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Neue jüdische Presse · 1913-04-04 · Heft 14 (4.4.1913) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
11 (1913)
Issue
Heft 14 (4.4.1913)
Date
1913-04-04
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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^citc iö bereits niincfcrttgt sein soll, ünumwnnden den angeblich rituellen Charakter der Ermordung Justschinskis Hervorhebt. Was in der frühereit Anklageakte nur schüchtern wid versteckt zum Ausdruck gekommen sei, werde jetzt klipp und klar ausgesprochen. Man kann sich also leicht vorstellen, welches Kapital die Pogromagitatorcn daraus zu schlagen verstehen. Frankfurter Berichte. Die „Richtlinien" »er liberale» Vereinigung nud die jüdische Gemeind epolitik. Ueber obiges Thema sprach im Centralverein israelit. Gemein de Mitglieder Kommerzienrat Sigmund Fracnkel-München vor einem 900köpfigcn Publikum. Dr. I. H e i n e m a n n eröffnete die Versammlung imd widmete dem jüngst verschiedenen Kommerzienrat -Louis Feist warrne Worte des Gedenkens. Louis Feist habe erkannt, daß aus der Zugehörigkeit zur israelit. Gemeinde die Verpflichtung solgt, das Seinige dazu beizutragen, daß ihr guter Name als Gemeinde, die die Rechte ihrer gesetzestreuen Mitglieder respektiert, gewahrt bleibe. Grade in den letzten Monaten — anläßlich der Richtlinien -Affäre — hatte er sich in die erste Reihe derer gestellt, die dafür kämpfen, daß in der Gemeinde das traditionelle Judentum ungeschwächt erhalten bleibe. Nunmehr ergriff der Referent das Wort und führte folgendes aus: Das liberale Judentum unterscheidet sich in fast nichts mehr von dem, was man ethische Kultur nennt. Für die von 63 Rabbinern erlassenen Richtlinien für das liberale Judentum muß man dankbar sein, denn sie haben eine solch' gewaltige Bewegung ausgelöst, wie sie seit dem Hamburger Tempelstreit nicht mehr war. Nicht nur die orthodoxen Richtungen, auch die Mittelpartei sah sich gezwungen, gegen diese Richtlinien aufzutreten. In allen seinen Handlungen beweist der sogenannte Liberalismus, wie wenig ec den Namen „Liberalismus" verdient. Man propagiert den Liberalismus, indem man der traditionellen Richtung den Kampf verkündet, statt, daß man positive jüdische Arbeit im eigenen Lager leistet. Die liberalen Rabbiner sind voller Widersprüche. Wären sic konsequent, so müßten sie jede jüdische Betätigung dem Belieben des einzelnen überlassen; cha sie dies aus Selbsterhaltungstrieb jedoch nicht tun -können, so müssen sie sich mit dem Judentum zurechte setzen und es nach ihrer Weise zustutzen. Die liberalen Rabbiner verlangen vielerwärts, daß orthodoxe Kinder ihren Religionsunterricht besuchen. Der führende liberale Rabbiner Dr. Freudenthal in Nürnberg verweigert dem dortigen orthodoxen Rabbiner die Vollziehung von Trauungen und die Abhaltung von Hespedim bei -Beerdigungen und will so die -Orthodoxen zwingen, diese Handlungen von ihm voniehmen zu lassen. In Bamberg erhielt ein armer Junge, der seinen Vater an Jomkippur in ein orthodoxes Minjan begleitete, deshalb zwei Stunden Arrest. . So steht der Liberalismus überall im Zeichen der Intoleranz. Bezeichnend ist auch, daß der Liberalismus