Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 11 (1913)
- Issue
- Heft 14 (4.4.1913)
- Date
- 1913-04-04
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Rr. 14. Krairkfüritr WraelitlsHeZ FamWettblat?. Seite 11. firtcu Knllnsgemeinde imirbm von iljm imb feiner ihm vor Jahren im Tode vorangegangenen Gemahlin wstistet. Grotzwardein (Ungarn). „Juden empfange ich nicht u n d gebe ich nichts!" lies; Exzellenz, Wirtlicher Geheimer Rat und Bischofsstellvertretcr Belof 0 - t o z k i einer bei ihm vorsprechend,cn Deputation des jüdischen FrancnvercinS sage». Der Bischof und andere höhere Geistliche hatten die Damen bereitwilligst empfangen und sich in den Speiidenbvgen cingezcichnct. Stockholm. Jacques Goldberg, Direktor der königl. Oper, erhielt bei seinem Mschicd das Ritterkreuz 1. Klasse des' Wasaordens. Rom. Luigi Luzatti. der gewesene Minister- Präsident, übernimmt die Leitung einer diplomatischen Hochschule, welche die chinesische Regierung behufs Heranbildung von höheren Regicrungsbcainten hier errichtet. Lodz. Ein Elfjähriger zur Assentierung berufen! — Ein Jude, namens Mahello, der aus Kiels hierher übcrsiedelte, erhielt voin Kielser Magistrat die Ansforderung, das; sein ältester Sohn bei der Assentierung erscheinen solle. Nachdem der älteste Sohn dieses Mannes aber erst 1l Jahre zählt, so leistete Mahello dieser Aussorderuug nicht Folge. Er wurde deshalb mit 300 Ruvel Strafe belegt. Trotz Einspruches wurden ihm die Habseligkeiten versteigert. London. In das Stadtparlament sind neun Juden gewählt worden, u. a. Karl Stettauer und N e t t y Adler, Tochter des verstorbenen Oberrabbincrs. London, Ratsherr Henry Hart, Borsteher der jüdischen Gemeinden C a u t c b u r y und Dover, feierte seinen 80. Geburtstag. Konstantinopel. Seit 420 Jahren zum ersten M a l ist bei einem j ii d i s ch e n Fe st e die spanische Rational hy m n e gespielt worden. Es war das bei einer Veranstaltung der B'nai B'rith-Loge, an der auch der spanische Gesandte teilnahm. Rew-Uork. Simon Hertz, der Bater des neuen Chics-Rabbi von England, ist verschiede n. Er wurde 1847 in Lasztaman in Ungarn geboren, besuchte die Jeschiwas in S.-A.Ujhely und Eisenstadt und war ein Studienkollege des seligen Rabbiner Dr. Horovitz-Franksnrt a. M. Er veröffentlichte zahlreiche hebräische Gedichte und eine Abhandlung über die Akzente der Bibel. __ Er hinterläßt eine Witwe, drei Söhne und Vier- Töchter. Philadelphia. Moritz Pfälzer (geboren 1848 zu Hemsbach in Bauern), Vizepräsident der Vereinigten jüdischen Wohlfahrtsorganisationen (Federation of Aewish Charities) und bekannter Philanthrop, ist verschiede n. Ans -er Lehrerwett. Berlin. Der Etat der jüdischen Gemeinde sieht zum ersten Male eine A n st a l t lediglich für h e b r ä i - s ch cii U n te r richt vor. Eine solche Anstalt scheint dem Vorstand deshalb geboten, iveil die meistcir jüdischen Volksschulkinder den Religionsunterricht mit Ausschluß des Hebräischen in der Volksschule selbst erhalten und für sic daher ein Ergänzungsunterricht im Hebräischen notwendig ist. — Noch eine zweite neue Einrichtung sicht der Etat vor: eine 11 n te r r i ch t s st a t i o n f ü r A u sländerk i n d e r. Die Kinder der Ausländer, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, bleiben häufig hinter dem Lehrziel zurück. Zur Hebung - dieses Uebelstandes soll nun diese Unterrichtsstation eingerichtet werden, in der diesen Kindern die erforderlichen Kenntnisse im Deutschen vermittelt werden sollen, um sic zu befähigen, dem Unterricht in derjenigen Klasse der Volksschule zu folgen, der sie ihrem Alter und ihren sonstigen Kenntnissen nach angehören. Kaiserslautern. Rabbiner Dr. M a x W e y l aus Berlin ist hier einstimmig zum B e z i r k s r a b b i n e r gewählt worden. Kattowitz. Hier sind nicht weniger als 10 jüdische Lehrkräfte an den städtischen höheren, Mittel- und Volksschulen angestellt, wozu noch einige als Vertreterinnen beschäftigte Lehrerinnen kommen. Es .dürfte wohl —_ Berlin etwa ausgenommen — in der ganzen Monarchie keine Stadt zu finden feixt, wo der Grundsatz der Parität im Schulwesen so rückhaltlos zur Anwendung