Feier im Rat hause statt. Es sprachen hier der Kreisrat (einen Orden überreichend), der Bürgermeister, der katholische und der evangelische Pfarrer, der Vorstand der israel. Gemeinde, Rothschild- Worms (isr. Lehrerverein), ,H n.f.f-Darmstadt, (Hess. Landeslehrerverein), Direktor Dr.'Adl er- Frankfurt (Lehrerverband usw.) und Rabb. Prof. Dr. Salfeld-Mainz (D.-J. G.-B.). Zum Schluß-sprach^mit Feuer der 78jährige Jubilar. Ein Festnmhl mit 200 Gedecken schloß die Feier. Stuttgart. Die Israel. ReligionSgesellschast wählte Lehrer Wechsler-Kippenheimzum Kantor.: Mutzig. Rabb. Dr. A. D. G o l d st e i n ist — 76 Jahre alt — verschieden. Als Rabbiner in Bern war er in den 70er Jahren an der dortigen Universität Privatdozent für orientalische Sprachen. Er hat ein Schulbuch fiir den hebr. Uebersetzungsuntcrricht herausgegeben. Würzburg, 26. August. Heute fand dahier die 34. Generalversammlung,des Israel. Lehrervereins'für das Königreich Bayern statt. Es dürste wohl selten .eine Tagung 'dieses Vereins stärker besucht gewesen sein. Weit, über hundert Kollegen hatten sich eingefunden. Drei Momente wirkten zusammen, um die Frequenzzisfer zu erhöhen. Erstens: der Rücktritt des, allbeliebten Vorstandes H. Gold st ein - Heidingsfeld! 20 Jahre hatte er dem Verein vorgestanden, muß aber der angegriffenen Gesundheit wegen zu allgemeinem, Bedauern zurücktreten. Schriftführer A. Mandelbaum-Würzburg leitete deshalb die Versammlung. Dem bisherigen Vorsitzenden wurde eine Ehrenurkunde überreicht und er selbst zum Ehrenvorsitzenden ernannt. ' ' Zweitens fand Neuwahl'tstatt. Man wählte zum Vorstand den bisherigen Schriftführer .Mandelbau m-Würzburg, Dingfelber-München zum Schriftführer, Fr ank-Würzburg zum Kassier für. den leider vor einem halben Jahr dahingegangenen Dr. M. Braunschweiger s. A. Das Andenken, des letzteren wurde entsprechend geehrt. Die Wahl der übrigen Verwaltungsmitglieder ergab einige Neuersetzungen. ' " . Drittens-:chmde>' die 11 n t e r stüch n n gfs q n ote festgesetzt. Es ' blieb bei' der bisherigen Nvrntierung. Die Ansprüche an Oie -VerehtsWse gestatteten leider \ keine Erhöhung! derselkn. Meber'dH Verteilung der sogen. >,Alters-. zulagen" fiir Religionslehrer ttas man nähere Bestimmung. — Das gemeinsame Mittagsmahl bei Goldschmidt brachte ' noch manch gesellige Freude. Als nächster Ort der Tagung S wurde wiederum Würzburg bestimmt auS Rücksicht ans das damit zu verbindende 50jährige Seminarjubiläum. M. Höchberg bei Würzburg. Unter überaus aroßer Beteiligung von nah und fern, Juden und Nichtjnden, wurde Präparandenhanptlehrer L. G. Ehren reich s.A. am Sonntag, 31. Aug., hier zu Grabe getragen. Die Präparandenschule dahier verliert in ihm den tüchtigen Lehrer und Leiter, die Familie ihr trcubesorgtes Oberhaupt, der Lehrerstand eines seiner geschätztesten Mitglieder, das Judentum einen seiner besten Söhne. Alledem gaben die verschiedenen Redner lebhaften Ausdruck. Es sprachen Distrittsrabbiner Bamberger- Würzburg, Präparandenlehrer E l d o d und Dr. S. E s ch - Wege, beide in Höchberg; Vertteter der freiwilligen Feuerwehr und Turnerschaft Höchbergs und des Deutschen Turnverbandes, ferner Rabbiner Dr. C o hn - Burgpreppach namens der dortigen Schwesteranstalt, Lehrer Mand e l b a u m - Würzburg für den Israel. Lehrerverenr Bayerns, Dr. Dachauer -Würzburg als Freund des Verblichenen, Lehrer A. Mannheimer in Dettelbach namens der ehemaligen Schüler, Lehrer G a n S - Mederaula als Schwager für die Familie, Seminarist Adler für die Anstaltszöglinge. — Schwer ist die Lücke, die hier der Tod nach unerwartet schnellem Krankheitsverlauf gerissen, attszufüllen. Möge Gott die