in seinen Versammlungen dem Gegner keine Redefreiheit gewährt. In München ist in den fünf Jahren, seitdem dort eine liberale Ortsgruppe besteht, kaum eine Versammlung öffentlich abgehalten worden. Die Erfolge, die der Liberalismus erzielt hat, kommen daher, daß das Publikum den religiösen mit dem politischen Liberalismus verwechselt, den Unterrchied zwischen liberaler Aufklärung und religiöser Anarchie nicht beachtet. Meinten es unsere sogenannten Liberalen wirklich liberal, dann müßten sie in den Gemeinden für die Verhältniswahl eintretcn. Heute genügt 1 Stimme Majorität, um die Liberalen zu Alleinherrschern der Gemeindestube zu machen und die Konservativen auszuschalten. Justizrat Dr. Breslauer, der Vorsitzende der Vereinigung für das liberale Judentum in Deutschland, hat in Berlin die Verhältniswahl verhindert. Landtagsabg. Dr. Cohn- Dessau, eine führende Persönlichkeit im politischen Liberalismus, hat sichgegen die Verhältniswahl in der jüdischen Gemeinde ausgesprochen, während er sie im Politischen Lüben propagiert. Dagegen schreibt der angesehene christliche liberale Abgeordnete Dr. Günther, daß ihm ohne die Verhältniswahl die Zukunft des deutschen Judentums gefährdet erscheint, und nennt der bekannte Abgeordnete Friedrich! Payer die Verhältniswahl auch bei Kirchenwahlen gerecht und einzig vernünftig. Ebenso weist Dr. E. Cahn, Dozent der Frankfurter Sozial- Akademie, wissenschaftlich die Gerechtigkeit der Verhältniswahl nach. Mangel an Pietät vor den Vorfahren und Mangel an Ehrfurcht vor den Geistesgrößen des jüdischen Schrifttums muß de» liberalen Führern, die die Richtlinien schufen, vorgeworsen werden. Der Altmeister der Liberalen fiuntz hat mit Recht gesagt: Ein Selbstmord ist eine Reform. Daß die Gemeinde auf sinaitifcher Grundlage stehen müsse, war die einzige Richtlinie früherer Zeiten. Darum wählte man früher in erster Linie Vorsteher, für die dieser Kompaß richtunggebend war. Solche Männer des sinaitischen Judentums sind die jüngst verstorbenen Kommerzienrat Feist und Stadtrat G. Hirsch- Halberstadt gewesen. Möge auf Grundlage des Sinai- Judentums Frieden «intreten! —; Ein ungewöhnlich starker Beifall zeigte, wie tiefen Eindruck die Worte des Referenten hervorgenifen hatten. — Eine Diskussion wurde nicht beliebt. frankfurter Israelitisches familrenblatt. Agudas Israel Jugendgruppe Wie uns von -der Geschäftsführung der A.-J.-Jugendgritppe mitgeteilt wird, hat dieselbe nunmehr die Parterreräumlichkeiten des Hauses Hanauerlandstraße 17 als ständiges Vereinslokal gemietet. Die Eröffnung ist für Chanl ha'Maued Pesach in Aussicht genommen, da noch verschiedene bauliche Veränderungen sowie sonstige Vorbereitungen zu treffen sind. Eingerichtet werden: mehrere Räume für Abhaltung der Lehrgänge, ein Beth-Hamidrasch, ein Lesc- sowie ein Klubzimmer und ein größerer Dortragssaal usw. Vielfachen Wünschen der Mitglieder entsprechend, hat sich die A.-J.