Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 11 (1913)
- Issue
- Heft 7 (14.2.1913)
- Date
- 1913-02-14
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2692297-2692819-2692826--07480-2702556- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 10. Frankfurter Israelitisches FarMenLlatt. Nr. 7. dich die reichen Frankfurter Jlchen, die für altgemeine Dunst so viel übrig Haben, für die echt jüdische IMmst desBezalel so wenig Interesse bekunden; er Hoffe aber zuversichtlich. Laß die Ausstellung und die weitere Propaganda unsere Bermögenden für das große Werk gewinnen werden. , Eines der bekanntesten und verdiemstvollsten Mitgliedes unserer Gemeinde, Herr Julius Sommer. . feiert am 18. Februar seinen 70. Geburtstag. Nur wenige seiner Freunde ahnten wohl, daß, der jugendsrische Greis, der rastlos auf dem GWete der Wohlfahrtspflege sich betätigt, bereits in das patriachalischje Aller eingetrechn ist. Ein Legeisteter und Merzeugungstrener Jude, bringt Julius Sommer allen Aeußerungen des' jüdischen Volksgeistes und Volkslebens: den religiösen, wissenschaftlichen und philanthropischen, reges Interesse entgegen. So wirkt er erfolgreich! im Vorstand des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur, und zahlreiche wissenschaftliche und soziale Kreise sehen in ihm einen eifrigen Freund und Förderer. Seine Lebensaufgabe fand Julius' Sommer aber auf philantrovischem Gebiete. Er steht an der Spitze des von der Frankfurt-Loge begründeten Arbeitsnachweis^ zahlreichen arbeitslosem Menschen hat er Meder eine Existenz verschafft, zahlreichen zerrütteten Familien Meder aufgeholfen. Mit nie versiegender HwMisgüte und einem unverwüstlichem Idealismus übt er hier seine segensreiche Tätigkeit. Auch der Verein selbständiger israel. Handwerker hat sich der eifrigen Förderung unseres Jubilars' zu erfreuen. Zur Zeit ist Julius Sommer damit beschäftigt, eine Arbeitsstätte für arme jüdische Arbeitslose zu begründen nach dem Vorbild der Arbeitsstätte am. Roten Haus, dessen Vorstand er .angehört. Möge es dem verehrten Jubilar vergönnt sein, in gleicher Geistesfrische noch viele Fahre segensreich zu wirken, unterstützt' von seiner gleichgesinnten edlen -Gattin. Um sich! allen Ovationen zu entziehen, verlebt der Jubilar seinen GÄurtstag ferner von der Heimat. > Ai» 24. Januar hiÄt der Verein selbständiger israelit. Handwerker und Gewerbetreibender E. D. seine 7. ordentl. Generalversammlung ab. Der Schriftführer, Schreinermeister Rosenthal, gab einen gut ausgecübelleten Jahresbericht über das verflossene Jahr, woraus man ersah, daß, sowohl der Vorstand, Me die im letzten Fahre neugÄlldeten Ausschüsse fleißig gearbeitet haben. In allen Teilen ist ein Fortschritt zu verzeichnen. Ganz besonders muß, die Darlehenskasse des Vereins hervorgehoben werden. Dieselbe gibt auch dem wenig Bemittüten, durch Gewährung von zinslosen Darlehen, die Möglichkeit, größere Arbeiten übernehmen zu können. »t den Vorstand wurden gewählt: Schneidermeister eishaupt (1. Bors.), Photograph F. Frank (2. Vors.); Kaufmann L. Rothschild, Tapezierer L. Halverstadt, Schreinermstr. K. Rosenthal, Weiß- Lind ermeister F. Meier, Schuhmachermstx. S. David, Kaufmann F. Michel und M. Herz. Es wuüe noch, beschlossen, zu dem im Mai in Cöln stattsindenden Berbandstag zwei Delegierte zu entsenden. > Im „Montefiore"-Verein sprach am vorigen Mittwoch, Herr Tierarzt Dr. Jakob Strauß aus Offenbach — der f. Zt. von den städtischen Vertretern in Ofteibach einstimmig ziun leitenden Tierarzt des dortigen Schlachthofes gewählt, von bet hessischen Regierung jedoch aus naheliegenden Gründe« nicht bestätigt worden war — über die leider wieder einmal die Oeffentlichkeit im Atem hallende Schächtfrage. ■ Seine Ausführungen waren derartig sachlich, wissenschaftlich und anregungsreich, daß wir