kommt wie hier. Würzburg. D r. B r au n s ch w e i g e r ist im 75. Lebensjahre verschieden. Dr. Braunschweiger war ein Schüler vom seligen Oberrabbiner Ettlinger- Altona. Als 2-ijähriger kam er nach hier und erwarb sich durch seine strenge Religiosität bald allgemeine Wertschätzung. Er erteilte an den höheren Schule» Religionsunterricht und war auch an der Israel. Schule Lehrer. Bekannt ist sein Buch „Die Lehrer der Mischna". An der Bahre des Dahingeschiedenen sprachen Distriktsrabbiner Bamberger -Wiirzbnrg, sein Schwiegersohn Distriktsrabbiner Dr. G o i t e i n - Burgkundstadt, sein Schwager Rabb. Dr. F c u ch t w a n g - Wien, Konrektor Dr. L i.n k für die Oberrcalschule, Konrektor Dr. Wachtel für das Realgymnasium, Lehrer Manbei« bau m im Namen des Lehreroereins, Lehrer 31 n f ä u g e r sür den V. I. 3l., S e l i g m a n n im 'Aufträge früherer Schüler und schließlich der älteste Sohn Rabb. Dr. David B r a n n s ch w e i g e r - Rhbnick. Trieft. Bor dem Strafbezirksgericht fand folgende Ehrcnbeleidigungsaffäre ihren vorläufigen Abschluß : 1010 bewarb sich der damalige hiesige Vizerabbiner 11 s ch e r B r c t t h o l z um die hiesige Rabbinerstelle. Die dabei vorgelegten hebräischen Zeugnisse ließ der Kuttxxsvorstand von den Lehrern Emil Schreiber und Salvator Sabbadini einer Prüfung unterziehen. Brettholz strengte gegen diese eine Ehrenbeleidigungsklage an; da sie sich dritten Personen gegenüber geäußert hätten, cr^ sei ein Fälscher und Dieb. Die Klage wurde gegen Schreiber auf Grund einer Ehrenerklärung zurückgezogen. Sabbadini wxxrde zu 180 Kronen verurteilt. Gegen dieses Urteil erhob Sabbadini Widerspruch, und bei der Verhandlung vor dem Bezirksgericht gab nun Einil Schreiber als Zeuge an, daß 'sich die von Brettholz vorgewiesenen Zeugnisse nur als 3lnerkennungsschreiben und von Mitschülern ausgestellte Zeugnisse herausstellten. Die Hathoroh-Horowoh stellte ein von einein gewissen Schlesinger, der dazu nicht berechtigt war, ausgestelltes Schriftstück dar. Dieses sogenannte Diplom sei wegen der Form geeignet gewesen, eine Prüfungskommission in Irrtum zu führen. Ein zweites Dokument, Semicha, erklärte der Zeuge als eine Kombination zweier echter Diplome. Der Wiener Oberrabbiner Dr. Güdemann bezeichnete in einer Zuschrift die Zeugnisse Brettholz als lvertlos. Daraufhin wxxrde Sabbadini freigesprochen. Aus de« Vereinen. Berlin. Zum Abschluß des Wintersemesters veranstaltete der Israel. F o r tb il d uxx gs v e r e in „Moxxtefiore" eine wohlgclungene Purimfeicr, die axxs den gesctzestreuen Kreisen sehr stark besucht war. Einzelvorträge jüdischen und allgemeinen Inhaltes wechselten mit humorvollen Gesängen ab und unterhielten das frohgestinrnxte Pxxblikum anss Beste. 3luch xnit dieser Veranstaltung hat der strebsame Verein bewiesen, daß er i» der Reichshauptstadt ein lveiteS Wirkxxngsfeld für die Betätigung seiner auf 'Ausbreitung des Thoralernens ixnd echtjüdischer Lebensanschauung gerichteten Bestrebungen besitzt und es versteht, der jüdischen Jxxgend den Boden für ungetrübte jüdische Erkenxxtnis zu bereiten. Während die Lehrkurse auch ixn «omxnersemester fortgesetzt werden, finden außerdem Sonntags Bereiuswanderungen in die Umgegend statt. IT Rosenbliun & CoT Emos. Scfiitestrasset,l.WM. kW. Detail-Verkauf zu wirklichen enorm billigen Engros - Preisen von Jabots - Mn - Spitzen - Tüllen Merceriewaren: z.B. lä. DrUckknÖpf 6 Gross 45 Pfg Wellenförmige rostfreie Kragenstützen Dtzd. 10 u. 15 Pfg. — Armblätter. 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PalülOna (Pflanzen-Butter=Margarine) gefchiebt unter ftändiger, ftreng ritueller Rabbinats Huf ficht, in Wilhelmsburg durch Herrn Oberrabbiner Dr. Spitzer, in Mannheim durch Herrn Rabbiner Dr. Kohn. Palmin und Palmona find abfolut frei von tietlichen Fetten, daher für Milch» und Fteifchfpeifen verwendbar. Jede Padomg trägt das Siegel des Rabbinats. Alleinige Produzenten: H. Scfrlinck & Cie. H.-6., Hamburg Fabriken in Wilhelmsbutg a. E. und Mannheim. Generalvertrieb für Süddexrtschland: David Bauer. Frankfurt a. M., Femsprecher Nr. 1540. mamum IVO PUHONMy MM mt UUiAMIMUUMMMMWM