-J. entschlossen, zwanglose jüdische I u g e n d a b e n d e zu veranstalte», in denen der Jugend der A. -I. Gelegenheit geboten werden soll, bei gemütlichem Zusammensein über jüdische Tagessragen sich ungezwungen auszusprechen. Der erste dieser Mende findet Dienstag, den 8. April a. c., abends S3/i Uhr im Kursaale Milans, Seilerstraßc, statt. Mitglieder sowie Freunde der Jngendgrnppc sind willkommen. Realschule der Israelit. ReligtouSgesellfchaft. Die Realschule der Israelit. Religionsgesellschaft wurde am 1. Februar von 358 Knaben und 229 Mädchen (davon 6 im Oberlyzeum) besucht. Es sei hier auf bas Oberlyzeum hingewiesen, das sich in einjährigem Krwsus dem Lyzeum anschlietzt. Es werden hier unterrichtet: Pädagogik (2 St.), Kindcrgartenunterweisung (9 St.), Gesundheitslehre und Kinderpflege (2 St.), Bürgerkunde und Volkswirtschaftslehre (2 St.), Nadelarbeit (2 St.), Religion (4 St.), Deutsche Literatur (4 St.), Französisch (2 St.), Englisch (2 St.), Italienisch (2 St.), Jüdische Geschichte (1 St), Erdkunde (1 St.), Turnen (2 St.), Buchführung (2 St.), Kaufm. Rechnen (2 St.), Handelslehre (1 St-), Deutsche Korrespondenz (1 St.), Französ. Korrespondenz (2 St.),- Engl. Korrespondenz £2 St.), Kvmptoirarbeiten (1 St.) und Stenographie (2 St.)- Was ist uns Erez-Jisroel! Ueber dieses Thema sprach im Verein „Nachlaß Z w i" vor überfülltem Saale Jacob Rosen heim. Einleitend gedachte Leopold Schwab, der Vorsitzende, des hochherzigen Förderers des „Nachlaß Zwi" Kommerzienrats Louis Feist s. A., dieser edelsten Blüte des Wirkens eines Samson Raphael Hirsch. Sodann ergriff der Referent das Wort. Sein Vortrag gliederte sich in drei Teile: Palästina der Zentralgedanke in der jüdischen Welt und Lebensanschauung, Palästina der Zentralgedanke in dem Gefühlsleben unserer Großen zu allen Zeiten, Palästina in der jüdischen Gesetzespraxis. Referent zeigte an Hand der letzterst, daß das Wohnen in Palästina und besonders jede Tätigkeit, die der Förderung deS Thorajudentums in Palästina gilt, höchste jüdische Pflicht ist. Die Beteiligung derjJuden an der Erhebung Preußens. Sonntag, 30. März, sprach im B e r e i n „T i f e r e t h - Bachurim" Herr Arthur Dahlheim über obiges Thema. Er schilderte, wie die Juden von ebensolcher Begeisterung ersaßt waren wie ihre nichtjüdischcn Mitbürger, wie sie freudig für die Ehre ihres Vaterlandes kämpften und sich durch Tapserkeit so sehr auszeichneten daß mancher von ihnen zum Offizier befördert wurde. Auch jüdische Frauen stellten sich in den Dienst des Vaterlandes. In der Diskussion interessierte besonders die von Herrn Meier Posen durch mitgebrachte Dokumente bewiesene Tatsache, daß in der Kriegszcit die Maskierung am Purim wegen des Ernstes der Zeit verboten wurde. Rechtsanwalt Horovitz ergänzte die gemachten Ausführungen noch durch sehr interessante Mitteilungen und ermahnte die zahlreich erschienenen Hörer zur Treue gegen Thora und Vaterland. Den Abend und das Semester beschloß der Vorsitzende, Herr Willy Müller, mit dem Dant an alle, die dazu beigetragen hatten, das Semsster schön zu gestalten, vor allem an Herrn Rabb. Dr. Horovitz für seine interessanten Gemoro-Borträge und ermahnte die Mitglieder, im Sinne des Gründers, Rabb. Dr. M. Horovitz s. A., zu wirken und zu leben. Eduard und Adelheid Kaun-Stiftnug. Im Vorjahre haben wir über die Gründung des Genesungsheims der Stiftung, das sich in Oberstedten im Taunus am Gothischen Haus befindet, berichtet. Auch im letzten Jahre wurde