es uns nicht versagen möchten, sie ausführlich wiederzngÄen, insbesondere um auch weiten Kreisen, denen es nicht vergönnt war, dem Bortrage anzuwvhnen, mit der bedeutsamen Materie vertraut zu machen. Aus äußeren Gründen behalten Mr uns das' ausführliche Referat für die nächste Nummer unseres Blattes vor. Sonntag, den 9. FÄbruar sprach Herr F. Engel im Verein „Tiferes Bachnrim" über die Anfänge der jüdischen Poesie in Rußland. Der Redner unterschüd zMschen der'ursprünglichen Dichtform, die im Thorastil und der späteren, die im Stil des nmhbiblischen Schrifttums geschaffen wurde. Ferner beschäftigte er sich mit der Dichtung der Chassidim. Die inhaltsreichen Ausführungen erhielten großem Beifall. Vielfach geäußerten Wünschen entsprechend, Mrd der Verein von nun an in jedem Monat einen literarischen Abend veranstalten, deren erster am kommendem Sonntag ftattfindet. „M o n t e f i o r e" - B e r e i n. Sonntag, den 16. FÄr., Lei günstiger Witterung Ausflug. Treffpunkt 2tya Uhr Nachm, an der Obermainbrücke, Stadtbibliothek. Die Zion. Jugendgruppe b^innt einen hebräischen Sprachkursus. Anmeldungen — arüh! von Nichtmitgliedern — wolle man an Herrn Bärmann, Leerbachstraße 11 richten. Der Kunstsalon Goldkchmidt bringt, eine Ausstellung der sehr talentierten Regina Munkacz, einer Schülerin Hermann Strucks. < Bericht über den interessanten Bortrag im Verein für jüd. Geschichte und .Literatur erscheint aus technischen Gründen in nächster Nummer. Dr. med. Eugen Cahen-Brach erhielt den Titel Sanitätsrat. A«S de« Bereiueu. Berlin. Der 1200 Mitglieder zählende Verein für abgelaufenen Jahre 17 043 M. und verausgabte 12 433 JL Breslau. In unserer Stadt, in der es an einer Organisation der gesetzestreuen Jugend bisher fehlte, ist eine Fugendgrnppe der Agndas Jisroel gegründet worden. Die Lernkurse finden in Verbindung mit denen des Vereins Machsike Thauro statt. Außerdem sind im Programme Geschichts- und Sprachkurse soMe Vorträge über jüdische Tagüftagen vorgesehen. Gleiwitz. Unter dem Protektorat des Herrn Rabbiner Dr. Münz hat sich! hier ein jüdischer Gesellen-, verein gegründet. Programm: a) ' Fortbildung der Gesellen: öffentliche Vorträge, Belehrungen und Unterweisungen in der Geschäftsführung, Lesen geeigneter Schriften, Anregung uno Pfleg« eines kräftigen, religiösen und bürgerlichen Sinnes und Lebens; b) gemütlicher geselliger Verkehr; o) gegenseitige Hllfe. . Der Verein zählt 24 MitgliÄer. Der erste Vorsitzende ist ein Handwerksmeister, Schneidermeister Max Lustig, die anderen fünf Mitglieder des Vorstandes' sind Hamdwerksgesellen, in dem gegenwärtigen Vorstände ihrem Berufe nach Klempner, Schlosser, Bäcker, Elektriker, Installateur. In der Mischen Gemeindebibliothek ist für den Verein wöchentlich ein Leseabend eingerichtet worden. Basel. Die Liberale Israel. Bereinigung wählte in ihrer Generalversammlung folgende Herren in den Vorstand: Jaqnes Guggenheim (Präsident), CharleZ Bollack, Fritz Metzger, Lucien Levaillant, Dr. Oskar Meyer, Dr. Ach. Nordmann und Louis Weil. Gleichzeitig sind die Statuten revidiert worden. Danach bezweckt die Vereinigung: ,,Förderung der liberale» und demokratischen Bestrebungen rn der Israelitischen Gemeinde Basel sowohl, als auch in den verschiedenen Israelitischen Institutionen der Gesamtschweiz, die Vertretung liberal-demokratischer Grundsätze in der Landespolitik, die Unterstützung, aller auf den genannten Prinzipien beruhendem Kulturbestrebungen, die gesellschaftliche Annäherung ihrer- Mitglieder. Sie steht in religiöser Beziehung auf dem Boden des liberalen Judentums." '__ Kunst und Literatur. Die Weltanschauung des Fndentums von Rabb. Dr. Ludwig Pick. 94 Seiten 1912 Berlin 6. 