Hinterbliebenen aufrichten und mit seinen! Tröste stärken. Die nach Hunderten zählenden Schüler des im 53. Jahre leider Heimgegangenen teueren Lehrers werden demselben stets ein treues, dankbares Gedenken bewahren. M. b. Frankeuberg (Kurhessenl Am 2. Sept. feierte der emer. israelittsche Lehrer Joseph Wertheim mit" seiner Gattin Jettchen geb. Abt das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Beide erfreuen sich noch einer besonderen körperlichen und auch geistigen Frische. Lehrer Wertheim ist eine in Lehrerkreisen sehr geschätzte Persönlichkeit. Er kan» auf eine fast 52 jährige segensreiche Amtstätigkeit zurückblicken, wovon 8 Jahre aus Beiseförth von 1858—1866 und 43 Jahre aus Bolkmarsen von 1866—1909 entfallen. Bei seinem Dienstaustritt wurde ihm der Adler der Inhaber des Hohenzollern'schcn Hansordcns verliehen. Das Jubelpaar hat es verstanden, durch sein loyales, menschenfreundliches Wesen sich die allgemeine Wertschätzung zu erringen, was sich in geradezu hervorragender Weise bei seinem 50jährigen Amtsjubilänm gezeigt hat. Dinslaken. Mit dem I. September hat Herr Dr. Rothschild, bisher als Oberlehrer in Halberstadttätig, die Leitung des Israelitischen Waisenhauses hierselbst übernommen. Der Rus als guter Lehrer und Erzieher, den derselbe allseittg genießt, läßt erwarten, daß die Anstalt unter seiner Leitung recht erfreuliche Fortschritte macht. Budapest. In Ungarn gibt es 416 jüd. Volksschulen mit 832 jüd. Lehrern und 35 216 Schülern (darunter 2541 Nichtjuden). 356 dieser Schulen wurden i. Sa. mit 558889 Kronen vom Staate unterstützt. Frankfurter Berichte. Wandergruppe des „Moutefiore"-Berein§. Die Wandergruppe unternimmt am Sonntag ihre 20. Wanderung, die sie nach dem Felsenmeer, Melibokus, ' führen wird (ab Hptb. 6*5). Die Tour, die unter Benutzung der Fahrpreisermäßigung stattfindet, verspricht einen sehr angeregten Verlaus zu nehmen, da Herr Leopold Kaufmann, der bekannte Odenwaldkenner, die Führung übernommen hat. Leopold Htrschler. Mit dem im 72. Lebensjahre verstorbenen Herrn Leopold Hirschler verliert Frankfurt einen Mann, der seine Zeit und seine Kraft in uneigennützigster Weise auf das Armenwesen verwandte. Er war fett langen Jahren Mitglied des städttschen Armenamts und Armenvorsteher, zweiter Vorsitzender des Pflegeamtes des israelitischen Gemeindehospitals, zweiter Vorsitzender? des israelitischen Hilssvereins, Vorsitzender des Kannschen Genesungsheims in Oberstedten. Ferner gehörte xr der Verwaltung des israelittsche» Almosenkastens, ..der Freiherr Wilhelm Karl von Rothschildschen Sttftung, dem Bereite für Bekleidung israelittscher Schülerinnen und Lehrmädchen an. Buute Chronik. Karl Marx Eltern. Der bei Felix Meiner-Leipzig erschienenen Marx-Biographie von John Spargo seien folgende Stetten entnommen: „. . . Dieses eigentümliche Wechselbild eines Boltac.ephilosophen und Preußischen Beamten (Rechtsanwalt) wird uns wohl auch ein Ereignis seiner Laufbahn, das zu vielen Diskussionen und Hypothesen Anlaß gegeben hat, erttärlich machen. Im Jahre 1824, als Karl sechs Jahre alt war, trat der Schüler Vollaires zum Christentum über und lieh sich mit Fran und Kindern taufen. Man behauptet nun allgemein, daß diese Annahme des Christentums rein nominell und aus Zwang geschah; sie sei einem Edikt der preußischen Regierung zu danken, wonach alle, die in amtlichen Stellungen oder gelehrten Bernsen tätig waren, diese aufgeben öder in aller Form dem Judentum entsagen und das Christentum annehmen sollten. Dieses' Märchen hat sich in viele Werke über Marx und in die meisten Enzyklopädien eingenistet. Liebknecht, der lange Zeit der Freund von Marx war, erzählt, sie in