das Heim von einer größeren Anzahl von Personen besucht. ®a Bericht erwähnt 80 Insassen mit 2130 Verpjlegnngstagen, wovon über 1300 ohne jede Bezahlung gewährt werden konnten, während im Jahre 1911 nur 56 Insassen Aufnahme fanden. Der Erfolg hat sich insbesondere in der gesundheitlichen Kräftigung gezeigt, die sich bei allen Insassen schon nach kurzer Zeit bemerkbar machte. Der Stiftungsvorstand hat einen herben Verlust durch den Tod des Herrn Benny Oppenheimer erlitten, dessen reicher Wirksamkeit aus dem Gebiete der Wohlfahrtspflege auch an dieser Stelle gedacht werden muß. Das Genesungsheim, das für israelitische Patienten beiderlei Geschlechts bestimmt ist, wird am 6. M a i 1313 wieder eröffnet. Anmeldungen sind an die Verwaltung der Kann-Stistung, Schillerst!. 22, zu richten. Benny Oppenheimer. Mit Benny Oppenheimer ist eine sehr sympathische Persönlichkeit dahingegangen. Vornehme Gesinnung, ein gutes Herz und lebhaftestes Interesse für gemeinnützige Zwecke gaben seinem Wesen das Gepräge. Wie sehr er geschätzt wurde, davon legte die letzte Ehrung sichtbares Zeugnis ab. Außerordentlich zahlreich Nr 14. war die Trauervcrsammlung nnh außergewöhnlich warn, waren die Worte, die seinem Wirke» gcividmet wurden. Es sprachen Rilbb. Dr. Lazarus, Dr. Felix Kauf m a m n (Franksnrt-Loge), Lehrer S i e f e r t (Kollegium der Petersschule), Prof. Dr. Sulzbach (Oppenhcimersche Kindergärten), Julius Heymann (Israel. Frauenkrankenhaus), Wertheim er (Goldschmidt-Bischosheimsche Darlehenskasse), Dr. F. M e r z b a ch (Gnmpertzschcs Siechenhaus),. Dr. B ä r w a l d (Freis. Verein f. jüd. Gemcindelebe») und andere. «leine Notizen. Sonntag Abend 8 Uhr wird die Jüd. T h c a t er - g e s e l l s ch a s t in der Liederhalle, Langestr. 26, einen Jargon abend geben. Die Herren Simon Stand und I. Hochner wirken als neue Kräste mit. Es sei an dieser Stelle auf den Verein „Edle Tat" (siehe Inserat!) hingewiesen. Gegen einen geringen Beitrag steht dieser ans Gegenseitigkeit aufgebaute -Verein seinen Mitgliedern in K r a n k h e i t s - und Sterbefällen zur Seite. Außerdem hält der Verein an den hohen Feiertagen in traditioneller Weise einen eigenen Gottesdienst ab. Personalien «. Kleine Mitteilungen. Berlin. Dr. Ernst Cassirer, der einzige der als Nachfolger Herniann Cohens in Marburg in Frage gekommen wäre, aber als Jude nicht in Frage kam, ist an die Harvard-Universität, die älteste und angesehenste Universität Nord-Amerikas, berufen worden. Berit«. Im „Berliner Tageblatt" fanden wir vorige Woche folgendes Inserat: „Zun: 1. April wird bei Tageszeitung „Richtung Fortschrittliche Volkspartei" in einer mittleren Provinzialstadt Ostdeutschlands zur- Vertretung 'des politischen Redakteurs auf etwa drei Monate ein unverheirateter evangelischer Redakteur gesucht". Evangelischer Redakteur, — und das nennt sich Freisinn! Doch wir wundern uns nicht; kann doch bekanntlich bei den liberalen Stadtverwaltungen ein Jude nicht weniger leicht eine bezahlte Beamtenstelle erhalten als bei den Staatsbehörden. Berlin. Im Berliner Telephon-Adreßbuch liest man auf Seite 641: Levi, Gotthilf, Kaufmann (e v.) und konstatiert erstaunt, daß das Telephonamt bereittvillig auf den Stolz dieses Herrn Rücksicht nimmt: eine evangelische Ausnahme unter seinen Namensvettern zu sein, — Wir würden dem Herrn raten, auch das Datum anzugeben, seit wann er evangelisch ist. Berlin. Endlich einmal wieder eine Nachricht über die Allgemeine Jüdische Kolonisations-Organisation (A. I. K. O.)