2, C. Boas Nächst, Verlagsbuchhandlung. : Inhalt: Die Grundzüge be§ Judentums > Die Einheit des Menschengeschlechts -—- Das Reinmenschliche im Judentum —, Stellung zum' Darwinismus' — Die einheitliche Moral — Die Moral des Alten und des Neuen Testaments — Die Moral des Optimismus und des Pessimismus — Die staatliche und die soziale Moral —- Die einheitliche Religion — Das Wesen der Zerenkonien und Ritualien — Judentum um» Christentum — Missionstätigkeit und Staatsbürgertum — Diskussion — Der Modernismus Spinoza. Religion und Philosophie — Der religions-sozialgeschichtliche Geist. Es ist klar, daß man die Weltanschauung des Judentums nicht systemathisch erfassen und lehren kann. Deshalb 'war es von dem Autor richtig, in einzelnen abgerundeten Auffätzen gewisse Grundanschäuungeu des Judentums aufzuzeigen und so durch die Gesamtheit der Auffätze ein Bill» vom Judentum zu geben, durch das dem Leser ein Begriff wird von dessen Wellanschaunng. Die Schreibweise des Autors ist leichtflüssig, so daß das Buch den weitesten 'Kreisen empfohlen werden kann. Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport, Organ der jüdischnationalen Jugendbewegung. Herausgegeben von der jüdischen Turnerschaft. Heft 1. Berlin IV. 15. Inhalt: Geleitwort (Henry Unna) — Unsere Palästinafahrt (Theodor Zlocisti) — Palästina und die Inden (Davis Trietsch) — Bon Jaffa nach Jerusalem (Schalom Asch).— Eine militärische Chanukahfeicr (Alfred Bnim) nsw. usw. Aus den Ausführungen Zlocistis über die beabsichtigte Palästinareise geht hervor, daß man es als selbstverständlich annimmt, daß diese Palästinafahrer im allgemeinen nicht nach den jüdischen Speisegesetzen leben werden. „Für diejenigen, welche sich nicht auf dem Schisse beköstigen lassen wollen, ermäßigt sich der Preis um etwa 20 JL, die aber für den Ankauf von koscheren Konserven usw. zu verwenden sind." Selbstverständlich sollte es jedoch bei jeder „jüdischen" Veranstaltung sein, daß die jüdischen Gesetze respektiert Offenbacher Druekluftanlagre G. m. b. H. Taunusstrasse 77 Offenbach am Hain Fernsprecher 123 — Unübeciroßene Teppic&reimgung mittetet Druckluft. — Preis pro qm 50 Pfg. »» »i »» 40 „ i» ji ,» 06 », Qualität: Smyrna und Perser Velours und Axminster Brüsseler and Tapestry M&nilla and Wolle ... „ „ „ SO „ — Unübertroffene Betten- und BeMedern-Belnlflung — mittels DracUaft and Wasserdampf. Ein jeder Versnob fahrt zur dauernden Benutzung unserer in hygienischer Beziehung einzig dastehenden Einrichtung. Die Reinigung eines Deckbettes kostet . . Hark 1.80 j / „ „ Unterbettes ,, ■ . „ „ „ ,, Kopfkissens „ . . „ 1. ““ Ausführliche Prospekte stehen zur Verfügung. Flügel Pianos Niederlage von Sechsteln, Th. Steinweg Nachfolger, BSnisch, Kaps, Förster, Granert, Hupfer, Welssbrod etc. etc. Anfragen erbeten. Lichtenstein Zoll 102. B. I. Inh.: Louis DSring, Zeit 4. Brüten, Pincenez, Opernglfiser, Lorgnettes etc. ln allen Preislagen. Beparatn rensofort und billigst. — Lieferant der sllgeni. Ortskrankenkasse. Rßstauration»oJacol) HammelS Allerheiligenstrasse 52. Vorzügliche Tagesrestanration, Kaffee, Kuchen. la. RSderherg - Hier. Elektrotechn. Anstalt Sich. Bender Grosse Gaünsstrasse 4. Telephon Amt I, No. 11726. Neuanlagen u. Separateren •lektr. Sehallan u. Thelephene zu billigsten Prosen und fachgemSsser Ausführung. Anch Im Abonnement. Saezmlgesehaft aller Eiozelu Ersatzteile f. Sehwaeb-,Starkstrom n. Kleinbeleachtung. BdnllKaluMmiilsrtnitf Samstags streng geschlossen. SpezlaUtät: Gummiabsätze. Fraukfurt». H., Obermain-Anlage 20 (Laden). Tel. 9875. ------- Lager In allen Schuhen und Stiefel* — Dienstpersonal erhält Extra-Rabatt. 1MD 0. Hl Theobaldstr. 13 Telefon 1,11553 Künstner & Kessler, vormals empfehlen Obstkorbe wie Obstplatten in allen Preislagen, sowie aües ln» and ausländische Obst a»d .Gemü«e. _Ananam, Felgen, vollmaftlge, müsse Orangen, Mandarinen* W. Hasselbach, Gr. Eschenheimerstrasse 4. Telephon 3017,1. 131 4175