! Der Buchhalter Max Brockm a n n im Büro dieser Organisation, von deren praktischer Tätigkeit man bisher noch nichts gehört hat, ist wegen Unterschlagung von ca. 5000 Jk zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Berlin. AuS der Welt unserer jüdischen Millionäre! — Die 50jährige Witwe des Geh. Kommerzienrats Isidor L o e w c, des Inhabers der Ludwig Loewe A.-G., hat sich mitei ne m jungen Grafen verlobt. Frau Geheimrat Loewe ist die Tochter des Begründers der Firma B. Manhcimer, des Geheimen Kommerzienrats Valentin Manheimer. Sie hat zlvei Söhne und eine Tochter, die an den Direktor der Ludwig Loewe A.-G., Herrn Olive», einen Vetter von „Rideamus", verheiratet ist. Einer ihrer Söhne ist bekanntlich vor Jahresfrist bei einen: Antomobilunfall in Paris verunglückt. Berlin. Die von dem Stadtverordneten Selmar Solmitz mit einem Kapital von 30 000 Jk gegründete Solmitz-Stiftung hat den Zweck, tüchtigen jüngeren Aerzten an städtischen Anstalten und am Krankenhaus der jüdischen Gemeind« Preise und Beihilfen für wissenschaftliche Arbeiten zu gewähren. In diesem Jahre sind die Arbeit des Assistenzarztes Dr. W o l f s o h n am Krankenhaus der jüdischen Gemeinde „Ueber Serodragnostiik des Krebses" und die des Dr. Valentin, Assistenzarzt am Virchow-Krankenhaus, „Ueber Transplantationen" mit einem Preise ausgezeichnet worden. Der Preis betrug für jede Arbeit 800 Jk — Der int 52. 'Lebensjahre verschiedene Justizrat Dr. Ludwig Flatan, war längere Jahre Stadtverordneter in Charlottenburg. «öl« a. Rh Die Fabel vom Reichtum der Juden erhält durch das jetzt erschienene „Jahrbuch der Millionäre", versaßt vom Regierüngsrat Rudolf Martin, wieder einmal ihre Beleuchtung. Vor uns liegt der Band „Rheinprovinz". Die Reihe der Millionäre eröffnet Berta Krupp v. Bohlen u. Halbach, die Tochter des verstorbenen Kanonenkönigs, mit 283 Mill. Vermögen und 19 Mill. Jahreseinkommen. Es folgen Frz. Haniel, Wwe. Krupp, Thyssen, Carp, v. Schubert, Böninger, SUnnes, Frhr. u. A. Haniel, M>, T. u. A. Guilleaume, Ebbinghaus, Oeder, Hoesch, Prinz Arenberg, Werhahn, A. u. R. Haniel, Hammerschmidt. Die letztgenannten haben nur noch ein Vermögen von 30—40 Millionen, aber lauter arisch-germanisch klingende Namen. Also unter den 21 ersten Millionären, den Industrie-Magnaten der Rheinprovinz, befindet sich nicht ein einziger Jude« Beutheu. Ingenieur Hermann Grünwald, 2. Vorsitzender der Chewra Kadischä, eine sehr sympathische Persönlichkeit, ist nach kurzer Krankheit verschieden. Freiburg. Das Samson Dreysuß'sche Ehepaar feierte die goldene Hochzeit. Czernowitz. OberlandesgerichtSrat a, D. Dr. Bernhard Barber ist, 68 Jahre alt, in Baden bei Men verschieden. Kein Armer appellierte vergeblich an sein gutes Herz. Viele Dürftige wurdeit mit Monatsunterstützungen von ihm bedacht und mehrere Stipendien für Arme der hie-

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